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Das

Kind und Kino.

Das Bildersehen bei Kindern.

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Hier erhebt sich die Frage: von welchem Aster ab sind Kinder überhaupt fähig, einem Filmge­schehen zu folgen? Es wäre zu bemerken, daß ein Kind immer, nur das wirklich sieht, was ihm aus seiner Erfahrung schon irgendwie bekannt ist. Eine Katze, die mit einem Knäuel spielt, ein Hund, der nach einem geworfenen Stock läuft, ein Vogel, der nach Futter pickt, das sind Vorgänge, die auch ein dreijähriges Kind bereits im Bild zusehen", d. h. in ihrem Sinn aufzunehmen vermag. Dabei ist zu bedenken, daß Kinder bis zum dritten, manchmal sogar bis zum vierten Lebensjahre das Filmbild als das sehen, was es ja wirklich ist, nämlich als Fläche, und daß die scheinbare Plastik des Film­bildes ja ein Produkt unserer geschulten Phantasie ist. So wird also z. B. ein kleines Kind bei einer Fahraufnahme auf einen Hund zu, bei der dieser Hund von der Totale in die Großaufnahme rückt, nicht den Eindruck haben, daß es dem Hunde näher kommt, sondern daß der Hund größer wird, daß er wächst. Hieraus ergibt sich, daß durch Schnitte, Montagen usw. beim Kinde ein völlig falsches Bild

Zwei Afrikakämpfer erhielten das Ritterkreuz.

Berlin, 11. Juli. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Haupt­mann Kiehl und Hauptmann (Em e r t vom Deut­schen Asrikakorps. Hauptmann Kiehl als Führer eines Begleitkommandos hatte hervorragenden An­teil am Einbruch in die Festung Marsa Matruk so­wie bei der Abwehr zahlreicher starker Panzeran­griffe. Hauptmann Ewert, weit vorstoßend und auf exponiertem Posten, schirmte als Führer einer selb-

Bis in die allerjüngste Zeit hinein haben die führenden Männer in Großbritannien und Nord­amerika an ihrem Vertrauen zum Waffenerfolg des sowjetischen Verbündeten festgehalten. Sie be­haupten, daß die Zeiten der großen Einkesselungen ein für allemal vorüber sind. Sie leugnen die ge­waltigen Einkesselungen auf der Halbinsel Krim und im Raum von Charkow im Mai und möchten " am liebsten auch vor dem neuen großen deutschen Wasfenerfolg am Don die Augen verschließen. Sie dichten der sowjetischen Wirtschaft Fähigkeiten an, die sie nie haben kann, nämlich die den Bolsche­wisten verbliebenen Eisen-, Stahl und Rüftungs- kapazitäten denen voll ebenbürtig zu machen, über welche die Sowjets früher im ukrainischen Kohlcn- und Jndustrierevier verfügten. Die im Kriege einge­tretene außerordenlliche Schwächung des sowjeti­schen Eisenbahnwesens, das ohnehin innerhalb der ersten 25 Jahre kommunistischer Herrschaft schwer vernachlässigt worden war, muß auf die Dauer das Funktionieren der ural-sibirischen Industrie- und Rüstungsgebietes in Frage stellen. Kommt dazu dann noch die Unterbindung des Verkehrs auf der ' Wolga und ihren großen Nebenflüssen Kama und Oka, also eine Störung der Erdölversorgung, so sieht es mit der Bereitstellung des erzeugten Rüstungs- materials an den einzelnen Frontabschnitten recht trübe aus. -Ein Blick auf die Karte lehrt, daß. die Entfernung vom östlichen Don-Knie bis zum west­lichen Wolgabogen nur wenige Dutzend Kilometer beträgt und daß die deutsche Luftwaffe vom unte­ren Don bis nach Stalingrad an der Wolga eine Flugdauer von nur wenigen Minuten aufzuwenden braucht. Dann wird sich auch in der inneren Sow­jetunion jenes Mißverhältnis zwischen Rüstungs­produktion und Transportmöglichkeiten einstellen, daß sich bei den feindlichen Mächten schon jetzt als verhängnisvoll herauszuftellen beginnt. Cr.

London in großer Gorge.

