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Ugland.

alzers.

(Nachdruck verboten.)

Fortsetzung.

vvölf Schläge tat ...

[ Hochwinterlicher Betrieb herrschte auf der Peter- pube, als Marion und Fehr am Nachmittag des Wen Januar im Hörnerschlitten von Agnetendorf Strafen. Viele Fremde, Eleganz und Sport durch- tinanber. Sie gerieten sogleich in eine Gesellschaft Mn Filmschauspielern, deren Regisseur Marion, so- bold er sie entdeckt, nicht aus den Augen ließ.

Nach dem Abendessen, beim Tanz, suchte und hnb er Gelegenheit, sich vorzustellen: Grelling war lein Name, er dreht hier oben Außenaufnahmen. Marion, die dergleichen noch nie gesehen, äußerte dm Wunsch, ihnen einmal beizuwohnen: sie merkte ?khrs Zögern, aber sie ging darüber hinweg und M eine Verabredung mit Herrn Grelling.

Fehr gestand sich, daß er darüber nicht besonders Wcklich war. Er hatte sie gestern abend mit diesem Fontana teilen müssen übrigens ein hübsches, uingendes Silvester, nichts zu sagen! Er vünschte'nicht, sie nun auch hier oben wieder mit Vnanb zu teilen. Am wenigsten mit jemand aus ihrer bisherigen Welt! Zum ersten Male fühlte er P'r stark, daß es nicht ganz ohne Kampf aogehen Wiche» fie dieser Welt für immer &u entreißen.

I Der Komponist begann, etwas aus der Operette Morzuspielen, an der er hier in der Waldeinsam- gelt arbeitete, ein Walzerlied im Dreivierteltakt Marion hörte es einmal an und sang es dann vom Blatt. Und Fontana geriet vor Freude über diese ^Premiere", wie er sagte, so aus dem Häuschen, Daß er Sekt herbeiholte und übermütig mit ihr Md dem Baron anstieß:Gute Nachbarschaft, Drost! Gute Freundschaft! Prost Prost!" ... gerade zur rechten Zeit, da die alte Boule-Uhr auf Dem Kamin mit heiserem Anlauf den ersten ihrer

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Ukn- Nun steht derAlarmzeiger" aufScharn- (erftörer üJ? Warst" undGpeisenau". Unter dem Bild stehen er*e:ie WorteWir schlafen weiter".

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Der feurige Ofen

Roman von Hans von hülsen

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der schwedischen einer Regie« ' 1 Ä glaubt, rrsönliche Stel- Debatte gestellt, ler es für sicher iturm überstehen wird jedock als Iritit angesehen. Jeschwaders bei r als irgendein erüttelt und den 'n Kriegführung jstige Waffe in Flottengeschm« I lt der gesamten Wieder gefahren.' erregt fragen w liefe deutsche Al« * !?* Seemacht nichts Tewasiern ge-

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ms nicht von Churchills Persönlichkeit hypnotisie- ken, von der Stärke seiner Rhetorik und seiner Macht über das Unterhaus gefangennehmen lassen, fnb wir nicht von Phrasen und stänbiaen Versiche­rungen betäubt und in einen Geisteszustand versetzt vorden, in dem wir unseren Sinn für Realität verloren? Nicht nur wir, sondern auch die Dorni- kions sind unruhig geworden."

United Preß berichtet aus N e u y"o r k, daß die Rachricht über die Schlacht in der Straße von hooer gegen die deutschen SchlachtschiffeScharn­horst" undGneisenau" in der Oeffentlichkeit der IllSA. mit größtem Erstaunen ausgenommen wor­den sei. Man habe ihr anfangs kaum Glauben schenken wollen. Das Ereignis habe zu einer Ver­härtung der deprimierten Stimmung in der ameri­kanischen Oeffentlichkeit geführt.

I Der Nouyorker Nachrichterchienst läßt sich aus der Englischen Hauptstadt berichten, daß man in L o n - hon heute besonders besorgt sei und daß Ijnan gar nicht verstehe, wie man die letzten großen schlachten habe verlieren können. Einige Leute feien so niedergedrückt, daß sie nickt mehr die Zei- mng lesen wollten und den Rundfunk a'bstellten, kenn Nachrichten gebracht werden. Man frage sich Lud) ganz offen, was das für eine Art Kriegführung sei, die solche Folgen habe. Den klusdruckplanmäßiger Rückzug" habe man satt.

