Montag, 14-Dezember 1442
Gießener Anzeiger
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192. Jahrgang Nr. 294 fridieini lagtich, außer Sonntag- und Feiertag-
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General-Anzeiger für Oberhessen
Die Wirkung des deutschen Ü-Voot-Krieges
Truppen. Ungarische Stoßtrupps zerstörten aus dem Ostufer des Don Kampfanlagen des Feindes. Ge- angene und Deute wurden eingebracht. Deutsche.
„Endlich ist der Krieg da!"
Bon K.G.Sett.
dies sei unmöglich, da einerseits die U-Boot-Gefahr
escheiterteMassenangrisfeandermittterenZront
Die Wehrmachtberichte
Staatschespetain antwortet -emFührer
tioen Entscheidungen auszuweiten. Diese würden vielmehr, wie bisher, von den Achsenmächten bis zum Endsieg erkämpft werden.
Im weiteren Verlauf der Rede ließ des Gauletter dann keinen Zweifel, daß die Zukunft in verstärktem Maße die Bewährung der Volksgemeinschaft verlangen werde. Er behandelte dabei im einzelnen jene Erfordernisse, die von kriegsbedingten Alltagsfiogen an jeden einzelnen Volksgenossen gestellt werden. Mit der Tapferkeit des Herzens, der Sauberkeit der Gesinnung,, mit rast loser Arbeit und uneigennütziger gegenseitiger Hilfe und Rücksichtnahme werde die Heimat auch zukünftig zu ihrem Teil dem Sieg verbunden bleiben. Die Rede des Gauleiters klang aus mit der mahnenden Darstellung der schicksalhaften Bedeutung unseres Freiheitskampfes. Dieser Kampf entscheide über Der- nichtung und Tod oder die nationale und sozialistische Zukunft des Reiches. Dieses Wissen befähige uns zu jeder vom Führer verlangten Kraftanstrengung und helfe ihm, die Freiheit unseres Volkes für immer sicherzustellen.
des In Algerien wurden bei Tag und Rächt bombardlert, Hafenanlagen und vor Anker liegende Schiffe mehrfach getroffen. Lin deutsches U-Boot versenkte vor Oran einen amerikanischen Zerstörer.
Hafenschuhboote und Marineflak schossen an der norwegischen und flandrischen Küste drei britische Flugzeuge, Flakartillerie der Luftwaffe in der ver- gonoene» Nacht über französischem Gebiet ein viermotoriges Flugzeug ob. 3n der Nacht griff ein Kampfstiegerverband den wichtigen Hafen und Schiffsbauvlah Sunderland an. Ls entstanden ausgedehnte Brände; zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt. Bei einem Seegefecht in der Nacht zum 12. Dezember versenkten leichte deutsche See- streitkrSfte i m Kanal einen britischen Zerstörer und schossen ein Schnellboot in vrand.
Bel den Kämpfen südwestlich Kalinin zeichnete sich die 78. Infanteriedivision unter Führung des Ge- neralleutnants Völkers und eine Sturmgeschüh-
-eutschen Schisfsversenkungen aus die bisherige Höchstziffer schnellen ließ.
