Das See- und Luftgefecht im Kanal
planmäßig in die neuen Stützpunkte eingelaufen
sind
t e ein.
Die Schlachtschiffe „Scharnhorst" (unten) und „Gneisevau" (oben). (PK.-Aufnahmen: Kriegsberichter Augst. sSch.s Scherl-Archiv.)
Aus
Unterseeboote versenkten bei Angriffen auf Geleitzüge im Atlantik eine Korvette und drei feindliche Handelsschiffe mit 26 500 BRT., darunter einen großen Motortanker. Vier weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt.
Im Seegebiet nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge Treffer auf je zwei Kriegs-
DNB. AusdemAührerhauptquarkler, 14. Jebt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An verschiedenen Abschnitten der Ostfront setzte der Feind feine erfolglosen Angriffe fort. Sie brachen unter besonders hohen feindlichen Verlusten zusammen. In einem Korpsabfchnitt verlor der Gegner rund 2000 Tote. In zahlreichen eigenen Angriffsunternehmungen wurden der Gegner rund 2000 lote. In zahlreichen elge- fchloffene Gruppen des Feindes weiter zufammen- gedrängt und von ihren Verbindungen abgefchnittene Teile des Gegners vernichtet oder gefangengenommen. Starke Kräfte der Luftwaffe zersprengten feindliche Ansammlungen und Nachschubkolonnen und bekämpften mit guter Wirkung Feldstellungen der Sowjets sowie Eisenbahn- ziele. An der Murmanskfront vernichteten Iagdverbände ein feindliches Feldlager. Die Der- lüfte der Sowjet-Luftstreitkrafte betrugen am gestrigen Tage 39 Flugzeuge.
3m Verlauf des Seegefechtes am Ostaus
zeuge ab.
Auf der Infel Malta warfen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Material- und Betriebsftoff- lager des Hafens La Valetta in Brand.
Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht einige Orte Westdeutschlands an, wobei u. a. ein Kinderkrankenhaus in Essen getroffen wurde. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und verletzten. Bei biefen Angriffen wurden zwei feindliche Bomber abgefchossen, drei weitere Flug- l zeuge verlor der Feind durch Iagd- und Flakabwehr
eines Transporters von 10 000 BRT. ist zu rechnen. Außerdem wurde im Hafen von Tobruk ein kleineres Frachtschiff fchwer beschädigt. In bet w e ft- lichen Marmarica vernichteten Kampfflugzeuge mehrere britische Panzer unb Lastkraftwagen. Begteitenbe Jäger f(hoffen fünf feindliche Iagbflug-
Oie deutschen Landschaften im Kulturfilm.
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gang des Kanals am 12. Februar griffen deutsche Zerstörer und Schnellboote britische Schnellboote an, von denen zwei versenkt wurden. Ein Minensuchboot rettete 35 Ueberlebenbe des gesunkenen Vorpostenbootes, dessen Untergang der einzige deutsche Schiffsverlust dieser Kämpfe ist.
Siegeszug eines Walzers.
Am 13. Februar 1942 waren 75 Jahre vergangen feit der Uraufführung des von Johann Strauß dem Wiener Mannergesangverein für eine Fa- schingsliebertafel gewidmeten Walzers „An der schönen blauen Donau". Schon zu Strau« । ßens Lebzeiten erfreute sich dieses Musikstück einer । unüberbietbaren Beliebheit. Als der Meister zu sei» i nem vierzigjährigen Künstlerjubiläum bei der Fest« Vorstellung im Theater an her Wien nach der i „Indigo-Ouvertüre" und dcm ersten Akt der „Nacht | in Venedig" selbst ans Dirigentenpult trat und die ersten Takte des Donauwalzers erklangen, da war nicht ein Ton weiter zu vernehmen; man stürmte, jubelte und meinte, stampfte mit den Füßen, für51 es schien, als hätten die Wiener den Verstand verloren. Johann Strauß schrieb den Walzer in seinem 42. Lebensjahr als „opus 314". Den Titel entnahm er einem Liebesgedicht von Karl Beck, das mit den Worten schließt: „An der Donau, an der schönen blauen Donau." Der musikalische Grundeinfall kam Strauß in der Nacht. In Ermangelung von Papier hielt er ihn auf der Manschette fest. Die handschriftliche Partitur besitzt der Wiener Mannergesangverein, der das Werk als Chorwalzer für die Faschingsliedertafel de5 Jahres 1867 im Dianabad- faal zu Wien unter der Leitung des Vereinschor, meisters Rudolf W e i n ro u r m und unter Mitwirkung der Kapelle Eduard Strauß aus der Taufe hob. Der Urtext stammte von Josef Weyl, der zweite, jetzt allgemein gebräuchliche Wortlaut von Franz von G e r n e r t h. Für Johann Strauß hatte dieser Walzer noch die besondere Bedeutung, daß er als Brücke zum gesungenen Wort gleichsam den ersten Schritt zu seinen späteren Operetten bildete.
