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Frankreich und das neue Europa.

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icht die Le I ichten üb'I hat er audjl : die Politik I orsicht durch- : Peinlichkeit > Washincha argentinische sie zu einem teilt ist. Der nun .feireit esagt, unb 3d) bedauere muß, Emer zuteilen, datz in in Umlauf über die in» , veranlassen, h abzustM

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Ein Mann rechnet ab

Roman von Horst Biemath

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Bild wurde vor sechs oder f^ben Jahren genommen", antwortete Karen, ohne ^orester- Wrzung zu bemerken oder ohne sie sich rtch g ?j< beuten;Malte Brackmann tft heute etwa dret ' dreißig Jahre alt"

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17 Agenten des britischen Jntelligence-Service Mden durch die französische Polizei in Marseille erhaftet. In ihrem Besitz sind ausführliche jläne der wichtigsten Jndustriebezirke von Marseille und Umgebung gefunden worden.

Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Stipendien für ausländische Dichter.

Pei einer Zusammenkunft auf der Wartburg, die ie zur Zeit in Weimar weilenden 55 ausländischen ):chter und Schriftsteller vereinigte, gab der deutsche ^hriftsteller Wilhelm E h m e r die Schaffung von vei Stipendien für ausländische Dichter und Schriftsteller bekannt, um ihnen die Möglichkeit zum itensiven Kennenlernen des deutschen Boltes und kulturlebens zu verschaffen. Es sollen dazu von em Präsidenten der Vereinigung, Dr. Hans C a olja, in jedem Jahre zwei Ausländer zu einem Mährigen Studienaufenthalt in Deutschland ein- pldben werden, wobei es den Gästen freigestellr d, wo und in welcher Form sie ihre Eindrücke jt Deutschland sammeln wollen. Die Ankündigung bni begeisterte Zustimmung bei den ausländischen Kickern. Umgekehrt wurde eine Anzahl deutscher Kicker zu Aufenchalten und Vorträgen im Aus- dni eingeladen.

Zahresschau des deutschen Schrifttums 1942.

Jin Rahmen der Veranstaltungen des ouro- Mchen Dichtertreffens in Weimar eröffnete Reichs- achalter und Gauleiter Sauckel die Jahres- hau des deutschen Schrifttums 19 42, te eine Auswahl des besten Schrifttums des Jahres M Die Jahresfchau umfaßt rund 690 Titel, un- efchr 70 mehr als im vergangenen Jahre. Die kchcm gliedert sich in eine Abteilung Politik und Geschichte und eine Abteilung Dichtung und Unter- küung, die erste enthält BücherFührer und Volk", Mdatentum",Kampferlebnis",Die Front der maen Völker",Deutsche Geschichte",Weltpolitik", Mer über die Front des Gegners, die zweite kedichte, Drama, Romane, Erzählungen, vor allem lud) Bücher für die.^Jugend und unterhaltsame tiieratur, die für die Front zur Erholung und Ent- atmung ebenso wichtig ist wie für die Heimat.

Edwin Fischer in Budapest.

lRachdem die Budapester Konzertsaison mit dem lostspiel der Berliner Philharmoniker einen glanz­ten AuftaEt genommen hatte, bedeutete ein Kla- pivbend Edwin Fischers einen weiteren Höhe- mutt. Der deutsche Pianist machte die Sonatenwelt leetb o ü e n 3 lebendig und erntete für seine voll- iüete Wiedergabe von einem vollbesetzten, kunst- lirständigen Hause begeisterte Beifallskundgebungen.

Aus aller Welt.

Gefallenenehrung durch Tokenbretter.

Auf Wunsch des Reichsstatthalters Dr. Scheel wird «sAndenken der Gefallenen des Gaues Salzburg | besonderen Heldengedenkstätten geehrt. In An- knung an die im Gau althergebrachten Toten- fettcr sind schlichte Denkmäler entworfen worden, Vve, mit Alpenblumenbildern geschmückt, die Perso- Walien des Gefallenen verzeichnen. Die Helüen- sfitbhöse, auf denen die Totenbretter aufgestellt wer- iitn, sollen in den Gemeinden an. landschaftlich be- firbers schönen Stellen angelegt werden. Die gört »rrische Gestaltung und Pflege übernehmen neben hr Angehörigen die Frauenschaft und die Jugend.

