Entschlossene Abwehr an der mittleren Front
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Meine politische Nachrichten.
Auf Einladung des Reichsoenvesers und der ungarischen Regierung trifft der italienische Außenminister Graf Ciano am.15.Januar zu einem mehrtägigen Besuch in Ungarn ein.
Am Montag trat der Schwedische Reichstag zue fammen und nahm eine Thronrede König Gustafs entgegen.
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Raumes, zu dem Australien gehört, stand nicht nur das menscyenüberMte und rohstoffhungrige Japan, sondern steht heute die entschlossenste Militärmacht dieses Erdteils, die auch dieses Problem lösen wird!
Das australische Dilemma.
Bon unserem rm.-Berichterstatter.
übrigen als einen „Eckpfeiler", dessen strategischer Wert aber mit der Behauptung Ängapurs steht und fällt. Und wie es um Singapur steht, braucht hier nicht weiter aus-gefuhrt zu werden. Auch mit den Bemühungen Curtins sind die selbstverschuldeten Probleme Australiens nicht zu lösen, denn Australien kann als junger, allen Möglichkeiten offen stehender Kontinent nicht sein Schicksal mit bochkapitaliftischen Ländern verbinden, deren Witt- schastsform und deren politisches System abgewirtschaftet hat. So lange diese schicksalhafte Verknüpfung geopolitischer und imperialistischer Gegebenheiten nicht von den australischen Politikern erkannt wird, bürfte die Enttäuschung, daß das englische Mutterland sich als schutzunfähig gezeigt hat, nicht die letzte sein. Denn im Norden des ostasiatischen
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leuten einst nicht genug über Deutschland spotten konnte, erklärte, vor vier Monaten habe man in England gehofft, 1942 die Rationen wieder etwas heraufsetzen zu können. In den letzten Wochen habe sich jedoch die Lage völlig geändert. Einmal sei durch die Waffentransporte nach dem Nahen Osten (Schiffsraum für Lebensmittelzufuhren verlorenaegangen, vor allem aber seien die Lebensmittellieferungen aus den im Pazifik gelegenen Ländern „recht unsicher" geworden. Infolgedessen sei im neuen Jahr in England statt mit einer Erhöhung der Lebensmittelrationen leider mit einer Herabsetzung zu rechnen. Gleichzeitig berichtete die Zeitung „Financial News", die englische Bevölkerung müsse darauf gefaßt sein, daß bei der nächsten Kleiderkarte die Abgabe aller Textilien verkürzt werde.
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Friedrich Kayßler, ein deutscher Schauspieler.
Bon E.F. M.Aders.
„IRein wie das feinste Gold, Steif wie ein Felsenstein, Ganz lauter wie Kristall Soll dein Gemüte sein."
Angelus Silesius.
Seit jenen lange verschollenen Tagen, da der junge Kayßler Hebbels Gyges spielte, steht er vor uns als der Exponent einer besonderen Gattung des Schauspielertums, die eigentlich so recht erst durch ihn, durch seine Wesensart, in Erschei- rmng und in unser Bewußtsein trat. Es ist die untomödiantische Art, die sich nicht „verstellen" kann; noch mehr, die es verschmäht, dies zu tun. Denn wenn das Wort auch hart und primitiv ist: auf ein „Verstellen" lief, und läuft noch, am Ende bas Komödienspielen hinaus. Der Durckschnitts- schauspieler war nie etwas anderes als ein in seiner Eigenpersönlichkeit wenig ausgeprägter Mensch, der, mit mehr oder weniger Gewandtheit, Geschick und Erfolg, so tat, als sei er jemand anders als er selbst. Da, wo dieses Sichverstellen durch stimmliche, mimische und körperbewegungsmäßige Veränderungen eine fremde Individualität so überzeugend vorzu- täuschen verstand, daß uns dieses Spiel verzauberte, im tieferen ergötzte oder ergriff, wurde das Handwerk zur Kunst. In dem Maße, wie diese Derwandlungsmagie blutmäßig durchdrungen wird von der echten Gefühlskraft einer starken menschlichen Eigenpersönlichkeit und getragen wird durch eine seelenkundige Kenntnis des Lebens und des Leidens, sprechen wir dann von Menschendarstellung.
