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Aus dem Reich

Aus der Gta-i Gießen.

tete

wohlverdienten Beifall.

y

Unsere Lugend im Wettkampf.

10000 Lungen und Mädel beim Bannsportfest in Gießen.

wie Anni Trumm (Operetten-Soubrette) und 3oe Eibinger (Tenor-Buffo) vom Deutschen Theater in Wiesbaden.

In die Werbung für diese Konzerte schalten sich die Amtsträger der Partei und alle Formationen durch Verteilung und Wiederhereinholen der Wunschzettel ein. Auf den Wunschzetteln sind alle Musikstücke, die das Musikkorps spielt, und alle Lieder und Duette, die die Sänger und Sänge­rinnen singen, verzeichnet. Auf einem besonderen, anhängenden Zettel kann jeder Volksgenosse oder jede Gemeinschaft Wünsche vermerken, dafür muß der einzelne eine Spende von 3 RM., die Gemein­schaft mindestens eine Spende von 15 RM. zahlen. Nach den eingegangenen Wünschen wird das Pro­gramm des Abends zusammengestellt. Die Spender werden im Wunschkonzert bekanntgegeben.

Alle eingehenden Spenden kommen dem Kriegs­hilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes zugute. Für die gewaltigen Aufgaben dieser Organisation im Dienste unserer verwundeten und kranken Soldaten sind fortdauernd große Geldmittel erforderlich. Alle Volksgenossen werden für diesen Zweck sicherlich nicht nur gerne spenden, sondern freudig opfern, um auch damit ihren Dank an die Soldaten zum Ausdruck zu bringen, die die Heimat vor den Schrecken des Krieges und vor der Vernichtung durch den Bolschewismus bewahrt haben und heute wie auch in Zukunft schützen werden. Daher werden diese Wünschkonzerte überall in der Bevölkerung starken Widerhall finden und sichtbarer Ausdruck der Einheit von Heimat und Front sein.

dische Experiment mit dem Eiersack. DieHoch­zeitsreise mit der Schwiegermutter" und der äußerst aktuelle Scherz mit der Kleiderkarte gefielen be­sonders den Damen, während die witzige und oer«- blüffende Geschichte mit der Banknote in der Zi­trone den ersten Teil des Programms überaus effektvoll beschloß. Nach der Pause erfreute Fras­cati seine Zuschauer mit einer Reihe sehr wohl­gelungener illusionistischer Darbietungen, wie dem aus dem Ei geklopften Kanarienvogel oder der brennenden Kerze in der Brusttasche. Sehr luftig und sehr praktisch ist die Geschichte mit dem leeren Koffer an der Grenzkontrolle: er war wirklich leer und unwahrscheinlich klein, und dennoch kam immer wiederein kleines bißchen Seide" daraus zum Vorschein. Die aufregende Sache mit der zer­trümmerten Taschenuhr, der sehr hübsche Trick mit den chinesischen Wunderringen und der Scherz mit der verzauberten Papiertüte bildeten den Abschluß des Programms. Das stark besuchte Haus unter­hielt sich erheitert und angeregt und spendete viel

M o s e l l a n d und Hessen-Nassau trennten sich in Esch im ersten Fußball-Verqleichskamvf un­entschieden 2:2 (1:1), mit einem für Hessen-Nassau schmeichelhaften Ergebnis.

Verdunkelungszeit:

16. Juni von 22.47 bis 4.28 Uhr.

Kurze (Sportnofigen.

Hessen-Nassaus Fechtmeisterschaf- t e n ergaben in Frankfurt a. M. folgende Titel­träger: Florett: Adam (FC. Wiesbaden): Säbel: Hans Martin (SA. Frankfurt): Degen: Hans Mar­tin (SA. Frankfurt); Frauen-Florett: Marga Neu­bauer-Schäfer (TV. Offenbach).

