Ausgabe 
12.11.1942
 
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|92. Jahrgang Nr. 267

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Tripolis.

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Am 11. November hat der Führer einen Aufruf

Franzosisch-Nordasrrka

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tyhadames.

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Oie Amerikaner verlassen Vichy.

Vichy, 11. Nov. (Europapreß.) Die hiesige nord­amerikanische Kolonie einschließlich der USA.-Bot- schäft verließ Mittwoch nachmittag Dichy in Rich­tung Pau. Es heißt, daß die Angehörigen der Bot­schaft sich nach Lourdes, dem bekannten Wallfahrts­ort in den westlichen Pyrenäen, begeben. Die fran­zösische Regierung hat ihre Grenze nach der Schweiz und Spanien für alle amerikanischen Staatsbürger gesperrt.

Gleichzeitig mit dem Vorrücken deutscher Truppen sind italienische Truppen am Wttlwochvor- mittag in das nicht besetzte französische Gebiet ein­gerückt.

Land zweier großer Meere ist: im Westen schlägt die Brandung des Atlantischen Ozeans gegen seine Küsten, von Tanger bis Tetuan bildet es die Süd­seite der Meerenge von Gibraltar und dann gehört es dem äußersten westlichen Mittelmecr bis zur Grenze Algeriens an. Marokko hat keine guten Häfen, wenigstens nicht für moderne Schiffe. Die Mittelmeerküste ist steil und schutzlos. Am Westaus­gang der Meerenge von Gibraltar liegt an der Südseite die Reede von Tanger, und die atlantische Küste ist wenn auch Kunstbauten hier und da einen Wandel geschaffen haben ebenso ungünstig. Ein weiterer Umstand hat dazu beigetragen, daß der moderne Berkehrsstrom lange an Marokko vorüberging. Bon der Küste des Mittelmeers steigt ein etwa 60 Kilometer breites bergiges, fast immer kahles und oft unwegsames Küstenland bis zu 2000 Meter auf und daran schließen sich nach Süden weitere Höhenzüge bis zur mächtigen alpinen Ge­birgskette des Atlas, der schon die Phantasie der alten Griechen und Römer beschäftigt hat. Zwischen dem Atlas und der atlantischen Küste liegt der fruchtbarste Teil Marokkos. Hier liegen auch die binnenländischen Großstädte Fes, die nördliche Hauptstadt mit 140 000 Einwohnern und Marra­te s ch, die südliche Hauptstadt, mit fast 200 000 Ein­wohnern. Die wichtigste Hafenstadt ist Casa­blanca, das ebenfalls eine Großstadt mit 250 000 Einwohnern ist. Nördlich von Casablanca liegt die Hafenstadt Rabat, an sich eine Stadt von nur 80 000 Einwohern, aber Sitz des französischen Ge­neralresidenten. Südlich von Casablanca liegt die jetzt vielgenannte Hafenstadt Safi, wo die Ame­rikaner nach Ueberwindung von Widerstand ge­landet sind. Bon diesem Safi hat das feine Ziegen- leder den Namen Saffian oder Maroquin. Noch weiter südlich liegt Mogadox, ursprünglich ein berüchtigtes Seeräubernest, das in den letzten Jahren kräftig aufgeholt hat, weil der Hafen gegen den offenen Atlantik durch Felsbänke und kleine Inseln geschützt ist.

Seit Frankreich 1912 seine Schutzherrschaft über Marokko erklärte, wurde das Land durch Eisen­bahnen erschlossen, die auch Anschluß an das Eisen­bahnnetz Algeriens haben, so daß eine durchgehende Verbindung von Casablanca und Rabat über Alge­rien bis nach Tunis besteht. Ebenso entwickelten die Franzosen auch das Straßennetz. Daneben spielt das Flugzeug eine beachtliche Rolle. Es bestanden Flugverbindungen von Casablanca und Rabat nach Algier und Frankreich sowie südwärts nach Dakar, der Hauptstadt von Französisch-Westafrika. Di" Be­völkerungszahl Marokkos, das ohne seinen Wüsten­anteil mit 420 000 Quadratkilometer etwas kleiner ist als das Deutschland von 1919, wird auf sechs Millionen geschätzt, darunter rund 160 000 Juden und 220 000 Europäer. Hauptausfuhrwaren sind Phosphate, Weizen, Wolle und Eier.

