Erinnerungen aus dem Leben der Marine-Kamerad' schäft bekannt. Pg. S) i tz brachte die Glückwünsche der Partei und die Anerkennung für das bisherige Wirken der Marine-Kameradschaft zum Ausdruck, Sturmführer Sänger schloß die Glückwünsche der Marine-SA.-Standarte Fulda-Werra an und rühmte die gute Kameradschaft zwischen der Marinekame- radschaft und der Marine-SA. Kameradschaftsführer Müller überbrachte die Glückwünsche der Artilleristenkameradschaft 1895 Gießen und unterstrich die guten kameradschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Bereinigungen der alten Soldaten, ferner wünschte er der Marine-Kameradschaft weitere glück
hafte Fahrt in dem siegreichen starken Großdeutschland. Kameradschastsführer L i ch sprach den herzlichen Dank der Marine-Kameradschaft für die vielfachen Ehrungen aus und betonte, daß die Marine- Kameradschaft weiterhin wie bisher ihre Pflicht für Führer, Volk und Reich erfüllen werde.
Schweinemarkt in Alsfeld.
* Alsfeld, 13. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 90 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 35 bis 40 Reichsmark, 7 bis 8 Wochen alte 40 bis 48 RM. das Stück. Handel flott, ausverkauft.
S-J.-fpori
Vom heimischen Fußball.
Luftwaffe — 1900 8:1 (6:0).
Wahenborn-äteinberg — VsV.-R. 2:1.
Die Blau-Weißen mußten dieses Spiel unter den denkbar ungünstigsten Verhältnissen bestreiten. Hatte man bestimmt mit der Mitwirkung der Jugendlichen gerechnet, so war die Enttäuschung doch groß, als man erfuhr, daß die Jugendlichen vom Bannfach- wart in letzter Minute für ein Jugendspiel abgestellt wurden. Als Ersatz mußten einige auf dem Sportplatz befindliche ältere Spieler eingestellt werden. Als dann noch der Tormann Ammon ausblieb, war es unter diesen Umständen von vornherein klar, daß mit dieser zusammengewürfelten Mannschaft kein günstiges Abschneiden erzielt werden konnte. Als der Schiedsrichter das Spiel anpfiff, hatte 1900 nur 9 Mann zur Stelle. Dadurch hatte natürlich die Luftwaffe leichtes Spiel. Bereits in den ersten Minuten fiel schon der Führungstreffer der Luftwaffe. Die gefährlichsten Angriffe wurden von dem Rechtsaußen vorgetragen, dessen Flanken Dörschel, der nicht genügend beachtet wurde, immer auf dem Posten fanden. Schon bei der Pause hieß es 6:0
für die Luftwaffe, von denen Dörschel die meisten Treffer anbringen konnte. Rach der Pause, als sich 1900 auf 11 Spieler ergänzt hatte, wurde das Spiel offener, eine Feldüberlegenheit der Luftwaffe war jedoch immer noch unverkennbar. Das einzige Tor der Blau-Weißen erzielte der Linksaußen Keil, gegen dessen Schuß der Tormann machtlos war. Bis zum Schluß war die Luftwaffe noch zweimal durch Dörschel erfolgreich. Durch diesen Sieg behält die Luftwaffe weiterhin die Tabellenführung.
Dörschel, Müller und Rose, welcher in der zweiten Hälfte wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt wurde, waren beim Sieger die besten Kräfte. Bei 1900 konnten nur Schuck und Klein den Anforderungen genügen.
Mit dem gleichen Ergebnis wie im Vorspiel unterlag her VfB.-R. auch in Watzenborn-Steinberg. Das Ergebnis von 2:1 für Watzenborn ist mehr als glücklich.
Handball-Meisterschaftsspiele.
SA. Frankfurt — Polizei Frankfurt 4:7; LSV. Gießen — GfL. Pfungstadt 10:8; Tg. Dietzenbach — Tg. Rüsselsheim 19:1. .
Saldlaufmeisterschasten und Geländelauf.
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Es war ein glücklicher Gedanke, in diesem Jahr die WaldlaufmeisterschafLen des Kreises bzw. Bannmeisterschaften mit den Geländeläufen der HI. zu verbinden. So kam eine Beteiligung zustande, wie sie hier noch nie zu verzeichnen war. Dem ausgezeichneten Zusammenarbeiten der beteiligten Stellen, Wehrmacht, HI. und RSRL., ist dieses stolze Ergebnis zu verdanken. Fast 4 Stunden lang starteten Mannschaft aim Mannschaft in den einzelnen Klassen. Eine ausgezeichnete Organisation, von Kreis* fachwart Lieb vorbereitet, eine gute Streckenordnung, gestellt von der Luftwaffe, sicherten der unter Leitung des Sportkreisführers Stein und des L.-Stellenleiters K i r st e i n stehenden Veranstalt- tung einen reibungslosen Ablauf.
