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wurde die freie Planstelle eines a. o. Vrotessors für Religionswissenschaft an der Universität Sttaß-

ctucn liniere yerznmen xüunjuje ,*u i-Kuicm s.--

70. Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. 'U-Bo o^e^^chwer^stampft^ein^Boot^durch^bie

Geben" Sie mir die P-s^h°r^^t° s'°- £«ÄÄm* W Z°e?BE.^b°^Ln1i°. Ä Ä

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Ein Mann rechnet ab

t Scan« n Erlaß an Ruhe, teilt. 3m nig mit tagen,

hinter der großen geschlossenen Limousine, in der 1 frieden mit sich, durch die Halle zum Fahrstuhl.

ziehen und zum Trocknen ebenfalls nicht in Ofen­nähe aufzubängen. Schmutzspuren wäscht man ab. Haben die Aufschläge die Neigung, sich zu rollen, beste man sie mit sehr dünner Nadel mit zwei Stichen an.

Verregnete Hüte biege man in die richtige Form und stopfe diese mit Papier aus: die Hutränder werden beschwert, damit sie später nicht uner­wünschte Wellen schlagen. Nicht auf Ständer setzen! Ihre kleine Kuppel drückt sonst den. feuchten Stoff zu einem kleinen Berg in die Höbe. Die Kopfform muß völlig ausgestopft fein. Reqenfleckige Filz- ober Delourhüte dämvfe man auf. indem man den Schnabel des mit kochendem Wasser gefüllten T"e- kessels auf den Hut richtet und ibn gleichmäßig durchfeuchtet, danach mit einer Bürste in einer Richtung bürstet.

Besonders dem nasien Schnhwerk muß man seine Aufmerksamkeit schenken. Es ist ebenfalls sofort ous- zuziehen und auf Leisten zu spannen oder mit Pa- paer auszustopfen. Nie am oder gar im Ofen trock­nen! Nalse Schube müssen mit her Soble nach der Seite gestellt werden. Gröbere Schmutzsvur"n eben- falls erst nach dem völligen Trockenwerden be­seitigen. Danach den Schuh mit Creme behand-ln.

Noch ein Mort über den nassen Schirm. Nicht hnEboffen Umstellen, sondern ganz aufspannen. B"im Trocknen zieht sich der Stoff, ob reine Seide oder Kunstseide, zusammen. Scannt man später den Halbaffen hingestellten Schirm auf, ist der Bezug zu stramm gespannt und kann reißen. Sehr zu emnfehlen ist. ba* Gestell bes Schirmes am unteren f^nbe. ron alle Stäbe zusammenlaufen. mit einem

Die neue Wochenschau umspannt im Bilde wieder die ganze Weite der Ostfront. Männer der Or­ganisation Todt haben in den wenigen Monaten des nordischen Sommers die Eisrneerstraße ausgebaut. Dank der Arbeit unserer OT.-Männ^r rollt der Nachschub zur Murman-Front jetzt über gute Straßen. Unsere Luftwaffen-Kamyfverbände starten zum Angriff auf Archangelsk. Große Flä­chenbrände lassen die Wirkung deutlich erkennen.

Im Raum von Stalingrad ist eine neue Vollbahnstrecke im Bau. Die Aufnahmen zeigen, wie deutsche Organisation die neu gewonnenen Räume erschließt und die Voraussetzungen für eine ausreichende Versorgung der Truppe schafft. Dann: der Kampf um Stal'ngrad. Deutsche Stoßtrupps haben jetzt hier das Wort und säubern die unter­irdisch angelegten Widerstandsnester der Sowjets.

In einem dramatischen Bildbericht erleben wir die Eroberung von N a l t s ch i k. Deutsche Panzerkamvf- wagen stoßen vor. Das Zusammenwirken zwischen unseren Fliegern und den Erdtruppen kommt in dielen Bildern besonders zum Ausdruck. Nur rund hundert Meter vor der wartenden Panzersp tze schlagen die Bomben der Stukas in ihre Ziele. Unter d-m F?"erlchutz von Flakgeschützen dringen ruma» nische Gebirgstruppen im Verein mit deutschen Gebirgsjägern in die zäh verte'digte Stadt ein.

