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Mr noch 5 Tage.

Bis 21. Juni

Alttleidcr- und Spinnstoffsammlung.

Die Annahmestellen der Gießener Ortsgruppen zur Altkleider- und Spinnstoffsamm­lung sind wie folgt geöffnet:

Mitte: Marktstraße 25, werktags von 17 bis 19 Uhr.

Nord:Einhorn", Lindenplaß 1, Montag, Mitt­woch und Fre-itag von 17 bis 19 Uhr.

O st: Licher Straße 19, Geschäftsstelle der DAF., werktags von 15 bis 18 Uhr.

Süd: Hofmannstraße 1, Mittwoch und Samstag von 19 bis 21 Uhr.

Liebigstraße 58 (Autogorage), Mittwoch und Samstag von 19 bis 21 Uhr.

Unterhof und Oberhof (Bergwerk), Mittwoch und Samstag von 19 bis 21 Uhr.

Klein-Linden: SteinstraßeAltes Backhaus", Mittwoch und Samstag von 19 bis 21 Uhr.

W,ieseck: Schulstraße 3, Mittwoch und Samstag von 18 bis 22 Uhr.

Sprechstunde des Äreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 18. Juni, nachmittags von 1512 Uhr, in Gießen, Lonystraße 18, statt.

Amt für Agrarpolitik.

Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet am Donnerstag, 18. Juni, nachmittags von 1517 Uhr, in Gießen, Lonystraße 18, statt

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehma (Schlachtvieh-Derteilungsmarkt) in der Viehvers gerungshalle Rhein-Main, kosteten: Ochsen 39 bis 54 Rpf., Bullen 44 bis'54, Kühe 22 bis 54, Färsen 40 bis 52, Kälber 25 bis 57, Schafe 45 je X kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebend­gewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, ef (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Specksauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.

*

** Ko stenlose öffentliche Nähbe­ratung des Deutschen Frauenwerkes. Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr in der Beratungsstelle Linden­platz. Montag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr Kaiserallee 6. Die Nähberatung wird von einer Fachkraft geleitet.

** Kurz-Nähkurse des Deutschen Frauenwerkes. Schneidermeisterinnen haben sich zur Verfügung gestellt, Nähabende zur Her­stellung von eigenen-Kleidern oder für Angehörige zu halten. Der Abend kostet 30 Rpf. Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Die Abende finden statt: für Gießen- Mitte: Montag und Mittwoch, Bleichstraße 181; Gießen-Nord> Montag und Donnerstag, Marburger Straße 7, im Piiro des Garaqenbetriebes; Gießen- Ost: Dienstag und Mittwoch, Kaiserallee 6; Gießen- Süd: Montag und Mittwoch, Wilhelmstraße 2, Ein­gang Frankfurter Straße.

** Nähmittel a u f Abschnittc" der 3. Reichskleiderkarte. Noch einer Bekannt­machung der Reichsstelle für Kleidung und ver­

wandte Gebiete vom 31. Mai 1942 dürfen auf den Nähmittelabschnittc" der 3. Reichskleiderkarte Nähmittel im Gegenwert von 30 Rpf. (Einzelhan­delspreis) abgegeben und bezogen werden mit der

Nun rückt das Bannsportfest 1942, das von allen Bannen in ganzen Deutschen Reich am kommenden Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, zum Austrag gelangt, immer mehr ins Blickfeld. Beson­ders bei den verschiedenen Einheiten des Bannes Gießen (116) hat in den letzten Wochen ein Wett­eifern stattgefunden, will doch jede Einheit als beste im Auftreten abscynerdetl. Daneben siüd die-ver­schiedensten Vorbereitungen bei den Sonderforma­tionen getroffen worden, die am Bannsportfest be­sonders in Erscheinung treten werden. So wurden u. a. 120 Fanfarenbläser und Landsknechtstromm­ler sowie zahlreiche Spielmannszugangehörige in Lehrgängen an der Bannführerschule in Laubach geschult. Motor-, Marine- und Flieger-HI. üben schon lange für ihre Vorführungen am Sonntag auf dem Universitätssportplatz.

