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Kurhessische Maler-Soldaten.
München Briefe in Bareiros Hand
Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.
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Er stutzt kaum merklich, aber Irmela nimmt es
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Kriegerfrau und Lebensversicherung.
Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag.-„Der Sicherungsbeitrag"
ZUM Ehrendoktor ernannt. Blaschke ist 1885 in Graz geboren. Er promovierte 1908 in Wien, habilitierte sich 1910 in Bonn, erhielt 1911 einen Lehrauftrag in Greifswald, wurde 1913 als außerordentlicher Professor an die Deutsche Technische Hochschule in Pwg berufen, kam 1915 in gleicher Eigenschaft nach tu Leipzig, wurde 1917 Ordinarius in Königsberg, 1919 erititft in Tübingen und im gleichen Jahre noch an die Universität Hamburg berufen, deren Rektor er 1927/28 war. 1931 und 1932 war er als Gastprofes-
schvftsdienst.
Kunst und Wissenschaft.
Ehrung eines deutschen Gelehrten.
Der Ordinarius für Mathematik an der Hansischen Universität Hamburg, Prof. Dr. Blaschke, wurde von der italienischen Universität Padua
Reichsarbeitsführer Hier! hat den Kommandeur !des flämischen Arbeitsdienstes van Thillo empfange«. Dieser hatte auch Besprechungen mit dem Chef Stabes, Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker.
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Lauer legt die Hand darauf. „Wie ich hier sehe, h-ben Sie die Absicht gehabt, ihn auch noch ferner-
Bon der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: ■
Am 16. Juli 1942 vollendete Geheimer Medizinalrat Professor Dr. phil. et med. vet. h. c. Pfeiffer ein 75. Lebensjahr. Bei diesem Anlaß wurde ihm von dein Führer in Würdigung seiner Verdienste um - die wissenschaftliche und praktische Veterinärmedizin, im besonderes um die Veterinärchirurqie und um die Reorganisation des tierärztlichen Ilm tervichtswesens an der Universität Gießen und damit um den Auf- und Ausbau der Veterinärmedizinischen Fakultät, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Wilhelm Pfeiffer, am 16. Juli 1867 in Leu- bus in Schlesien geboren, studierte Veterinärmedizin an den damaligen Tierärztlichen Hochschulen in Stuttgart und Berlin. Im Mai dieses Jahres gehörte er dem tierärztlichen Beruf ein halbes Jahrhundert an. An der Universität Berlin studierte er ferner Naturwissenschaften und Nationalökonomie und promovierte im Mai 1899 zum Dr*. phil. Am 6. Dezember des gleichen Jahres wurde Dr. Pfeiffer in Nachfolge von Professor Dr. Pflug als ordentlicher Professor und Direktor des damaligen Tierspitals an der Universität Gießen angestellt. Bei seiner Berufung verlieh ihm die Medizinische Fakultät, welchex damals diese Professur an gehörte, den Dr. med. vet. honoris causa.
In/ 36 Jahren seiner aktiven Zugehörigkeit zur Universität Gießen hat er ein -außergewöhnlich erfolgreiches Wirken für die Veterinärmedizin entfaltet. Seiner Tatkraft ist nach der Jahrhundertwende der Ausbau dieser tierärztlichen Lehr- und Forschungsstätte zu verdanken, der 1914 durch ihre Entwicklung zur Veterinärmedizinischen Fakultät gekrönt wurde. Das' gesamte Bauprogramm der Veterinär-Kliniken und -Institute wurde "von ihm bearbeitet, die in den Jahren 1904 bis 1910 zweckdienlich erstellt wurden. Professor Pfeiffer war der erste Vorsitzende des 1900 geschaffenen Veterinärmedizinischen Kollegiums, — eines Uebergangssta- diums zur späteren Fakultät —, welche führende Stellung er sechsmal inne hatte. In dieser Zeit überwand er die vielen Schwierigkeiten, die einer neuzeitlichen-, Reorganisation entgegenstanden, durch
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Die Goelhe-Mdaille für Geheimratpros. Dr. Dr.h.c. Wilhelm Pfeiffer
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Zur Erlangung bodenständiger Freilichtspiele Hilfe der Chef der.Zivilverwaltung im Elsaß ein Preisausschreiben unter den elsässischen Dichtern veranstaltet, dessen erstes Werk jetzt uraufgeführt wurde Eduard Re in ach er behandelt in seinem Spiel aue Straßburgs Vergangenheit „D i e st q h l e r n e Mauer" die Jahre zwischen 1548 und 1552, da Straßburg als Parteigänger des Schmalkaldifchen Lundes in Gegensatz zu Kaiser und Reich stand inb im Begriff war, sich zur Rettung seine? Glaubens dem französischen König auszuliefern, der die Mgionswirren dazu benutzt hatte, sich in den Besch der Bistümer Metz, Toul und Verdun zu setzen. Dem Stettmeister Jakob Sturm gelang es dem Keich seinen starken Schutz am Rhein zu erhalten.
