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Versorgungsminister wies in einem Ersaß auf die Wichtigkeit dieses Rohstoffes für die Rüstungs­industrie hin und betonte, daß auch durch Jrnport- schwierigkeiten eine Verknappung zu erwarten sei.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Verlustes der Zinnschmelzereien auf Malaya be­handelt der Wirtschaftshauptschriftleiter desMan­chester Guardian". Er weist darauf hin, daß die Zahl der Zinnschmelzereien in der Welt sehr ge­ring sei und daß es deswegen schon in den Jahren 1940 und 1941 schwer gewesen sei, den Verschmel­zungsprozeß in dem^nötigen Umfang durchzuführen. Der Verlust der Schmelzhütten von Penang", heißt es in dem Artikel,zu dem die Bedrohung der

folgen.

Im Schwarzmeergebiet griffen deutsche Kampfflugzeuge die Hafenanlagen von Feodosia auf der Krim und einer kaukasischen Küstenstadt mit Erfolg an. An der ganzen übrigen Front waren starke Kräfte der Lustwaffe mit dem Schwerpunkt im mittlere-m Kampfabschnitt zur Unter­stützung der HeeressormaUonen gegen feindliche Truppen und den Nachschub des Feindes eingesetzt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerstörten in rol­lendem Einsatz Stellungen der feindlichen Artillerie und Infanterie und fügten den Sowjets schwere Verluste an Menschen und Material zu.

Ebenso wurden auf den zur Front führenden Straßen und in Ortschaften mehrere größere feind­liche Verbände von Infanterie. Kavallerie und Ar­tillerie zersprengt und zum Teil gänzlich ausgerie­ben. Die Zahl der vernichteten Fahrzeuge ist außer­ordentlich groß. Auch die deutschen Jäger waren gegen Ziele auf Straßen eingesetzt. Ein Derbanv von Jagdflugzeugen vernichtete vor Moskau 30 Kraftfahrzeuge, acht Schlitten, sieben bespannte Maschinengewehre und zerstörte auf einem Flug­platz zwei Flugzeuge und beschädigte zehn weitere schwer. Zwei auf dem Marsch befindliche Kompanien wurden durch den gleichen Verband auf gerieben. In immer wiederholten Tiefangriffen kesselte der Verband die Sowsettruppen regelrecht ein, bis sie völlig vernichtet waren. Im nördlichen K a mpf° abschnitt zerstörten Jagdflugzeuge drei Loko­motiven. Auf der Murman-Dahn wurden ein Zug und eine Lokomotive beschädigt und die Geleise mehrfach unterbrochen.

Schmelzereien von Singapur kommt, wird^ die Schwierigkeiten auf diesem Gebiete noch erhöhen. Die Schmelzhütten von Pencmg und Singapur ver-

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Oer Wehrmachtberichi.

DNV. Ausdem Führerhauptquartler, 12. 3j»uar. Das Oberkommando der Vehrmachl gibt öWcnnf:

Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der O st s r o n t und im Waldai-Gebiet dauern an. An den übrigen Abschnitten der Front keine wesentlichen Kampfhandlungen.

Eine Jernkampfbatterle der Kriegsmarine be­schoß Dover mit beobachteter Trefferwirkung.

Unterseeboote versenkten einen bri­tischen Zerstörer im Atlantik und tor­pedierten einen weiteren im Wittelmeer.

In Nordafrika lebhafte Ausklärungstälig- keit. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten die Küstenslratze der C y r en a i k a sowie britische Flugplätze auf der Insel Malta.

In der Zeit vom 1. bis 10. Ianuar verlor die britische Luftwaffe 42 Flugzeuge, davon 19 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Wäh­rend der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien neun eigene Flugzeuge verloren.

Del dem im Wehrmachtbericht vom 7. Ianuar gemeldeten sowjetischen Landungsunternehmen in I e w p a t o r i a auf der Krim ließ der Gegner in zähen Häuser- und Straßenkämpsen 6Q0 lote Sol­daten und 1300 Partisanen auf dem Kampffeld. 203 Gefangene fielen in unsere Hand. Dieser Er­folg ist in besonderem Maße dem entschlossenen Zu­packen des Oberstleutnants von Voddien zu- zuschrerbeu, der als Kommandeur der Aufklärungs­abteilung einer Infanteriedivision in diesem Kampf gefallen ist. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat diesem tapferen Offizier nach­träglich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes verliehen.

