groß macht, ist die hingebungsvolle Wärme des Vortrags, die ans Herz greift. Der ungewöhnliche Beifall wird das bewiesen haben.
Heinz Schröter spielte das obligate Klavier sehr feinsinnig mit glitzernder Technik und in engster Anpassung an die Solisten. .
Der ganze Abend bedeutete einen einzigen Höhepunkt, und die begeisterten Hörer brachten dies deut- sich zum Ausdruck. Heinrich Blaß.
10 pfg. oder 3 Monate Gefängnis?
Das Landgericht in E. hat den Sch. in der Be- rufungsinstanz zu drei Monaten Gefängnisstrafe verurteilt, weil der Angeklagte, der wußte dag die in dem besonderen Fall in Rede stehende Fahrt 30 Rp. kostet, für diese Fahrt nur einen Fahrschein für 20 Rpf. gefordert und erhalten hat und also bewußt eine weitere Strecke gefahren ist als er Mit dem 20-Rpf.-Fabrschein fahren durfte. Die^Bestrafung als solche ist unter Berücksichtigung der Tatsache erfolgt, daß Betrug in strafverschärfendem Rückfall vorliegt.
Aus der engeren Heimat.
Von einer Lokomotive übecfahrcn und getötet.
* Butzbach, 12. Jan. Auf dem hiesigen Bahnhof wurde am Samstagabend der Bahnarbeiter Richard Hoffmann von hier, der mit dem Reinigen von Weichen beschäftigt war, von einer rangierenden L o k o m o t i ve überfahren und auf der Stelle getötet. Der bedauernswerte Mann, der das Herannahen der Lokomotive nicht bemerkt hatte, hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.
Feuer im Dorf.
♦ Stockhausen (Kreis Gießen), 13. Jan. Am gestrigen Montag gegen 20.30 Uhr brach in dem Grundstück des Landwirts August Kauß Feuer aus, dem die Scheune und Stallungen sowie Stroh- und Heuoorräte zum Opfer fielen. Die Motorspritze von Grünberg und die Ortsfeuerwehren von Weickartshain und Lardenbach waren rasch zur Stelle und konnten gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr in etwa einstündiger Arbeit den Brand aus seinen Herd beschränken. Der tatkräftigen Arbeit der Feuerwehren gelang es, das Wohnhaus, die Fahrzeuge und Maschinen sowie den Viehbestand bis auf einige Hühner, die in den Flammen umkamen, zu retten. Die Untersuchung über die Brandursache ist ist noch im Gange.
Landkreis Gießen.
△ Lollar, 12. Jan. Oberpostschaffner i.R. Karl Bierau und Ehefrau Dorothea, geb. Schlapp, feierten am 10. Januar das Fest de» goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar gingen Glückwünsche zu vom Führer, von der Landesregierung, vom Landrat, von der Oberpostdirektion Darmstadt, vom RS.-Reichskriegerbund und von vielen Privaten.
* Watzenborn-Steinberg, 12. Jan. Der Gefreite Ernst K o l m e r von hier, Ludwigstraße 2, befindet sich zur Zeit wegen einer bei den schweren Kämpfen im Osten erhaltenen Verwundung in einem Lazarett. Dort wurde ihm für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse und das Verwundetenabzeichen überreicht__________
- Lich, 13. Jan. Kaufmann Heinrich Schmidt II. dahier, der Seniorchef der Firma Johann Hermann Schmidt, kann am Donnerstag, 15. Januar, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit das 7 5. Lebensjahr vollenden. Dem Jubilar gelten unsere herzlichen Glückwünsche.
Schweinemarkt in Alsfeld.
