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Verdunkelungszeit:

17. März von 20.29 bis 7.01 Uhr.

sechs Jahren bestanden nicht weniger als 160 Zweig- vereine. Als Hofrvt Ignaz Perner kurz vor seinem Tode er starb vor 75 Jahren, am 16. Februar 1867 bie Summe von 70 000 Gulden für die Zwecke des Tierschutzes vermachte, löste diese hoch­herzige Tat in ganz Europa ein begeistertes Echo aus.

Heute sind die Tierschutzvereine über* alle Städte verbreitet: in der Jugend wird schon der Tierschutz­gedanke geweckt und gefördert. Die- Pionierarbeit Ignaz Perners hat reiche Früchte getragen. In den Tierasylen werden kranke Ti"re ausgenommen und gepflegt. Besonders aus dem Gebiete des Vogel­schutzes ist in der neueren und neuesten Zeit Großes geleistet morden. Im strenaen Winter bleiben Tau­sende "unterer kleinen gefiederten Freunde durch Aufstellen von Futterkästen var dem Hungertod bewahrt. Diese neue, heute selbstverständliche Ein­stellung der schutzlosen Keatur gegenüber kämmt auch in der Gestaltung unserer neuzeitlichen Tier­gärten zum Ausdruck. Das Tier soll hier nicht nur bloße Schaustellung sein, es mutz sich in der neuen Umgebung auch wo^lfühlen. Mit Recht verzichten daher z. B. manche Tiergärten darauf, Raubvögel, "bie das freie, weite Reich der Luft als Lebensele­ment brauchen, in enge Käfige einzukerkern.

Diese Beispiele unter vielen ähnlichen sollen aber nicht abgeschlossen werden, ohne an die hervorragende Pfleoe zu erinnern, die heute das Pferd, der treue f)elfer und Kamerad des Soldaten, erfährt. Das Bferd steht in einem besonderen Ver­hältnis zum Menschen: seine Treue, Klugheit und Gelehrigkeit befähigen es, auch im Kriege von großem Nutzen zu sein. W"r einmal eines der Pferdelazarette besichtigt, wird überrascht sein, was hier alles an Einrichtungen zur Verfügung steht, um das kranke ober verwundete Pferd gesund zu pflegen. Auch im modernen Krieg ist das Pferd un­entbehrlich. Gerade im vergangenen Herbst be­währte es sich auf den katastrophalen Straßen der Sowjets oft dann, wenn im Schlamm und Dreck die Kraft des Motors versagte. Der deutsche Soldat weiß das zu schätzen und lohnt die Dienste seines vierbeinigen Kameraden durch sorgsamste Pflege.

Man sagt oft, daß tierliebende Menschen auch einen guten Charakter haben: ein Mensch, der ein schutzloses Tier mit dem Fuß stößt ober sonst rniß- h and eit, wird auch keine Herzensgute besitzen. Es ift kein Zufall, daß diese große Tierliebe, die Tier­schutzbewegung überhaupt, von Deutschland ausging. Wir können dem Manne, der vor-hundert Jahren unter Opfern sich für diese Sache begeistert einsetzte, unseren Dank am besten abstatten, wenn wir im Alltag seine Grundsätze verwirklichen Die Ge­legenheit dazu wird wohl jeder von uns einmal haben. A. Sch.

Spiel mit der Liebe.

Oer llfa-ZilmIllusion" im Sloria-palast.

Aus der Stadl Gießen.