Oer deutsche Kampfgeist unverwüstlich.

Sowjetische Angriffe werden sofort mit Gegenstößen beantwortet.

Berlin, 12. Jan. (DRB.) Weder die an einigen Stellen der Ostfront vorhandene zahlenmäßige Überlegenheit der Bolschewisten, noch Kälte und Schneetreiben vermögen den Kampfgeist der deut­schen Truppen zu brechen. Immer wieder setzen

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS

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Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelv Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr

Dublin, 13. Jan. (Europapreß.) Die immer unverhülltere Forderung Washingtons und Lon­dons an Irland, sich ihren Wünschen bedin­gungslos zu beugen, haben den irischen Minister­präsidenten veranlaßt, eine ebenso deutliche Ant­wort zu erteilen. In einer Rede nahm d e Valero am Montag dazu Stellung. Er erklärte erneut in aller Form und Schärfe, daß Irland sich gegen jeden Angreifer,mag sein, wer er will", zur Wehr setzen wird. Es sei zur Zeit dabei, sich Waffen bester Qualität zu schmieden, um gegen diese möglichen Angreifer schützt zu sein. Es werde diese Waffen zu

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AMSorgenundSchwiengkeiienderKnegshetzer

Oie wirtschaftlichen Auswirkungen der japanischen Siege.

Briten-Zerstörer im Atlantik versenkt.

Andauernde Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront. Dover wirkungs­voll beschossen. Lebhafte Spähtrupptätigkeit in Nordafrika.

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Roosevelt im Polarnebel

Von unserem S.-Berichterstatter.

arbeiteten vor dem Kriege fast die Hälfte der Welt- zinnerzeugung. Seit dem Ausbruch des Krieges hat ihre Bedeutung noch zugenommen. Rach den Ver- schiffungsziffern wurden fast zwei Drittel der Pro­duktion der malaiischen Zinnschmelzereien übet Penang und etwa ein Drittel über Singapur aus­geführt. Die Schmelzanlagen in allen übrigen Teilen der Welt sind begrenzt. Die Anlagen in England selbst haben seit 1931 im Jahresdurchschnitt nur 35 000 Tonnen heroorgebracht. Australien hat ledig­lich drei kleine Schmelzhütten, die etwa 5000 Ton­nen verarbeiten, yn den Schmelzhütten von Banka in Niederländisch-Jndien können etwa 13 OOO bis 15 000 Tonnen verarbeitet werden, während etwa 10 OOO Tonnen auf das südliche China kommen. Die Schmelzkapazität Amerikas beträgt 18 000 Ton­nen. Man kann die Vorräte zwar strecken, aber auf längere Sicht sind die uns zur Verfügung stehenden Schmelzhütten ungenügend für die englisch-ameri­kanischen Bedürfnisse."

Zu den wirtschaftlichen Folgen der japanischen Siege gehört auch die Unsicherheit der See- oerb Innungen, die vor allem die Versorgung der einzelnen Glieder des Empire und die Zufuhren nach dem Mutterland lähmt. Darüber spricht sich eine Zuschrift des Oberhausmitgliedes Lord Den- man in derTimes" vom 10. Januar aus. Dieser schreibt u. a.:Was Malakka selbst angeht, so braucht man erst gar nicht auf den Ernst der Lage hinzuweisen, denn Englands und Amerikas Kaut­schuklieferungen sind in erhöhter Gefahr, und das bedeutet ernste Rückschläge für die Rüstungsbetriebe beider Länder. Nimmt man erst an, daß Engländer und Amerikaner im Pazifik weitere Niederlagen er» leiden, dann werden möglicherweise von den Ja­panern die Seeverbindungen zwischen Australien-Asien und England sowie zwischen Australixn-Asien und dem mittleren Osten a b g e s ch n i t t e n. Auch der Seeweg nach Ran­gun und alle notwendigen China-Hilfstransporte auf der Burma-Straße werden durch einen wetteren japanischen Vormarsch unmöglich gemacht. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß Australien und Neu­seeland große Lebenmittel- und Kriegsmaterialsen­dungen an Großbritannien und den mittleren Osten durchführten, so erkennt man, was das alles für den Fortgang dieses Krieges bedeutet.".