Der Weltruf des Donauwalzers wurde merkwürdigerweise im Auslande begründet. Strauß war im Jahre 1867 einer Einladung zur Pariser Weltausstellung gefolgt. Hier schlug der Walzer wie eine Bombe ein. Strauß setzte nun den Walzer auf jedes Konzertprogramm. Nach der Rückkehr des Meisters aus Paris entstand in Wien eine förmliche Donau- walzer-Epidemie. Klavier- und Geigenparaphrasen über ihn schossen wie die Pilze aus dem Boden. Jeder Tag brachte Tausende Bestellungen, und der Verleger mar (einer Aufgabe bald nicht mehr ge- wachsen. DKD.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten schelferten auch gestern die an einzelnen Stellen der Front immer wiederholten Angriffe des Feindes. Eigene Angrlffsunternehmungen verliefen erfolgreich.
Kampf- und Sturzkampfverbände der Luftwaffe griffen trotz schwieriger wetterverbältnisse feindliche Truppenbewegungen wirkungsvoll an. rieben mehrere Marschkolonnen des Feindes völlig auf und vernichteten zahlreiches Nachschubmaterial. Im hohen Norden wurden Anlagen der Mur- m a n - B a h n zerstört.
In Nordafrika bombardierten Sturzkampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe motorlfierte Abteilungen des Feindes im Raum um Ain el Ga - zala.
Im Seegebiet nördlich Bengasi versenkten deutsche Kampfflugzeuge aus zwei gesicherten britischen Geleitzügen einen Transporter von 9000 BRT. und beschädigten zwei weitere Frachter mit zusammen 15 000 BRT. so schwer, daß mit der Vernichtung auch dieser Schiffe gerechnet werden kann. Außerdem erhielten zwei, leichte Kreuzer, zwei Zerstörer und ein großes Handelsschiff Bombentreffer. Ostwärts Malta wurde ein Vorpostenboot durch Luftangriff vernichtet. Ein Unterseeboot versenkte vor der afrikanischen Küste bei Marsa Matruk zwei Schiffe aus einem Geleit- Zug.
Britische Bomber führten in der vergangenen Mcht mUifärifd) erfolglose Storangriffe aus einige Orte Südwestdeutschlands durch.
Die Verluste der britischen Luftwaffe bei dem See- und Lustgefechl im Kanalgebiet am 12.2. erhöhen sich auf 4 9 Flugzeuge. Mit bem Abschuß von 1 3 w e i t e r e n feindlichen Flug- zeugen in diesen Luftkämpfen ist zu rechnen. Bei den Kämpfen zeichneten sich die unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls Sperrte stehenden Verbände, geführt von General der Flieger Eoe- t e r und Oberst G a l l a n d, befonders aus.
Die sowjetische Luftwaffe verlor in der gelt vom 7. bis 14.Februar 153 Flugzeuge. Davon wurden 88 in Luftkämpfen und 38 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zelt gingen an der Ostfront 25 eigene Flugzeuge verloren.
Bei den Kämpfen im nördlichen Abschnitt der Ostfront zeichnete sich der Wachtmeister Kirchner, Geschützführer in einer Sturmgefchühbatterie, dadurch befonders aus, daß er im Verlaufe von drei Tagen elf angreifende feindliche Panzer, darunter mehrere überschwere, abschoß.
Oer Wehrmachiberichi vom Samstag.
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richtigen Entschlüsse faßte.
