Aus -er Stadt Gießen
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,Fragment aus dem Aeschylus' weislungsvollen Rufen, das de
mit seinem rx*
zweislungsvollen Rufen, das den Hörer in feiner I gaben folgen, elementaren Unmittelbarkeit ansprach. Stark in 6er 1
zeichnet werden. Sie werden zusammen mit den
liche Selbstversorger (Gruppe B) über 18 Jahre:
in die Gemeinschaftsverpflegung erhalten haben.
raden von
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klar, Daz «tritt
Wenn Winter brauchs.
500 200
125
62,5 250
125
125
50
Weizenmehl, Type 1050 Fleisch
Butter
Käse
Zucker
Hülsenfrüchte
Zucker waren Bohnenkaffee
Verwehtes Laub.
der Laubwald zu Ende ist, beginnt der in dem üblchen Sinne des Sprachge- Denn der Sprachgebrauch kümmert sich
Darmstadt, den Part am Flügel übernommen: er begleitete nachgiebig, mit weicher Hand und Sinn für die thematische Linie, zumal in den Nachspielen.
Herzlicher Beifall dankte beiden und ließ Zu- Dr. Hermann Hering.
meinschaftsoerpflegung befinden, stellen die Ernäh- rungsämter den Anstalten oder Lagerleitungen auf der Grundlage von Bedarfsmeldungen Bezugscheine über die je Kopf cmfgesührien Mengen aus, wobei
Schwerstarbeiter je eine Flasche Wein und alle Verbraucher über 18 Jahre in den stark luftgefährdeten Gebieten eine ganze Flasche Trintbrannt- wein an Stelle der oben vorgesehenen halben Flasche. Ueber die Weinoerteilung ergehen besondere reichseinheitliche Bestimmungen.
Die Abgabe der weiteren halben Flasche Trinkbranntwein wird von den Ernährungsämtern der bedachten Gebiete geregelt.
Die Sonderzuteilungen werden auch allen Versorgungsberechtigten gewährt, die sich in Gemeinschaftsverpflegung (Schutzgliederungen außerhalb der Wehrmacht, Reichsarbellsdienst, Krankenanstalten usw.) befinden.
Wehrmachtsurlauber, die mindestens eine Woche Urlaub haben, der in die Zeit der 44. Zuteilungs-
bräucher über 18 Jahre.
Landwirtscha ftliche Selbstversorger (Gruppe A) über 18 Jahre erhalten
500 g Weizenmehl, Type 1050
250 g Zucker
125 g Zuckerwaren
50 g Bohnenkaffee *
Den Verbrauchern wird empfohlen, die Waren der Sonderzuteilungen möglichst bei den Verteilern zu beziehen, bei denen sie ihre regelmäßigen Ein» taufe auch sonst tätigen, damit unliebsame Verschiebungen und Störungen der Vertellungsabwick- lung vermieden werden.
Schon die Ankündigung der Sonderzuweifungen zum Weihnachtsfest durch den Reichsmarschall in
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um mich in meinem neuen Wirkungskreis ruhmvoll einzuführen."
„Sie sind noch nicht lange hier, Senor Forester?"
„Acht Tage genau, Madame Perano — ich war ein paar Jahre lang in Tampiko stationiert." Er malte Buchstaben auf die Tischplatte. „Es war immer mein Wunsch, nach Lerakruz zu kommen", gestand er, „um Sie einmal zu sehen." Seine Hände schienen vor Verlegenheit feucht zu werden, er rieb sie an den Knien trocken. „Man erzählt sich viel von Ihnen — an der ganzen Küste —, von Ihrer wunderbaren Simme, meine ich..." Er fügte es hinzu, um peinlichen Mißverständnissen vorzubeugen.
„Auch ich besitze ein Bild von Ihnen — im spanischen Kostüm —", sein Blick tastete sich unendlich verlegen zu ihrem Gesicht empor, und wie von seiner eigenen Kühnheit überrannt, gestand er verschämt, daß sie in Wirklichkeit noch schöner als ihr Bild sei.
„Sie sind noch sehr jung, Senor Forester", sagte die Perano mit einem bezaubernden Lächeln. Sie lehnte sich ein wenig zurück und schlug die Beine übereinander.
„Neunundzwanzig, Madame —", protestierte er verwirrt.
