Aus der Stadt Gießen
■uf Vorschlag des Beauftragten für den Dierjahres-
Der Rechsminister des Innern und der Reichs-
Minister für Voltsaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Reichsgründungstag
Bildung berufen.
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die
erscheinen wird.
Du fällst im Alter keinem zur Last
wenn Du Dein Leben versichert hast. — Tu’s liebe, heute als morgen!
Keine Beflaggung am 18. und 30. Januar.
Fischboeck wurde 1895 in Geras im Gau Rieder- hnou geboren. Im Weltkrieg kämpfte er an der .iroler. Gebirgsfront. Rach dem Kriege absolvierte ! seine juristischen Studien. Er war bei Wiener üroßbanken tätig und gründete schließlich aus der resterreichischen Creditanstalt heraus eine Grund- Psgesellschaft. Rach dem Zusammenbruch des jü- fschen Lebensversicherungsunternehmens Phönix mrde er 1936 zur Liquidation dieses Konzerns be-
!ISA., Argentinien, Brasilien und Haiti. Die Kon« «rrenz hat zwei Arbeitsausschüsse, einen für „Ver« Dingung der Hemisphäre" und einen für „Wirt- gastliche Zusammenarbeit".
Von den Kämpfen im D o ne z - B e ck e n sehen wir Szenen, in denen deutsche mit italienischen Truppen Hand in Hand kämpfen. Die Artillerie der Verbündeten zerschlägt wirksam jeden Angriffs, versuch.
Den Höhepunkt der neuen Wochenschau bilden Aufnahmen von Lu ft kämpf en in Rord- a f r i k a. Zum erstenmal erleben wir im Filmbild einen feindlichen Angriff auf einen Militärflugplatz, sind Zeuge, wie ihm männlich mrtT stark begegnet wird durch einen Gegenangriff deutscher Jäger, die englische Bomben- und «pitfire-Flugzeuge ab- schießen. Die Kühnheit der deutschen Jäger kommt im Film besonders dadurch gut zum Ausdruck, daß er die Nähe des Feindes erkennen läßt. Jeder Treffer im feindlichen Flugzeugrumpf bewirkt eine Flut von Del und Sprengstücken, die gegen die Glasverschalung des eigenen Flugzeugs prallt. So bilden Zeugnisse von höchster Einsatzbereitschaft die Krönung dieser filmischen Kriegsberichte. H. n. u.
Verdunkelungszelt:
16. Januar von 17.36 bis 9.23 Uhr.
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Mischen' Versicherungs-AG In der ersten Regie- iing Dr. S'ih Inquart war Fischboeck Handelsmi- r iter. Die 2'bwicklung der österreichischen Landes- iglerung leitete Fischboeck als Wirtschafts- und sUnanzminister und übernahm dann die Leitung der i reditönstalt-Bankvere-in Wien. Ferner war er Lei- kr der Wirtschaftskammer Wien. Nach der Beizung der Niederlande übernahm Dr. Fischboeck
Generalkommissar die wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten im Rahmen des Reichs- imnniffariats für die besetzten niederländischen Ge-
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Verbände A.'Triqt« indes ans ILuzon burd^ro« mehrere ht gesetzt irte über» sMtMS im Noro> eine Lat« zahlreiche
Or. Fischboeck Reichskomtüissar für die Preisbildung.
Berlin, 15. Ianuar. (DVV.) Der Führer hat
in den kommenden Festzeiten (Ostern, Pfingsten usw.) ein Urlauberverkehr nicht in Frage kommen wird.
(18. Januar) und am Tag der nationalen Erhebung (30. Januar) übliche allgemeine Veflag»
Gaustraßensammlung im Lahre 1942.
Am Samstag, 17„ und Sonntag, 18. Ianuar, findet die diesjährige Gauftraßenfammlung statt, 3m Hinblick auf die gewaltigen Leistungen unserer Soldaten im Osten, die trotz Schnee und Kälte allen widerstand zu brechen wissen, wird die Heimat erneut ihre Opferbereitschaft unter Beweis stellen. Nach Abschluß der Wintersachensammlung, die einen ungeahnten Erfolg gehabt hat, wollen wir auch bei den geldlichen Opfern in keiner weise zurückslehen. Bei der Gaustrahensammlung am 17. und IS. Januar soll sich die Solidarität des gesamten deut- schen Volkes erweisen. Darum spende jeder, was in seinen Kräften stehlt
Lustkämpfe wie noch nie
Bilder aus der neuen Wochenschau.