Nach der Entdeckung des deutschen Verbandes um die Mittagsstunde setzten A n c kicher See- und Lust st Schnellboot-Angriffe wurden durch eigene Sicherungsstreitkräfte vereitelt, die zum Gegenangriff Übergingen, zwei feindliche Schnellboote versenkte.»
wie der schwere Kreuzer „Prinz Eugen Ke engste StelledesKanals passierten, forderte 'tärkste Kampfanstrengungen von den Besatzungen der Kriegsschiffe und der sichernden Flugzeuge. Während deutsche Kampf- und Sturzkamplmaschinen einen Großangriff auf Dover durchführten und die englischen Küstenbatterien den deutschen Verband wirkungslos beschossen, stießen briti« sche Torpedoflugzeuge Qtus den Wolken. Die Flakgeschütze des „Prinz Eugen" brachten in kurzer Zeit drei Flugzeuge zum Absturz. Zur glei- chen Zeit zersprengten deutsche Jäger nachdrängende britische Luftverbände und schossen in heftigen Lustkämpfen eine britische Maschine nach der anderen ab. Als sich gegen 15 Uhr das
___den 11O0 seit dem Jahre 1933 zensierten Kulturfilmen hat der Reichsfremdenverkehrsverband eine Liste von 400 für den weiteren Einsatz aeeigneten zusammengestellt, die die deutschen Landschaften in ihren natürlichen Schönheiten, ihre Kultur, das Brauchtum und Volkstum in ihnen schildern. Es ist von Interesse, aus einer Zusammenstellung im „Film-Kurier" zu sehen, welche deutschen Landschaften mit besonderer Vorliebe behandelt wurden. An der Spitze stehen die Alpengebiete mit 16 Filmen über Tirol, 40 über Oberbayern, 10 über Kärnten, 5 über die Steiermark, 7 über das Oberdonau-Salzburg-Gebiet; außerdem gibt es 19 Filme allgemeinen Charakters über die Alpen. Weiter werden vom Kulturfilm bevorzugt: die Nordmark und das Nordseethema, die sich in 34 Filmen spiegeln. Ferner behandeln: Mitteldeutschland mit Thüringen und dem Harz 30, Ostpreußen 26, Sachsen 24, Baden mit Bodensee und Schwarzwaldgebiet sowie Elsaß 23, Bayern außer Oberbayern 23, die Mark Brandenburg 22, dazu Berlin 12, den Rhein und das Rheinland 15, das Rhein-Maingebiet und den Main 13, Niedersachsen-Weserbergland 12, Württemberg-Hohenzollern 11, Schlesien 9, Westfalen 9, Pommern 9, Danziq-Westpreußen 7, Sudetenland 7, die Donau 5, Wien 5, se 4 das Nieder-Donau-Gebiet, Mecklenburg, Kurhessen, Oft- friesland und Unterweser-Jade-Gebiet, Westmark 3, Ostsee 2, Wartheland 2 und Prag ein Film. Weitere 29 Ulme behandeln größere deutsche Gebiete.
des Samurai-Schwertes. Ein meisterlicher Schwert- chrnied des vorigen Jahrhunderts stand beispielsweise in dem Rufe, ,chöse" zu sein, weil sich ein Herrscher an einer seiner Klingen verletzt hatte; diese Klinge schnitt Blätter, die das Wasser eines Flusses gegen sie trieb, glatt entzwei. Vor den Klingen des größten japanischen Schwertschmiedes, des unsterblichen Mafamune aber, so behauptet das Volk, weichen die Blätter aus, sie spürten nach dem Glauben des Volkes die geheime Kraft der Klingen und trieben in Ehrfurcht daran vorbei.
Auf nichts ist der Japaner stolzer als auf seine Familienschwerter. Jedes einzelne wird zusammen mit den wertvollsten Kunstgegenständen aufbewahrt und nur selten Gästen gezeigt. Das Familienschwert gehört denn auch zum allerletzten, das ein Japaner n der bittersten Notlage fortgibt. Im Krieae wird das Samurai-Schwert mit einer gewissen Andacht getragen, sogar die Flieger nehmen es mit ins Flug- zeug. Das alte Samurai-Schwert ist längst wieder an die Stelle des vor einigen Jahrzchnten übernommenen westlichen Offizierseitengewehrs getreten. Die meisten Offiziere und Degenunteroffiziere tragen in der heutigen Stahlscheide ein Schwert aus der Werkstatt eines der alten Klingenschmiede, von denen man etwa zehntausend namentlich kennt, und von denen einige im 13. und 14. Jahrhundert die edelsten, aber auch furchtbarsten Schwerter herstellten.
