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Nr. 86 Zweites Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Dienstag,April M2

Aus dem Reiche der Krau.

Hausputz muß fein.

Früher war bei den meisten Hausfrauen das Großreinemachen" eine aufregende Sache. 'Das Wirtschaften machte überhaupt keinen Spaß, wenn die Wohnung nicht im Glanze spiegelnd gebohner­ter Fußböden, frisch aewaschener Gardinen und einiger notwendiger Neuanschaffungen erstrahlte. Tagelang wurden Mann und Kinder mancher Un­bequemlichkeit ausgesetzt und damit getröstet, daß die Wohnung nach dem Putz noch einmal so frisch und gemütlich sei.

Jetzt denkt die Hausfrau anders darüber: Woher die Zeit für das zusätzliche Aufräumen und Reine­machen nehmen? Man hat täglich alle Hände voll zu tun. Neben der Beanspruchung durch den Beruf sind gerade noch die lausenden Arbeiten, zu bewäl­tigen. Wie mit den Waschmitteln auskommen bei einer besonderen Gardinenwäsche? Wann und wo­mit scheuern, putzen und bohnern? Sicher fragt sich manche Hausfrau auch: für wen? Der Mann ist doch nicht da! Nach diesen Ueberlegungen könnte sie beinahe zu dem Ergebnis kommen: Diesmal keinen Hausputz!

Einiges scheint gegen den Hausputz zu sprechen aber vieles spricht für ihn. Man darf den Hausputz nicht nur vom hauswirtschaftlichen Standpunkt aus betrachten. Er erhält Sinn und Berechtigung auch in der E r h a l t u n g der Sachwerte. In Mö­beln, in allem Hausrat und Hausgerät stecken per­sönliche Vermögenswerte von den Gefühlswerten ganz abgesehen. Außerdem hat ein gründliches Saubermachen im Frühjahr auch gesundheit­liche und hygienische Vorteile. Wenn die Heizperiode aufgehört hat, muß die ganze Woh­nung einmal gründlich durchlüftet werden. Auch bei sorgfältiger täglicher Wohnungspflege setzt sich Staub in vielen Winkeln fest, der im Frühjahr be­seitigt werden sollte. Gleichzeitig wird durch das gründliche Reinigen von Teppichen und Polster­möbeln, durch das Aufräumen und Auslüsten > der Kleiderschränke und durch das Fortlegen der Win­tersachen der Kampf mit den Motte.n auf­genommen.

Gute Zeiteinteilung ist im Grunde alles, denn die Putzarbeit soll keine dauernde Last sein. Ein gründlicher Hausputz wird am besten im An­schluß an eine Wäsche vorgenommen. Restliche Waschlauge vor allem von Feinwaschpulver eignet sich gut zum Abreiben von lasierten, gestriche­nen und lackierten Möbeln, Türen, Fensterbrettern usw. Auch lauwarmes Wasser mit einem Zusatz von etwas Salmiakgeist tut gute Dienste. In jedem Falle muß sorgfältig mit klarem Wasser nachge­spült werden. Für besonders schmutzige Stellen an hellen Türen und lackierten Möbeln benutzt man einen Brei aus Schlemmkreide. Zum Scheuern von rohgearbeiteten Holzmöbeln läßt sich Fluß- oder Seesand verwenden. Bei polierten Möbeln beschränkt man sich jetzt besser auf gründliches Entfernen des Staubes und das Nachreiben mit weichen, trockenen Tüchern. Linoleumfußböden werden feucht auige- wischt oder bei starker Verschmutzung mit einer übriggebliebenen ' Waschlauge behandelt und mit klarem Wasser nachgewischt.

Es muß natürlich jeder Hausfrau überlassen blei­ben, wieviel Zeit sie sich für ihre Wohnung zum Putzen und^ Aufräumen nehmen kann. Ein einheit­licher Arbeitsplan läßt sich dafür nicht aufstellen. Wer seine Wohnung regelmäßig pflegt und in Ord­nung hält, wird mit den hier angegebenen Vor­schlägen der Frühjahrsreiniqung auskommen und braucht nicht die ganze Wohnung auf den Kopi zu stellen. Jede Hausfrau weiß selbst, was sie in ihrer Wohnung vordringlich reiniaen muß und wie fi? ihre Zeit dafür verwendet. Eine saubere und auf­geräumte Wohnung kommt nicht nur dem Allge­meinwohl der Familie und der Werterhaltung, son­der auch der eigenen Arbeitsentlastung ruaute.

