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Unsere Arbeitskraft ist unsere Stärke

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(Nachdruck verboten.)

14. Fortsetzung.

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Auf Einladung des Gauleiters und Reichsstatt- lters Dr. Scheel trafen in Salzburg die Militar- es befreundeter und neutraler Länder zu einem jichrtägigen Besuch ein. Sie wurden von Gauleiter r. Scheel begrüßt. Für die Militärattaches dankte itterkreuzträger Generalmajor Mal ar (Slowa- hi). Die Gäste werden einer Reihe von festtichen ufführungen und Konzerten beiwohnen.

Durch Verordnung des eidgenössischen Kriegs- ährungsamtes wird im schweizerischen Gastwirts­werbe der dritte fleischlose Tag für jede Woche ngeführt. _______________________________

beitsschutzwalter eingesetzt und sie für ihr Aufgaben­gebiet geschult. Bei kleineren Betriebsgemeinschaften versieht der Betriebsobmann dieses Amt mit. Ihre Aufgabe ist es, durch immerwährende und stets wiederholte Hinweise, Aufklärungen und Belehrun­gen die Gefolgschaftsmitglieder dahin zu bringen, daß sie zu übersehen vermögen, welche Gefahren überall lauern. Wer glaubt, sich über die Unfall­verhütungsvorschriften Hinwegsetzen, die zur Be­dienung bestimmter Maschinen oder Geräte erlaße­nen Vorschriften ignorieren oder sich über sie wider bessere Einsicht aus menschlicher Schwäche, Leicht­sinn, Fahrlässigkeit, Eitelkeit oder Angebertum er­haben fühlen zu können, sollte nie vergessen, daß unsere Weltanschauung den Menschen als Einzel­individuum dem Volksganzen einordnet und ihm verantwortlich macht. Wir alle sind deshalb auch verpflichtet, unsere Gesundheit und Arbeitskraft dem Dolksganzen zu erhalten und somit die Kraft der Volksgemeinschaft zu erhöhen. Unsere Stärke ist unsere Arbeitskraft. Diese Stärke zu bewahren und noch zu steigern, bedarf es aller verfügbaren Mittel. Eines hiervon ist der Schutz vor Unfällen.

Der AusspruchArbeitsschutz ist Lebensschutz", den vor Jahren ein'mal ein Schaffender unseres Gaues geprägt hat, sagt eigentlich alles: Jedem denkenden Volksgenossen sollte daran klar werden, daß die Erhaltung unserer Arbeitskraft für Führer und Reich heute wichtiger ist denn je.

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Im Anschluß an den dieser Tage ergangenen ge­meinschaftlichen Erlaß des Reichskommissars für die Preisbildung und des Staatssekretärs für Fremden­verkehr werden jetzt von zuständiger Stelle die neuen Richtlinien für die Preisbildung im Gaststätten- und Beherbergungswesen bekanntgegebsn. Mit Rücksicht auf die kriesbedingten Leistungsminderungen werdssn nunmehr bestimmte Anweisungen für die Preissen­kung erteilt. Dabei wird berücksichtigt, daß die Por­tionen tm Gaststättengewerbe wegen des Fehlens von Gemüse, Kartoffeln, der geringeren Zuteilung von Fleisch und Fett und des Fehlens vieler Ge­würze kleiner und weniger gehaltvoll geworden sind. Fisch, Geflügel, Eier, Obst und Zucker werden den Gaststätten sehr viel seltener ohne Marken zuge­teilt als früher. Allerdings darf man die dadurch entstehende Ersparnis nicht überschätzen. Denn in den Gaststätten, Hotels usw. spielt nicht der Rohstoff finanziell die Hauptsache, sondern der Aufwand. So sind z. B. an einer Tasse Kaffee der Kaffee, die Milch, der Zucker mit höchstens 2,5 Rpf. beteiligt.

