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Kraftquellen in Znsulinde

von Rohöl

Export

des niederlän-

Teil

Erdölgewinnung Vrillsch-Borneos in 1000 metr. t

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Es

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Zeitschriften

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Rohöl

Benzin

Heiz- u. Treiböl Leuchtöl Schmieröl

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1937

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848

31

200 Kilometer vor Singapur.

Tokio, 12. Jan. (Ostasiendienst des DNB.) Nach den letzten in Tokio eingetroffenen Nachrichten wur­den größere Rückzugsbewegungen der britischen Truppen aus der Gegend von Kuala Lumpur in südlicher Richtung nach Malakka beobachtet, die wiederholt das Ziel der japanischen Luftwaffe waren. Man nimmt an, daß der Feind sich zu­nächst nördlich von Malakka festsetzen will, die Hauptmasse der jetzt noch im Abschnitt südlich von Kuala Lumpur kämpfenden Truppen jedoch nach Singapur zurückgenommen wird. Japanische Dor-

keit auf Hellmuth Ungers RomanSei Gewissen", der die Anregung und die Drehbuch- Gründlagen zu dem auch bei uns gelaufenen Film

Ich klage an" lieferte»

bekannte tropische Verhältnisse auszudehnen. Nach umsichtiger Vorbereitung schiffte sie sich im Jahre 1699, nur von ihrer Tochter Johanna Helene be­gleitet, auf einem Segler nach Surinam ein. In den leuchtenden Farben der Tropen und den un­gezählten Tierwundern, die sich vor ihren Augen auftaten, fand Maria Sibylla erst ~ ihr wahres Arbeitsfeld. Sie verlebte hier die glücklichste Zeit ihres Lebens: in hingebungsvoller Begeisterung sammelte sie fleißig und unermüdlich Blumen, In­sekten, besonders Schmetterlinge, beobachtete deren Lebensbeüingungen in der Natur und malte und zeichnete die zum großen Teil noch unbekannten Pflanzen und Tiere.

Nach zweijährigem Aufenthalt zwang das heiße und feuchte Klima Maria Sibylla zur Heimkehr. Sie kehrte mit reicher Ausbeute nach Europa zu­rück, und ihre Abbildungen und naturkundlichen Aufzeichnungen fanden begeisterte Aufnahme bei den holländischen Naturwissenschaften. Sie veran­laßten Maria Sibylla zur buchmäßigen Heraus­gabe ihrer Surinamer Forschungsergebnisse. Unter dem TitelMetamorphosis Insectorum Surinamen- sium (Verwandlung der surinamischen Insek­ten") gab sie in 60 farbigen Kupferdrucktafeln die Erlebnisse ihrer Forschertätigkeit wieder, und so­wohl in künstlerischer wie in wissenschaftlicher Be­ziehung fand ihr Werk in weitesten Kreisen große Anerkennung. Ihre Bilder sind noch heute die Freude künstlerisch interessierter Menschen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind zwar von der heu­tigen Forschung überholt, aber die naturkundlichen Erkenntnisse Maria Sibylla Merians haben den Grundstein für den Aufbau der Insektenkunde ge­legt und waren noch für die Dauer von hundert Jähren maßgeblich. Ihre Verdienste um die Ent­wicklung der Insektenkunde wurden 1818 in Spren- gelsGeschichte der Botanik" (verlegt bei Brock- haus, Leipzig) erwähnt, und der Stockholmer Pro­fessor Olof Swartz (1760 bis 1818) benannte nach ihr eine Gattung aus der Pflanzenfamilie der MelastomataceenMeriania.