einleuchtend entwickelt wird: das vom Obertrupp­führer konstruierte neue Flugzeugmodell zeigt nach einem Probeflug einen Defekt, der auf einen Kon­struktionsfehler schließen läßt. Wider ausdrü^liches Verbot fliegt einer derHimmelhunde" die heimlich reparierte Maschine im Wettbewerb und erzielt sogar die längste Flugdauer. Nach der Landung er­lebt er aber eine heftige Enttäuschung, da sein Sieg nicht gewertet und er wegen grober Disziplinwidrig­keit aus dem Lager ausgeschlossen wird. Es dauert lange, bis der Junge seinen Trotz überwunden hat, zur Einsicht gekommen ist und schließlich bekehrt in den Kreis der Kameraden zurückfindet. Diesen Jun­gen spielt Erik Schumann in einer psychologisch glaubhaften Entwicklung einfach und gradlinig. Im übrigen stellt der Film schauspielerisch kaum nennenswerte Aufgaben. Von den Einzeldarstellern tun sich unter Roger von Normanns Spiel­leitung Malte Jaeger als Obertruppführer Kilian und Albert F l o r a t h als väterlich verständnis­voller Werkmeister hervor. DieHimmelhunde" spie­len frisch und unbekümmert sich selber und ihr Leben im Lager auf der Rauhen Alb. (Terra.) Im Beiprogramm läuft die neue Wochenschau mit packenden Aufnahmen aus der Vernichtungsschlacht bei Charkow. Hans Thyriot.

Oie Heilkräutersammlung.

Der Obergefreite Ernst I a n i s ch aus Gießen, Am Kugelberg 2 wohnhaft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz H. Klasse ausgezeichnet.

Dem Obergefreiten Heinrich Krieger aus Langsdorf wurde das Eiserne Kreuz II.Klasse verliehen. Er kämpft seit Kriegsbeginn m einem Infanterie-Regiment und hat den Westfeldzug so­wie den Feldzug gegen die Sowjets von Anfang an mitgemacht.

Oer Zauberkünstler Frascati.

Die NS.-GemeinfchaftKraft durch Freude" hatte gestern abend zu einem heiteren und unter- hattsamen Abend mit Frascati ins Theater eingeladen. Frascati, ein eleganter und freundlicher Herr im Frack, erklärte seinen Zuschauern zunächst, er sei kein Zauberer, sondern ein Zauberkünstler: die moderne Magie, mit der er arbeite und von der er sogleich einige Proben geben werde, habe nichts mit okkulten Dingen zu tun, sondern beruhe im wesentlichen auf Fingerfertigkeit und Illusion. Seine besten Helfer, so sagte er, seien seine zehn geschickten Finger und sein Mund, der das Publi­kum im leichten Plauderton bei leinen Darbietun­gen unterhielt. (Doch geht es auch, wie Frascati zeigte, ohne die Verführung des gesprochenen Wortes.) Die Vortragsfolge stillte nahezu zwei Stunden und war recht abwechslungsreich und amü­sant. Frascati hotte, was insbesondere Ilie männ­lichen Zuschauer mit neidvoller Bewunderung er­füllte, Zigaretten ohne Raucherkarte aus der Lust: -er zauberte bunte Bällchen aus dem Zigaretten­rauch und ein kleines Schaufenster voll masswer Weckeruhren aus dem Zylinder. Er fütterte sich, ein grausiger Anblick, mit Rasierklingen und for­derte die scharfen Sachen auf erstaunliche Weise wieder zutage. Er zeigte den Trick mit der zer­rissenen Zeitung, wiederholte ihn im Zeitlupen­tempo und erklärte ihn zu gefälliger Nachahmung. Ueberhaupt bediente sich Frascati mit Vorliebe steundlicher Assistenz aus den Reihen des Publi­kums, Zoomit alsbald ein lebendiger Kontakt Zwi- schen Bühne und Parkett hergestellt war Es macht immer Spaß, wenn die Besucher mitzaubern dürfen, ob es sich nun um Spielkarten oder um brennende Zigarren handelt, oder auch etwa um die nette Sache mit den bunten Tüchern und dem winzigen Kinderjäckchen: es ging wirklich wie am Schnürchen, das diesmal zu sehen war und rechts und links von zwei Assistenten gehalten wurde. Mit blanken Münzen hantierte Frascati nach dem bewährten Hexeneinmaleins: er zeigte den indischen Seiltrick und erläuterte das ebenfalls in»

Jedem Deutschen sind die großen Wunschkonzerte des Rundfunks ein Begriff geworden. Bei manchem wurde der Wunsch rege, sich einmal selbst als Spen­der oder Zuhörer in ein Wunschkonzert einschalten zu können. Alle diese Wünsche werden in den von .der NSG.Kraft durch Freude", Kreisdienststelle 'Wetterau, demnächst durchgeführten großen Wunsch­konzerte innerhalb unseres Kreisgebietes ihre Er­füllung finden.