drei wuchtigen Bildern hat Reinacher das histo- tiiche Geschehen aufqebaut. Den krönenden Schluß bildet der historische Besuch Karls V. "Straßburg. Der Münsterplatz und die Renaissance-Fassade des Frauenhauses boten ein wirkungsvolles Bühnenbild. Die Volksbühne Straßburg unter Spielleitung Don Karl Lorentz und unter Mitwirkung von Stu- dentenkameradfchaften der Universität hatten dem Ahnenwerk farbiges Leben verliehen. Die Luhnen- nusik des elsässischen Komponisten Fritz Adam unterstrich die dramatischen Momente. Hans Reich.
Sn der Kasseler Galerie wurde die Gauausstellung „Kurhessische Maler an der Front" eröffnet mit Mrken von Künstlern, dfe ohne Auftrag in der , geringen Freizeit schufen. Die tagebuchhafte Un- iniftelbarkeit, das künstlerische Experiment gibt der m l,eb Ausstellung ihren Charakter. Manches verrät deut- sself an- isch den Mangel an Zeit und an geeignetem Mal- igabeti . material. Die 200 ausgestellten Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde verteilen sich auf die beiden kraftvoll und unbekümmert zupackenüen Maler Gustav Wittig (Kassel) und Georg Roppel (Machtlos bei Hersfeld), den kompositorisch starken Self ing ^Kassel), auf Drescher (Itter), den an Corinth geschulten Frairz Frank aus Goßfelden bei Mar- tburq, den Peiner-Schüler Hindorf, auf Marttn slramm und die Maler Hansli, Fritz Wildel m und Kurt Wintgens. G. M. Vonau.
Uraufführung auf dem Straßburger INünflerplah.
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msnister seit dem Tvde Staunings beibehalten hatte, st neu besetzt worden. Zum Finanzminister wurde )et Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Assin g^-And ersen, ernannt, der 1893 in Papenhagen geboren wurde und dem Kabinett Stouning von 1935 bis 1940 als Wehrminister an- igehört hat.
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e fpitiM lettenem technischen Können und hoher Ausdrucks- n kullur zu behandeln versteht. Früher hat der Künstler auch auf der Bühne Triumphe gefeiert, nament- 'einei sich in Partten, die von einem geistigen Gehalt ge- yle btt fragen sind. Sein Repertoire reichte von Mozart bis zu Wagner und zu Orff. Unvergleichlich sind lewe Ausdeutungen des Bach'schen Evangelisten, leine Gestaltung der Liederzyklen Schuberts, Schumanns und Hugo Wolfs.
trug ihn, als ich mich das erstemal mit ihm traf — nein, das zweitemal."
' „Er hat sie Ihnen abverlangt?"
„Nein, er sagte irgend etwas darüber, und ich dachte, er wollte sie vielleicht haben, ich war sehr aufgeregt, und da riß ich sie ab — und warf sie aus den Tisch — aber garrz freiwillig."
„Und nachher tat es? Ihnen Kid? Sie wußten nicht, wie Sie das Verschwinden erklären lallten und wollten sie lieber mit einem Scheck einlosen?
Leid'-' Nein. Ich hätte am liebsten nicht mehr daran gedacht, aber Bareiro rief mich an und sagte, daß ich sie abholen sollte."
,Aber Sie waren nicht sicher, daß er sie Ihnen ohne Gegenleistung aushändigen würde, unb, da schrieben Sie vorsichtshalber diesen Scheck aus.
,'Aber dann war ihm der Scheck nicht hoch genug, und das brachte Sie in eine begreifliche Er- rE9g»' weiß nicht, ob ihm der Scheck nicht hoch genug mar, ich habe ihn ja gar nicht gesprochen!
