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fliegerischen Nachwuchs und dessen weltanschauliche Ausrichtung erworben hat.

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Die britische Admiralität gibt bekannt, daß das KanonenbootIndus" vor zehn Tagen infolge eines Bombenangriffes gesunken ist. Die Mehr­zahl der 100 Mann starken Besatzung befinde sich in Indien. Das 1934 vom Stapel gelaufene Boot, das der indischen Marine angehörte, hatte eine Wasser­verdrängung von 1190 Tonnen, eine Geschwindigkeit von 16,5 Knoten und verfügte über zwei 12-cm- und vier 4,7-om-Geschütze.

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In Berlin fand eine Zusammenkunft von in Europa beglaubigten japanischen Militärattaches statt. Im Sinne der engen deutsch-japanischen Zu­sammenarbeit gab diese Tagung auch Gelegenheit

zu Besprechungen mit Vertretern der deutschen Wehrmacht.

Bei dem letzten Angriff auf Surabaja ist Kapitän« leutnant Masso Asahi, einer der erfolgreichsten japanischen Marineflieger, gefallen. Beim Luft­kampf über Surabaja wurde sein Flugzeug von zahlreichen Flakgeschossen getroffen und stürzte ab. Asahi hatte sich bereits im Chinafeldzug ausgezeich­net und mit größtem Erfolg an den Operationen gegen die Philippinen, Borneo und Java teil­genommen.

König Gustaf von Schweden wird am Samstag die Regierungsgewalt wieder selbst übernehmen. Sein Gesundheitszustand hat sich nach der Operation so weit gebessert, daß die Regentschaft des Kron­prinzen wieder aufgehoben werden kann.

Aeuordnung des Handwerks in der Maine.

Berlin, 16. April. (DNB.) Nachdem bereits im letzten Herbst das Handwerk im Reichskommissariat Ostland auf neue Grundlagen gestellt worden war, hat nun auch der Reichskommissar für die Ukraine eine systematische Neuordnung des ukrainischen Handwerks verfügt. Die Handwerker der Ukraine werden wieder aus dem Zwangssystem der bolsche­wistischen Kollektivbetriebe herausgelüst, das per­sönliche Leistungsprinzip wird in Zu­kunft allein über die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Handwerks entscheiden. Einen Handwerker in dem uns geläufigen Sinne einer Beherrschung aller Leistungsvorgänge eines bestimmten Faches hat es in der bolschewistischen Wirtschaftsordnung kaum ge­geben. Weit vom Stadium einer vollen Industriali­sierung entfernt, war auch der Bolschewismus auf den handwerklichen Fertigungsbetrieb angewiesen. In seinem Streben, jegliches Schaffen zu verprole- tarisieren, hat er aber systematisch den selbständigen Meisterbetrieb auszurotten versucht. Er zwang den Handwerker in, einem Kollektivbetrieb und löste hier das vielseitige und hochqualifizierte Handwerks­schaffen durch eine weitgehende Arbeitsteilung in seelenlose Einzelverpflichtungen ohne inneren Zu­sammenhang auf. Daß der Leistungsstand und das Leistungsvermögen des bolschewistischen Handwerks hierbei weit hinter dem des deutschen Handwerks zurückfiel, liegt auf der Hand.

Um das Handwerk wieder auf einen normalen

Leistungsstand zu bringen, wird nun je nach seinem beruflichen Können und seiner Leistung der Be« rufszugehoriae einer bestimmten Leistungs- klasse Meister, Vollhandwerker (Geselle) oder angelernte Kraft zugeteilt, nach der sich auch die Entlohnung richtet. Der Meister erhält das Recht, einen Betrieb zu führen, Dollhandwerker zu be­schäftigen und Lehrlinge auszubilden-, dem Doll­handwerker (Geselle) wird Gelegenheit gegeben werden, sein Können zu vervollkomnen, damit er auch in höhere Leistungsklassen aufsteigen kann. Deutsche Meister sollen in der Ukraine Muster­betriebe einrichten.