Das erste dieser Konzerte findet am 20. Juni in Großen-Linden statt. Es folgen Heuchelheim (21. 6.), Butzbach (27.6.), Watzenborn-Steinberg (28.6.), Lollar (4. 7.), Grünberg (5. 7.), Großen-Buseck (11. 7.), Mendorf a. d. Lumda (12. 7.), Friedberg (16. 7.), Laubach (18. 7.), Groß-Karben (19. 7.), Gießen-Wieseck (25. 7.), Ockstadt (26. 7.). Diese zu­nächst geplanten Wunschkonzerte bilden den Auftakt zu einer Vielzahl, die im Herbst und Winter auch der kleinsten Gemeinde des Kreises derartige Ver­anstaltungen bringen sollen. Auch für Gießen ist ein großes Wunschkonzert zu erwarten.

Bei diesen Konzerten wirken neben einem Musik­korps der Wehrmacht bekannte Kräfte der Theater unseres Gaues mit; so in dem einen Maria Madlen Madsen (Sopran), Theo Herrmann (Tenor), Lya Justus (Soubrette), Emil Seidenspinner (Tenor- Buffo), Herbert Hesse (Bariton) vom Frankfurter Opernhaus; in einem anderen: Erna Maria Mül­ler (Sopran), Franz Fehringer (Tenor) vorn Deut­schen Theater in Wiesbaden; in einem anderen: die Sänger des Gießener Theaters Druschel (Bariton), Ecsy (Tenor), Liefe! Schröter-Beckers (Sopran) so-

unschkonzerte in unserem Kreis Lm Dienste des Deutschen Roten Kreuzes.

nungen zur Gewinnabschöpfung im Handwerk und gab dazu eine Reihe wertvoller Hinweise. Geschäfts­führer Heger von der Außenstelle Gießen des Viehwirtschaftsoerbandes sprach dann noch über Markt- und Kontingentierungsfragen bei der Ver­sorgung der Metzgereien mit Schlachtvieh und be­tonte dabei die Wichtigkeit der Einhaltung aller Kontingentierungsbestimmungen, die bisher von den Jnnungsmitgliedern in befriedigender Weise er- füllt worden seien.

Nach Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten der Innung wurde die Versammlung mit dem Gruß an den Führer und unsere siegreiche Wehrmacht geschlossen. X

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 16. Juni. Auf dem heutigen Wochen«- markt kosteten: Markenbutter, V-2 kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 10, Kar­toffeln, 5 kg 47, Römischkohl, XA kg 15, Blumen­kohl, das Stück 30 bis 60, Salat 8 bis 12, Ober- kohlrabi 16, Rettich 10, Radieschen, das Bündel 8 Rpf.

** Theater de r Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: Die heute zur Erstaufführung kommende Operette Saison in Salzburg" von Fred Raymond findet unter der musikalischen Leitung des neu nach Gie­ßen verpflichteten Operettenkapellmeisters Egon Bosch statt. Die Inszenierung schyf Franz Payer, die Tanzleitung hat Inge Berg, die Bühnenbilder stammen von Karl Löffler. Mit- wirkende: Elgg, Henzky, Jaenicke, Lange, Schwind; Appel, Bergmann, Bosny, Burchard, Fischer, Heck, Hellmers-Hallwegh, Mayr, Payer, Seitz,Dolck und Kurt Würtenberger als Gast.