Mit Friedrich Kayßler trat, wenn auch nicht zu- erst und nicht einmalig, so dach am ausgeprägtesten und eindringlich-beispielhaftesten, eine Art von Schauspieler auf den Plan, die ihr Mimentum allein aus dem Trieb besttitt, die eigene gehaltvolle Persönlichkeit auf der Bühne unverändert herzuleihen für die menschliche Glaubhaftmachung dichterischer Figuren. Wenn auf dem alten Wiener Konservatorium die Eleven der Bühne diagonal einen großen Saal durchschreiten mußten, als König, als Bettler, als Priester, als Tänzer, als Bürger, als Richter, als Verbrecher und in zehn anderen
Oer Leopard von Madukani.
Bon E. W. Strach.
Am Rcmde des Magarafumpfes habe ich mein Jagdzelt aufgeschlagen, um hier noch mein zweites Nashorn zu schießen, das mir auf den großen Jagdschein zusteht. Mein Auto ließ ich in Madukani beim Häuptling Michael zurück und bin nur mit wenigen Trägern zu Fuß bis an den Sumpfgürtel vorgedrungen.
Am zeitigen Morgen des dritten Tages breche ich wieder auf, um die einwechselnden Nashörner noch abzuschneiden, bevor sie wieder in das Labyrinth der Papyrusstauden und Schilfstengel ziehen. Doch nur Kühe und schwächere Bullen kommen mir schußgerecht; ein alter Bulle, wie ich ihn suche, ist nicht dabei.
Müde kehre ich gegen acht Uhr in mein Helt zurück. Schon von weitem sehe ich viel Volk tu meinem kleinen Lager versammelt. Eine Abordnung von Michael ist eingetroffen und berichtet mir, daß ich sofort nach Madukani kommen möchte, da der Leopard, der in den letzten Wochen fast jede Nacht die Ziegen und Schafe der armen Wambugwes weghotte, verfolgt worden sei und sich in einen riesigen Kugelstrauch am Rande der Buschsteppe eingeschoben habe. Der Strauch selber sei im weiten Kreise von Michaels Getreuen umstellt.
Verflogen ist alle Müdigkeit nach der anstrengenden Pirsck, einen Becher voll Kaffee schütte ich hinunter, fülle die Feldflasche, und wenige Minuten später schreite ich mit den Boten durch die sonnendurchglühten Steppen auf Madukani zu. Nach dreistündigem Marsch erreiche ich die armseligen Hütten der Steppenneger.
Bald hinter der Negersiedlung kommt mir schon Mickael entgegen, der den Schlachtplan gegen den räuberischen Leoparden bis dahin selber geleitet hatte. Er versichert mir, daß der Leopard noch in dem einzelnen Kugelstrauch stecke, und ich brauche nur zu kommen, um ihn zu schießen. Don weitem schon sehe ich eine aufgeregte Volksmenge um einen verwachsenen Strauch der Riesenmimose im großen Kreise stehen. Don dem Grundsatz ausgehend, daß die Vorsicht der bessere Teil der Tapferkeit sei, hatten die braven Wambugweleute eine respektvolle Entfernung zwischen den Mittelpunkt und den Rand des Kreises gelegt.
Aus fünfzig Meter vor mir breitet em verwachse-
Berlin, 13. Jan. (DNB.) An der S ü d t ü st e d e r K r i m unternahm am 11. Januar eine kleinere bolschewistische Abteilung im Schutz unsichtigen Wetters einen' erneuten Landungsversuch. Das feindliche Unternehmen scheiterte jedoch an der Wachsamkeit der deutschen Küstenwachen, die die Bolschewisten nach kurzem Kampf überwältigten uckd gefangennahmen. Auch bolschewistische Vorstöße an der Einschließungsfront von Sewastopol wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Im Raum nordostwärts Taganrog kam es zu Späh- und Stoßtruppunternehmen. Während ein sich den deutschen Linien nähernder feindlicher Vorstoß frühzeitig abgewiesen werden konnte, drang ein deutscher Spähtrupp zwischen den sowjetischen Gefechtsvorposten ein und brachte mehrere Gefangene zurück. Ein Stoßtrupp der Waffen-^ sprengte drei Kampfstände in die Luft. Auch im Raume o st - wärks Charkow hatte ein Stoßtruppunter- nehmen gegen einen bolschewistischen Stützpunkt vollen Erfolg. Bei geringen eigenen Verlusten verlor der Feind über 200 Tote und 93 Gefangene. Der Stoßtrupp brachte wertvolle Aufklärungs- ergebnisse mit.