Freund der Trere

Wir alle wissen von der Deutschen Wochenschau her, aus den Schilderungen der Kriegsberichter in Rundfunk und Presse, welche Rolle das Pferd als Helfer und Kamerad des Soldaten im Kriege spielt. Wenn es eine TapferkeitsauszeichnunH für Die vier­beinigen Kameraden des Soldaten, die Pferde und Sanitäts- ober Meldehunde gäbe, würden sie wohl die meisten erhalten. Aber nicht nur im Kriege, auch im täglichen Leben bewährt sich das Tier hier soll vor allem von unseren Haustieren die Rede fein als der Freund des Meuchen. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, das Tier gut und freund­lich zu behandeln, es nicht abzurackern ober gar rfu quälen. Das nationalfozialfftischs Deutschland hgt in zahlreichen Gesetzen und Verordnungen den Tier­schutz tatkräftig gefördert, nicht zuletzt in dem Erlaß des Schächtverbotes, das dem Judentmn unter­sagte, Tiere aus rituellen Gründen in bestialischer Weise zu quälen. Sehr wenige Menschen aber wissen etwas von dem Mann, der sich diese Tier- fchutzgedanken zur Lebensaufgabe machte, von Ignaz Perner, dem ,^Vater der deutschen Tierschutz­bewegung".

Vor 100 Jahren, am 12. März 1842, wurde in München auf Betreiben des Notars und Anwalts

Aus der engeren Heimat.

Vorbildlich in derKriegegräberfürforge

* Ober-Hörgern (Kreis Gießen), 17. März. Eine Mitgliederwerbung für den Volkskund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die vor einigen Wochen in unserem Orte durchgeführt wurde, hatte das sehr erfreuliche Ergebnis, daß hier eine Ortsgemeinschaft von 50 Mit­gliedern des Volksbundes gegründet werden konnte. Diese Mitgliederzahl bedeutet, daß au f j e sechs Ortseinwohner ein Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge kommt, während sonst im allgemeinen das Ziel des Vvlks- bundes bei der.Mitgliederwerbung darin besteht, auf je 20 Einwohner ein Mitglied zu haben. Mit dem guten Ergebnis von 1:6 steht die Ortsgemeinschaft Ober-Hörgern des Volksbundes an der SpPe aller oberhessischen Ortsgemeinschaften des Volksbundes Deutsche "Kriegsgräberfürsorge. Gründer und Ver­trauensmann der hiesigen Ortsgemeinschaft ist der Landwirt Heinrich Fenchel, der zur Zeit bei der Luftwaffe dient.

Diamantene Hochzeit.

LPD. Büdingen, 16. März. Das Fest der bi-amantenen Hochzeit feierten in der Kreis- gemeinbe Biffes der Landwirt Heinrich Knau und Frau, geb. Koch, in bester Rüstigkeit. Das Ju­belpaar steht im 86. bzw. 81. Lebensjahr.

Fahrlässige Brandstiftung.

* Büdingen, 16. März. Gestern kurz nach 22 Uhr brach hier in einem H o l z h a ck s e, in dem drei Familien wohnten, Feuer aus, durch welches das Haus, trotz eifriger Tätigkeit der Feuerwehr fast vollständig vernichtet wurde. Men­schenleben Faunen zum Glück nicht zu Schaden, da­gegen ist der Verlust der betroffenen Familien sehr empfindlich. Ein junger Bursche wurde wegen fahr, lässiger Brandstiftung, die er bereits ein- gestanden hat, verhaftet und nach Gießen gebracht.

Landkreis Gießen.

