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13.4.1942
 
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192. Jahrgang Nr. 85 Erscheint täglich, außer Sonntags unb feiertags

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Gießener Anzeiger

vrühlsche UniverfitStrdruckerri 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen »ittzen?Sch«lftratz«r-y

Montag, 13. April (942

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Lripps hat Indien nach dem Scheitern seiner Mission verlassen.

Stockholm, 12.April. Reuter verbreitet die Meldung, daß Cripps mit seiner Begleitung a u f der Reise nach London in Karachi, dem in­dischen Hafen am Persischen Golf, eintraf. Vorher hatte Cripps versucht, in einer Rundfunkrede in Neu-Delhi die Abfuhr zu bemänteln, die er sich durch das Scheitern seiner Verhandlungen in In­dien geholt hat. Cripps versuchte den Abbruch der Verhandlungen der Uneinigkeit der indischen Führer in die Schuhe zu schieben. Er beteuerte die Aufrich­tigkeit des britischen Wunsches,Indien sobald wie praktisch möglich seine Freiheit anzubieten". Dabei mußte er aber zu geb en, daß selbst bescheidene Wün­sche der Inder rundweg abgelehnt wurden. Er ließ jedoch durchblicken, daß er die Hauptschuld am Schei­tern der Verhandlungen der Kongreß-Partei und ihren Führern zumißt. Cripps erklärte, solche Kritik, wie sie an den britischen Vorschlägen geäußert wurde, helfe nicht auf den Weg zu einem Kom­promiß. Ein solches sei aber notwendig, um die in« vischen Probleme zu lösen. Wenn die Kongreßfüh­rer mit den anderen Parteien hätten zusammen arbeiten wollen, so wäre ein Ergebnis vielleicht doch erreicht worden. Die Antwort der Kongreß- Partei stelle aber fest, daß die indische Selbstregie­rung eine Farce sein würde, solange man dem in­dischen Volk die Verantwortung für seine Vertei­digung voretithalte. Der britische Plan verhindere, daß eine völlig freie Selbstregierung in Indien zu- standekomme. 'Cripps erklärte, daß weitere Zuge­ständnisse auf dem Gebiet der Verteidigung nicht gemacht werden könnten, ohne die Erfüllung oer Aufgaben des Generals Wavell zu gefährden. Die Verteidigung Indiens werde die Aufgabe des Gene­rals Wavell fein, aber die höchste Verantwortung trüge die britische Regierung. Sie könne sich ihrer nicht entledigen. Die britische Regierung betrachte die in dem Cripps-Plan gemachten Vorschläge als zurückgezogen, der frühere Zustand im Verhältnis zwischen Indien und dem Empire sei wiederherge­stellt. Cripps sagte, nicht nur die Antwort der Kon­greß-Partei, sondern auch andere Antworten, die er erhalten habe, hätten ihn veranlaßt, der Regierung zu raten, ihre Vorschläge zurückzuziehen. England würde mit amerikanischer Hilfe alles tun, um In­dien zu verteidigen.

Der Arbeitsausschuß der Kongreßpartei ver­öffentlichte die einsttmmig angenommene . Entschlie­ßung über die Ablehnung der brittschen Vorschläge. Darin wird sestgestellt, daß die wesentlichste Voraus­setzung für die Einreihung Indiens in die englische Front immer die Freiheit Indiens gewesen sei. Die englischen Vorschläge hätten sich jedoch grundsätzlich nur auf die Zeit nach Einstellung der Feindseligkeiten bezogen. Der Ausschuß anerkenne, daß die britische Regierung das Prinzip der Selbst­bestimmung für das indische Volk angenommen habe. Sie habe jedoch an Bedingungen geknüpft, welche die Entwicklung auf das äußerte aefährdeten. Die Tatsache, daß die 90 Millionen Inder der in­dischen Fürstenstaate« durch den britischen Indien-Plan vollkommen übergangen und der freien Verfügung ihrer Herrschaft überantwortet wurden, stellte eine Verleugnung des Selbstbestimmungs­rechtes dar. Enklaven, in denen fremde Auchritäten weiterhin vorherrschend seien und die Möglichkeit hätten, Stteitkräfte zu unterhalten, würden eine dauernde Bedrohung ganz Indiens bedeuten. Einen ebenso schweren Schlag für den Grundsatz der Ein­heit Indiens würde es bedeuten, wenn jeder Pro­vinz das Recht zugestanden werden sollte, dem in­dischen Staat nicht beizutreten. Der Ausschuß denke nicht daran, die Bevölkerung irgendwelcher indischen Gebiete zur Einheit zwingen zu wollen. Er fei je­doch der Auffassung, daß alle Anstrengungen ge­macht werden müßten, die verschiedenen Gruppen zum Anschluß an nationale Zusammenarbeit zu veranlassen. Mit den Grundsätzen eines starken nationalen Staates sei es durchaus vereinbar, wenn jede territoriale Einheit des indischen Volkes inner­halb der' Union die größtmögliche Selbständigkeit erhalle. Die britischen Vorschläge würden jedoch schon zu Beginn des Bestandes der Union zu Ab- trennungsversuchen führen.