* Alsfeld, 12. Jan. Der heutige Schweine- markt hatte infolge ungünstiger Umstände nur einen geringen Auftrieb zu verzeichnen. Es kosteten
Die absolute Gesetzmäßigkeit, mit der sich die Himmelskörper durch den Raum bewegen, gestattet dem Astronomen, den scheinbaren Lauf der Gestirne am Himmelsgewölbe auf Jahre hinaus mit großer Genauigkeit vorauszuberechnen. Bei den Fixsternen ist diese Bewegung freilich so gering, daß wir sie mit freiem Auge auch nach jahrelanger Beobachtung nicht wahrnehmen können. Erst die überaus feinen und genauen Messungen der neueren Astronomie haben uns das Wandern der Fixsterne im Raum erschlossen. Im Gegensatz zu den scheinbar still stehenden Fixsternen drängt sich die rasche Bewegung der Planeten und des Mondes auch dem Laien förmlich auf. Die immerfort wechselnden Stellungen der Wandelsterne sowohl zueinander, als auch zu den Sternbildern, die zu stets neuen Konstellationen führen, bringen Leben in das scheinbar so starre Antlitz des Sternenhimmels. Wie sich das Jahr 1942 in astronomischer Beziehung verhält, sei im folgenden kurz dargelegt.
Sichtbarkeit der Planeten.
Im Januar leuchtet Venus mit hellem, alle anderen Sterne weit überstrahlendem Glanz als Abendstern am südwestlichen Himmel, die Dauer ihrer Sichtbarkeit nimmt jedoch von rund drei Stunden auf eine halbe Stunde am Ende des Monats ab, da der Planet sich rasch der Sonne nähert und am 2. Februar zwilchen Sonne und Erde hindurch- wandert (untere Konjunktion). Für einige Tage verschwindet Venus in der Hellen Sonnenumgebung, um dann als Morgenstern am Osthimmel wieder aufzutauchen. Während bes- Frühjahrs und Sommers beherrscht Venus den Morgenhimmel. Erst im Oktober verschwindet sie im Strahlenkranz der Sonne, zieht nun aber hinter der Sonne vorüber (obere Konjunktion am 16. November), um erst im Jahre 1943 wieder sichtbar zu werden.
Den sonnennahen Merkur kann man ohne Fernrohr nur beobachten, wenn er sich auf seiner scheinbaren Bahn von unserem Tagesgestirn am weitesten entfernt. Dies ist der Fall im letzten Januardrittel und Mitte Mai. Merkur ist dann vis etwa IV2 Stunden vor Sonnenaufgang.
Die äußeren Planeten Mars, Jupiter und Saturn stehen im Januar abends hoch am Süd- himmel und sind bis nach Mitternachts sichtbar; der rötliche Mars ist am weitesten nach Westen gerückt, dann folgen Saturn und Jupiter im Sternbild des Stiers. Die drei in einer geschwungenen Linie stehenden Planeten veranschaulichen die hohe Lage
6 bis 8 Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM. das Stück. Bei gutem Geschäftsgang wurde der Auftrieb nahezu ausverkauft.
Schweinemarkt in Butzbach.
* Butzbach, 13. Januar. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 95 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 22 RM., 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 25 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 28 RM., 10 Wochen und ältere Tiere 28 bis 35 RM. pro Stuck. Der Handel verlief langsam, es verblieb Ueberstand.
der Ekliptik in den Winternächten. Die Reihenfolge ändert sich jedoch bald, denn am 24. Februar zieht Mars dicht über dem Saturn vorüber. Saturn steht nun am weitesten im Westen und verschwindet zuerst in der Dämmerung, und zwar im April. Am 4. April überholt Mars auch Jupiter, der im Mai im Westen versinkt, während Mars bis Anfang Juli sichtbar bleibt. Saturn erscheint bereits im Juli wieder am Morgenhimmel, Jupiter erst un August. Eine prachtvolle Konstellation ergibt sich am Morgen des 2. August gegen 5 Uhr, wenn die rascher wandernde Venus dicht südlich an Jupiter vorüberzieht. Die beiden hellsten Wandelsterne stehen dann am Himmelsgewölbe nur 2/a Mondbreiten voneinander. In Wirklichkeit aber beträgt der Abstand Jupiters von der Erde 903 Millionen Kilometer, der der Venus jedoch nur 217 Millionen Kilometer. Während der Herbstmonate verfrüht sich der Aufgang von Saturn und Jupiter immer mehr, so daß am Jahresende die beiden Riesenplaneten während der ganzen Nacht sichtbar sind. Saturn gelangt, am 21. Dezember 1942, Jupiter am 11. Januar 1943 in Opposition zur Sonne. Der mit Hilfe eines Feldstechers auffindbare Planet Uranus bewegt sich im Stier südlich der Plejaden, der nur im Fernrohr erkennbare Neptun an der Grenze der Sternbilder Löwe und Jungfrau.