Das Finale dieser Wochenschau aehört unseren

vom Lauf. Die letzte Patrone rollte m feine Hand. Die Perano starrte ihn an. Sie standen sich gegen­über in einer Stille, die von unheimlichen Span­nungen erfüllt war. Forester hob die Waffe wie im

sind sie! Und sie hätten Ihnen bas Genick gebro­chen auch ohne den Morb an Gonzales, mit bem Sie leiber in meine gute Absicht, Sie betoe zu fassen, einen kleinen Schönheitsfehler hineingebracht

sinb falsch."

Ihre Unterhaltung geriet ins Stocken.

Forester fttfln in ber Nähe des Hot^s aus. Er hatte einige Mühe, über fre brüten Fcchrbcümen -ii kommen, und er befand sich außerdem in einem G"m'"'tszustand. der für Ueberaueren Straßen denkbar gefährlich mar. Zwei Möglich- Men standen vor ihm: das Bett aufzusucken und die aroße Enttäuschung seines L"bens mit zwei Schlnftabletten zu vergessen oder dasselbe Z'-l in der Bar des Hotels zu erreichen. Er entschloß sich für die Schlaftabletten und schritt, zwar mcht so

ir ame« >n sor- lerschast erklärte, 5 der iit fein

Knox Tn eine f). Es hrt und in wer- ograrnm h gegen ifte nur.

M mbesetzte eitungen ir Er« :et, daß ins un- lufhören

..Brackmann?"

Santacilla nickte:Ich habe ibn imPullman abgeliefert, Senorita Droaffa wird schon ungeduldig gewartet haben. Eine Glückliche, zwei Glückliche.... wir wollen hoffen, baß es übers Jahr brei Glück­liche sind ..."

Forester warf die Zigarette weg. Sie flog wie ein Leuchtkäfer durch bie Dunkelheit.

Sehen Sie sich nur einmal bie Frauen cm. Dok­tor ihre Wagen und ben Schmuck, ben sie zur Schau tragen. Ich sage Ihnen, dafür wird ge- mordet, aestohlen, im trüben gefischt ..." Er unter­brach sich in fernen kritischen Auslassungen und winkte einer auffallend gekleideten Dame, bie in einem eleganten Kabriolett ihren Arm zum Gruß erhob, lebhaft mit b*m Hut zu.

Wer mar zum Beisvi-l dieses Frauenzimmer mit bem Brillantfeuerwerk?" fragte Forester inter- effiert.

Meine Frau", entgegnete Santac'lla mit bit­terem Lackeln,aber beruhigen Sie sich, die Steine

Später ftanben er unb Santacilla iu der Seiten- Gartentor. Dor ihnen breite sich bas

I. Novern» 1er, Prof, itwori ^ewismus ltsetzlichen ichen Ee- iftslebens der Fa» des völki' inem kul>

Roch ein Siebziger.

Arn morgigen Samstag, 14. November, kann auch ber weit über Gießen hinaus bekannte Inhaber bes Verkaufshäuschens an ber Eisenbahnbrücke Friebrich- straße Friebrich Arnolb in bester Frische feinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar versieht noch täglich', sonntags wie werktags, vom frühen Morgen bis in ben Abenb hinein fein Geschäft, bas insbe­sondere von Besuchern ber Kliniken aus Stabt und Land unb von Männern unb Frauen ber Arbeit, die von auswärts sind, in Anspruch genommen wird, wodurch ber Jubilar bie vielfältigsten Beziehungen zum Landvolk hat. Dem Jubilar, der sich großer Wertschätzung erfreut, gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstage.

Oer Krieg in der Wochenschau.

Aschen 'osident hrt. Kriegs.

haben."