Von der Ostfront.

$ ertin, 15. Febr. (DNB.) Die Kämpfe des putschen Heeres an der gesamten Ostfront Landen in d-r vergangenen Woche im Zeichen des ^lacklassenden Frostes. Im Süd ab schnitt ist Zeilenweise sogar vorübergehend Tauwetter einge- heten. Trotz der dadurch bedingten Unwegsamkeit des Geländes gehen die Kämpfe'weiter.Die Kälte läßt nach, und die Zeit drängt die Sowjets" hieß k bezeichnenderweise in einer Rundfunkübertragung fes englischen Sprechers Robert Johnson. Aus die­sem Grunde wirft die bolschewistische Führung ihre truppen in schonungslosem Masseneinsatz stur und finnlos in den Kampf. Das Ergebnis find immer pieber nur die hohen blutigen Verluste des Feindes, die stellenweise über 2000 und 3000 Mann betragen lind ick keinem Verhältnis zu den gelegentlich er­teilten unbedeutenden örtlichen Erfolgen stehen. Kielmehr wurden in der vergangenen Woche in zu­nehmendem Maße örtliche Angriffserfolge der putschen Truppen gemeldet.

Während der ganzen Woche lagen Leningrad Inb Sewastopol im Feuer der schweren deut- fcn Waffen, die in Stellungen, Kasernen und kriegswichtigen Jndullriewerken des Feindes wieder- im bedeutende Zerstörungen hervorriefen.

i Der deutsche Abwehrkampf im Osten ist also durch tunehmende erfolgreiche Aktivität ausgezeichnet, vahrend anderseits die Bolschewisten keines ihrer Operativen Ziele erreichten.

I Die deutsche Luftwaffe war im Laufe des 14. 2. |ur Entlastung eigener Heeresverbände im Kampf- jzbiet des Ilmensees in rollendem Angriff ge­hen Fe'indbewegungen eingesetzt. Mit Sprengbomben Inb Bordwaffen wurden marschierende Kolonnen bnb Fahrzeugansammlungen bekämpft. Drei Jn- lanteriefoloiinen in Bataillonsstärke wurden bei

)tnn die Stärke der Seestreitkräfte, gegen die wir Mgendlicklich auf der Hut sein müssen, hat zuge- ncmmen. Daß wir diesen Schlag erhalten mußten einer Zeit, da unsere Kräfte zur See angespannt M wie niemals zuvor, ist doppelt beklagenswert." .Times" sieht das Allheilmittel in der Schaf- sun-g der Stellung eines stellvertretenden Minister« präjrbenten, der Churchill Zeit gewinnen ließe fitf reue Ideenangesichts der schweren Anspannung her kommenden Monate".

Daily Expreß" fordert von der Regierung ifeste Entschlossenheit,um dieses Mißgeschick und diesen Reinfall wieder gutzumachen". Seit einem Jahrhundert, so stellt das Blatt entrüstet fest, habe kein feindliches Geschwader an der britischen Küste Ls gewagt, durch den Kanal zu fahren.

Daily Mail" erklärt, dieses Ereignis habe hm ganzen Lande tiefe Erschütterung hervorgerufen, bos Blatt sucht die Gründe dieses Vorkommnisses in der mangelnden Kampfkraft der britischen Luft- paffe.

I In besonders scharfer Weise übt ein Artikel des .Daily Mirror" Kritik.Ist es noch länger sichtig, zu sagen, daß wir in den Premierminister unser Vertrauen setzen", schreibt das Blatt,obwohl vir seiner Regierung nicht mehr trauen?" Das gleiche Blatt veröffentlicht eine Karikatur, die einen Lrwachenden John Bull, der sich im Bett aufrichtet, erstellt, während fein großer Wecker Alarm schlägt. Ivie Zeichnung läßt erkennen, daß die Glocke schon mederholt Alarm gab, zuletzt für Libyen und Ost-

lager flog nach Volltreffer in

Aus der Stadt Gießen

Arzthelfer der Kranke.