Im mittleren Abschnitt wiesen die deutschen Truppen im Raume ostwärts Orel mehrfach bol- schewisttsche Vorstöße, ine teilweise mit Panzer Unterstützung durchgeführt wurden, erfolgreich ab. Die immer wiederholten Versuche der Bolschewisten, in die deutschen Linien einzudringen, scheiterten an der entschlossenen Abwehr der deutschen Soldaten, die ihre Stellungen trotz eisiger Witterung und st arten feindlichen Feuers hielten. Die Bolschewisten erlitten dabei schwere Verluste. So wurden in dem Abschnitt einer einzigen deutschen Division nach den Abwehrkämpfen des 10. und 11. Januar über 500 gefallene Bolschewisten gezählt. Die deutschen Verluste sind demgegenüber sehr gering. Mit wertvollen Ausklärungsergebnissen kehrten deutsche Spähtrupps in ihre Ausgangsstellungen nordostwärts Drei zurück. Sie waren in der Nacht zum 12.1. über einen vor den deutschen Linien liegenden Fluß vorgestoßen und hatten durch tiefen Schnee und über das ineinander geschobene Eis des Kusses hinweg in den bolschewistischen Linien auf dem jenseitigen Flutzufer Aufträge durch- geführt.
Im Gebiet o st wärts Kursk , 150 km südlich Drei, richteten sich starke bolschewistische Angriffe gegen eine von deutschen Truppen besetzte Ort« schäft. Obwohl der Feind in mehreren Wellen den Drt umfassend angriff, schlugen die deutschen Sol- baten alle gegnerischen Angriffe in harten Einzelkampfen bei einer Kälte von über 25 Grad zurück und vernichteten einen bolsckewistischen Panzer- kampfwagen, während Artillerie eine feindliche Lastkraftwagenkolonne zersprengte. Die Ortschaft blieb fest in deutscher Hand. Am 10. und 11. Januar wurden in diesem Frontabschnitt sieben Panzerkampfwagen, darunter drei 52-Tonner, vernichtet, zwei roeitere schwer beschädigt. Die Bolschewisten verloren bei nur sehr geringen deutschen Verlusten 180 Tote und 10 Gefangene.
Im Raume ostwärts Moshaisk, im Frontabschnitt vor Moskau, gelang am 11. Januar starken Kräften der Bolschewisten ein vorübergehender Einbruch in die deutschen Linien. Ungeachtet des starken Frostes unternahm eine deutsche Division sofort einen heftigen Gegenstoß, unter dessen Wir- kung der Feind das Gelände wieder räumen mußte. Heber 300 gefallene Bolschewisten wurden feftge=
Gestalten, mit jedesmal völlig verändetter (Sangart, so hat Friedrich Kayßler und die um die Jahrhundertwende aufgekommene Gattung von Schauspielern, die er am sinnfälligsten vertritt, noch niemals einen Schritt getan, eine Handbewegung gemacht, eine Miene verzogen und einen Laut von sich gegeben, die anders gewesen wären, als es der eigenen menschlichen Persönlichkeit im realen Leben gemäß war. Und dennoch kam Kayßler, der Künstler, welcher ein ganzer Mensch und ein Dichter ist, auch so ans Ziel der Schauspielerei, die auszuüben es chn trieb: seine dramatischen Gestalten lebten dermaßen aus dem Einsatz seiner seelischen Hingabe, daß es keinerlei „Verstellung" bedurfte. Wir nahmen sie nach Alter, Stand und Wesensart für das hin, was sie sein sollten. Das jeweilige andere Kleid genügte dem Jllusionsbedürfnis. Alles übrige tat die geistige Ausstrahlung des künstlerischen Menschen.