Nach Berichten aus London sind die City- Kreise bereits in lebhafter Erregung. Der Verlust der gewaltigen Vermögenswerte, den der japanische Krieg schon jetzt dem britischen Na­tionalbesitz verursacht hat, läßt die Londoner Geld­säcke immer unruhiger werden, zumal nicht abzu­sehen ist, wie die auf Malakka, Britisch-Borneo und im Niederländisch-Jndien-Besitz investierten engli­schen Werte gerettet werden können. Zu dieser Un­ruhe in der Londoner City gesellt sich die Sorge um die Aufrechterhaltung der Lebensmittelrationen, die durch die Herausziehung umfangreichen nord« amerikanischen Schiffsraumes aus dem Atlantik für Kriegszwecke im Pazifik nicht gesichert werden kann. Die Verschärfung der Schiffsraumfrage rückt damit wieder in den Mittelpunkt der Kriegspro­bleme Englands.

unsere Soldaten den in Wellen vorgetragenen An­griffen des Gegners ihren zähen Widerstand ent­gegen und werfen die mit rücksichtslosem Einsatz tn die deutschen Linien vorstoßenden Feindkräfte im Gegenstoß zurück. Darüber hinaus fügen sie iben Bolschewisten in kühnen' Einzelunternehmungen schwere Verluste an Menschen und Material zu.

So warfen am 10. Januar hanseatische Truppen südostwärts des Jlmenseees angreifende Bolschewisten, die zwischen deutschen Stützpunkten durchzudringen versuchten, im Gegenstoß zurück. Dabei wurden mehrere Schlittenfahrzeuge, die mit Panzerschildern geschützt waren, als Beute einge­bracht. An einer anderen Stelle des gleichen Kampf­raumes drang ein deutscher Stoßtrupp in vier feindliche Bunker ein und räumte sie hintereinander aus. Während über 30 Mann der Besatzungen in den Kampfständen tot zurückblieben, mußten ein sowjetischer Offizier und 20'Mann dem deutschen Stoßtrupp als Gefangene in die deutschen Linien

Stockholm, 13.Jan. (DNB. Funkspruch.) Das unaufhaltsame Vordringen der Japaner in der Inselwelt des s ü d w e st l i ch e n Pazifik hat die Versorgung der Engländer und Nordamerikaner mit einigen kriegswichtigen Rohstoffen unterbunden. 90 v. H. der Weltproduktion an Kautschuk tarnen bisher aus dem neuen Krieasgebiet. Während Deutschland bereits vor dem Kriege eine aus­reichende Erzeugung synthetischen Gummis aufbaute, wirkt sich der Ausfall in England und den Ver­einigten Staaten hart aus. Die Vorräte dieser Län­der, die früher stets auf ihreunerschöpflichen" Hilfsquellen pochten, dürften nur einige Monate reichen, und beide sahen sich bereits zu Einschrän­kungen und Sparmaßnahmen genötigt. Bezeichnen­derweise läßt Roosevelt jetzt den Plan verkünden, einProgramm" für dieErzeugung fünft- lichen Kautschuks auszuarbeiten. Der Bevoll­mächtigte für Anleihefragen hat a«gekündigt, daß 400 Millionen Dollar dafür aufgewandt, werden jollen. Aber Msi m den nicht vom Krieg un=