„Und auf welche Weise Haben Sie dann Ihre Kette zurückbekommen?"
Ich habe sie überhaupt nicht zuruckbekommen'. "So — so!" Das klingt nicht ganz überzeugt. In diesem Augenblick zuckt Irmela zusammen. Man hört draußen helle plappernde Kinderstunmen, und im nächsten Moment wird die Tur aufgestoßen und die Kinder stürmen hereur
Wir haben die Möwen gefuttert, Muttt! ruft Hansjürgen in aufgeregtem Entzücken. Sie waren ganz dicht bei uns, und so groß. Uschi hat geschrien, sie dachte, sie tun ihr was — als ob es Adler waren, habt ihr die Möwen gefüttert? Das ist ja fein!" Irmela zieht mit einem blassen Lächeln den kleinen Körper an sich, der sich gegen fie drangt. Aber jetzt dürft ihr hier mcht stören! Ihr seht doch, daß Mutti Besuch hat!"
Hansjürgen macht eine knappe Verbeugung vor
Unter den Konzertsängern nimmt Karl Erb eine bevorzugte Stellung ein infolge seiner schönen, mühelos ansprechenden Tenorstimme, die er mit
n jjt gefälscht, die Summe nicht geändert wie in Ißebanten versunken will Bauer das H^stAn wte-
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gelehnt.
Karl Erb zum 65. Geburtstag.
seine starke Persönlichkeit und sein Verhandlungstalent. Als Dekan amtierte er ebenfalls sechmal mit entscheidendem Einfluß auf die Entwicklung der De. terinärmedizinischen Fakultät, dank seiner organisatorischen Fähigkeiten. 1905 wurde Pfeiffer zum Direktor der Chirurgischen Deterinärklinik ernannt, der er sich mit leidenschaftticher Hingabe an seinen Beruf als Chirurg verbunden fühlt. Der Titel Ge- Heimer Mcdizinalrat wurde ihm 1915 verliehen. Von 1902 bis 1935 war Prof. Pfeiffer ständiger Vorsitzender hes Ausschusses für die Tierärztliche Prüfung. Als solcher wie als Prüfer war Pfeiffer stets wegen seines ausgeprägten Gerechtigkeitsfin. nes hoch verehrt, als Lehrer wegen/der didaktisch wertvollen Anschaulichkeit seines Unterrichtes sehr beliebt. Sein Ruf als erfolgreicher Chirurg eigener Arbeitsmethodik ist außer durch zahlreiche wisfen- schafttiche Abhandlungen über diagnostische und operative Methoden und volkswirtschaftlich wichtige Operationen an verschiedenen Haustieren begründet durch seinen jetzt in 14. Auflage erscheinenden, weit über Deutschlands Grenzen hinaus geschätzten „Ope- rationskursus für Tierärzte und Studierende".
Nach seiner Emeritierung am 1. April 1935 versah er seine Lehrtätigkeit und die Direktton der Chirurgischen Deterinärklinik noch bis zur Beru- fung seines Nachfolgers. Seiner Veterinärmedizinischen Fakultät ist Geheimrat Pfeiffer der getreue Ekkehard geblieben, als er, am 1. April nach Berlin verzogen, sich im Herbst 1939 nach Einberufung seines Nachfolgers,zurn Wehrdienst auf Anfrage der Landesregierung bereitwilligst wieder für die Direktion der Chirurgischen Deterinärklinik zur Der- fügung stellte. Als im Januar 1940 die Universität Gießen wieder geöffnet wurde, versah Geheimrat Pfeiffer auch wieder seine Lehrtätigkeit in vollem Umfange in aufopfernder Berufsfreude nochmals über y/d Jahre bis zu feiner kürzlichen Rückkehr nach Berlin, um nun in dem so wohlverdienten Ruhestand zu leben. Seine Kollegen, Schüler und Freunde gedenken des überall hochgeschätzten Jubilars mit herzlichsten Wünschen für einen noch langen glücklichen Lebensabend und nehmen in Der- ehrung und Sanft) ar feit freudigen Anteil an der ihm zÄeilgeworbenen Anerkennung durch Verleihung der Goethe-Medaille.
