Ausgabe 
12.10.1942
 
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Standley ist pessimistisch.

Ankara. 12. Oft (Europapreß.) Entsprechend einem neutralen Bericht aus Kuibyschew äußerle sich der nordamerikanische Botschafter in der Sow­jetunion, Admiral Standley, nach seiner Rück­kehr aus Moskau und vor seinem Abflug nach Tehe­ran in angelsächsischen diplomatischen Kreisen von Kuibyschew außerordentlich pessimistisch über die Zukunft der anaelsächsisch-sowjetrussischen Beziehungen. Er gab der Auffassung Ausdruck, daß die sowjetrussischen Forderungen nur schwer mit den angelsächsischen Möglichkeiten in Einklana zu bringen seien. Der Presse erklärte Admiral Standley, daß seine Reise nach Washington ausschließlich dem Zweck diene, die zweifellos herrschende Span­nung zwischen Moskau und Washi n g - t o n durch eine weitgehende Erfüllung der Sowjet­wünsche aufzulockern. Eine ähnliche Erklärung gab der nordamerikanische Botschafter auch während sei­nes Aufenthaltes in Teheran ab, wo er nach hier vorliegenden Meldungen am Samstag zu kur- zemAufenthalt eingetroffen war. In seiner Beglei­tung befanden fich die beiden Militärattaches der nordamerikanischen Botschaft in Kujbyschew.

Alle Macht den politruks.

Berlin, 10.Ott. (DNB.) Das Präsidium des Obersten Sowjets hat, wie aus dem Moskauer Nach­richtendienst zu entnehmen ist, durch eine Verord­nung in der Sowjetarmee eineeinheitliche und persönliche Führung" eingeführt und die ge- samtemilitärischeundpolitischeMacht den politischen Kommissaren übertragen.

Für die schweren militärischen Niederlagen, die die Sowjets im Laufe dieses Feldzuges erlitten und die sie mit dem Verlust großer, für ihre Ernährung und Industrie gleich lebenswichtiger Gebiete be­zahlen mußte, sucht Stalin die Schuldigen. In der Unzulänglichkeit, Unzuverlässigkeit und Unfähigkeit der Offiziere der Sowjetarmee glaubt er sie ge­funden zu haben. Nunmehr überträgt er den Poli­tischen Kommissaren neben ihren bisherigen poli­tischen Funktionen auch die militärische Führung der Sowjetunion. Damit sind praktisch alle Machtmittel, sowohl politischer als auch militärischer Natur, rest­los in die Hand der Politruks übergegangen.

Im Zuge der Uebertragung der gesamten mili- tävischen und politischen Macht an die politischen Kommissare wird die Sowjetarmee, wie nach einem Stockholmer Bericht aus einer Taß-Mel- dung hervorgeht, als ersten Schub in Kürze zwei­hundert neue Regimentskomman­deure und sechshundert Bataillons- kommandeure aus den Reihen der Kom­missare und Politruks erhalten.

Iraker als Kanonenfutter?

Istanbul, 11. Oft (Europapreß.) Die neue irakische R e g i e r u n g das fünfte Kabinett, das von Nuri Said geführt wird, ist noch stärker als das zurückgetretene Kabinett auf die Person Nuri Saids eingestellt. Die Einheitlichkeit der Ka­binettspolitik soll dadurch gewährleistet werden, daß zu Mitgliedern des Kabinetts ausschließlich Personen berufen wurden, die Nuri Saids Politik ergeben sind.

Die Verwaltung des Kriegsministeriums hat Nuri Said selbst übernommen. Hieraus kann geschlossen werden, daß der Ministerpräsident eines der wichtigsten Ziele seiner Politik darin sieht, die oppositionellen Kräfte in der Armee zu liquidieren, um so die Armee in den Dienst seiner Politik, näm­lich Irak im gegebenen Zeitpunkt an der Seite der Alliierten in den Krieg zu führen, stellen zu können.