(92. Jahrgang Hr.IO ! Erscheint täglich, außer ' Sonntags und Feiertags

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Diese Feststellung trifft die spanische katholische WochenzeitspriftSigne" in einem Beitrag ihl^s Mexiko-Korrespondenten. Das Blatt schreibt zu die- em Thema u. a.:Der Panamerikanismus wird immer mehr von der nervösen Erregbarkeit eines Mannes abhängen. Wenn die Vereinigten Staaten in diesem Augenblick ein Land wären, das seiner elbst und seiner Kraft sicher ist, dann würden sie richt das bemerkenswerte Schauspiel bieten, das ich vor unseren Augen abspielt: Hysterie, Nervosität, V e r f o l g u n g s w a h n s i n n , Leichtgläubigkeit. Die Antwort der USA. auf den Krieg war ein demagogischer Radau, ewige Prahlerei eines Neureichen mit seinen Reichtümern und ein unbarmherziges Zukneifen der Zangen des Panamerikanismus. Nach der Niederlage Englands wird Amerika zu einem Kontinent der Emigran­ten werden, und sicherlich werden zu uns nicht die besten aus Frankreich und England kommen. Die besten bleiben, um an dem Wiederaufbauwerk mit­zuarbeiten. Amerika wird der Sitz der Blums und Jouhaux' sein. Unter Anrufung der amerikanischen Großmütigkeit werden feige und schuldige Macht­haber kommen, die perfide und reich gewordene Juden-Clique, die mittelmäßigen und kleinen Poli­tiker, die perversen Intellektuellen. Alles das wird nach Amerika kommen."

Belagerungszustand in Bolivien.

Lissabon, 12. Jan. (Europapreß.) Wie aus La Paz gemeldet wird, hat die Regierung von

Wie steht es nun um die nördliche Hälfte der gegen Japan aerichteten strategischen Zange? 2)ie nordamerikanischen Schreibtisch-Strategen in Washington mit Präsident Roosevelt an der Spitze haben nicht verfehlt, ihre Bedeutung inKamin- Gesprächen", Artikeln und Kriegsreden zu betonen. In Alaska sollte ein Brückenkopf gegen Asien, d.h gegen Japan, errichtet werden, den man dann über die Inselkette der A l ö u t c n fortsetzen wollte. Die Garnisonen in Alaska wurden verstärkt, Frei­willige werden auf dieser winterkalten Halbinsel des amerikanischen Nordens ausgehoben. In Dutch Harbour wurden und werden auch heute noch große militärische Vorbereitungen getrof­fen, die Jnfeln Kodigk und Attu werden stark befestigt und Marineeinheiten dort stationiert, die in trostloser Einsamkeit verkümmern. Im Winter sind diese nördlichen Wasser eisgebunden und im kurzen Sommer verhindert meist undurchdringlicher Polarnebel jede Schiffahrt. Sehnsüchtig blickte stets dabei der USA.-Generalstab nach der gegenüber­liegenden, langgestreckten Halbinsel Kamtschatka hinüber: der Roosevelt in seinerEismeerstrategie" eine besondere Rolle zugedacht hat. Dort liegt näm­lich der armselige, nur unvollständig ausgebaute Sowjethafen Petropawlowsk, den man auf Wunsch des nordamerikanischen Präsidenten als Lanzenspitze benutzen mochte, um von dort ins herz Japans vorzustoßen.

Schon im August des' Vorjahres, als die Ver­schwörung gegen Japan im Weißen Hause in Wa­shington bereits perfekt geworden war, hatte Roo­sevelt feinen Vertrauensmann Harry Hopkins nach Moskau entsandt. Dieser hat bei den Ver­handlungen im Kreml daraus bestanden, daß das von den Vereinigten Staaten den Sowjets über Wladiwostok gelieferte Kriegsmaterial anÖrtunb, Stelle belassen werde, damit es die in Ost­sibirien stationierten Sowjettruppen bei einem An­griff gegen Japan zur Hand hätten. Ferner ver­langte Hopkins die Ueberlaffung von Flug» Plätzen in Kamtschatka, die in beschleunig­tem Tempo ausgebaut werden sollten. Am 13. Ok­tober konnte der nord amerikanische Sender eine USA-Garantie für d i e o st asiatischen S o w j e t g r e n z e n verkünden.

Es scheint nun, daß diese Geste auf Stalin nicht den gewünschten Eindruck gemacht hat; jedenfalls hat Moskau eine gewisse Reserviertheit gewahrt unb hat sich nicht bedingungslos dem Oberkom­mando Roosevelts untergeordnet. Man mag in Mos­kau berechtigte Zweifel in die Genialität der Eis­meerstrategie des nordamerikanischen Präsidenten gesetzt haben, zumal Stalin unter der Wucht der deutschen Schläge die eigene Ohnmacht eingesehen haben dürfte.

