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vom Führer beauftragt.

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Gruppenführer Bielstich wurde zu Peine bet Hannover am 15. März 1895 geboren. Lei Aus­bruch des Weltkrieges trat er als Kriegsfreiwilliger bei der Infanterie ein. Nach Genesung von einer Verwundung wurde er Flugzeugführer und blieb m dieser Eigenschaft bis zum Zusammenbruch 1918 an der Front. In die Heimat zurückgekehrt, schloß er sich einem Freikorps an und kämpfte in dessen Rechen in Berlin, Mitteldeutschland und Ober-

Dann rückte er mit einem energischen Klaps den grünen Hut tiefer in die Stirn, drehte sich mn und ging rasch davon. Sehr groß, sehr breitschultrig

Eine Ohrfeige für Roosevelt.

Der chilenische Staatspräsident Rios sollte auf Einladung Roosevelts am 15. Oktober nach W a = shington reisen. Selbstverständlich: Um das Wort des Herrn zu hören, nämlich Roose­velts! In seinem Uebermut hat aber der stellver­tretende Außenminister der USA. S u m n e r Welles in einer Washingtoner Pressekonferenz Chife beschuldigt, daß es an der Versenkung ame-

ibr schon zeigen, daß hier nichts zu erben ist für sie. Nun passen Sie mal auf, Fräulein! Kommen Sie ein bißchen abseits und sehen Sie zu. Die Alte wird ihn sich schon holen."

Gegenstück zur dichtenden Romantik erblicken, in der nicht die zerflatternden Gefühlsmodulationen der Tieckschen Theaterstücke, sondern die klaren drama­tischen Konturen Kleists die bleibenden und typi- pischen Werte geliefert haben. Auch diese Reihe der Peinerschen Tafelgemälde erhärtet die Erkenntnis, daß die Hintergründigkeit des Kunstwerks nicht aus Unklarheit geschöpft wird, sondern daß die Klarheit eben so bedeutend sein muß, daß hinter ihr nicht mehr genau faßbare Zusammenhänge als ein Ge­fühl von den letzten Dingen empfunden wird.

Die Frucht dieses Entwicklungsganges, natürlich im großen gesehen, der vom Wandteppich über das Tafelgemälde wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt, sind die in unwirkliche überirdische Farbe getauchten Wandteppiche der allegorischen Reihe und die für die Reichskanzlei bestimmten monumentalbetonten Entwürfe zu den Wandtep­pichen der ReiheDeutsche Schicksals- schlachte n".

Alles ip allem scheint uns das Wunder dieser Gralsburg in dem Gesetz zu sein, das der Künstler sich und seinen Schülern aufgab: Idealisierung des Natürlichen ohne Auflösung der natürlichen For- men. Wir nähern uns damit wieder dem antiken Himmel, dessen Götter auch Menschenantlitz^ trugen. Vielleicht bezeichnet dieser Grundsatz überhaupt den augenblicklichen Standort zumindest der bildenden Kunst, in Deutschland.

Bis 1937 hat Peiner auf der Kronenburg als freier Künstler gelebt, umgeben und unterstützt von einem freiwillig sich unterordnenden Schülertreis. Zn Anerkennung der grundsätzlichen Bedeutung des Peinerschen Werkes hat Reichsmarschall Göring im Mai 1937 die Kronenburg zur Hochschule er­hoben und sie unter dem Namen Hermann-Göring- Meisterschule für Malerei seiner persönlichen För­derung unterstellt. Die Satzungen sehen einen Höchststand von 15 Schülern vor und die Schule, deren von Fahrenkamp besorgter Bau als eine interessante Kombination nordischer und südlicher Bauelemente sich zwischen den Bunkern und Pan­zersperrlinien des Westwalls erhebt, kann die Eigen­tümlichkeit für sich buchen, die kleinste Hochschule des Reiches, ja vielleicht überhaupt der Welt zu sein.

Seit dem Bestehen der Meisterschule sind neben einer Anzahl von Tafelbildern die Folge der Fal­kenjagdteppiche, eine Folge von zehn Gobelins mit

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Höchst böswillig.