Er steckte bie Pistole ber Perano in d e Tasche unb trat einen Schritt zurück.Folgen Sie mir!" sagt er laut unb ging zur Tür voraus. Besann er sich in diesem Augenblick, baß feine Pistole auf bem Tisch log. Er kam zu spät. Die Perano die schwere Waffe hoch unb richtete sie gegen ihn. Forester hob langsam bie Arme.

Machen Sie ferne Dummheiten!" rief er war­nend.Ein Duplikat ber Papiere, die ich bei mir trage, liegt in meinem Schreibtisch auf der Prä­fektur. Ich war so klug, mich ,*u sichern. Wenn ich morgen früh nicht zum Dienst antrete, sind Sie erledigt ..."

Die Perano tat einen kleinen Schritt vor. Ihr Gesicht war kalt unb erbarmungslos.Du weißt uns zu viel, mein Junae ...", sagte sie langsam.

Forester öffnete ben Munb. um zu schreien. In biesem Augenblick brückte bie Perano zweimal hm- iereinanber ab, so schnell, baß es sich wie ein Schuß anhörte. Forester ging zur Tür unb schaltete die Deckenbeleuchtung ein.Das Ding knallt aus­gezeichnet, Madame Perano", sagte er beiter,wenn Sie so weiter schießen, frierren wir nicht nur bie Polizei, fonbern auch noch bie ganze Nachbarschaft auf ben Hals. Es sind übrigens noch sieben Schutz brin. Morden Sie bitte weiter ..."

,. e sagten Sie boch vorhin so richtia? Keine Frau ist unerreichbar." Sein Gesicht oerbüfterte sich .ün wenig. Er lcu'schte in ben Flur hinaus, wo eine Tür aufsprang. Schritte näherten sich.Treten Sie ein, Don Santacilla!" rief er laut.

der große Wagen sich in Bewegung setzte. Forester kletterte in Santacillas Auto unb ließ sich ne Zigarette geben. Er rauchte mit burstigen Zügen.

Vor einer halben Stunbe hat ein Glücklicher auf Ihrem Platz gesessen, Doktor", sagte Santacilla unb trat auf ben Anlasser.

efleTt ®ur, 'Iht., tiett

Werken nennen wir:Schwangerschaft und Geburt im Rontgenbilbe". Dem Prof. Dr. Otto Huth

iche& > bei den n August die bn* im Tode

bürg verliehen. Huth wurde 1906 in Bonn geboren und studierte in Bonn. Kiel unb Marburg. 1934 wurde er Leiter ber w herrschaftlichen Abteilung bes Reichsbunbes Volkstum unb Heimat. In ber For- fchungsgemeinfchaftDas Ahnenerbe" leitete er feit 1938 bie Forfchungsstätte für indogermanische Glau­bensgeschichte. 1939 habilitierte er sich in Tübingen. Seine Arbeiten betreffen Religionsgefchichte ber Jnbogermanen unb Volksglauben »nb Brauch des germanischen Kreises. Er ist ^-Untersturmführer im persönlichen Stab bes Reichsführers 77. ____

Drückeberger werden hart angefaßt

In der Heimat hat jeder seine pflicht zu tun.

Roman von Horst Biemath

(Schluß.)

Warten Sie hier unb rühren Sie sich nicht!" befahl er leise.

Die parfümierte Atmosphäre war plötzlich aus dem Raum verschwunden. Forester drehte sich noch ein­mal um, ehe er bas Zimmer verließ:Ich bin sofort zurück, ängstiaen Sie sich nicht haben Sw übri­gens eine Waffe?" _ . .

Die Perano nickte. In ihrer Hanb glanzte ber vernickelte Lauf einer kleinkalibrigen kurzlaufigen Pistole: sie mußte sie hervorgeholl haben, als er zur Tür gegangen war. ,, . ., .<

Schießen Sie möglichst nicht °uf mich wenn ich zurückkomme", flüsterte er ihr zu unb trat mit vor- gehaltener Waffe in ben Flur hinaus. Wenige Mi­nuten später kehrte er in ben Salon Zurück.