In dieses Klagelied über die deutschen U-Boote gehört auch die Erklärung des kanadischen Rüstungsministers Howe: „Die seit Beginn des Krieges eingetretenen Verluste der Achsengegner an Handelsschiffsraum stellen eine doppelt f o große Tonnage dar, wie die Ersatzbauten ausmachen." Howe bestätigt damit erneut die bekannte Tatsache, daß die deutschen U-Boote mehr Schiffe auf den Grund des Meeres schicken, als England und die USA. mit ihren Vasallenstaaten nachbauen können In dieses Kapitel gehört weiter, daß der Reuyorker Rundfunk soeben angab, 15 v. H. aller im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes ausgeworfenen Summen seien für die Reparatur von Handelsschiffen auf amerikanischen Wersten ausgegeben worden. Was diese 15 v. H., die die Amerikaner für Schiffswiederherstellungen ihrer Bundesgenosien allein ausgeben, in absoluten Zahlen bedeuten, läßt sich aus den gerade jetzt gemachten Angaben der „New York Times" ausrechnen, daß die USA. zur Zeit zehn Milliarden Dollars oder 25 Milliarden RM. für die Durchführung des Pacht- und Leihprogramms ausgeben. Danach berechnen sich die erwähnten 15 v. H. für Schiffsreparaturen auf 1,5 Milliarden Dollars oder 3,75 Milliarden RM.! Auch darf in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, daß gerade acht Tage vorher, am 4. Dezember, der englische Marineminister sagte, daß an erster Stelle die Sorge über die Gefahren des U-Bootkrieges steht, „deren wir unbedingt Herr werden müssen, wenn Großbritannien nicht doch in seinen Seeverbindungen abgeschnitten werden soll". Angesichts der weit auseinanderliegenden Operationsgebiete drohe sonst „alles zusammenzubrechen".
Die deutschen U-Boote sind es auch, die Englands Hoffnungen auf weihnachtliche Sonderzuteilungen zunichte machen. Der englische Versorgungsminister Lort W o o l t o n hat Tausende an ihn gerichtete Briefe mit der Forderung nach erhöhter Zuteilung für die Weihnachtswoche dahin beantworten müssen,
Das Eichenlaub für Generalleutnant Munoz Grande.
DNS. Aus dem Führerhaoptguartiei, 13. Dez. Der Führer empfing den Kommandeur der spanischen Division Generalleutnant INunoz Grande und verlieh ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Diese hohe Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung für den persönlichen Einsatz und den Heldenmut des spanischen Generals, sondern auch eine Anerkennung für die tapferen spanischen Freiwilligen, die in schweren Angriffs- und Abwehrkampfen Seite an Seite mit ihren deutschen Kameraden im Osten für die Freiheit Europas kämpfen.
rumänische, italienische und ungarische Luftstreitkräfte waren an den Schwerpunkten der Kämpfe zur Unterstützung des Heeres eingesetzt. 3n Luftkämpfen und durch Flakabwehr wurden 37 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt.
Südlich Rschew wiederholte der Feind seine Vurchbruchsversuche. Sämtliche Angriffe brachen zu- ammen. Es wurden wieder 153 Panzer abgeschossen oder vernichtet. Auch an den Frontabschnitten von Toropez und am 3lmensee griff der Gegner vergeblich an.
An der Eyrenaika-Front scheiterten starke britische Angriffe unter sofort einsehenden wuchtigen Gegenstößen deutscher Panzerkräste. Der Hafen von Tobruk, motorisierte Kolonnen des Feindes und ein Flugplatz wurden von Kampfflugzeugen wirksam angegriffen. Versuche des Feindes, das in den letzten Tagen verlorene Gelände in Tunesien wiederzugewinnen, wurden abgewiesen, ein Kampfgruppe anfgerieben und 13 Panzerkampfwagen erbeutet oder vernichtet. Der Hafen von Done wurde in der Rächt erneut bombardiert und dabei ein Handelsschiff von 8000 DRT. in Vrand geworfen. Ein deutsches Unterseeboot versenkte bei Oran einen englischen Zerstörer mit zwei Torpedotreffern.
Feindliche Bomber und 3agdverbände griffen am Tage im Schuh der Wolkendecke einige Orte in Westfrankreich an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Der Feind verlor sieben Flugzeuge, darunter zwei viermotorige Bomber.
Oer Webrmachtbericht vom Sonntag.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 13. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Eine deutsche 3Sgerdivision wies im Gebiet von Tuapse den ganzen Tag über währende Angriffe der Sowjets in erbitterten Rahkämpfen ab. 3m Terek-Gebiet griff der Feind mit starken, von Panzern unterstühten Kräften an. Bisher wurden 14 Panzer abgeschossen. Oertliche An- ariffe der Sowjets im Wolga — Don-Gebiet scheiterten an der Abwehr deutscher und italienischer
Die Zeit steht in unserem Lager.