Maria Sibylla Merian hoffte, ihre Arbeit durch sine zweite Reise in die Tropen noch weiter aus«

in Form oerwendungsfähiger Treibstoffe, da Nieder» ländisch-Jndien sein Rohöl in eigenen Raffinerie« anlagen in Erdölderioate umwandeln kann, wie nachstehende Tabelle deutlich beweist:

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7,19

7,30

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Für das erdölarme Japan tut sich in Jnsulinds jedenfalls eine ungeheure Kraftquelle auf! Mit jedem Schritt gewonnenen Bodens auf dieser Inselwelt wächst die Macht des Sonnenbanners. Gleichzeitig wird damit den Gegnern Japans der militärische Lebenssaft abgeschnitten: denn gerade in Kriegs­zeiten wäre der ungehinderte Zutritt zum Oelreich* tum JnsUlindes von entscheidender Wichtigkeit für die britisch-amerikanischen Streitkräfte. Schm.

hüten scheinen in kräftigem Nachstoßen bereits Punkte erreicht zu haben, die nur noch 200 km von Singapur entfernt sind.

Lustkampf über Singapur.

Fünfzehn Briten abgeschossen.

Tokio, 13. Jan. (DJIB. Iunkspruch.» 3m Set. lauf zweier Luftangriffe, die die Japaner am Montagmittag gegen Singapur unternahmen, wurden ohne eigene Verluste 15 feindlich« Flieger abgeschosfen.

Zwei feindliche Ll-Boote in der Malakka-Straße versenkt.

Lotio, 13. Januar. (Luropapretz.) Japanische Flugzeuge haben nach Mitteilung des Kaiserlich Japanischen Hauptquartiers zwei feindliche' Unterseeboote in der Malakka- Straße versenkt und einen britischen Transporter durch Bombentreffer in Brand gesetzt.

In Südmalaya greifen japanische Kampfslug, zeuge die fliehenden britischen Kolon« nen unaufhörlich an und unterbinden durch An­griffe auf Straßen und Eisenbahnen den brittschen Nachschub. Aus einer Strecke wurde ein besetzter Truppentransporkzug durch Serien von Vomben- volltreffern vernichtet. In der Nähe von T a m p i n, zwischen Kuala Lumpur und Singapur, wurde, wie von japanischer militärischer Seite weiter bekannt wurde, eine aus 24 Panzerkraftwagen bestehende Kolonne aufgerieben.

Japanische Luftangriffe gegen Südburma.

Stockholm, 12.Jan. (Europapreß.) Japanische Flugzeuge haben Angriffe gegen Moulmein und Tavoy in Südburma unternommen, wirb in der Nacht zum Montag aus Rangun gemeldet.

Die Städte Moulmein und Tavoy liegen auf dem schmalen Südzipfel von Burma. Moulmein ist ein bedeutender Hafenplatz mit reich entwickeltem Handel sowie sehr bedeutendem Schiffsbau und hat mehrmals 65000 Einwohner. Tavoy, das rund

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Niederländifch-Jndiens Gewinnung und Ausfuhr und Oelderivaten in metr. t

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männifchem Urteil ist die Verdoppelung der Forde­rung und sogar eine Steigerung über die Verdoppe­lung hinaus möglich.

Singapur zum Tode verurteilt."

Zweitens wurde der größte disch-ostindischen Oelexportes schon in Friedenszeiten von den anglo-amerikanifchen Stützpunkten im indo­pazifischen Raum ausgenommen. So gingen z. B- 1938 bereits 1,54 Will, t Treibstoff nach Singapur, 11000 t nach anderen Teilen Britisch-Malayas, 230 000 t nach Hongkong, 247 000 t nach den Phi­lippinen, 677 000 t nach Australien und 185 000 t nach Neuseeland. Das gleiche gilt für die Oelquellen in Nord-Borneo. Die Rohölausbeute von Britisch- Borneo belief sich nach zuverlässigen Informationen bis zur Inbesitznahme durch die japanischen Lan­dungstruppen auf mindestens 1 Mill, t jährlich. Auch hier ließe sich die Produktion noch erheblich vergrößern, wie auch die nachstehende Uebersicht schon ein dauerndes Ansteigen zeigt:

bauen zu können. Aber das Schicksal vergönnte ihr die Erfüllung dieses sehnlichen Wunsches nicht: ihr Gesundheitszustand ließ die zweite Expedition nicht zur Ausführung kommen. Frau Merian starb 1717 im Alter vor fast 70 Jahren, ohne ihr Werk in dem geplanten Sinne sortführen zu können. H. P.

