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Das Ritterkreuz.

14. Fortsetzung.

Machdruck verboten.)

ziere der Luftwaffe, Männer der Partei und der SA. Ehrenwache. Unteroffiziere der Wehrmacht tragen den Sarg zur Gruft. Unter dumpfem Trom­

melwirbel sinkt die sterbliche Hülle ins Grab. Tief« bewegte Worte ruft Ministerialrat Dorsch vom Reichsministerium für Bewaffnung und Munition dem Führer seiner großen Gefolgschaft nach, Worte des Dankes und des Gelöbnisses treuester Pflicht­erfüllung. v

Während das Lied vom guten Kameraden er­klingt, die Ehrensalven einer Kompanie der Luft­waffe über das offene Grab hallen und von ferner her der Trauersalut einer Flakbatterie herange-

die Männer des Trauergefolges zum letzten Ab­schied an das Grab. Als erster entbietet Reichs­minister Speer, der das große Werk des unver­geßlichen Toten fortzusetzen vom Führer berufen ist, den letzten Gruß. In stillem Gedenken grüßen auch Generalfeldmarschall Keitel, Generalfeldmar­schall Milch und all die Männer des Trauerge­folges zum letztenmal den allzu früh Verstorbenen.

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Im Seegebiet um Malta wurde ein Kreu­zer der Dido-Klasse von Bomben deutscher Kampf­flugzeuge schwer getroffen. Tag- und Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich ferner gegen Flugplätze, Hafenanlagen und Betriebsstofflager.

Angriffe britischer Bomber auf südwestdeutsches Gebiet verursachten in der vergangenen Nacht ge­ringe Verluste unter der Zivilbevölkerung.

In der Zeit vom 31. Januar bis 10. Februar verlor die britische Luftwaffe 67 Flug­zeuge, davon 38 über dem Mittelmeer und in Nord­afrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 13 eigene Flugzeuge verloren.

Hauptmann Bär, Staffelkapitän in einem Jagd­geschwader, errang seinen 89. und 90. Lustfieg.

Stockholm, 12. Februar. (DNB.) Die bri­tische Regierung hat auch bis Donnerstag noch nicht den Mut aufgebracht, den Fall Sin­gapurs einzugestehen. Alle Nachrichten hierüber tragen den Stempel einer ungeheuren Verwirrung. Die Sender und Zeitungen sind voller Widersprüche, die sich sogar in deü einzelnen Spalten verschiede­ner Blätter finden.

Um Mitternacht behauptete der Londoner Nach­richtendienst, derMann auf der Straße" denke folgendes:Die Nachrichten aus Singapur sind sehr ernst. Wir hoffen jedoch, daß unsere Leute dort den Krieg gewinnen werden. Wir können Europa gern erzählen, -was in Singapur vor sich geht. Wir kön­nen diese Niederlage einstecken. Die Deutschen und ihre Freunde können das wahrscheinlich nicht. An­genommen, Singapur sollte fallen, welche Bedeu­tung hat dies für Deutschland?" ... und ob das für Deutschland bedeutungsvoll ist, wenn sein Haupt­gegner durch einen so schweren und nicht wieder

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Lurchdrmgunx dem Besiegten

Selbst der mann schrieb 1913 in:E deiner Men, fe selbst ofjni werfen; was s *n geliebt Würdelosigkeit I-'l ist." Und

Henry Ford nationaler Ju UOsche, sondi >ss er keine mc

Tage gehabt.

Der Führer an den Tenno.

Glückwrmsthtelegramm zur Einnahme von Singapur.

DNB. AusdemFührerhauptquartier, 12. Februar. Der Führer sandte dem Tenno anläßlich der Einnahme von Singapur tele­graphisch seine herzlichsten Glückwünsche. <1

Der Reichsminister des Auswärtigen v. Rib­bentrop übermittelte dem japanischen Minister­präsidenten T o j o und dem japanischen Außen- | Minister Togo telegraphisch die Glückwünsche der I Reichsregierung.