Wie verlautet, will nunmehr Nuri Said seine auf den Kriegseintritt abzielende Politik vor allem mit dem Hinweis darauf begründen, daß mit dem verstärkten Erscheinen der Nordamerika- n e r in Irak USA. auch eine Sicherheit für die Er­haltung der irakischen Souveränität zu geben bereit ist. Ob es chm tatsächlich gelingen wird, die Op­positionskräfte für seine Politik, die während der letzten Wochen eine erhebliche Verstärkung erfahren haben, da ein Teil der Freunde Nuri Saids gegen die Kriegspolitik Stellung genommen hat, zu ge­winnen, muß dahingestellt bleiben. Eine der wesent­lichsten Hoffnungen des Ministerpräsidenten, der Kriegspartei in Irak neuen Zuzug zu verschaffen, besteht wohl darin, einige Außenseiter an der Son­derkonjunktur teilnehmen zu lassen, die das ver­stärkte Erscheinen der Nordamerikaner für einen allerdings sehr geringen Sektor der irakischen Wirt­schaft bewirken soll.

Ll-Boote und Flieger hart am Feind.

Feindliche Schiffe vor Kapstadt und im Atlantik versenkt.

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 10. Ott Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m kaukafusgeblet wurde an der Paß­straße nach Tuapse eine stärkere Kampfgruppe des Feindes eingeschlossen - und dabei 47 Kampf­anlagen genommen.

3m Kampf um Stalingrad versenkte Ar­tillerie des Heeres zwei feindliche Kanonenboote auf der Wolga und beschädigte ein weiteres schwer. Stoßtrupps sprengten im Stadtgebiet ein Hochhaus. Slurzkarnpfverbände setzten die Zermürbungsan­griffe auf feindliche Widerstandsnester und befestigte Häuserblocks, Kampffliegerkräfte die Zerschlagung der Nachschubstrecken und Hafenantagen im Bereich der unteren Wolga fort. Entlastungsangriffe der Sowjets gegen die nördliche Abriegelungsfront blie­ben erfolglos.

3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt wur­den erfolgreiche eigene Skoßtruppunternehmungen durchgeführt 3m hohen Norden bekämpften deut­sche Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht feind­liche Flugplätze an der Kolabucht.

3n Nordafrika griff die Luftwaffe motori­sierte Verbände, Vatleriestellungen und Zeltlager der Briten an der mittleren Alamein- Front sowie Hafen- und Dockanlagen von Alexandria mit guter Trefferwirkung an. Zum Vegleitschuh eingesetzte deutsche 3äger schossen in Lustkämpfen sechs britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Bei Angriffen eines starken gemischten Fliegerverbandes auf eigene Feldflugplätze verloren die Briten durch die zusammengefahte Abwehr deut­scher und italienischer 3äger sowie durch Flak­artillerie 48 Bomben- und 3agdflugzeuge. 3n diesen Luftkämpfen ging nur ein eigenes 3agd- flugzeug verloren, wobei sich der 3agdflieger durch Fallschirmabsprung retten konnte.

Bei Tagesangriffen gemischter feindlicher Flieger­verbände auf nordfranzüslsches und bel­gisches Gebiet entwickelten sich heftige Luft­kämpfe, in deren Verlauf eine größere Anzahl mehrmotoriger Bomber, darunter solche ame- rikanischer Herkunft, bei nur einem eigenen Verlust abgeschossen wurde. Die französische Zivilbevölkerung

erlitt Verluste an Toten und Verletzten. Die durch Sprengbomben hervorgerufenen Sachschäden waren gering.

An der Südküste Englands versenkten leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tagesangriffen sechs britische Landungsboote und beschädigten zwei weitere schwer.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote den britisch-amerikanischen Schiffsverkehr vor Südafrika schwer getroffen.

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Sie versenkten unmittelbar vor dem Hafen von Kapstadt in schlagartigen Ueberraschungsangrif- fen 12 Handelsschiffe mit zusammen 74 000 VRT.

Andere Unterseeboote versenkten an der West­küste Afrikas vor dem britisch-amerikanischen Flottenstützpunkt F r e e t o w n, vor der s ü d ame­rikanischen Küste, im S t. - L o r e n z - G o lf und bei schwerem Sturm im Rordatlantlk 10 Schiffe mit 67 000 VRT. Darunter befand sich das 15 000 BRT. große britische KühlschjffAnda- lucia Star", das mit einer Ladung von hochwertigen Lebensmitteln, vor allem Geftierfleich, nach Eng­land bestimmt war.

Damit haben unsere Unterseeboote abermals auf weitverzweiten Kriegsschauplätzen 2 2 Schiffe mit 1 41 000 VRT. versenkt.

Neue Erfolge im Kaukasus.