Gauleiter und NeichSstatthalter Sprenger auf einer Kundgebung in WormS.
nd nordamerikanischen Flotte habe durchführen tssen. Weder die USA. noch England hätten die lufgabe, das Expeditionskorps nach Afrika zu brin- jtn, allein vollbringen können. Und dann hat diese, lenn auch lang vorbereitete, so doch in ihren Fol- __ ... v ,, . .
»n unüberlegte Operation zu einer weiteren Er- größer wäre oenn je, anderfetts viele für den Nah- Hopfung des englisch-nordamerikanischen 'Schiffs- rungsmittelexport herangezogene Schiffe für mtlt- hstandes geführt, die das monatliche Ergebnis der I torische Zwecke eingesetzt werden mußten.
„C’est ma guerre!“, sagte der russische Botschafter Iswolski in Paris mit teuflischem Schmunzeln, als im Sommer 1914 der Weltkrieg begann, an dessen Zustandekommen er so viele Jahre mitgearbeitet hatte. „That’s my war“, hätte mit gleichem Recht Franklin D. Roosevelt am 3. September 1939 sagen können. Als angelsächsischer Pharisäer gebrauchte er diese Worte allerdings nicht, wenigstens nicht in Gegenwart von anderen. Statt dessen, so berichten seine Vertrauten Alsop und Kintner in ihrer Biographie „Amerikanisches Weißbuch", gebrauchte Roosevelt eine geschickter gefaßte, aber ebenso vielsagende Wendung: „lt has come at last“; „Endlich ist es (der Krieg) gekommen! Endlich war das eingetreten, was er seit Jahren vorbereitet und ersehnt hatte; zwar vorerst noch ein Kampf zwischen ein paar Ländern Europas, aber für die Ausweitung zu einem wahren Weltkrieg wollte er schon sorgen.
Er hatte ja lange Jahre diesen Weltkrieg geplant und seit 1938 aktiv an der Durchführung dieser Pläne gearbeitet. 1937 begann seine zweite Amts» periode als Präsident der USA. In den ersten vier Jahren hatte er sich als „Medizinmann" für die inneren Krankheiten des amerikanischen Staatswesens aufgespielt und verschiedene sozialpolitisch« Experimente versucht. Damit schaffte er zwar einen gewaltigen Gewinn von Stimmvieh aus den Reihen der von ihm aufgepäppelten Gewerkschaften, der Landpächter, der Arbeitslosen und der Neger und erzielte dadurch seinen eindrucksvollen Wahlsieg vom November 1936; aber weder brachte er der Volks- wirtschaft die erhoffte Gesundung, noch befriedigt» er die Wünsche der Juden, die in ihren „demokratischen Rechten" durch amateurische, ihren Profit schmälernde Gesetze nicht beengt werden wollten.
In Wirklichkeit war cs Roosevelt auch mit fernen sozialen Reformen nie ernst gewesen. Wenn man seine Wahlreden von 1932 mit denen vergleicht, die er nach der Amtsübernahme von sich gab, so findet man — das haben nicht nur wir, sondern auch prominente amerikanische Fachleute festgestellt und schriftlich niedergelegt — ein unerhörtes Durchem« ander von wirtschafts- und staatspolitischen Schlagwörtern. Wenn man von den Reden ganz absieht und nur das prüft, was er in den Jahren 1933 bis 1936 an konkreten Maßnahmen zur Beseitigung der USA.-Krise vorschlug oder eigenmächtig durchfuhrte, so ergibt sich noch viel klarer, daß dieser Mann g a r k e i n I n t e r e s s e an der Behebung der Not und der Sorgen seiner Mitmenschen hatte, sondern stets nur darauf aus war, jeweils das zu tun oder wenigstens zu sagen, was ihm möglichst viels Wahl st Immen einbringen würde.