Letzter Widerstand der Briten.

Tokio, 13. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nach den letzten Frontberichten befinden sich in der Stadt Singapur und besonders in den östlichen Vor­städten noch etwa 10 000 Mann feindlicher Truppen, die in den Straßen und Häusern heftigsten Widerstand leisten. Die japanischen Angriffs- truppen jinb dazu übergegangen, einzelne Stadt­teile von außen abzuriegeln, wodurch zahlreiche Widerstandsnester zur Uebergabe gezwungen wur­den. Wiederholt wurde ferner beobachtet, daß ein» zeln.e Schiffe aus dem chafen zu ent­kommen versuchten, was jedoch durch japa­nische'Flieger verhindert wurde. Somit könne das Drama von Singapur mit der furchtbaren englischen Niederlage bei Dünkirchen verglichen werden.

Auf Niederländisch-Äorneo

Tokio, 12. Febr. (DNB.) Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekanntgab, haben japanische Streit­kräfte am 10.2., mittags, die Besetzung von Band- jermasin an der Südküste von Niederländisch- Borneo beendet.

Bandjermasin, eine befestigte Hafenstadt am Zu­sammenfluß der Flüsse Martapura und Santo, 20 km vom Meere entfernt, ist die Hauptstadt von Niederländisch-Borneo. Die Stadt, die gleichzeitig Sitz des Residenten von Süd- und Ost-Borneo ist, hat etwa 65 000 Einwohner und ist seit 1860 in niederländischem Besitz. Die Hauptausfuhrprodukte der Residentschaft Bandjermasin sind Erdöl, Kohlen, Kautschuk und Rotang.

Makassar beseht.

Tokio, 12. Febr. (Europapreß.) Makassar, die Hauptstadt der Insel Celebes, ist am Don­nerstagabend durch japanische Truppen besetzt worden-

zuerst umfangen ...

Sie gingen durch das Musikzimmer. An den Wänden flammten die Kerzen der Messingblaker auf. Marion hob vom Flügel, der schwarz und stumm wie ein Sarg dastand, den Deckel und schlug eine Taste an. Fehr überrieselte es niemals in diesen langen Jahren war der Flügel erklungen! Sie setzte sich nieder, ließ ein paar heitere Takte aus Don Juan" aufperlen und sang dazuund über das Herz des Lauschenden ging es wie warme Wogen:

Lasset uns fröhlich das Leben genießen!

Lasset uns lieben und scherzen und küssen! Welch ein Vergnügen erwartet uns da! Tralalalalalala ...!

... Hier sollte alles licht sein!" rief sie, auf­springend:Alles ist hier so drückend dunkel, du! Genau, wie ich mir alte Schlösser immer vorgestellt habe so von der endlosen Zeit dunkel geworden,. Jan! ... Bitte, laß einen Maler kommen, der Licht, viel Licht hereinzaubert!"

(Fortsetzung folgt.)

Der feurige Ofen

Roman von Hans von Hülsen

Mch dem Fall van Singapur.

Ungeheure Verwirrung in England.Trauer und Zorn" in USA.

Der Wehrmachtbericht.

DNB. AusdemFührerhauptquartier. 12. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten wurden erneute zahlreiche Angriffe des Feindes abgewlefen. An der D o n e z f r o n t warfen deutsche, rumänische und kroatische Trup­pen in Fortsetzung ihres Angriffes den Gegner trotz zähen Widerstandes weiter zurück. Im mittleren Frontabschnitt wurde eine feit Tagen ein­geschlossene Feindgruppe in harten Kämpfen enger zusammengedrängt.

In Nordafrika rege beiderseitige Aufklä- rungstätigfeit Deutsche Jagd- und Kampfverbände bekämpften wirksam motorisierte Kolonnen des Feindes.

Die Sowjets an der Donezfront weiter zurückgeworfen.

Ein Kreuzer der Dido-Klasse von deutschen Kampfflugzeugen schwer getroffen.