Die Jungvolkeinheiten, die 1000 Meter zu laufen hatten, eröffneten den Tag. Hier kam es nicht auf den Einzelkönner an, sondern auf die Gesamtleistung der Mannschaft. Dabei zeigten die Jungens vorbildliche Kameradschaft. Immer wieder blieben die Stärkeren zurück, um ihre schwächeren Kameraden zu stützen und mit ins Ziel zu reißen. In der jüngsten Klasse dieses Wettbewerbs (Jahrgang 1930/31) wurde das Fähnlein 5/116 in 6,39,1 Min.
Sieger. Bei Jahrgang 1928/29 gewann das Lehrfähnlein. Die HJ.-Ein heilen hatten je nach Alter 1000, 2000 und 3000 Meter zu laufen. In Klaffe I siegte die Marine-Gefolgschaft in 5,56 Min., Klasse II die SRD.-Gefolgschaft in 11,52 Min. und in Klasse III über 3000 Meter die Motor-Gefolgschaft in 13,15 Minuten.
Die Läufe um die Kreis- bzw. Bannmeisterschaft brachten die in unserer Vorschau angedeuteten Ergebnisse. Kroismeister wurde erwartungsgemäß Hauptfeldwebel Becker vom LSV. Gießen in 15 :58,5 Min. vor Uffz. Roth er vom gleichen Verein mit 16:01,0 Min. Die Ueberrafchung war zweifellos Rother. Man hatte ihn zwar au'f dem zweiten Platz erwartet, doch nicht damit gerechnet, daß das ENde zwischen ihm und Becker so knapp sein würde. Ist außer diesen beiden der zur Zeit verletzte Ock- stedt in Mainz dabei, dann geht die LSV.-Mann-' schäft mit den besten Aussichten in den Kampf um die Gaumeisterschaft.
lieber 3000 Meter gingen rund 60 Läufer auf die Strecke. Feldwebel Ruckelshausen, der für die Kameradschaft ,Hutten" des RSDStB. startete, wurde Sieger dieses großen Feldes in 11:34,8 Min.,
hart bedrängt von Füeger-Jng. Lieb, LSV., der ihn im Endspurt fast noch erreicht hätte.
Die Bannmeisterschaft gewann Hanno v. Bentheim, Mot.-Gef./Mto., vor Feuser, Rachr.-Gef., und Klein, Londorf, in ausgezeichneter Zeit von 11:34,8, übrigens die gleiche Zeit, die der Sieger der aktiven Klaffe benötigte.
Ueber 2000 Meter (HJ.-Klasse B) siegte Beckert,
SRD.-Gef., in 11,07 von Wolkewitz, Fähnlein 5/116 und Heeg, SRD.
Bei dem Jungvolk holte sich aus einem starken Feld Hofmann, SRD., den Sieg. Zweiter wurde Deibel, Lehrfähnlein, dritter Richter, ebenfalls Lehr, fähnlein.
Einen Auszug aus der Siegerliste bringen wir noch.
Deutschland — Spanien 1:1 (0:0).
Der dritte Fußballänderkampf Deutschland goegen Spanien wird in der glanzvollen Geschichte des deutschen Fußballs als ein Ereignis von ganz besonderer Bedeutung seinen Platz finden. 90000 Menschen füllten am Sonntagnachmittag das Olympiastadion bis auf das letzte Fleckchen. Unter der erwartungsfroh gestimmten Menge hörte man die Sprachen fast aller europäischen Völker.
Sofort nach dem Anstoß der Spanier ergaben sich für diese zwei Eckbälle, die brenzliche Augenblicke vor unserem Tor heraufbeschworen. In der 6. Minute brach erstmals der deutsche Angriff durch. Von (Tonen kam der Ball zu Dörfel. Der Hamburger lief noch einige Schritte und schoß dann ungeheuer wuchtig, doch der Pfosten rettete. Die Spanier antworteten mit einem phantastisch schnellen Gegenangriff. Campos stellte Jahn auf eine harte Probe. Sekunden später schon schoß der Halbrechte Alonso an dem sich werfenden Berliner aus nächster Nähe vorbei. Unablässig waren die deutschen Abwehrspieler unter Druck. Der deutsche Angriff fand noch nicht den rechten Fluß, da vor allem Conen den Sturm bremste und nicht eine direkte Verbindung zwischen dem schnellen Decker und Fritz Walter Herstellen konnte. Großes Pech hatten unsere Stürmer nach etwa 20 Minuten Spielverlauf. Nacheinander schossen Decker, Walter und schließlich Conen auf das spanische Tor, aber immer stand ein rettendes Bein der Spanier im Wege. Der spanische Angriff blieb nichts schuldig. Das Zuspiel der Gäste wurde im Gegenteil noch genauer, und die Bälle wurden mit akrobatenhafter Gewandtheit über das Feld gespielt. Mit ihrem offensiven Mittelläufer hatten die Spanier vorerst noch ein Plus an Gefährlichkeit des Angriffs. Aber auf beiden Seiten fehlte den Stürmern das Glück bei ihren Schüssen. Aus kurzer Entfernung verpaßte Alonso das Tor. Auf der anderen Seite schoß Conen aus nur acht Metern den Ball Martorell in die Hände. Zwei Ecken für unsere Mannschaft brachten nichts ein. Die Spanier sprangen höher als die deutschen Stürmer und verstanden es immer wieder, sich aus bedrohlichen Lagen zu winden. Nach 35 Minuten verpaßte Walter eine gute Gelegenheit. Statt selbst zu schießen, gab der'Pfälzer den Ball an Conen, der jedoch gleichfalls nichts ausrichtete. Bevor Dörfel den vierten Eckball recht und schlecht hereingab, gab es einen kleinen Zwischenfall. Der spanische Halbrechte Alonso wurde bei einem Zusammenstoß verletzt und mußte vom Feld. Als neuer Mann sprang Sorrentino ein. In den letzten zehn Minuten vor der Pause kam der deutsche Angriff etwas besser in Fahrt. AbSr die Spanier vereitelten durch unerhörte Schnelligkeit alles. Dadurch endete die erste Spiekbälfte torlos.