Sorefter starrt- sichtlich bestürzt auf die Photo- - stammelte er und wurde

im uuuki, sprachen immer von einem WtiinD Ihres Vaters, aber das hier ist IQ ein

klchy, 1).Oktober. (Europapreß.) Vor etwa 600 ^zösischen Zeitungsdirektoren sprach Unterrichts- Mter B o n n a r d über die neuen Ausgaben der ir.nzösischen Presse. Ihre Aufgabe fei es, für die klahrheit der politischen Nachricht zu sorgen und fiir das neue Europa zu kämpfen. An die zelle der Gerüchtemacherei müsse, fuhr Bonnard fort, das KollLktivgewissen des französischen Volkes steten. Der französische Unterrichtsminister streifte bann auch das Problem des Arbeitseinsatzes von Zranzosen in Deutschland und betonte in diesem Zu- kcknenhang, daß Frankreich den Weg zum heuen Europa gehen müsse.

Am Montagvormittag hatten Marschall Pötain W Ministerpräsident Laval eine längere Be- j[prtf)ung, in der sie alle aktuellen vylitischen Tages- brableme durchgingen. Im Anschluß hieran empfing tot Marschall den Staatssekretär Lucien Romier.

^gestellt.Der argentinische Botschafter machte hinaus, nachdem er auf den freundschaftlichen Geist 8« Beziehungen zwischen Argentinien und den

hmgewlesen hatte, den Unterstaatssekretär auf

>- übereilten Charakter seiner Beschuldigungen °uf .d°- Unbehagen, das dieser Zwischenfall in bei offiziellen Kreisen und der öffentlichen Meinung bsq-ntimens heroorgerusen hat, aufmerksam", stießt die amtliche argentinische Bekanntgabe

fJai» sagte er herzlich. h-ff° nur, daß ich Sie S "entarnen Malte Brackmann nie 11 y Wtt?"

** k , Irlich gestanden, grüble ich, sA Sie den Namen nv.t« mit W ?jir. >rftenmal aussprachen, vergMlch.Gruber nach, bat 's ich ihn unterbringen soll. Mir ist so,als ob

mir schon einmal begegnet sei, aber .. .

>-rKleivs^ Soren Öffmte ihre Handtasche. Sie

Brackmanns Bild. Es war das. kleine Photo

. ihrem Album. Sie hatte es sorgpaltig heraus-

a'i»?; ritt:.-.

ften.

bem umcu wui, -

auf den ich glaube, daß ich Ihre rte zurück, R honen sehr nötig habe." ! { ^(ic irt moinon 6*T

^Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

chören Sie, Frank, sagte sie,ich bin Ihnen

Hit Erklärung schuldig ..." , , ..

Li.. ..:^1 ..^ugierig, Karen", unterbrach er sie, sind zu keiner Erklärung verpflichtet. Ich ahne, K ein Geheimnis dahinter steckt. Sprechen Sie !ite nicht, wenn Sie glauben, daß Sie mir eine plarung deshalb schuldig seien, weil ich mich be-

* , Ihnen Ihre Ausgabe ein wenig yi erleich- pi Das ist eine Selbstverständlichkeit.

i .Mein, Frank, ich will Ihnen Brackmanns Ge- falc erzählen, weil ich Ihnen vertraue und well -ieie bitten will, mir auch in Zukunft beizustchen

Hilfe und Ähr Der-

Aus -er Giadt Gießen.

Oie Feldpostnummer.

Sie ist nun die Nummer unseres Telephons wie die unseres Postscheckkontos. Sie ist uns Haus­nummer und Nummer unseres Autos, das wir einst' fuhren. In ihr hat sich das ganze System der uns im Privatleben umstellenden Zahlen ver­eint, ohne das wir nicht leben zu können glaubten.

Nun aber stellen wir fest, daß es dennoch geht. Vieles ist einfacher; wechselten wir früher den Ort, wieviele Umstellungen waren notwendig. Ohne sie ging das alles nicht.