Da nach mehr als 20 Jahren bolschewistischer Niederhaltung kaum damit zu rechnen ist, daß der einzelne Ukrainer überall aus eigener Kraft lei­stungsfähige gewerbliche Betriebe schaffen oder unterhalten kann, wurde die Bildung handwerklicher Gemeinschaftsbetriebe auf freiwilliger Grundlage zugelassen. Für die Entgegennahme und Verteilung größerer Aufträge, die den Einsatz einer Reihe von Betrieben erfordern, für die Beschaffung und Bereitstellung von Materialien, insbesondere bewirtschafteter Rohstoffe, für die Erfassung und den Absatz von Massengütern und ähnliche Auf­gaben können sich die verschiedenen Gruppen der handwerklichen Betriebe auch zu Arbeitsge­meinschaften zusammenschließen.

Heber 1 Million Zehnjährige kommen zur Hl

Am Vorabend des Führer-Geburts­tages werden überall im Reich, in Stadt und Land, Aufnahmeappelle >des Geburtsjahr- ganges 1931/32 in die Hitler-Jugend stattfinden, lieber eine Million lOjähriger Jungen und Mädel, die in den vergangenen Wochen 'listenmäßig erfaßt und auf ihre Eignung überprüft worden sind, be­ginnen damit die Erfüllung ihrer achtjährigen In­ge n dd i e n st p f l i ch t. In vielen Fällen stehen die Väter und Brüder dieser Zehnjährigen unter den Waffen. Und wenn die Eltern herzlich eingeladen sind, der feierlichen Stunde beizuwohnen, in der ihre Kinder in die Schule der Nation übernommen werden, so können die Väter im Soldatenrock der Einladung nicht folgen. Aber es wird sie das Be­wußtsein stolz machen, daß selbst ihre Zehnjährigen nun schon, nach dem Vermögen ihrer jungen Kraft, im Kriegseinsatz der Volksgemeinschaft mithelfen können. Denn wie die Umstellung der Heimat auf den Krieg eine totale ist, so steht auch die gesamte Tätigkeit der Hitler-Jugend gegenwärtig unter der Losung: kriegswichtig. Aus dieser kriegsmäßig ge­formten Jugenddienstpflicht, in der auch für die 10- bis 14jährigen eine Fülle kleinerer, aber wesentlicher Leistungen für die Volksgemeinschaft möglich sind, erwachsen die selbstbewußten und starken Männer und Frauen, die dann zu ihrer Zeit das nationale Erbe zu wahren vermögen, das die siegende Gene­ration von heute ihnen sichert.

Die Aufnahmeappelle des Jahres 1931/32 werden bereits am 18. April,mit einer Reichsfeier auf der Marienburg eingeleitet. Hier wird Reichs­jugendführer A x m a n n zu den Eltern und zur Jugend Deutschlands sprechen. Auch im Mittelpunkt der örtlichen Aufnahmeappelle am 19. April steht eine Botschaft des Reichsjugend­führers, die vom örtlichen Einheitsführer dar HI. verlesen wird. Daran schließt sich die Aufnahme der Jungen in die Einheit des Fähnleins, der Mädel in

die Einheit der Jungmädelgruppe. Eine Ansprache des Hoheitsträgers der Partei beendet den Auf­nahmeappell. Mit der Aufnahme aber erhalten die Zehnjährigen zugleich zum ersten »Mal. in ihrem Leben das Recht, Uniform zu tragen. Es find Maß- nahmen in Vorbereitung, die die Inanspruchnahme dieses Rechtes trotz des Krieges erleichtern werden. Irgendwelche Beitragspflichten entstehen durch die Erfüllung der Jugenddienstpflicht -nicht.

Freilich dürfen die Jungen und Mädel nicht so­gleich den Ehrennamen Pimpf oder Jungmädel führen. Sie verdienen sich dieses Recht erst durch den im 1. oder 2. Jahr der Zugehörigkeit zur HI. zu erbringenden Nachweis, daß sie gewisse Mindest­anforderungen erfüllen. Sie beweisen das durch die Ablegung der Pimpfenprobe bzw. der Jung- mäbelprobe. Die Anforderungen beider Proben find so gehalten, daß jeder gesunde Junge und jedes ge­sunde Mädel sie erfüllen können. Bei der Pimpfen- probe werden folgende sieben Anforderungen ge­stellt: 1. 60-Meter-Lauf in 12 Sekunden, 2. Weit­sprung auf 2,75 Meter, 3. Schlagballweitwerfen auf 25 Meter, 4. Tornisterpacken, 5. Teilnahme an einer eineinhalbtägigen Fahrt, 6. Kenntnis der Schwert­worte des Jungvolkjungen, 7. Kenntnis des.Horst- Wessel-Liedes und des HJ.-Fahnenliedes. Die Jung­mädelprobe besteht aus: 60-Meter-Lauf in 14 Se­kunden, Weitsprung auf 2 Meter, Ballweitwurf auf 12 Meter, zwei Rollen vorwärts, danach Aufstehen ohne Hilfe der Hände, zwei Rollen rückwärts, Lau­fen durch ein schwingendes Seil und Teilnahme art einer eintägigen Fahrt, Bei körperlicher Behinde­rung erfolgt Befreiung von den Proben.