Starke Lustwaffenverbände bombardierten Sroszny.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRB. Aus demFührerhauptquartier, 11. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Rordwestteil des Kaukasus warfen deut­sche Gebirgstruppen, unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, den Feind aus weiteren Höhenstellungen. Die als eingefchloffen gemeldete feindliche Kräfte­gruppe wurde nach vergeblichen Ausbruchsver­suchen auf engstem Raum zusammengedrängl. 3hre Vernichtung steht bevor.

Am Terek wurden starke feindliche Gegen­angriffe abgewiesen. Zusammengefahte und in der Nacht fortgesetzte Angriffe starker Luftwaffenkräfte gegen das für die sowjetische Erdölgewinnung und -Verarbeitung bedeutsame G r o h n y riefen schwerste Zerstörungen und gewaltige Brände hervor.

3n Stalingrad wurden bei fortdauernder Kampftätigkeit Bereitstellungen des Feindes durch wirksames Artilleriefeuer zerschlagen. Entlastungs­

angriffe der Sowjets nördlich der Stadt scheiterten. An der Don-Front wurden bei einem örtllchen Unternehmen zahlreiche feindliche Kampfstände zer­stört, Gefangene und Waffen als Beute eingebracht.

3n der Zeit vom 29. September bis 9. Oktober wurden 356 Sowjetflugzeuge in Luftkämpfen, 68 durch Flakartillerie der Luftwaffe, 19 durch Ver­bände des Heeres abgeschossen, 18 weitere am Boden zerstört, so daß die Gesamtverluste 459 Flug­zeuge betragen. 3n der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 36 eigene Flugzeuge verloren.

3n Südostengland wurden bei Tage mili­tärische Anlagen und Versorgungsbetriebe mit Bom­ben schweren Kalibers angegriffen. Die britische Luftwaffe verlor in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober 12 7 Flugz enge, davon 54 über dem Wittel­meer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 23 eigene Flugzeuge verloren.

3m Brückenkopf Woronesch hat sich bei den erfolgreichen Abwehrkämpfen der letzten Wochen das II. Bataillon eines mecklenburgischen 3nfanterie- regiments besonders ausgezeichnet

Germanin.

Deutschland besiegt die Tropenseuche.

Von der verheerenden Wildheit, mit der die be­rüchtigten Tropenkrankheiten ganze Völker und Länder überfallen und fast bis zur Ausrottung Heimsuchen, kann sich der Unkundige kaum eine Vor­stellung machen. Nicht lange por dem ersten Welt­krieg wurden beispielsweise in der Ostafritakolonie Uganda ganze Landstriche von der Schlafkrank­heit befallen. In zwei Jahren starben von den 50 000 Einwohnern 25 000, also genau die Hälfte. Die winzige Anophelesmücke, die die an sich bekann­ten Erreger den Menschen ins Haus schleppt, zwingt die Kolonialbehörden, ganze fruchtbare Distrikte fluchtartig preiszugeben. Nur so konnte man da­mals den Rest der Negerstämme vor dem Untergang bewahren. 1914 zählen in Kamerun die Niems etwa 12 000 Köpfe. 1926 sind nach dem Einbruch der Schlafkrankheit ganze 600 übriggeblieben. Nach amtlichen englischen Geständnissen forderte allein die Pest in Indien im Jahre 1907 1116 000 Tote, im Jahre 1911 700 000. Das sind einige wenige Zahlen, die aber auch dem Laien eine klare Vorstellung von der ungeheuren Bedeutung einer Tropenmedizin vermitteln. Man mag nur noch zur Kenntnis neh­men, daß bis in die neueste Zeit ein volles Drittel der gesamten Menschheit an derDölkermörderin Malaria" erkrankt, dann wird man die Großtaten unserer deutschen Pioniere von Robert Koch bis heute um so besser würdigen können.