Nun sind wir fast täglich andernorts. Immer begleitet uns nur diese eine Nummer, unter der wir erreicht werden. Wunderbar sicher. Sei es im Straßengraben, fei es im Eisenbahnwagen, sei es zwischen der Pracht eines geplünderten Schlosses oder im Elend zerschossener Hütten, überall erreichen uns die Stimmen der Heimat, die sich einst eines komplizierten Zahlenapparates bedienen mußten. Keine Straßenbahnnummer, keine Autobusnum­mer, keine 0-Bahn und auch keine Nummer eines V-Zuges schafft es mehr.

Wir machen unsere Witze darüber irgendwo draußen im Dreck. Benennen die Feldbahn nach der Nummer der Straßenbahn, die daheim vorbei­bimmelt.

Ader das alles ist nicht unser Ernst. Im Stillen warten und hoffen wir sehnsüchtig auf die Briefe und Päckchen mit unserer Nummer im Felde, unter ber wir, getarnt, die kriegerische Welt durchkämp- fen. Sie ist die Kappe, die uns unsichtbar macht. Ähr Geheimnis zu lüsten bedeutete unter Umstän­den, genau so wie in jenem, Märchen vorn Glück der Unsichtbarkeit, unseren Verderb.

Unter diesen wenigen Zahlen verstecken sich ganze Heere von Männern und die Furchtbarkeit ihrer Waffen für den Feind.

Dieses Schweigen zu wahren wird jeden, der ihm verpflichtet ist, zum Gelöbnis.

Die Nummer unseres Telephons und unseres Automobils haben wir draußen bald vergessen. Un­sere Feldpostnummer aber, die wie der Schlüssel zur schwersten Zeit unseres Lebens in uns ist, wer­den wir nicht sobald verlieren. Die läßt sich auch nicht auswechseln. Das Leben verdichtet sich unter ihr zum Leben eines Soldaten. Das heißt, es bleibt uns nur noch das Wesentliche.

Friedrich Georg Hantzsch.

Marinetreffen in Gießen.

Am kommenden Samstag und Sonntag wird in unserer Stadt eine Tagung des NS.-Marinedundes im NS.-Reichskriegerbund, Landesverband Fulda- Werra stattfinden. Dazu wird eine Abordnung der Kriegsmarine, bestehend aus einer Anzahl U-Boot- Männern mit einem Musikkorps der Kriegsmarine, als Gast der Gießener Bevölkerung erscheinen.

Die U-Boot-Männer werden bereits am Freitag um 18.40 Uhr hier eintreffen. Zu ihrem Empfang werden mit den Mitgliedern der Gießener Marine­kameradschaft u. a. auch Mädels vom BDM. am Pahnhof fein, um dort die wackeren 9)länn^r der Kriegsmarine mit Blumensträußen zu schmücken und ihnen damit einen sinnigen Willkomm in unse­rer Stadt zu entbieten. Nach der Begrüßung am Bahnhof werden die U-Boot-Männer mit ihrer Ka­pelle an der Spitze/in die Stadt einmarschieren und sodann von jungen Kameraden der Marine-Hiller- Jugend zu ihren Quartieren geleitet.

Für den Samstagmittag ist eine Begrüßung der U-Boot-Männer durch die Stadt in der Universität vorgesehen, wobei als Vertreter der Gießener Be­völkerung Bürgermeister Dr. Hill sprechen wird. Von den weiteren Veranstaltungen dieses Tages ist ein Abend im Theater hervorzuheben, bei dem Kreisleiter Backhaus als Hoheitsträger im Kreise Wetterau eine Begrüßungsansprache an die See­männer halten wird. Ferner ifh.für Samstagnach­mittag eine interne Kameradschaftsführertagung des Landesverbandes Fulda-Werra unter Vorsitz von, Admiral K l ü p f e l vorgesehen.

Am Sonntagoormittag wird eine große Kund­gebung im Gloria-Palast, stattfinden, bei der der Bundesführer Admiral Klüpfel und ein U-Boot- Kommandant und Ritterkreuzträger Jpredjen werden. Nachmittags findet ein Besuch des Schiffen- bergs statt. Der Tag wird abends feinen Ausklang im Theater finden.