Turenne zerstörte das Schloß.
Das Auerbacher Schloß bei der Gaustraßenfammlung für das Knegs-WHW.
Helene Fehdmer zum Gedächtnis.
Am 18. Januar 1872 wurde in Königsberg kchauspielerin Helene F e h d m e r geboren. Durch ihre 35jährige Tätigkeit an Berliner Buhnen und durch zahlreiche Gastspiele im Reich ist sie weithin bekannt geworden. Rollen wie die Generil im „Lear", die Hermione im „Wintermärchen", die Frau John in Hauptmanns „Ratten" deuten Umfang und Spannweite ihres Gestaltungsvermögens an. Friedrich K a y ß l e r hat seiner 1*39 verstorbenen Lebensgefährtin zu ihrem 70. Geburtstage ein Erinnerungsbuch gewidmet: Helene Fehdmer zum Gedächtnis", das in Kürze bei Rütten und Löning
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Oie Sonnenkrast steigt.
Der kürzeste Tag des Winters ist inzwischen schon eine Reihe von Tagen.vorüber. Wenn wir aus dem Kalender die Sonnenaufgangs- und untergangs- zeiten nachprüfen, so stellen wir jetzt eine zunächst langsame, gegen Ende des Monats aber sich schneller steigernde Zunahme der Sonnenscheindauer und damit der Tageslänge fest. Um die Mitte des Monats ist es im Durchschnitt schon 8/< Stunden länger hell als es zu Weihnachten mar, und am Ende des Monats steigert sich die Dauer der Tageshelle um 1V< Stunden gegenüber den kürzesten Tagen bzw. die Zeit um Weihnachten. Mit dieser Vermehrung der Sonnenscheindauer und Tageshelle ist natürlich auch eine Verstärkung der Sonnenkraft und der Einstrahlung der .Wärme auf unsere gemäßigte Zone verbunden. In den Temperaturwerten des Januar •— sofern nicht ungewöhnlich günstige meteorologische Verhältnisse bestehen — macht sich diese vermehrte Sonnenkraft allerdings noch nicht geltend. Erst im Februar kann man in normalen Wintern feststellen, daß die Wärmkraft der Sonne die nächtliche Erkaltung und den Gesamtwärmeverlust der Vorwochen wieder übertrifft, denn ab Ende Januar/ Februardegiün zeigen die Durchschnittswerte unserer Temperaturen ein langsames Steigen.
Mit dem Januar endet auch die dunkelste Zeit des Jahres. Nicht nur der Umstand, daß der Nachthimmel des Januar eine Hochkonjunktur an hellen Sterben aufweist, macht die Januarnächte im allgemeinen erträglicher (auch wenn keine Mondscheinwirkung besteht), sondern auch Schneedecken steigern, sofern sie vorhanden sind, den Helligkeitsgrad. Richtige pechschwarze Nacht ist allerdings dann noch im Januar zu erwarten, wenn bei fehlendem Mondschein (auch hinter den Wolken) und bei stark bewölktem Himmel Regen fällt. In diesem Falle bleibt nicht nur der Sternenglanz vollkommen aus, sondern auch der nasse Erdboden wirkt tiefschwarz und läßt alle Konturen verschwinden. Selbstverständlich ergeben sich bei Nebel ohne Mondscheinwirkung die gleichen Folgen.
Im ganzen ist der Januar der Wintermonat, wie er im Buche steht, wenn auch je nach dem Eha- rakter des Winters große Unterschiede bestehem können. Der Bauer wünscht sich vom Januar im allgemeinen Schnee und Frost, damit eine Feuchtigkeitsreserve für den Frühling und Sommer entsteht und das Ungeziefer vernichtet wird, aber es genügt ihm auch schon ein regenreicher Januar, da dieser den Grundwasf erstand ähnlich hebt wie eine Schneelage beim nachherigen Tauen.
Urlaub für ausländische Arbeiter.