Nicht

diesen Angriffen auf gerieben. Mehrere Artillerie- Stellungen erhielten Volltreffer. Sechs Geschütze wurden zerstört, 157 Lastkraftwagen, 60 Schlitten­bespannungen, ein Panzer und eine Lokomotive

lich^zumute. Er mochte Marion nicht mit offenen Worten sagen, Ulla sei um ihretwillen aus dem Hause gegangen, denn das mußte sie natürlich krän­ken; er schob das Medizinstudium, das sie sich er­trotzen wolle, in den Vordergrund. Allein an der mühsam gemeisterten Nervosität, mit der er über diese Dinge sprach, erriet sie doch, was er ihr ver­bergen wollte. Das brachte einen ersten leisen Mißklang in diese vom herrlichsten Winterwetter begünstigten Tage.

Fehr unternahm allein ein paar Skiwanderun­gen, den Kamm entlang ober ins Böhmische hin­unter; doch er gab sie auf, als er einmal bei der Rückkehr Marion in Gesellschaft des Regisseurs Grelling und seiner Schauspieler fand. Eine jäh aufwallende Regung von Eifersucht machte sein Herz für einen Augenblick blind.

Fortan wich er nicht von ihrer Seite; hielt sie vormittags mit einer Zähigkeit, der sie sich manch­mal nur seufzend fügte, auf der Uebungswiese fest (Eine Baronin Fehr muß unbedingt Ski laufen können. Marion!"); machte nachmittags gemein­same Wanderungen auf den gebahnten Wegen zur Spindlerbmrde ober zur Adolfbaude;. und tanzte jeden Abend mit ihr zu den Weisen der kleinen Kapelle. Dabei mußte er's nun freilich dulden, daß Grelling immer wieder an den Tisch trat, um sie zum Tanz zu holen.

Irgendwie vielleicht durch sie selbst? Sehr wahrscheinlich durch sie selbst? hatte der Re- gisseur von ihrer schauspielerischen Karriere er­fahren; er machte immer wieder Anspielungen, daß es jammerschade sei, wenn eine Frau wie sie, der Bühne endgültig Valet sage, daß sie filmen müsse, daß er bereit fei, ihr einen glänzenden Vertrag zu verschaffen. Diesen Anspielungen gegenüber fand Fehr es nötig, ihn einmal beiseite zu nehmen und ihm zu eröffnen, daß Fräulein van Brakel in einigen Wochen heirate und von einer Fortsetzung ihrer Bühnenlaufbahn ebensowenig die Rede sein könne wie vom Filmen ...

Grelling muffte Gel-g-mhest gchMen haben,

blieben im Bombenhagel deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge liegen. Ein großes Munitions.

'' ' " '' die Luft. Im Dones-

decken und im mittleren Frontabschnitt belegten unsere Kampfflugzeuge feindliche Truppen- konzentrationen und wichtige Nachschubstraßen mit Bomben. Zahlreiche Fahrzeuge und Geschütze wur­den hierbei vernichtet, mehrere Flakbatterien zum Schweigen gebracht. In Luftkämpfen verloren die Sowjets sieben Flugzeuge, zu denen drei weitere kommen, die von der deutschen Flak abgefchossen wurden.

heute, da an die Aerzte vielfach vermehrte Ansprüche gestellt werden, ist es besondere Pflicht des Kran­ken, auch seinerseits alles zu tun, um dem 2lrjt die Behandlung zu erleichtern. Das geschieht am besten durch genaue Befolgung der ärztlichen Vorschriften.

Wenn der Arzt Bettruhe verordnet, so weiß er, warum er das tut, und der Kranke soll nicht, weil er sich subjektiv im Augenblick wohl fühlt, eigen­mächtig aufstehen. Die Aerzte lassen keinen Kranken das Bett hüten, wenn sein Zustand das nicht er- forbet. Ein Tag au früh aufgestanden, kann eine Krankheit Tage, ja Wochen verlängern. Ist Auf­stehen erlaubt, halte man sich ebenfalls genau an die vorgeschriebene Zeit und dosiere nicht eigen­mächtig.

Manche Kranke können es nicht unterlassen, den Arzt mit Wünschen nach bestimmten Arzneien zu bedrängen, weil sie von besonderen Erfolgen bei dem aber jenem Bekannten gehört haben. Bei noch so großer Ähnlichkeit der Symptome kann es sich doch um ganz verschiedene Krankheiten handeln, ab­gesehen davon, daß ja auch die konstitutionellen An­lagen in Betracht gezogen werden müssen.