An beiden Tagen werden Platzkonzerte des -Mu- fikkorps der Kriegsmarine die Bevölkerung erfreuen. Die Veranstaltungsfolge für dieses Marinetreffen ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes enthalten.

verdunkelungszett:

13. Oktober von 19.33 bis 7.14 Uhr.

Dreiunddreißig", wiederholte der dreißigjährige Frank Forester sinnlos und etwas verwirrt; es war, als erwache er aus eine Betäubung. Pber^er faßte sich sehr schnell und blickte eifrig auf das Bild, als wolle er sich Brackmanns Züge unverlierbar ein» prägen. Weiß der Himmel, was er sich unter Brack­mann vorgestellt hatte. Da Karen ihn immer nur einen alten Freund ihres Vaters" genannt hatte, hatte Forester nie vermutet, es könne sich bei diesem Familienfreund um einen Mann seines Alters han­deln. w

Brackmann schenkte mir das Bild vor sieben Jahren", sagte Karen;ich war. damals ein kleines Mädel, genau vierzehn Jahre alt. Ich bekam das Bild an meinem Geburtstag, und Malte Brackmann schrieb mir dazu einen Erinnerungsvers in ein Al­bum, das mir meine Mutter eben zu meinem vier- zehnten Geburtstag geschenkt hatte.

Ein paar Monate später verschwand Malte Brack­mann plötzlich. Sechs Jahre lang blieb er verschol­len. Gestern abend tauchte er wieder auf ..."

Forester reichte Karen das Bild zurück. Sie warf einen Blick auf die Photographie, bevor sie das Bild wieder in ihrer Handtasche verwahrte. Ihre Augen glitten nur flüchtig darüber hin, dennoch glaubte Forester eine Veränderung ihres Ausdruckes zu bemerken, und im selben Augenblick verspürte er einen heftigen, ziehenden Schmerz und ein deut­liches Gefühl der Verzagtheit.

Heute nacht erfuhr ich von meinem Vater zum erstenmal die volle Wahcheit, aus welchem Grund Brackckann damals verschwand. Ich will Ihnen die Geschichte, so gut ich es vermag, erzählen ..." ^

5. Kapitel.

Sie saßen beide auf /einer Steinbank an der Plaza Colon, und Forester hörte von Karen Brack­manns Geschichte. Die Geschichte der Gründung und des Brandes von Buena Esperanza, von Hmslan- ders Unglück, von Brackmanns Verhaftung und dem niederträchtigen Streich, der zu feiner Verurteilung geführt hatte. Karen erzählte ihm rückhaltlos alles, sie sprach von der verhängnisvollen, unentschuld­baren Trägheit ihres Vaters, und sie zögerte nicht,

Dor dem Bücherschrank.

Zur neuen Büchersammlung der MSOAp. - Beweise deine Dankbarkeit.

Nacht liegt über kriegszerstürtem Land. Rechts und links des Weges ragen schattenhafte Konturen, Häuser, Katen, Ruinen. Von vorn, von da, wo am Horizont die Schlacht herübergrollt, wo Blitze zucken und Feuer brennen, marschiert eine kleine Einheit deutscher Truppepn in dieses gottverlasiene sow­jetische Nest. Ruhe, ein paar Tage Ruhe nach har­tem, erbittertem Kamps, nach Tagen siegreicher Be­währung. Ja, nicht immer flehen Infanterist und Panzergrenadier, Artillerist und Pionier im Feuer­hagel der Angriffs- oder Abwehrschlachten. Nicht ununterbrochen stößt der deutsche Flieger wie ein Habicht gegen den Feind. Nicht immer hat die U- Book-Besatzung feindlichePötte" vor dem Rohr, jagen unsere Schnellboote der britischen Küste zu, sind die Einheiten der Kriegsmarine draußen auf See.

Nicht immer also ist der Soldat in das große Geschehen des Krieges unmittelbar eingespannt. Es gibt auch manchen ruhigen Tag; es gibt oft Zeiten langen Wartens. Was tut der Soldat dann? Womft beschäftigt er sich in seinen dienstfreien Stun­den? Der Landser weiß vieles, womit er sich und seine Kameraden unterhalten und erfreuen kann, womit er sich sinnvoll die Zett vertreibt. Am lieb- S'in aber ist ihm ein Buch, ein gutes Buch.