Ich konnte nichts feststellen^ sagte er unb legte feinen Browning auf ben Tisch,es tut mir leib baß ick sie umsonst erschreckt habe. Sein Blick sil wie zufällig auf ihre Hanb unb bie A^nde Waste darin, die sie langsam unter em Killen schieben wollte. Er trat näher unb S.nnste belustigt.

Ausgezeichnet zur Mäuse,aab, Mabame Perano ' lachte er.Brackmann hatte einen mächtigen Schrecken bekommen, wenn Sie ihm bas Ding1 etwa vor bie Nase gehabten hatten. Zeigen ote nur doch bdSiebl3Ö^rfebtbeneSrud)teiI einer Sekunde lang, ^^Ich'zerbÄch^'Ilmen bas Spielzeug nicht", sagte er heiter: unb bann-Donnerwetter, 6.35, man fW bem Pistölchen bas Kasiber von außui wahrhastig nicht an." Unb plötzlich hob er die Waffe an bie Nase unb schnuvverte baran rote em Trinker an Der Blume seines W-ünes. .

finben s» damit oor furiem Schiegubungen deranftaltef. Madam- Perano?" fraa'e er erftaunt Ks war ein Untertan in seiner Shmme, der die Perano veranlaßte, blitzschnell ben Kops zu »eben.

Triumph emnor. .

Jawohl, Madame Perano , flüsterte er, ferne Stimme versagte vor Erregung unb Gluck,eie sind auf meinen Trick hereingefallen! Ich habe San- tacUIas Stimme gut nachaea^mt, wie? Er hatte Sie mahrhaftia abreifen unb für ewige Zetten ent­mischen lallen. Es wirb Zeit, baß er jüngeren Leut-n Platz macht, benen ber Kalk noch nicht m bie Schuhe riesett!" . u

Wer sind Sie, unb was wollen Sie von mir?" fuhr sie chn an. .,

W»r ich bin, Mabarn-? Ich habe mich Ihnen bnd) vorqestellt. Sie wallten fragen, was ich bin, nicht wahr? Ern ganz kleines Licht unter b:m «ro> 6en Scheffel Santacilla? Aber nicht auf ben Stopf aefota, wie S'e hoffentlich bemerken. Den Sm^a- cilla konnten sie einwickeln, aber mich nicht, Ma­dame, mich nicht! _

Der aute alte Santacilla. Der F^ll Brackmann war ja'so sonnenklar, baß er es nicht einmal für notig hielt, sich nrt ber Vorgeschichte btefes Morbes vx befallen. Vr-ckmann hatte geschworen. Sie und Gonzales zu b-seitiaen, was aab es ba noch nach- Anbeuten, als Gon-ales tatsächlich o^ottt würbe. Es fiel Santacilla nicht einmal ein, sich baru^ Ge­danken zu ma*»n. daß Brackmanns J^^ufer niemals em 6 ^5-9-ch macfrn konnte! Er sch'tt- teste hie Waffe b»r P»rano in ber erhobenen Faust.

Mit dieser Distole b^en Sie Ganzas-s er- schosstn' Und Brackmann ist heute ebenso schuld os nie vor sechs Ia^-rm. als man ihn me^en ber Vimna-Esveranza-Gelchichtt nen^etite. Gonzales unb S'e waren bie einzige" Schuldig-n. D-r Prozetz M mir jahrefana keine Ruhe a»sallen. Auf mein Betreiben würbe Brackmann ein T"il fesn-r Strme erlassen unb wenigsten-i noch etwas gutgemacht, was man an ihm verschuldet hat.

Ein G'ebziger einer Wagner-Familie.

Der Wagnermeister Heinrich Mählich, Damm­straße 22, wirb am morgigen Samstag, 14. Novem­ber, in bester körperlicher unb geistiger Frische 70 Jahre alt. Der Jubilar entstammt einer Familie, in ber schon ber Großvater unb ber Vater bas Wagnerhanbwerk ausgeübt haben unb in ber er nun in ber britten Generation bas von dem Groß-

Tronfen O-l. ber mit einer Feder aufgetraaen wird, vor dem Rosten zu schützen. Selbstverständlich muß bas sehr vorsichtig geschehen, damit ber Bezug nicht (eib-af.