Auch die kleineren, scheinbar nebensächlichen Ver­ordnungen des Arztes sollten genau beachtet wer­den. Es ist nicht gleichgültig, ob ein verordnetes

Sowjets mit starken Artillerievorbereitungen und Panzerunterstützung tapfer ab gewehrt. Durch rück­sichtslosen Einsatz seiner Person riß er die ihm unterstellten Verbände immer^ wieder zu erfolg­reichen Gegenstößen und zu einem Angriff in die Flanke der Bolschewisten vor, dessen volles Gelingen für die weitere Führung des Kampfes von aus, Ichlaggebender Bedeutung war.

Major Michael Bauer ist es in erster Linie zu verdanken, daß der Plan der Sowjets, in den letzten Dezembertagen eine größere deutsche Kampf­gruppe zu umgehen und einzukesseln, mißlang. Per- sönlich in vorderster Linie stürmend, spornte er seine ermüdeten und durch eisige Kälte mitgenom­menen Infanteristen zu todesmutigem, aufopferndem Einsatz an. Der durch die überragende Tapferkeit des Majors Bauer erzielte Erfolg war für die ope­rative Führung von entscheidender Bedeutung.

Oberleutnant Hans Stepp, am 2.9.1914 in Gießen geboren, ist einer der ältesten Sturz­kampfflieger und hat bisher 418 Feinbeinsätze ge- flogen. Nachdem er bereits mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde, hat er sich weiterhin in den schweren Abwehrkämpfen an der Ostfront »durch heldenhaften Einsatz hervorragend bewährt. Durch die Vernichtung feindlicher Panzer und Kolonnen hat er maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Abwehr feindlicher Durchbruchsver­suche.

Spanien gegen Moskau.

Eine Rede des Generals Franco.

Sevilla, 15. Februar. (DNB.) Der spanische Staatschef General Franco hielt anläßlich eines feierlichen Empfanges in der alten Maurenburg Alcazar von Sevilla am Samstag vor den Gene­ralen und hohen Offizieren der andalusischen Garni­sonen eine Ansprache, in der er insbesondere den antibolschewistischen Charakter des neuen Spaniens unterstrich. Der Caudillo wies auf Zusammenhänge zwischen dem spanischen Befreiungskrieg und dem europäischen Kreuzzug gegen Moskau hin und erklärte, daß ohne den sieg­reichen Ausgang des nationalspamschen Kampfes heute keine spanischen Freiwilligen in den weiten Ebenen der Sowjetunion stehen würden.

Die anglo-amerikanische Welt, so fuhr der Gene­ralissimus fort, kämpfe gerade gegen jene Macht, die zwanzig Jahre lang ein europäisches Bollwerk gegen die roten Horden bildete.Wir können", so führte der Caudillo wörtlich aus,unverhohlen von dem sprechen, der Europa gegen die schlimmste aller Invasionen verteidigte: gegen die Invasion des Bolschewismus. Während dieser ganzen Zeit versuchten die Sowjets mit allen Mitteln Europa zu unterminieren und zu verunstalten. Seine fünfte Kolonne wühlte in ganz Europa, wie auch hier in Spanien, um sich leichter auf seine ZivMasion stürzen zu können und sie zu zerstören." General Franco rechnete sodann scharf mit den englischen Wunschträumen ab, Europa den Bolschewisten 'aus­zuliefern, und drückte sein Vertrauen in den end­gültigen Sieg der Ordnungsmächte über die Kräfte der Zerstörung aus.

Der Führer sprach vor Offizieren und Offiziers-Anwärtern.

Berlin, 14. Febr. (DNB.) Der Führer sprach heute im Sportpalast vor soeben beförderten Offizieren des Heeres und kurz vor ihrer Be- förberung zum Offizier stehenden Offiziers-Anwär­tern der Kriegsmarine und Luftwaffe, sowie Jun­kern der Waffen-^. Reichsmarschall Hermann Gorina meldete dem Führer 9883 angetretene junge Offiziere und Offiziers-Anwärter. Ausgehend von der deutschen Geschichte und Dolkwerdung, die ihre Krönung im Sieg der nationalsozialistischen Bewegung fand, gab der F ü h r e r den jungen Sol­daten die Parole für ihre späteren Dflichten als Offiziere Unb Führer in der nationalsozialistischen Wehrmacht.