Algerien liegt der französischen Südküste gerade gegenüber. Es ist ein typisches Küstenland. Nicht nur, weil es mit gut 1000 Kilometer an der süd­lichen Mittelmeerküste beteiligt ist, sondern vor allem auch deshalb, weil die fruchtbarsten Gebiete und die größten Städte im Küstengebiet liegen. Dahinter steigt eine Höhenregion an, die in ihren Spitzen Höhen von 2300 Meter erreicht, in der Hauptsache aber ein Hochplateau darstellt, das von Steppen und Salzsümpfen, den sogenannten Schotts durchzogen ist. Dieses Hochland geht schließlich in die Sahara über. Die franzosen haben sich niemals auf eine feste Begrenzung Algeriens nach Süden eingelassen. Mit anderen Worten: sie haben über die Sahara über. Die Franzosen haben sich niemals sisch-Westasrika und ihren Kolonien am Golf von Guinea herzustellen versucht. Zu dem seit Jahr­zehnten besprochenen Bau der Transsahara-Bahn ist es allerdings niemals gekommen.

Die Franzosen haben mit der Erwerbung Al­giers, die im Jahre 1830 begann, den Grundstock zu einem neuen Kolonialreich gelegt, nachdem sie ihre ursprünglich sehr ansehnlichen Herrschaftsge­biete in Ostindien und Nordamerika verloren hat­ten. Algier gilt aber heute nicht als ein Teil des französischen Kolonialreiches, an dessen Wiederauf­baubeginn seine Eroberung gestanden hatte, sondern ist verwaltungsmäßig ein Teil von Frank­reich selbst und zerfällt in die drei Departe­ments Algier, Constantine und Oran. Der räum­lichen Ausdehnung nach ist Algier, wobei das fast unbewohnte Saharagebiet den weitaus größten Teil einnimmt, mit 2,2 Millionen Quadratkilometer fast fünfmal so groß als Deutschland von 1919, aber die drei Departements Algier, Constantine und Oran, die nördlich vom Saharagebiet liegen, um­fassen nur eine Fläche von etwa 210 000 Quadrat­kilometer, was knapp der Größe Preußens ent­spricht. Das fast unbewohnte Saharagebiet ist unter dem SammelnamenSüdterritorien" zusammenge­faßt. Die Einwohnerzahl betrug 1936 7,3 Millio­nen, darunter fast eine Million Europäer.

Almer ist eine der überseeischen Besitzungen Frankreichs, in der die Franzosen eine wirklich kolonisatorische Tätigkeit enthaltet, also nicht nur eine politisch-militärische Hoheit begründet haben. An der europäischen Bevölkerung Algiers sind die Franzosen reichlich mit drei Vierteln beteiligt; dann folgen die Spanier mit einem Anteil von 18,4 v. H. und schließlich die Italiener mit 4 v. H. Die spanische Bevölkerung Alaeriens wobnt in der Hauptsache in und bei Oran, das nur 250 Kilometer von der spanischen Küste entfernt ist und von 1512 bis 1792 auch spanischer Besitz war.

Die größten Städte Algeriens sind die Hauptstadt Algier mit mst einer Viertelmillion und Oran mit rund 160 000 Einwohnern. In normalen Jahren wirft die Landwirtschaft Algeriens reichliche lieber schlisse, besonders an Weizen und Gerste, auch an Fleisch, Wein und Gemüse ab. Bettächttich ist die Zahl der Schafe mit 5,4 Millionen. Der Bergbau auf Eisenerz, Zink, Phosphate tritt in der wirt­schaftlichen Bedeutung hinter der Landwirtschaft weit zurück.

Ebenso wie Algerien ist Marokko durch die amerikanisch-englischen Landungen Kriegsgebiet ge­worden und in den Mittelpunkt der Aufmerksam­keit gerückt. Das Land stellt die Nordwestecke Afri­kas unmittelbar gegenüber der südspanischen Küste dar. Damit ist auch schon gesagt, daß Marokko das