Wird bie Kleibung mit dieser Sorafalt behanbelt, so kann ihr auch bas Winterwetter keinen Schaden tun; ber entsteht nur durch nachlässige Behandlung.

Lanqemarckfcier in der Langemarckschule.

Die Langemarckschule hält seit 1938, seitdem sie diesen verpslichtenben Namen trägt, ben Tag von Langemorck in besonderen Ehren. Auch bie bies= jährige Feier gestaltete sich mit musikalischen Dor- ssihrungen unb Darbietungen in gebundener unb ungebundener Sprache und der packenden Weihe­rede des Studienrats Reinhardt für die gesamte Schulgemeinde und bie geladenen Gäste zu einem starken Erlebnis. Der Redner pries mit herrlichen Worten ben Opferganq der Jugend von Langemarck als den großen, unzerstörbare völkische Werte schaf­fenden deutschen Mythus von kraftvollster und be- dingunaslo^efter Hinaabe ans Vaterland, gedachte ber Lehrer unb Schüler ber Anstalt, die in ben beiden Weltkriegen ihr Leben durch ben Ovfertod aeadelt hab-m, namentlich des jüngst gefallenen Leutnants Stud'enassessors Dr. Schulz, der in hervorragender Weise als Mensch, Erzieher und Sol­dat ben Sinnaehalt von Langemarck erfüllte,, ge­treu den schlichten Worten Pavens:Langemarck bedeutet stets ber letzte zu sein, wenn es um Rechte, stets aber ber erste zu fein, wenn es um Pflichten geht."

Verbimkelunaszeil:

13. November von 17.33 bis 7.11 Uhr._______

<tan Jt btt >°rbeu. Ehrend Q>s h beiden Durben krsonül wurden, lats zu Aschen

t hat, am st W lickes sich t,sondern besche^ isqualitat, deutsche» n Noten-

Aus der Siadi Gießen.

Kleiderpflege im Winter.

Kleiberschonung unb -Pflege ist im Zeichen ber Punkte hoppelte Notwendigkeit. Selbst ein un­vorhergesehener Regenguß, bem wir nicht mit Regenschirm ober Oelhaut begegnen können, ist in feiner Wirkung auf unsere Kleiber nur halb so schlimm, wenn wir beim Nachhausekornrnen bie Sachen richtig behandeln. Als erstes: naßgeworbene Kleiber sofort ausziehcn unb auf Bügel so hängen, baß sie in guter Form darauf sitzen, und sie lang­sam trocknen lasten. Aber nicht etwa im Schrank, sondern außerhalb. Schmutzspritzer nicht entfernen wollen, so lange sie noch feucht sind; erst nach dem völligen Trocknen abbürsten und bie Stellen bann mit einem Lappen aus bem gleichen ober ähnlichen Stoff reiben. Die unangenehmen Regenttopfen­stellen beseitigt man, indem man das ganze Klei­dungsstück gleichmäßig befeuchtet unb mit sehr warmem Eisen von links bügelt, wobei barauf zu achten ist, baß bie Dämpfe gut entweichen.

Pelze bürfen niemals in der Nähe von Oefen ober ber Heizung getrocknet werben: baburch brechen bie Haare. Der naßgeworbene Pelz wirb aufgehängt unb nach bem völligen Trocknen erst gegen, bann nach bem Strich gebürstet. Lange Felle werben glatt ausgekämmt.

Gummimäntel sinb ebenfalls auf bie Bügel zu

Pranger stellen.

Ein in einer Kohlenhanblung beschäftigter Hilfs­arbeiter erschien schon halb nach ber Arbeitsauf­nahme im April 1942 unregelmäßig zur Arbeit. Da Verwarnungen bes Reichstreuhänbers ber Ar­beit nicht zu einer Besserung bes Verhaltens führ­ten, kam es zum Strafverfahren. Das Amtsgericht 'sprach mit Rücksicht auf die unbelehrbare Verstockt­heit bes Täters, ber mit feiner Bummelei bie Ent­lastung aus bem Arbeitsverhältnis erzwingen wollte, eine Strafe von vier Monaten Gefängnis aus.