Sonnen- und Mondfinsternisse.
Das Jahr 1942 bringt drei Sonnen- und zwei Mondfinsternisse. In der Nacht vom 2. zum 3. März findet eine in Europa sichtbare totale Mond- finsternis statt. Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt um 0 Uhr 31 Min. Sommerzeit, der Beginn der totalen Verfinsterung um 1.35 Uhr, ihr Ende um 3.10 Uhr, der Austritt des Mondes aus dem Kernschatten um 4.12 Uhr. Die vollständige Verfinsterung dauert demnach eine Stunde 37 Minuten. Für einen Beobachter auf dem Monde steht dann die Erde vor der Sonne.^Die Erdatmosphäre erscheint im durchscheinenden Sonnenlicht rötlich, und dieses Licht verleiht dem Monde während der Verfinsterung eine kupferrote Farbe.
Die zweite totale Mondfinsternis am 26. August ist in Mitteleuropa sichtbar. Der Mond erreicht den Kernschatten um 4 Uhr Sommerzeit und verläßt ihn wieder um 7.35 Uhr. Die vollständige Verfinsterung dauert von 5.01 bis 6.35 Uhr. Das Ende derselben kann nur in Westdeutschland beobachtet werden; in Mittel- und Ostdeutschland ist der Mond um diese Zeit bereits untergegangen.______________
Der 10. September bringt eine in Europa sichtbare teilweise Sonnenfinsternis, me 17.32 Uhr Sommerzeit beginnt und 19.12 Uhr endet. Der Mond bedeckt 36 v. H. des Sonnendurch- meHer« Die beiden teilweisen Sonnenfinsternisse am 16/17. März und am 12. August können nur im südlichen Indischen und Stillen Ozean bzw. int Südpolargebiet beobachtet werden.
Slernschnuppenschwärme.
Wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne ausgedehnte Meteorströme kreuzt, tritt eine Häu- furg von Sternschnuppen ein. Nach dem Sternbild, aus dem die Meteore scheinbar ausstrahlen, unterscheidet man die Lyriden um den 22. April aus der Leier, die P e r s e i d e n um den 12. August aus dem Perseus, der reichste Meteorschwarm des ganzen Jahres, die Leoniden um den 14.November aus dem Löwen und die G e m i n i d e n zwischen dem 10. und 13. Dezember aus den Zwillingen. Das Aufleuchten dieser Meteore geschieht durchschnittlich in 130 Kilometer, das Verlöschen in 80 Kilometer Höhe, nachdem sie eine Strecke von "etwa 90 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 70 Kilometer in der Sekunde zurückgelegt haben. Die Dauer des Leuchtens beträgt demnach durchschnittlich ein bis zwei Sekunden.
Handball.
LSD. Gießen — TG. Dietzenbach 10:4 (6:3).
Das Spiel des LSV. Gießen in Dietzenbach, wo 14 Tage vorher die SA.-Kampfjpielgemeinschaft Frankfurt 5:10 verlor, wurde wider Erwarten hoch mit 10:4 Toren gewonnen. Das Torverhältnis drückt die eindeutige Ueberlegenheit der Luftwaffe aus.