Ignaz Perner einVerein gegen Tierquälerei" ins Leben gerufen, dessen Statuten König Ludwig I. genehmigte. Diese Gründungsversammlung mar die Keimzelle für big bald in aller Welt festen Fuß fas­sende Tierschutzbewegung. Wer war dieser »Welt- anroalt der Tiere", wie man Ignaz Perner später treffend nannte: Er wurde 1795 in Ebersberg (bei München) als zehntes Kind eines Gerichtsdieners geboren. Er hungerte sich durch die Gymnasiasten- und Unwerfitätsjähre durch; trockenes Brot war oft feine einzige Nahrung. Damals schon begann er sich gegen das Los der armen, schutzloses Kreatur aufzulehnen. In München ließ er sich als Anwalt nieder, feine Praxis war glänzend und so begehrt, daß" er schon nach wenigen Jahren daran denken konnte, sich seinemSteckenpferd" fast ausschließlich zu widmen. So kam es dann zur Gründung jenes Vereins gegen Tierquälerei", des ersten dieser Art überhaupt. Was kümmerte es Ignaz Perner, daß er Spott, Hohn und Kränkungen einstecken mußte! Nicht weniger als 14 000 Briefe hat er in seiner Sache eigenhändig geschrieben und in alle Welt ver­schickt. Unter großen persönlichen Opfern schürte er immer wieder den Funken: der Erfolg blieb nicht aus. 1843 scholl wies der Verein über 3000 Mit- gl-iebfr au?. Auch die ins Ausland verschickten Druck­schriften, die er auf eigene Kosten Herstellen ließ, verfehlten ihre Wirkung nicht. Bald wurden in Frankreich, in der Schweiz, in Italien, auf Ma­deira, in den entferntesten Kolonien Ti er schutzuere ine nach dem Münchener Muster gegründet. Der Ruf Perners verbreitete sich immer mehr im Ausland, und von Jahr .zu Jahr gewann der Tierschutzg?- danke bei allen Kulturvölkern mehr Anhänger. Nach

Sießen-Klein-Linden.

Unter dem Geleit vieler Freunde und Bekannten wurde am Sonntag der Elektromekster Friedrich Schimmel zu Grabe getragen. Don der Wert­schätzung, deren sick der Verstorbene erfreute, legten die ehrenden Nachrufe am Grabe und die vielen Kranzspenden Zeugnis ab. Für die evangelische Kir­chengemeinde widmete Pfarrer König dem lang­jährigen Kirchen vorsteh er ehrende Worte des Ge­denkend. Im Namen der Kriegertameradschast, deren Vorsitzende der Verstorbene 22 Jahre lang war, sprach deren Schriftführer Hermann Jung. Für den MännergesangvereinArion", dem der Verewigte 33 Jahre lang als Mitglied und Ehren­mitglied angehörte, legte Vereins sichrer Mülln einen Kranz nieder, für die Elektroinnung im Stadt- und Landkreis Elektromeister Bechtold.

3m Auto nachts auf der Landstraße.

Wie verhält man sich bei Fliegeralarm?

Ein Lastautofahrer hatte sich nach wiederholtem Erlebnis dieser Art mit der Frage an den Reichs­luftschutzbund gewendet, was er zu tun habe, wenn er auf der Landstraße nachts vom Fliegeralarm überrascht werde. Er erhielt die Antwort: Wenn man außerhalb von Ortschaften feststellt, daß in der Umgebung Fliegeralarm gegeben ist, muß man sofort die Fahrbahnbeleuchtung auf die Tarngeräte beschränken. Bei unmittelbar drohendem Luftan­griff, etwa wenn man die feindlichen Flugzeuge schon hort oder sieht, wenn das Feuer der Flak ver­nehmbar näher kommt ober .Leuchtfallschirme am Himmel stehen, muß man halten und das Fern­licht, das Abblendlicht und den Tarnscheinwerfer ausschalten. Das Kraftfahrzeug darf dabei nicht ^uf Brücken, unter Unterführungen, an Straßenkreu­zungen und sonst freizuhaltenden Stellen abgestellt werden. Der Fahrer selbst begibt sich am besten abseits der Straße In Deckung.

teilung zu machen, daß sein Gehalt weiterlief, dck bann die Doppelzählung unterblieben märe. Er er­hielt rund 1600 RM. zuviel, bie aber zurückerstattet wurden. Als der Angeklagte den Zahlungsantrag an seine neue Dienststelle unterschrieb, ist ihm, wie er jetzt behauptete, nicht zum Bewußtsein gekommen, um was es sich handelte. Der Angeklagte wurde wegen Betrugs an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu einer Geld­strafe von 300 R M. verurteilt. Strafmildernd kam in Betracht, daß der Angeklagte nicht vorbe­straft ist und nicht aus verbrecherischer Neigung, sondern leichtfertig gehandelt hat.