Mil einsichtsloser Dreistigkeit bemängelte ein Ar­beiter in Worms die Hohe feines Lohneinkommens, obwohl bie Minderung desselben ausschließlich auf dem fortgesetzten unentschuldigten Fernbleiben von ber Arbeit beruhte. Der Angeklagte hat von Mitte Februar bis Ende 1941 nur 18 Wochen voll gear­beitet, im übrigen ganz ober teilweise grundlos gefehlt unb dieses Verhalten auch im Jahre 1942 fortgesetzt. Arbeitskameraben, die für ihn einspran­gen, mußten sich noch seine abfälligen Bemerkungen gefallen lassen. Der Sttasrichter schickte den Ange­klagten nach dem Scheitern gütlicher Besserungs­versuche für sechs Monate ins Gefängnis.

Eine feit 1938 in einem Betrieb tätige Arbeiterin hat bei rund 1400 normalen Arbeitstagen in 247 Fäll"n unentschuldigt gefehlt, sich um die ärzlliche Feststellung stichhaltiger Gründe herumgedrückt unb offenbar im Hinblick auf Heiratspläne auch nach

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oater gearündete Geschäft führt. Der Großvater Johann Heinrich Mühlich war am 8. März 1788 in Gießen geboren, erlernte hier bas Wagnerhanbwerk, arbeitete bann in Wetzlar, Weilburg unb Frankfurt a. M., kehrte hierher zurück unb starb am 21. De­zember 1867 im Alter von 79 Jahren; er gründete das Geschäft, bas heute von seinem En.el geführt wird. Der Vater, bes Jubilars, Heinrich Mühlich. würbe am 21. Mai 1833 in Gießen geboren unb starb hier im Alter von 67 Jahren am 17. November 1900. Unter seiner Führung würbe bas Wagner­geschäft weiterentwickelt. Der Jubilar Heinrich Müh­lich, geb. am 14. November 1872 in Gießen, über­nahm im Jahre 1900 nach bem Tobe seines Vaters bas Wagnergeschäft unb brachte es burch feine Tüch­tigkeit weiter voran. In jungen Jahren hat er sich auf ber barnals allgemein üblichen Wanderschaft auch in anderen Betrieben umgesehen und dort Er­fahrungen gesammelt. 14 Jahre lang war ber Ju­bilar Rechner unb Kassierer ber Wagnerinnung, viele Jahre lang gehörte er auch ber Prüfungskom­mission für Gesellen unb Meister an. Im Besitz ber Familie Mühlich befinben sich wertvolle Jnnungs- briefe aus ben Jahren 1807,1-808 unb 1809, bie zum Teil in Stahlstich, zum Teil in Buchdruck hergestellt sind unb interessante lanbschaftliche Darstellungen (Gießen, Weilburg) in Verbinbung mit ben Zunft­zeichen ber Wagner zeigen. Schone alte Siegel er­höhen ben Wert unb bie kulturhistorische Bedeutung dieser Dokumente. Im Besitz ber Fam'lie befinbet sich auch noch ein Stück desGieser Anzeigungs- Blättchen" Nr. 25 vom Samstag, bem 24. Juni 1815, des Vorläufers bes heutigen Gießener Anzei­gers. Dem Jubilar, ber sich in seinen Fachkreisen unb darüber hinaus allgemein im Handwerk unb in der Bevölkerung großer Wertschätzung'erfreut, gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu seinem morgigen

Kriegsbeginn ganz unmögliche Arbettsaufsassungen vertreten. Da Verwarnungen^ unbeachtet blieben, müssen nun brei Monate Gefängnis ben Weg zur Besserung ebnen.