Daß der Aufruf des Führers im französischen Volke diesseits wie jenseits der jetzt von den deut­schen und italienischen Truppen überschrittenen De­markationslinie auf Verständnis stößt, geht aus Pariser Pressekommentaren sowohl wie aus den Berichten über die Aufnahme des Führeraufrufes in Vichy hervor. So schreibtParis Soir", es seien wiederum die guten Freunde Eng­land und Amerika, die Frankreich vor eine neue Prüfung gestellt hätten. Das französische Volk müsse Ruhe bewahren. Durch das gleiche Ziel seien die beiden ehemaligen Gegner Deutsch­land und Frankreich heute einander näh er - geb rächt. Jetzt werde sicher jeder Franzose er­kennen, welches die wahren Verbündeten Frankreichs seien.In dem Augenblick", so heißt es imLe Nouveau Temps",da die europäischen Grenzen und die französischen Afrikabesitzungen be­droht sind, schützen die deutschen Waffen die Grenzen Frankreichs. Damit verwirk­licht sich, was seit zwei Jahren geplant war, nämlich die Einbeziehung Frankreichs in den europäischen Blo cf."

Die Demarkationslinie überschritten.

DNV. Aus dem Führerhauptquarlier, 11. Nov. Das Oberkcmmando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen haben am 11. November früh zum Schuhe des französischen Territoriums gegenüber den bevorstehenden amerikanisch-britischen Landungsunternehmen in Südfrankreich die Demar­kationslinie zum unbesetzten Frankreich überschritten. Die Bewegungen der deutschen Truppen v e r lau­fe n p t a n m ä h i g.

ßäter ein zweites Dünkirchen zu i mn gehabt hätten." Im übrigen bemühte sich

Oer LleberfaN auf Nordafrika schon im Luli beschlossen.

Landung auf dem Kontinent war Churchill zu gewagt.

verzeich- Berlin, 11. Nov. (DNB.) Nach Meldungen

tm habe, um ihm zu helfen.Die 19 nach Ruß-lmscher Agenten nach Franzos,scy°Noro

land durchgeführten Geleitzugoperationen waren jede für sich eine bedeutsame Marineopera­tion, schon wegen des Gros der feindlichen Flotte, das sich in unmittelbarer Nähe aufhielt." Churchill vergaß allerdings mitzuteilen, wie viele Geleitzüge in der Sowjetunion eingetroffen sind, wor­auf es entscheidend ankommt.

Don Moskau nicht als zweite Front betrachtet.

Genf, 12. Nov. (DNB. Funkspruch.) lieber den Eindruck, den der englisch-amerikanische Ueberfall auf Französisch-Nordafrika in der Sowjetunlon her­vorgerufen hat, berichtet der Korrespondent der News Chronicle" vom 10. November, in Moskau habe man keine besonders großeFreude darüber an den Tag gelegt und empfinde diese Ope­rationen nicht als Entlastung. Von Begeisterung und freudiger Erregung sei durchaus nichts zu verspü­ren. Die Moskauer Presse verhalte sich zurückhal­tend und verweise darauf, daß die militärischen Operationen in Französisch-Nordafrika keine zweite Front in den Augen der Sowjets dar­stelle.

*

Auch in Großbritannien selbst scheint man sich nicht überall wohlzufühlen, schreibtNews Chro­nicle". Es dürfe sich niemand einbilden, daß es in Nordafrika nun pausenlos Erfolge geben würde. Man tue gut daran, sich nochmals vor Augen zu führen, was Hitler in seiner letzten Rede gesagt habe. Jedenfalls ständen den Engländern und Ame­rikanern noch schwere Kämpfe bevor.

Giraud brach sein Ehrenwort.

Lm Schutz der deutschen Wehrmacht

Von unserer Berliner Schristleitung.

Stockholm, 11. Nov. (DNB.) Churchill hielt dm Mittwoch im Unterhaus eine Rede, in der er sch in erster Linie mit dem Unternehmen in tfrary Psisch-Nordafrika befaßte. Dabei teilte Churchill t.'m Unterhause mit, er habe der Sowjetunion b e- reits im Juni schriftlich erklärt, daß England rod) für 1942 eine große Landung plane, aber em 6 esbezügliches Versprechen nicht abgeben könne. »Ich habe Stalin bei meinem Besuch auf die k chwierigkeiten einer Landung im $. an al gebiet hingewiesen und ihm den Be­schluß mitgeteilt, in Nordafrika zu intervenle- r n. Schon gelegentlich meines ersten Besuches in Washington gab Präsident Roosevelt der An­sicht Ausdruck, daß sich Franzosis ch - N o r d - asrika besonders für eine amerikanische Invasion eigne. Wir waren in diesem Punkte v ö l l i g itnig. Die entsprechenden Befehle wurden daher mit erhöhter Eindringlichkeit Ende I u l i e r- t?i(t. Womit Churchill beweist, daß die Erklärung Roosevelts, er hätte durch seine Landung Tunis vor einer deutsch-italienischen Invasion schützen wollen, e ne plumpe Lüge war.S t a l i n hielt den Be­schluß, durch Nordafrika loszuschlagen, für unge­nügend, trotzdem schieden wir als gute freunde , fegte Churchill hinzu.