„Ich meinte — an Erlebnissen mit Frauen."
Forester senkte den Kopf. „Ich bin bisher immer enttäuscht worden", murmelte er, „ober vielleicht träumte ich zu hock hinaus, von Frauen, die für mich unerreichbar sind." Sein Blick glitt auf die Armbanduhr.
glaube, keine Frau ist unerreichbar", sagte sie leise.
In diesem Augenblick hob Forester das Gesicht unb lauschte. Seine Hand fuhr in die Tasche. Er veränderte seine Stellung so jäh, daß die Perano entsetzt zusammenfubr. Es war etwas Lauerndes, Sprungbereites in feiner Haltung.
ist?" flüst-rte ss- imb starrte ihn ängstlich an.
J)örten Sie nichts?" flüsterte er. „Jemand machte sich an ein»m Fenster zu schaffen — nebenan .. Er erhob sich unb schlich lautlos zur Tür, um in den Flur hinnusenlauschen. Seine Finger um» frkfnff*>n d"n Schaft einer schweren Pistole. Er brückte die Sicherung zurück. Es gab ein kniendes, unangenehmes Geräusch. (Schluß folgt.)
DieGon-erzuLsilungenanLebensmitteln
anläßlich des Weihnachtsfestes.
Vt Flasche (0,35 Liters Trinkbranntwein.
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren sowie
pforte auf. Ciquita Perano selber empfing ihn an der Haustür. Er zog die grüne Legitimationskarte und nannte seinen Namen.
„Don Santacilla fürchtete schon, ich könne zu spät kommen —", murmelte er beruhigt.
„Wie war es nur möglich, daß Brackmann entkommen konnte?" fragte sie erregt und ging in den Raum voran, in dem sie am Nachmittag Santacilla empfangen hatte. Forester folgte ihr langsam. Das ganze Haus war hell erleuchtet. Er ging quer durch das Zimmer zu den Fensterläden unb rüttelte an ihnen. Sie roiberftanben einem tüchtigen Druck. Es waren hölzerne Jalousieläden, die beweglichen Bretter waren heruntergelassen. Es drang nur wenig Licht nach außen. Erst nach dieser. Prüfung bequemte er sich dazu, der Perano zu antworten.
„Sehr einfach, Madame: Brackmann hat den Aufseher unter irgendeinem Vorwand in die Zelle gelockt, k. o. geschlagen und ist davonspaziert. Ein ideales Gefängnis — für die Gefangenen."
„Glauben Sie wirklich, Senor Forester, daß wir uns auf Brackmanns Besuch gefaßt machen müssen?"
„Don Santacilla meinte zwar, Brackmann werde auf einem Schiff zu flüchten versuchen, da er sich ia ausrechnen könne, daß er hier der Polizei in die Arme laufen würde, anderseits ist Brackmann ein Bursche, dem olles zuzutrauen ist.
Sagte Don Santacilla Ihnen übrigens am Fernsprecher. daß Brackmann in seiner Zelle einen Zettel hinterlassen hat, er habe sich erlaubt, dieses Mätzchen zu verlassen, um zu beweisen, wer in Wahrheit Gonzales' Mörder sei? — Eine hanebüchene Unverschämtheit, wie? — Sie könnm sich denken, daß Santacilla vor Wut schäumte. Er beteiligt sich selber an der Fahndunasaktton. Leider Haden wir zu wenig Leute, um die Sache im großen Stil burch- zu sichren. .
Von d-m Dutzend Kriminalbeamten, die Smta- cilla zur D^rfümmg st"hen, hat er zwei im .El Faro< postiert imb mich zu ?hrem persönlichen Schutz befohlen. Ich versuchte ihn ja zu überreden, er solle fieber Ihr Haus umstellen lassen, aber er meinte in Hner renen^n Art. wenn Brackmann wirklich die Frechheit b^fee, hwr einzudrinoen. dann überliehe er mir die Ehre, Drackrnann unschädlich zu machen,
Diens« bei« eutsch. 1 3ug n ein.
Gießener Konzertrlng
Liederabend Lore Fischer.
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Lebensmittelkarten der 44. Zuteilungsperiode verteilt. Sie bestehen aus einem Stammabsckmtt und Einzelabschnitten und sind vom 14. Dezember 1942 bis zum 31. Januar 1943 gültig. Die Einzelob- schnitte werden von den Kleinverteilern abgetrennt und sind gemäß den für Einzelabschnitte geltenden allgemeinen Bestimmungen zu behandeln.