ücher kann der Landser nicht genug bekommen; jedes bedruckte Blatt wird wie ein kostbarer Schatz bewahrt, wird als wertvolle Gabe weitergereicht, wird gelesen und immer wieder gelesen

Wieso immer wieder gelesen? mag da mancher verwundert fragen. Haben unsere Soldaten nicht genug Lesestoff? Haben nicht die drei großen Büchersammlungen der NSDAP, für die Wehr­macht Millionen guter Bücher erbracht, Millionen Bücher, die an die Front, in die Lazarette, an Einheiten im besetzten Gebiet und in der Heimat gegangen sind? Gemach, guter Freund! Wohl sind allein aus der dritten Büchersammlung her NSDAP, insgesamt 46 700 Büchereien an die Wehrmacht übergeben worden, wohl sind bei den drei ersten Büchersammlungen insgesamt 25 Mil­lionen Bücher zusammengekommen, aus denen wett

über 100 000 Büchereien zusammengestellt werden konnten, wohl hat sich also auch hier die Gebe- freudigkeit unseres Volkes glänzend bewährt, aber das alles reicht trotzdem nicht aus, den Lesehunger unserer Soldaten, den Bücherbedarf unserer Wehr­macht auch nur annähernd zufriedenzustellen. Weit­gedehnter als je sind die Fronten, mehr deutsche Männer als je stehen unter den Waffen, aufmerk­samer denn je werden heute die endlosen Grenzen des deutschen Machtraumes gehütet von deutschen Soldaten, denen ein gutes Buch bester Kamerad sein kann.

Und weil der Bücherbedarf so ^roß ist, wett neue Büchereien geschaffen werden muffen, die unseren Soldaten Freude, Entspannung und Erbauung in ruhiger Stunde bringen, deshalb ruft die NSDAP, das gesamte deutsche Volt zur 4. Bücher­sammlung für die deutsche Wehrmacht ^llfred- Rosenberg-Spende) auf. Alle Dienststellen der Partei, ihre Gliederungen unb angeschlossene Ver­bände werden diese Büchersammlung, die am 17./18. Oktober durchgeführt wird, tatkräftig und nachdrücklich unterstützen.

Aufgabe des gesamten deutschen Volkes aber ist es, die 4. Büchersammlung ebenfalls zu einem be­sonders großen Erfolg werden zu lassen, einem Erfolg, der unseren Dank an den Führer und an feine tapferen Truppen vor aller Welt dokumentiert.Bücher sind kein geringer Teil des Glückes!" Der dieses Wort gesprochen hat, Preu­ßens größter König, Staatsmann und Soldat, wußte, was für ein Kleinod das gute Buch fein kann. Auch wir wissen, was Bücher wert sind, und dennoch können wir nur ahnen, was sie dem Sol­daten draußen bedeuten als Gruß der Heimat als Zeichen treuen Gedenkens. Für den 17./18. Oktober hat deshalb nur die eine Parole Gültigkeit: W i r geben zur 4. Büchersammlung der NSDAP.! Wtt geben, weil wir diesennicht ge­ringen Teil des Glückes" unseren Soldaten freubig gönnen, weil wir selbst beglückt sind, wenn wir ihnen unsere Dankbarkeit, Liebe und Verehrung erneut sichtbar bezeugen können.

Konzerte und Sinfonien alter Komponisten.

Sinfonisches Konzert des Bannorchesters.

Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP, in Gießen werden musikalische Darbietungen als we­sentlicher Ausdruck deutschen Kulturwillens einen bevorzugten Platz einneymen. Die Konzerte und Sinfonien alter Komponisten, die das Streichorchester des Vannes Gießen (116) unter Leitung des Scharführers Fritz Braun und unter Mitwirkung der Solistin Gerttud D a p p e r (Kla­vier) am Sonntagnachmittag zum Vortrag brachte, bildeten gleichsam ein würdiges und festliches Prä­ludium. Die kleine, aber stilgerecht ausgewähtte und für den besonderen Zweck recht geeignete Vortrags­folge enthielt drei Werke älterer Meister. Ein Concerto grosso, op. 3 Nr. 3, für zwei Violinen, Viola, Klavier und Stteichorchester in' e-moll von Francesco Geminiani (16801762) erklang zu Beginn. Der weniger bekannte Komponist war der bedeutendste Schüler Corellis. Er trat auch als Violinfpieler hervor und hinterließ außer einigen Violinsonaten zwei Concerti grossi, von denen wir eines hörten. Im Mittelpunkt stand ein großes Konzert Nr. 19 in a-moll für Klavier und Streichorchester von Philipp Emanuel Bach (17141788). Der Sonatenkompönist und berühmte Klavierlehrer, der als Kammercembalist Friedrichs der Großen wirkte, war der zweitälteste Sohn des großen Thomaskantors Johann Sebastian Bach. Den Abschluß bildeten die drei Sätze der Ersten Sinfonie in G-dur von Friedrich dem Großen. Der König war nach dem Urteil kritischer Zeitgenossen nicht nur ein gewandter Flötenspieler, sondern auch der Schöpfer von 121 Flütensonaten, vier Flölenkonzerten, drei Sinfonien und anderer kleinerer Werke.