NSG. Die Gauwaltung Hessen-Nassau der DAF. teilt mit: Alle Betriebe (Firmen), die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen (ausgenommen sind ausländische landwirtschaftliche Arbeiter), haben für das Jahr 1942 neu erstelltes Unterlagsmaterial (Vordrucke usw.) für die Belegung von Arbeiter- sonderzügen bei Urlaubsfahrten bzw. Rückbeförderungen bei der Deutschen Arbeitsfront, Gauwaltung Hessen-Nassau, Transportstab, Frankfurt am Main, Bürgerstr. 69, anzufordern. Ausländische gewerbliche Arbeitskräfte dürfen in Zukunft nur mit Sonderzügen befördert werden. Die Benutzung von Regelzügsn kann nur in Ausnahmefällen erfolgen. Es Vird besonders darauf hingewiesen, daß
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der Bolksbitdungsarbeit.
Eine Tagung der „kraft-durch-Freude"-Sreiswarte.
NSG. In einer Tagung der „Kraft-durch-Freude"- Kreiswarte sprach der komm. Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter E ck, über die Bedeutung der Volksbildungsarbeit. Er betonte vor allem die große Wichtigkeit der Vorträge zur Vertiefung der Allgemeinbildung sowie dis systematische Arbeit, die in ihren Arbeitsgemeinschaften geleistet werden muß. Als ebenso wesentlich stellte er ferner die Kulturfilmarbeit heraus wie auch die Notwendigkeit, die Kräfte in den Kreisen noch weiter zu aktivieren. Als sehr ergebnisreich erwies sich eine Aussprache darüber, welche Vorträge vor allem das Land hören will.
Ueber die Dorfbucharbeit sprach Ortsgruppenleiter Link. Kreisfilmstellenleiter S ch e u r i ch gab einen interessanten Einblick in die Kulturfilmarbeit in Frankfurt, die vom Deutschen Dolksbildungswerk geleistet wird. Der Kreiswart der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Kreise Wetterau, Schemel, sprach als Beauftragter für die Volkstumsarbeit und ihr weitgespanntes Aufgabengebiet.
Oer Wohnungsschlüssel während der Reile '
Der Reichsluftfahrtminister und Ob^befehlshaber der Luftwaffe hat zu der Frage Stellung genommen, ob ein Mieter im Hinblick auf etwa eintretende Luftangriffsfchäden verpflichtet ist. bei längerer Abwesenheit seine Wohnungsschlüsseln in erreichbarer Nähe zu halten. Es wird zwar zur Der- Meldung von Nachteilen verschiedener Art, wie z. B. Versagung einer Entschädiguna by Kriegssachschäden wegen mitwirkenden Verschuldens, vom Mieter verlangt werden müssen, daß er bei längerer Abwesenheit seinen Wohnungsschlüssel in erreichbarer Nähe hinterläßt. Eine Vorschrift, nach der der Schlüssel einer bestimmten Person, wie z. B dem Luftschutzwart, ausgehändigt werden muß, gibt es jedoch im Luftfchutzrecht nicht. Es ist auch nicht beabsichtigt, eine gesetzliche Pflicht dieser Art zu schaffen, da bei einem Zwang zur'Ueber- lassung der Wohnungsschlüssel an eine bestimmte Person das Reich die Haftung für die gewissenhafte und redliche Verwahrung der Schlüssel zu tragen hätte. Eine derartige Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Es muß daher jedem Wohnungsinhaber überlassen bleiben, unter eigener Verantwortung die Schlüssel einer in der Nähe wohnenden Person anzuvertrauen. Diese Maßnahme zieht irgendwelche Nachteile des Eigentümers bei der Entschädigung von Luftangriffen nicht nach sich.