Für die Dersorgungsverechtigten, die sich in Ge-
Die Zahl der bei uns anzutreffenden wirklichen Attstimmen ist nicht groß. Der beträchllichere Teil von timen wird durch die Bühne aufgesoaen und nur wenige, die den Willen aufbringen, ihr Sondergebiet aus sachlichem Interesse zu pflegen, verbleiben dem Konzertgesang.
Lore Fischer hat im Laufe der Jahre hier in Gießen dafür Zeugnis abgelegt, daß sie mit zähem Ernst und innerer Ergebenheit dem Liedgesang sich widmet. Wenn man die Vortragsfolge des letzten Liederabends durchsieht, so muß man feststellen, daß sie unbekümmert um besondere, immer wieder bevorzugte Lieblinge des Konzertpublikums aus den weniger bekannten Schätzen des deutschen Liedgutes manches heraussucht, das zu Unrecht vergessen war, und dem sie durch ihre ein- dringende Gestaltungskraft Geltung verschaffen zu können vermeint. An diese Aufgabe tritt sie mit der Anspannung aller inneren Kräfte heran und macht ihr stimmliches Vermögen, das mehr der Mezzoregion zustrebt, ihnen dienstbar, ganz auf- gehend in dem Ziel, der Kunst zu dienen und dem Hörer weniger Bekanntes eingängig zu erschließen. Dabei bevorzugt sie jene Gruppe von Liedern, die dem Pathetischen verhaftet sind und dem Sinn der Lebenstiefe in ihrem Gedankengut nachspüren.
Das erwies unter den Schubert- Liedern d-*s
Kampf an der Front zur Anspannung seiner letzten Kräfte befähigen!
Zm Gedenken der Heiden von Langemarck.
B e r I i n, 10. Nov. (DNB.) Auch in diesem Kriegs- fahr gedachten Wehr m‘a ch t, Studenten- scyaft und Jugend gemeinsam des Sturmes auf Langemarck. Auf dem Patenfriedhof der deutschen Studentenschaft in Langemarck legte der Mili- tarbefehlshaber in Belgien einen Kranz nieder. Eine Abordnung der deutschen Studentenschaft, oertreten durch zwei Ritterkreuzträger aus ihren Reihen, ehrte die gefallenen Kameraden durch einen Lorbeerkranz l sie überbrachte auch Kränze des Reichsleiters Bormann und des Reichsschatzmeisters Schwarz. Reicksjugendführer Armann ließ feinen Kranz durch HJ'Führer niederlegen. Am Ehrenmal Unter den Linden in Berlin legte Reichsamtsleiter Dr. Gmelin den Kranz des Reichsstudentenführers und Generalmajor z. D. Freiberrvon Grothe den Kranz des Reichsjugendführers nieder. Vier Lehrgänge des Langemarck-Studiums der Reichs- studentenführung und eine Ehrengefolgschaft der HI. waren anaetreten. der Wehrmachtskommandant von Berlin, Generalleutnant von Haase, der Inspektor des Erziehunas- und Bildungswesens des Heeres, Generalmajor Wolf, sowie Vertreter des NS.-Reichskriegerbundes und des Reichskriegsopferführers wohnten der Ehrung bei.
Gauleiter Sprenger ehrt Freiwillige des studentischen Kriegseinsatzes.
des Stubententums, dafür Sorge zu tragen, daß ohne Rücksicht auf Herkunft und Stand jeder für die hohen Schulen des Reiches Befähigte auch die Möglichkeit erhalten muß, zu studieren. Auch hier gilt der Grundsatz des Führers: .Leber Deutsche trägt den Marschallstab im Tornister." Im Lange- mar ck st u d i u m der Reichsstudentenführung, dem anknüpfend an die Idee von Langemarck dieser stolze und verpflichtende Name verliehen wurde, geht dieser sozialistische Grundsatz seiner Verwirklichung entgegen. Schon jetzt stehen viele Lange- marckstudenten in der Bewährung des Krieges. Wir sind glücklich darüber, daß sie sich ohne Ausnahme tapfer geschlagen haben. Sehr viele junge Soldaten stehen in den deutschen Armeen, um nach dem Siege in das Langemarckstudium einzutreten. Sie werden bann zusammen mit den Jüngsten als Männer, die sich im Beruf und im Krieg bewährt haben, als Aerzte, Erzieher ober Ingenieure die großen Aufgaben des Friedens mit übernehmen.