Der gemeinsame Erlaß des Staatssekretärs für den Fremdenverkehr und des Reichskommissars für die Preisbildung verzichtet auf -eine einheitliche Preis­senkung, weil die Verhältnisse im Reich zu verschie­den sind. Er gibt jedoch den einzelnen Preisbil­dungsstellen die maßgebenden Richtlinien. Danach sind die Speisen, je nach den örtlichen Verhältnissen, um 5 bis 15 v. H. zu verbilligen, wobei die Por­tionen gleich bleiben und für einen normalen Esser

ausreichen müssen. Beim Kaffee soll der Preis gegen­über Kriegsbeginn um mindestens 20 o. H. gesenkt werden; das bedeutet gegenüber den heutigen Prei­sen eine weitere Verbilligung um etwa 8 v. H. Vor­läufig unverändert bleiben die Bierpreise und die für Mineralwasser. Die Weinpreise werden von den Preisbildungsstellen erneut überprüft, da beim Wein gegenwärtige vielfach die Spitzenqualitäten zum Ausschank kommen.

Don befonberem Interesse sind die Vorschriften der Richtlinien, die sich mit den Pensionspreisen be­schäftigen. Hier ist im wesentlichen folgendes vor­gesehen: Pensionspreise bis zu 5 RM. täglich wer­den nicht gesenkt, Pensionspreise von über 5 bis zu 12 RM. sollen um 10 v. H., Preise über 12 RM. um 15 v. H. gesenkt werden. Zimmerpreise bis 4 RM. werden nicht gesenkt, während bei Zimmer- preifen bis 6 RM. eine 10-v. H.- und über 6 RM. eine 15-v. H.-Senkung vorgesehen ist. Die örtliche Preisbildungsstelle entscheidet im Einzelfall das Ausmaß der Senkungen. Saisonzuschläge sollen in Orten mit ganzjähriger oder mit zwei Saisons weg­fallen. Das.sog. Hotelfrühstück ist gegenüber dem Kriegsbeginn um 25 v. H. zu senken, so daß gegen­über den augenblicklichen Sätzen eine abermalige Verbilligung um 10 v. H. erfolgen muß.

Die Durchführung dieser Preissenkungsaktion in Gaststätten- und Beherbergungsbetrieben muß bis 1. September 1942 erfolgen.

Für Kriegsportionen nur Kriegspreise

?!eue Richtlinien für da« Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe.

Die Droge soll überall da gesammelt werden, wo sie auftritt. Man frage die Kreissachbearbeiter RfH. um Rat und Auskunftt. Ihre Anschriften sind bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfahren.

Schützt euch vor der Sense!

Während der Erntezeit kann nicht oft genug dar­auf hingewiesen werden, daß die Schutzvorrichtungen an allen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten stets in Ordnung gehalten werden müssen. Eines der gefährlichsten Geräte ist die Sense. Sensenverletzun- gen sind meist schwerer Natur, und dies um so mehr, als auf der ost weit entlegenen Arbeitsstätte nicht immer sachkundige Hilfe gleich zur Stelle ist. Es darf nicht Vorkommen, daß ein Städter, der in einem bäuerlichen Anwesen zu Besuch weilt, mit der Senfe -allein auf die Grasmahd geht, um wenig später schwerverletzt zurückzukehren, wie es sich kürz­lich ereignete. Wie sich herausstellte, hatte der Mann nie in seinem Leben eine Sense in die Hand ge­nommen, sondern erklärt, er werde es schon ver­stehen. Solche Anerbieten zur freiwilligen Ernte­hilfe in der oft durch Witterungsumschlag bedrohten Ernte find lobenswert, aber der Betriebsfühler muß auch wissen, ob der Helfer in der Lage ist, Arbeiten zu verrichten, die, wie das Mähen mit der Senfe, erhebliche Gefahren für den Neuling in sich bergen.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf auf­merksam gemacht, daß das Senfenblatt beim Tragen

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und erst recht bei der Mitnahme auf dem Fahrrad durch einen vor die Schneide zu legenden Mantel aus Holz ober Blech zu schützen ist. Ein einfacher Zufammenstoß mit dem Fahrrad kann durchaus harmlos verlaufen; bei der Mitführung einer un­geschützten Sense jedoch kann es zu lebensgefähr­lichen Verletzungen kommen. Wie notwendig diese Hinweise auf die Innehaltung der Schutzmaßnahmen gerade beim Sensentransport sind, beweisen nicht allein die leider immer wiederkehregden Unfälle, sondern auch die bedauerliche Tatsache, daß gerade die Vorschriften über Senfentransport vielerorts gänzlich unbeachtet bleiben.