= In der Goetheschule zu Gießen fand eine Ar­beitsbesprechung des Kreissachbearbeiters RfH. (Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung) mit den Bezirkssam- melstellenleitern des Kreises Gießen statt. Nach ehrendem Gedenken für den leider so früh verstor­benen Lezirkssammelstellenleiter Rektor Jnder- t h a l (Großen-Buseck), dessen Einsatz und Erfolg in der Heilkräutersammlung vorbildlich für den ganzen Kreis Wetterau war, galt eine eingehende Aus­sprache der Aufbringung des diesjährigen Kreis­kontingents, dessen Aufteilung auf die einzelnen Be- zirkssammelstetten erfolgte. 21 Abschnittstagen des NS.-Lehrerbundes, die in Kürze stattfinden, bekom­men die Schulen ihre besonderen Aufgaben für das laufende Sammeljahr gestellt.

Wie der Kreissachbearbeiter RfH. mitteilte, sind zur Zeit als vordringlich im Kreise Wetterau durch die Schulen zu sammeln: Holunderblüten (Blüten­trauben ohne Zweig- und Blatteile), Blütenköpfe der echten Kamille, Brennesselblätter mit Blattstielen, Erdrauchkraut (ohne Wurzelteile), Huflattichblätter ohne Blattstiele, Rainfarnblätter, Spitzwegerichblät­ter, wilüwachsenhe Stiefmütterchen (gelb und blau getrennt), blühender Waldmeister, Ackerschachtelhalm, Schafgarbenblätter und Schafgarbenblüten. Das später zu sammelnd- Schafgarbenkraut wird von

Heuernte.

,Lm schönsten Wiesengrunde" heißt es im Volks­lied, und es ist wirklich so. Welch' wundervolles Bild, wenn die schlanken Blättchen an den langen Halmen vom Winde bewegt werden? Ueberall wächst und sproßt es. Don Tag zu Tag ändert sich das Ge­sicht der Landschaft. Einmal sind die Wiesen gold­farben, dann wieder wie mit Purpur überdeckt. Blumen und Kräuter leuchten aus dem dunklen Grün. Die Bäche sind fast zugewachsen. Goldene Sumpfdotterblumen umsäumen ihre Ufer, Schwert­lilien strecken ihre schmalen Blätter in die Luft.

In diesen Tagen nun kommen die Schnitter auf die Wiese. Die Blumen und Gräser fallen. Die Heuernte beginnt. Wenn wir abends durch die Wiesengründe gehen, strömt uns der Duft des Heues entgegen. Was gestern noch blühte und duftete, das liegt nun matt auf der Erde. Ein paar Tage mit Sonnenschein, dann wird das Heu eingefahren.

In den Tälern, auf den Wiesen am Waldesrand herrscht reges Leben und Treiben. Da wird ge­wendet, das halbtrockene Heu auf Kegel gefetzt, und dort stehen die hoch beladenen Wagen, Es ist so, wie es immer war. Der Rechen, tut seine Schuldig­keit. Die Kinder können viel helfen, und sie tun es gern. Es ist eine leichte Arbeit. Sind die Gräser gewendet, dann kommt die Ruhepause am Bach, im Schatten der Erlen. Die Mutter hat den Kaffee gebracht. Wie schmeckt es da draußen nach getaner Arbeit! Das Schönste freilich kommt erst an dem Tage, an dem die Kleinen auf dem hohen Heu- wagen sitzen und auf die Leute herabschauen können. Nun singen und jauchzen sie droben im Heu und ducken sich ängstlich, wenn der Wagen die Aeste der am Wegs stehenden Bäume streift. In der Scheuer aber sind sie wieder tüchtig bei der Arbeit und helfen das duftende Heu eintrampeln ...

Nur kurze Zeit sind die Wiesen kahl. Dann sproßt wieder neues Grün hervor, auch Blumen kommen wieder. Aber die erste Pracht erscheint nicht mehr.

Es geht abwärts. Bald wird auch das Getreide geerntet werden. h.

Kür Tapferkeit vor Sem ßemüe.