Bemerkenswert ist auch das Geständnis Chur- | Sills, daß eine zweite Front auf dem europäischen i Kontinent ein zu gewagtes Unternehmen fei. Dem britischen Premier sind die Rufe Stalins auf die : Nerven gegangen. Darum rief er aus:Ware es i e ne Entlastung für die Bolschewisten gewesen, wenn mir einen verfrühten Angriff über den Aermel- I Kanal oder wenigstens ein Dutzend Unternehmun- gtn wie in Dieppe an einem Tag durchgefuhrt hatten und wenn wir danach ein oder zwei Wochen

'FRANKREICH f <1

Marseille

a f ri f a gelangt. Giraud, der im Frankreichfeldzug in deutsche Gefangenschaft geriet, war unter Aus­nutzung ihm gewährter Erleichterungen aus der deutschen Kriegsgefangenschaft entflohen. Durch Ehrenwort gegenüber dem französischen Staatschef war Giraud an den Aufenthalt in einem südfran­zösischen Ort gebunden. Giraud steht französischen Emigrantenkreisen, die mit England Zusammen­arbeiten, nahe. Admiral D a r I a n ist von einer Besichtigungsreise, auf der er sich zuletzt in Algier aufhielt, bisher nicht zurückgekehrt. Ueber

ein Schicksal ist in amtlichen französischen Kreisen nichts bekannt.

Kreuzer von italienischen Flugzeugen

in den algerischen Gewässern versenkt.

Rom, 11. Nov. (DNB.) Der italienische Wehr­ machtbericht vom Mittwoch gibt u. a. bekannt: Staf­

feln unserer Torpedoflugzeuge führten' erneut A n - griffe gegen d i e englisch-amerikani­

schen Flottenverbände in den algerischen Gewässern durch. Ein feindl eher Kreuzer erhielt drei Torpedotreffer, die ihn auseinanderrissen. Der Kreuzer ging schnell unter. Ein weiterer wurde beschädigt. Ein 15 000-BRT.-Dampfer wurde getroffen und erhielt Schlagseite. Mit seinem Un­tergang ist zu rechnen. Einer unserer Verbände führte mit großem Erfolg einen Bombenangriff gegen den Flugplatz von Algier durch, bei dem große Brände entstanden.

Englische Saboteure in Italien dingfest gemacht.

Rom, 11.Nov. (DNB.) In der Nacht zum 9.No­vember setzte ein englisches U-Boot zwei Per­sonen, die die Uniformen italienischer Offizier tru­gen, an der süditalienischen Küste an Land. Sie wurden sofort oon der Küstenbewachung feftg enommen. Es wurde festgestellt, daß es ich um zwei fahnenflüchtige zum Feind über­gelaufene italienische Staatsangehörige handelte. Sie waren im Besitz von falschen Ausweis- papieren, großen Geldsummen und eines Radio­senders und Empfangsgeräts. Sie gestanden, zu Spionage- und Sabotagezwecken nach Italien ent­sandt worden zu sein. Bereits am 9. November wur­den die beiden Hochverräter vom Sondergericht für die Verteidigung des Staates zum Tode ver­urteilt. Das Urteil wurde am Dienstagvormittag vollstreckt.

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Mogadof^ 4 Marrakesch f&fy/omb

Oie europäische Mission.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Der Aufruf des Führers an das französische Volk ist mit einem sehr guten Gewissen geschrieben wor­den. Er ist durchtränkt von dem Gefühl einer über­geordneten Verantwortung, die den billigen Erfolg verschmähte, um eine Zukunft zu gewinnen und zu gewährleisten. Der Führer konnte den Franzosen in dem Augenblick, da die deutschen Truppen in der Frühe des 11. Novembers 1942 die Demarkations­linie zwischen dem besetzten und unbesetzten Frank­reich zum Schutz des französischen Territoriums gegen neue amerikanisch-britische Landungsunter­nehmen überschritten, vor Augen halten, daß Deutschland ein maßvoller Sieger war, ein Sieger ohne Rachegefühle. Ein Sieger, der die Lehre aus seiner eigenen Geschichte wohl im Herzen und im Sinn getragen hat.