Ja", sagte der Mann mit einem gewichtigen Nicken,das ist die sicherste Art, ihn umzubringen."

So!? Und wenn eine Katze kommt?"

Erstens", sagte der Mann gemütlich,kommt hier keine Katze. Und zweitens, wenn doch dann sind wmzwei beide ja da, nicht

titanischer Schiffe schuld sei, weil es nicht die B e < Ziehungen zu den Achsenmächten ab­gebrochen habe. Den gleichen Vorwurf hat er auch gegen Argentinien erhoben. Dabei ist die Politik Chiles und Argentiniens von eitler Vorsicht durch­tränkt, die manchmal die Grenzen der Peinlichkeit nicht vermeidet. Aber dieser Tobak aus Washington war doch zu stark. Die chilenische und argentinische Presse hat energisch protestiert, obwohl sie zu einem sehr großen Teil achsenfeindlich eingestellt ist. Der chilenische Staatspräsident Rios hat nun .feines Washingtoner Besuch vorläufig abgesagt, und zwar mit folgender Begründung: ,Zch bedauere sehr, daß ich mich gezwungen sehen muß. Eurer Exzellenz (gemeint ist Roosevelt) mitzuteilen, daß die kürzlich in den Vereinigten Staaten in Umlauf gesetzten amtlichen Informationen über die in­ternationale Lage meines Landes mich veranlassen, die Ehre, Eurer Exzellenz einen Besuch abzustatten, vorläufig aufzuschieben."

Sumuer Welles redet sich heraus.

Buenos Aires, 12. Oft (Europapreß.) Dec argentinische Außenminister gab am Sonntag be­kannt, daß der argentinische Botschafter in Washington, Dr. Espil, dem Unterstaats­sekretär Sumner Welles persönlich das Miß­fallen der argentinischen Regierung wegen seiner Aeußerungen in Boston ausgedrückt und'ihn aufgefordert hat, die Tatsachen zu präzi­sieren, die seinen Aeußerungen zugrunde lagen. Mr. Welles tat dies nicht und entschuldigte sich mit mllitärischen Gründen", wird in der Erklärung

Alliierte" unter sich

besetzten Ort und noch zwei festungsartig ausgebaute Höhen nordwestlich Stalingrad. Dadurch zerschlug er die für einen Durchbruch vorgesehenen Ausgangs­stellungen der Bolschewisten.

Feindliches Ll-Boöt versenkt.

Rom, 12. Oft (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Montag meldet u. a.: Eines unserer U-Boote unter dem Befehl von Kapitänleut- nant Raoul Galletti versenkte im mittleren Mittelmeer, ein feindliches U-Boot durch Torpedotreffer.

Erster Flug ins Leben.

Von Peter Mattheus.

Hoppla!" sagte der Mann mit dem grünen Hut Hinter ihm war etwas mit sanftem Platsch auf dem Boden gelandet. Als ter sich umdrehte, saß ein junger Spatz da, einer von denen, die die ersten Flugver­suche machen. Er sah erschrocken zu dem großen Mann empor, sagtePiep!" und hüvfte mit ge­spreizten Flügeln fort. Ziemlich ungeschickt.

Eine Dame, die vorbeikam, blieb stehen und sah dem kleinen grau-braunen Federball voller; Mitleid zu. Dann klemmte sie resolut ihr Täschchen unter den Arm, bückte sich und versuchte, den Spatz zu fangen.Piep!" sagte der junge Spatz sehr schrill. Pip! Piep!? And hüpfte ängstlich flatternd fort.

Pst Sie!" sagte der Mann mit dem grünen Hut.Was machen Sie denn da?"

Sehen Sie ja ich will ihn fangen", sagte die Dame spitz.

Hm woll'n Sien sich braten?"

Na, was Sie da reden!" sagte die Dame ent­rüstet.Ich wohne hier. Ich will ihn mit hinauf- nehmen und füttern. Sie sehen 'doch, daß er ganz schwach ist, nicht? Und wenn er sich erholt hat, lasse ich ihn wieder fliegen."