Während bei der Hiller-Jugend die Ausbildung auf vormilitärischem und geländesportlichem Gebiet stark in Erscheinung tritt, nimmt auch die körper­liche Ertüchtigung einen großen Raum in der Ar­beit der Hitler-Jugend und des Deutschen Jung­volks ein. Desgleichen wird bei den Mädels des BDM., des BDM.-Werks und der IM. großer Wert auf eine allgemeine Grundschule zur sportlichen Durchbildung auf breitester Grundlage gelegt. Der Grundschule ist die Erreichung der Bedingungen des Leistungsabzeichens als Ziel gesetzt. Das Leistungs­abzeichen des Jungvolks und die verschiedenen Stu- feii des HJ.-Leistungsabzeichens haben an jede Al­tersstufe gewisse Mindestanforderungen in der sport­lichen Leistungsfähigkeit gestellt, die auch durch die zielbewußte sportliche Grundausbildung in den Ein­heiten des Bannes Gießen (116) zum großen Teil bereits erreicht wurden. Ausdruck dieser sportlichen Breitenarbeit in den Einheiten waren am 30. und 31. Mai einheitlich im ganzen Deutschen Reich die Reichssportwettkämpfe der Hiller-Jugend.

Die Probe der Grundschule und des Leistungs­sportes ist jedoch in jedem Jahr das Bannsportfest, an dem die Bannmeisterschaften in sämtlichen Disziplinen ausgetragen werden. Darüber hinaus soll in diesem Jahr das Bannsportfest nicht nur einen Höhepunkt auf sportlichem Gebiet bilden, son­dern die einheitliche Ausrichtung und den allge­mein hohen Leistungsstand des Bannes Gießen (116) beweisen. Dies wird schon darin zum Aus­druck gebracht, daß am diesjährigen Lannsportfest nicht nur unsere Sportler in Erscheinung treten, sondern daß am Sonntag, 21. Juni, der Bann 116 geschlossen zu einer Jugend-Großkundgebung auf Oswaldsgarten und einem Vorbeimarsch an der Ludwigs-Universität antritt, während der K.-Ge- bietsführer bzw. der K.-Stabsleiter des Gebietes Hessen-Nassau (13) den Veranstaltungen beiwohnen wird. 10 000 Jungen und Mädel werben am Sonn­tag gemeinsam ihr Bekenntnis zu ihrem Führer oblegen, dessen Namen sie tragen dürfen.

Oie Preisträger im Berliner Höflichkeitswettbewerb.

Der Gauleiter des Gaues Berlin der NSDAP., Reichsminister Dr. Goebbels, nahm in den Räu­men seines Ministeriums die Verteilung der P r e i s e an die 40 Berlinerinnen und Berliner vor, die aus dem mit großem Erfolg in der Reichshaupt­stadt durchgeführten Höflichkeitswettbe­werb als preisgekrönte Sieger hervorgeaangen sind. Es handelt sich um Angehörige aller Alters­und Berufsgruppen, Schaffner und Kellner, Beamte und Angestellte von Reichsbahn, Reichspost und BVG., Polizeibeamte, Verkäufer und Verkäufe­rinnen, die sich in ihrer Tagesarbeit als die höf­lichsten und zuvorkommendsten Schaffenden Berlins erwiesen haben und durch das Publikum selbst zu den höflichsten Einwohnern der Reichshauptstadt er­nannt worden sind.

Gau »Bayreuths.

Der Führer hat verfügt, daß der GauB a ye- rische Ostmark" die BezeichnungG-au Bay­reuth" der NSDAP, führt. Gauleiter W ä ch t- I er sprach in Regensburg vor dem Führerkorps der Partei über die Geschichte des Gaues. Als ehe­maliger Grenzgau im Vordergrund des Grenz­landkampfes stehend liegt der Gau Bayreuth in­mitten des Großdeutschen Reiches. Mit der Na­mensänderung wird zugleich zum Ausdruck ge­bracht, daß der Gau Träger einer hohen Kultur ist; denn mit Bayreuth sind die Namen großer Männer der Kunst, Kultur, Musik und Architektur verbun­den. Diese Tradition wird der Gau in Zukunft in besonderem Maße pflegen.