Auch das Schreiben der Moslem-Liga an Cripps bezeichnet die englischen Vorschläge als un­annehmbar. Das den einzelnen indischen Provinzen zu gestand ene Recht, sich aus der geplanten indischen Föderation auszuschließen, entspräche zwar den mohammedanischen Wünschen, jedoch seien die von den Engländern vorgeschlagenen Modalitäten der­art, daß die Sicherung der mohammedanischen Interessen gegenüber den Hindus nicht erreicht werde. Besonders sei die Beibehaltung der heutigen Provinz-Grenzen unannehmbar, denn die indischen Provinzen verdankten ihre Entstehung lediglich Der» waltungLmäßigen Erwägungen der britischen Be­hörden.

Der Präsident des indischen Nationalkongresses, A z a d, hat Cripps einen Brief geschrieben, der selbst in der von Reuter verbreiteten Formulierung erkennen läßt, wie nichtssagend die britischen Versprechungen und wie hinterhältig die englische Verhandlungstaktik war. Der Kongreß sei, so heißt es in dem Schreiben, bereit, die Verantwortung zu übernehmen, vorausgesetzt, daß eine wahrhaft nationale Regierung gebildet werde. Cripps' Ent­schuldigungsversuche, die Inder seien an dem Schei­tern der Verhandlungen schuld, wird durch die Er­klärung widerlegt:Es ist eine weltumspannende Tragödie, daß selbst in dem Augenblick, in dem die öffentliche Meinung Indiens sich vollständig einig ist, die britische Regierung keine freie nationale Regierung geftatten will. Wir mußten zu der Schlußfolgerung kommen, daß die britische Regierung einer BeherrschungJn- b i e n 5 die größte Bedeutung beimißt, und daß sie deswegen Zwietracht und Uneinigkeit in'Indien fördert. Indien sei davon über­zeugt, daß man sich auf halber Linie getroffen hätte, wenn die britische Regierung nicht wieder ihr« Zersplitterungspolitik verfolgt hätte. Wir sind nicht daran interessiert, daß der Kon­

greß als solcher die Macht bekommt, so schreibt Azad zum Schluß, sondern wir sind am indischen Volk als ganzes interessiert, an feiner Freiheit und an feiner Macht."

Die englische Presse macht kein Hehl aus ihrer zu­nehmenden Gereiztheit über das Scheitern der Ver­handlungen in Indien.News Chronicle" schreibt, am Donnerstagabend habe man eine Definition in der Verteidigungsfrage gefunden, über die beide Parteien einig gewesen seien. Dann aber hätten die Kongreßmitglieder unter der Führung von Nehm mit einer Mehrheit von sieben gegen sechs Stimmen beschlossen, den britischen Plan m seiner Gesamt­heit abzulehnen. Der Korrespondent desDaily Herold" telegraphiert aus Neu-Delhi, man habe dort das Gefühl, daß eine Reihe von Mitgliedern der Kongreß-Partei entweder in einigen Punkten einen Rückzieher gemacht oder in gewisse Worte zu