Für die Großkundgebung auf Oswaldsgarten ist eine größere Tribüne , im Bau begriffen, während' große Lautsprecheranlagen für eine einwandfreie Uebertragung der Reden auf dem Oswaldsgarten und der'Ergebnisse auf dem Universitätssportplatz sorgen werden.

Heute kann bereits gesagt werden, daß der Bann Gießen (116) unter der Führung von Obergefolg­schaftsführer R. Wolf nichts unversucht gelassen hat, um das Bannsportfest 1942 zu einem großen rfolg zu gestalten.

'Samstag, 20.Juni: 15 bis 15.30 Uhr Eröff­nung des Bannsportfestes auf dem Universitäts- Sportplatz: 15.30 Uhr Beginn der Wettkämpfe (Dorentscheide) auf dem Universitäts-Sportplatz;

LPD. Frankfurt a. M., 16. Juni. Zwei Volks­schädlinge von besonderer Niedertracht wurden vom Sondergericht in Frankfurt a. M. abgeurteilt. Der 39jährige Eugen Holler nutzte seine selbständige Stellung als Verwalter des Städtisch Krankenhauses in Diez (Lahn) systematisch zu seinem persönlichen Vorteil aus, wobei er in der Mitangeklagten Lebens­mittelhändlerin Auguste Bernhard eine willige Helferin fand. Seit April 1941 veranlaßte er die Bernhard, ihm auf Bezugscheine des Krankenhauses regelmäßig erhebliche Mengen von Lebensmitteln in seine Privatwohnung zu liefern. So ließ er sich ein Jahr lang wöchentlich etwa 3' Pfund Butter, 25 Eier, 10 Pfund Zucker und monatlich 2 bis 3 Pfund Käse über das, was ihm für seinen kinder­losen Zweipersonenhaushalt zustand, ins Haus brin­gen. Insgesamt hat jj)m die B. innerhalb eines ein­zigen Jahres zum Nachteil der Insassen des Krankenhauses für seinen persön­lichen Verbrauch etwa 75 kg Butter, 50 kg Margarine, 1050 Eier, 150 kg Zucker, 12 Liter Del, 45 kg Mehl, 25 kg Teigwaren, 28 kg Wurst, 129

Maßgabe, daß bei Abgabe von Nähseiden und Ser- denglanznähgarn (letztere in den Längen bis zu 100 m einschließlich) nur die Hälfte des Wertes auf den Abschnitt anzurechnen ist.

19 bis- 21 Uhr Lazarett-Veranstaltung der Hitler- Jugend im Reserve-Lazarett III, durchgeführt von der Spielschar der Hitler-Jugend.

Sonntag, 21. Juni: 6.30 bis 7 Uhr Wecken; 8 bis 10 Uhr Fortsetzung der Wettkämpfe (Zwischen­runden und Entscheidungen) auf dem Universitäts- Sportplatz; 9 bis 9.15 Uhr Kranzniederlegung an dem 1 Ib'er-Gefallenen-Ehrenmal auf dem Landgraf- Philipp-Platz; 11 bis 11.45 Uhr Großkundgebung mit dem Gebietsführer auf Oswaldsgarten; 12 bis 12.30 Uhr Vorbeimarsch des Bannes 116 an dem Gebietsführer an der Ludwigs-Universität; 13 bis 16.30 Uhr Endkämpfe der Hitler-Jugend und des BDM. sowie Vorführungen der Sondereinheiten der Hitler-Jugend auf dem Universitäts-Sportplatz. 1. Entscheidungen 800 Meter HI.-Klasse A, Keulen­werfen HJ.-Klasse A, Entscheidungen 75 Meter BDM.-Klasse B, Entscheidungen 800 Meter HJ.- Klasse B; 2. 10X60-Meter-Staffel Jungmädel, Ent­scheidung 100 Meter HJ.-Klasse B, Entscheidung 100 Meter DJ.-Klasse A, Entscheidung 100 Meter BDM.-Klasse A; 3? Handballspiel der Bannauswahl­mannschaft gegen Luftwaffensportoerein Gießen; 4. Vorführungen der Marine-HI., Entscheidung 1500 Meter HJ.-Klasse A; 5. Bunter Rasen des Jungstammes I, 4XllX)-m-Staffel BDM.-Klasse A, 4X100-m-Staffel HJ.-Klasse B; 6. Vorführungen der Flieger-HI. und der Motor-HI., Entscheidung 100 Meter HJ.-Klasse A, Entscheidung 1500 Meter HJ.- Klasse B; 7. 4X100 Meter DJ.-Klasse A. 4X100 Meter HJ.-Klasse A. 16 Uhr Siegerehrung und Schluß des Bannsportfestes.