Es ist verständlich, wenn der Japaner seine „heilige Waffe" in ein möglichst kostbares Gewand steckt. Ruht die Waffe, dann genügen Scheide und Griff aus Hellem Holz, wird es jedoch unter dem Sonnenbanner in den Kampf getragen, fo find sie mit edelstem Lack überzogen. Dann ist der wertvollste Metallbeschlag eben gut genug; man zählt rund fünftausend Meister der Metallkünste in Nippon, die nichts anderes fertigen als Knäufe, Stichblätter, Zwingen der zum japanischen Schwert gehörenden Schwerttnesfer und anderer kleinerer Waffen. Unter ihnen sind Meister von feinstem Formgefühl und fast unerreichter Handfertigkeit.
In der Hand des japanischen Kriegers ist das Samurai-Schwert eine furchtbare Waffe, mit ihr leistet er manchmal kaum Glaubliches; dabei scheinen dem japanischen Soldaten die technische Fertigkeit und die körperliche Durchbildung weniger wichtig als die 1 innere Haltung: „Von dem japanischen Schwert-
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und den fliehenden Feind bis zu den Goodwin- Sands verfolgten. Der Kreuzer „Prinz Eugen" versenkte einen feindlichen Zerstörer und schoß einen weiteren in Brand. Der Versuch britischer Fernkampfbatterien, von der Küste aus die Passage der Dover-Enge zu stören, wurde ausmanövriert, und ebenso gelang es, allen feindlichen Torpedolausbahnen auszuweichen.
Bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe, die bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt worden sind, bewährte sich die Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe in hervorragender Weise. Der Jagdschutz und die Bordflak der Seestreitkräfte machten alle Angriffe unter schwersten Verlusten des Feindes zunichte. Neben der Flakartillerie der schweren (Einheiten war die Luftwaffe der Sicherungsstreitkräfte erfolgreich. Zerstörer, Torpedoboote, Minensucher und Dorpostenboote schossen allein zehn britische Flugzeuge ab.
Mit Einbruch der Dunkelheit riß die Fembfühlung ab, und nach ungestörtem Nachtmarsch liefen alle deutschen Kriegsschiffe planmäßig in die neuen Stützpunkte ein.
Neben der Erreichung des operattven Zwecks steht der taktische Gefechtserfolg. Die deutschen Waffen aller Art zeigten sich wiederum dem Feind überlegen, und die Beherrschung der Straße von Dover durch die britische See- und Luftmacht gehört der Vergangenheit an. Die deutschen Kriegsschiffe stehen zu neuen Ausgaben bereit.
Oer Bericht eines Augenzeugen
Berlin 15. Februar. (DNB.) Don Bord des schweren deutschen Kreuzers „Prinz Eugen", der während des Seegefechts im Kanal am 12. Februar sieben Stunden lang die Angriffe britischer See- und Luftstreitkräfte abwehrte, wird folgende Schilderung von dem Kampf bei Dover gegeben:
Jede Minute zwischen 13 und 15 Uhr, als die Schlachtschiffe „Scharnhorst" und „Gneisenau" fo-
Wetter durch Regenschauer und Nebel derart oer« I schlechterte, daß die Ueberwachungstätigkeit der Jä« I gcr außerordentlich erschwert wurde, war die Stunde I der Flak d e s „Prinz Eugen" gekommen. I In rasender Feuergeschwindigkeit wehrte die Kreu, I zerbesatzung die pausenlosen Angriffe der britischen I Flieger abi Blitzschnell wurden die deißgeschossenen Rohre gewechselt und alle weiteren Vorstöße der zum Teil bis auf 300 Meter herangekommenen Briten zum Erliegen gebracht.