Berlin, 12. Juli. (DNB.) Die englische Sonn­tagspresse steht im Zeichen des vernichtenden Schla­ges gegen die Sowjets. DieSunday Times" weist auf den bedeutenden Vorteil hin, den sich die Deut­schen dadurch verschafft hätten, daß sie während des Winters die großen Städte und die Eisenbahn­netze hielten, die diese Zentren in nördlicher und südlicher Richtung verbinden. Wenn es den Sow­jets im Winter gelungen wäre, die deutschen Li­nien zu durchstoßen, so hätte ihr Vormarsch einen bedeutend größeren strategischen Wert gehabt.Ob- seroer" meint, die Krisis, welche die Briten und ihre Alliierten jetzt durchmachen, sei tatsächlich gefähr­licher als die von Singapur und Dünkirchen. Die Kriegspläne der Regierung hätten sich als ungenü­gend erwiesen, eine Reform dieser Pläne in bezug auf Strategie und Produktion sei unerläßlich. Die

Im Telephonbuch geblättert.

Von Fritz von Woedtke.

Schon als Kind wunderte ich mich über den Aus­druck: Geistige Getränke. Damals durfte ich nur Li­monade trinken, und das Geistreiche des Alkohols konnte mir noch nicht aufgehen. Vongeistiger Kost" hingegen redete man häufig, jedoch meinte man damit nicht Schinken und Eier, sondern die Klassiker.

Heute nachmittag nun die grelle Sonne schien mißbilligend ins Zimmer habe ich mich geistig betrunken. Hinterher hatte ich einen geistigen Kater. Ich hatte nämlich einen Telephonbuch-Rausch. Wer diesen nie gehabt hat, weiß nicht um das Auf und Ab des Lebens. Ich wollte durchaus gesittet nach der Rümmer eines Herrenschneiders sehen, um mich bei demselben anzumelden. Er hatte einen gängigen Namen, es gab Emils, Pauls und auch eine Cäcilie dieses Namens, ferner eine Drogerie, einen Musika­lienverlag und eine Freifrau. Die Berufe pendelten hin und her. Das Leben verteilt gerecht.

Ich mußte auf die enggedruckten Seiten starren. So ist das Leben", kann man zu allen Dingen sagen, und immer paßt es. Daß aber das Telephon­buch anregend wie ein geistiges Getränk und wert­voll wie geistige Kost zugleich ist, wußte ich nicht. Ich kam ins Blättern, so wie der Trinker einen um den anderen hinter die Binde gießt. Ich trank Na­men und Schicksale.

Bei den Müllers und Meiers nippte ich nur kurz, zwar waren sicher reizende Müllerinnen dabei, aber sie konnten meine Phantasie nicht be­flügeln. Manchmal stieß ich auf sehr schöne Namen, die wie Ritternamen aus dem Mittelalter klangen Ich sah im Geiste die Wappenzier über dem Portal und die Zugbrücke herunterrasseln, aber die Betref­fenden wohnten nur in Zehlendorf, und am Portal stand bestenfalls: Hund beißt. Auf alte Namen stieß ich, die nur ein- oder zweimal vorkamen. Die Letzten ihres Stammes vielleicht. Früher war ihr Name mit Schlachtenruhm verbunden, nun sind sie Diplomkaufleute und stehen im Telephonbuch.

Im Kopfe wurde mir seltsam dumpf, denn ich blätterte und stierte nun schon eine halbe Stunde. Dan Ober wurde ich, inmitten des unseligen gei­stigen Rauschzirstandes, von echtem Gefühl gepackt.

Staatspräsident Dr. Hacha TO Jahre alt.

Prag. 12. Juli. (DNB.) D-r Staatspräsident des Protektorats Böhmen und Mähren, Dr. Emil H a ch a, feierte am 12. Juli 1942 in Prag seinen 70. Geburtstag. Nach dem Zusammenbruch der Ka­tastrophenpolitik Beneschs im Herbst des Jahres 1938 wurde Dr. Hacha am 30. November 1938 em« timmig zum Präsidenten der früheren tschechoslowa­kischen Republik gewählt. Als infolge der Nachwir­kungen der verfehlten Politik seines Vorgängers, der inzwischen vor fernem eigenen Volk ins Ausland geflüchtet war, der ehemalige tschechoslowakische Staat im Jahre 1938 zerfiel, mar es Dr. Hacha der mit Billigung der verfassungsmäßig gewählten Pra­ger Regierung für sein Volk den Schutz des Reiches erbeten hat. Das Ergebnis seiner Reise zum Führer in den Märztagen 1939 war die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren, die im Erlaß des Führers vom 16. März 1939 ihre staatsrecht­liche Festlegung fand.