Mitten im ersten Weltkriege, im September und Oktober 1917, gelingt beispielsweise deutschen For­schern die Entdeckung und Darstellung eines gerade­zu epochemachenden Abwehrmittels gegen die furcht- bare Völkergeißel der Schlafkrankheit. Die deutschen Chemiker Dresse! und K o t h e, die die Versuche mit dem sog.Bayer 205" erfolgreich abschließen, stützen sich dabei engftens aus die Ergebnisse, die Robert Koch selbst und der Professor Kleine bei ihren Forschungsexpeditionen im tropischen Afrika sammeln konnten. Persönlicher und soldatischer Ein­satz, unbestechliches Forschertum und eine nie er­lahmende Geduld greifen dabei Hand in Hand. Ehe dasGermanin", wie man zu Deutschlands Ehren das neue Mittel nennt, feine verblüffenden Wir­kungen zeitigen kann, müssen todesmutige Männer

und Frauen, wie einst bei Kochs Kampf gegen die Cholera, wie beim Kampf gegen die Tuberkulose und die Beulenpest, in dieKüche des Teufels" vor­stoßen, müssen unbeirrt forschen, sammeln, vergleichen und beobachten, während ringsum der Tod feine Ernte hält. Und ist es nicht geradezu eine grausige Ironie des Schicksals, daß in dem gleichen Augen­blick, da die vermessenen VersaillerSieger"-Mächte Deutschlandskolonisatorische Unfähigkeit" erklären, dieses gleiche Deutschland bereits das große Heil­mittel gegen die tückischste Tropenseuche gefunden hat. Gebiete, die der deutsche Arzt schon vor dem Weltkrieg durch systematische Hygiene und die ersten Kampfmittel von der Schlafkrankheit und der ver­wandtenNagana" der Tiere befreit hat, fallen unter der neuen britischen und französischen Verwal­tung wieder der Geißel zum Opfer. DieSieger" müssen sich an die Deutschen um Hilfe wenden, und dasGermanin" tritt nun einen Siegeszug an, der seinesgleichen nicht hat in der Geschichte der Tropen­medizin.

Dies ist nur eines der unzähligen Kapitel, die der deutsche Arzt und Chemiker in der Chronik der Tropenkrankheiten mit ihren Taten füllen. Wir er­wähnten bereits die Tatsache, daß schon bei der Entdeckung und Erforschung der Krankheitserreger dieser Seuchen ein Robert Koch, ein Emil von Behring und viele andere Deutsche Entscheiden­des leisten. Seit Ignaz Semmelweis, der junge vielverkannte Frauenarzt, 1861 den Erreger des Kindbettfiders findet und seit Robert Koch bei der Auffindung des Tuberkulosebazillus wiederum in das Gebiet einer sozusageninternationalen" Seuche vorstößt und die Plattform für alle weiteren Abwehraktionen schafft, geht es auch bei der Ent­deckung der tropischen Völker- und Tierseuchen Schlag auf Schlag. Robert Koch kann noch die Entdeckung des Cholerabazillus, des Milzbrand- erregers für sich verbuchen. Sein junger japanischer Schuler und Helfer K i t a s a t o findet wenige Jahre später nach den Vorarbeiten des deutschen Meisters den Pestbazillus.

Deutschland begnügt sich damit nicht. Die Tropen­hygiene, die Ausrottung vor allem der Brutherde für alle die Bakterien und Erreger in den Sümpfen, den schmutzstarrenden Eingeborenenvierteln, die keimfreie Behandlungsweise und vieles andere wird

der deutschen Medizin zum besonderen Anliegen. Das Hamburger Institut für Tropen- und Schiffs­krankheiten erweist sich unter der genialen Leitung eines Nocht und Mühlhens als Hochburg des Kampfes gegen die Völkergeißeln der Tropen. Auch hier braucht man selbstlose, mutige Männer. Die deutsche Tropenmedizin kennt viele Mühen und Sorgen und keine Effekthascherei. Systematisch rückt sie dem Uebel zu Leibe. Bei den Bekämpfungs­mitteln muß das Gute dem Besseren weichen. Als Deutschland bet der Bekämpfung der Malaria in ihren verschiedenen Formen dem natürlichen Chinin aus der Faulbaumrinde das Plamochin und Atebrin gegenüberstellt, da schütteln manche den Kops. Un­sere Aerzte und Forscher lassen sich nicht beirren und beweisen, daß diese Mittel die schädlichen Neben­wirkungen des Chinins nicht haben und schon in kleinsten Dosen unbedingt günstig wirken. So rückt man der ägyptischen Wurmkrankheit Bilharziose, an der 10 von 14 Millionen Aegyptern leiden, mit dem deutschen Fuadin zu Leibe, und so gibt es gegen die asiatischeSchwarze Krankheit", gegen die Haken­wurmkrankheit, die von Afrika durch die Sklaven­transporte in Amerika eingeschlcppt wurde, und gegen unzählige andere Seuchen absolut zuver­lässige Mittel. Die Amöbenruhr, an deren Folgen wahrscheinlich Napoleon, bestimmt aber der Ent­decker der Syphilis Schaudinn und der Entdeckungsreisende Livingstone starben, läßt sich bekämpfen.