Dr. E. H.

Fachgemäße Gardinenwäsche.

Zum Großreinemachen im Frühjahr gehört, die Gardinenwäsche, die besondere Beachtung erheischt, da es sich um kostbare, empfindliche Gewebe han­delt, die im Laufe bei* Zeit durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen mürbe wurden. Nach dem vor­sichtigen Abnehmen befreit man sie von rostenden Gegenständen, wie Stecknadeln, Ringen usw. Damit Falten nach der Wäsche leicht wieder an den alten Platz gebracht werden können, heftet man diese am uyteren Rande fest, achtet jedoch darauf, daß beim Waschen der Heftfaden nicht reißt. Schäden werden vor -dem Waschen ausgebesserti In kaltem, ent­härtetem Wasser weicht man über Nacht ein, nimmt den Stoff am nächsten Morgen heraus, um ihn noch zwei- bis dreimal vorsichtig durch sauberes kaltes Wasser zu ziehen. Sämtlicher Staub muß vor der eigentlichen Wäsche gelöst, am besten bereits ent­fernt sein. Dann folgt die Wäsche in heißem Seifen­wasser, die eigentlich nur ein behutsames Hin- und Herschwenken und Ausdrücken sein darf. Man wie­derholt diese Tätigkeit, bis das Waschwasser sauber ist und spült dann oftmals in lauwarmem ent­härtetem Wasser nach. Zur Gardinenbehandlunq braucht man zwar keine Kraftavstrenqung, dafür ober um so mehr Wasser, wenn das Gewebe nicht verschleimt oussehen soll.

Das Stärken erfordert Sorgfalt. Einfache Vor­hänge vertragen mehr Stärke als solche mit Stickerei oder Fileteinsätzen, denn bei letzteren wirkt viel Stärke unschön und verklebt das Muster. Alte Vor­hänge, die nicht mehr blütenweiß werden wollen, färbt man auf. Man benutzt dazu handelsübliche

Gardinenfarbe, deren Gebrauchsanweisung genau zu beachten ist. Man benutze stets eine Stoffprobe, ehe man färbt und bedenke, daß man die richtige Farbe erst nach dem gänzlichen Trockensein be­urteilen kann. Scheibengardinen, die am gleichen Fenster hängen sollen, müssen gleichzeitig in die Farbbrühe getaucht werden.

Man windet Gardinen nicht aus, sondern läßt sie abtropfen und hängt sie vorsichtig auf die Leine, damit sie nicht zipflig werden. Der noch feuchte Stoff wird in ein sauberes Tuch eingewickelt, um eine gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit zu er­reichen. Das Spannen ist bei geraden Vorhängen nicht notwendig- man vermeidet es schon, da es den Stoff unnütz angreift. Am besten bügelt man auf einem großen Küchentisch, wobei eine weiche dicke Unterlage notwendig ist, die das Muster durch Bügeln von links gut zur Geltung bringt. Starke

Muster müssen vollkommen trockengebügelt werden. Um gutsitzende Fensterbekleidungen zu erhalten, muß man beim Auslegen auf den Bügeltisch darauf achten, daß der Vorhang fadengerade liegt. Falten, die vor dem Waschen eingeheftet wurden, bügelt man wie folgt: Man steckt jede Falte am Heftfaden auf dem Tisch fest, spannt den Stoff leicht nach der entgegengesetzten Seite, so daß sich die Faltenlage bemerkbar macht und streicht leise mit dem Bügel­eisen darüber hin, bis die eingeplätteten Falten gänzlich getrocknet sind. Das Legen fertiger Vor­hänge auf Stühle und andere Möbelstücke macht sie zipflig, läßt sie den guten Sitz verlieren, weshalb man sofort jedes frischgebügelte Stück aufhängen soll. Es genügt dazu ein provisorisches Anmachen, bis alles fertig ist, jedoch ist für guten Sitz das so­fortige Aufhängen des feuchten warmen Stoffes un­erläßlich. H. v. L.

as sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

Zwei Trägerröcke aus hellem, festem Material zu einer dunklen Hemdbluse zeigen wir heute.