Das ganze deutsche Volk steht heute in der entscheidenden Bewährungsprobe feiner Geschichte. Ein neues Zeitalter ist angebrochen, an dessen Fundament wir alle mitzuarbeiten berufen sind. Jeder echte Idealist kämpft in der Bewegung, kämpst also für die neue Zeit. Möge jeder Student nach diesem entscheidenden Ringen vor den Gefallenen dieses Krieges bestehn! Möge das Beispiel der Helden von Langemarck ihn in der Arbeit, in der Heimat und im
Slusbcutung mar die „Auflösung" mit der schwingenden Bindung der ausladenden melodischen Linie. — Unter den Liedern von Robert Schumann hatte sie den „Liederkreis" erwählt. Die geschlossene Darbietung dieser Abfolge zog den Hörer ganz in die Stim-.xungswelt Schumanns hinein, das wehmutsschwere „3n der Fremde", das roman- ttsche, dramattsch-erreate „Waldesgespräch", die versonnene „Mondnacht^ und das befreiende Aufwallen der „Frühlingsnacht". Jedes einzelne Lied ließ sie aus dem ihm zukommenden Grundzug erstehen.
Der letzte Teil der Vortragsfolge war Hugo Wolf gewidmet: Gesänge aus dem Spanischen Liederbuch. Tristanstimmung durchzog das „Bedeckt mich mit Blumen". Weiche Empfindung ging von „Ach, im Maien mar's" mit feiner gelösten Klavierbegleitung aus. In klarer Gegensätzlichkeit stellte sie die seelische Verfassung in „Sie blasen zum Ab- marsch" heraus. Die Reihe ihrer Gaben beschloß sie mit „Weylas Gesang", an Stelle von „Geh, Geliebter, geh jetzt".
Für Professor Hermann Reutter hatte Paul Zoll, Direktor der Städttschen Musikschulen in
Ein Mann rechnet ah
Roman von Horst Biemath
47. Fortsetzung (Nachdruck verboten.)
„Eine unangenehme Nachricht, Madame Perano!"
rief Santacilla hastig, als fei dieser Anruf für ihn eine äußerst störende Nebenarbeit zwischen eiligeren und wichtigeren Geschäften. „Brackmann ist es soeben gelungen, aus der Untersuchungshaft auszubrechen. Alle verfügbaren Leute sind hinter lym her —", er lauschte sekundenlang in den Hörer. „Bitte, unterbrechen Sie mich nicht!" sagte er scharf. ,Zch habe jetzt keine Zeit für lange Erklärungen! Mir ist die Sache unangenehm genug! Ich kann nichts dafür, daß der Staat keine besseren Gefüng- nisse baut!" Und etwas verbindlicher werdend: „Entschuldigen Sie meine Erregung, Madame Perano, eher Sie können sich denken, daß ich nicht gerade luftig bin. r .
Einer meiner Leute ist bereits auf dem Weg zu Ihnen. Senor Forester, merken Sie sich, daß er viermal läutet — viermal! Woher sprechen Sie Überhaupt? Aus Ihrer Prioatwohnung? Ausgezeichnet, bleiben Sie dort, und machen Sie unter keinen Umständen auf! Ich nehme ja nicht an. öaß Ihnen eine unmittelbare Gefahr drcrht, da Brackmann sich wahrscheinlich ausrechnen wird, daß wir bas ,El Faro< bewachen. Immerhin rate ich.-öbnen, bas Haus auf keinen Fall zu verlassen und äußerst vorsichtig zu fein. _ .. ,
Alles weitere erfahren Sie von Senor Forester! Schluß, ich bin jetzt beschäftigt!" Er hängte kurz em. Forester sah, daß kleine Schweißperlen auf ferner Stirn standen. „Haben Sie den Eindruck, daß sie sich hat täuschen lassen?" . „
,.9ns, Doklar! Mächen Sie, daß Sie fortkommen!
rief Santacilla und schob Forester zur Tür hmaU5- Forester rannte in langen Sätzen zu seinem ^a<len- Santacilla hörte noch das Anspringen des Motors. Er schloß die Tür seines Büros und ging ^naiam durch die kühlen, lvärlich erleuchteten alten Klofter- gänge zu dem Gefängnistrakt der Präfektur.