Jeder Landarbeiter sollte es als seine Pflicht an­sehen, durch Befolgung der Vorsichtsmaßnahmen zur Unfallverhütung beizutragen. Er hilft auf diese Weise durch Erhaltung der Arbeitskraft anderer Personen dem Vaterlande genau so wie mit dem Einsatz seiner eigenen Arbeitskraft.

Auszeichnung von guten Datertierhaltern im Landkreis Gießen.

Bei den im Juni im Landkreis Gießen veranstal­teten staatlichen Hauptkörungen konnte eine Anzahl guter Vatertierhaltungen feftgeftellt werden, die auf Vorschlag des Tierzuchtamtes Gießen, als zuständige Körstelle, durch den Landrat des Landkreises Gie­ßen besonders ausgezeichnet werden. Landrat Dr.

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Dr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klöpffer

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Mein Stiefsohn Kaspar Fender, meine Frau Anna", stellte Brügger arglos vor. Die Worte klan­gen etwas zeremoniös und zeugten von Zurückhal­tung. Dann fetzte er sich wieder. Er war unge­halten über das späte Erscheinen des Erwarteten. Er beachtete die Gesichter der beiden kaum.

Anna stand wie eine Bildsäule. Ihre Pupillen waren groß vor Ueberraschung und Schreck. Fender überreichte hölzern ein paar Blumen und mur­melte einen Glückwunsch. Auch ihm war die Be­gegnung in die Glieder gefahren. Anna nahm die Rosen automatenhaft und mit eiskalten Fingern ent­gegen, stammelteDanke" und glitt mit tauben Gliedern auf ihren Stuhl. Sie war am Ende ihrer Selbstbeherrschung. Ihre Knie zitterten, in ihren Ohren war ein Brausen, und ihr Hirn war wie ausgeleert. Sie war ein bißchen weiß um die Nase herum und preßte die Lippen zusammen. Großer Gott! Die anderen richteten Fragen an den jungen Fender, ihre Worte kamen zu Anna wie durch ein Nebelmeer.

Warum so spät?" lärmte Helmreich.

Eine Panne", erklärte Fender unsicher und griff in seinen Kragen. Dann ging er von Stuhl zu Stuhl und begrüßte. Man stellte ihm Franz Hudal vor, der winzige Schlafaugen machte. Die Purg- ftalier beutete auf den leeren Platz und winkte den Dienstboten. Fender setzte sich erschöpft nieder und trocknete sich die Stirn.Bißchen heiß geworden", murmelte er entschuldigend. Nimm dich zusam­men Mensch, dachte er. Noch haben sie nichts gemerkt. Er bat Hingerl, einzuschenken, und prostete in die Runde. Dann tränt er und lächelte dem Professor freundlich zu.

3a, eine Panne. Meine Reifen sind in einem desolaten Zustand und picken jeden Nagel auf. Das Flicken hat eine Stunde gedauert. Der Wagen wird langsam alt. Er geht ins fünfte Jahr. Du entschul­digst, Papa, es ist mii? selber peinlich/ So redete er" ohne recht bei der Sache zu fein. Eine feine Ueberraschung das? Eine reizende Situation

(Fortsetzung folgt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem Direktor i. R. der Land- irtschaftlichen Versuchsanstalt Kassel-Harleshausen rosessor Dr. Emil Haselhofs in Wuppertal- armen aus Anlaß der Pollendung seines 80. Le­nsjahres in Würdigung seiner Verdienste um die ikuturcheinische und bodenkundliche Wissenschaft e Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ver-

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IWit ihm davon, aber er stieg zum Gluck jedesma rechtzeitig aus und kam auf die Erde zuruci.

Die Purgstaller, die in ihrer mondänen Ruhe und mit ihrer pompösen Aufmachung wie die JWt der Tafelrunde wirkte, warf zuweilen drri

himmelte! Ja, so etwas mochten die Männer. Van dieser jungen Person konnte man fernen. Alwine beschloß, noch ein Weilchen zu bleiben und zuzu- sehen, kündigen konnte sie noch immer.