90. Lustsieg von Hauptmann Bär.

ihre nieder. Dann tritt er zu den Angehörigen, um ihnen seine und des ganzen deutschen Volkes Teilnahme auszusprechen.

Mit weihevollen Akkorden klingt der Trauer­marsch aus BeethovensEroica" auf.

Die Kranz- und Ordenskissenträger verlassen den Mosaiksaal. Ihnen folgt durch das Ehrenspalier der Sarg. Als er auf der Freitreppe zum, Ehrenhöf sichtbar wird, präsentiert der ^-Wachzug der Reichskanzlei unter dumpfem Trommelwirbel. Der Sarg wird auf 2)ie .snit sechs Pferden bespannte Lafette gehoben und verläßt den Ehrenhof.

Unmittelbar hinter dem Sarge schreiten die Ge­neralfeldmarschälle Milch und Keitel sowie General­admiral Raeder. Dann folgen Reichsleiter, Reichs­minister, Gauleiter, Staatssekretäre, Generale, Admirale, zwischen ihnen Angehörige der Dienst­stellen des Verstorbenen, höhere Fvrmationsführer der Gliederungen der Bewegung. Den Abschluß bildet ein Marschblock der.

Die feierliche Beisetzung erfolgte auf dem Jn- validenfriedhof. An der offenen Gruft halten Offi-

Berlin, 12. Febr. (DNB.) Von Tag zu Tag wird klarer erkennbar, daß die Schlagkraft der deutschen Truppen an der Ostfront durch bie grim­mige Kälte, die peitschenden Schneestürme und die vereisten Straßen nicht vermindert worden ist.

Das zeigte sich besonders deutlich in den letzten Tagen in der Mitte der Ostfront, wo der Feind erneut mit starken Truppen gegen die deut­schen Linien, anrannte. In den schweren Abwehr- kämpfen verbluteten große Teile der eingesetzten feindlichen Kräfte. Entscheidend war dabei, daß nach der Abwehr unsere Soldaten, allen voran die Infanteristen, dem Feind an der Klinge blieben und ihm starke Verluste zufügten. So wurden am 9. und 10. Februar vor der Hauptkampflinie einer moto­risierten Infanterie-Division über 1000 tote Bolsche­wisten gezählt. Bei der Säuberung eines Wald­geländes, die eine andere deutsche Infanterie-Divi­sion in Tier Mitte der Ostfront durchführte, büßte der Feind am 10. Februar weitere 800 Gefallene ein. Die Infanteristen eroberten ein bolschewistisches Waldlager und machten dabei zahlreiche Gefangene. 67 Maschinengewehre, 15 Granatwerfer und eine große Anzahl weiterer schwerer und leichter In­fanteriewaffen sowie umfangreiche Munitions- und Ausrüstungsbestände wurden erbeutet. In allen

Unverminderte Schlagkraft der deMenTruMn

Trotz grimmiger Kälte und vereister Straßen.

Leise klingt das alte Soldatenlied vom guten Kameraden auf, um dann in die Lieder der Nation überzugehen. Während sich die Fahnen und Stan­dorten über dem Sarge senken, legt der Führer seinen Kranz an der Bahre nieder. Dann tritt er

diesen Kämpfen griff die Luftwaffe mit guter Wir­kung ein.

Auch in Nordafrika unterstützten Verbände der deutschen Luftwaffe die Erdkämpfe der deutschen und italienischen Truppen erfolgreich. Britische Trup­penansammlungen im Raum von Ain ei Gazala lagen im Bombenhagel. Zahlreiche Kraftfahrzeuge, die Munition heranbringen sollten, gingen in Flam­men auf. Ferner vernichteten deutsche Jäger über 20 Lastkraftwagen und schossen einen Tankwagen in Brand. Ein anderer Kampffliegerverband griff Schiffsziele im Hafen von Tobruk sowie die Kai­anlagen mit guter Wirkung an. Der Flugplatz Gam- but wurde bombardiert.