Es war wahrhaftig kein moderner Bau, aber starr
Neuer Auftrag für Präsident Kado.
NSG. Der Präsident der Obersten Bauleitung Frankfurt a. M. der Reichsautobahnen, Kado, wurde durch Erlaß des Reichsministers Speer zum „Baubevollmächtigten des Reichsministeriums Speer im Bezirk der Rüstungsinspektion XII" bestellt. Das Amt des Baubevollmächtigten umfaßt folgende Abteilungen: I. Bauwirtschaft, II. Rüstungsausbau, III. Konlingentftelle und Sparingenieur, IV. Bau- ftoffleitftelle. Gleichzeitig wurde Präsident Kado zum „Gaubeauftragten des Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bauwirtschaft im Gau Hessen-
nicht viel um den Kalenderwinter, der erst am 21. Dezember beginnt Und wir reden oft von einem Vorfrühling, wenn der astronomische Winter, der am 21. März endet, noch längst fein grimmes Regime führen müßte. Nach dem Bild, das die Natur gewährt, rechnen wir den W.nter anders: vom beendeten Laubfall bis zum Wiederbeginn des sprießenden Frühlings. Herkömmlicherweise sind es die Schneeglöckchen und Märzenveilchen, die die Winterzeit abschließen, genau so wie mit dem Kahlwerden )er Natur für unser Alltagsempftnden der Winter beginnt
Das hat sogar einen guten physikalischen Grund. Alles, was grün ist, alles Laub verschwindet, wenn der Frost nach ihm seine harte Hand ausstteckt. Er uhrt den Laubfall herbei und beendet bamit das Farbenfest des Herbstes. Durch die Källe wird — wenn wir eine körperliche Funktion des Menschen oder des Tieres auf das Pflanzenreich übertragen dürfen — der „Stoffwechsel" des Baumes, des Strauches, auch der Staude herabgesetzt. Je stärker der Frost, desto kräftiger die Minderung des pflanzlichen Stoffwechsels. Zunächst wandern die Bildungsstoffe des Blattes, wie Stärkemehl, pflanzliche Fette, Eiweißstoffe aus dem Blatt ab und treten in die Stammteile über. Dort bilden sie jene Reserve, die dem Baum im Frühjahr erlaubt, in verblüffend kurzer Zeit aus den kleinen Knospen das reiche Laubkleid zu entwickeln, das, auf eine Einheitsfläche umgerechnet, eine ganz erstaunliche Ausdehnung hat. Man könnte auch sagen, daß die laubabwerfenden Bäume und Sträucher in den „Winterschlaf" treten.
Daß die Källe auf den Beginn der Laubverfär- bung einwirkt, wird in gebirgigen Gegenden ganz offenbar, wo die Bäume, die am höchsten stehen, auch am frühesten ihr Herbstkleid aufsetzen und das Laub abwerfen. Umgekehrt gibt es bei uns laub- abroerfenbe Bäume unb Sträucher, wie ben vertrauten Flieder ober auch die Platane, bie im ©üben sich aus fommergrünen in immergrüne Sträucher oder Bäume verwandeln, weil sie vor ber Frosteinwirkung bort geborgen sind.
Wenn bas Laub fällt, geht bie Saat auf. Wenn das Laub fällt, bann wandern die Hoffnungen unserer Kinder zum Schlitten, zum Schlittschuh, zum Schneeschuh unb zu We'hnachten. Und wenn bann ber erste Schnee ba ist, wenn ber erste kräftige Frost bie spiegelblanke Eisfläche geschaffen hat, bann werben wir selbst bei bem frohen Gejauchze ber kleineren unb ber größeren Kinder wieder jung den denken ber Tage, da wir selbst am stützenden Arm der Mutter ober des Vaters die ersten „Gehversuche" auf dem sausenden Rodelschlitten unb auf ber — ach! so „furchtbar" glatten Eisfläche mit ben weihnachtlichen, neugeschenkten Schlittschuhen riskiert haben.
Der Wechsel des Jahres ist uns Sinnbild bes Wechsels in unserem Leben.