Stockholm, 11.April. (DNB.) Stalins Ab­gesandter bei Rosevelt, der Jude Litwinow- Finkelstein, forderte erneut eine sofortige L) f f e n s i v e der Briten und Nordamerikaner gegen Deutschland zur Entlastung der Sowjets, nachdem sich das Anrennen der bolschewistischen Millionen- massen gegen die deutsche Winterfront als völlig nutzlos erwiesen hat. Der Sowjetboschafter betonte, die vorteilhafte Lage der Dreierpaktmächte sei schon daraus zu erkennen, daß niemand im Lager der Verbündeten wisse, wo der n ä ch st e Schlag allen wird. Litwinow sagte:Sofortige gemein» ame Anstrengungen werden benötigt", und zwar ollen es keine abstrakten ober Zukunftspläne fein. Jetzt müssen bie gemeinsamen Anstrengungen un­ternommen werden. Der Sieg wird uns nicht zu­fallen, wenn ein Staat seine Hauptkraft heute bei den militärischen Unternehmungen erschöpfen muß, während ein anöerer'feine Kräfte für mögliche Ope­rationen in einer unbestimmten Zukunft aufspart. Der Sieg muß erst noch organisiert werden. Bisher tasten wir uns nur vorwärts. Der rechte Weg ist noch nicht gefunden. Es ist wesentlich, daß wir den Weg mit vereinten Anstrengungen finden, und wir müssen rasch handeln, oder der Weg dürfte ver­sperrt sein. Die Achsenmächte können nicht durch eine Blockade Deutschlands oder lediglich durch Bom­benangriffe auf deutsche Städte vernichtet werden, sondern nur durch eine Feldschlacht."

Scharfe Kritik an Englands Seestraiegie.

Stockholm, 11. April. (Europapreß.) Der Zu­sammenbruch der indischen Verhandlungen und die schweren Verluste der britischen Flotte im Indischen Ozean haben allgemein Unruhe in Eng­land heraufbeschworen. Die Londoner Presse ist voll von Kritik, die sich jedoch nicht gegen den Jn- dienvorschlag an sich richtet, sondern gegen die mili­tärische Kriegführung, namentlich die <5eeftrate- ?; i e. Besonders besorgt äußert sich der als Marine» achmann geltende Lord W i n ft e r in einem Inter­view mit demNews Chronicle". Winstey sagt, es fei wieder einmal mit unzulänglichen Mit­teln etwas versucht worden. Die Planlosigkeit der Admiralität habe schon srüher große Opfer gefordert und müsse endlich beseitigt werden. Die drei großen Seeverbindungen durch den Indischen Ozean nach Suez, über den Nordatlantik und nach Murmansk konnten nicht alle drei gleich gut geschützt werden.

Oer Wehrmachiberichi vom Samstag.

DNB. Aus dem Führerhauptguartier, 11. April. Das Obertommanbo der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der £><a lblnfel Kertsch sanden nach dem verlustreichen Zusammenbruch der feindlichen An­griffe vom 9. April keine wesentlichen Kämpfe mehr statt. Die Zahl der vernichteten Panzer hat sich auf 72, die der bewegungsunfähig geschossenen auf 29 erhöht. An der Küste des Schwarzen Meeres bom­bardierten deutsche Kampfflugzeuge Hafenanlagen der Sowjets und beschädigten zwei größere Han­delsschiffe durch Volltreffer.

Im mittleren Abschnitt der Ostfront wur­den mehrere eingeschlossene Kräftegruppen des Fein­des vernichtet. Bei erfolgreichen Vorstößen deutscher Truppen erlitt der Gegner hohe blutige Verluste.

Im nördlichen Frontabschnitt scheiterten stär­kere von panzern unterstützte Angriffe der Sowjets. In Lappland nahmen deutsche Gebirgsjäger zu­sammen mit finnischen Verbänden in kühnem Vor­stoß einen stark ausgebauten feindlichen Stützpunkt und vernichteten 40 Kampfstände mit ihren Besat­zungen. Vor der nordnorwegifchen Küste lief ein sowjetisches Unterseeboot auf eine deutsche Minensperre.