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Zapans Vorgehen gegen MderlaMch-Wien

Holländische Feindseligkeiten bereits am -1. Januar.

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T o kio, 13. Jan. (Europapreß.) Die Bekanntgabe Erfolgreicher Landungen japanischer Streitkräfte m Celebes und Niederländisch-Borneo, b-ie gleichzeitig mit der Ankündigung des Informa- tionsamtes über die Ausdehnung der japanischen Operationen gegen Niederländisch-Jndien Verlautbart wurden, unterstreicht die neue Phase,

Zweimal Flandern zeigt das Januar-Heft der neuen Linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig): Einmal die Kulturlandschaft mit ihren herrlichen Kathedralen, einmal dje Welt der zeitgenössischen flämischen Maler. In erschütterndem Gegensatz dazu das Phototagebuch vom Ostfeldzug, das die russische Atmosphäre von Stumpfsinn und Elend mit ein­dringlicher Unmittelbarkeit eingefangen hat. Wei­tere Themen, die besondere Beachtung verdienen: Ein Aufsatz des bedeutenden Kunsthistorikers Prof. A. E. Brinkmann über den deutschen Einfluß auf Italiens Kunst, begleitet von schönen Farbtafeln ftüherer italienischer Meister. Emil Preetorius bricht in Wort und Zeichnung eine Lanze für das künstlerische Exlibris. Und neben vielen anderen schönen Themen ist die Architekturveröffentlichung über das Haus eines Malers bei Salzburg beson­ders reizvoll durch ihren privaten Charakter.

Das Januar-Heft der ZeitschriftNeues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) beginnt den neuen Jahrgang mit einer zeitgemäßen BetrachtungGer­manische Schicksalsgemeinschaft": hieran schließt sich sinnvoll und anschaulich ein BeitragEuropa mar­schiert" mit Aufnahmen von Freiwilligen aus den germanischen Ländern Nord- und Westeuropas in unseren ^-Formationen an. Ein schön bebilderter Aufsatz beschäftigt sich mit dem Volkstum der Ma­gyaren. Fragen der. Dolksbiologie behandeln die BeiträgeInzucht" undMännerüberschuß". Eins bemerkenswerte Besprechung lenkt die Ai '

Oie Reise nach Surinam.

Dem Andenken der Maria Sibylla Merian.

In diesen Tagen jährte sich zum 225. Male der Todestag von Maria Sibylla Merian, deren Name heute fast vergessen, aber mit ihrer naturwissenschaftlichen Forschungsfahrt nach (Surinam (Niederländisch - Guayana) untrennbar verbunden ist.

Don der holländischen Kolonie Surinam, die heute durch die Uebergrifte des amerikanischen Präsidenten wieder im Blickfeld der Welt steht, kam vor fast 250 Jahren bereits auftehenerregende Kunde nach Europa. Die berühmte Blumen- und Jnsektenmalerin Maria Sibylla Merian war von der holländischen Regierung zu Forschungs­zwecken nach Surinam entsandt worden und machte die europäische Welt durch ihre Abbildungen und Aufzeichnungen mit noch nie gesehenen Pflanzen und Tieren der tropischen Jnsektenwelt bekannt.

Das zeichnerische Talent und die künstlerische Begabung hatte Maria Sibylla Merian von ihrem Vater, dem durch seine Städtebilder und Land­schaften bekannten Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian, geerbt. Sein früher Tod ver­hinderte zunächst die Entfaltung von Maria Si- vyllas Begabung. Ihre Mutter war zwar eine sehr praktisch und gut haushaltende Frau, hatte jedoch kein Verständnis für geistige Dinge Daher wider­setzte sie sich mit aller Härte den Neigungen der Tochter und hielt sie mit Strenge zu häuslichen Arbeiten an.