Führungswechsel in -er GA.-Gruppe Hessen

Gruppenführer Bielstich

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schlefien. !

Schon im Jahre 1922 schloß er sich in Ndunchen der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung an und trat in die Partei ein. Aus feiner einsatzfreudi­gen und kämpferischen Haltung heraus focht er . während der Kampfzeit in den Reihen der SA. in Hannover, wo er die Untergruppe Hannover führte. Am 1. Februar 1934 wurde er Stabsführer dec Gruppe Hessen, führte im Anschluß daran die Bri­gade 148 in Wetzlar und später die Brigade 48 in Marhurg (Lahn) bis zum Sommer des Jahres 1938. Dann erreichte ihn die Berufung zum Stabs- führer der Gruppe Oder.

Bei Kriegsausbruch befand sich Gruppenführer Bielstich als Beobachter in einer Aufklärungsstaffel. Er nahm an den Feldzügen gegen Polen und iit Norwegen teil, wovon unter feinen Kriegsaus-. Zeichnungen in besonderer Weise der Narvik-Schlld zeugt Als Hauptmann der Luftwaffe und Ange­höriger des fliegenden Personals eines Kampf­geschwaders war er auch an Luftangriffen gegen England beteiligt. Nach Ausbruch des Krieges im Osten kämpfte er in Nordfinnland und am Eismeer.

So blickt Gruppenführer Bielstich auf viele Jahre kämpferischer Erfahrung und härtesten Einsatzes so­wohl im Braunhemd als auch im feldgrauen Rock zurück.

Mit der nunmehrigen Führung der SA.-Gruppa Hessen erwarten ihn neue und größere Aufgaben« Alle Angehörigen der Gruppe aber sind entschlossen, an ihrer Erfüllung unter seiner Führung im alten SA.-Geist mitzuarbeiten. '

Bolschewistischer Schwindel.

Eine deutsche Richtigstellung.

Berlin, 12. Okt. (DNB.) In der Einkefselungs- schlacht südlichdesLadogasees wurden nach Meldungen des OKW. vom 3. und 6. Oktober sieben bolschewistische Divisionen vernichtet und darüber hinaus weitere Divisionen und Brigaden schwer angeschlagen. Bei den vernichteten Divi­sionen handelte es sich im einzelnen um die 19. und 24. Gardedivision sowie die 191., 259., 265., 294. und 374. Schützendivision. Schwer angeschlagen wurden die 16., 24., 98. und 122. Panzerbrigade, das 501. und 507. Panzerbataillon sowie die 22., 23., 33., 53., *137. und 140. Schützenbrigade. Bei diesen Kämpfen erlitten weiterhin die 11., 327., 372. und 376. sowjetische Schützendivision schwerste Verluste.

An diesen vom OKW. gemeldeten Tatsachen kön­nen bolschewistische Falschmeldungen und Dementis ebensowenig ändern, wie das Verfahren der Kommissare, neu herangeführte Truppen mit den Nummern der vernichteten Einheiten zu ver­sehen, um so die Existenz der aufgeriebenen feind­lichen Verbände zu beweisen. Die bevorstehende Veröffentlichung weiterer deutscher Berichte und Kampfschilderungen vom Ladogasee wird die wirk­lichen Tatsachen stärker untermauern, als sie die jüdisch-bolschewistischen Lügen zu verschleiern ver­mögen.

Auch die sattsam bekannte Methode der Bolsche­wisten, Siege auf dem Papier zu erfinden, hat neue Blüten getrieben. Seit längerer Zeit mel­deten die Bolschewisten von der Leningrad-Front Erfolge im Raum von Sinjawino, einem Ort weit hinter den deutschen Stellungen. Da den Bolsche­wisten ihre sogenannten Erfolge offenbar selbst un­heimlich geworden sind, haben sie soeben schleunigst eine deutsche Offensive erfunden, die aber den deut­schen Truppen keine Erfolge gebracht habe. Immer­hin gibt diese neue Lüge den Briten die Möglich­keit, von hohen deutschen Verlusten in diesem Ab­schnitt zu phantasieren. An diesen ganzen Meldun­gen von bolschewistischen Erfolgen und abgewehrten deutschen Angriffen ist kein Wort wahr, so daß auch die behaupteten Verlustzahlen der deut­schen Truppen jeder Grundlage entbehren.