Erleichterte Zulassung zurMeisterprüfungfürKriegsleUnehmer
Die den fachlichen Vorschriften für die Meisterprüfungen im Handwerk zugrunde liegenden Anforderungen stellen das Mindestziel der handwerklichen Berufserziehung dar. Die besonderen Verhältnisse der zum Kriegsdienst eingezogenen Gesellen verlangen aber eine Ausnahmeregelung, um ihnen trotz mehrjährigen Wehr- und Kriegsdienstes besondere Nachteile zu ersparen. Eine Bevorzugung darf sich allerdings nicht auf die Prüfungsanforderungen erstrecken, da damit den Kriegsteilnehmern selbst nicht gedient wäre. Dagegen können die Zulassungsbedingungen erleichtert werden. Der Reichs- Handwerksmeister hat deshalb angeordnet, daß Kriegsteilnehmer zur Meisterprüfung zugelassen werden können, wenn sie mindestens drei Jahre aktiben Wehrdienst, davon mindestens ein Jayr während des Krieges, abgeleistet haben, wenn sie eine Gesellenzeit von mindestens zwei Jahren nachweisen und an einem anerkannten Meistervorbereitungskursus von mindestens 150 Stunden teil, genommen haben. Soweit Kriegsteilnehmer für die Ablegung der Prüfung von der Wehrmacht beurlaubt werden, kann von dem letzten Erfordernis abgesehen werden. Soweit es .zeitlich möglich ist, soll jedoch der Meistervorbereitungsrursus besucht werden. Die Handwerkskammern haben dafür Sorge zu tragen, daß Kursusgelegenheiten für beurlaubte Kriegsteilnehmer geschaffen werden. Die Prüfungsgebühren für Wehrmachtangehörige wer- den um ein Drittel ermäßigt. Die Handwerkskammern find in begründeten Einzelfällen zu weiteren Ermäßigungen ermächtigt.
Dem Versicherten sein Recht!
Mehr als bisher ist die deutsche Sozialversicherung bestrebt, frei von bürokratischen Hemmungen ihre Aufgabe zu erfüllen und das Recht der Versicherten an die Spitze zu stellen. Neuerdings ist das Reichsversicherungsamt in Erwägung darüber eingetreten, ob nicht bei den Versicherten, bei denen nur einige wenige Beiträge fehlen, auf die Möglichkeit, diese fehlenden Beiträge nachzubringen, von Amts wegen hingewiefen werden könnte. Das Reichsversicherungsamt hat den Rentenversicherungsträgern jetzt ein entsprechendes Verfahren zur Pflicht gemacht. Ergibt sich aus den Akten, daß Beiträge fehlen, die noch nachentrichtet werden können, Iso ist der Versicherte auf diese Möglichkeit hinzu-
von Württemberg, als dieser geachtet war und mit den schwäbischen Städten in Fehde lag, als Zuflucht und Versteck diente, bis Philipp der Großmütige den Herzog wieder in sein Land zurück- führen konnte. 1664 aber brach das Unheil über die schöne Feste herein. Damals lieh der französische General Turenne die Burg zerstören und nieder- brennen, wütend über den tapferen Widerstand der Besatzung. Seitdem ist das Auerbacher Schloß eines der schönsten Ausflugsziele der Bergstraße, von wo man einen unvergleichlichen Rundblick genießen kann.
Wer am kommenden Samstag oder Sonntag eines der hübschen Kunstharzabzeichen der Gau- Straßensammlung oder gar alle miteinander erwirbt, erhält sehr reizvolle Wiedergaben geschichtlicher Zeugen unseres Heimatgaues. Vergesse aber niemand, oaß es gilt, bei der Straßenfammlung am 17. und 18. Januar feine Opferbereitschaft zu beweisen, die den Geschichte machenden Taten unserer Soldaten im Osten würdig sein soll!
Wenn auch die Wintennonate für die große Strategie als eine Art Pause gelten, so zeigt doch die neue Wochenschau, daß der Soldat an der Ostfront keine Wartezeit kennt. Stets ist er in Bereitschaft, auf dem Sprung, den angreifenden Feindkolonnen zu begegen ober zum Gegenstoß auszuholen. So sind die von der H'eimat gesammelten Woll- und Pelzsa.chen ein wahrhaft schönes Geschenk für den Soldaten, der am Tage mehrere Stunden lang Wache steht, der am Flakgeschütz aber bei ber Artillerie Dienst tut. Es ist beglückend, feststellen zu können, daß die ersten Sendungen wärmender Winterkleidung nun schon im Kampfgebiet eingetroffen sind. Wir sehen Soldaten mit neuen Pelzwesten schon auf dem Marsch.