Zu einer Entfaltung und Pflege von Maria Sibyllas Zeichentalent kam es erst, als ihre Mutter den Frankfurter Maler Anselm Morell hei­ratete, der die Begabung der kleinen Maria Si­bylla bald erkannte. Er förderte mit väterlicher Liebe entgegen dem Widerstand der Mutter ihre Ausbildung im Zeichnen und Malen und führte sie in die Technik der Kupferstecherei ein. Auch ihren Wunsch nach Lateinunterricht erfüllte er. Maria Sibylla dankte ihm mit ihrer Freude am

Er hat der Monroe-Doktrin einen Fußtritt versetzt Und sein Land immer mehr in eine Zweckfurcht gegen die bösenAggressoren" hineingetrieben. Er übersieht in seiner politischen Hemmungslosißkeit, daß die Monroe-Doktrin für die Vereinigten Staa­ten nicht nur einen Anspruch, sondern auch einen Verzicht bedeutete In weiser Selbstbeschränkung verzichtete sie aus die Einflußnahme in die euro­päischen Händel. So sprach der große Theodore Roosevelt, der Onkel des kleinen Franklin Delano, im Jahre 1903:Es tut mir immer leid, wenn ich von einem Tadel höre, der sich von Amerika aus gegen eine fremde Nation zu richten scheint. Etwas Unfreundliches, Ungerechtes oder Unüberlegtes über eine fremde Macht zu schreiben oder zu sagen, bringt uns keinerlei Vorteil und hilft uns nicht da­zu, uns zu behaupten, wenn je der Fall eintreten sollte, daß wir um unsere Selbsterhaltung ringen müssen." Ä , ,,

Franklin Delano hat diesem Geist abgeschworen And die Anwartschaft auf die Weltherrschaft erhoben. Er selbst sprach davon, daß die Verteidigung der Vereinigten Staaten in England und Afrika be- Sinne, und seine Spießgesellen forderten noch der

Besetzung Grönlands flugs auch Sprünge nach den Kanarischen Inseln, den Azoren und auf das west- afrikanische, den Franzosen gehörende Dakar, das schon durch den britischen Ueberfall in die Geschichte dieses Krieges eingegangen ist. Roosevelt bean­spruchte also in dem angelsächsischen Weltkonzern die

Handlungen gegen die niederländisch-indischen «Streit® trafte beginnen mußte, um dadurch deren feindseli­gen Handlungen zu begegnen und das Leben der japanischen Staatsangehörigen in Niederländisch- Jndien zu schützen. Weiter wird darauf hingewiesen, daß die Regierung von Niederländisch-Jndien bei Beginn der Feindseligkeiten zwischen Japan einer- feite und Großbritannien und den Vereinigten Staaten andererseits die engen und unlösbaren Be­ziehungen zu Großbritannien und den USA. behm- bet habe. Außerdem habe Niederländisch- Jndien das eigene Territorium in Stutz­punkte der Vereinigten Staaten und Großbritanniens verwandelt. Die Folgen für diese Handlungsweise müsse es nun tragen.

Zu den feindseligen Akttonen der niederländisch- indischen Streitkräfte teiltKomiuvi Schimbun" am Dienstagmorgen mit, daß bereits am 1. Januar drei holländische Bomber japanische Trans­porter bei ihrer Landung in der Bernam-Mündung an der Westküste von Malaya angegrif­fen hätten.

Britanniens »Seeherrschast-.

Stockholm, 13. Jan. (DNB.°Funkspruch.) Der Kommandant des südwestlichen Pazifik", Admiral Hart, ist nach englischen Meldungen kürzlich auf Java eingetroffen. Wie der Korrespondent einer nordamerikanischen Agentur dazu berichtet, hat der Admiral zur Reise ins Kriegsgebiet ein Unter­seeboot benutzt.