>in, es stimmt." Er hat vorher gewußt, daß es ft'nunt. Der Bankbeamte hat den Scheck «och em -
dieser Beihilfe erfolgt bei den Fürsorgestellen unter Dorlage der letzten Beitragsquittung. Sie Beihilfe erhalten nicht nur sämtliche zur Wehrmacht Einberufenen und ihre Angehöriapn, sondern auch heran- gezogene Notdienstpflichtige und die Angehörigen folgender Formationen: ^-Versügungsttuppe, bewaffnete Teile der ff, Notdienst, technische Wehrwirtschaftseinheiten, Reichsarbeitsdienst, behördlicher Luftschutz,^ Teile des Flugmeldedienstes, freiwillige Krankenpflege für die Zwecke der Wehrmacht. Ferner erhalten sie die von einer behördlichen Räumung ober Freimachung Betroffenen und die infolge feindlicher Maßnahmen an der Rückkehr aus dem Ausland verhinderten Besatzungsmitglieder der deutschen Handelsmarine und ihre im Inland verbliebenen unterhaltspflichttgen Angehörigen. Ser Sicherungsbeittag allein genügt zur vollen Aufrechterhaltung der Lebensversicherung während der Zeit der (Einberufung. Die Differenz zwischen dem Sicherungsbeitrag und der Gesamtprämie wird von den Gesellschaften auf Wunsch gestundet, wenn der Familie die Zahlungsleistung nicht möglich ist. Sie kann aber auch gleichzeitig mit dem Sicherungsbeitrag monatlich eingezahlt werden. Wichtig ist bei dieser Regelung lediglich, daß durch den Sicherungsbeitrag sämtliche Ansprüche der Versicherten aufrechterhalten werden. Unverheiratete Einberufene erhalten diesen Sicherungsbeitrag allerdings nur, wenn ihre Versicherung bereits vor dem 1. September 1939 beantragt war. In Zweifels fällen geben die Versicherungsgesellschaften darüber nähere Aus- __ tunst. , '
Was hat die Ehefrau zu tun, wenn der Mann im Kriege fällt? Als erstes werden an die Versicherung, d. h. an die Hauptverttetung ober Geschäftsstelle, bei der die Versicherung abgeschlossen würbe, folgende Schriftstücke geschickt: der Versicherungsschein, die letzte Beitrügsquittung, ein Altersnachweis (am besten Geburts- ober Taufschein) und die Benachrichtigung des Truppenteils vom Heldentod des Mannes. Ser Altersnachweis kann wegfallen, wenn er schon bei Beginn der Versicherung gegeben thien und Antipathien dürfen keineswegs unser Urteil trüben. Wir müssen nach den Mottven fragen, und die Motive sind gegeben."
„Weiter, Butenschön, weiter."
„Gerade w'eil bas Haus einen reichen und wohlgepflegten Eindruck macht — gerade weil diese reizenden Kinder vorhanden sind — gerade weil die Frau unendlich viel zu verlieren hatte, darum kann sie zu dem verzweifelten Entschluß gekommen sein, sich dieses Glück zu erhalten — um jeden Preis. Und daß sie nicht sofort zusammengebrochen ist und alles gestanden hat — Frauen können sich bewundernswert beherrschen — auch die zartesten und empfindsamsten — das wissen wir doch aus Erfahrung; daß'sie innerlich erregt war, bas konnte man sehr gut merken — Frauen sind so gewöhnt, in kleinen Singen zu lügen, daß sie's auch in großen tun können."
„Ich wollte, Sie hätten r^cht. Butenschön!" Bauer hat endlich seine Entscheidung getroffen und mit einem kummervollen Seufzer seine Zigarre in Brand gesetzt. „Beruflich gesprochen, natürlich, auch wenn es einem menschlich leid tun könnte. Aber für uns wäre es sehr erfreulich, wenn wir so im Handumdrehen den Täter ermittelt hätten. Aber leider bin ich nicht überzeugt."
„Nicht, Herr Rat? Sas ist aber ärgerlich, beruflich gesprochen." Butenschön lächelte etwas, „Menschlich könnte ich mich beinahe darüber freuen ..." Das sicheln verschwindet. „Ich kapn mir die Situation sehr gut vorstellen — diese junge, reiche, glückliche Frau fällt einem Erpresser in die Hände, die Angst um ihre Ehe, ihre Kinder, die Angst vor dem Skandal, gerade in diesen Kreisen. Wahrscheinlich ist sie nicht mit der Absicht hingegangen, ihn zu töten, sie wollte sich loskaufen. Aber Herr Bareiro war keine Summe hoch genug. Sas siebt man schon on dem Schwindel, den er mit den Briefen vor- hattc. Wahrscheinlich hatte sie gar keine Waffe bei sich. Haben Sie schon Antwort auf Ihr Kabel?"