Der Führer hat dem Staatspräsidenten Dr. Hacha zu seinem 70. Geburtstage durch den Reichs­minister und Chef der Reichskanzlei, Dr. Lammers, seine Glückwünsche und ein Handschreiben über­reichen lassen.

Säuberung Serbiens und Bosniens.

B e r I i n , 11. Juli. (DNB.) SerbischeKom- m u n i st e n , geführt von bolschewistischen Agenten und verstärkt durch versprengte Reste der geschla­genen ehemaligen jugoslawischen Armee, führen seit Abschluß der Kampfhandlungen auf d e m B a l - kan einen Bandenkrieg auf eigene Faust. Die Masse dieser organisierten Banden besteht aus berufsmäßigen Straßenräubern und Wegelagerern, die sich in schwer zugänglichen Gebirgsteilen des Landes, in einsamen Felstälern und Höhlen versteckt halten, um von dort aus ihre Ueberfälle auszuführen. Räubernd, mordend und brennend überfallen sie einsame Gehöfte und entle­gene Dörfer und wollen die Bevölkerung zwingen, sich ihnen anzuschließen.

Den Kampf gegen diese sichnational" tarnenden Verbrecher führen seit Jahresfrist deutsche, italie­nische und kroatische Truppen mit wachsendem Er­folg. An der Säuberung der Flußgebiete sind auch die deutsche und ungarische Donauflottille beteiligt. Rach der Vernichtung der Banden in Serbien liegt der Schwerpunkt des gemeinsamen Kampfes gegen diese Horden jetzt in Bosnien. Zahlreiche Bandengruppen wurden bereits in ihren Höhlen« gebieten ein geschlossen und vernichtet. Ostbosnien ist damit befriedet. In den letzten Tagen verloren die Banden inWestbosnien allein 2000 Tote. Das schwierige Gelände, in dem auch in normalen Zeiten das Bandentum eine bekannte Er­scheinung war, erfordert gebietsweise Säuberungs­aktionen, ine planmäßig und erfolgreich fortschreiten.

Oie Hafenstadt Wentschau

Deutsche Reichslichtspielgesetz unterscheidet zwischen Filmen, die für Jugendliche verboten sind, solchen, die für Jugendliche über 14 Jahren zuge­lassen wurden und solchen, die ganz allgemein jugendfrei" sind. Der Gesetzgeber hat bei dieser dritten Kategorie keine näheren Altersangaben ge­macht, so daß nach dem Wortlaut des Gesetzes auch Säuglinge und ganz kleine Kinder zu solchen jugendfreien" Filmen Zutritt haben. Tatsächlich kommt es in der Praxis namentlich in ländlichen Gegenden und kleineren Städten auch immer wie­der vor, daß Mütter ihre Säuglinge oder Kinder ihre kleinsten Geschwister zu solchen Filmvorstel­lungen mitbringen, und die Klagen der Filmtheater­besitzer mehren sich, daß diese armen Würmchen dann im verdunkelten Saal ein intensives Heul­konzert anstimmen, weil sie sich beim besten Willen aus Filmen wie z. B.Die große Liebe", der jugendfrei" zensiert ist, nichts machen können.

In Posen fand ein Appell der germanischen Ju­gend statt, bei dem Reichsjugendführer Axmann und Gauleiter Reichsstatthalter Greiser nahezu 1000 ger­manische Freiwillige im Landdienst der deutschen Jugend begrüßte. , . . ..