Der größte Oelhafen OstastenS in japanischer Hand.

Tokio, 12. Jan. (DNB.) Zu den japanischen Landungen auf der Insel larafan in Nord- ostdorneo und bei Menado in der Nordwest­ecke von Celebes gibt das kaiserliche Haupt­quartier bekannt, diese Operationen bezweckten, die bärtigen feindlichen Flotten- und Luftbasen zu ver­nichten, um eine Störung der japanischen Operatio­nen auf den Philippinen und auf bet Malaien- Halbinsel zu verhindern.

Mit der Landung auf der Insel Tarakan an der Nordostküste Niederländisch-Dorneos haben die Ja­paner ein besonders wichtiges Erdöl» gebiet Südostasiens in ihre Hand gebracht. Auf der Insel wird eine Jahresmenge von rund 700 000 Tonnen Erdöl gefordert. Die besondere Be­deutung Tarakans als Erdöllieferant besteht darin, daß das hier geförderte Erdöl unmittelbar als Heiz- öl, insbesondere für die Schiffahrt, verwendet wer­den kann, ohne daß eine weitere Bearbeitung bzw. Raffinierung nötig ist. Entsprechend diesen günstigen Berwenbungsmöglichkeiten ist L i n g k a s, Der Hasen der Insel, zum größten Oelbunkerhafen Ost- asiens geworden, in dem sich u. a. auch die norb- amerikanischen und englischen Kriegsschiffe mit Heizstoff versorgen. Da die bisherige Erzeugung pon Rarakan sich lediglich nach den Ersatzmöglichkeiten richtete, sind die Erdölvorkommen von Tarakan bis­her keineswegs voll ausgenutzt worden; nach fach-

Produktion

1937

Tokio, 12. Jan. (DNB.)Singapur ist Y Tode verurteilt", schreibt die gesamte japanische Presse am Montagabend. Sie betont dabei, daß be- reite 80 Prozent von Britisch-Malaya sich in japanischen Händen befinden. Ob­wohl der Generalgouoerneur von Malaya, Thomas, nach Kalkutta geflohen sei und von dort über den Rundfunk Singapur zur äußersten VerteidigunaMuf- geforbert habe, sei das Schicksal dieser FestungMnd damit Englands in Ostasien besiegelt. Vor genau 30 Tagen seien die Japaner auf Malaya gelandet, und trotz stärkster Befestigungen, trotz tropischen Klimas und vieler Geländeschrvierigkeiten hätten sie im Vorstoß nach Süden täglich 1.7 Kilometer an Boden gewonnen. Auch bei Kuala Lumpur sind die feindlichen Höhenstellungen so schnell durchbro­chen und auch von Süden eingekreist worden, daß nur noch kleine Teile des Feindes in südlicher Rich­tung auf Malakka herausgezogen werden konnten. Angesichts der Tatsache, daß der Rückzug des Gegners immer schneller wird, ist mit einem nachhaltigen Widerstand in der Gegend von Malakka oder Johur kaum mehr zu rechnen. Es ist vielmehr anzunehmen, so schließt die Darstellung der japanischen Presse, daß der letzte große Wider- stand des Feindes erst bei den Kämpfen um die Festung Singapur erfolgen wird.