Landkreis Gießen.

cv> Langsdorf, 16. Juni. Heute vollendet Frau Eleonore Fay W w. ihr 7 0. Leben s- fahr in voller geistiger und körperlicher Frische. Die Jubilarin, die mit dem aus Att-LangSdorfer Blute stammenden Postbeamten Friedrich Fay ver­heiratet war, ist seit Jahrzehnten verwitwet. Im jetzigen Kriege verlor sie ihren Sohn Fritz, der als Lehrer in Klein-Linden stand und vor zwei Jahren beim Feldzug in Frankreich beim Uebergang über die Aisne als Leutnant fiel. Der Jubilarin gelten unsere besten Wünsche für ihren weiteren Lebens­abend.

s. Lang-Göns, 16.Juni. Unser ältester Mitbürger, Konrad Johannes B ruckel, Schmittgrabenftraße, kann am 18. Juni in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 8 5. Ge­burtstag begehen. Der alte Herr ist noch sehr rüstig und hilft in der Landwirtschaft tüchtig mit. Wir wünschen ihm viel Glück und einen gesegneten Lebensabend.

an der Tagung teil.

Obermeister Pirr gedachte zunächst unserer sieg­reichen Wehrmacht und betonte dabei die Verpflich­tung der Heimat, allezeit in treuer Opfer- und Ein­satzbereitschaft unserer Soldaten würdig zu sein. Das Metzgergewerbe habe jederzeit im Geiste der Front seine Pflicht erfüllt und werde auch künftig- hin in dieser Weise seinen 2hifgabeh nachkommen. Weiterhin gedachte der Redner der fÜL Deutschlands Freiheit und Größe gefallenen Soldaren mit herz­lichen Worten. Er gab sodann verschiedene Anord­nungen bekannt, bie, für das Metzgergewerbe sehr wichtig sind und gewissenschaft erfüllt werden müssen; ferner dankte er namens der Innung den Meisterfrauen und den im Geschäft mitarbeitenden Familienangehörigen sowie den Gefolgschaftsmit­gliedern für ihre oft bewiesene Tatbereitschaft. Hier­auf erstattete er den Jahresbericht für 1941, an­schließend gab Geschäftsführer Schneider den Haushaltsplan für 1942 bekannt, die beide ein­hellige Zustimmung fanden.

Sodann berichtete Obermeister Pirr in großen Zügen über die Entwicklung der Genossenschaft für Häute- und Fettverwertung, während Geschäfts­führer Jacobi über die verschiedenen Ab gab e- pflichten der Metzger an Schlachtgefällen an die Genossenschaft sprach und neuere Bestimmungen er­läuterte. Prüfungsmeister Vogt berichtete über die Gesellenprüfungen und die neuerdings einge­führten Zwischenprüfungen der Lehrlinge im ersten und zweiten Lehrjahr. Obermeister Pirr dankte der Prüfungskommission für ihre Mühewaltung, insbesondere auch dem freiwillig, von seinem Amt in der Prüfungskommission zurückgetretenen Kame­raden M ö h l sen. für seine langjährige vorbild­liche Mitarbeit. Die Innung werde weiterhin be­müht sein, wie bisher die sorgfältige Ausbildung der Lehrlinge in weitestem Maße durchzuführen.

Geschäftsführer Schneider sprach hieraus an Stelle des verhinderten Geschäftsführers Sauer von der Vereinigten Jnnungskrankenkasse Stadt- und Landkreis Gießen über die Neuregelung der Sozial- beiträge durch die zweite Lohnabzugsverordnung vom 24. April 1942, zu der noch nähere Ausfüh­rungsbestimmungen erlassen werden. Ferner berich- er in aufschlußreicher Weise über die Anord-

Lichtspielhaus:Himmelhunde".

Ein Segelflieger-Film aus einem HJ.-Lager auf der Rauhen Alb. Das Drehbuch schrieb Philippi Lothar M a y r i n g nach einer Idee von Hanns Fifcher-Gerhold und Hans Heise. Die Auf­nahmen wirken in der ersten Hälfte des Streifens wie Bilder aus einem Kultur- oder Lehrfilm vom Segelfliegen bei der Hitler-Jugend: schöne, male­rische Bilder von großer räumlicher Weite und lebendiger Anschaulichkeit, eine lohnende Aufgabe für den begabten Kameramann Herbert Körner. Der Betrieb im Lager mit Modellbau und Flug­wettbewerb, mit Lagerzauber und Laienspiel wird, unter Mitwirkung eines starken Aufgebotes frischer Buben in Sonne und Wind, nach der Natur ge­schildert. Dies alles ergibt allerdings, vorn Spielfilm aus gesehen, mehr Zuständlichkeit als Handlung; die erhält erst Antrieb und- Auftrieb durch die Ein­führung eines persönlichen Konfliktes, der sich aus dem Zusammenprall der Grundbegriffe Disziplin und Kameradschaft ergibt und an einem Einzelfall

Schon am Abend vorher versammeln sich Abord­nungen der Hiller-Jugend des Standortes Gießen im Reservelazarett III, um gemeinsam mit der Bannspielschar den dort liegenden Verwundeten den Dank der Heimat und insbesondere der Jugend ab­zustatten.