Reichsjugendführer Axmann sagte, niemals fei bie Bedeutung des Ostens für die Entwicklung unseres Reiches sinnfälliger in Erscheinung getreten als heute, da die besten Söhne unseres Volkes vor einen Grenzen für die Zukunft kämpfen. Taufende von Jungen und Mädeln feien in den - deutschen Raum des Ostens hineingeströmt, der Stimme ihres Herzens folgend. Die Lehrlingsheime, die Hilfe der Mädel in Kindergärten, Schulen und Volksdeutschen Bauernfamilien seien Ausdruck ihres Willens zur Tat. Vor allem aber habe die Jugend dem R u f zum Landdienst Folge geleistet. Rund 30 OOO Jungen und Mädel hätten sich nach harter Auslese reiroillig zu diesem Einsatz entschlossen, zum über­wiegenden Teil seien sie aus den Städten gekom­men, um am Ende freie Bauern auf eigenem Hof zu sein. Die Achtung der Naturgesetze und die Ehr­sucht vor den Geheimnissen lebendigen Wachstums

Methoden von 1940 feien überholt, es gelte letzt, aus den erlittenen Niederlagen die nötigen Lehren zu ziehen. Auch über die Entwicklung der mili­tärischen Lage in Nordafrika tft man in London nach wie vor in großer Sorge.Exchange Tele­graph" meldet, Rommel habe neue Offensrvaktionen aufgenommen, bieeinen außerordentlichen Umfang angenommen hätten. Unter Ausnutzung einer leich­ten, vom Meer her wehenden Brise, habe er sofort die Offensive ausgelöft. Das Afrika-Korps fei an Tanks, Artillerie und Infanterie ganz erheblich ver­stärkt worden. Erkundungsflugzeuge hatten festge- tellt, daß allein an zwei Aufmarschplätzen der deut­schen Afrika-Front 2000 Tanks und 700 Transport­wagen gesichtet worden wären. Diese Zahl zeige die großen Mittel, über die Rommel für seine Offensive verfüge.

Oer LlSA.-Mstungsdikiator warnt vor Optimismus.

Lissabon, 13. Juli. (Europapreß.) Immer häufiger werden jetzt in den Vereinigten Staaten Stimmen laut, die vor unbegründetem Optimismus warnen und in bemerkenswertem Widerspruch zu jenen großsprecherischen Prahlereien stehen, mit denen der Bevölkerung der USA. der Eintritt in den Krieg seinerzeit schmackhaft gemacht werden sollte. So erklärte jetzt der nordamerikanische Rü­stungsdiktator Donald Nelson in einer Rede in Detroit:Es wäre ein verhängnisvoller Irrtum, anzunehmen, daß dieser Krieg schnell zu gewinnen sei. Ganz im Gegenteil zu dieser optimistischen Hoff­nung stehen wir auf dem Standpunk, daß uns ein langerundsehr hartnäckigerKrieg be­vorsteht. Wir müssen die Wege finden, ein Maxi­mum an Waffen mit einem Minimum an Material herzustellen, und zwar schneller und besser als je­mals zuvor in der Geschichte der industriellen Ent­wicklung der USA."

In einem Rundfunkoortrag erklärte der Flug­zeug-Konstrukteur Major Seversky, die nord- amerikanischen Kriegsflugzeuge feien den entspre­chenden neuen Typen der Luftwaffen der Dreier­paktmächte unterlegen. Die nordamerikanischen Flieger seien gezwungen, mit minderwertigem Ma­terial zu fliegen. Der Kommandeur des in China eingesetzten nordamerikanischen Fluggeschwaders habe festgestellt, daß z. B. die japanischen Jagd­flugzeuge den neuesten Curtis-Jägern dreifach überlegen seien.

Ortschaften und Waldschneisen, wo sich die restlichen feindlichen Panzerkampfwagen zu sammeln suchten, wurden mit schweren Bomben belegt.

Nordwestlich Woronesch setzten die Bolsche­wisten ihre mit Infanterie und Panzern geführten Entlastungsangriffe fort. In harten Kämpfen und teilweise in Gegenstößen wprden die feindlichen An­griffe abgeschlagen, wobei die Panzerverluste der Bolschewisten wiederum sehr schwer waren. Eine Zusammenfassung der feindlichen Panzerverluste der zwölftägigen Angriffsoperationen im südlichen Ab­schnitt unter Berücksichtigung der in den letzten Ta­gen gemeldeten Vernichtung feindlicher Panzer im mittleren und nördlichen Abschnitt ergibt den für den Feind unersetzbaren Gesamtverlust von rund 1500 Panzerkampfwagen während der letzten Kampfhandlungen.

Erfolglose Sowjet-Angriffe an der Wolchow-Front.