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Die erneuten japanischen Truppenlandungen in Nord-Borneo und die Einnahme von Brunai sowie die bereits vollzogene Flucht der Briten aus dem Sarawak, ferner die wiederholten Bombenangriffe der unermüdlichen japanischen Luftwafte auf Su­matra und Celebes lenken die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit immer stärker auf die romantische Südseewelt Jnsulindes. Aber der Zauber dieser In­seln im Südpazisik ist seit dem Ende des ersten Weltkrieges immer mehr strategischen und wirt­schaftspolitischen Realitäten gewichen, weil der wich- tige Rohstoff Erdöl auch in diesen vom Urwald noch weitbedeckten Gebieten dominiert. Dor allem hat sich Niederländisch-O st Indien zu einer bedeutenden Kraftstoffquelle der angelsächsischen Stützpunkte im Pazifikraum entwickelt. Für den Eu­ropäer, dessen Interessen naturgemäß in erster Linie aus die atlantischen Räume ausgerichtet sind, ent­hüllt der japanische Freiheitskampf Vieles, was in dem westlichen Teil der Welt bisher nur geahnt worden ist.

So überrascht es, daß die ostindischen Besitzungen Hollands als Oelprvduzenten seit 1932 Mexiko, seit 1937 Rumänien und seit 1940 sogar den ölreichen Iran übertroffen haben. Die niederländisch-indische Petroleumausbeute rangiert in der Weltproduktton bereits an vierter Stelle (hinter den USA., Sowjet­rußland und Venezuela)! Die nachstehende Statistik zeigt diesen gewaltigen Aufschwung:

Erdölgewinnung Nlederländlsch-Ostindiens

Lernen und war mit Fleiß von früh bis spät in der väterlichen Kupferstecherei und Verlagsanstalt tätig, ohne den Neigungen und Vergnügungen ihrer Altersgefährtinnen Interesse entgegenzubrin­gen. Sie erfand sogar ein eigenes Verfahren für ihre Arbeit. An Stelle der Kupferdruckplatte legte sie den ersten noch feuchten Abdruck unter das Pa­pier und malte die so entstandenen eben ungebeug­ten Konturen farbig aus. Dieses Verfahren ließ ihre Stiche wie zartfarbene Aquarelle erscheinen. Ihre Blumenbilder wurden sehr begehrt und mach­ten den Namen der jungen Künstlerin ball» be­kannt.

Im Jahre 1668 heiratete Maria Sibylla den Nürnberger Maler und Graphiker Andreas Graff. Aus dieser Gemeinschaft gingen zwei Töchter her­vor. Die Ehe gestaltete sich jedoch keineswegs alücklich, da Andreas Graff die ernste Lebensauf­fassung und geistige Einstellung seiner Frau nie verstand. Diese enttäuschende Erkenntnis ließ Ma­ria Sibylla ganz in ihrem künstlerischen Schaffen aufgehen. Ihr BuchDer Raupen wundersame Verwandlung und seltsame Blumennahrung" machte sie nicht nur in Deutschland, sondern auch über die deutschen Grenzen hinaus berühmt.

Als nach langen Jahren die Entwicklung der Ehe zwischen dem Ehepaar Graff zur Trennung führte, kam Maria Sibylla zu ihrer eigentlichen Aufgabe, die ihre Kunst in den Dienst der Wissen­schaft stellte. Sie kam in Amsterdam im Hause der ihr befreundeten Schriftstellerin Anna Maria Schürmann mit holländischen Gelehrtenkreisen in Verbindung, denen die Zeichnungen und Male­reien sowie die ausgezeichnete Beobachtungsgabe und die naturkundlichen Kenntnisse, die aus den Ab­bildungen sprachen, längst bekannt waren. Durch ihre Vermittlung erhielt Maria Sibylla dann den Aufttag der holländischen Regierung, durch eine Expedition nach Surinam die naturkundlichen Kenntnisse der tropischen Jnsektenwelt zu vermeh­ren. Dieser Auftrag gab Maria Sibylla Gelegen­heit, die seit ihrer Jugend beim Malen und Zeich­nen angestellten Beobachtungen über Art und Le­bensweise der Insekten zu bestätigen und auf un=

die Absicht nicht mehr verschleiern. SeineHemi­sphäre" ist die ganze Welt, weil er es auf einen durchaus schrankenlosen Imperialismus abgesehen hat. Und das amerikanische Volk wird die Kosten und die Folgen dieser Politik des Größenwahnsinns zu tragen haben.