Speer Nachfolger Todts in allen Aemtern.

Berlin, 14. Febr. (DNB.) Die Roichspresie- stelle der NSDAP, gibt bekannt: Der Führer hat an Stelle des tödlich verunglückten Pg. Dr. Todt Albert Speer zum Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP, und zum Leiter des National­sozialistischen Bundes deutscher Technik ernannt.

Amtlich wird mitgeteilt: Reichsmarschall G ö ring hat in seiner Eigenschaft als Beauftragter für den Dierjahresplan Reichsminister Speer zum Generalbevollmächttgten für die Regelung der Bauwirtschaft ernannt.

Mit diesen beiden Ernennungen ist Reichsminister Speer Nachfolger Dr. Todts In allen Aemtern.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 14. Februar. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Alexander Moeckel, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Major Michael Dauer, Bataillons kommandeur in ein em Jn f an- terie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbe­fehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Hans Stepp, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader.

Oberstleutnant Alexander M o e ck e l hat mit sei­nem Regiment zehn Tage lang durch geschickte und zähe Ortsverteidigung täglich mehrere Angriffe der

Bad fünf Grad wärmer oder kälter genommen, ob ein Wickel längere ober kürzere Zeit am Körper belassen wird. Äuch die vorgeschriebenen Zeiten und Mengen müssen genau befolgt werden: dreimal zehn Tropfen täglich oder zweimal fünfzehn Tropfen er­geben zwar die gleiche Tagesmenge, aber nicht die gleiche Wirkung. Je'de Abweichung von der ärzt­lichen Vorschrift ändert die Wirkung, schwächt sie entweder ab ober verkehrt sie in ihr Gegenteil. Wenn ein Medikament nach Dem Essen genommen werden soll, so hat das eben owohl seinen Grund, wie die Vorschrift, daß ein anderes vor der Mahl­zeit zu nehmen ist, der Kranke hat kein Recht, sie aus einem ihm gerade beliebigen Anlaß umzu- stoßen.

Gehorsam gegenüber den ärztlichen Vorschriften, Pünktlichkeit unb Genauigkeit in ihrer Durchführung sind die Faktoren, mit Denen der Kranke seinem Arzt am besten hilft und sich selbst am meisten nützt. Auch die Angehörigen des Kranken haben die Pfticht, die ärztlichen Verordnungen gewissenhaft durchzuführen, um den Arzt in der Behandlung zu unterstützen. Damit leisten sie auch dem Kranken den besten Dienst.

Nicht zu viel zettmarkeu nehmen.

Nach einer Miteilung der Wirtschaftsgruppe Gast­stätten- unb Beherbergungsgewerbe hat sich heraus- gestellt, daß die Richtlinien des Leiters dieser Wirt­schaftsgruppe vorn 19. Juli 1941 über die Abgabe von Fettmarken in den Gaststätten von manchen Mitgliedern der Wirtschaftsgruppe nicht in dem vor-

Aklein er predigte sich Geduld und machte gute Miene zu einem Spiel, das er weit entfernt war böse zu nennen.

Man hatte ihnen, auf Fehrs telephonische Be­stellung, Zimmer mit dem Plick in dieSieben Gründe", auf der böhmischen Seite des Gebirges, eingeräumt, und Marion packte die hundert Sachen unb Sächelchen aus, die sie vorgestern erst in Leipzig für ihre Wintersport-Ausrüstung erworben hatte; aber schon am nächsten Tage, nachdem sie ein einziges Mal auf der Uebungswiese gewesen war, um unter Fehrs Anleitung wenigstens die Anfangsgründe des Skilaufs zu lernen, erklärte sie ihm halb lachend, halb beschämt, sie werde es darin wohl nie zu einer Fertigkeit bringen, fürchte vielmehr, ihm nur die Freude an seinem geliebten Sport zu beeinträchtigen.

Natürlich lehnte er mit humoristischen Wendun­gen ab; doch im Herzen fühlte er wirklich ein leises Bedauern, denn er hatte sich in der Tat recht daraus gefreut, wieder einmal nach Herzenslust über die wundervollen weißen Hänge dahinzuschweben. Und er dachte mit einem aus Groll und Sehnsucht ge­mischten Gefühle an Ulla, dieSportkameradin", mit der er dies Glück alle Jahre, und auch genau vor zwölf Monaten, weidlich genossen hatte.