Am 11. Februar und in der Nacht zum 12. Fe­bruar setzten deutsche Kampfflugzeuge die Angriffe auf militärische Anlagen der Insel Malta fort. Ihr Schwergewicht richtete sich gegen den Flugplatz Lucca und die Oeltanklager von La Valetta, wo die Bomben außerordentlich starke Explosionen her­vorriefen. Noch in den Morgenstunden wurden an der Ostküste der Jnsetfestung weithin leuchtende Brände beobachtet. Bei freier Jagd über Malta und den Gewässern südostwärts der Insel brachten deutsche Jäger ein britisches Flugzeug vom Muster Beaufighte sowie einen zweimotorigen Bomber zum Absturz.

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Christian Fehr saß im Sessel zurückgelehnt, die Brauen über die Nasenwurzel zusammengezogen, wie immer, wenn er rechnen muhte. Er sah wohl das Verlockende, das in diesem zusätzlichen Angebot lag. Die Holzpreise waren seit langem im Absinken, jedesmal klagte Forstmeister Koch darüber und ver­langte dringend Einsparungen im Bestände der Förster und Waldarbeiter, Maßnahmen, zu denen Fehr sich nicht entschließen konnte', schon aus humanen Gründen. Sicher würde der Konzern die Sophienau ganz groß aufziehen, daran war kein Zweifel. Und die riesigen Holzmengen, die er brauchte, würden eine gewisse Stabilität in den Lappersdorfer Etat bringen. Eine höchst wünschens­werte Stabilität ... Er sah, wie Abbeg ein Papier aus der Mappe holte und auf dem Tisch ausbreitete.

Ich habe noch heute Nacht alles vorbereitet, Baron. Alle übrigen Bedingungen sind dieselben, die ich Ihnen seinerzeit anbot. Wir brauchen nur die Zahlen einzusetzen und zu unterschreiben, und die Sache ist perfekt, und Sie sind eine Sorge los .."

,Cine Sorge los?', dachte Fehr: ,Du ahnst glücklicherweise nicht, wieviel Sorgen ich los bin, wenn ich meinen Namen unter diesen Wisch setze .. Sonst würdest du mir das Herz aus dem Leibe reißen, du Raubfisch! ...' Und zugleich dachte er, daß er bann, völlig in die Lebensgewohnheiten kuponschneidender Rentiers eingehend (kein rühm­liches Ende freilich für einen Fehr!), ganz nur für Marion und seine Liebe zu ihr würde leben tön« nert ...

Mit einem plötzlichen Entschluß klappte er den Deckel des Tintenfasses auf, tauchte hastig die Feder ein, unterschrieb zweimal und sah dabei mit einem flüchtigen Blick, daß Abbeg ein Scheckformu­lar uusfüllte.

damit hier ein Stück nationalsozialistischer Er­ziehungsarbeit geleistet, für das wir ihm besonders auch heute noch dankbar fein müssen; denn wenn jeder menschliche Fortschritt ein Vorbild besitzt, dann hat die Organisation Todt hier dauernde soziale Vorbilder geschaffen, und sie war im Begriff, diese immer weiter zu entwickeln. Allmählich sollte hier nicht nur ein soziales Unrecht, sondern eine mensch­liche gedankenlose Dummheit beseitigt werden, und zwar beseitigt für alle Zeiten.

Ob daher dieser Mann mit einem Ardener, mit einem Minister oder mit einem General verkehrte, er ist irnrner der gleiche geblieben. Em ebenso selbstbewußter, wie bescheidener Führer und be­sorgter Freund aller anständig schas­senden Volksgenossen.

Es ist daher nicht zu verwundern, wenn dieser Mann der so sein Volk liebte, in gleicher zärtlicher Liebe an seiner Familie, seiner Frau und fernen Kindern hing. Den Schöpfer der größten Bauwerke der Technik führte jede freie Stunde wenn irgend möglich hinein in die großen Schöpfungen der Natur, in das kleine Häuschen am See inmitten feiner geliebten bayerischen Berge.