Auch Hingerl schielte manchmal nach Anna. Nette Person, auch freundlich, aber das war eben die Falle. Ein Weibsbild war und blieb ein Weibsbild. Der Doktor würde schon sehen. Frauen waren, so­bald sie ihr Schäfchen im Trocknen hatten, alle gleich: vorlaut, rechthaberisch, unzuverlässig und von minderer Intelligenz. Das hatte der liebe Gott in seinem unerforschlichen Ratschluß halt so beschlossen. Das fand man jeden Tag bestätigt, zum Beispiel an dieser Zenzi, die beim Servieren den Daumen m der Suppe hatte und stech wurde, wenn man es ihr vorhielt.

Der Professor und der Bürgermeister hatten in­zwischen festgestellt, daß die Forellenbäche immer leerer und die Hirsche immer rarer wurden. Dann hatten sie gemeinsam erträgliche Angelplätze ausge­macht, einen davon bei Rauns in der Iller. Nun waren sie bei den Segnungen des Fremdenverkehrs und begannen zu stteiten. Zwischendurch aßen sie, langsam und mit zugedrückten Augen wie alte Kenner.

Bist du müde, Schatz?" flüsterte Brügger seiner Frau zu.

Nicht sehr, Martin. Bitte, schenke mir nichts mehr ein."

Plötzlich erhob sich in der Diele etwas Lärm, man hörte Lachen und hastige Fragen. Auch ein bißchen Aufregung gab es. Brügger winkte Hingerl, nach­zusehen. Hingerl kehrte zurück und sagte:Der junge Herr ist angekommen?"

Na, endlich", murmelte Brügger und erhob sich. Entschuldige, Anna, ich komme sofort zurück.

Einige Minuten später kam er-in Begleitung sei­nes Stiefsohnes zurück Er faßte den jungen Mann am Ellbogen und geleitete ihn zu Annas Stuhl. Anna stand auf, machte eine halbe Wendung, da die Zimmertür in ihrem Rücken war und er» r-»rrfe.

gierende Blicke auf das Mädchen, das mit hoch­rotem Kopf die Gänge servierte. Manchmal sah sie auch zu Hingerl hin, der den Korkenzieher hand­habte, oder zu der jungen Frau Doktor, die so schüchtern und in sich gekehrt neben ihrem Manne saß. Diele und nicht gerade angenehme Gedanken tummelten sich in Alwines Kopf. Sie hatte verspielt und besah sich nun noch ein bißchen die Folgen ihrer Niederlage. Genau so war es: sie hatte sich großartige Schwüre geleistet und hatte keinen zu halten vermocht. Aus. Warum saß sie eigenllich noch hier? Sie wußte selbst nicht, auf was sie noch wartete. ,

Wenn Brügger zufällig zu ihr herubersah, wich sie feinen Blicken aus. Das hatte feinen Grund in einer Begebenheit, deren sih sich nur mit Beschä­mung entsann. Vor kurzem, als Brügger em zwei­tes Mal in Trettau war, um nach dem Rechten zu sehen, und als alle Intrigen via Konsulin und öffentliche Meinung sich als taube Nüsse erwiesen hatten, als auch der Stiefsohndieser Idiot" versagt hatte, nun, da hotte sie, Alwine, alles aus eine Karte gesetzt: sie war in der Nacht, Einlaß heischend, vor Brüggers Zimmertür erschienen, hatte etwas von Herzkrämpfen gefaselt und um ärztlichen Rat aefleht. Sie hate resolut wie Lola Montez ihren Pyjama aufgerissen. Aber der Doktor war zu ihrem Leidwesen fein galanter König, sondern ein Stockfisch, den hübsche Körper nur beruflich inter­essierten. Er hatte etwas von Baldrian und Erkälten geraunzt und sie unhöflich verabschiedet, so war diese Szene, aus der allerhand hätte werden können, an der Unfähigkeit des Partners gescheitert, weil der mit dem Stichwort nichts anzufangen gewußt. Es war hinterher nicht einmal klar, ob er das Theater durchschaut hatte ober nicht. Klar war nur, daß die andere mit zehn Längen gesiegt hatte. Aus Jugend fielen Männer über Vierzig immer her­ein Nun saß die andere im Sattel, noch ein biß­chen betreten, aber hellhörig und wachäugig und be- rett, ihr einen Fußtritt zu geben, sobald es an der Zeit war. Und wie sie den Herrn Gemahl an-

Aus -er Giadt Gießen.