Der Groll überwog. Marion stellte das mit einer gewissen Bestürzung fest, als er ihr auf einem kurzen Spaziergang vor dem Mittagessen erzählte, wie die Dinge zwischen ihm und Ulla standen.

Wie standen sie? Er hatte noch am Silvester­tag einen kurzen Brief vom Schwager Strakonitz erhalten, der nicht mehr umfaßte als die sachliche Mitteilung, daß Ulla in Dresden fei und, zur Vor­bereitung auf ihr Medizinstudium, einstweilen tn feiner Klinik arbeite. Don ihr selbst kein Wort! Und das war's, was ihn besonders verdroß: daß sie den Weg zu ihm nicht suchte. Er begann zu ahnen, daß ein ernsthafter Bruch war, was er zuerst nur für eine Demonstration von ihr gehalten .hatte. Und M dieser Ahnung wurde ihm unbel-g-

von dem Beruf bes Arzthelfers ober vielmehr der Arzthelferin soll hier die Rebe fein, sondern von der Aufgabe des Kranken, dem Arzt bei seinem Bemühen, ihn zur baldigen Genesung zu bringen, von sich aus zu unterstützen. Gerade

geschriebenen Ausmaß beachtet werden. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß manche Mitglieder beim An­gebot und der Verabfolgung von Speisen zuviel Fettmarken von den Gästen verlangen. Die Wirt­schaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungs­gewerbe weist deshalb ihre Mitglieder darauf hin, daß sie Die erwähnten Richtlinien strengstens zu be­achten haben unb nur soviel Fettmarken entgegen­nehmen dürfen, wie ihnen nach den Richtlinien ge­stattet ist. Diese Richtlinien, an die die Gaststätten sich zu halten haben, schreiben u. a. folgende Fett- marfenmengen vor: Für Fleisch und andere in der Pfanne gebratene Speisen, insbesondere gebratene Fische, 15 bis 20 Gramm, deutsches Beefsteak und Bratklops jedoch 10 Gramm, sonstige warme Fisch­gerichte höchstens 10 Gramm, Gemüse, Teigwaren unb entsprechende Eintöpfe bis 10 Gramm, für Ge­müse als Beilagen und Salate jedoch höchstens 5 Gramm, für Salate nach Mayonnaisen allerdings 10 bis 15 Gramm, für Bratkartoffeln bis 15 Gramm und für Geflügel je Portion 10 Gramm.

G eßener Polizei

im Dienste des KrieaS-WHW.

Der vergangene Samstag und Sonntag standen, wie überall im Reiche, auch bei uns im Zeichen desTages der d e u t s ch e n Polizei. Zur Straßensammlung waren neben den Beamten der Polizei auch Manner der ff, ferner vom NSKK., vom SHD., von der Feuerlöschpolizei, der Technischen Nothilfe und Helfer vom Jungvolk eingesetzt. Sie schwangen unermüdlich die Sammelbüchsen, und die hübschen Figürchen und auch die farbigen Postkarten und ein gediegener Wandspruch, der in den Woh­nungen angeboten wurde, fanden überall guten unb schnellen Absatz. Auch die sonstigen Deranftaltungen und Ueberraschungen, die die Polizei zu ihrem

verdunkelungszeit:

16. Februar von 19.36 bis 8.06 Uhr.

«mmill WMMWMWWWMWW Ehrentage liebevoll vorbereitet und ins Werk gesetzt hatte, trugen zu ihrem Teil ba^u bei, den finan­ziellen Erfolg zu sichern, Lautsprecherwagen und Schießstanb, der ßuras und der Elefant Nurmi unb besonders auch das Konzert des Musikzuges der SA.»Standarte 116 am Samstagnachmittag auf dem Kreuzplatz verfehlten ihre Anziehungskraft nicht.