Die Bilder von der Front um Leningrad sind gekennzeichnet durch den trostlosen Eindruck, den das Zerstörrmgswerk der Sowjets nach der Sprengung der Schleusen am Stalin-Kanal hinterlassen hat. Durch die herbe Winterlandschaft wälzt sich die graue Flut eines aufgeregten Stroms.
NSG. Der Wanderer ober Reifende, den der Weg an der Bergstraße vorüberführt, sieht stets mit Bewunderung die alte Burgruine über Auerbach. Das Auerbacher Schloß ist eine der schönsten und weitläufigsten Ruinen der Bergstraße. Sie trägt zwei starke Trutztürme, deren einer im Jahre 1821 plötzlich einstürzte. Es gehen von diesem Schloß viele Sagen durchs Land, namentlich von einer Burgjungfrau, die, in weißem Gewände zur Mittagszeit mit einem Schlüsselbunde gesenkten Hauptes in den Trümmern umherwandelnd, gesehen wird.
Mehr als die Ortssage weiß die Geschichte von dieser Burg zu berichten, wenngleich nicht immer Verbürgtes. Das Schloß soll, wie mitunter behauptet wird, von Karl dem Großen erbaut und wegen ber häufig in jener Gegend damals hausenden Ur- stiere „Urberg" genannt worden sein. Als Eigentum der fränkischen Könige kam es an das Kloster Lorsch und bann an Mainz, von welchem es die Grafen von Katzenelnbogen erhielten. Interessant ist auch, daß das Schloß wahrscheinlich dem Herzog Ulrich
gung unterbleibt in diesem Jahre.
Vorzeitige Zurückzahlung eines Eisernen Sparguthabens.
In einem neuen Erlaß des Reichsfinanzministers, der eine Reihe von Durchführungsanweisungen für das Eiserne Sparen gibt und im Reichssteuerblatt Nr. 2, 1942, veröffentlicht ist, wird in Abschnitt 12 auch die Frage der vorzeitigen Zurückzahlung von Eisernen Sparguthaben behandelt. Der Reichsfinanzminister gibt hierbei eine Reihe von Fällen an, die aber wohl nicht als ein vollständiger Katalog der möglichen Fälle anzusehen ist, sondern nur als eine Aufzählung ber wesentlichen denkbaren Fälle gewertet werden muß.
Als Grundsatz für vorzeitige Rückzahlung ist festgelegt, daß ein dringender Notfall vorliegen muß. Als Beispiel für einen dringenden Notfall werden benannt, daß einem Eisernen Sparer durch die Geburt eines Kindes, durch Verheiratung eines Kindes, durch Todesfall oder Krankheitsfall in ber Familie, durch Umzug, Luftbefchädigung oder durch einen ähnsichen Anlaß so hohe Kosten erwachsen, daß ihm ihre Zahlung aus dem laufenden Arbeitslohn ober aus anderen Mitteln (z. B. gewöhnliche Sparguthaben, Geburtsbeihilfen, Notstandsunterstützungen ober ähnliche Zuwendungen) nicht zugemutet werden kann. Für die Hinterbliebenen kann auch ber Tob des Eisernen Sparers evtl, ein dringender Notfall fein. Dem Antrag einer Arbeitnehmerin, die aus Anlaß -ihrer Verheiratung ihr Eisernes Sparguthaben ganz ober zum Teil ab= heben möchte, ist regelmäßig zu entsprechen, wenn eine Bescheinigung über das bestellte Aufgebot vorgelegt wird. Zum Schluß wird noch einmal wiederholt, daß die Steuerfreiheit und die Beitragsfreiheit, die für die Eisernen Sparbeträge gewährt worden find, durch die vorzeitige Zurückzahlung nicht hin- fällig werden.
Geplatzte Rohrleitungen.
LPD. Der Aufforderung, freiliegende und der Kälte besonders stark ausgesetzte Rohrleitungen vor dem Einfrieren zu schützen, sind manche Volksgenossen nicht in genügender Weise nachgekommen, so daß bereits zahlreiche Rohre geplatzt sind. In manchen Fällen sind nur Frauen zu Hause, die sich mit dem sachgemäßen Rohrschutz nicht zurecht- finben. Auch in solchen Fällen ist es Pflicht für jedermann, helfend einzugreifen, damit Schäden vermieden, Arbeitskräfte erspart werden und wertvolle Volksgüter erhalten bleiben.