„Nö ... kann auch noch nicht..." (Fortsetzung folgt.)
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Aus -er Giadt Gießen.
Wogende Getreidefelder.
Ein eigenartiges, erhabenes Bild ist ein üppig stehendes Getreidefeld, wenn darüber mit geheimnisvollem Wehen der Wind hinftteicht. Es sieht so aus, als ob ein weitgespanntes seidenes Tuch Fal- 1 ten werfe. Ackerwinden ringeln sich als Unkraut an den Halmen empor, zwischen denen noch der rote , und der blaue Schmuck von Mohn, Kornrcüle und Kornblume leuchtet. Leise zirpt zwischen den Ackerschollen die Grille, und Rebhühner flattern aus dem Sickicht der Halme. Und hoch am blauen Himmel singt die Lerche ihre Lieder.
Jetzt sind wir nicht mehr allzu weit von der Ernte. Der goldene Segen auf den Getreidefeldern wird sich in einigen Wochen, wenn alles ganz aus gereift ist, der Sense entgegenneigen. Für das Landvolk ist die Erntezeit die härteste und doch auch die schönste, sieht es doch seine rastlose Arbeit, das tägliche Brot für das ganze Volk zu schaffen, gelohnt. Mit glücklich schlagendem Herzen steht der Bauer vor den Feldern seiner Tättgkeit, läßt die Halme prüfend durch die Hand gleiten und kann kaum die Zeit mehr erwarten, wo hochbeladene Erntewagen, schwankend mit der kostbaren Last, den Scheunen zufahren.
Dom wogenden Kornfeld geht ein heimatlicher Zauber aus. In ihm liegen mit die stärksten Wurzeln unseres deutschen Heimatgefühls.
Blihgefahr und Blitzschutz.
Die Zeit der Gewitter gibt Veranlassung, auf einige Verhaltungsmaßregeln hinzuweisen, die beim Aufziehen eines schweren Unwetters mit heftigen Blitzschlägen zu befolgen sind.
Ist man zu Hause, so hüte man sich, sich dort aufzuhalten, wo irgend eine metallische Leitung sich befindet, durch die der Blitz seinen Weg in das Haus nehmen könnte. Man meide auch die Nähe des Ofens, des Fensters ober einer geöffneten Haustüre, durch die starker Zug göht. Ser beste Platz ist die Mitte einer geräumigen Stube. Manches Leute schließen ängstlich alle Fenster, sobald ein Gewitter zum Ausbruch kommt. Dadurch vermehrt man aber die Schwüle und Beklommenheit, besonders wenn mehrere Personen im Zimmer sind. Am besten ist es, die Fenster gegen die Windseite zu schließen, die entgegengesetzten zu öffnen.
Auf der Straße ist man in der Nähe hon Mauern, unter Türen und Torbogen solcher Häuser, die keinen Blitzableiter haben, mehr gefährdet, als in der Mitte der.Straße. Besonders sollten Stellen, wo das Wasser von den Sächern oder Sachrinnen in starken Güssen niederstürzt, gemieden werden.
Im Freien ist man unter Eichen, Weiden und Pappeln stark gefährdet. Nadelholzhäume und Birken werden weniger häufig vom Blitz getroffen, Lindenbäume und Birnbäume sowie Buchen am wenigsten. Nie suche man Schutz am Stamm eines Baumes, sicherer ist man unter den äußeren Zweigen, und zwar auf der Seite, die nicht vom Winde betroffen wird.
Im Wald suche man Has Innere auf, wo die Bäume gleichhoch sind und dicht stehen. Einzeln stehende Bäume sind stark gefährdet, ebenso Bäume mit abgestorbenen Aesten. Wird man im Freien von einem Gewitter überrascht so lege man alle den Blitz anziehenden Gegenstände, Geräte, Sensen usw. ab. Schnelles Laufen erhöht die Gefahr.
Das Pulverfaß.