1937 aber, als er durch phantastische Versprechun»
Gegner ab. , , .. 4=.AW
Nach Zuführung neuer «täfle traten die Sora- fe gestern südlich Richen, zu einem neuen Mannriff -Men die deutsche Front an. Durch an- grroöhnlid) starken 3nfanferie- und Vanjereiniaf; buchten sie. die deutsche Front ,u »urd^reAem Unter schwersten Verlusten brachen die «ngriss »lammen. Durch Heer und Luftwaffe wu be1.0 Mdliche Panzerkampswagen vernichtet. 127 aue _
Berlin, 13, Dez. (DNB.) Die Bolschewisten itzten ihre vergeblichen Durchbruchsoersuche südlich sschew nach starker Feuervorberettung durch Ar- Stier ie und Salvengeschütze fort. Infanterie rannte fit starker Panzerunterstützung in dicht aufeinander flgenden Wellen gegen die deutschen Stellungen tt. Arn zusammengefaßten Abwehrfeuer unserer Kaffen zerschellten jedoch alle feindlichen Angriffe, trotzdem versuchten die Bolschewisten durch S) er« Inführung immer neuer Panzerver- fände doch wenigstens einen Teilerfolg zu ergingen, aber die wenigen feindlichen Truppen, im en es gelungen war, sich an einzelnen Punkten östzusetzen, wurden in sofortigen Gegenstößen zu - lückgeschlagen. Zahlreiche bolschewistische Jn- {interiebataiUone wurden aufgerieben, 323 zerschos- sme Panzer blieben vor den deutschen Stellungen legen. Nur durch aufopferungsvollen Einsatz eines jtben einzelnen unserer Soldaten war es möglich, totz dieses verzweifelten bolschwestischen Massenein- sches die Hauptkampflinie zu halten. ,
Südwestlich Kalinin brach am Freitag nach einstündigem schweren Trommelfeuer der Jn- jriff frisch herangeführt er feindlicher Kräfte von teuem los. Die Bolschewisten versuchten, unter Aus- Mtzung des unstchtigen Wetters durch Masseneinsatz ton Infanterie- und Panzerkräften die deutsche »rvnt zu durchbrechen. Württembergische Grenadiere
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Sonntagabend im Wormser Festspielhaus vor mehreren tausend Volksgenossen über die siegverbürgenden Grundlagen unseres Freiheitskampfes. Mit Interesse und Zustimmung verfolgten die Zuhörer die Ausführungen des Gauleiters, mit welchen er zu Beginn seiner Rede den Kampf des Führers um die Macht und die Aufbauerfolge des Nationalsozialismus als die sieghaften Fundamente unseres Freiheitskampfes darstellte. Eingehend behandelte er dann die durch die Waffenerfolge der Front gewonnenen Trümpfe unserer Kriegführung. Die von uns eroberten Nahrungsmittel- und Rohstoffbasen, so führte er hierzu aus, hätten die Blockadewaffe des Feindes für immer wirkungslos gemacht und damit die Zeit, den einzigen entscheidenden Verbündeten unserer Gegner, in unser Lager geführt. Gewiß werde der Sieg noch harte Opfer fordern, auch Rückschläge werden bei der Ausdehnung unserer Front unvermeidbar sein, — eine unverrückbare Tatsache sei es jedoch, daß es den Gegnern niemals gelingen werde, irgendwelche erzielten Teilerfolge zu opera-
Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.