Die in der Pimpfenprobe erwähnten Schwertworte des Jungvolkjungen kennzeichnen zugleich das hohe Ziel der Erziehungsarbeit der HI. an den 10- bis 14jähriaen Jungen. Sie lauten: Pimpfe sind hart, schweigsam und treu. Pimpfe sind Kgmeraden. Des Pimpfen Höchstes ist die Ehre! Die Erziehung der

schlaggebende Rolle zugewiesen, was sich setzt als eine große Schwäche herausstellt angesichts des Mangels eines ausreichenden Küstenschutzes und der japanischen Bedrohung. Diesem Küstenverkehr ge­genüber spielte' bisher der Uebersee-Derkehr austra­lischer Flagge nur eine geringe Rolle. Hierin hatte England unbestritten das Monopol. Wenn jetzt J»er Schutz Australiens gezwungenermaßen an die USA. übergeht, die sich durch die Uebernahme künftige Herrschaftsrechte zu sichern streben, so mag es den USA. in der nächsten Zeit wohl noch hie und da gelingen, einige Transporte von Truppen und von den dringend benötigten, nur durch Schiffstrans­porte noch heranführbaren, modernen Jagdflugzeu­gen nach Australien oder Neuseeland zu bringen, von einem laufenden, planmäßigen, durch die USA.- Flotte geschützten und gesicherten Nachschub so gro­ßen Ausmaßes, wie er nötig wäre, um den sieg­gewohnten und kriegserfahrenen Japanern erfolg­reich Widerstand zu leisten, kann keine Rede sein. Nach dem Aderlaß von Pearl Harbour und der In­anspruchnahme der USA.--Flotte an der Atlantik- Küste ist die USA.-Kriegsflotte gar nicht in der Lage, ohne gefährliche Entblößung ihrer heimischen Gewässer und Hawaiis so starke Flottenstreitkräfte nach Australien und Neuseeland abzuzweigen, wie sie nötig wären, um Japan entgegenzutreten. Da­zu wären sie aber gezwungen, wenn sie ihre Schutz­aufgaben erfüllen wollen. '

Es spricht viel dafür, daß im Vordergrund des Kampfes Japans gegen Australien die Luft­waffe in Verbindung mit der Kriegsflotte stehen wird, da eigentliche Angriffsobjekte d i e Hafenplätze und Küstenzonen fein wer­den. Sind sie in japanischer Hand, so ist das Schick­sal des Kontinents besiegelt. Denn auch die weni­gen wirtschaftlich wichtigeren Jndustriewerke wickeln Ihren Rohstofftransport vornehmlich auf dem See­wege längs Der Küste ab. Die Eisenhütten in New­castle und Port Kembla, beide nahe von Sydney am Meere gelegen, beziehen Kohle und Koks zwar auf dem Landwege aus dem reichen Kohlengebiet von Maitland im Binnenland, die Erze aber ausschließ­lich über mehr als 1000 Seemeilen übers Meer von Port Pirie am Spencer Golf norbroeftlid) über Adelaide. Im übrigen kam England immer der australischen Tendenz entgegen, die unter Verzicht auf industrielle Erzeugung sich mit dem reichen, landwirtschaftlichen Ertrag in Form von Fleisch, Häuten, Wolle, Milchproduktion und Getreide be­gnügte. Als Gegenwert empfing' Australien eng­lische Jndustrieerzeugnisse. Erst allmählich entstan­den Textilfabriken und erst seit 1938 auf starken Druck Englands hin Rüstungsbetriebe zur Versor­gung der Empire-Stützpunkte und der Flotte im Fernen Osten mit Munition und sonstigem Rüstungs- bedarf.