Sich auslüsten!

Sich mal Verlusten! Das war eine der Lebens­regeln, ich möchte wohl sagen Lebensweisheiten, deren der Großvater viele hatte und gewissenhaft zu befolgen pflegte. Er ist bei solcher Gewohnheit hoch in die Neunzig gekommen und bis zu seinem letzten Tage fröhlich geblieben.

Sich mal Verlusten! damit meinte der Großvater, daß es notwendig sei, zur rechten Zeit aufhören zu 1 können, eine Pause einzulegen. Wenn einer, dann durste er sich solche Pause gönnen. Sein schaffender Fleiß verdiente sie ihm. Wer selbst bei drängendster Arbeit liebte er das Atemholen, das Verschnaufen. Hinterher stand er dann wieder fröhlich in blauer Schürze an der Werkbank und schaffte für zwei.

Mich dünkt, daß man von ihm lernen kann! Sich mal Verlusten! Wann wäre das nötiger denn in gegenwärtigen Zeiten härtester Anstrengung und an Tagen, die des Maßes an Arbeit voll, ja übervoll sind!

Jetzt sind die hohen, hellen Tage des Sommers voller Sonne. Darf ich da einen Vorschlag machen? Ich kann's nur tun mit der guten Weisheit des Großvaters: Sich mal Verlusten! Es bebarf der Badereise dazu so wenig wie der Hochgebirgstour. Es brauchen auch nicht Tage des Ausspannens zu sein. Stunden schon genügen, Stunden auf einem einsamen Feldpfad, Stunden in einem kleinen Gärt­chen am Sonntag, Stunden, da man sich ein gutes Buch ins Herz lieft, Stunden, in die hineinzutreten dem Alltag verwehrt ist.

Die Hauptsache, daß man die gewohnte Ebene hinter sich läßt. Steige drum, wirklich und bildlich, auf einem Turm! Wer wäre nicht schon einmal auf einem solchen gestanden, daß ihm der Wind durchs Haar wirbelte, und er hätte gespürt, wie ein an­derer Wind, der des Losgelöstseins aus Alltag und Gewohnheit, ihm alles Trübe fortblies und Heiter­keit und frohen Sinn ins Herz gepustet hätte? Winzig, einem Gekrabdele gleich, erschien alles da unten, was sich sonst so wichttg nahm und was wir selber wichtig genommen. Jetzt konnte man darüber lächeln. Das war der Gewinn des Höhergestiegen- seins! Man hatte sich ausgelüstet! Darauf kommt's an! Gerade heute! Versuch's drum mit dem Vor­schlag für einen Sommertag: Sich mal auslüften!

Schn.

Kür Tapferkeit vor öem Kemüe.

Der Leutnant Achim D e i ft, in einem Artille - rieregiment im Osten, und der Leutnant Dieter Deist, im Deutschen Afrikakorps, beide aus Gie­ßen, wurden für Tapferkeit vor dem Feinde in kur­zem zeitlichen Zwischenraum mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet.

Die Bewirtschaftung von Aepfeln.

lieber die Bewirtschaftung' von Aepfeln ist im Verkündunasblatt des Reichsnährstandes vom 11. 8. 1942 eine Anordnung des HD. der deutschen Gar­tenbauwirtschaft veröffentlicht. Im großen und ganzen werden die Bewirtschaftsgrundsätze des ver- aangenen Jahres übernommen, neu ist jedoch, daß Ablieferungskontingente der Erzeuger in den Hauptanbaugebieten festgesetzt werden. In den Hauptanbaugebieten sind die Aepfel beschlagnahmt, doch können die Erzeuger über diejenigen Aepfel, die über das ihnen auferlegte Kontingent hinaus geerntet werden, frei verfügen. Die Beschlagnahme hat die Wirkung, daß über Aepfel nur nach den Anordnungen und Weisungen der HD. und auf deren Weisung durch die Gartenbauwirtschaftsoer- 'bänbe verfügt werden darf.