Der glockig geschnittene Rock links hat große, auf­gesetzte Faltentaschen zu einem etwas blumig ge­haltenen, vorn geköpften Trägerteil.

Der Faltenrock rechts hat zu einem anliegenden Miederteil (mit eingearbeiteten Taschen) und breiten Trägern (mit Schulterteilen) einen schmalen, dunklen Ledergürtel. Er wird seitlich unsichtbar geschlossen.

H.

Rezepte.

Sauerkrautgulasch. 250 g Fleisch, 1 Zwie­bel oder Lauch, 30 g Fett, 500 g Sauerkraut, % Liter saure Milch, Buttermilch oder entrahmte Frisch­milch, 30 g Mehl, Salz. Die geschnittene Zwiebel wird in dem Fett angedünstet, das in Würfel geschnittene Fleisch dazugegeben und angebraten, mit Wasser oder Gemüsebrühe aufsüllen und halbweich schmoren. Dann gibt man das Sauerkraut und die mit Mehl verquirlte Milch dazu und kocht alles zusammen fertig.

P f e f f e r p o t h a st. 250 g Rindfleisch, Zwiebel oder Lauch, Wasser nach Bedarf, Basilikum, Salz, Suppengrün, 1 kg Kartoffeln, 2 saure Gurken. Das Fleisch in kleine Stücke schneiden und mit Gewürzen im Wasser kochen, dann die geschälten, gewürfelten Kartoffeln dazugeben und garkochen. Zum Schluß mit Salz, feingeschnittenen Gurken und den anderen Geschmackszutaten abschmecken.

Grießpudding mit Kräutern: % Liter Milch, Salz, 250 g Grieß, 1 Ei oder Eiaustausch­mittel, 20 g Fött, Zwiebel oder Lauch, 20 g Hefe, 2 Eßlöffel gewiegte Kräuter. Die Milch wird mit dem Salz zum Kochen gebracht. Man läßt den Grieß einlaufen und dick ausquellen. In den noch heißen Brei wird das Eigelb gerührt. Die feingeschnittenen Zwiebel dünstet man in Fett an, gibt die zerbröckelte Hefe dazu und gibt diese Masse sowie die gehackten Kräuter zu dem Grießbei und zieht zuletzt den Ei­

schnee darunter. Die Masse füllt man In eine ge­fettete Puddingform und läßt sie etwa eine Stunde im Wasserbad kochen. Man kann sie auch in einer Auflaufform im Ofen backen.

Grießklöße. 1 Liter Milch, 20 g Fett, Salz, 250 g groben Grieß, 1 Ei oder Eia.:stauschmittel, Salz, 80 gZucker, abgeriebene Zitronenschale, Milch, Fett und Salz bringt man zum Kochen, streut unter Rühren den Grieß hinein und kocht die Masse zu einem Kloß, der sich von Topfrand lösen muß. Dann gibt man die anderen Zutaten darunter. Man formt Klöße, gibt sie in kochendes Salzwasser und läßt sie darin garziehen. Am besten kocht man zuerst einen Probekloß.

Gebratene Grießklößchen. 1 Liter Was­ser, 300 g Grieß, Salz, etwas Fett. Man bringt das Wasser mit dem Fett zum Kochen, läßt den Grieß einlaufen und dick ausquellen. Nach dem Erkalten sticht man Klößchen ab, die man in heißem Fett brät und auf eine gewärmte Platte legt. Dazu gibt man Mischgemüse oder Fruchtsaft oder Kompott.

Grießquarkspeise. V<i Liter Milch wird mit 50 g Zucker und 1 P. Vanillezucker zum Kochen gebracht. Dann rührt man 25 bis 30 g Grieß hinein, kocht gut durch und schlägt dann den Brei mit dem Schneebesen kalt, gibt nach und nach 250 g durch­gerührten Quark dazu und schlägt die Masse, bis sie recht schaumig ist. Man gibt sie über rohes oder gekochtes Obst.

Wie teile ich am vorteilhaftesten ein?