Eine irgendwie beachtliche Werftindustrie hat sich trotz naturgegebener Möglichkeit auffallenderweise nie entwickelt. Die Transportfrage überließ man völlig England und glaubte nie in Schwierigkeiten zu geraten, da die meerbeherrschende Flotte des Mutterlandes ja die Freiheit der Ein- und Aus­fuhr und den lebenswichtigen Küstenverkehr vor jeder ernsthaften Bedrohung notfalls schützte. Um so großer ist jetzt angesichts der erwiesenen eng- lischen Ohnmacht der Sturz und die Besorgnis. Ja­pan wird vermutlich bei einem Vorgehen gegen den australischen Kontinent die nordostwärtige Umklam­merung bis Neukaledonien oder Neuseeland aus­dehnen, die wichtigeren Stützpunkte im Norden (Port Darwin) besetzen und dann gegen die wich­tigeren Städte schrittweise mit der seiner Wehrmacht innewohnenden Beharrlichkeit und Zielsicherheit vor­gehen. Australien hat Japans grobzügiges Angebot zur Zusammenarbeit unoernünftiaerweise ausge- schlagen. Nun muß das Land unb seine verblendete Regierung ihr Schicksal ereilen, denn weder die USA. noch viel weniger England werden in der Lage sein, Australien zu retten, wenn Japan zu­packt.

Feierstunde der NGOAp.

Das Hauptkulturamt in der Reichspropaganda­leitung der NSDAP, veranstaltet am Sonntag, 19. April 1942, in der Philharmonie zu Berlin eine Feierstunde der NSDAP., in der Reichsleiter Reichs­minister Dr. Goebbels sprechen wird. Das Ber­liner Philharmonische Orchester unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler bringt außör dem Air" aus der O-ckur-Suite von Joh. Seb. Bach die neunte Symphonie mit SchlußchorAn die Freude" von B e e t h o v e n zur Aufführung. Es wirken mit die Solisten Erna Berger, Gertrude P i tz i n g e r, Helge Roswaenge und Rudolf Watzke sowie der Bruno-K i 11 e l s ch e - C h o r.

Oie Horrido-Zwille.

Bon Sigismund v. Nadecki.

St. Petersburg, am 3. Dez. 1910.

Sehr geehrter Herr!

Mit Interesse habe ich von den lichtvollen Dar­legungen Kenntnis genommen, in denen Sie die pädagogischen Ergebnisse des Gebrauches Ihrer Hor- rido-Zwille schildern. In der Ueberzeugung, daß auch meinBenno von Mechtshausen" dringend solcher Nachhilfe bedarf, ersuche ich Sie, mir eine Zwille per Nachnahme an die obenstehende Adresse zu senden. Weidmannsheil! (Unterschrift).

Dann wurde, des Realismus halber, noch eine Tannennadel und ein Hundehaar in das Kuvert ge­worfen und dieses andächtig zugeklebt. Und wäh­rend jetzt der Absender fieberhaft auf die Ankunft der Horrido-Zwille wartet, will ich erklären, was das eigentlich ist. Eine Zwille ist, laut dem Wörter­buch von Sanders, einekleine Schleuder", Aber das sagt gar nichts. Man kann einen Stock oben spalten, einen Stein dazwischenzwängen, und es ist auch einekeine Schleuder". Man kann einen Stein an eine Schnur binden, ihn wie ein Rad um die Hand sausen lassen, und es ist ebenfalls eine kleine Schleuder. Aber noch lange keine Zwille! Nein, eine Zwille ist duf Deutsch ein Taschenkatapult (manche Kameraden sagten auchKatapult") und schleudert nicht, sondern schnellt ab, was etwas ganz anderes ist. Also ein Sing, das wie eine Stimmgabel aus­sieht (und in der Tat die Getroffenen zum Heulen bringt), an deren beiden Enden zwei dicke Gummi­stücke hängen, die in der Mitte durch einen Leder­fleck verbunden sind. Nun legt man die Ladung in den Leder fleck', zieht ihn mit der Rechten an, bis sich die Gummistücke wie Frühlingsküsse dehnen und sucht nach einem Gegenstand, der darauf mög­lichst heftig reagieren wird. (Ich sageman"' es ist aber meist ein Junge von 13 Jahren.) Jetzt läßt man die Ladung losschnellen, steckt das Ding blitz­schnell in die Tasche und vertieft sich angelegentlichst in die Betrachtung seiner Fingernägel. Trifft es einen Hund, so wird er vor der unsichtbaren Macht den Schwanz einkneifen und sich winselnd trollen; trifft es aber einen Menschen, so wird er die Trep­pen hinaufsteigen, klingeln und sich bei den Eltern beschweren. Das ist dann sehr unangenehm.