Eine besondere Note empfing das Konzert da­durch, daß es ausschließlich von jungem Musikbe­flissenen, einem vielversprechenden Nachwuchs un­seres Orchesters, bestritten wurde. Es war ein Bei­ttag der Hitler-Jugend zur künstlerischen Ausgestal­tung der Kulturwoche. Jungen und Mädels musi­zierten hier mit sicherem Können und ftischer Un- bekümmercheit und gewährten damit einem großen Hörerkreis Einblick in ihre künstlerische Arbeit. Wenn solch gemeinschaftliches Musizieren ersprießlich

und von Erfolg gekrönt fein soll, dann muß sorg­fältige und gründliche musikalische Schulung vor­ausgehen. Diese Arbeit kann nicht ausschließlich von dem Leiter in den Proben geleistet werden, sie liegt vielmehr in den Händen der Prioatmusiklehrer. So konnte der Leiter, Fritz Braun, manche Voraus­setzungen nutzend, seine kleine Schar zu einer musi­zierenden Gemeinjchaft zufammenzuschweißen. Er führte mit sicherer Hand die Spieler, die feinen (Ein­gebungen willig folgten, und geleitete sie auch über schwierige Stellen hinweg. Besonders gefiel das schöne Unisono tm l.Satz des Bachschen Konzertes. Das Klavier-Solo hatte Gertrud D a p p e r über­nommen, die damit wiederum ihr schönes pianisti- lches Können bewies. Der große Zuhörerkreis, in oem man leider die Jugend vermißte, folgte mtt Aufmerksamkeit den Darbietungen und dankte durch Beifall.

Das Bannorchefter und fein Letter können stolz fein auf die Leistungen und sich ihres Erfolges freuen. Sie sollen gleichzeitig ihn als Ansporn für weitere musikalische Arbeit bettachten. Es wäre ein verdienstvolles Beginnen, ein künftiges Konzert ein­mal dem Musikschaffen Friedrichs des Großen zu widmen, lieber der erfolgreichen Weiterarbeit des jungen Orchesters stehe der Mahnruf des Hans Sachs aus denMeistersingern":Verachtet mir die Meister nicht und ehrt mir ihre Kunst!"

Dr. Ludwig Arnold.

Eröffnung

einer Wiederaufführungswoche.

Zur Eröffnung einer Wiederaufführungs­woche künstlerisch und kultvurell wert­voller Filme im Programm der Gießener Kul- turwoche der NSDAP, sprach gestern abend im Gloria-Palast Kreisfilmstellenleiter Kreisstabs. amtsleiter Weber vor stark besetztem Hause in An­wesenheit zahlreicher Ehrengäste. Der Redner führte nach einleitender Begrüßung aus, die deutsche Kul­tur sei ohne das deutsche Filmschaffen nicht mehr denkbar. Was die Partei heute an kulturellen Wer­ten und Veranstaltungen bringe, sei weltbewegend.

Forester auch von jenem - nächtlichen Gespräch zu berichten, bei dem sie versucht hatte, Brackmann zu einer Wiederaufnahme des Prozesses und zur Ueberführung der wahren Schulliigen zu überreden.

Forester'war von Brackmanns Schicksal erschüt­tert. Dennoch verspürte er im Grunde seines Her- zens eine Erleichterung. Durch das Vertrauen, das Karen ihm geschenkt, und durch die Offenheit, mit der sie chm von ihrem nächllichen Besuch bei Brack­mann erzählt hatte, glaubte er sich zu der Annahme berechtigt, daß Karen nicht, wie er jm ersten Augen­blick eifersüchtig und enfmutiat befürchtet hatte, aus Liebe um Brackmanns Schicksal bangte, sondern daß die Sorge um ihn ausschließlich dem Wunsche ent­sprang. Sie wollte für die Schuld ihres Vaters einspringen und an Brackmann gutmachen, was Orgassa 'versäumt hatte.