Huflattichblätter sammeln.

Schon im zeitigen Frühjahr wurde auf die Samm­lung der Huflattichblüten hingewiesen, die bereits erscheinen, wenn der Schnee die Erde freigibt. Noch erheblich wichtiger als die Sammlung der Blüten ist die Ernte der Blätter, die gewöhnlich erst Ende : April oder noch später erscheinen und ab Mai ge­sammelt werden. Sie sind ein wichtiges Heilmittel gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und sind Bestandteile des in allen Apotheken zu führenden Brusttees des deutschen Arzneibuches. Namentlich bei ; Husten mit zäh festsitzendem Schleim finden sie An- i Wendung. Die Blätter werden ohne Stiele geerntet. Man muß dabei vorsichtig sein, da sie druckempftnd- : lich sind. Druckstellen werden beim Trocknen miß- - farbig. Man darf also nicht zu viele Blätter beim t Sammeln in der Hand hatten. Die Trocknung er­folgt in einfacher Lage, Blatt neben Blatt, auf schattigen, luftigen Dachboden. Pilzbefallene, zer- ; fr offene und von Straßenstaub beschmutzte Blätter - dürfen nicht gesammelt werden, denn für den Kran- » ken ist das Beste gerade gut genug. Der Versand kann in Pappkartons, aber auch in Säcken erfolgen.

NSG. Da Arbeitskraft und Leben der Schaffenden vielfach immer noch durch eigene Fahrlässigkeit gefährdet werden, nimmt das AmtSoziale Selbstoerantwortung" der Gauwaltung Hessen-Nassau der Deutschen Ar­beitsfront zu diesem Thema folgendermaßen Stellung:

In der Entwicklung der nationalsozialistischen Ar­beitsgesetzgebung verschaffte sich im Laufe der Jahre eines immer mehr Geltung: der Wille, dem Men­schen die Arbeits- und Lebenskraft bei Krankheit oder Unfall nicht nur wiederzugeben und seine finanzielle Lage während dieser Zeit sicherzustellen, sondern ihn überhaupt erst gar nicht arbeitsunfähig werden zu lassen, ihn also vor Gesundheitsschäden weitgehendst zu schützen. Dieser Grundsatz selbst wurde zwar schon vor dem Machtantritt des Natio­nalsozialismus zum Teil erkannt und von einzelnen Stellen oder Gruppen auch angestrebt. Zumeist stellte jedoch die eigentliche und tiefere Ursache dieser Bestrebungen eine durchaus merkantile Auffassung dar. Erst als auch in breiteren Massen und von Staats wegen die Erkenntnis durchdrang, daß der schaffende Mensch mehr ist als lediglich eine be­zahlte Kraft, als die nationalsozialistische Auffas­sung vom Ethos der Arbeit auf allen Schaffens­gebieten sichtbar wurde, konnte man eine grund­legende Aenderung erwarten.

Die Deutsche Arbeitsfront hat in den größeren Betrieben auch unseres Gaugebietes eigene Ar-

;:n Indern die Freiheit der Selbstbestimmung ver- sdrochen hatte, die von ihm selbst proklamierten

!echte mit Fußen.

Zndische Truppen in Aegypten revoltieren.

(«glischer General von indischen So (baten in Kairo erschossen.

I st a n b u 1, 13. Aug. (DNB.) Generalleutnant ßott, der Kommandeur des 13. Armeekorps in Aegypten, wurde in der Nähe von Kairo von i n - ftschen So l d a t e n auf offener Straße nieder- jeschossen. Als am Sonntagvormittag die Nach- schten über die Verhaftung Gandhis und oberer indischer Führer über den Rundfunk ver­leitet wurden, entstand die größte Erregung unter Mi indischen Soldaten. Einige verließen ihr außer - ilb Kairo gelegenes Lager. Sie nahmen britischen ffizieren gegenüber eine drohende Haltung ein. ls Generalleutnant Gott, der von der El-Ala- ein-Front im Automobil nach Kairo zurückkehrte, fr die Nähe einer laut gestikulierenden Gruppe indi- icr Soldaten kam, ergriff ein Unteroffizier sein kewehr und feuerte drei Schüsse auf Gott ib. Der General mar auf der Stelle tot. Zwischen ir britischen Polizei und den indischen Soldaten tm es zu Schießereien; es gab Verluste, ehe die frdischen Soldaten überwältigt werden konnten. jn einem indischen Regiment wurde jeder 2 0. So 1- lat füsiliert und alle indischen Offiziere us dem Truppenoerband e n t f er n t. Für alle iri­schen Truppen in Aegypten wurde bas Abhören jn Rundfunksendungen untersagt. Die Rundfunk­geräte wurden eingezogen.