Die deutsche Mannschaft begann nach der kurzen Pause ausgezeichnet. Walter jagte mit dem Leder am Fuß durch die spanischen Reihen, aber seinen gutgemeinten Schuß machte Martorell unschädlich
Das Spiel unserer Mannschaft wurde wuchtiger, doch vorerst ließ der Torschuß noch auf sich warten. Walter und Decker glänzten durch ihre feine Technik. Der unerhört wendige Walter war dabei von großem Pech verfolgt, als er einen Schuß direkt aus der Ballannahme auf das Tor feuerte, wo jedoch Martorell auf dem Poften war. Im Gegenstoß verpaßte der spanische Rechtsaußen Epi die Gelegenheit zur Führung. Aus kurzer Entfernung ging der gezogene Ball Über das deutsche Tor. Der deutsche Angriff ließ nicht locker. Ueberraschend war hier das gute Spiel von Frido Dörfel. In der 57. Minute siel endlich das deutsche Führungstor. Decker stürmte über das Feld und gab aus etwa 14 Meter halbhoch einen saftigen Schuß ab, durch den sich Martorell zum ersten Male geschlagen bekennen mußte. Von diesem Augenblick an lief das deutsche Spiel noch besser, wenn auch Dörfel erneut Pech bei einem Schuß hatte, nachdem er kurz vorher von einem spanischen Verteidiger einen Meter vor dem Strafraum gelegt worden war. Keineswegs waren inzwischen die Spanier müßig. Jahn konnte sich geistesgegenwärtig in einen Schuß von Campos werfen, der Ball sprang über seinen Körper, und von der Torlinie schlug ihn erst Janes endgültig ins Feld zurück. Das Spiel hatte nun seinen Höhepunkt er« reicht. Im Gegensatz zu den etwas zerfahrenen ersten 45 Minuten steigerten sich beide Mannschaften 511 erstrangigen Leistungen. Immer wieder griffen aud> die Spanier an. Aber die deutsche Abwehr stand wie eine Mauer. Von unseren Flügeln wurde unermüdliche Aktivität entfaltet. Aber wie schon vorher, so war auch jetzt Conen kein umsichtiger Angriffsführer. Decker schoß schon nach etwa 30 Minuten auf eine Flanke Dureks wieder schön auf das spanische Tor, aber Martorell hielt abermals sehr sicher. Als keinerlei Gefahr für unsere Mannschaft bestand, fiel in der 75. Minute völlig unerwartet der Ausgleich. Jahn ließ einen hohen Ball, den er anstatt zu fausten fangen wollte, fallen. Dom linken spanischen Flügel wurde das Leder über den Schlußspieler über das Tor gehoben. Da riß Rohde die Hände hoch, um den sicheren Erfolg zu verhindere Der Schiedsrichter mußte- auf „Elfmeter" entscheiden. Wuchtig, wenn auch nicht allzu placiert, schoß Campos den Ball ein. Unsere Mannschaft war durch diesen Erfolg des Gegners für einen Augenblick verwirrt, während Die Spanier selbstverständlich Auftrieb bekamen. In den letzten zehn Minuten versuchte der deutsche Sturm noch einmal den Sieg zu erringen. Mitten in einem deutschen Angriff pfiff der ausgezeichnet leitende italienische Schiedsrichter Barlassina den Kamps ab.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumichein. verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Tbyriot; für Stadl Gießen, Provinz Wirtichaft und Sport: Ernst Blumschein.
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Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 20 Jahren an seiner schweren Verwundung gestorben ist.
In unsagbarem Schmerz:
Franz Engel und Frau Emma, geb. Schmidt
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Familie Hans Engel Familie Paul Valentin Anna Engel.
Gießen, den 10. April 1942.
Plötzlich und unerwartet verschied heute 1.30 Uhr mein lieber, herzensguter Mann, unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
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Großen-Linden, Münster, den 11. April 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. April, nachmittags 3% Uhr, von Frankfurter Str. 78 aus statt.
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