Dennoch blieb eine quälende Unsicherheit in ihm zurück, wenn er an heft Blick dachte, Den sie auf Brackmanns Bild geworfen hatte, aber ihm fehlte der Mut, eine Frage zu stellen, deren Beantwor­tung oder Nichtbeantwortung ihm Gewißheit ge­geben hätte. Denn er wußte, daß ein Absturz aus feinen geheimen Erwartungen es ihm schwermachen würde, sich für Brackmann einzusetzen, obwohl er nicht einen Augenblick gezögert hätte, Karen auch Dann zu helfen, wenn er sich selbst damit um eine glückliche Hoffnung betrog. War es nicht auch eine Pflicht des Anftpndes und des Gewissens, hier ohne langes Besinnen und Rechnen in jedem Fall auf die Schanze zu springen?

Forester erhob sich.Shimmen Sie, Staren, wir müssen Brackmann finden! Ich mache Ihnen einen Vorschlag: da Sie sich an der Suche nicht beteiligen können, bringe ich Sie jetzt zu einem Hotel, wo Sie etwas zu sich nehmen werden und wo ich Sie treffe, sobald ich meine Garde beieinander und Brackmann auf die Spur geletzt habe. Uns bleibt leider nichts anderes übrig, als in Geduld zu warten. Es wird Neroett kosten, aber ich hoffe zuversichtlich auf ein gutes Ergebnis. Zehn Indios mit einem halben Peso in der Tasche und der Aussicht auf das große Los ... es müßte schon ganz verhext zugehen, wenn es uns nicht gelingen soltte, Brackmann aufzustö'

bern. Jetzt, nachdem Sie mir alles erzählt haben, bin ich fest Davon überzeugt, daß er nur im Hafen« viertel zu suchen ist."

Und wenn wir ihn nicht finden?" fragte sie be­klommen.

Ich wage Daran nicht zu denken", bekannte er; denn wir können schließlich nicht vor Gonzales' Büro und vor seine Prioattvohnung oder vor Das El Faro" Posten stellen ..."

Karen sah ihn überrascht an:Es wäre immer­hin eine letzte Chance ..."

Schlagen Sie sich diesen Gedanken aus Dem Stopf, Karen, er ist absurd", und mit etwas grimmigem Humor fügte er hinzu,genau so gut könnten Sie Gonzales ober die Perano vor Brackmann warnen." Er Drehte, da die Dunkelheit bald hereinbrechen mußte. Die Standlichter seines Wagens an und sperrte ihn sorgfältig ab. Dann führte er Staren ins Pullman", ein Hotelrestaurant, Das hauptsächlich von nordamerikanischen Touristen besucht wurde. Er wählte auf der Terrasse einen Tisch aus und empfahl dem Oberkellner, der ihn kannte, Karen befembers aufmerksam zu bedienen.

Wollen Sie nicht rasch mtt mir essen, bevor Sie gehen, Frank?" fragte sie besorgt.

,Hch bin nicht fürs Rasche, am wenigsten, wenn es ums Essen geht. Aber Sie sollen noch Gelegenheit haben, meinen Appetit zu bewundern. In einer halben Stunde hoffe ich wieder hier zu sein. Nun möchte ich Sie noch hüten, rfiir das Photo von Brackmann zu geben. Ich kann mir Dann die Beschreibung, die ja Doch immer sehr ungenau aus- fällt und meist Irrtümer zur Folge hat, ersparen." Staren reichte ihm das Bild. Er legte es in seine Brieftasche und verabschiedete sich, um rasch in der Richtung zum Ha'en zu verschwinden, wo er am ehesten Darauf rechnen konnte, ein Dutzend müßig umherstrolchender oder auf Gelegenheitsarbeit war­tender Indios zu finden. Schon auf halbem Wege bot ihm ein Bengel, der Forester anscheinend für einen abenteuerlustigen VergnügUngsreisenden hielt, in gebrochenem Englisch feine Führerdienste an. Für eine Zigarette und ein paar Centavos, Te­nor ..." (Fortsetzung folgt)