Ein Menschenalter lang haben wir so Kayßler In hundert Gestalten gesehen, auf der Bühne und im Film; er war nie schwach, matt, sich bloß wiederholend, nie stereotyp und monoton; das charaktervolle, gehaltstarke Menschentum bot sich in einer tief künstlerischen Sensibilität und zugleich in einer Schlichtheit der Herzenswahrhaftigkeit dar, die immer wieder fesselten und überzeugten.
Vielleicht muß man Friedrich Kayßler einmal in seinem alten, unverändert und still die Zeitläufte überdauerndem Heim, weit draußen vor den Toren Berlins erlebt, gesehen und gesprochen haben, um das Geheimnis feiner Wirkung erfühlen zu können. Sein Arbeitszimmer mit dem schlichten, klaren, geradlinigen, zeitlos-gültigen Hausrat, peinlich geordnet, gemahnt an die Goethe-Zeit oder an eines jener Pastorate, die so oft Wiege tiefsten und reinsten deutschen Dichtertums waren. Eine edel-fromme Melodie, gleich einem Spieluhrchoral aus behüteter Kindheit, scheint mit dem zarten Lavendelduft durch diese phrasenloseste aeistesarbeiterliche Stube zu wehen: Abbild der Wesensart Friedrich Kayßlers, des Menschen, des Schauspielers unb Dichters, welche der treueste Spiegel nordgermanischer Seele ist.
In der balladesken Verfilmung des Dramas „Der Strom" von Max Halbe wird Kayßler wiederum in einer seiner erohaften Gestaltungen zu sehen sein. Der Bildstreifen wird, unter der Regie von Günter Rittau und mit Richard Angst an der Kamera, von der Terra-Filmkunst herausgebracht.
(Nachdruck, auch mtt Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Mitte Januar 1942.
Wir werden wohl kaum erfahren, wie Mr. Shurchill auf die Enthüllung Roosevelts rea- grt hat, daß Australien über den Kopf des briti- en Premiers hinweg sich um ein Militärbündnis mit den USA. bemühte. Die Nilpferdnatur eines polittschen Hasardeurs von dem Format Churchills verdaut auch solche Ohrfeigen, aber es gehört nicht viel Phantasie dazu und hätte auch nicht der beschwörenden Angstschreie der „Times bedurft, um zu verstehen, daß man in London die Reden und Taten Australiens seit dem Kriegseintritt Jovans geradezu als einen Erdrutsch empfunden yat, als ein warnendes Menetekel, das auf Den riefelnden Zement aus den brüchigen und morschen Fugen des Empirebaues hinweist.
Die Ablösung des Englandfteundes Menzies durch den jetzigen Ministerpräsidenten Curt in war von Australien aus gesehen ein Schritt in der Erkenntnis, daß Menzies und feine englischen freunde für Werte kämpften, die durch diesen Krieg zweifelhaft geworden waren. Für Australien als Erdteil zwischen den Mächten gesehen, bedeutet et allerdings noch keine Lösung, vor allem nicht bei der heutigen Stellung Japans im Pazifik. Das weiß man in Canberra sehr genau, unk darum auch die Nervosität, die bitteren Anklagen gegen England, die Hilferufe an die Adresse Washingtons und das Beftteben, die an anderen Stellen des Empire wieder einmal wie im Weltkriege Dämpfenden australischen Truppen für die Verteidi- gung des eigenen Landes zurückzubolen.