Weitere Lügen der britischen Regierung

Berlin, 12. Okt. (DNB.) Aus den Aussagen der beiden überlebenden deutschen Soldaten, denen es gelang, auf der Insel Sercq aus der englischen Gefangenschaft zu entkommen, werden weitere Ein­zelheiten bekannt, die die amtliche Erklärung der britischen Regierung vom 10.Oktober- gen strafen. Die Briten haben bekanntlich behaup­tet, sie hätte die Hände der deutschen Soldaten aus dem Grunde gebunden, damit die Männer, die die Gefangennahme durchführten, sie durch Unterhaken der Arme abführen konnten.

Demgegenüber haben die beiden deutschen Sol­daten bei ihrer Vernehmung ausgesagt, daß sie nicht untergehakt wurden. Die fünf deutschen Gefangenen wurden durch je zwei Engländer ge­fesselt und abgeführt, wobei jeweils ein Gefangener allein vor zwei Engländern hergehen mußte. Der von den Engländern zum Rückzug benutzte Weg ließ ein Nebeneinandergehen von drei Personen auch nur an ganz wenigen Stellen zu.

Die britische Regierung hat in ihrer Erklärung den feigen Mord an wehrlosen deut­schen Gefangenen weiter damit begründet, daß die Gefangenen auf dem Wege zu den Booten an von den Deutschen besetzten Kasernen hätten vor­beigeführt werden müssen. Auch diese Behauptung ist falsch. Don der Stelle, wo die fünf deutschen Soldaten gefangen genommen wurden, bis zur An­lagestelle der Boote führte der Rückzugsweg an keiner weiteren Truppenunterkunft und auch nicht an anderen Gebäuden vorbei. Das einzige Gebäude im' Umkreis von 100 Meter ist ein kleines, unbe­wohntes und baufälliges Haus, das noch nie mit Truppen belegt war.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 12. Okt. (DNB.) Der Führer vttlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Erwin Iänecke, Kommandeur einer Infanterie-Division; Major Wilhelm Knetsch, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Haupt­mann Konrad L y h m e, Bataillonsführer in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant Klaus Hilge­rn a n n , Chef der Infanteriegeschütz-Kompanie eines J.-R.; Oberfeldwebel Ernst Kruse, Zugführer in

einem Panzergrenadier-Regiment und Obergefreiten Fritz Faust, in einem Infanterie-Regiment; fer­ner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luft­waffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Stry, Flugzeugführer in einem Sturzfluggeschwa- der, und Leutnant Kutscha, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader.

*

Major Wilhelm Knetsch, am 26.2.1906 als Sohn des Archivars Knetsch in Marburg.an der Lahn geboren, stürmte an der Spitze seines Batail­lons in erbitterten Häuserkämpfen einen vom Feinde

der Darstellung foer weiblichen Tugenden, Entwürfe 3it acht GobelinsFestzüge der Planeten" und schließlich die zwischen 1939/42 geschaffenen Ent­würfe zu den Schicksalsschlachten der deutschen Ge­schichte;Teutoburger Wald",Ungarnschlacht Heinrichs I.",Schlacht' bei Wien gegen die Tür­ken",Marienburg",Kunersdorf" undLeipzig"; ferner zwei Themen über die Schlachten dieses Krieges, die dem Künstler erst später aufgegeben werden. Gerhard Aichinger.

Ach!" sagte die Dame ganz gerührt.Ach!