Berlin, 11. Juli. (DNB.) (Erneute, von Pan­zern und Artillerie unterstützte Vorstöße des Fein­des gegen die deutsche Brückenkopfstellung am Wolchow wurden unter hohen blutigen Verlusten für die Bolschewisten ubgewiesen. Zahlreiche feind­liche Panzer wurden vernichtet und Panzerbereit- Stellungen int Süden des Brückenkopfes durch Ar­tillerie wirkungsvoll bekämpft.

Tagen. Damals rühmte er sich, daß ein großer Teil der deutsch-italienischen Nachschübe von ita­lienischen Häfen nach Tripolis den britischen Kriegs­schiffen und Bombern zum Opfer fallen. Darm ist ' ein grundlegender Wandel eingetreten. Man weih in London und Washington genau, daß in den letz­ten Monaten die Versorgung des Afrikakorps fast ohne Verluste vor sich gegangen ist, daß den Achsen­mächten für die Schiffahrt auf dem Mittelmeer eine unverminderte Tonnage zur Verfügung steht, und daß die Indienststellungen von reparierter und neu- gebauter Tonnage sogar eine ständige Verbesserung der Verladungen von Rüstungsmaterial zur Folge ^°2)ie zunehmende Beherrschung des Mittelmeeres durch die Achsenmächte vermehrt den großen Vorteil, den die kontinental-europäischen Länder vor ihren Gegnern haben: den Vorteil der inneren Linie. Nach­dem die europäischen Binnenwasserstraßen die win­terliche Erstarrung überstanden haben und wieder voll funktionieren, hat die Eisenbahn eine Entlastung erfahren, die geeignet ist, das gegen etwaige An­griffsabsichten der Briten und Nordamerikaner er­forderliche Kriegsmaterial schnell selbst nach den entlegensten Küsten des europäischen Festlandes zu schaffen. Auf der anderen Seite würden der Trans­port und die Versorgung diner ausreichenden anglo­amerikanischen Jnvasionsarmee nach einemzweiten Kriegsschauplatz" Tonnage in einem Umfange bin­den, der mit jedem neuen Monat erfolgreichen deutsch-italienischen Atlantik-Krieges immer uner­schwinglicher wird. Schon heute kann man in der nordamerikanischen Presse besorgte Betrachtungen darüber lesen, daß die Engländer und Amerikaner mit einer völlig ausgebluteten Kauffahrteiflotte in die Nachkriegszeit eintreten werden, die Dreierpakt- rnachte und ihr Anhang dagegen mit einer geschon­ten und leistungsfähigen.

werde diese Jugend des Landdreisites immer vor einer Verstädterung bewahren. Bauerntum und deutscher Osten seien unzertrennbar verbunden. Der deutsche Osten fordere daher eine begeisterungsscihige Juaend, die mit freudiger Hingabe und mit heftigem Ernst an der Sendung Adolf Hitlers baute. Wie früher die germanischen Stämme gemeinsam gegen das Europa bedrohende Chaos kämpften, so stritten heute die tapferen germanischen Freiwilligenver- bände an unserer Seite gegen den verderbenbringen­den Bolschewismus. Das gemeinsam geopferte Blut schweiße di- Jugend noch fester äuiammen. Daher folge sie auch gemeinsam mit der Pflugschar dem Schwerte des Soldaten.

Gauleiter und Reichsstatthalter ©reifer bezeig nete es als eine Schicksalsaufgabe der Jugend, sich für diesen deutschen Osten unablässig einzusetzen. Der Feldzug der 18 Tage habe das Tor zum Ost- raum, der immer germanisch-deutscher Volks- und Kulturboden gewesen sei und nur vorübergehend dem deutschen Volke verlorenging, weit aufgestoßen. Pflug und Schwert seien von nun an die bestim­menden Symbole der deutschen Aufgabe im Osten.

ständigen Aufklärungsabteilung die Flanke der To- brut an greifenden Kräfte.

Gescheiterte Entlastung.