DNS.Aus dem F ü h r er h a u p t q u a t li«:t, 11 De). Das Oberkommando der wehrmach! gibt MMf:
Drulsche, ilalienifche und rumänische Truppen triefen, durch Luflwasfenverbände unterstützt, t m iidtichen Abschnitt der Oft front mef)r- llidie feindliche Angriffe mit Verlusten für den
Berlin, 12. Dez. (DNB.) Roosevelt gab einen ericht ab über die Pacht- und Leihhilfe, der allen inen Zahlenbluffs zum Trotz einen großartigen eweis für die Wirksamkeit des U-Bootkriegs der ceierpaktmächte darstellt. „Nur durch eine gewal- ze Steigerung unserer Produktion , so meinte ooseoelt, „können wir die überwältigende lieber» acht über die Achsenmächte erreichen, die zur Er- naung des Sieges notwendig ist." Dabei muß er ibft bekennen, daß die Hauptverbündeten der USA. -reits das Höchstmaß ihrer Kriegsrüstung erreicht ßben. 40 v. H. der Ausfuhr feien nach England, p v. H. in den Mittleren und Femen Osten und t v. H. nach der Sowjetunion „g e s a n d t" worin. 216er die Transportschwierigkeiten seien „außer- Irbentlicf) groß" aewesen. „Die Geleitzüge mußten Rr Nazi-Luftwaffe, den Ueberwasser- und Unter» Uasserstr entkräften einen schweren Zoll entrich- Ki und nicht olle diese Geleitzüge sind ange- Kmmen." Roosevelt gab zu, daß die Menge des Kriegsmaterials, das man bis jetzt nach Mschungking-China transportieren konnte, »ring war. Seit dem Verlust Burmas sei der Trans- Irrt auf bem Luftwege von Indien über das »Himalaja-Gebirge durchgefuhrt worden. Die Ver- Brgung der Truppen in Aegypten müsse über Kl 000 Meilen rund um das Kap der Guten Hoff- jiinig herangebracht werden, und selbst wenn man Kn den USA. aus einen Bomber oder ein Irans» Krtflugzeug mit dringend benötigtem Material lyicke, müsse dieses einen Weg von 9000 Meilen Ker den Atlantik und über Dschungel und Wüsten Kftikas zurücklegen. Demegenüber seien die Der- ■rgungslinien der Achse nur wenige hundert Mei- Itn lang.
I So kommt Roosevelt zu dem Geständnis, daß Ijch der lieberfall auf Französisch-Nordafrika nur Iils kombinierte Operation der englischen
ich mich mit ihm über einige Fragen unterhalten konnte.
Von Ihren persönlichen Vorschlägen, Herr Reichskanzler, die Sie mir am Schluß Ihres letzten Briefes hinsichllich Ihres Entschlusses, mit Frank» reich zusammenzuarbeiten und ihm zu helfen, sein Kolonialreich wiederzuerobern, machten, war ich sehr beeindruckt. Die französische Regierung wird ihrerseits in aller Loyalität eine Politik verfolgen, die es ihr gestattet, die Zukunft des Landes in einem reorganisierten Europa zu sichern.
Als ich mich deshalb weigerte, franMschen Boden zu verlassen und Sie um Waffenstillstandsbedingungen bat, fjabe ich dem französischen Volk ein größeres Unglück ersparen wollen, indem ich davon ausging, daß eine ehrenhafte Verständigung zwischen unseren beiden Völkern nicht unmöglich sei. Eine solche Politik, die dem Interesse Frankreichs und dem der europäischen Völker entspricht, kann natürlich nur unter einer Regierung Früchte tragen, die sich ihre volle Handlungsfreiheit bewahrt hat, wie Sie es auch in ihrer Botschaft an das französische Volk vom 11. November selbst garantiert haben.
Bei der Erweiterung der Vollmachten für Regierungschef Laval habe ich meinen Willen bekundet, daß sich zwischen unseren beiden Völkern gegenseitige vertrauensvolle Beziehungen für eine Politik der Verständigung bilden mögen, und ich rechne, Herr Reichskan.zler, auf Ihren Derstandigungsgeist, um die Durchführung zu erleichtern.