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Ja, ja", sagte der Mann und nickte,ob das nun ~ ..... * ........ . »st

NSG. Gruppenführer Diel, Ausscheiden von Gruppenführer Dörnemann vom Führer mit der Führung der SA.-Gruppe Hes- fen beauftragt wurde, kommt von der Gruppe Oder, wo er bis zu feinem Kriegseinsatz zuletzt als Stabs­führer tätig war. Indessen ist er für die Gruppe Hessen kein Fremder, hat er doch jahrelang zuerst als Stabsführer und dann als Brigadeführer in ihr gewirkt. So kann die Gruppe Hessen als ihren neuen Führer, einen alten Mitkämpfer ihrer eigenen Reihen begrüßen, der Männer und Verhältnisse der Gruppe aus eigener Anschauung und eigenem

Als Beittag zu den Kriegszielen der USA. hat dieser Tage die amerikanische Wochenzeitschrift Life" in einem offenen Brief an das englische Volk die Aufforderung an die Briten ergehen lassen, den Kampf für das britische Empire einzustellen, da die Amerikaner sicherlich nicht da- ür kämpften, das englische Weltreich zusammenzuhalten. Diese Aufforderung, die ganz in der Linie der Rooseveltschen Erbschleicher­politik liegt und die zweifellos aus dem Weißen Haufe veranlaßt worden ist, hat natürlich in Eng­land lebhaftes Aufsehen erregt und ist vor allem dem englischen Kriegsverbrecherkumpanen schwer ins Gebein gefahren. Damit man aber ja in Lon­don nicht auf den Gedanken käme, diese Ausfüh­rungen der ZeitschriftLife" als literarische Ex­pektoration abzutun und über sie zur Tagesordnung hinwegzuschreiten und damit die britischen Spieß­gesellen auch nachträglich an den Emst der Situa­tion erinnert werden, hat die Rooseveltklique die Ausführungen der ZeitschriftLife" gleich kräftig dadurch unterstrichen, daß sie durch amerikanische Truppen -die britischen Bahrein-Inseln kurzerhand besetzen ließ und damit doku­mentierte, daß das, was bis jetzt zum britischen Empire gehöre, in Zukunft von den USA. als Eigentum betrachtet werde. Die Bahrein-Inseln sind seit 1861 englisches Protektorat, und weder die Ara­ber noch der Schah von Persien, die beide lebhaftes Gelüste nach diesen Inseln hatten, konnten das er­reichen, was jetzt die Amerikaner mit einem Hand­streich zustande brachten. Im übrigen ist diese Be­setzung der Bahrein-Inseln durch amerikanische Trup- Sen durchaus keine sensationelle Angelegenheit. Die merikaner haben sich ja aus der britischen Erb­schaftsmasse bereits viel bessere Rosinen herausge­pickt. Daß jetzt auch die Bahrein-Inseln daran glau­ben müssen, ist nur insofern ein pikantes und aus­fälliges Ereignis, als die Besetzung ungefähr im gleichen Augenblick vollzogen worden ist, als man in den USA. die Aufforderung plakatiert hat, die Briten sollten von ihrem Kampf für das Empire

flotte, die es jemals gegeben habe. Sie werde nach dem Kriege die größte Aufgabe haben, den internationalen Handel in aller Welt wieder in ge­ordnete Bahnen zu lenken. Diese Werbuna wird noch mit Versprechungen höchster Heuer besonders schmackhaft und verlockend gemacht.

Das zmückgehattene Kriegsmaterial der LlSA.

Stockholm, 13. Okt. ^Europapreß.) Heber wachsende englische Kritik an der Unzulänglichkeit der nordamerikanischen Kriegsmate­riallieferungen berichten schwedische Korre­spondenten am Montag aus London. Es scheint in London der Eindruck vorzuherrschen, daß diese Kritik an dem nordamerikynischen Bundesgenossen mit dem offenen Brief desLife" in einem gewissen Zusammenhang steht. Im besonderen beklagen die Blätter, daß die nordamerikanische Regierung einen erheblichen Teil der Rüstungsproduktion für die Ausrüstung von Armeen zurückhalte, die frühestens in zwei Jahren in Aktion treten könnten. Bezeichnend für die Stimmung ist die von Garvin imSunday Expreß" ausgegebene Devise: Vereinigte Nationen vereinigt euch!" Dabei beklagt Garvin, da es nicht einmal zwischen Washington und London ein Uebereinkommen über eine gemeinsame Strategie gäbe, geschweige denn zwischen den angelsächsischen Mächten und Moskau. Andere Blätter kommentieren die Entwicklung der letzten Wochen in ähnlichem Sinne und verzeichnen dabei auch das Gerücht, wonach Stalins Klage über feine Verbündeten durch das Ausbleiben einer fest gugefagten größeren Sendung nordamerika- n i scher Flugzeuge ausgelöst worden sei. Die Daily Mail" fordert in diesem Zusammenhang erneut einen Vereinigten Generalstab mit einem gemeinsamen Oberbefehlshaber, der nach Auffassung des konservativen Blattes auch unbeschränkte Voll­machten für die Verteilung des Kriegs­materials auf den verschiedenen Kriegsschau­plätzen haben müsse. Dabei werden die USA. eindeutig angeklagt, von ihrem Kriegs­material allzuviel zurückzuhalten und damit die Position Englands zu gefährden.