Als zum Teil schon unter dem Feuer feindlicher Geschütze der Westwall seine Vollendung sand, wäh­rend sich in Polen die Kolonnen der Organisation Todt zum erstenmal den vormarschierenden Armeen angeschlossen Hattern und ihnen die Sicherheit des Nachschubs gaben, trug ich mich mit dem Gedanken, ihm als einem der führendsten Köpfe des deutschen Widerstandes überhaupt und des deutschen Selbst­behauptungswillens im Kriege das Ritterkreuz zu verleihen. Ich bin davon abgekommen weil diese Auszeichnung so ruhmvoll sie ist der Bedeu- tung dieses Einmaligen niemals hätte gerecht wer­den können. ' p £ _ .

Ich hatte schon vorher den Entschluß gefaßt, einen deutschen Orden zu stiften, der auf dem Grundzeichen unserer Bewegung errichtet, in einigen Klassen die höchsten Verdienste ehren soll, die ein Deutscher sich für sein Volk erwerben kann. Ich habe' nach dem Abschluß des Feldzuges gegen Frankreich Dr. Todt gesagt, daß ich ihm die An­erkennung für seine einmaligen Verdienste einst da­durch bekunden will, daß er der Erste sein wird, dem ich die höchste Klasse dieses Ordens ver­leihen werde. Er wollte in seiner Bescheidenheit damals davon nichts wissen. So wie nun der Na­tionalorden für Kunst und Wissenschaft, den auch Dr. Todt trägt, als erstem dem verstorbenen Pro­fessor Troost verliehen wurde, so überreiche ich heute im Namen des deutschen Volkes und seiner national­sozialistischen Bewegung den neuen Orden a l s erstem unserem lieben und unvergeßlichen Partei­genossen Dr. Todt, dem Generalinspektor unserer Straßen, dem Erbauer unseres Westwalls, dem Or­ganisator der Waffen und Munition im größten Kriege unseres Volkes um feine Freiheit und um feine Zukunft.

Ich salbst kann für mich dem nur wenige Worte anschließen: Ich habe in diesem Mann einen meiner treuesten Mitarbeiter und Freunde verloren. Ich fasse seinen Tod auf als einen Beitrag der nationälsozlaMischen Bewe­gung zum Freiheitskampf unseres Volkes.

Am Schluß feiner Gedenkworte ist der Führer sichtlich bewegt. Er schreitet zu den Ordenskisfen­trägern und heftet^die in seiner Ansprache erwähnte höchste deutsche Auszeichnung an.

Der letzte Gruß.

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schenalter lang diente, durfte soviel Vertrauen for­dern Mitteilung von feinem Vorhaben gemacht; er hatte sie auch, als er mit Marion im Schlosse an­kam, in aller Form vorgestellt, und Marion hatte ihr warm die runzlige Hand geschüttelt und lachend gesagt, daß man sichganz bestimmt vertragen" werde.

Jetzt, da die beiden. durch alle Räume gingen, Pläne für die Zukunft machend, führte Riemchen in der Küche ein Gespräch mit Fabian, der, die blaue Schürze vorgebunden, Silber^ putzte.

Was sagen wir nur dazu, Fräuleim Riem? fing der alte Diener an.

Ja, Fabian, was soll man sagen?"

Ich meine, sie ist soweit ganz passabel. Mit ihren großen Kulleraugen wie aus Samt. Aber an die sel'ge Gnädige reicht sie nicht 'ran."

Nein, Fabian. Das gewiß nicht. Das sollt' einer schwer fallen. Und dann so jung! Diel zu jung, mein' ich."

Jung, ja. Aber unser Herr Baron ist ja auch noch rüstig. Und er wird's schon wissen."

Wird er, Fabian. Obwohl es niemals gut tut, so viele Iahte Unterschied. Wenn unser Herr Baron mal sechzig oder siebzig sein wird, dann ... Aber das braucht uns beiden kein Kopfzerbrechen mehr zu machen."