Leichtfertigkeit unb Unbesonnenheit waren bie Motive des Arbeitsoerttagsbruches einer im Reichs» bahndienst stehenden Weichenwärterin aus Worms. Die Präzision des Betriebs der Reichsbahn ver­langt nachdrücklichen Schutz gegen Unzuverlässig­ketten, weshalb unter Berücksichtigung strafmildern­der Umstände in diesem Falle zwei Monate Gefäng­nis als angemessene Strafe ausgesprochen wurden.

Mit Simulation und ärztlich widerlegten Angaben über körperliche Beschwerden brachte es eine in einem Modehaus beschäftigte Angestellte fertig, zu­sätzliche Urlaubszeit für eine Vergnügungsreise an die Nordsee in angenehmer Gesellschaft zu erschwin­dln. Das Verhalten führte zur fristlosen Entlassung und als Nachspiel zur Bestrafung mit zwei Monaten Gr'ängnis.

Sieben Wochen unentschuldigte Arbeitsbunkmelei führten zur fristlosen Entlastung einer in einem Holzverarbeitungsbetrieb tätigen Arbeiterin. Der Strafrichter bezeichnete die Angeklagte im Hinblick auf ihre Arbeitsmoral und ihre auch sonst bedenk­lichen sittlichen Lebensauffassungen als Verderbnis für jede gesunde Arbeitsdisziplin unb als schlechtes Beispiel. Vier Monate Gefängnis bieten Gelegenheit zur nachbenklichen Einsicht.

Auch der Beruf ber Hausgehilfin erforbert ein zuverlässiges Maß an Pflichtgefühl. Eine jugend­liche Hausangestellte, bie unter nichtigen Vorwän­den einen Arbeitsplatzwechsel anstrebte und schlttß- lich auch ohne Genehmigung des zuständigen Arbeits­amtes bie alte Stelle aufgab, kehrte zwar auf Grunb eines Wiberspruchs biefer Behörde wieder zur alten Stelle zurück, gab jsboch schon kurze Zett darauf eigenmächtig unb grundlos die Arbeit auf. Da auch hier wiederholte unb einbringliche Beleh­rungen wirkungslos blieben, erkannte bas Amts- aericht auf bie Erziehungsfttafe von einem Monat Jugenbarrest. Da bie häuslichen Verhältnisse ber Täterin für eine Besserung ber Berufsauffassung nicht geeignet erscheinen, würbe außerbem im In­teresse ber Angeklagten bie Schutzaufsicht angeorbnet.

NSG. Der Arbeitseinsatz ber Heimatfront im Kriege fordert von jedem Volksgenossen bie volle unb uneingeschränkte Hingabe an bie ihm über­tragene Aufgabe. Diese Ansicht ist zum Gemeingut jeher rechtschaffenen Lebenshaltung und zur Grund­lage gewaltiger Leistungssteigerungen geworben. Diejenigen aber, bie sich noch für berechtigt halten, unter nichtigen Vorwänben unb im Interesse ber eigenen Bequemlichkeit Pflichten aus Arbeitsver­trägen zu umgehen, trifft nicht nur bie Verachtung ihrer Bettiebsgemeinschaft, sondern auch bie Sühne bes Strafgerichts. Einige in letzter Zett im Ober- lanbesgerichtsbezirk Darmstadt ergangene amts­gerichtliche Strafurteile mögen bartun, baß bie Richlersvrüche notfalls bas schlechte Beispiel ber Nachlässigen mit nachbrücklichen Folgen an ben

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mrellen Verfall führen. Es ist unser Bekenntnis zu ien Kräften bes beutschen Aufbaus, wenn mir im Kriege benTag ber beutschen Hausmusik" mit tarieret Hingabe benn je begehen. Daß bie Haus- nusik bas ganze Volk angeht, beweist ber unver­gleichliche Aufschwung, ben bie Hausmusikpflege < elbst im dritten Kriegsjahr genommen hat. An ber iußeren Front gegen jeben Feinb siegreich, in ber 1 Heimat zur Bewahrung bes beutschen Kulturgutes entschlossen, wollen wir uns jeber an seinem Platze ber Zeit unb unserer Ausgabe mürbig er­weisen.