Ritterkreuzträger Oberleutnant Henz bei der Hi l?r-Iuaend.
NSG. Stabsleiter Bannführer M a g s a m empfing am Dienstag in ber Gauhauptstabt im Auftrage bes K.-Gebietsführers Ritterkreuzträger Oberleutnant Wilhelm Henz, ber vor allem in ben Wehrertüchtigungslagern zur Hitler-Jugend Im Gau Hessen-Nassau sprechen wird.
Oberleutnant Henz hat bereits im Juli des vergangenen Jahres für höchsten infanteristischen Einsatz — er hielt bei Smolensk sechs Tage lang eine im kühnen Angriff genommene Eisenbahnbrücke gegen feindliche Uebermacht — bas Ritterkreuz erhalten. Durch die Schilderung feiner Erlebnisse wird er der Jugend, die sich in der Wehr- ertüchtigung auf ihre späteren soldatischen Aufgaben vorbereitet, einen lebendigen und tiefen Eindruck aus dem Kampf unserer tapferen Infanteristen vermitteln und damit die Verbindung, die schon immer zwischen Front und Hitler-Jugend bestand, noch enger gestalten.
Oberleutnant Henz hat sich am Dienstagabend in die Reichsseesportschule der Hitler-Jugend in Niederwalluf begeben. Im Laufe dieser Woche wird er bie WE.-Lager bes Gebietes besuchen unb in einer Großveranstaltung zur Mainzer Hitler-Jugend sprechen. Wie Oberleutnant Henz in Hessen-Nassau werden in diesen Tagen überall im Großdeutschen Reich Träger dieser hohen Auszeichnung, ausnahmslos Offiziere der Infanterie, bei der Jugend wessen.
nichllandwirtschastliche Selbstversorger (Gruppe B) ........
dieser Altersstufe erhalten dieselben Rationen, aber, natürlich diejenigen Verbraucher unberücksichtigt keinen Kaffee und keinen Trinkbranntwein, dafür bleiben, die bie Sonderkarten schon vor Aufnahme jedoch 125 g Zuckerwaron mehr als die Normalver- - ra—^**-*'**t«—
unb folib. Santacilla hatte, wenn er diesen Trakt betrat, beim Anblick ber großen Quadern immer das Gefühl, die Versuchungen dieser Welt müßten außerordentlich gewesen fein, daß man das Draußen und Drinnen durch solche gigantischen Mauern trennte. — Er ließ sich zu Brackmanns Zelle führen und klopfte höflich an, bevor er bem Schließer bas Zeichen gab, die Tür aufzusperren.
Brackmann erhob sich. Er hatte beim Schein einer Kerze gelesen und legte das Buch zur Seite, als Santacilla über die Schwelle trat. Die Kerze warf seinen Schatten riesengroß an die Wand.
„Kommen Sie, um mir zu sagen, daß ich frei bin?"
Santacilla nickte: „Sie sind frei, Senor Brackmann, und ich hoffe zuversichtlich, daß sich in dieser Stunde mehr für Sie entscheiden wird. Kommen Sie!"
Brackmann reckte sich wie nach langem Schlaf. Er folgte dem Kommissar und sah sich nicht um. Santa- cilla reichte dem Aufseher ein Schreiben mit dem Siegel der Präfektur.
„Senor Brackmann ist aus ber Hast entlassen. — Richten Sie bie Zelle. In einer Stunde wird sie neu besetzt. Ich werde die D"me persönlich abliefern."
Santacilla legte die Hand auf Brackmanns Arm unb führte ihn durch die hallenden Gänge zu seinem Büro, wo er seinen Hut holte. Brackmann war schweiasam, unb Santacilla überließ ihn verständnisvoll seinen Gedanken. Erst auf dem kurzen Weg von der Präfektur zum Hotel unterbrach Santacilla bas Schweigen.
Was Sie Senorita Oraassa zu verdanken haben, wissen Sie selbst am besten", sagte er, als ber Wagen sich bem Hotel nährte- „grüßen Sw bas Fräulein von mir ..." Er steuerte den Wagen rechts heran, bremste unb brückte Beckmann bie Hand.