Nach dem altbekannten Sprichwort: ,Hebem das Seine" ist man bemüht, die Warenverteilung gerecht durchzuführen. Die Verteilung geht heute bis in un­sere Haushaltungen hinein. Mit der neuen Zutei­lungsperiode muß diese Aufgabe nun noch ernster, noch genauer genommen werden. Ein General­rezept für einwandfreie Lösung dieser Frage ist schwer zu geben, jeder Haushalt ist anders gelagert, bei allen Ratschlägen bleibt doch das letzte Wort und das entscheidende Verhalten bei der Hausfrau. Jede Hausfrau muß aber das, was unfern Kindern, Jugendlichen, Lang-, Schwer- und Schwerstarbei­tern an Sonderzuteilungen gegeben wird, diesen auch restlos zukommen lassen. Diese Lebensmittel werden ihr zu treuen Händen zur Verwaltung in die Hand gegeben, daß sie damit den im Aufbau be­findlichen Kindlichen und Jugendlichen die nötigen Aufbaustoffe und Mengen zusührt und den schwer­arbeitenden Familienangehörigen die Leistungs­fähigkeit erhält. Zur Erfüllung dieser Aufgabe ge­hört neben der zweckentsprechenden Verwendung dieser Lebensmittel das stete Bemühen, alle Le­bensmittel richtig zuzubereiten und sie nicht durch falsche Kochmethoden zu entwerten. Hierüber wird jeder Hausfrau bereitwilligst Rat und Auskunft in den offenen Beratungsstellen des Deutschen Frauen­werkes und, wo eine solche nicht vorhanden ist, in den Dienststellen der NS.-Frauenschast und des Deutschen Frauenwerkes gegeben.

Für die richtige Einteilung der Lebensmittel wol­len wir einmal mit einem Beispiel praktische An­leitung geben, auf Grund derer jede Hausfrau sich dann ihre Einteilung zusammenstellen kann:

Montag: Morgens: Kaffee, Milch, Vollkorn­brot, Butter, Marmelade (30 g Kaffee-Ersatz,

Liter Milch, 600 g Vollkornbrot, 80 g Butter oder Marmelade): mittags: Sauerampfersuppe, Dampfnudeln, gesüßte Milch oder Obstsaft: abends: Pellkartoffeln, Fleischtunke, Frischkoftsalat (455 g Mehl, 40 g Fett, 50 g Zucker, 125 g Fleisch, 1000 g Kartoffel).

Dienstag: Morgens: sie oben: mittags Pefferpothast, Kompott: abends: Buttermilchluppe, Resteauflauf, Salat, Butterbrot *(90 g Mehl, 200 g Brot, 20 g Fett, 50 g Zucker, 125 g Fleisch, 1250 g Kartoffel, 40 g Butter).

Mittwoch: Morgens: siehe oben; mittags: Ge­füllte Kohlrüben, Kartoffel, Schaufpeife; abends: Tunkenkartoffel, rote Rüben, Brot mit Hefeauf- ftrich (70 g Mehl, 320 g Brot, 60 g Fett, 50 g Zucker, 1875 g Kartone!, 125 g Fleisch).

Donnerstag; Morgens: siehe oben; mittags: Kartoffelgulasch, Gemüse, Karamclflammeri; abends: Grießklöße, Marmeladentunke, Vollkornbrot, pikan­ter Ausstrich (100 g Mehl, 250 g Brot, 45 g Fett, 125 g Zucker, 1000 g Kartoffel, 250 g Grieß, 175 g Fleisch).

Freitag: Morgens: siehe oben; mittaas: Möh- rensuvpe, Schrotklöße, Salat; abends: Backdlech-- kartoffel, Wurlt, Frischkoftsalat (130 g Mebl, 150 g Schrot, 40 g Fett, 125 g Fleisch, 1000 g Kartoffel, 100 g Grieß).

Samstag: Morgens: siehe oben; mittags: Pfäl­zischer Eintopf, Grießllammeri; abends In Milch gebackene Kartoffel, Koblrübenfrischkoft, Käsebrot (200 g Brot, 50 g Fett, 75 g Zucker, 50 g Fleisch, 2000 g Kartoffel, 62 g Käse, 90 g Grieß).