Der O. H. in L. war angeflagt, am 16. Dezember v. I. durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen herbeigeführt zu haben. Der Angeklagte fuhr an jenem Tage mit einem Straßenschlepper von Frank­furt a.M. kommend auf der Straße AltenstadtLind- Heim. Obwohl ihm die Gefährlichkeit der Strecke be­kannt und es an dem fraglichen Tage regnerisch und unsichtig war, richtete er die Fahrgeschwindig­keit nicht so eil), daß er in der Lage war, an einem Eisenbahn Übergang rechtzeitig zu halten. Bei dem am BahniMraang in Lindheim erfolgten Zusam­menstoß des Schleppers mit einem Eisenbahnzug wurde der Mitfahrer auf dem Schlepper getötet. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit Uebertretung der Straßenverkehrs­ordnung und der Eisenbahnbau- und Betriebs-ord- nung zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt.

** 70 Jahre alt. Am morgigen Mittwoch, 18. März, kann der Postasfistent i. R. F r g.n z N o r t h , Ebelstraße 17 wohnhaft, in ausgezeich­neter körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der aus Ober- Ramstadt bei Darmstadt stammt, kam im Jahre 1910 durch Versetzung nach Gießen. Hier wurde dr, ebenso wie in seiner Heimat Starkenburg, durch sein politisches Wirken für die völkische Bewegung und für die Ziele des verstorbenen bäuerlichen Reichstagsabgeordneten Köhler-Langsdorf in weiten Kreisen bekannt. Wie schon damals fühlt er *sich auch heute noch aufs engste mit dem Landvolk und dessen Bestrebungen verbunden. U. a. ist er heute noch Rechner der hiesigen bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft, ebenso leitet er seit Jahren den hiesigen Kleingärtneroerein der Postbeamten. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glück­wünsche zu seinem Geburtstag.

** Von einem Auto totgefahren. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am gestrigen Montagnachmittag gegen 15 Uhr am Oßwalds- garten/Ecke Wernerwall. Dort wurde das sieben Jahre alte Söhnchen Werner des Berufsfeuerwehr­manns Hans Z i n 11, Im Gartfeld 1 wohnhaft, von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß der Tod des bedauernswerten Kindes auf der Stelle eintrat. Der Kleine soll auf der Fahrbahn hinter einem Kohlenfuhrwerk nach der Seite hervorgelaufen und dabei unmittelbar vor den Kraftwagen geraten sein. Das Bübchen befand sich unterwegs zum Messe­platz am Oßwaldsgarten, um dort Karussell zu fahren.

Strafkammer Gießen.

Ein Mann in O., der bei der Eisenbahn beschäf­tigt war und dann zu einem anderen Dienst kam, nahm hier die besondere Besoldung in Ansvruch, obwohl er während dieser Zeit von der Dahn seinen Gehalt weiter bezog. Der Angeklagte wäre ver­pflichtet gewesen, seiner " neuen Dienststelle Mit-

ZX H e uch elh e im, 14. März. Die hiesige Land­wirtschaftliche Bezugs- und Absatz­genossenschaft hielt in der Gastwirtschaft Zum Schwanen" ihre diesjährige Jahreshauptver­sammlung unter Leitung des Vorsitzenden Theodor Kröck ab. Der Geschäftsführer Ludwig Hofmann gab den Geschäftsbericht. Der Rechnungsbericht zeigte einen Reingewinn von 579 RM. Die satzungs­gemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder Ludwig Rinn IV., Philipp-Germer V. und Fritz Böh­mer wurden wiedergewählt. Nachdem der Orts- bauernführer Ludwig R i n n zur Saatgutbeschaffung gesprochen hatte, machte Ortsgruppenleiter Wob- k e r interessante Ausführungen über die gegenwär­tige politische Lage. Im Verlaufe der Versammlung wies Bürgermeister Fr. Karl Rinn die Landwirte auf ihre Ablieferungspflicht hin. Der Rechner des Crebitpereins Heuchelheim, Ferdinand V o l k m a n n, hielt noch einen Vortrag über die deutsche Wäh­rung. Mit dem Treugruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen.