In Nordafrika wurden südlich Intimi schwä­chere britische Kräfte zurückgeschlagen. Der Feind verlor eine Anzahl von Gefangenen. Kampf- und Jagdfliegerverbände griffen mit gutem Erfolg bri- tische Feldstellungen und Kraftfahrzeugansammlun­gen in der Marmarica an und belegten Wüslenbahn und andere rückwärtige Verbindungen des Feindes mit Bomben. Die Luftwaffe fehle ihre Großangriffe

viel hineingelegt hätten.Nya Dagllgt Allehanda" bemerkt hierzu, baß einzelne indische Führer früher gewisse Punkte des englischen Jndienplanes allzu optimistisch ausgelegt hätten. Der Londoner Nach­richtendienst versucht die Schwere der Niederlage, die Churchill und Roosevelt in Indien erlitten ha­ben, zu bemänteln mit der Versicherung, Cripps' Mission fei nicht als ein voller Mißerfolg zu betrach­ten. Der Neuyorker Nachrichtendienst stoßt in bas gleiche Horn, indem er geflissentlich die Behauptung verbreitet, Cripps' Mission werde in einigen Krei­sen in London als einheroischer Fehlschlag" ange­sehen. Auf diesem Wege dürste England nach be­währtem Muster versuchen, auch diese politische Nie» berlage in einen Sieg umzudichten, was an den Tatsachen selbstverständlich nicht bas geringste än­dert.

Man müsse sich überlegen, welche bie wichtigste Ver­bindung fei. Diese müsse bann ausreichend gefch. werben.

Der Flottenkorrespondent derDaily Mail" schreibt: Selten, wenn überhaupt je, habe sich die britische Flotte so vielen Gefahren an so vielen Stellen auf einmal gegenübergesehen. Der Sieg Englands und feiner Verbündeten hänge davon ab, inwieweit es der britischen Flotte gelinge, die See­herrschast an wichtigen Punkten aufrechtzuerhalten. So gebe es drei Hauptfronten zur See in den kom­menden Monaten: den Atlantik, das Mittelmeer und den Indischen Ozean. Der Sieg im Atlantik fei für bie Errettung Englands vor dem Hungertod erfor­derlich. Unb das Mittelmeer sowie den Indischen Ozean brauche man für die Verstärkung und die Belieferung der Truppen in Aegypten und im mitt­leren Osten. Nur die höchsten Stellen in England seien darüber unterrichtet, wie es in Wirklichkeit urfl bie britische Seeherrschaft stehe. Eines aber fei jedem klar: England habe mit feiner Flotte einen Punkt erreicht, an dem strategische Irrtümer ober Fehler in nicht allzu ferner Zukunft fataftro» phale Folgen haben werden.

News Chronicle" schreibt, Englands Trans­portschiffe müßten die Arsenale Großbritan­niens, der bereinigten Staaten, der Sowjetunion und. der Dominions mit den Rohstoffen, die ihnen fehlten, versorgen. Sie müßten Tanks, Ge­schütze und eine Unmenge von Kriegsmaterial aller Art sowie Flugzeuge mit allen Ersatzteilen von Großbritannien und Nordamerika in die weit von einander gelegenen eigentlichen Kriegsfronten, nach der Sowjetunion, dem Mittleren Osten, Indien, China und Australien schaffen. Auch brauche man Englands Tonnage -für den Transport der Soldaten selbst. Ohne eine für diese gewaltige Aufgabe ausreichende Zahl von Handelsschiffen, die in zufriedenstellendem Maße in der Lage wären, Menschen und Material in alle Ecken der Welt zu befördern, könnten die Verbün­deten von einer vollständigen Mobilisierung ihrer ganzen Schlagkraft nicht sprechen. Gegenwärtig ver­fügten die Verbündeten weder über genügend Han­delsschiffe, die diesen Aufgaben gewachsen wären, noch über bie ausreichende Anzahl Kriegsschiffe, bie den Transportern auf ihren weiten Fahrten über die gefährdeten Ozeane sicheres Geleit geben könn­ten. Drastische Maßnahmen seien erforderlich, um en irgend Frachtschiffe 'für den Transport von Roh» toffen, Munitionsvorräten unb Soldaten frei zu machen.

auf die Insel Malka fort. In Luftkämpfen schos­sen deutsche Jäger 11 britische Flugzeuge ab.

Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, ver­senkten deutsche Unterseeboote unmit­telbar vor der Ostküsle Amerikas 12 feind­liche Handelsschiffe mit zusammen 94 000 BRI.» darunter vier große Tanker.

Im Kanal und vor der norwegischen Küste schos­sen deutsche Jäger am gestrigen Tage sieben bri­tische Flugzeuge in Luftkämpfen ab. Aus britischen Dombenverbänden, die in der letzten Nacht Stör­angriffe auf West- und Nordwestdeulschland durch­führten, schossen Nachtjäger und Flakartillerie 12 Flugzeuge ab.

Kapitänleutnant Topp, der sich bei den Opera­tionen deutscher Unterseeboote vor der amerikanischen Küste wieder besonders auszeichnete, hat bisher 31 Schiffe mit 208 000 BRT. sowie einen Zerstörer und einen Bewacher versenkt.

Der Obergesreite L e r n e c und der Gefreite Rücksiegel eines Jäger-Regiments schossen am 9.4. mit ihrer Panzerbüchse auf nächste Entfernung elf Sowjetpanzer ab.

Reue englische Niederlage an der Kanalküste.

Berlin, 12. April. (DNB.) Wie bas Oberkom­mando der Wehrmacht mitteilt, erlitten bie Briten in den Sonntagnachmittagsstunben an der Kanal­küste eine neue schwere Niederlage. Ein Verband von ungefähr einem Dutzend Bombenflugzeugen, der sich in Begleitung von etwa 50 Spitfire der bel­gisch-französischen Küste näherte, wurde noch über dem Kanal von deutschen Focke-Wulff-Jägern ge­stellt. In einer äußerst erbitterten Luftschlacht zer­sprengten unsere Jäger den britischen Bomberver­band und verwickelten die Spitfire in harte Kämpfe.

Der neue Erfolg der deutschen Ll-Boote.

Gesinnungspreffe gegen Preffekorruption.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Im Dogenpalast zu Venedig waren die Vertreter der Zeitungen Deutschlands und Italiens unb von 14 weiteren Ländern versammelt, um vor aller Welt zu bekunden, daß sie zu einer revolutionären Gei­stes- und Gesinnungsgemeinschaft gehören, die der plutokratisch-korrupten Welt der Lüge unbarmherzig den Kampf angefagt hat. Der erste Kongreß der Union nationaler Iounalistenverbände, die im Vor­jahre in Wien gegründet worden ist, hat in Venedig nicht über die eigentlichen Fachfragen beraten, son­dern sich kämpferisch in diesen weltentscheidenden Kampf eingeschaltet. Dieser Kampf ist ja auch ein Kampf gegen die Lüge, die, durch die vielen Kanäle der öffentlichen Meinung in den Plutokratien ge­leitet, diese allmählich vergiftet unb in den Krieg gehetzt hat. Die ßüge als Mittel der zum großen Teil von Juden geleiteten Plutokratenpresse ist an sich eine Weltgefahr, die beseitigt werden muß, soll überhaupt besser und friedlicher werden. Diese iefahr ist aber begründet in der durchaus falschen Juffaffung des Begriffs der Pressefreiheit. In libe- ralistisch, demokratisch oder marxistisch regierten Staaten kann irgendein Unberufener sich auf das Pressewesen stürzen und, je nach seinen Kapitalien, inöffentlicher Meinung" machen, während es sich doch nur um seine Privat- ober Geschäftsmeinung handelt, die unter der falschen Flagge segelt. Daß dabei noch möglichst viel damit verdient wird, ge­hört für diese Art von Machern deröffentlichen Meinung" auch noch dazu.