Ein Deutscher lebt durchschnittlich 60 Jahre, ein Inder nur 24% Jahre! An dieser Gegenüberstellung erweist sich die Wichtigkeit der Bekämpfung der Tropenkrankheiten, die ja wie die Malaria auch schon bei uns daheim schlimm gehaust haben. Wer weiß, daß Albrecht Dürer der Malaria erlag, daß noch 1918 4000 Malariaerkrankungen in Ost­friesland festgestellt wurden? Die deutsche Forschung hat längst die absolute Führung auch in der Tropen­medizin übernommen. Unsere Gegner wissen, was es heißt, wenn sie leichtsinnigerweise statt der vor­trefflichen deutschen Mittel minderwertige Nach­ahmungen verabreichen. Ihre mißleiteten Völker bezahlen es mit ihrer Gesundheit, mit ihrem Leben. Und diese Betrachtung sei mit einem Wort beschlos­sen, das ausgerechnet ein Engländer, der Oxford- Professor Julian Huxley, 1923 imDaily Herald" schrieb:Im Laufe der Zeit wird die Entdeckung

Oie Offizierslaufbahnen in der Wehrmacht.

Berlin, lO.Okt. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt mit folgender Verlautbarung die neuen Grundsätze für die Einstellung von Be­werbern für die Offizierslaufbahnen bekannt:

In der nattonalsozialistifchen Wehrmacht trägt jeder den Marschallstab im Tornister!"

Dieser vom Führer letzthin wieder in seiner großen Rede im Sportpalast verkündete Grundsatz ist in der Wehrmacht lebendig.

Junge Deutsche aus allen Kreisen der Beoolke. rung ohne Rücksicht auf ihre Herkunft, nur aus­gelesen auf Grund ihrer Persönlichkeit und ihrer Bewährung vor dem Feinde stehen heute als Offiziere und Führer der ihnen anvertrauten Sol­daten an allen Fronten und sind Träger höchster Tapferkeitsauszeichnungen. .

In Anwendung dieses Grundsatzes und m Er­gänzung der bisherigen Bestimmungen gibt das Ober­kommando der Wehrmacht bekannt, daß ab sofort für alle drei Wehrmachtteile zur Meldung als Be­werber für die aktiven Offizierslaufbahnen alle jungen Deutschen zugelassen werden. Das Abschluß­zeugnis und der Besuch einer bestimmten Schulart ist nicht erforderlich.

Für die Offizierlaufbahnen, die ein Studium er­fordern (San.-, Vet.-Offiziere und usw.-Laufbahnen) folgen Bestimmungen.

Voraussetzungen für die Uebernahme in die aktiven Offizierlaufbahnen sind: Wehrwürdigkeit, Einsatz- berettschaft für das nationalsozialistische Deutschland und seinen Führer, Idealismus für den Offizier­beruf, hervortretende charakterliche Eigenschaften, Anlagen zur Führerpersönlichteit, geistige Ausnahme- und Entwicklungsfähigkeit sowie körperliche Taug­lichkeit und arische Blutreinheit.

Nächste Einstellungstermine: Heer: 1.2.1943, 1. 7. 1943. Kriegsmarine: 1. 12. 1942, 1. 7. 1943. Luftwaffe: 1.3.1943, 1.7.1943. Es mel­den sich: Geb.-Iahrgänge 1925 und älter: sofort. Geb.-Jahrgänge 1926: bis spätestens 1.4.1943.

Großer italienischer ll-Boot-Erfolg.

Rom, 11. Okt. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Sonntag teilt u. a. mit: Eines unserer Atlantik-U-Boote unter dem Befehl von Kapitänleutnant Guido Saccardo versenkte den englischen TransatlantikdampferOronsay" (20000 BRT.) durch Torpedotreffer und beschädigte mit weiteren Torpedotreffern den Transatlantikdampfer Noa Hellas", der ehemals den NamenTus- cania" trug (17 000 BRT ), schwer.

Engländer beschießen ein italienisches Lazarett.