<£ Watzenborn-Steinberg, 14. März? Die ä 1 teste Einwohnerin von Watzenborn- Steinberg, Frau Anna Elisabethe S ch m a n d t Wwe., geb. Buß, konnte gestern ihren 9 7. Ge­burtstag feiern. Die Jubilarin ist schon über zehn Jahre Witwe. Sie lebt, da sie kinderlos ist, im Hause von Heinrich Mauer, Bahnhofstraße. Von nah und fern gingen ihr zahlreiche Glückwünsche zu. Nachträglich auch unseren herzlichen Glückwunsch.

Es ist die alte Spannung zwischen Kunst und Leben, die schon so oft und auf die verschiedenste Weise zur Gestaltung gereizt hat. In diesem Film, um es genauer zu sagen, läuft es auf die Entschei­dung zwischen der Leidenschaft fürs Theater und der Liebe zu einem Menschen hinaus; man könnte fragen, ob denn das eine das andere so ausschließen müsse, daß es als ein echter Konflikt empfunden wird. Im Film, zu dem Werner E p l i n i u s und der Spielleiter T o u r j a n s k y das Drehbuch schrie­ben, gibt es jedenfalls nur das Entweder ober; die Handlung, die so unverbindlich und spielerisch begann, endet mit einer kompromißlosen Entschei­dung und unter Verzicht auf eine gefällige Harmo­nie des Ausklangs. Die Voraussetzungen sind einigermaßen unwahrscheinlich: eine gefeierte Schau­spielerin bekommt von einem Industriellen aus purer Freundschaft und Verehrung ein Gut ge­schenkt; als sie, zusammen mit einer munteren Schar von Kollegen, hinsährt, um den erwarteten neuen Besitz in Augenschein zu nehmen, gerät sie versehentlich auf ein Nachbar gut, dessen junger Eigentümer gleich bereit ist, mit der ebenfalls un­vermuteten Einquartierung seinen Spaß zu treiben. Aber bann, nachdem die Verwechslung sich aufge­klärt hat, wird es ernst: was anfangs nur wie ein Flirt zwischen Maria, der Schauspielerin, und Ste­fan, dem Gutsherrn, aussah, wandelt sich zu einer echten Neigung. Stefan hält nichts vom Heiraten, Maria geht eine Wette mit ihm ein, sie werde ihm in wenigen Tagen die Illusion einer glücklichen Ehe verschaffen. Das ist ein gefährliches Spiel und bald mehr als nur Spiel, und als die Frist ab gelaufen ist und ein neuer lockender Vertrag in Aussicht steht, hat Maria zwar die Wette gewonnen, aber das Glück der großen Liebe verloren, an die Stefan,

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

223 h. Gegen die Verweigerung der behördlichen Genehmigung eines Grundstückkaufoertrages ist das Rechtsmittel der Beschwerde an den Herrn Reichs­statthalter, ßanbesregieruna, in Darmstadt gegeben. Nach dem Wortlaut Ihrer Anfrage scheinen Sie mit den Grundstückseigentümern noch keinen Vertrag abgeschlossen zu haben. Ob die Genehmiguna ver­weigert werden wird, steht also überhaupt noch nicht fest. Es hängt überdies von der Größe des frag­lichen Grundstücks ab, ob der Verkauf einer Ge­nehmigung bedarf. Näheres können Sie bei dem Abschluß des Vertrags, der gerichtlich oder notariell zu beurkunden wäre, erfahren.

nun schwer verletzt und tief enttäuscht, fest geglaubt hat.