Daß die Entwicklung gerade in Aufttalien diesen Weg nahm, zeigt in der Tat wie kein zweites Ereignis die Schwäche des britischen Empire, denn man darf nicht vergessen, daß die Englandbegeiste- tung eines Menzies und eines Hughes — der im Reichskriegskabinett von Lloyg George faß und 1919 eine deutsche Iributleiftung von 1000 Milliar- den Mark verlangte! — einer australischen Heber- feeferung treu blieb, die im Weltkrieg dieses „britischste" und reichstreueste Dominion bestimmte, in den Jahren 1914/18 300 000 Mann nach Europa rmd Vorderasien zu schicken, von denen 60 000 auf den Schlachtfeldern blieben. Australien war so sehr tmphretreu, daß es fast für überflüssig hielt, das Statut von Westminster in Kraft zu setzen, mit dem }931 das Mutterland auch förmlich die Selbständig- eit der Dominien anerkannte. Aber diese von Men- flies, Hughes und ihren Freunden so stark betonte Empiretreue bekommt schon ein anderes Gefickt, wenn man weiß, daß ein Viertel der Bevölkerung Australiens — irischer Herkunft ist, vnd daß diese Iren heute das Rückgrat der Arbeiterpartei gegen den britisch gesinnten Imperialismus von Menzies und Genossen bilden. Die — man kann wohl sagen: schicksalhafte Tragik dieses Erdteils liegt darin, daß es vom brittschen Kapitalismus und von der Londoner Finanz in erster Linie als Rohstoffquelle und Jnvestitions- gelegenheit angesehen wurde, während das irische Element bewußt nationale Ziele verfolgt, die allerdings von der Erkenntnis der wirtschaftlichen und wehrpolitischen Abhängigkeit des Landes bestimmt werden.
Bei dieser Konstellation mußte es zwangsläufig zu einer tiefen Krise kommen, die bereits damit begann, daß Churchill ganz nach dem Muster des
Weltkrieges glaubte, diesen von ihm angezettelten Krieg wieder in erster Linie durch den Einsatz von Truppen aus dem Empire gewinnen zu können. Bereits in F ran krich mußten die Australier einen hohen Blutzoll zahlen, der sich noch wesentlich erhöhte, als unter Wavell die .Kritischen" Truppen in Nordafrika und in Grie- ckenland, vor allem bei der Katastrophe auf Kreta, schwer geschlagen wurden. Nimmt man hinzu, daß dieses Land mit rund 7 Millionen Einwohnern auf einem Gebiet von 7,7 Millionen Qua- dratkilometern Rüstungs- und Kriegsausgaben auf* brachte, die im Jahre 1938/39 13,8 Millionen australische Pfund, 1939/40 55,1 Mill. Pfund, 1940/41 186,5 Mill. Pfund betrugen und für 1941/42 auf 250 Mill. Pfund veranschlagt wurden — eine Summe, die sich inzwischen beträchtlich erhöht haben dürfte! —, daß aber auf der anderen Seite sich England infolge des Schiffsraummangels als unfähig erwies, die auf gestauten Warenmengen in Australien, vor allem Wolle und Wei,zen, abzunehmen, hat man den Schnittpunkt, auf dem die unzweifelhaft bestandene „Reichstreue" Australiens mit den sich immer höher auftürmenben eigenen Schwierigkeiten zusammen pralttn mußte.
So gesehen, ist es geradezu ein Paradoxon, daß dieses Land, das für England unerhörte Blutopfer gebracht hat und auch zu Beginn dieses Krieges mit besonderem Eifer dem britischen Weltreich diente, sich heute vor die Alternative gestellt sieht, seinen menschenleeren und wehrkraftsbedürfttgen Staatenbund über alle geopolitischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des pazifischen Raumes hinweg an die 11621. anzugliedern. Ein Paradoxon insofern, als dieser jüngste und zukunftsträchtige Kontinent mit diesem Schritt die „Ordnung" des brutalsten Egoismus jener Welt für sich akzeptiert, die chm — wie die Erfahrungen mit dem britischen Weltreich beweisen — keinerlei Hilfe brinaen kann, weder in wirtschaftlicher noch in militärischer Hinsicht. Es liegt eine tiefe Wahrheit in dem Wort des australischen Schriftstellers Paul M o g u i r e, der nach einer Rundreise in den Australien umgrenzenden Räumen äußerte: „Als Australien noch als Kolonialland empfunden wurde, überwachte das englische Mutterland unsere Außenpolitik. Jetzt müssen wir dies tun. Wir find kein pazifisches Volk, sondern gehören im weitesten Sinne dem Raum des südlichen Asien zu. Wenn dieses neugestaltet wird, müssen wir wissen, daß unser Schicksal mit dem der indo-asiatischen Völker verknüpft ist. Wir sind aber auch an einer harmonischen Ordnung zwischen Europa und seinen Abkömmlingen und den indochinesisch-asiatischen Völkern interessiert." Trotz dieser hier so klar ausgesprochenen Zugehörigkeit Australiens zum großasiatischen Lebens- und Wirtschaftsraum unb obAeich diestr Kontinent seine Enttäuschungen mit dem britischen Weltreich sowohl im Weltkrieg als auch in diesem Kriege mit starken Blutopfern bezahlen mußte, kann Australien nicht über seinen eigenen Schatten hinwegspringen.