Die Plutokratenpresse wird durch jüdische Erwerbs­konzerne betrieben sowie durch jüdische Nachrichten­agenturen, wie Reuter, Associated Preß ober News Preß, gespeist. Die Völker haben zu bezahlen, was die eigene Judenpresse an Fensterscheiben einwirft, sie haben die eigentlichen Leiden des Krieges und den Verlust ihrer Söhne und ihrer Spargroschen zu tragen. Die britischen oder amerikanischen Kriegs­hetzer lassen in ihrer Presse die Massen mit einem Wust von Lügen überschütten und sorgen gleichzeitig dafür,.daß ihren Gesinnungsgenossen und Auftrag­gebern, den Rüstungsinteressenten, die Kriegsge- winnste ungeschmälert zufliehen und sie selbst nicht in das Kriegsfeuer geraten. Wer sich darüber wun­dert, daß die Judenpresse der Gegner Sieg schreit, wo objektiv Niederlagen zu verzeichnen sind, der hat keine Ahnung von den wahren Absichten dieser Presse, die nur lügt und fälscht, um die Völker aus­einanderzuhetzen zum Wohl der Plutokratie.

Vor aller Welt wurde jetzt in Venedig diesem höl­lischen Spiel Urfehde angesagt. Dort, in der Stadt einer alten politischen Kultur, deren Diplomaten in vergangenen Jahrhunderten Berichte abgefaßt haben, die vom größten deutschen Historiker, Leopold von Rallke, als wertvollste Beiträge zum Zeitgeschehen gewertet worden sind, erfüllten jetzt die Männer der Presse das Wort, das Reichspressechef Dr. Dietrich im Vorjahre in Wien sprach:In der Presse müssen Freiheit und Verantwortung wieder mit­einander in Einklang gebracht werden." Die Ver­antwortlichkeit der Journalisten im Zusammenleben der Völker kann nur eine innere, eine charakterliche und eine moralische sein. Das Gesetz des neuen Europas ist Ordnung. Daß die verantwortungs­bewußte Presse die Fahne der neuen Zeit tragen und Pionierarbeit am geistigen Aufbau Europas zu leisten bereit ist, bat Venedig gezeigt. Bereits .im Kriegsberichter" ist ein neuer Typ entstanden, der nicht nur mit der Feder, sondern auch in vorderster Linie mit den Waffen kämpft. Alle aber, die am neuen Europa arbeiten und dafür ihre Feder an­setzen, wissen, daß sie es nur aus der Verantwortung vor der Nation, aus dem höchsten Gefühl, das einen Mann beseligt, tun.

Dabei wurden 12 Spitfire abgeschossen. Es gelang den Britenjägern nicht, ihren Bombenflugzeugen den Weg zu dem beabsichtigten Ziel gegen die schlagartig einsetzende deutsche Jagdabwehr freizu­halten, so daß es nur zu vereinzelten Bombenab« würfen kam, die militärischen oder wehrwirtschast- lichen Schaden nicht anrichteten. Ein Bomber vom Muster Boston wurde zum Absturz gebracht. In der gleichen Zeit wurde weiter nördlich eine weitere Spitfire abgeschossen.

Das Eichenlaub für Kapitänleutnant Topp.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 11. April. Der Führer verlieh heute dem kapitän- teutnant Erich Topp, Kommandant eines Unter­seebootes, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes und sandte ihm folgendes Telegramm: In dankvarer Würdigung Ihres heldenhaften Ein­satzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes ver­leihe ich Ihnen als 87. Soldaten der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hiller."

Das Ritterkreuz

für tapfere Offiziere des Ostheeres.

Berlin, 11. April. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an ^-Brigadeführer und General­major der Waffen-^ Kleinheisterkamp, Kommandeur einer Division der Waffen-^, Major Mueller, Kommandeur einer Panzer-Abteilung, Oberstleutnant Dorow, Kommandeur eines In­fanterie-Regiments, und Major Haase, Führer einer selbständigen Kampfgruppe.

*

General Kleinheisterkamp besetzte im Raum von Rshew in kühn vorgetragenem Angriff eine wichtige Ortschaft und stürmte ein weitver­zweigtes und zäh verteidigtes Bunkersystem, wodurch die Schlüsselstellung des Flügels einer bolschewisti­schen Armee zusammenbrach. Major Mueller griff eine wichtige, von den Bolschewisten besetzte Ortschaft an, als ein plötzlicher, von zahlreiche»