Rom, 11.Ott. (Curovapreß.) Ein neuer Angriff englischer Kampfflugzeuge auf ein ita­lienisches Feldlazarett in Nordafrika, bei dem die LazarettMe mit Explosivgeschossen bestrichen Und drei dort liegende Verwundete getötet, einige Dutzerüi weitere erneut verwundet wurden, hat in Rom die größte Empörung erregt Ein Sonder­berichterstatter der Stefans hebt hervor, daß jedes Zelt des Feldlazaretts mit einer weithin sichtbaren Fahne des Roten Kreuzes gekennzeichnet war und daß das Lazarett weitab von jedem militärifchen Ziel lag. Da die englischen Flieger das Lager mehr­mals nur in 15 Meter Höhe überflogen, eraebe sich ganz klar, daß es sich um einen vorbedachten und bewußten Heb erfüll handele. Die Preffe fordert Vergeltungsmaßnahmen.

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Ankara, 11. Ott. (Europapreß.) Eine nord- amerikanische Garnison soll wie aus Bagdad gemeldet wird jetzt auf den Bahrein- Inseln stationiert werden, mit der Begründung, daß die wirtschaftlichen Interessen der USA. dort jetzt größer seien als die Großbritanniens. Gleich zeitig verlautet, daß der bisherige Kommissar der indischen Regierung auf den Bahrein-Inseln, der seit Kriegsbeginn mit der Machtvollkommenheit eines Mllitärgouverneurs ausgestattet war, durch einen Bevollmächtigten der USA. ersetzt werden soll. Nordamerikas wirtschaftliche Interessen liegen klar auf der Hand. Schon 1939 erzeugten die Bahrein- Inseln 1,10 Millionen Tonnen Erdöl, und die möchte USA. gern haben.

Die Besetzung der Bahrein-Inseln durch die Nord­amerikaner illustriert die kürzliche Feststellung Sum« des ,@ermanins wahrscheinlicher viel wertvoller für die Alliierten sein als die gesamte Summe der ge­forderten ,Reparationen^!" Eitel Kaper.

Auch Hunde träumen...

Der Traum ist durchaus fein Vorrecht des Men­schen, sondern gute Beobachter haben bemerkt, daß auch der Hund, der treue Gefährte des Menschen, ein reiches Traumleben hat. Hunde träumen nicht nur, sondern siesprechen" auch aus dem Schlaf, meint ein Hundefreund.Mein alter stichelhaariger Terrier hat lebhafte Träume, wenn er sich nach langem Umherstreifen im Feld auf seinem Teppich niederlegt. Ja, die Träume sind manchmal so auf­regend, daß er von ihnen aufwacht. Zuerst jappst er in einer halb unartikulierten Weise, wie unter dem Druck eines Albs, aber allmählich gewinnt er feine Stimme im Traum und bellt ganz deutlich, roober er alle seine vier Füße gewaltsam von sich streckt, wie wenn er fortlaufen wollte. Wahrscheinlich jagt er in seinem Traum ein Kaninchen oder eine Katze. Manchmal kämpft er in feinen Träumen mit anderen Hunden. Ein dumpfes Murren bringt tief aus feiner Kehle; er fletscht seine Zähne und spannt seinen schlanken Körper, wie wenn er sich aus den Klauen eines Feindes befreien wollte. Ein andermal wieder sind seine Träume vergnüglicher Art, denn er dehnt sich behaglich, und seine schmalen Lippen kräuseln sich wie zu einem leichten Lächeln. Daß Hunde öfter von ihren Herren oder Herrinnen träu­men, ist sehr wahrscheinlich.

Ein Naturforscher, der sein Leben lang seine Hunde studiert hat, erklärte:Wenn mein HuiÄ vom Schlaf aufwacht, so sehe ich aus der Art, wie er mich anschaut, daß ich ihm in seinen Träumen begegnet bin." Er war auch fest davon überzeugt, daß Hunde in ihrem Charakter ihrem Herrn ähneln. Kein schlechter Mensch kann einen guten Hund be­sitzen", pflegte er zu sagen.Je älter der Hund wird, desto mehr träumt er. Junge Hunde, wenn sie nicht sehr nervös sind, schlafen meist ruhig. Aber die betagten Herrschaften des Hundegeschlechtes keh­ren in ihren Träumen immer wieder zu den seligen Gewohnheiten ihrer Jugend zurück, jagen Hasen und Kaninchen und fechten Sträuße mit anderen Hunden aus/ C.K.

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