Dosen Milch, 50 Büchsen Spargel und andere Le­bensrnittel geliefert.

Dafür gestattete Holler der Bernhard, sich auch ihrerseits an den für das Krankenhaus bestimmten Lebensmiteln zu bereichern. U. a. hat die B. 50 kg Margarine, 300 bis 400 Eier, 250 kg Zucker, 225 kg Marmelade, 125 kg Käse und 100 Büchsen Spargel, die durch Bezugscheine des Krankenhauses gedeckt waren, in ihrem eigenen Haushalt und besonders in ihrem Lebensmittelgeschäft ver­braucht. Den für das Krankenhaus bestimmten Käse behielten die beiden Angeklagten, ganz für sich, vom Oel teilten sie die Hälfte und die'Büchsen­milch verschwand restlos im Keller des H., der sich auch an dem Kaffee und Tee vergriff, den die Kran­ken als Sonderzuteilung erhielten. Von den Haus- schlachtungen des Krankenhauses ließ sich H. jedesmal ein Fleischpaket geben und sogar Wein und Sekt bestellte er sich auf Rechnung des Kran­kenhauses in seine Wohnung.

Während H. so alle kriegsbedingten Einschrän­kungen von sich fernhielt und selbst im Ueberfluß lebte, beschwichtigte er die Kranken, die sich über

Das Bannsportfest in Gießen

Todesurteil

gegen ungetreuen Krankenhausverwalter

unzureichende Ernährung beklagten, mit dem Hin* weis:Es ist doch Krieg!" Die Kaufpreise füö die von beiden Angeklagten beiseite geschafften Le« bensmittel wurden obendrein noch d-em Kran« kenhaus als fingierte Po st en in Rech« n u n g g e st e l l t, ja H. ließ sich von der B. dafür, daß er sie die Früchte seiner Untreue mitgenießen ließ, noch Bestechungsgelder in Höhe von wöchent­lich 50 RM., insgesamt 1800 RM. zahlen, die wie­derum den Rechnungen an das Krankenhaus zuge­schlagen wurden. Die falschen Rechnungen versah H. mit seinem Prüfungsvermerk und veranlaßte ihre Bezahlung; die Lieferscheine, die ihn verraten konn­ten, vernichtete er. Der den Kranken durch die Ent­ziehung umfangreicher Nahrungsmittel zugefügte Schaden rombe von H. züm Teil auf die Allgemein­heit abgewälzt, indem er für sein Krankenhaus regelmäßig überhöhte Belegziffern meldete und auf diese Weise höhere Bezugsberechtigungen erschlich, als ihm zustanden.

Durch Einreichung gefälschter Rechnungen ver­schaffte sich H. sodann auf Kosten der Stadtkasse Diez die Mittel zur Anschaffung eines Kron­leuchters für 650 RM. und einer Frisier­toilette für 400 RM. Bettbezüge der Anstalt verkaufte er an einen Gastwirt und unterschlug den Erlös. Kleinere Geldbeträge veruntreute er überall da, wo er nicht mit einer Revision rechnete. Er ließ sich für das Krankenhaus Bezugscheine für sechs neue Aerztekittel ausstellen und gab dafür alte Kittel ab, die er noch zu Hause hatte. Für den Be­zugschein im Punktwert von 210 Punkten kaufte er s i ch Anzug st affe, Sporthemden und Unterwäsche.