Die Verbundenheit und das herzliche Vertrauens­verhältnis zwischen der Pvlizei unb der Bevölke­rung bekundeten sich am vergangenen Wochenende wiederum in vorbildlicher Weise. Das Publikum war an diesen beiden Tagen gern bei der Polizei zu Gast, und das Ergebnis der Straßensammlung ,und der Sonderveranstaltungen der beiden Tage barf wohl schon jetzt als außerordentlich befriedigend bezeichnet werden. Die Gießener Polizei kann also mit Stolz und Genugtuung auf das zurückblicken, was am letzten Wochenende im Dienste des Kriegs» winterhiffswerkes und als bescheidener Ausdruck unseres Dankes an die unerschütterlich kämpfende Front geleistet worden ift

Für unsere Verwundeten.

Das Oberkommando der Wehrmacht veranstaltete durch die NS.-'GemeinschaftKraft durch Freude" dieser Tage in einem Lazarett eine Filmvorführung. Der Film JDie Julika" nebst der Wochenschau war den Verwundeten eine angenehme Unterhaltung.

In einem Lazarett brachte eine bunte Bühne ,Kleine Wichtigkeiten" in einer reichhaltigen Vor­tragsfolge. Irene W a p zeigte ihre Kunst im Csar­das und Spitzentanz. Mimmi Klingler brachte schöne Melodien aus Operetten mit weichem Mezzo­sopran zu Gehör. Eine sehr gute Nummer brachte der Zauberer Lenardini. Seine Künste waren ver­blüffend, mit Humor verstand er die Spannung zu steigern. Eine gute Leistung bot auch der Exzentrik- Jongleur Resch. Franz Kaiser brachte als Hu­morist viel Fröhlichkeit; er sprach auch die verbin­denden Worte. Der Pianist Hans Erich W e i b i g gab Schlager auf dem Akkordeon zürn Besten und sorgte aufs beste für die musikalische Untermalung. Reicher Beifall dankte de» Künstlern für die frohen Stunden.

Zum WHW.-Konzert am vergangenen Donners- tag hatte die hiesige Polizei eine große Zahl Ver­wundete als Gäste eingeladen.

In einem Lazarett veranstaltete der Gesangverein Arion" aus Gießen-Klein-Linden unter der Stab­führung seines Ehrenchormeisters Nikolai ein

Marion diese im Ton vielleicht etwas zu unge­duldige Mitteilung weiterzutragen, denn sie zeigte sich gegen Fehr ein wenig verstimmt darüber; so daß es seiner offenen Frage bedurfte, ob sie seinen Standpunkt nicht vollkommen teile?

Gewiß, Jan", sagte sie:Aber es ist doch schwerer, als ich dachte, so plötzlich von dieser Welt Abschied zu nehmen ..."

Aber, Kind! Du hast doch selbst gesagt, nicht einmal, sondern viele Male, daß du im Grunde nicht daran hängst?"

Ja, das meint man. Aber wenn man dann doch wieder mit ihr in Berührung kommt, bann ist der Zauber von neuem mächtig. Geduld, Liebster! Dies ist ja noch so ein Zwischenstabium, Schwebe­zustand, nicht Fisch noch Vogel. Bin ich erst end­gültig in deiner Welt heimisch, bann wird sich alles von selber machen."

Fehr benutzte die Gelegenheit, die Frage des Da­tums unb all die anderen Dinge, die mit der Heirat zusammenhingen, aufs Tapet zu bringen, lieber den Tag einigte man sich leicht: beide hatten ja ein Interesse daran, ihn nicht weiter als unbedingt nötig hinauszuschieben. So wurde der 20. Januar beftimmt, bis zu dem alle Papiere beschafft fern konnten. Trauung in Berlin. Kleines Diner mit den Zeugen. Abreise mit dem Abendzug nach der Ri­viera. Rückkehr im ersten Februardrittel, wenn die Handwerker wieder aus dem Hause waren ...

Blieb die Frage der Zeugen, und sie schuf einige Verlegenheit. Fehr kannte in Berlin eigentlich nie­mand gut genug, um diese intime Gefälligkeit von ihm zu erbitten. Schließlich besann er sich auf einen Breslauer Regimentskameraden, Horner, mit Dem er durch all die Jahre eine gewisse lockere Verbiw Dung aufrechterhalten hafte: man hatte sich nach dem Kriege einmal zufällig getrorfen. hotte zusam­men gegessen unb dies kameradschaftliche Beisam­mensein auch später gelegentlich wiederholt, wenn Fehr in Berlin war. Ihn konnte man schließlich bitten, ohne weitläufige Erklärungen abgeben zu müilm. (Fortsetzung folgt)