Die Veranstaltung wird am Sonntag, 19. '4.1942, um 18 Uhr als Ursendung überalledeutschen Sender übertragen. Das Hauptkulturamt in der Reichspropagandaleitung der NSDAP, hat außer den führenden Persönlichkeiten von Partei, Staat, Wehrmacht, Kunst und Wissenschaft verwundete Sol­daten und Rüstungsarbeiter und Arbeiterinnen aus den Berliner Betrieben geladen.

Oie Haltung des Volkes Garant für den Sieg.

Ein Appell des Gauleiters.

NSG. Im Rahmen einer Versammlungsaktion der Partei des Kreises Groß-Frankfurt sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger über die geschichtlichen und politischen Hintergründe des gegenwärtigen Krieges. Sein Appell an die An­ständigkeit der Gesinnung mit dem Blick auf den todesmutigen, sieghaften Kampf unserer Wehrmacht fand den stärksten Widerhall. Hamsterer und Wuche­rer werden die härtesten Strafen treffen. Ohne Rücksicht auf die Person wird durchgegriffen werden, um zu vermeiden, daß sich ein bestimmter Volksteil zum Nachteil der Allgemeinheit bereichert. Die Be­wirtschaftung hat sich bewährt. Wenn sich jeder be­wußt ist, daß der Zweck der Bewirtschaftung der ist, den Bedarf für die gesamte Bevölkerung sicher- zustellen, so ist es eine Frage der Haltung eines jeben einzelnen, dieses Ziel zu erreichen. Daher ist Zurückhaltung beim Einkauf in jeder Hinsicht ge­boten. Bei der Lebensmittelverteilung muß darauf geachtet werden, daß in erster Lin-ie unsere Jugend die notwendigen Aufbaustoffe zugeführt bekommt, die sie notwendig hat, um später die Auf­gaben zu erfüllen, die ihr einst gestellt werden. Einen erneuten Appell richtete der Gauleiter an die Frauen, sich in die Gemeinschaft der Arbeit ein­zuschalten, um so eine erhöhte Produktion auf allen Gebieten zu erreichen. Ein Volk, bas in einmütiger Geschlossenheit ben Forderungen der Stunde gerecht wird, hilft mit, den Frieden unter der Führung unseres genialen Führers, Adolf Hitler, sicherzustellen. Als die Kundgebung mit dell Liedern der Ration ausklang, war die Parole Sieg um jeden Preis", unter welcher sie durch­geführt wurde, innerster Besitz aller Zuhörer.

Neue Ritterkreuzträger des Heeres.

Berlin, 16. April. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Maisel, Kommandeur eines Infanterie-Regi­ments, und Major Heilbronn, Bataillonskom­mandeur in einem Schützen-Regiment. Oberst Maisel wehrte Mitte März im unteren Donezbecken 51 schwerste feindliche Angriffe erfolgreich ab. Als die Bolschewisten nach" starker Artillerievorbereitung und Bombenangriffen mit etwa 40 Panzern an­griffen, gelang es Oberst Maisel auch diesen schwe­ren Angriff abzuschlagen. Major Heilbronn trat mit feinen durch schwere Abwehrkämpfe mitgenom­menen Kompanien zum Gegenangriff an, als einem zahlenmäßig stark überlegenen Feind ein örtlicher Einbruch gelungen war. Er nahm im Gegenstoß einen von den Bolschewisten ausgebauten Stütz­punkt wieder in Besitz.

Ein Königsberger Ritterkreuzträger, Oberleutnant Hans R i e ch e r t, wurde durch einen tödlichen Un= glücksfall mitten aus ben Reihen seiner Kameraden gerissen. Als es der Division, der Oberleutnant Rie- chert als Kompanieführer angehörte, Mitte Dezem­ber südwestlich Oranienbaum gelungen war, starke Kräfte einzukesseln, wurde-seine Stellung von einem weit überlegenen Feind angegriffen, der in erbitter­ten Durchbruchsversuchen sich der Vernichtung ent­ziehen wollte. Einigen Bolschewisten gelang es, in die Stellung der Kompanie einzudringen. Mit nur drei Infanteristen trat Oberleutnant Riechert zum Gegenstoß an. Durch häufigen Stellungswechsel täuschte er stärkere Kräfte vor, wodurch es ihm ge­lang, die Bolschewisten niederzuhalten und einen Durchbruch zu verhindern. Das Ritterkreuz war die verdiente Auszeichnung für diesen tapferen Einsatz.