Wenig später wurden vom Beobachtungsstand achtern feindliche Zerstörer gesichtet, die anscheinend die Fühlung mit dem deutschen Verband behalten sollten. Gleichzeitig wurden von Backbord« feite feindliche U-Boote gemeldet. Im Laufe des kurzen Feuergefechts erhielt einer der britischen Zerstörer einen Volltreffer und sank, ein anderer drehte brennend ab. Die Bekämpfung der U-Boote hatte inzwischen ein deutscher Zerstörer übernommen.
Mittlerweile hatte der deutsche Verband Dover ohne jeden Verlust passiert. Erst als tieffte Dunkel, beit sich über dem Kanal auebreitete, hörten die britischen Angriffsversuche auf, die sie mit dem j Verlust von mindestens 62 Flugzeugen, ; zwei Zerstörern und zwei Schnell«! booten teuer bezahlen mußten. In seiner alten 1 Formation bahnte sich der deutsche Verband seinen Weg unangefochten dem Ziel entgegen.
Trübe Stimmung in England.
Fragen an Churchill.
Kriegsrat in Washington.
Stockholm, 16. Februar. (Europapreß.) Eine Untersuchung des Verhaltens der britischen See- und Luftstreitkräfte gegenüber den Operationen der deutschen Schlachtschiffe im Kanal wurde am Samstagabend in London angekündigt. Es heißt, das Ergebnis dieser Untersuchung solle, wenn notwendig, auch durch höhere Stellen geprüft werden.
Die Schlappen der Briten in Singapur und int Kanal waren am Samstag Gegenstand der Be« sprechung des britisch-nordamerikanischen Kriegsrates im Weißen Hause in Washington. Nach einer Meldung aus Washington nahmen an der Beratung unter beni Vorsitz des Präsidenten Roosevelt seitens der USA. Kriegsminister S t i m s 0 n, MavineMinister Knox, General Marschall, Generalleutnant Arnold« die Admiräle Stark und King sowie Roosevelts Vertrauter Harry Hopkins teil. Von britischer Seite waren erschienen die Generale Dill und W e m y ß, Luftmarschall Harris und Admiral L i tt l e. r
England steht nach Ansicht der schwedischen Korrespondenten in London vor einer Regierungskrise. „Dagens Nyheter" z. B glaubt, diesmal werde sogar Churchills persönliche Stellung von verschiedenen Seiten zur Debatte gestellt, obwohl erfahrene politische Beurteiler es für sicher halten, daß er auch diesmal den Sturm überstehen wird. Eine Regierungsumbildung wird jedoch als notwendig zur Beruhigung der Kritik angesehen. Die Operationen des deutschen Geschwaders bei Dover hätten die Engländer mehr als irgendein anderes Ereignis des Krieges aufgerüttelt und den mit der Wirksamkeit der britischen Kriegsiihrung unzufriedenen Elementen eine kräftige Waffe in die Hand gegeben.
Das Auftauchen eines deuffchen Flottengefchwa« ders in der Straße von Dover ist der gesamten englischen Presse erheblich in die Glieder gefahren. Die Verstörung ist allgemein, und erregt fragen die Zeitungen nach den Gründen, die diese deutsche Aktton ermöglichten und nach ihrer Abhilfe.
Die „Times" schreibt: „Seit dem 17. Jahrhundert ist für den Stolz unserer Seemacht nichts Demüttgenderes in den heimischen Gewässern geschehen. Aber nicht nur unser Stolz ist getroffen,
Das heilige Schwert.
Von Hans Sturm.
Wenn die Japaner das Samurai-Schwert, die ihnen heilige Waffe, an Staatsmänner oder hohe Offiziere befreundeter Nationen als Geschenk aeben, fo wollen sie damit ihre Verbundenheit mit diesen Ländern bekunden. Das Samurai-Schwert leitet feinen Namen her von dem alten, damals erblichen Ritterstande der Samurai, die das militärische Ehrengefolge des Herrschers bildeten; sie lebten nach einem Ehrenkodex, dem „Buschido" (Weg der Krieger), der auch heute noch eine der Grundlagen der nationalen Ethik der Bewohner des Jnselreiches bilbet. In diesem Kodex spielt das „heilige Schwert" eine besondere Rolle; nur derjenige bars es tragen, der „im Falle der Not entschlossen ist, zu sterben", und ber „jeben Tag bes Lebens als ben letzten anzusehen vermag".