Wer auf einem Pulverfaß sitzt, wird sich nicht gerade eine Zigarette anzünden oder eine Tabaks- -pifeilfe; und wer Benzin umgießt, wird das nicht gerade neben dem brennenden Gaskocher tun. Natürlich — denn es würde ihn selbst Köpf upd Kragen kosten. Würde jeder, der im Walde Tabak raucht, oder am Waldrand ein Feuerchen oder einen Spirituskocher in Brand setzt, mit dem Walde zusammen in Flammen aufgehen, so hätten wir zweifellos weniger Waldbrände zu verzeichnen. Senn der Wald ist in den dürren Sommermonaten auch nichts anderes als ein Pulverfaß, und ein Funke genügt, viele Quadratkilometer schönsten Baumbestandes m Asche zu legen. Daß es aber auch dem Waldbrandstifter, der kostbarstes Volksvermögen vergeutet, an Kopf und Kragen geht, ist chm gar nicht bewußt, weil es nicht explosionsarttg geschieht. Aber erstens trifft ihn — wenn er erwischt wird — die ganze Schwere des Gesetzes und zweitens schadet es seinem Vaterlande. Und damit schadet er sich selbst, , denn Holz ist heute für uns ein kriegswichtiger Rohstoff geworden! Das Holz selbst, und was wir ; aus ihm gewinnen an Merkstoffen, hilft mit zum 1 Durchhalten und zum Siegen. Denkt an das Pul« t verfaß! Schützt unsere Wälder!
Verrmukelungszeit:
17. Juli von 22.36 bis 4.50 Uhr.
len bes l°r an oen noroameruaniiajen unioequaien soai= üo hi limore und Chikago. Berufungen nach Heidelberg, Itreckeir Graz und Leipzig hat der Gelehrte ab-
iomben ’
hin zu unterstützen?
„Die Absicht — ja und nein — ich. wollte vor- bircitet fein, für den Fall, daß er mir die Kette n;djt zurückgeben wollte."
„Was für eine Kette?" ... -
las Wort fällt so jäh in ihre langsam st^tzen- bm Sätze, wie ein Beilhieb in ein lausendes Banv. te stockt, angehalten durch die Unterbrechung, das Dort liegt vor ihr wie angenagelt, sie kann das 2md nicht mehr zurückdrehen — eine Sekunde lang fhrrt sie ihn on, atemlos, verwirrt.
Ich — hatte ihm einen Schmuck gegeben — icy
Wenn der Mann an der Front ist, muß die Ehefrau seine Pflichten zum großen Teil mit übernehmen. Dazu gehört auch, daß die Frau den Versicherungspflichten nachkommt. Ser Mann fyat seinerseits vorsorglich verschiedene Versicherungen abgeschlossen, seiner Frau aber oft nur wenig Einblick in die Handhabung dieser Singe gegeben. Er hat die Versicherungspolice unter seinen Papieren aufbewahrt und auch die Prämie regelmäßig überwiesen. Wird der Mann eingezogen, dann sind viele Frauen oft ratlos. Sie können unter Umständen Rechte und Vorteile nicht wahrnehmen, weil ihnen der lieber« blick fehlt. Jede Frau muß sich deshalb in großen Zügen mit den Aufgaben vertraut machen, die ihr aus den für sie und ihre Familie abgefchlosfenen Dersicherüngen erwachsen.
Was geschieht nun mit der Lebensversicherung? Die Frau muß zunächst wissen, wo die Versicherungspolice liegt und sie dann sicher aufbewahren, am besten in dem immer bereitstehenden Luftschutzkoffer. Außerdem muß sie weiterhin regelmäßig die Prämie einzahlen. Wenn sie den Zahlungstag auf ihrem Notizkalender vermerkt, wird sie jedesmal rechtzeitig daran erinnert. Sie Verpflichtung, die der Mann mit dem Abschluß der Lebensversicherung übernommen hat, muß durch regelmäßige Zahlungen laufend eingehalten werden, damit man der Vorteile dieser Voraussicht nicht verlustig geht. Größte Sorgfalt in.diesem Punkt wird sich später lohnen. Stirbt der Mann vor der Frau, dann steht ihr durch seine Lebensversicherung eine größere Geldsumme zur Verfügung. Bleiben beide Ehepartner lange am Leben, bekommen sie durch ihre Versicherung am Lebensabend eine kleine Rente oder besitzen dann die Summe gemeinsam als Vermögen, mit dem sie rechnen können.