Kleine politische Nachrichten.

Anläßlich des 5. Jahrestages des Nationalsozia­listischen Fliegerkorps empfing Reichsmarschall G ö - ring den Chef des Stabes NSFK.-Obergruppen- führer Sauke und den Chef des Führungsamtes NSFK.-Brigadeführer Kehrberg. Der Reichs­marschall würdigte die hervorragende Leistung und die großen Verdienste, die sich das NSFK. um den

Was aber istHorrido"? Das ist ein Ausdruck der Jäger ober Weidmänner, die in ihren Zeit­schriften ja auch zuweilen den Auerhahn als den laurigen Urvogel" bezeichnen. Mithin liegt keiner­lei Grund vor, nicht auch Horrido zu rufen etwa, wenn sich im Forste das Blut des Sonnenunter- ganges im Blut des erlegten Ebers spiegelt, und so. Dann reißt es den Weidmann hin, und er schmettert sein Horrido durch die erschrockenen Täler... Zugegeben, doch immerhin, was hat Hor­rido mit einer Zwille zu tun? Die hatte ein För­ster zur Strafe für feinen Dackel erfunden, um bei demGehst her oder net" dasober net" aus ber Welt zu schaffen.

Nach drei Wochen kam bie Horrido-Zwille DRP. an. Sie war aus lederumnähtem Stahl und hatte prachtvoll dicke, rote Gummistücke. Als Ladung konnte man Erbsen, Rehposten ober auch brasilia­nische Paranüsse verwenden; besonders diese be­saßen ballistische Qualitäten und fangen mit einem angenehmen Ton durch bie Luft. Nach vierzehn Tagen Hebung war ich so weit, jeden beliebigen Pädagogen auf dreißig Schritt treffen zu können. Allein, das war alles mir Vorbereitung.

Denn uns gegenüber wohnte ein russischer Gene­ral. Er war sehr dick, sehr alt, und sprach nur in abgerissenen Belltönen, die von weitem wieHau hau hau" klangen. Dieser General nun hatte einen Kutscher, der noch viel dicker war als er selbst. Doch das ist für russische Kutscher Pflicht: sie müssen dick sein, und sollten sie auch ein ganzes Plumeau hinter ben Kaftan stopfen. Außerdem aber müssen sie die Pferdesprache verstehen:''He, meine Jungen ... Hallo, ihr Täubchen ... Prrr, nicht so wild, ihr Eselssöhne ...!" Und überdies hat er noch Pfauenfedern in der Mütze stecken.

Jeden Nachmittag um vier hielt der dicke Kutscher mit zwei Orlower Trabern vor der Tür und war­tete auf den dicken General. Er wartete genau eine halbe Stunde, die ben herrlichen Apfelschimmeln sauer genug ankam: sie scharrten mit den lang- behaarten Füßen, warfen den Kopf hoch, daß der Schaum im Bogen nach hinten flog und zitterten der Erlösung des Laufenkönnens entgegen. Um Punkt halb fünf riß der Portier die Tür auf, die Mütze ab und ber General watschelte schwer­fällig, Schritt vor Schritt, auf die (Equipage zu. Nun lief der Portier blitzschnell, immer noch die

Mütze in ber Hand, voraus, riß ben Schlag auf, ber General hob seinen Elefantenfuß, wälzte sich äch­zend hinein, ber Schlag knallte zu, ber Portier brüllte wie verrückt:Pascholl!" und schon war ber Wagen im Hui davon.

Der Portier setzte sich gedankenvoll die Mütze auf.