Zur Rachschubregelung nach USA. entsandt.

Lissabon, 13. Oft. (Europapreß.) Der britische 23erforgungsminifter hat, wie dieTimes",berichtet, General Walter V e l l i n g zum Generaldirektor der britischen Versorgungsabteilung in Washington er­nannt. General Velling war bis. vor kurzem Gene- ralquartiermejfter der britischen Armee und geht als Zivilperson nach Washington. Er wird Nachfolger des kanadischen Industriellen Eduard P. Taylor, der diesen Posten feit August 1941 innehatte. Angesichts der Spannungen wegen der Zuteilung des nord­amerikanischen Kriegsmaterials an England hat man es anscheinend vorgezogen, einen Engländer und nicht einen Kanadier auf den wichtigen Beschaffungs­posten zu setzen, dazu noch einen General, der die Versorgung der Truppe anders befürworten und durchdrücken kann als ein Zivilist. So ihm das ge­lingt.

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,Meinen Sie?" sagte die Dame zweifelnd und stellte sich abwartend neben ihn.

Jawoll das meine ich!"

Etwa eine Minute lang geschah gar nichts. Dec kleine Spatz faß auf den Steinen und sagte durch­schnittlich alle zehn SekundenPiep!" Dann löste sich plötzlich ein Schatten aus dem nächsten Baum, und gleich darauf saß die Mutter neben dem Kleinen. Sie sagte sehr viel, die Alte. Und ihr Tonfall klang höchst energisch. Offenbar war sie nicht ganz zu­frieden mtt ihrem Kind. Dann flog sie jäh auf einen Mauersims, drei oder vier Meter entfernt' und etwa mannshoch über der Erde, und zwitscherte von oben weiter.

Na?" sagte die Dame gespannt.

Im selben Augenblick breitetet der Kleine unten die Flügel aus, tat ein paar ungeschickte Hovsec und landete ziemlich glatt neben der Mutter auf dem Sims. Er sagte zweimal höchst befriedigtPiep!" Die Alte ließ ihm Zeit, sich zu verpusten.

Eine Weile saßen die beiden still auf dem Mauer­sims. Dann flog die Alle blitzschnell auf den unter­sten Zweig des nächsten Baumes, kehrte zurück, flog wieder auf den Zweig, kehrte abermals zurück und flog zum drittenmal. Diesmal blieb sie auf dem Zweig sitzen und lockte.Piep!" klang ihre Stimme tief und voll zwischen den Blättern hervor. Und Piep!" klang es vom Mauersims schrill und ängstlich.

Jetzt passen Sie auf", sagte der Mann mit dem grünen Hut.Jetzt passen Sie auf sie hat 's chm gezeigt."

Mit einemmal purr segelte der Kleine vom Sims und flatterte unsicher zwar, aber doch ganz kräftig hinüber zu dem Zweig. Er erreichte ihn. Und in einer Orgie vom wechselseitigen Pieps hüpfte er hinter der Alten her, höher hinauf, dem Stamm zu.

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Genf, 13. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die. Lon­doner Presse vom 12. Oktober zeigt, daß der in den amerikanischen ZeitschriftenFortune" undßrfe" erschieneneoffene Brief an das britische Volk" die Gemüter in Großbritannien weiter stärkstens be­schäftigt. Der diplomatische Korrespondent derTi­mes" spricht dabei von einemAngriff auf Großbritannien" und sagt, der Artikel habe sehr viel böses Blut gemacht. Britischerseits werde man die Aufmerksamkeit der USA.-Regierung auf diesen höchst böswilligen Artikel" lenken.