Berlin, 12.Juli. (DNB.) Der Abwehrkampf nördlich und nordwestlich von Orel hat zu einer wesentlichen Schwächung der feindlichen Angriffs­kraft geführt. Am 10.7. hatten die Bolschewisten wiederum schwere Verluste an Menschen und Mate­rial, so daß sie ihre erneuten Angriffe nur noch mit schwächeren Kräften durchführen konnten. Die deut­schen Truppen dagegen entrissen den Bolschewisten im Gegenstoß eine vorübergehend verlorengegangene Ortschaft und stellten die alte Hauptkampfstellung wie­der her. Als am 11. 7. die Bolschewisten wiederum mit Infanterie und Panzerkräften gegen die deut­schen Stellungen vorzudringen versuchten, wurde die Absicht des Feindes sofort in rollenden Angriffen von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen bekämpft. Pausenlos schlugen die Bomben mitten in die feind­lichen Ansammlungen und brachten den Angriff des Feindes zum Stehen, lieber 60 feindliche Panzer und zahlreiche Geschütze wurden außer Gefecht ge­setzt und mehrere Munitionslager sowie mit Muni­tion und Treibstoff beladene Kraftfahrzeuge durch Bombentreffer zur Explosion gebracht.

Im Raumvon Rschew setzten die eingekessel- ten Bolschewisten dem konzentrischen deutschen An­griff am 10. 7. keinen wesentlichen Widerstand mehr entgegen. Die eingeschlossenen feindlichen Verbände sind bereits stark vermischt und nur noch vereinzelt zu planmäßiger Gegenwehr fähig. Zahlreiche Ge­fangene wurden einqebracht und ver,zweifelte Aus­bruchsversuche eingeschlossener feindlicher Artillerie zurückgeschlagen. Waldgebiete, in die sich die Bol­schewisten zurückgezogen hatten, sowie, abgelegene

Die deutsche Ägend sichert den deutschen Osten

Germanische Freiwillige im Landdienst der Hitler-Jugend.

Daß es so etwas gibt ... Da steht ihr Name. Her- mia Arndt. Schwarz auf weiß'.

Hermia ... Vor wieviel Sommern war es nur nicht zählen ... da lernten wir uns an der See kennen. Sie wohnte damals im Rheinland. Die Briefe kamen schließlich als unbestellbar zurück. Dann vergaß' ich si e. Nu r manchmal, in der üb er­füllten Untergrundbahn, oder wenn man morgens zu früh aufwachte, die Vögel fangen draußen, und man brauchte noch nicht aufzustehen, da dachte ich: Hermia ... sie war so traumfern.

Und nun steht sie im Telephonbuch, wohnt in Berlin und sogar im selben Viertel. Sie ist eine Telephonnummer geworden, sie hat also Anker geworfen in dieser Stadt. Ich brauche den Hörer nur abzunehmen und werde ihre sanfte, dunkle Stimme wiederhören. Nein, nein. Nichts Altes er­neuern. Es führt zu nichts mehr. Es macht nur Schmerzen. Nach neuen Menschen blättern!

Aber ich versank doch wieder im Gewesenen. Nur mal nachsehen, ob der I noch die Wohnung hat, es ist ihm doch immer schlecht gegangen, und ich er­innere mich, daß man ihm oft das Telephon sperren wollte. Sprachlos starre ich auf den Namen. Er hat es geschafft. Er wohnt in Nikolassee, anscheinend geht es ihm gut. Aber ich habe ja gleich gesagt, denke ich altklug, aus dem Jungen wirb noch einmal was!

Was für ein Buch ... Tausende von Schicksalen aus Namen, Stand und Straße erkennbar oder doch zu ahnen. Und wie sie in ihre Viertel passen, wie gehorsam sie abends in ihre Ställe zurückfinden: der pensionierte höhere Beamte in den alten Westen, die alleinstehende Frau ins Bayrische Viertel, die kinderfrohe Familie nach Onkel Toms Hütte.'

Nun aber der letzte im Telephonbuch: Herr Zywina und dann der erste: Herr Aach! Die beiden müßten sich kennenlernen.Bitte, nach Ihnen ...!" würde Herr Zywina sagen, der ein höflicher Mensch ist, und Herr Aach, der immer der erste sein muß, würde dies als selbstverständlich gutheißen. Vielleicht aber ist Herr Aach der Bescheidene und Herr Zy- roina geht immer munter vorne an. Wer weiß?

Tiefer geistiger Rausch hatte mich erfaßt. Draußen surrte die Welt vorbei, ich aber saß gefangen in lleberlegungen, die zu nichts führen konnten. Mit leerem Kopf riß ich mich endlich los. Ich hatte zu­viel Namen getrunken, zu viele Schicksale in mich hineingezwanK. Ich klappte ermattet das Buch zu.

der Wirklichkeit entsteht, das sich erst später durch die Lebenserfahrung wieder zurechtrückt.