Die Krise Australiens entspringt der Schwäche des Mutterlandes, das wiederum zu stützen, der menschenleere Äontinent von jeher wahrhaft gigantische Anstrengungen gemacht hat, um die es sich aber immer wieder getäuscht sah, da London den australischen Kontinent unter rein wirtschaftlichen Perspektiven sah und im
stellt. Zu einem harten Kampf zwischen Infanterie und mehreren bolschewistischen Schwadronen kam cs am 11. Januar im Raum von Kaluga, 120 km südlich Moskau. In der grimmigen Kälte des Januartages wiesen unsere Truppen die über das hartgefrorene Schneefeld zurückweichenden feindlichen Schwadronen ab und fügten ihnen schwerste Verluste zu.
Im N o r d t e i l der Ostfront hatten die deutschen Truppen am 10. Januar einen erfolgreichen Vorstoß zur Verbesserung ih^er Stellungen unternommen und sich dabei in den Besitz mehrerer von den Bolschewisten angelegten Feldstellungen und Bunker gesetzt. Gegen diesen Abschnitt richteten sich mehrere feindliche Angrifte, die jedoch an der harten Abwehr scheiterten. Auch ein Vorstoß bolschewistischer Kräfte, den der Gegner überraschend zu führen versuchte, wurde rechtzeitig erkannt, so daß er unter hohen Verlusten des Feindes im deutschen Abwehrfeuer zusammenbrach.
An der Karelischen Front gelang es einer finnischen Infanterie-Division eine bolschewistische Kräftegruppe, die in dem unübersichtlichen Gelände bis zur Sicherungslinie vorgedrungen war, rinzw schließen und zu vernichten. In tapferem Ringen nahmen die finnischen Soldaten trotz einer Kälte bis zu 30 Grad etwa 150 ausgebaute Kampfstände. Heber 500 gefallene Bolschewisten bedeckten das Kampf selb. Auch an einer anderen Stelle rannte sich ein in mehreren Wellen vorgetragener feindlicher Angriff an der finnischen Abwehr fest.
Der Wehrmachiberichi.
DNB. Aus dem Führerhauptquartler, 13. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf der Krim und im Donezbecken nur geringe Gefechtstätigkeit.
Im Raum ostwärts Charkow führten unsere Truppen erfolgreiche Erkundungsvorstotze gegen feindliche Stützpunkte. Der Gegner verlor 219 Tote und 93 Gefangene.
Die Kämpfe im mittleren Frontabschnitt und im Waldai-Gebiet halten an.
Bei einem Stotztruppunternehmen an der Ein- schlietzungsftont von Leningrad wurden 22 feindliche Bunker mit ihrer Besatzung vernichtet.
Starke Kamps-, Sturzkampf - und Jagdfliegerverbände griffen in die Erdkämpfe ein. Die Sowjets erlitten besonders hohe blutige Verluste und bützten umfangreiches Kriegsmaterial ein. Zahlreiche belegte Ortschaften und Eisenbahnzüge wurden in Brand geworfen.
In Rordafrika wurden heftige britische Angriffe im Raum von S o l l u m abgeschlagen. Die schweren Kämpfe dauern an.