Die Spielleitung hatte V. Tour jansky. Seine Regie wirkt anfangs etwas geflissentlich die beste Regie ist die, welche man Picht merkt, aber er ha^hübsche und lustige Einfälle und, was mehr be­deutet, ihm gelingt es, wo es darauf ankommt, dem Filmtitel seinen Sinn zu geben, in der Tat all­mählich bie Grenzen zwischen Spiel und Ernst verwischen und aufzuheben, so daß der Zuschauer und Hörer bis ganz zuletzt bie Illusion für Wirk­lichkeit nehmen muß. Brigitte Horney ist die Schauspielerin Maria Roth: eine schöne, vielfältig reizvolle Rolle, die wie für sie geschaffen scheint; sie gibt sie in den entscheidenden Szenen mit dem ihr eigentümlichen halblauten Kammerspielton ganz von innen her, und sie braucht nur ein paar Minuten dazu, um den Zuschauer (wie ihren Gegenspieler) davon zu überzeugen, daß sieSiebe spielen" kann: in der Tat eine vollkommene Illusion. Heesters ist ihr Partner; er hat eine angenehme Art, bas Draufgängerische, Dickschädelige und auch Buben­hafte, bas Maria an Stefan liebt, mit einer liebens­würdigen Unkompliziertheit und Offenheit hercms- zubringen. O. E. Hasse gibt mit guter Haltung den phantastischen Jnbustriellen; Nikolai Kolin, Hans ©tiebner und Theodor Danegger in Chargenrollen von verschiedenartig getönter Komik; Hilde Sessak formt mit knappen, sicheren Strichen den Umriß einerkleinen Freundin". Franz Grothe schrieb die Musik, Werner Krien schuf bie Bilder. (Ufa.)

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Im Beiprogramm laufen die Wochenschau und ein guter KulturfilmDas Jahr des Bergbauern".

Hans Thyriot

Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.

Dem Gefreiten Erich Klein von Gießen-Klein- Linden, Frankfurter Straße 156, wurde für Tapfer- , feit vor dem Feind im Osten das Eiserne Kreuz . II. Klasse verliehen. j

Oie Musikarbeit der Hitler-Jugend.

Die Hitler-Jugend, Bann 116, hat es schon immer j als eine besondere Aufgabe betrachtet, bie Musik- ; pflege unserer Jugend zu fordern. Diesem Zweck ; bienen die drei Singkreiseeiner für Jungen, einer ; für Jungmädel und' der BDM.-Singkreis, bie als Hitler-Iugendchor zusammengefaßt sind, und das 1 Orchester der Hitler-Jugend, in dem Jungen und Mädel gemeinsam musizieren. In allen Gruppen wird zweimal wöchentlich geübt. Ferner ist ein Vor- orchester vorhanden, in bas die Jugendlichen nach Eignung zunächst Aufnahme finden. Alle Angehöri­gen des Orchesters haben ihren Privatmufikunter- richt bei Musikerziehern und werden im Orchester im Zusammenspiel geschult. Die Ausbildung in Chor und Orchester liegt in den Händen von Fachkräften. Der Chor übt neben politischen Liebern älteres Liedgut und einfache Chöre unserer klassischen Mei­ster ein. Das Orchester widmet sich den einfachen Streichmusiken älterer Meister, wie Bach und Hän­del, und pflegt auch neuere Musik von Spitta, Baumann, Napiersky usw. Das Orchester wurde im vergangenen Jahr in Konzerten, Feierstunden der Partei und in der Lazarettbetreuung eingesetzt. Der Oeffentlichkeit sind die Leistungen der jugendlichen Liebhabermusiker aus früheren Veranstaltungen bestens bekannt. Elternschaft und Musikerzieher ar­beiten hier Hand in Hand mit der Hitler-Jugend im Dienste des Kulturgutes der Musik.

Am Sonntag, 22. März, treten Chor und Orchester der Hitler-Jugend, Bann 116, mit einemKonzert der Jugend" wieder vor die Deffentlichfeit Die Vor- tragsfolge umfaßt Lieder und Musiken alter und neuer Meister. Der gute Ruf, der den Veranstal­tern vorausgeht, läßt auch für das geplante Konzert wieder einen vollen Erfolg erwarten.