Ebenso wie im südlichen Pazifik haben sich dem Polarstrategen Roosevelt die Sterne auch im Nor­den nicht günstig gezeigt: sein Tatendrang, seine Intrigen und seine Verschwörertätigkeit haben auch port keine Chancen. Jedoch wird man in Washing­ton kaum deshalb einer besseren Einsicht Raum ge­ben; man wird dort nach wie vor die Sowjets drän­gen, sich aktiv am Krieg gegen Japan zu beteiligen. Wer hilft wem?, kann man angesichts des dritten geschlagenen Teufels im plutokratisch-bolschewisti- jchen Bunde, des nach Washington zitierten Chur- Hills, nur verwundert ausrufen. Nachdem nämlich die eine, Hälfte der anglo-amerikanischen Zange, mit der man Japan zermalmen wollte, im Süden zer­brochen ist, hat die andere Zangenhälfte im Norden keinen strategisch entscheidenden Wert mehr! Das ist eine Tatsache, mit der sich Roosevelt und das von ihm betrogene USA.--Volk werden ab finden müssen; darüber helfen keine hohlen Phrasen mehr hinweg.

,!lGA. das Land der Hysterie.-'

Madrid, 12. Jan. (Europapreß.)Der Pan- .ynerikanismus steigert sich zur Unerträglichkeit."

Bolivien den Belagerungszustand über das ganze Land verhängt. Wie es in politischen Kreisen heißt, will man mit dieser Maßnahme Unruhen in der Bevölkerung der Minen-Distrikte von Potosi und Oruro vorbeugen. Der boliviani­sche Staat hat nämlich aus dem riesigen Nachlaß des verstorbenen Zinnmillionärs Patinjo eine Erb­schaftssteuer von 113 Millionen Bolivianos erhal­ten, die er auf Grund von Parlamentsbeschlüssen für den weiteren Ausbau der genannten Minen­distrikte verwenden sollte. Demgegenüber plant die Regierung von Bolivien, den Ertrag dieser Erb­schaftssteuer zum Bau einer Eisenbahn bei Cocha- hamba zu verwenden.

United Preß meldet im Zusammenhang mildem Belagerungszustand, daß in ganz Bolivien völlige Ruhe herrsche. Die Regierung habe die Post- und Telegraphenzensur verfügt.

Irland wird sich gegen jeden Angreifer wehren.

Hemisphärenpoliiik oder Weltherrschaft?

Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Welt in der Hauptsache von Spanien und Portugal aus be­herrscht. Diese beiden Länder organisierten die Ent­deckungsfahrten, und selbst Europa stand wir brauchen nur an dendeutschen" Kaiser Karl V. zu erinnern größtenteils unter spanischem Ein- luß. Rivalitäten zwischen den beiden Staaten um )ic vielen neuen Zonen und ihre Schätze konnten nicht ausbleiben, und weil nach Auffassung der da­maligen Zeit der Papst auch die höchste Autorität in weltlichen Dingen besaß, wurde ihm die Schlich­tung der weltweiten Streitigkeiten übertragen. Alexander VI., übrigens der gleiche Papst, der die große Florentiner Renaissancegestalt Savonarola verbrennen ließ, fällte am 4. Mai 1493 feinen Schiedsspruch. Er teilte kurzerhand die Erdober- läche in zwei Hälften, indem er von Pol zu Pol mitken durch den Atlantik eine Demarkationslinie zog, wodurch die westlichen Gebiete darunter ganz Amerika den Spaniern und der Osten bis in die weitesten Bezirke den Portugiesen zugespro­chen wurde. Trotz der päpstlichen Weisheit gingen jedoch die Reibereien zwischen den beiden Staaten weiter, so daß sie von sich aus schon ein Jahr später eine andere Hemisphäreneinteilung vornahmen. Durch den Teilungsvertrag von Tordesillas einigte man sich am 7. Juni 1494 auf eine Demarkations­linie, die etwa dem 46. Längengrad entsprach, was zur Folge hatte, daß Brasilien von den Spaniern an die Portugiesen abgetreten wurde. Eine Patent­lösung war auch das nicht, schon aus dem einfachen Grunde, weil damals die Meridiane nicht genau bestimmt zu werden vermochten.