Südwestlich von A g e d a b l a scheiterte ein feindlicher Panzervorstotz. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten britische Kraftfahrzeug- und Panzeransammlungen im Raum voy Agedabia sowie Flugplätze und Hafenanlagen in der Eyrenaika.
In Luftkämpfen wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschosieu.
Die Luftangriffe auf Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Rächt erfolgreich fortgesetzt.
zurückzuarerien. Die Reichsregierung hatte es erlebt, daß 1940 das ganze Baltikum entgegen den ausdrücklichen Moskauer Zusicherungen bolschewi- siert und wenige Wochen nach der Besetzung kurzerhand von der Sowjetregierung annektiert wurde. Mit diesem warnenden Exempel vor Augen lehnte sie Molotows Forderung nach einem sowjetischen Pachtgebiet auf türkischem Boden ab. Das hat man in Ankara zur Kenntnis genommen und sich zur Lehre dienen lassen.
Neue Herabsetzung der Lebensmittelrationen in England.
Genf, 14.Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Unter, staatssekretär im britischen Ernährunasmindsterium, Major Lloyd G e o r g e, der mit seinen Lands-
ner Mimosenstrauch seine Aeste und Luftwurzeln bis auf die Erde aus, wohl zehn Meter mag das dornige Steppengestrüpp im Durchmesser haben, wie eine undurchdringliche Glocke hängt es über dem Boden. Unb dort drinnen sitzt nun der Leopard. Ich lege mich lang auf die Erde und sehe schließlich wirklich einen lichtbraunen Fl-eck eng an eine der starken Luftwurzeln gepreßt. Mit dem scharfen Glase erkenne ich schr bald die schwarzen Tupfen daraus: taftächlich, der Leopard ist noch in dem Kugelbusch. Doch alles, was ich von ihm sehen kann, ist nicht größer als ein Teller, durch eine einzige Lücke im Gezweig erkenne ich ein Stückchen Fell von ihm.
Ich zögere immer noch, ob ich aufs Geradewohl auf den kleinen Fleck schießen soll, der sich mir zeigt. Die Sache kann faul ausgehen, denn der krankgeschossene Leopard nimmt fast immer an, und zwar mit einer solchen Schnelligkeit, daß man die zweite Kugel faum noch zum Fangschuß los wird. Endlich enftchließe ich mich, den unsicheren Zufallsschuß zu wagen. Ich liege lang auf die Erde, nur so kann ich das tellergroße Stück vom Leoparden sehen. Zwei Neger müssen mir vor dem Büchsenlauf alle Grashalme unb Hindernisse ausrupfen, damit die Kugel nicht auch noch durch einen Fremdkörper abgelenkt wird. Dann setze ich das Fadenkreuz meines Zeiß-Zielfemrohres mitten auf den kleinen Ausschnitt des angedrückten Leoparden. Kaum daß der Schuß raus ist, so sehe ich auch schon die muskulöse Riese-nkatze wie einen Blitz aus ihrem Versteck schnellen, der Kreis meiner begeisterten Zuschauer stiebt auseinander, Rufe, Schreie werden laut, der Leopard hat die freie Steppe erreicht unb versucht sich mit zerschossener fiüfte in die nahe Domensteppe zu schleppen! Meine Kugel hatte ihm beide Hüftgelenke zerschmettert, so daß er nach dem ersten Absprung nur noch verhältnismäßig langsam vorwärts kam unb sich auf den Vorderpranken fortbewegte. Im gleichen Augenblick bin ich auch schon wieder hoch, renne ein Stück um den hindernden Strauch herum und setzte dem Leoparden noch einen zweiten Schuß auf die Breitseite, der ihn endgültig zusannnenwirft. Noch minutenlang zuckt er, ehe bas letzte Leben aus dem Körper gewichen ist.
Dann trete ich heran, und mit mir stürmen plötzlich von allen Seiten die Neger aus den Leoparden los. Mein Freund Michael dankt mir besonders, und der Leopard von Madukani hat unsere alte Freundschaft aufs neue besiegelt und gefestigt.
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