Zur Zusammenarbeit mit Japan bereit.

Tokio, 12. Jan. (Ostasiendienst des DNB.) Die zuständige japanische Stelle bestätigte am Montag, daß der philippinische General R i c a r t e , der be­kanntlich kürzlich nach 30jährigem Exil in seine Hei­mat zurückkehrte, Japan feine Dienste an- geboten habe, und daß dieses Angebot ange­nommen worden sei.

Die Japaner auf Celebes.

Wie Reuter meldet, landeten japanische Truppen auf der Insel Tarakan vor der Nordosttüste Nieder- -ändisch-Borneos und an drei Stellen im Gebiet von Minahassa in Nord-Celebes.

(Karte: Schsrl-Bilderdienst-M.)

hie in den Kampf Japans im südwestlichen Pazifik eingetreten ist. Niederländisch-Jndien hat die Chance ausgeschlagen, die ihm Japan einen vollen Monat lang geboten hatte, eine Ein­beziehung in den ostasiatischen Krieg zu vermeiden. Die Zurückhaltung der japanischen Kriegführung hätte Den maßgebenden Männern von Batavia die Möglichkeit gegeben, ohne Einbuße an der Souve­ränität Ni ederländisch-Jndiens seine friedliche Ein­gliederung in den vstasiattschen Wirtschaftsraum durchzuführen. Die leitenden Männer der holländi­schen Kolonie aber, die schon bei der Behandlung Der deutschen Zivilgefangenen ihre Unvernunft und Härte gezeigt hatten, da sie als erste deutsche Frauen in tropische Gefangenenlager einsperrten, bewiesen äuch Japan gegenüber, daß sie in ihrer Hörigkeit gegenüber England und Nordamerika ihren Sinn für die Wirklichkeit völlig verloren haben.

In einer amtlichen Verlautbarung der japanischen Regierung vom Montag gibt Japan eine Be­gründung der Kampfhandlungen gegen Nieder­ländisch-Jndien. Es heißt darin u. a., daß Japan trotz des vielfach ausgesprochenen Wunsches, kriegerische Maßnahmen gegen die Einwohner von Niederländisch-Jndien zu vermeiden, mit den Kamps-

entfallen von der Jahresausbeute 1939 Mill. Tonnen Rohöl allein auf Sumatra, 1,7 Mill. Tonnen auf den holländischen Teil von Borneo und 0,9 Mill. Tonnen auf Java. Wenn die anglo-ameri. konische Kriegspropaganda jetzt in ihrer Verzweif­lung die Tattache, daß die niederländisch-indische Erdölprodukttonnur eine Quote von 3 v. H. der Weltausbeute" darstellt, bagatellisieren möchte, so verschweigt sie damit geflissenttich die wahre Bedeu­tung: Erstens dient die Oelproduktton Hollandisch- Jndonesiens fast restlos dem Export, und zwar auch

Jahresdurchschnitt in Mill. metr. t ------- 1932/36 f*1

Führung und will England nur noch die Nolle eines | Verbündeten zweiter Klasse, desJunior-Partners", spielen lassen. Bei den nordamerikanischen Wahlen ist das Spoil-System üblich, das heißt, der Sieaer kann die ganze Beute an Pöstchen, Pfründen usw. einheimsen. Dieses System beginnt Roosevelt in seine Außenpolitik zu übertragen, angefangen bei den Saugnäpfen der Stützpunkte bis zu der Be­setzung ganzer Gebiete. Vizepräsident Wallace hat denn auch offen erklärt, die Vereinigten Staaten dürften sich diesmal die Gelegenheit zur Erringung der Weltherrschaft nickt entgehen lassen.

Das ist der wahre Kern, der sich zeigt, wenn man die naive Hemisphären-Propaganda ihres Reklame­mantels entkleidet. Alle Rabulistik Roosevelts kann

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