Diese Linien durch den Atlantik kann man als eine Vorstufe zu der modernen Hemisphärenpolitik bezeichnen, die neuerdings von Roosevelt weniger vernunftgemäß als störungshalber betrieben wird. Aber der Präsident der Vereinigten Staaten ist ein eigenwilliger Geist; ihm genügen die Spuren des Borgia-Papstes nicht, er will sich auch an keine feste Linie halten, obwohl deren Bestimmung keine Schwierigkeiten bereiten würde. Der Herr des Wei­ßen Hauses verfährt ganz nach Gutdünken; er sprach die in Kriegszeiten für einen Politiker un­erhört leichtfertigen Worte:Meine Anschauungen in der Hemisphärenpolitik sind abhängig von den Geographen, mit denen ich gerade gesprochen habe."

Roosevelt weiß sehr wohl, daß er sich mit seinem Hemisvhären-Schlagwort nicht auf die Ideen des vielziti-rten Präsidenten Monroe stützen kann. Zwar bat Monroe in seiner im Jahre 1823 erlassenen Botschaft auch von derwestlichen Hemisphäre" gesprochen, er wollte jedoch dieses Wort nur auf den amerikanischen Kontinent angewandt wissen. Monroe befürchtete ein weiteres Eindringen euro­päischer Mächte vor allem des damaligen Ruß­land in Amerika. Diesen Boden der Vernunft hat Roosevelt auf seinen Kriegsritten ganz verlassen.

mittelbar betroffenen Ländern wirkt sich die Ein­fuhrsperre aus. So sah sich die argentinische Regie­rung veranlaßt, mit sofortiger Wirkung jede Wieder­ausfuhr von Gummi aller Art zu verbieten. Der " ' Ersaß auf die

die Nüstungs-

Dkachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Anfang Januar 1942.

In London und in Washington hatte man bis um 8. Dezember 1941 eine nur geringe Meinung Kon den japanischen Defensiv-Möglichkeiten. An Offensiv-Aktionen Japans dachten die überheblichen Admirale und Generale in den beiden Großmächten englischer Zunge überhaupt nicht'. Sie wähnten, Tokio würde niemals einen derart tollkühnen Streich wagen. Der Oberkommandierende in Singapur der inzwischen abgefäate Luftmarschall Brooke- Popham gab wiederholt die beruhigende Erklä­rung ab, um gegen alle Überraschungen gesichert zu sein, würde es vollkommen genügen, die Süd- dstküste von Malaya bei Johore zu verminen; die Hälfte einer stählernen Zange bedrohe Japan von Süden und Südosten ...

Entgegen allen Berechnungen der britischen und vordamerikanischen Strategen ist dieser anglo­amerikanische Zangenbacken blitzschnell zertrümmert im Pazifischen Ozean versunken; er existiert nicht mehr. Das Meisterhafte der japani­schen Offensive lag in der völligen Uebersvielung der feindlichen Erwartungen: die außerordentlich bewegliche japanische Wehrmacht vernichtete den größten Teil der in eingebildeter Sicherheit fernab tn Hawai schlummernden nordamerikanischen Kriegs­flotte durch einen unerwarteten Luftangriff. Von der ostmalaiischen Küste wurden die schwimmenden Riesenfestungen GroßbritanniensRepulse" und ^Prince of Wales" versenkt, während sich Tokio durch den unerwarteten Vertrag mit Bangkok ein Aufmarschgebiet in Malaya sicherte und sofort be­gann, nachdem die britische Zwingburg Hongkong gefallen war, den Angriff gegen Singapur vorzu- tragen. Japanische Truppen stehen in Burma und pochen an die Tore Indiens. Die Tschungking-M'l- lionenarmee, die gegen Japan in Marsch gesetzt werden sollte, ist ein Rooseveltscher Wunschtraum geblieben. Und mit der Einnahme Manilas sind auch die Philippinen als riesigesUSA.-Flugzeug- wutterschifs" ausgeschaltet worden und in japanischer

vrühlscheUniversttätsdruckereiR.tange General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen, Schnlftratz« 7-9