USA. wollen auch die britische Handels­flotte erben.

Lissabon, 12. Oft. (Europapreß.) Die Nord- ameritaner sind anscheinend entschlossen, nachdem sie inzwischen die Engländer aus den meisten internationalen Schiffahrtswegen hinausgedrängt haben, diese Posittonen für immer zu behaupten und damit das Erbe des dem Untergang geweih­ten britischen Empires auch auf diesem Gebiet anzutreten. Das Mißtrauen der Engländer gegen ihren Bundesgenossen, das sich darin ausdrückte, daß, sie die nordamerikanische Küstenschiffahrt, die Verbindungen zwischen Südamerika und England oder Amerika und Afrika sowie AmerikaOftafien erst auf stärksten Druck der USA. aufgaben, ist da­her verständlich. Aus dey Werbeplakaten der USA.-- Schlffahrtsbehörde, Die jetzt in allen Teilen der Ver­einigten Staaten Mannschaften für die Todesfahrt über die von den U-Booten der Achsenmächte be­herrschten Meere werben sollen, heißt es u.a., die USA. brauchten die größte Handels-

Nie Gralsburg in der Eifel.

Das Werk Werner Peiners.

Nicht jedem Künstler ist das Glück so vollkomme­nen Sieges beschieden gewesen wie Werner Pei­ner; dem Impressionismus bei Bejahung der Farbe die klare Form einer monumentalen Linie, Dem Expressionismus bei Bejahung der Linie den feftbeftimmten gedanklichen Inhalt feiner male­rischen Komposition entgegensetzend, wuchs er aus der Zeit über sie als Künder des Neuen. Das Haus und die Ateliers, die sich Der DüsselDorferSezef- sionist" auf einem Hügel Der Eifel, dicht unter Den Ruinen Der Kronenburg, gebaut hat, würde wohl noch heute von Gegnern berannt werden, hätte nicht das Ereignis Des Jahres*1933 aus Dem Trutz­bau eine Gralsburg gemacht. So ist ihm Verkün­dung und Erfüllung, Revolution und Sieg, Aus­saat und Ernte vom Schicksal zugemessen worden.

Die weihevolle Abgeschiedenheit der Allegorie, der Glanz eines Wundersehnsuchtshimmels liegt über dem Werk, das auf Der Kronenburg entsteht: die Entwürfe zu Dem von Reichsmarschall Göring und Reichsminister Speer für Die repräsentativ­sten Bauten Des neuen Deutschland in Auftrag ge­gebenen Wandteppiche. Hier also formt sich ein künstlerisches Antlitz, das bestimmt ist, sich als typische Prägung unserer Zeit kommenden Ge­schlechtern zu überliefern.

Peiner ist bald nach Dem Weltkrieg hauptsäch­lich durch Gobelin-Entwürfe bekanntgeworden. Später erst folgen Tafelgemälde, vor allem Die für Die Entwicklung Des Künstlers besonders wichtigen afrikanischen Bilder, die zum Teil auf Den UeberseeschiffenEuropa" undBremen" zu sehen gewesen sind, und mit Dem nachhaltigen Eindruck, den sie hinterließen, Peiners Namen entscheidend durchsetzten. Minutiöse Detailausführung, eine stark betonte klare zeichnerische Linie bekommen in diesen Bildern durch ein raffiniertes Kolorit fast über­irdisches Leuchten. Der angestrebte Zweck, den Ein­druck eines paradiesischen Landes hervorzurufen, appelliert an ein unbestimmtes Sehnsuchtsgefühl, und es ist interessant, daß die Auslösung dieser Impression eines nicht genau Abwägbaren nicht durch unbestimmte Farben, sondern durch eine be­tonte Klarheit erreicht wird. Man kann hier ein

und sehr männlich. Und ein kleines bißchen ver­legen.

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