Das meiste Kopfzerbrechen macht sich, glaub ich, unser Fräulein Ulla. Denn das ist doch sonnenklar, warum die so plötzlich weg ist War ja eine geradezu eisige Stimmung zwischen den beiden seit dem Weih­nachtsabend."

Hab's auch gefühlt. Aber niemals fragen das ist mein Grundsatz. Wenn Machen sprechen will, wird sie's schon tun."

Wenn Fräulein Ulla nicht wiederkommt, wird s hier sehr anders sein. Bestimmt!"

Ja. Wie wird's überhaupt sein, Fabian? Das frag ich mich. Mit einer so, jungen Gnädigen?"

Fehr und Marion gingen durch die Galerie mit den sieben schmalen Fenstern. Er zeigte ihr voll Glück und Stolz feine Sammlung, holte dies und jenes besonders kostbare Stück aus den erleuchteten

gutzumachenden Verlust geschwächt wird! Churchill und seine Genossen scheinen auf dem Standpunkt zu stehen, lieber Hongkong, Borneo, Malakka und Sin­gapur zu opfern, als Danzig an das Deutsche Reich fallen zu lassen.

Die Reaktion in den U S A. auf den Fall von Singapur läßt sich nach Stockholmer Presseberichten in die WorteTrauer und Zorn" zusammen­fassen. Resigniert stellt man in den Vereinigten Staaten fest, 'daß dies nun aber bestimmt derletzte Triumph der Achsenmächte" sein müßte. Man habe sich zwar in den USA. in der britischen Verteidigung getäuscht, aber man kritisiere Großbritannien nicht mit besonderer Schärfe, sondern richte alle Kritik gegen die eigene Regierung. Inzwischen tut man in Nordamerika alles, um den breiten Massen die Schreckensnachricht vom Fall Singapurs wenigstens etwas weniger schwer zu machen. Der Sender Bo­ston hat einen ganz besonders klugen Sprecher, der rundweg erklärt, die Erfolge Japans seien gar nicht

Berlin, 12. Februar. (DNB.) Der Führer! verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an I Major Josef Stuppi, Bataillonskommandeur ml einem Infanterie-Regiment, Hauptmann Karl I Kaehne , Bataillonskommandeur in einem Ins an- I terie-Regiment, ferner auf Vorschlag des Oberbe- I fehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Gonng, I an Hauptmann Gustav Preßler, Gruppentom- I mandeur in einem Sturztampfgeschwader.

In dem harten Abweyrkampf mareft Mitte Ja- I nu ar Teile eines Ins an teriebataillons vorübergehend I eingeschlossen worden. Major Stuppi erhielt den | Befehl, mit seinem Bataillon Öen eingeschlossenen Truppenteil, zu entsetzen. Auf diesem Marsch stieß I er überraschend auf eine größere Kampfgruppe der I Sowjets. Major Stuppi griff mit seinen tapferen Infanteristen unverzüglich* an. Major Stuppi ge-' I lang es nicht nur,- die eingeschlossenen Kameraden zu befreien, sondern auch starke Feindangriffe unter großen Verlusten der Sowjets abzuschlagen.

Hauptmann Kaehne kehrte trotz seiner noch nicht ausgeheilten Verwundung frühzeitig aus eige­nem Drange zur Truppe zurück, führte zunächst | seine alte Kompanie und dann das Bataillon m allen Kämpfen des Vormarsches und in der Ab« I wehrfchlacht der letzten Wochen zu großen Erfolgen. I tne Der Tatkraft und dem vorbildlichen und unermüo* I jonbertes raHi liehen Einsatz von Hauptmann Kaehne ist es ;u I ten." 11 danken, daß massierte Angriffe der Sowjets abge- I ...., wehrt und eingedrungene Bolschewisten im Gegen« I jeidjnung h» stoß vernichtet wurden. _____________________________ I ber russische c

auf Grund hinterhältiger Politik erreicht worden. Ein Krieg, der einmal begonnen habe, nehme eben seinen normalen Verlauf. Die Bedeutung des Falles von Singapur dürfe man nicht überschätzen, denn es fei als Flottenstützpunkt gedacht gewesen, und ba es nicht mehr als solcher Verwendung finden könne, habe es 99 v. H. seines Wertes eingebüht! Wie es im übrigen wirklich um die Stimmung in den USA. bestellt ist, zeigt der Bericht eines spanischen Kor. respondenten. Es heißt darin: Das sicherste Baro« meter in dem Leben der USA. ist die Börse von Neuyork, und diese Börfe hat zwei sehr schlechte