Botschafter von Mackensen übergab das neuge- jschaffene Heim und die Dienststelle der HI. in Rom feiner Bestimmung.
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In dem unter britischem Protektorat stehenden (Emirat Kowait äst die Pest ausgebrochen. Die irakische Regierung hat ihre Grenzen geschlossen, um eine Verschleppung der Seuche in den Irak zu verhindern. Kowait, an der Nordwestküste des Persischen Golfes, hat eine Bodenfläche von etwa 5000 Quadratkilometer und 80 000 meist arabische Einwohner.
Kunst und Wissenschaft.
>ene J/ plan, Reichsmarschall Göring, den Minister a. D. tiäre. N. Hans Fischboeck unter Ernennung zum J staatssekreiär zum Reichskommissar für die Dreis-
unb 2 luitzen. Nhofeit rl ■JIHUZ er ,‘Ut <JIV|UIUUVIU11 jvvnavi. ny VU-
obge, sten Er Übernahm bann die Leitung ber Oester- — - - M m-*!-
mord
liftte.
Ein italienischer General mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
> Berlin, 15. Januar. (DNB.) Der Führer und tyerfte Befehlshaber der Wehrmacht verlieb das Merkreuz des Eisernen Kreuzes dem Divisions- !l?neral Fedele bi Giorgio, Kommandeur der ralienifchen Division Savona. Er hat mit den ihm (üirterfteUten italienischen und deutschen Truppen in »rbildlicher Weise den Stützpunkt bei S o l - ?!um gegen die Angriffe der Engländer zäh vertei- digt. Ihm ist es zu verdanken, daß die Stützpunkt- 0nt trotz des Falles von Bardia und ttotz der » !hwierigsten Dersorgungsverhältniffe bis beute« im Wesentlichen sich behauptet und damit starke Feind- fräfte gebunden hat.
General di Giorgio wurde 1887 in Chivasso (Tu- nn) geboren und begann seine militärische Laufbahn als Leutnant.der Alpini. Er nahm am italienisch- 'irtischen Feldzug 1911—1912 teil, sowie am Felb- M 1915—1918. Er war bann Führer der Militär- mssion in Ecuador, wo er an der Kriegsakademie ii Quito lehrte. Im Kommando der Gebirgsdivision ; 3ulra nahm er an der albanischen Expedition teil und Übernahm im Oktober 1941 das KonAnando ?iber die Division Savona in Libyen. Er ist mit der bronzenen Tapförkeitsmedaille und dem Kriegsver- )kenstkreuz ausgezeichnet, ist Komtur des Ordens ber italienischen Krone und des Kolonialordens, sowie Offizier des Ordens der Heiligen Moritz und Laza- lUs. Vom Führer wurde ihm der Deutsche Adler- irlben mit Stern verliehen.
Kleine politische Nachrichten.
Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident sprach bei der Eröffnung einer Vortragsreihe ber Wirtschaftshochschule Berlin zu dem Thema .Das wirtschaftliche Gesicht des neuen Europa".
j Im unbesetzten Frankreich haben sich in den letz- ten Tagen erneut zahlreiche Freiwillige zum Kamps gegen den Bolschewismus gemeldet. So wurden jetzt in Lyon und Marseille Formationen 6er französischen Legion gebildet, die zunächst nach hrer Sammelstelle, Versailles, abrücken.
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Der italienische Außenminister ^Gras Ciano ist vom ungarischen Reichsverweser ih Prioataudienz empfangen worden. Am Nachmittag veranstalteten ;bie Präsidenten beider Häuser des Reichstages einen Empfang im Kuppelsaal des Parlaments.
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Der portugiesische Staatspräsident (Tarrn o n a, dessen Amtsperiode am 15. April 1942 zu' (Enbe ist, ^aiirb sich am 8. Februar zum dritten Male als Kandidat für die Staatspräsidentschaft aufstellen lassen.
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Die erste deutsche Derwaltungsakademie im fremb= völkischen Raum wurde durch den Generalgouver- wur Reichsmimster Dr. Frank in Krakau eröffnet.