Englische Spionage- und Sabotage- nganisation in Schweden ausgehoben.

Stockholm, 13. Aug. (Europapreß.) Spionage- ad Sabotagevorbereitungen in englischem Auftrag ;gen den Schiffahrts- und Eisenbahnverkehr in chweden wurden von der schwedischen Polizei aus- ?deckt. Die Verhafteten gaben zu, daß sie von inem britischen Staatsangehörigen, ?r sich in Schweden aufhielt, mit Brandbomben ö Zeitzündern zu Sabotagezwecken versehen wor- m seien. Sie hätten 6000 Kronen von ihren Auf- aggebem erhalten, ungeachtet der Tatsache, daß ! noch ferne Sabotageakte ausgeführt hatten. Die Serl-jaftoten find wiederholt wegen Einbruchs vor- : 'traft. Am 30. Juli konnten sie bei einem Einbruch i einen Dynamitschuppen festgenommen werden.

Oie Säuberung Bosniens und der Herzegowina.

Berlin, 12. Aug. (DNB.) Die Säuberungs- 'Ittüm auf dem Schauplatz der Bandenkämpfe in der Herzegowina und Südbosnien wurden erfolgreich kttaesetzt. Durch das planmäßige Vorgehen der Rutschen und kroatischen Säuberungsverbände ge- ?ungen, zogen sich die Banden im Raum von erajewo zurück. Zahlreiche Bandengruppen, die in den entlegenen Gebirgsdörfern und weglosen [infamen Gebieten nach Räuberart ihre örtlichen lleberfälle ausführten, wurden vernichtet. Der Terror «aen die wehrlose Zivilbevölkerung hat dazu ge- nihrt, daß Tausende von Bauernfamilien sich vor den Mordbrennern in die von deutschen Truppen dksetzten Gebiete in Sicherheit bringen. Der Terror der Banden hat der ontikommunistischen Bewegi^ng unter der Bevölkerung neuen Zustrom gebracht. So »urbe bei Mostar ein britischer Offizier, kr vergeblich versucht hatte, mit den Banden Füh­lung aufzunehmen, von Antikommunisten getötet, iom 23. Juli bis zum 8. August verloren die serbi- >ihen Banden 3000 Tote und 9700 Gefangene.

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Anna saß aufgerichtet und ein bißchen benommen, mit einem glücklichen Schein auf dem jungen Ge­sicht neben ihrem Gatten und redete nur, wenn Ite gefragt wurde. Auch Brügger war viel zu beschaf- tiqt mit seiner neuen Würde als Ehemann, als daß er große Tiraden geschwungen hatte. Nur zeitweise um nicht unhöflich zu erscheinen, schaltete er sich m t einer kurzen Bemerkung in das Gespräch ber übri­gen ein. Hin und wieder richtete er eine austnun- tembe Frage an den jungen Hudal, der Ziemlich un- !glücklich hinter den vielen guten Dmgen hockte von Denen er die meisten nicht einmal dem Namen nach ! Vetter Franz hatte Kummer. Der Mann ba, dieser sogenannte Ehegatte, war nicht unsympatyi ch, aber er 'hatte ihm Anna, für die er ^wärmte, feit er denken konnte, weggenommen, entehrt a ge- J raubt, wenn man einen ganz starken $

I brauchen wollte. Und weil Anna, dieses angebetete Igeliebte Wesen, damit einverstanden schien, konnte Lan nicht einmal etwas dagegen unternehmen. I Franz nahm einen großen schluck von bem 9^ Kein, der einem die «ache ein wenig le-chter I»rächte. Franz hatte auch noch andere Sorgen die »«it jenem M.kc°sk°p zu s-ul- und em«