Schlesien grüßt Gerhart Hauptmann.

In Breslau nahmen im gotischen Remter bes allen Rathauses die Gerhart-Hauptmann-Tage mit einem Empfang ihren Auftakt. Oberbürgermeister Dr. Friedrich begrüßte ben Dichter, ber von Gauletter Hanke zur Feier geleitet worben war, tm Namen jener Stabt, bie einst bem Knaben bie erste Begegnung mit dem Reich bes deutschen Gei­les geschenkt hatte. Nachdem sich Gerhart Haupt- nann in bas Goldene Buch ber Stabt eingetragen hatte, sprach Hans von Hülsen im Namen des Freundeskreises des Dichters und feierte die nie versiegende Güte und die Treue zu sich selbst, zur Heimat und zum Volk als Grundzüge bes Haupt- mannschen Wesens. Als ßanbesleiter der Reichs- schrifttumstammer überbrachte Hans Christoph K a e r g e l die handschriftlichen Grüße zahlreicher schlesischer Dichter. Gerhart Hauptmann bankte mit bewegten Worten. Sie schlossen ein glühendes Be­kenntnis zur beutschen Sprache unb zu ber dichte­rischen Aufgabe in sich ein, mit unb aus dem Be­wußtsein bes Volkes zu schaffen.

In memoriam Hugo Distlers.

In der Motette der Leipziger Thomaner würbe die Erstausführung ber MotetteDas ist gewißlich wahr" zu einem Akt bes Gedächtnisses für ben kürzlich verstorbenen Komponisten unb Berliner Domchovdirektor Hugo Disller. Thomaskantor Ra- min, ber Lehrer Distlers, brachte das Werk, das eine ganz aus dem Wortgehalt lebende Sprache führt und ein Zeugnis des strengen liturgischen Stiles ist, zu nachhaltiger Wirkung. Weiter hörte man als weitere Erstaufführungen Günther R a - mins Präludium, Largo und Fuge für Orgel, vom Komponisten selbst oorgetragen, unb eine kleine Osterkantctte bes Hamburger Friebrich Miche - elfen, in Form ber strophischen Variation eines Choralthemas für einfache Verhältnisse bestimmte, in ihrer Haltung zeitnahe Musik. Willy Stark.

(Ein neues Streichquartett von Julius Delsmann.

In Stuttgart brachte bas Wenblingquar- fett bas Streichquartett op. 133 von Julius W e is- tnann zur Uraufführung. Das im Sitte ber Spät­romantik geschriebene Werk bringt in feinen vier Sätzen eine Fülle von einprägsamen, volksliebhaften Melobien, bie in ihrer glänzenben Verarbeitung unb konttapunktischen 'Fortführung bie Hanb eines mei­sterlichen Könners verraten, wobei auch mobeme harmonische Reize nicht verschmäht werben. Das liebenswürdige Werk brachte dem Komponisten viel il Beifall. Erich Ade.

hochschulnachrichten.

Pros. Dr. Ernst Kraus ist zum 0. Professor an der Universität München für allgemeine unb angewandte Geologie ernannt worden. Kraus wurcn 1889 in Freising geboren. Er habilitierte sich 1919 an ber T. H. München unb ging noch im selben Jahr an bie Universität Königsberg, wo er 1922 a. 0. Professor würbe. 1924 bis 1935 wirkte er als Ordinarius in Riga. Von seinen Werken nennen mir:Wehrgeologie". Arn 15. November voll­endet ber Direktor ber Staatlichen Frauenklinik unb Hebammenlehranstalt Dresben, Oberregierungs­medizinalrat Prof. Dr. Kurt Warnekros, fein 60. Lebensjahr. Warnekros mürbe in Neustrelitz ge­boren. Er ftubierte in Berlin unb Würzburg und promovierte 1908 in Berlin. 1914 habilitierte er sich ebenba. 1924/25 war er stellvertretenber Direk­tor ber Universitätsfrauenklmik Berlin, feine Be­rufung nach Dresben erfolgte 1925. Von feinen