Diese Prozedur wiederholte sich mit der Regel­mäßigkeit eines Uhrwerkes Tag für Tag, und ich überlegte, wie man einen solchen Aufwand an Fett und Würde aus dem Gleichaewicht bringen konnte. Auch sympathisierte ich mit Der Ungeduld der edlen Pferde, die so lange warten und bann so etwas ziehen mußten. Also ließ ich eines Tages das Fen­ster offen und legte mich hinter den Gardinen auf bie Lauer. Der Kutscher thronte wie ein Buddha, die Traber tänzelten, der Portier lief mit gezogener Mütze voraus und der General watschelte Schritt vor Schritt auf ben Wagen zu. Ich aber hatte meine Zwille hinter der Gardine bis zum Bersten ge­spannt: Ladung und Gabelenden standen in genau einer Linie mit dem visierten Ziel.

Nun riß ber Portier den Wagenschlag auf, der General hob langsam seinen Elefantenfuß, und ich alles war sorgsam vorausberechnet schnellte jetzt die Ladung gegen den Pferbebauch ab. Denn das ist eine empfindliche Stelle. Die Sache klappte. Die Paranuß fang durch bie Luft, wie ein Gewitter sprengten die Traber mit dem verblüfften Buddha los und was blieb nach? Eine leere Luft, ganz ohne Trittbrett, ein dummlächelnder Portier und der General, der den Elefantenfuß noch immer aufge­hoben hielt und bläulichrothau hau hau" machte.

Nach fünf Minuten war Buddha mit feinen Pfer- den wieder da und hielt. Hielt mit beiden Fäusten, daß sich bie Leinen strafften! wieder watschelte der General heran, wobei er heisere Drohungen gegen den Kutscher ausstieß. Wieder wartete eine Brasil­nuß. Jetzt wird der Schlag gehalten, der General beginnt seinen Fuß zu heben und trach! sprengen die Pferde unaufhaltsam los, so daß Seine Exzellenz wiederum sprachlos in die leere Luft tritt. Horrido!

Jetzt fing der Portier despektierlich zu lachen an. Doch der General blickte ihn an, und der Portier schlug ein Kreuz.

Der Ort war zweifellos verhext. Der Kutscher mußte zwei Häuser weiter halten, und man sah sich beim Einsteigen scheu um.,

Ich gebe zu, daß es eine Gemeinheit war. Auch hätte allerhand passieren können. Immerhin war ich der festen Absicht, das Ritual der Wagenbestei« gung auch am nächsten Tage und an allen folgen» den zu stören. Ich wollte doch sehen, ob ich den Mann dazu bringen konnte, seine Pferde weniger lange warten zu lassen.

Doch als ich am nächsten Tage still hinter der Gar« bi ne saß, da sah mein zielendes Auge nicht bloß den General aus der Haustür treten, sondern auch ein junges Mädchen. Sie trug bie schlichte Tracht der Smolna-Schülerinnen und war unbeschreiblich schön, mit großen, blauen Augen. Und als der Por» tier ben Schlag aufriß, der General auf ben Sitz wies und sie mit einem bezaubernden Fuß auf den Tritt steigen wollte da versagte bie Horrido* Zwille. Kraftlos schrumpften bie Gummis zusam­men, und ungesungen blieb das Lied ber Paranuß. Denn jemand hinter ber Gardine hatte nicht die Ladung, sondern sich in das Mädchen verschossen. Nichtsahnend hatte der Dicke einen Schutzengel mit­genommen. Und fort waren sie pascholl!

Da legte ich meine Horrido-Zwille hin und hatte fortan andere Sorgen.

Zeitschriften.

Im März-Heft ber MonatsschriftK un st dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) lesen wir eine vortreffliche Würdigung des nun 75jährigen Münchener Zeichners und Malers Eduard Thöny: er ist feit 46 Jahren bis heute Mit­arbeiter desSimplicissimus" und hat bas künst­lerische Gesicht dieses berühmten Blattes ganz wesentlich mitbestimmen helfen. Daß Thöny nicht nur ein glänzender Zeichner, ein Humorist und Satiriker von hohen Graden und unwandelbarer Vornehm­heit ist, sondern auch über hervorragende malerische Qualitäten verfügt, davon mögen bie sehr geschickt gewählten Bildbeigaben, für manchen gewiß über» raschend, einen Begriff geben. Vom sonstigen Inhalt des wie immer höchst nobel ausgemachten Heftes seien ber reich und sehr gut bebilderte Auf­satzKlassische Werke italienischer Malerei", ein Rückblick auf die Große Deutsche Kunstausstellung 1941 und eine Würdigung von AltdorfersRuhe auf ber Flucht" genannt, bie in einer ganzfeitigeq Wiedergabe erscheint.