D-e Äslksbank Gießen im Jahre ^941

Auf unsere Anfrage hören wir von der Leitung der Volksbank Gießen über den Geschäftsgang im Jahre 1941 folgendes:

Die Volksbank Gießen hat im Jahre 1941 wieder­um eine günstige Aufwärtsentwicklung zu verzeich­nen. Der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches betrug 60,3 Mill. RM. gegenüber 59,5 Mill. RM. in 1940. Die Bilanzsumme hat sich von 3185 331 RM. auf 3 768 755 RM. erhöht. Die Bankguthaben haben sich um 658167 RM., die Wertpapiere um 47 143 RM. erhöht. Barreserve, Bankguthaben und Wertpapiere betragen zusammen 3 093 752 RM., das sind rund 90 v. H. der gesamten Ein­lagen. Die Forderungen sind um 128 221 RM. auf 631 143 RM. zurückgegangen. Die Einlagen der Privatkunden und Warengenossenschaften in Ifd., Rechnung sind um 212130 RM. auf 634161 RM. gestiegen. Die Einlagen der Dorfkassen haben sich wenig verändert und betragen 1564 170 RM. Die Spareinlagen haben sich erfreulicherweise um 339 274 RM. auf 1 323 274 RM. erhöht. Es wur­den 139 neue Sparbücher ausgegeben. Am Natio­nalen Spartag erhielt die Nolksdank 21454 NM. neue Einlagen. Die ordentlichen Rücklagen wurden wie alljährlich durch Zuweisungen aus dem Rein­gewinn gestärkt und betragen jetzt 57 000 RM. In der Unterbewertung der Effekten liegt eine nennens- , werte stille Reserve. Die Sonderrücklage für soziale Zwecke und das Wertberichtigungskonto wurden wiederum erhöht. Die Zinssätze für Einlagen und i Forderungen blieben unverändert. Die Gewinn- und , Verlustrechnung schließt mit einem Reingewinn i von 14 462 RM. ab, der wieder eine 5prozentige Dividende und eine Zuweisung von 8000 NM. an [ die Rücklagen zuläßt. Die Generalversammlung

-findet am 18. April statt. ,

Diese Frau macht Wäsche haltbar?

Aber wodurch? 9ft das ein neues Patent? Nein! Aber diese Frau weiß, daß Wäsche um so länger hält, je weniger sie gekocht, gerieben und gewaschen wird. Darum sucht sie heute im Kriege den Schmutz mehr durch Einweichen herauszubekommen als durch Waschen. Sie weicht nicht nur länger, sondern auch gründ- vcher dn als sonst.

Wenn aber das Einweichen auch noch so gründ­lich ist, der Schmutz ist dann wohl gelockert, ein großer Teil davon aber hängt immer noch am Gewebe. Soll man nun diesen losen Schmutz in der Wäsche mit in den Waschkessel geben? Nein! Hier muß man etwas tun, was sehr viele Hausfrauen vergessen. Die Wäsche muß nach dem Einweichen gespült werden. So wird der noch locker am Gewebe sitzende Schmutz gründlich entfernt. Die Wäsche kommt sauberer in den Waschkessel als sonst, die Waschlauge hat weniger Arbeit und das Waschpulver wird besser ausgenutzt,

Aber auch aus andere Weise können Sie die Wirkung des Waschpulvers erhöhen. Unser Leitungswasser enthält Kalk mal mehr, mal weniger. Kalk vernichtet Seife l Bei hartem, kalkhaltigem Wasser werden in einem mittel­großen Kessel bis zu dreiviertel Pfund Seife unwirksam. Wenn Sie also Ohr Waschpulver voll ausnutzen wollen, machen Sie das Wasser vorher weich. Man verrührt dazu am Abend vor dem Waschen einige Handvoll eines guten Enthärtungsmittels im Kessel und läßt das Wasser dis zum nächsten Morgen stehen wKd es HhN ZigM totofiOPOlI peichj»