Um jedem Einberufenen die regelmäßige Zahlung der Beittäge zu ermöglichen, ist beim Familienunterhalt der sogenannte Sicherungsbeitrag geschaffen worden. Dieser 'Sicherungsbeitrag kann von den Fürsorgestellen übernommen werben und erleichtert die Beitragszahlung wesentlich. Sie Beantragung dem fremden Herrn und streckt ihm die Hand hin. „Guten Tag", sagt er höflich.
„Guten Tag, mein Junge?" Bauer halt einen Augenblick die kleine warme Hand in der feinen, ein eigentümliches Gefühl rührt an sein Herz.
Auf einen Wink von Irmela nimmt Fräulein Engel die Kinder an der Hand und verschwindet mit; ihnen. Und einen Herzschlag lang starren die drei Menschen im Zimmer schweigend auf die Tur, die sich langsam schließt. Sann schiebt Bauer die Papiere ineinander und in die Aktentasche zurück.
„Ich will Sie jetzt nicht länger ermüden, Frau Sierinck." Es ist Gutmütigkeit in feinem Ton, und gleich darauf etwas mehr Schärfe. „Aber ich muß Sie schon bitten, sich morgen — sagen wir um zehn — bei mir- im Präsidium einzusinden.^ Er nennt ihr Stockwerk und Zimmernummer.
„Ja", sagt Irmela tonlos. Also ist diese Angelegenheit noch nicht erledigt — sie hört wie an der Maschine sich klappernd die Rolle dreht und der Bogen knisternd herausgezogen wirb, aber sie hori taum, was ihr ziemlich schnell unb unverständlich vorgelesen wirb — es wird schon stimmen, daß sie das alles gesagt hat. r
„So, wollen Sie bitte hier unterschreiben.
Sie unterschreibt.
45.
„Sprechen Sie sich aus, Butenschön, sagt Bauer, als sie im Wagen sitzen. Er holt feine Zigarrentasche hervor und fingert so gedankenversunken über die paar braunen Stangen darin, als hätte er eine lebenswichtige Wahl zu treffen.
„Wenn ich mcüne Meinung sagen soll, Herr Rat , Butenschön (agtrfjne. Settinn her, wie ein braver unb etwas .ar pen£gter Schuler, „bann ist sie es gewesen *,r •*uns nicht burco den äußeren Eindruck Ta,-/ feilen. Wir bürfen uns nicht logen: eiri. ber 6ihu-?0 angenehme <!>rau kann eme laiche Ebensowenig wie wir in
einem uÄ^eitW mit stcch-ndem Blick einen Verbrecher ’S dürfen. Persönliche Sympa-
$ur Förderung der Zusammenarbeit von NS.- miriei ! Fttluenschaft — Deutsches Frauenwelt und Deut- i)soer, 'chem Roten Kreuz trafen die Leiterinnen der DRK.- köte[, Lcmdesstellen und Bereitschaftsbienste in der besetz, e Neichsschule der NS.-Frauenschaft in Berlin-Wann- neuü lee zusammen. Vorträge unb Arbeitsbesprechungen aillont brachten wertvolle Anregungen für gemeinsame Kriegsaufgaben wie Schwesterneinsatz unb Bereit-
u«ei fti Roman von Anna Elisabet Weirauch j)3W II sind «l’|
c St Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
TinVI »Mr unbedingt nötig", sagt Bauer, während sie L. Sifrl.b* paar Schritte macht. „Es wäre >a auch möglich, nach. $" M der Scheck gefälscht worden ist — oder die Zahl 5 en!' ^as weiß ich natürlich nicht, oie^btattort bas Ut der Büchlein auf. „Sas ist die Eintragung.
ghlreW „Danke sehr." Bauer betrachtet den Reststreifen. ^Eckstti» „ftnn, €5 stimmt." Er hat vorher gewußt, daß es und fr-! ft'nunt. Ser Bankbeamte hat den Scheck «och ein- flinräwW mal sehr genau nach geprüft — die J^tcriajnjt ist
. «Beitrag* Ihr Umschlagen, um es zu schließen — W- Ist non HRoth ein Scheck ausgeschrieben unb nicht abgetrennt
' -Ml*" - Herrn Fernando Bareiro oder [Überbringer.
’ anders El stutzt kaum merklich, aber Srmeta nimmt es 3n)if ||ttahr, unb erst in diesem Augenblick fallt ihr ein, ein*1*ijM der ausgeschriebene Scheck noch in dem Buch pi*f^ '®Xi« Annh hnrmtf 9[Zie ich hier sehe, ünnen. J Sgl