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Aus dem bisher Gesagten könnte der Eindruck entstehen, als ob der Film für kleine Kinder über­haupt verderblich sei, weil die Phantasie in falsche Bahnen gelenkt werden kann. Diese Gefahr ist aller­dings, wie Versuche gelehrt haben, nur recht gering. Ein Kind zeigt für ihm unverständliche Vorgänge fast immer einen ausgesprochenen Mangel an Inter-, esie, es schließt die Augen und versucht, meist mit Erfolg, zu schlafen. Insofern ist es also nicht weiter gefährlich, auch die kleinsten Kinder mit ins Thea­ter zu nehmen, sondern es ist lediglich für die Er­wachsenen störend und unbequem. Schon aus diesem Grunde sollte man kleine Kinder lieber zu Hause lassen. -J

Dafür kann dann aber der Film später, also etwa wenn das Kind schulpflichtig geworden ist, zu einem sehr wichtigen Bildungs- und Erziehungsfaktor wer­den. Dem bewegten Filmbilde ist vor dem stehenden Anschauungsbild schon deshalb der Vorzug zu geben, weil jedes ruhende Bild ja erst durch die Phantasie des Kindes in einen Vorgang verwandelt und mit Leben erfüllt werden muß, wobei dieses Leben dann mitunter der Wirklichkeit völlig konträr sein kann, sich das^ Kind also selbst falsche Vorstellung macht. Beim Filmbild aber sind Leben und Bewegung in der richtigen, der Wirklichkeit entsprechenden Weise bereits vorhanden, so daß sich has Denken des Kin­des undsehen" ist ja ein'Denken in Bildern in den normalen Bahnen bewegt. Zwar werden zehn- und zwölfjährige Kinder mit den gewöhnlichen Spielfilmen unserer Filmtheaterprogramme noch nicht sehr viel anfangen können, weil sie für die fast immer vorhandenen Liebeskonflikte noch kein . Verständnis aufbringen, dennoch werden auch solche Filme, soweit siejugendfrei" sind, keinem ge­sunden Kinde schaden. Nützlich allerdings wird für das Kind der Film erst in Form des "guten Lehr- und Unterrichtsfilms. Hier wird auf jede Altersstufe Rücksicht genommen, hier findet man für jede Schul­klasse das dem Verständnis der Kinder angepaßte Material und hieraus ergibt sich dann em An­schauungsunterricht, wie ihn lebendiger und ein­drucksvoller nur noch eine einzige Lernmethode, nämlich die Praxis des Lebens, zu geben vermag, pr---------sdu

von den Japanern beseht.

Tokio, 12. Juli. (Europapreß.) Die letzte dem Tschungking-Regime bisher noch zur Verfügung stehende Hafenstadt an der Tschekiang-Küste, Went- schnu, ist von japanischen Streitkräften besetzt worden. Der Hafen diente vor allem der Versor­gung der in Tschekiang kämpfenden Tschungking- Truppen mit Lebensmitteln. Wentschau hat ein fruchtbares Hinterland, das berühmt ist für den Anbau von Tee, Reis, Bohnen und Kartoffeln, während die Salzminen art der Küste als einzige. Quelle für die Salzversorgung für Tschungking von vitaler Wichtigkeit waren. Das obere Tal des Bu- Flusses, an dem Wentschau liegt, liefert Del, Holz und Kohle.

Schneidiges Marinestoßtrupp­unternehmen auf Saniert.

Berlin, 11. Juli. (DNB.) Auf der Insel So« meri hatten Sowjetlandetruppen "Fuß gefaßt und standen im Kampf gegen die finnische Besatzung. Leichte deutsche Seestreitkräfte gerieten mit dem Auftrag, weitere Feindlandungen zu verhindern, in ein Gefecht mit feindlichen Seestreitkräften, zu denen der MonitorMoskau", Geleitboote, Kanonen­boote und Schnellboote gehörten. In einer Gefechts- pause entschloß sich der Kommandant eines der deut­schen Boote, Oberleutnant zur See L ü tz o w , Stoß«

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