Sonntag: Morgens: siehe oben; mittags: Haschee, Kartoffel, Gemüse, Milchschaum; abends: Bunter Gemüsesalat, Vollkornbrot, Käse, deutscher Tee (70 g Mehl, 250 g Brot, 20 g Fett, 50 g Zucker, 1250 g Kartoffel, 250 g Fleisch, 62 £ Käse).

Es stehen in einer Woche für vier Personen zur Verfügung: 7200 g Brot, 285 g Fett, 1400 g Zucker, 1200 g Fleisch, 500 g Butter, 600 g Nährmittel, 10 kg Kartoffel.

Verbraucht wurden: 6700 g Brot, 275 g Fett, 400 g Zucker, 1000 g Fleisch. 10 kg Kartoffel, 500 g Butter, 125 g Käse, 500 g Nährmittel.

Wir stellen uns Orangeat her.

Gerade in diesen Wochen gelangten Apfelsinen zur Verteilung. Ist nun diese Frucht ein hochwer­tiges, weil stark vitaminhaltiges Nahrungsmittel, so ist es zugleich zu bedauern, daß in den meisten Haushaltungen die Apfelsinenschalen einfach weg- geworfen werden. Und doch find diese die Grund­lage eines wertvollen Backgewürzes, das früher zu nicht geringen Preisen aus dem Auslände bezogen wurde. Die Herstellung von Orangeat ist ganz ein­fach, und tias im Haufe gemachte Orangeat über­trifft an Feinheit des Gewürzes das fabrikmäßig hergestellte. Man zieht die Frucht fo ab, daß die Schale vier Teile ergibt, kocht diese in Wasser fast weich, läßt sie eine Stunde in frischem Wasser aus­wässern und trocknet sie mit einem sauberen Tuche ab. Sodann nimmt man Zucker, und zwar 1 Eß­löffel je Apfelsine, den man nach dem jeder Haus­frau bekannten.Verfahren geläutert klarkochen und abschäumen hat. Diesen geläuterten Zucker gießt man heiß über die Apfelsinenschalen und läßt sie in der Zuckerflüssigkeit 24 Stunden stehen. Am folgenden Tage kocht man diese Mischung von Schalen und Zuckerflüssigkeit dick ein und läßt das so entstehende Orangeat also die kandierten Apfelsinenschalen auf einen Teller ober auf sauberem Papier an der Lust trocknen. Sind sie nun ganz fest und spröde, dann verwahrt man das gewonnene Orangeat in einem verschließbaren oder mit Papier zugebundenen Gefäß aus Glas, Por­zellan ober Steingut. Auf die gleiche Weise kann man eine Art Zitronat gewinnen, das ebenso wie

Warum zankt der Professor?

Denken Sie an das Eierkochen, liebe Frau, sagt der Professor, als er sieht, wie Frau 9C. die Küchenwäsche heiß einweicht. Sehen Sie, in den Küchenhandtüchern ist Fett und eiweiß­haltiger Schmutz. Genau so, wie nun beim Hühnerei das Eiweiß beim Kochen gerinnt, so wird dieser Eiweißschmuh in der Küchenwäsche tdm heißen ELmoaicheri auch fest. Er setzt pH

also in der Wasche fest er brennt ein, wie man sagt. Die Folge davon ist: die ganze Küchenwäsche bekommt ein schmuhiggraues oder braunes Aussehen, wird schließlich hart und brüchig und geht vor der Zeit entzwei.

Das ist der Grund, warum man Wäsche nie» mals heiß einweichen darf. Das Einweich» wasser darf höchstens lauwarm sein. Dafür sollte man die Wäsche aber gründlicher und langer einweichen. Man braucht dann nicht so viel Waschpulver und braucht auch nicht so lanLezuLLchelluudsovLeLzurellreL Das alles

führt dazu, daß die Wäsche letzten Endes längev hält. And wie wichtig das gerade heute ist, wissen wir ja alle, weil wir heute nicht so viel Wäsche anschaffen können nicht wahr?

Haben Sie es auch schon mal, erlebt, daß ent echtfarbiges Wäscheteil im Waschkessek ausge» lausen ist? Die Farbe zieht dann auf dis anderen Teile und ist nicht mehr zu entfernen. Woran liegt das? Es ist Stärke mit in dis Kochlauge gekommen! Weichen Sie deshalb Stärkewäsche besonders gründllH eül, < bestall ELI Manne Qy; HA