Wollen Sie, Herr Reichskanzler, den Ausdruck meiner hohen persönlichen Wertschätzung entgegen = nehmen. Philippe Pätain.
fingen den mit großer Uebermacht geführten Stoß des Feindes auf und gingen zu orttichen Gegenangriffen über. Bis zum Nachmittag hatten die Württenrberger bereits 86 bolschewistische Panzer- tampfmagen" vernichtet. Im Nachbarabschnitt schlu- gen bayerische Regimenter ebenfalls alle feindlichen Angriffe zurück. 2luch sie schossen zahlreiche Panter ab. Die harten und erbitterten Kämpfe dauerten bis tief in die Nacht. Sie endeten mit dem Zusammenbruch des ganzen feindlichen Angriffs. Die Trümmer von 170 zerschossenen bolschewistischen Panzern blieben rauchend im Gelände liegen. Im Abschnitt der von Generalleutnant Volkers geführten Infanterie-Division wurden allein 127 Panzer vernichtet, davon 24 durch eine zugeteilte Sturmgeschützabteilung. Auch Flakkampftrupps griffen wieder wirksam in die Abwehrkämpfe ein. Die an anderer Stelle des mittleren Frontabschnittes zwischen drei Flüssen eingekesselte bolschewistische Stoß- gruppe versuchte durch verzweifelte Gegenstöße den würgenden Druck der deutschen Truppen zu lockern. Alle Ausbruchs- und Entsetzungsversuche des Feindes wurden abgewiesen und der Kessel durch andere Panzerformationen weiter verengt. Außer zahlreichen Gefangenen, unter denen sich der gesamte Stab einer motorisierten Sowjetbrigade befindet, verlor der Feind zahlreiche Geschütze und 36 Panzer.
Vichy, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) Auf den Brief, den d e r F ü h r e r am 26. November an den französischen Staatschef gerichtet hatte, sandte Marschall PStain folgendes Antwortschreiben:
„Herr Reichskanzler, in seinem Unglück hatte Frankreich für feine Armee, seine Flotte und seine Luftwaffe em Gefühl der Anhänglichkeit bewahrt, das sich auf den nult» torischen Ueberlieferungen seiner Geschichte gründete. Durch die Belassung bestimmter Einheiten dieser Armee im Rahmen der Waffenstillstandsbedingungen haben Sie Ihr Verständnis für den Wert solcher Empfiiidungen zum Ausdruck gebracht, die das deutsche Volk zu würdigen we'H.
Der angelsächsische Angriff auf Franzosisch-Afrika und der Verrat einiger Chefs haben Sie dazu veranlaßt, Maßnahmen wie die Besetzung der Grenzen, die Besetzung der Mittelmeerküste und die De- mobilifierung der französischen Streitkräfte durchzuführen. Ich kann nichts anderes tun, als mich vor diesen Entscheidungen zu beugen, die im ganzen Lande ein schmerzliches Echo gefunden haben. Sie werden es gerechterweise unannehmbar finden, daß ein Staat auf die Dauer gesehen ohne eine disziplinierte Armee eriftieren Fann. Ich betrachte es deswegen als erste Pflicht, eine neue Armee zu schaffen, ine in der Lage ist, die Sicherheit Frankreichs und seines Imperiums zu schützen. Ich habe Generalfeldmarschall v. Rundstedt, der von Ihnen beauftragt ist, alle Entscheidungen zu treffen und alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, die die deutsche Aktion betreffen, gebeten, mich zu besuchen, damit
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in Abschnitt einer 3nfanleriedivision. Weitere 36 U?er verlor brr Frlnb ,Üd östli ch ° Pe;, wo dir eigenen Angriffe günstig ’ori!<^''7n Ute eingefchlostrnen feindlichen Dimstouru wurden Ml aller Lnllaflungsverfnche auf engem Reu Mammengebrängf. Südlich b es 3 Im buchen wiederholte feindliche ^°9nffe 5«
Zu der Lyrenaika wurde ein Rorstotz M kicher Panzer abgewiesen. Bei einem Sing ft M»et Jagdflieger wurden durch brunche Zag - Lakabwebr acht Fluggruge abgelchosieu. In Tu Mn fehlen die deut,ch-il-lienifcheu Truppen >h »"griffe fort. (Ein vorn ®egner "Et,rii,'a b. leüdentepf südlich »es JHebietbaM ichnitlr wurde gestürmt und feine Resatzung «illig aufgerieben. Die Rachschubhasen »es jein