Zu ben Endkämpfen um die Bannmeisterschaft, die am Sonntag ab 13 Uhr auf dem Universitäts- Sportplatz stattfinden, kann jetzt schon gesagt wer­den, daß sie den bisher vorttegenden Meldungen nach zu urteilen sehr erfolgreich und spannend zu werden versprechen. Im übrigen kann jetzt schon gesagt werden, daß im Mittelpunkt der Endkämpfe am Sonntag ein großes Handballspiels der Bann- auswahlmannschast gegen den Luftwaffensportver­ein Gießen stehen wird. Daneben werden noch Vor­führungen der Flieger-, Marine- und Motor-HI. durchgeführt. Näheres hierüber heute schon zu sagen, wäre etwas verfrüht. Das Programm wird in der nächsten Ausgabe erscheinen, damit sich jeder Gieße­ner und alle Eltern der Jungen und Mädel den 21. Juni freihalten können, um den größten Ver­anstaltungen der Hitler-Jugend des Bannes Gießen (116) der letzten Jahre beizuwohnen. H.

Bor uns (Steg und Freiheit.

Dr.Goebbels sprach zum politischen Führer­korps des Gaues Berlin.

Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels sprach zu den Kreis- und Ortsgruppenlettern des Gaues Berlin auf einer Arbeitstagung im Reichsministe­rium für Volksaufklärung und Propaganda. Un­sere Aussichten für den weiteren Verlauf des Krie­ges, so sagte er, seien günstiger denn je. Daß sich aus dem dritten Kriegsjahr manche Probleme be­sonderer Art ergäben, sei selbstverständlich; wir be­säßen aber in unserem nationalen Kräfte-Reservoir noch so unerschöpfliche Energien, daß wir ganz ohne Zweifel alle nur denkbaren Schwierigkeiten meistern würden. Als außerordentlich wertvoll habe sich er­wiesen, daß das deutsche Volk dem Kriege von An­beginn an einer gleichmäßigen, durchaus realisti­schen Stimmung gegenübertrat. Es gebe heute nie­manden in Deutschland, der nicht die Folgen der Möglichkeit eines verlorenen Krieges auch für sich selbst klar übersehen könne.

Das ganze Volk wisse deshalb, daß dieses Ringen gewonnen werden müsse; es wisse aber auch, daß uns der Sieg bei Einsatz aller Kräfte nicht mehr zu nehmen sei. Wir unterschätzten die Aufgaben keineswegs, die noch vor uns stünden; das deutsche Volk sei aber bereit und gewillt, alle Opfer zu tragen, die zur Erreichung des Sieges notwendig seien. So werde sich die deutsche Moral auch durch Luftangriffe nicht erschüttern lassen, die Herr Churchill unter dem Druck seines bvlschewisti- schen Verbündeten durchführen lasse. In dem Schick­salskampf, ben unser Volk führe, seien hinter uns alle Brücken abgebrannt. Keiner denke auch nur noch an ein Zurück. Dor uns aber liege der Sieg und die Freiheit.

den Bezirkssammelstellen nur dann abgenommen, wenn vorher auch entsprechende Mengen von Blät­tern und Blüten dieser Droge zur 2lblieferung ge­langt sind.

Lahrestagung der Metzger.

Die Fleischer-Innung für Stadt und Kreis Gie­ßen hielt am gestrigen Montagnachmittag unter Leitung des Obermeisters Pirr ihre Jahreshaupt­versammlung imBurghof" ab. Als Gäste nahmen der Leiter der Außenstelle Gießen des Viehwirt­schaftsverbandes, Geschäftsführer Heger, und Ge­schäftsführer Jacobi von der Abteilung Gießen der Genossenschaft für Häute- und Fettoerwertung