Sie werden eine wund-rbare Frau bekommen — ich gratuliere Ihnen! Ich Gratuliere Jhnen^ von fieren' Und nochmals viele Emvfeblunaen --
Brackmann sttrrie dem davonfahrenden Wagen mit einiger Verblüffung nach.
ftnrefter klingelte viermal. Er horte das Surren des^ elektrischen Oeffners unb brückte bie Garten-
NSG. Am Tage von Langemarck hatte der Frankfurter St-andortstudentenführer Th o ma s die Studenten und Studentinnen, vor allem aber die Kame- .... den Fachschulen, zu einer Feierstunde auf den Frankfurter Ehrenfriedhof gerufen. In Anwesenheit von Gaustudentenführer Salon, des Stellv. Bannführers, Vertretern des Fascio G.J.L.E., des Rektors der Universität, Professor Dr. Platz- Hoff, ber Direktoren der anderen Hoch- unb Fachschulen sowie weiteren Gästen von Partei, Staat unb Wehrmacht deutete ber selbst schwerkriegsoer- fshrte Standortstudentenführer die verpflichtende Bedeutung des Fanals von Langemarck und gedachte ber Toten bes gegenwärtigen Krieges. Das Loibild der beiden im Kampf gegen ben Bolschewismus gefallenen Gaustubentenführer von Hessen-Nassau, Leutnant Emil Conrad und Leutnant Karlheinz Äugelmann, sollte die Studenten zu äußerstem Einsatz für Führer und Volk ermahnen. Der Student in der Heimat werde seine Ehre darein setzen, in Studium und Hingabe an die politische Aufgabe den Kameraden im Einsatz der Wehrmacht nicht nachzustehen. Besonders sinnvoll war es daher, als die örtlichen Studentenführer denjenigen Studenten, bie sich während ber Semester fernen über die Dienstverpflichtung der deutschen Studentenschaft hinaus mit 21 500 Arbeitsstunden freiwillig f ü r die „M ainzhilfeder Studenten"^ zur Verfügung gestellt hatten, als Anerkennungsgabe ein Buch mit persönlicher Widmung bes Gauleiters überreichen konnten. Damit werden zugleich alle geehrt, die an anderer Stelle nach Ablauf des Pftichteinsatzes freiwillig noch weiter gearbeitet haben.
Die Versorgungslage gestattet es, entsprechend'Periode fällt, erhalten ebenfalls die Sonderrattonen der Ankündigung des Reichsmarschalls bem deut- für Normalverbraucher über 18 Jahre.
schen Volk zu Weihnachten neben ben laufenden | Die gleichzeitig erlassenen Durchführungsbeftim- Lebensmittelrationen Sonderzuteilungen zu ge-1 mungen regeln bie Verteilung ber Sonderzutellun» währen. Die Mengen ber dabei zur Verteilung ge-1 gen. Es werben besondere Weihnachtssonderkarten langenden Lebensmittel sind im Reichsanzeiger'vom ausgegeben, bie nach ben verschiedenen Verb rau- 10. November veröffentlicht worden. Danach er- chergruppen als WS 1, WS 2, WS 3 und WS 4 behalten Normalverbraucher und nichtlandwirtschast- mPThipn Sic» morhMi airfmrrmpti mit der
*/2 Flasche Trinkbranntwein.
Die Jugendlichen unter den landwirtschaftlichen _ , , , , ,
Selbstversorgern bis zu 18 Jahren erhalten ebenso seiner Rede vor dem Lon-volk hat in der Bevölke- wie die städtischen Jugendlichen 125 g Zuckerwaren rimg seinerzeit große Freude und Erwartung ausmehr als die londwirtschastlichen Selbstversorger gelöst, aber wohl kaum einer dürfte damals damit über 18 Jahre, dafür aber keinen Bohnenkaffee gerechnet haben, daß diese Zuteilungen in so gro- unb keinen Trinkbranntwein. I feem Umfange erfolgen würden. Die Verteilung
Außerdem erhalten alle Inhaber von Reichseier- dieser gewattigen Lebensmittelmengen sind der beste karten im Lause des Dezember 1942 vier bis sechs Beweis dafür, daß durch die Siege der deutschen Gier. > Wehrmacht, die uns ben londwirtschastlich genutzten
Ferner erhalten alle Lang-, Rocht-, Schwer- unb Raum im Osten erkämpft hat, die Ernährungslage ~...... — '' ~~ " * " des deutschen Volkes auf eine breitere Basis ge-