Die Päpiere gingen über die Tischplatte hin und her. Die Sophienau war verkauft. Nachdem sie mehr als hundert Jahre Fehr verscheuchte den Ge­danken, er spürte einen leisen Taumel im Gehirn, wie eine Blutleere ...

Abbeg brach unverzizglich auf, um noch vor Abend in Dresden zu sein.

Gratuliere, Baron", sagte er, als sie miteinander durch die vom Schneelicht erhellte Diele gingen: Gratuliere aufrichtig. Für Menschen Ihres Schla­ges hat Schiller besonders geschrieben: .Nicht an die Güter hänge bas Herz!' Sind zur rechten Zeit ins rettende Boot gesprungen. In zwei, höchstens drei Jahren wäre die Woge über Ihr Wrack roeggegan» gen, sagt Ihnen ein Fachmann, der genug der­gleichen mit angesehen hat. Statt dessen können Sie nun geradezu ein neues Leben an f an gen. Nochmals: Gratuliere!"

Und er stieg in die Limousine und brauste davon.

Christian Fehr glaubte, in seinen Augenwinkeln ein lauerndes Lächeln bemerkt zu haben. Aber viel­leicht war das eine Täuschung, denn sein Blick war getrübt und verschleiert.

3. Kapitel.

Gemeinsam gingen Christian Fehr und Marion durch das ganze Schloß und besprachen, das Notiz­buch in der Hand, was alles zu erneuern, zu ändern märe.

Es war der letzte Tag des Jahres; tiefer Schnee; Windstille. ,

Marion war am Nachmittag angekommen. Sie hatte ihr großes Gepäck auf dem Bahnhof gelassen und sich mit einem Handköfferchen ins Auto neben Fehr gesetzt, ber sie selber abgeholt hatte. Denn nur über die Jahreswende wollte man in Lappers­dorf bleiben und gleich am ersten Januar nach ber Peterbaude im Riesengebirge aufbrechen; so war es schon in Wernigerode zwischen ihnen verabredet worden.

Ehe Christian Fehr zum Bahnhof aufbrach, hatte er Riemchen zu sich ins Zimmer gebeten und ihr denn das alte Faktotum, das dem Haufe ein Men-

Vitrinen und gab Erläuterungen; ihre völlige Un­kenntnis erheiterte ihn sehr. Zugleich erzählte er, ganz wie nebenbei, daß er die Sophienau vor eini­gen Tagen abgestoßen habe um noch freier zu sein für ihr gemeinsames Leben. Doch erwähnte er I nichts von Äbbegs Besuch; irgendeine Stimme dies I wenn aller in der Brust riet ihm, diesen Namen vor ihrem | allein hie sr. Ohr nicht zu nennen. Auch Marion nannte ihn 1 fteüt bie J > nicht. Es war wie eine stillschweigende Verabredung |.!rq t i e 9 r zwischen ihnen beiden. J n

Sie standen vor dem großen Porträt.Annettes im Herrenzimmer, bas im Licht des vielflammigen Kronleuchters schimmerte.

Eine wunderschöne Frau", sagte Marion; und den Schalk in den Augenwinkeln:Wie soll ich Aermste daneben bestehen?!"

;,D, Marion! Du leöst!" Christian Fehr schloß sie in die Arme und dachte dabei, heiß überlaufen, wie so oft in diesen letzten, sehr einsamen Tagen, des glücklichen Abends, da er sie in Wernigerode