1866 war es noch zu einem innerdeutschen Bru- derkamps gekommen: auf der einen Seite standen die Preußen, auf der anderen die damaligen Oester- reicher, die Sachsen, Bayern und Hannoveraner. Wer denkt noch daran? Wem in Deutschland wird noch das Herz heiß bei dieser trüben Erinnerung? Bismarck schlug seine eigene Stellung in die Schanze, um bas ganze Deutschland für die Zukunft vorzubereiten, und im Grabe noch feiert er den höchsten Triumph eines Staatsmannes, daß das ganze Deutschlandland lebt und nach außen streitet und daß der innere Kampf, der ja nur 76 Jahre zurückliegt, vergessenijt. Der Führer wollte und will dasselbe für Europa, was Bismarck für Deutschland gewollte und durchgesetzt hat.

Wie der Führer, so Hut auch die deutsche Wehr­macht gegenüber Frankreich ein gutes Gewissen. Als acht Millionen Menschen auf den französischen Landstraßen lagen, als Panik das chaotisch gewor­dene Frankreich beherrschte, da war in der wilden Erscheinungen Flucht die deutsche Wehrmacht der ruhende Pol. Millionen Franzosen danken es ihr, daß sich die Familien wieder zueinander fanden, daß die Kamine in Frankreich wieder rauchten, daß die segensreiche Arbeit und mit der Arbeit auch die Ordnung und die Ruhe das tolle Chaos ablösten. Gerade das ist nicht nach dem Sinne Amerikas und Englands. Aber das ist der Ehrentitel, auf Grund dessen die deutsche Wehrmacht den Schutz Frank­reichs in vollem Umfang übernimmt. Frankreich ist ein Teil unseres Kontinents, dessen Garant die deutsche Wehrmacht ist. Dr. Ho.

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N das französische Volk gerichtet und ihm mitge- ült, daß durch den feigen Ueberfall auf Französisch- lordafrika und durch die Absichten der Feinde, die nsel Korsika und Südfrankreich zu besetzen, die Zoraussetzungen des Waffenstillstandes hinfällig ge­worden sind. Der Führer hat den Befehl gegeben, □fort durch das unbesetzte Frankreich zu marschieren nd die von den englisch-amerikanischen Landungs­ruppen vorgesehenen Stellen zu besetzen, mit dem siel, jeden amerikanisch-englischen Landungsversuch turückzuschlagen. Das ergibt sich aus der Notwendig­leit der Selbstverteidigung. Deutschland und Italien oben die Mission übernommen, Europas Gebiet zu chützen und, wie der Führer dem französischen ßolfe verspricht,die afrikanischen Besitzungen der uropäischen Völker für die Zukunft vor räuberischen Ingriffen zu bewahren". Es liegt an Frankreich, lit Deutschland und Jatlien gemeinsam an diesem werk mitzuarbeiten. Wenn dem Vormarsch unserer verbände durch blinden Fanatismus ohex durch be- whltc englische Agenten Widerstand entgegengefefoi wird, spricht die Waffe!

Wir kommen nicht als Feinde, wie wir auch nach ;em Waffenstillstand bewiesen haben, daß wir ge- reu alle Verpflichtungen halten und nicht von uad)egeift gegen Frankreichs Volk erfüllt sind. Wir jben im Gegenteil die Hoffnung, daß trotz gewisser Schwierigkeiten, die in Vichy immer wieder der Zusammenarbeit der beiden Nationen entgegen- ^stellt wurden, sich diese benachbarten großen Völ- -r doch zu einer Zusammenarbeit finden. Die onften und versöhnlichen Worte des Führers an das anzösische Volk sind getragen von feinem euro- üischen Bewußtsein und seinem tiefen Verantwor- mgsgefühl. Es gilt, den Briten endgültig die Ab- cht zu zerstören, Europa in Uneinigkeit zu halten, ^as ist Ziel und Sinn dieses Aufrufes, der vom mnzöfischen Volk nach allem, was es von den Briten erfahren, erwartet, daß sich feine besten . räfte in gemeineuropäischem Interesse gegen dre kindringlinge von Ueberfee her wehren und mit ins und unseren Verbündeten zusammenstehen.

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