Dietzenbach führte während des ganzen Spieles nur einmal mit 1:0. Der LSV. zog binnen weniger Minuten gleich und führte mit 3:1. Dietzenbach hotte ein Tor auf, dem drei weitere, erfolgreiche Torschüsse des LSV. folgten. Mit 6:3 für Gießen ging es in die Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich der Spielverlauf nicht, obwohl Dietzenbach nun mit dem Wind und besserer Platzieite spielte. Die Luftwaffe diktierte auch da von Anfang an das Spielgeschehen. Dietzenbach schoß nun ihr viertes und letztes Tor, während die Luftwaffe in regelmäßigen Abständen noch vier Tore schoß. Dietzenbach versuchte sich durch Einzelaktionen ein besseres Torverhältnis zu verschaffen, was aber bei der Aufmerksamkeit der Gießener Hintermannschaft zu keinem Erfolg führte.
Seit langem führte die Luftwaffe endlich wieder ein Spiel vor, an dem man sah, daß in ihr etwas steckt. Der Sturm spielte diesmal flott und zügig, ohne von der Dietzenbacher Hintermannschaft gehalten werden zu können. Auf dem Dietzenbacher Platz hat, bisher bis auf die Polizei Frankfurt, noch keine Mannschaft gewonnen, was dem Siege der Luftwaffe den richtigen Ausdruck gibt
Die zehn Tore der Luftwaffe teilte sich der ge- famte Sturm (Oblt. Wagler (2), Kraft (2), Reichert (2), Schlüter (2), Sonnabend (2). ______________
AautWftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauvtschriftleiter-: ©rnft Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für bad Feuilleton: Dr. Hans Tbyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K G. vcrlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6.
Himmelsereignisse im Lahre 1942.
Ein astronomischer Ausblick.
Von Dr. Erwin Kossinna.
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Bewerber« tragen i
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der Universitätsstadt Gießen
Philipp Römer, Vater Elisabeth Weißbach Hanni Rehberg, geb. Römer Ernst Römer, z. Z. im Felde
Alicenschule verlor. Finder wird gebeten, dasselbe geg. Belohnung auf dem Fund- büro abzug. mD
Schanghai (China), Büdingen, Adolf-Hitler- Straße 11, den 11. Januar 1942.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. Januar, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt.
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Gießen (Kaiserallee 141), Schwarzach, den 10. Januar 1942.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Jan., 14.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen.
Am 8. Januar entschlief sanft unsere liebe Mutter, Großmutter,Urgroßmutter und Tante Frau Emilie Hofmann,geb.Weber im Alter von 88 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Emma Hofmann.
Gießen (Stephanstr. 49 II), den 13. Jan. 1942.
Die Beerdigung fand in der Stille statt.
015 6
Dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen guten Lebenskameraden, meinen lieben Sohn, Vater, Schwiegersohn, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Herrn Otto Römer
nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren zu sich zu nehmen.
In tiefem Schmerz:
Heute starb nach langem Leiden unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater
Prof Dr. Karl Noll
Oberstudienrat 1. R.
Dr. med. Kurt Noll und Frau Gertrud, geb. Schaub Heeresstudienrat Walter Noll und Frau Anni,
Dienstag, den 13. Januar
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den 10. Januar 1942
. __________ —..... IMP/
Am 11. Januar, 19 Uhr, entschlief sanft und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater '
Jakob Harnisch
im Alter von 77 Jahren.
In tiefer Trauer:
Wilhelm Harnisch und Frau Familie Burger, Familie Dormehl.
Gießen-Klein-Linden, 13. Januar 1942.
Beerdigung findet Mittwoch, 14. Jan., 15 Uhr, vom Sterbehaus Frankfurter Str. 11 aus statt.
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Es wird darauf hingewiesen, daß die Zuteilung von Brennstoffen von der Vorlage der vorerwähnten Teilnahmebescheinigung abhängig gemacht werden kann.
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