So mißbrauchte der Angeklagte seine Vertrauens­stellung mit einer Vielseitigkeit und Intensität des verbrecherischen Willens, wie sie in der Kriminal-- geschichte selten festzustellen sind, und opferte unter systematischer Ausnutzung der Kriegsverhältnisse dis Belange der ihm anvertrauten Kranken und der Allgemeinheit rücksichtslos feiner persönlichen Ge­nußsucht. Das Sondergericht verurteilte ihn als. Volksschädlinge zum Tode. Die Angeklagte Bern­hard, die unter dem verbrecherischen Einfluß des H. gehandelt hatte, wurde mit a ch t Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust beftraffy

Landkreis Gießen.

* Laubach, 17. Juni. In dem Geschäft eines hiesigen Kaufmannes ereigneten sich seit dem Früh­jahr 1940 bis in die jüngsten Tage hinein von Zeit zu Zeit Butterdiebstähle, bei denen es sich immer um kleinere Mengen handelte, bereu Fehlen am Bestand im Lager und Laden aber nicht ver­borgen blieb. Da sich diese Diebstähle immer wieder­holten, kam schließlich ein recht ansehnliches Quan­tum fehlender Butter zusammen. In jüngster Zeit entstand nun Verdacht gegen eine 3 6 Jahrs alte unverheiratete Nachbarin, der daraufhin eine Falle gestellt wurde, in die sie er­wartungsgemäß hineinging. Nunmehr hatte man die Diebin erwischt, gegen die Anzeige wegen fort- gesetzten Diebstahls erstattet wurde. Insgesamt hat sich die Diebin durch ihre Spitzbübereien eine But­termenge von etwa 50 Pfund angeeignet.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für bas Feuilleton: Dr. Hans Thyriotk für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck uno Verlag: Brühlsche Universitätsbruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hang Beck.

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b) an Versorgungsberechtigte der Stadt Gießen, die die 3 ersten in dieser Zuteilungsperiode aus­gerufenen Eier auf Berechtigungsscheine vom Erzeuger bezogen haben, auf einen neu aus-

Nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden entschlief gestern nachmittag meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Margarete Laudon, geb. Schäfer im Alter von 73 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Laudon und Kinder nebst allen Angehörigen.

Gießen-Wieseck, den 16. Juni 1942. ,

Die Beerdigung findet Donnerstag, 18. Juni, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause, Alicestraße Nr. 54, aus statt.

Hart und schwer traf uns am 30. Mai die unfaßbare Nachricht, daß unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwa­ger, Onkel und Neffe

Matrosen - Funk - Gefreiter

Helmut Peter

im 21. Lebensjahr den Heldentod fürVolk und Vaterland gestorben ist. Wiedersehn war seine und unsere tioffnung.

In tiefer Trauer:

Heinrich Peter und Frau, geb. Haupt Albert Peter, z. Z. im Felde, u. Familie Erich Peter, z. Z. in Urlaub, und Braut Willi Peter

Erwin Peter und alle Angehörigen.

Großen-Linden, den 15. Juni 1942.

Die Gedenkfeier findet am Sonntag, 21. Juni, um 15 Uhr, statt.

Im großen Kampf für unsere Freiheit fiel im Osten unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Urenkel

Karl Haas

Freiwilliger, in einem ^-Inf.-Regt.

Im blühenden Alter von 17% Jahren gab er sein junges zukunftsreiches Leben.

Die Trauernden:

Jakob Haas, Obergefr. .z.Z.i. Urlaub Marie Haas, geb. Hammel

Otto Haas.

Annerod, den 16. Juni 1942.

Für die bezeugte Anteilnahme, insbesondere bei den am Sonntag, dem 14. Juni, stattge­fundenen Gedenkfeiern sagen wir allen un­seren herzlichsten Dank.

Herren-und Knaben-

Kleidu ng

Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen!

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zustellenden Berechtigungsschein, der auf Zim­mer 9 des Ernährungsamtes der Stadt Gießen in Enrpfang genommen werden kann. [miD Gießen, den 15. Juni 1942.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

Der Landrat des Landkreises Gienen.

Dr. Loh.

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