Im alten Japan stellte bas Schmieden ber wichtigsten Waffe des Kriegers, des furchtbaren Schwertes beinahe so etwas wie eine kultische Handlung dar. In festlichen Gewändern und nach voraufgegangener feierlicher Läuterung gingen Meister und Gehilfen an das Werk. Die Zusammensetzung bes Ebelstahls war ein Geheimnis ber Schmiede, die ihm an einem einfachen Kohlenfeuer die nötige Biegsamkeit und Härte zugleich zu geben wußten. Die leichtgeschwungene Klinge mußte haarscharf fein; um ihre Güte zu erproben, wurden mit Reisstroh umwickelte, armdicke Bambusstäbe aufrecht hin- gestellt und in einem einzigen schräg von oben rechts nach unten links geführten Schlag durchhauen.
Eine alte Schmiede, in der Samurai-Schwerter hergestellt werden, findet sich noch in der Nähe von Osaka. Sie ist dem Gott des Meeres und dem Gott des Krieges geweiht; kein Unberufener darf sie betreten, und „heilige Seile" schützen sie gegen Berührung mit Unreinem und gegen böse Einflüsse. Nach einem schönen alten Brauch nimmt der Gott, der um Hilfe gerufen wird, oft Gestalt an, um feinen Beistand bringen zu können; etwas von feinem Wesen geht auch in bas Samurai-Schwert über, bas in seiner Kraft wie in feiner schönen und reinen Form weniger Werkzeug ber Vernichtung ist als vielmehr Ausdruck bes Wesens bes Kriegers.
Eine Reihe von Sagen umranken die Herstellung
Berlin, 14. Febr. (DNB.) Nachdem Vizeadmiral Ciliax ben Gefechtsbericht erstattet hat und die Berichte der beteiligten Kommandanten vor- liegen, kann die folgende Darstellung der erfolgreich durchgeführten Operation ber beutschen See- ftreitfräfte gegeben werden:
Die Schlachtschiffe „S ch a r n h 0 r ft" und „G n e i- sena u", der Kreuzer „P r i n z Eugen" und die zugeteilten Sicherungsstreitkräfte liefen kurz nach einem abendlichen Luftangriff am 11. Februar unbemerkt aus einem Hafen ber atlantischen ft ü ft e aus mit bem Auftrag, bie Straße von D 0 verzu passieren, um für anderweitige Operationen zur Verfügung zu stehen. Sie traten mit O st - fürs b i e Fahrt durch den Kanack an. Sie erreichten unbemerkt bie Dover-Enge am 12. Februar mittags, brachten dem Feind, der nun die Fahrt zu stören versuchte, schwere Verluste bei und führten ihre Aufgabe planmäßig durch. Trotz des britischen Anspruchs auf Beherrschung des Kanals zur See und in der Luft wurde die Ausnutzung dieses .Weges durch die deutsche Flotte erreicht. Außer dem Untergang eineß Vo^ostenbootes und ber leichten Beschädigung eines Torpedobootes durch Bombentreffer sind keinerlei Beschädigungen oder Verluste durch irgendwelche Offensiven des Gegners eingetreten. Nur ganz geringe Personalverluste tratet, auf den Sicherungsstreitkräften durch Tiefangriffe feindlicher Flieger ein. Der Gegner hat sich ber plötzlichen Situation weder führungsmäßig, noch taktisch gewachsen gezeigt, während bie eigene Führung sich schon in ber Planung mit jeder möglichen Lage beschäftigt hatte und bet der Durchführung, vom Glauben an den Erfolg getragen, bie taktisch
fechter", so berichtet ein Japankenner, „wirb gerabe- zu verlangt, baß er nichts mehr bente, weder an sein Schwert noch an bas Schwert bes Gegners. Er muß gewissermaßen zugleich sein unb seines Gegners Schwert sein? Aus biefer heroischen Anschauung heraus versteht man nicht nur bie Tapferkeit und bie Angriffskraft der Soldaten des Tenno, sondern auch den tieferen Sinn des alten, heiligen Schwertes ber Samurai, von bem ein japanischer Sänger vor vielen Jahrhunderten bereits gesungen hat: Aus bem Blitzen seiner geschwungenen Klinge leuchtet ber Sieg.


