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Montag, 12.GNoberi942

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192. Jahrgang Nr. 240 gricbeint täglich, nufier Sonntags und feiertags

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wir dafür gesorgt, daß nur die besten Darstellungen erscheinen und dieses Schrifttum im ganzen seinem Range nach den gewaltigen Leistungen angemessen ist, die der deutsche Soldat vollbringt.

Das deutsche Schrifttum ist seit Kriegsbeginn in eine noch engere Verbindung mit dem un­mittelbaren Leben unseres Volkes getreten. Ich habe' die Gewißheit, daß in enger Zusammen­arbeit zwischen der Schristtumsführung und den Schrifttumsschaffenden auch in Zukunft alte t aktuellen Aragen gemeistert werden.

Inzwischen sammelt sich die ganze Kraft der Na­tion a u f d e n Sieg. In seinem Dienst hat unser Schrifttum dem deutschen Volke jene Kenntnisse und seelischen Kräfte vermittelt, die es zur Bewältigung der großen Aufgaben der Zeit benötigt.

Selten hatte ich so stark wie heute an der Schwelle des vierten Kriegsjahres das Bedürfnis, mitten im. Lärm der Waffen mich zur geistigen Arbeit zu bekennen. Wie oft greift man nach einem arbeitserfüllten und zersorgten Tag zum Buch, dem treuesten Weggenossen durch sine schwere Zeit! Wir tragen unser Gesetz in uns und gehen nach der Vorschrift, die die große Zeit uns stellt. Möge Ge­setz und Vorschrift, die uns Schicksal und Berufung sind, unsere Denken, Dichten und Handeln bestim­men. Dann wird das Wort eine Waffe sein im Geisteskampf unseres Jahrhunderts und das Buch ein Schwert, das den Nebel, der noch über unserer Epoche liegt, zerschneidet.

Das ist mein Wunsch und meine Bitte an alle Arbeiter des Geistes im Reiche, wenn ich ihnen vom

verneigen uns in Ehrfurcht und Liebe vor Führer, der unserer geschichtlichen Zeit Ziel Inhalt gab. Unsere heißesten Wünsche gelten Gigantenkampf, den er mit seinen Soldaten

Forschung dient oder die ihren Zoll an das nationale Leben in jahrelangem entsagungs­vollen Einsatz entrichtet.

Dor ihr nehm en auch wir den Hut ab. Sie verdient die bewundernde Achtung eines Vol­kes, dessen Leben und Zukunft auch ihr schöpferisches Wirken geweiht ist.

Wo anders als hier hätte auch der Dichter und Schrift st eller seinen Platz? Der nationalsozia­listische Staat hat ihm eine Funktion zugewiesen, die weit über seine frühere rein individualistisch be-

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Seite an Seite mit unseren Verbündeten um die Zukunft unseres Landes und damit unseres Erd­teils durchficht. Don hier aus soll eine neue Epoche der Menschheitsgeschichte beginnen. Wer wollte nicht glücklich sein in dem Gefühl, dabei sein und die Kräfte seines Geistes und seiner Arbeit der großen Sache schenken zu dürfen?

Nachdem der langanhaltende Beifall verklungen war, schloß der Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propa­ganda, Ministerialdirigent Hägert, die Kundge­bung mit dem Führergruf;.

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

DNB. Aus demFührerhauptquartier, 11. Oft. Der Führer verlieh heute das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Torley, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment, als 132. Soldaten und an Hauptmann Kümmel, Abteilungskomman­deur in einem Panzerregiment, als 133. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Die Beliehenen erhielten vom Führer folgendes Telegramm:

In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Adolf Hitler."

Englische Varbarei gegen Kriegsgefangene

Die Fesselung wehrloser Soldaten wird von London eingestanden.

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deutschen Dichtertreffen im 4. Jahre unseres großen Krieges 1942 auf dem Boden des klassischen Wei- Gruß und Dank der ganzeen Nation entbiete.

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Reichsminister Dr. Goebbels an das geistige Deutschland

Grundsätzliche Ausführungen auf dem deutschen Dichtertreffen.

Kampf um die Kultur.

Die kulturellen Leistungen des deutschen Volkes sind aus dem Werdegang der Menschheit nicht weg­zudenken: was sie zum sozialen und geistigen Be­stand der Völker beigetragen haben, ist ebenso in* seiner Eigenart wie m seiner Größee einmalig. Diese Leistungen kennzeichnet das hervorragend Schöpferische und der Umstand, daß sie durchaus Erzeugnisse gewaltiger geistiger Bewegungen sind, sehr im Gegensatz zu den Leistungen namentlich der Engländer und Amerikaner, denen bei ihrer auf­fälligen Unfruchtbarkeit die Kultur kaum mehr zu verdanken hat, als daß sie ihr durch ihre Handels­beziehungen außerhalb Eropas den Weg ebnen halfen.

Hauptsächlich die neuzeitliche Kullur ist vom deut­schen Volke führend bestimmt. Das Ringen um den Bestand dieses Volkes ist daher gleichzeitig ein Kampf um die Weiterbildung abendländischer Kul­tur schlechthin. Wenn unsere Gegner dessen unge­achtet immer wieder behaupten, unsere Pertilgung wäre zwecks Erhaltung der Kultur nötig, wenn sie also vorgeben, das Kind gegen seine eigenen Eltern in Schutz nehmen zu wollen, so wissen sie selbst am besten, daß dieses Schlagwort nur als Vorhang dienen soll, um den Dummen, die bekanntlich nicht alle werden, den Blick hinter die Kulissen zu ver­schleiern.

Dreierlei Umstände beweisen das handgreiflich. Einmal verkündet man offen, unsere Ausrottung sei eine beschlossene Sache. Wie man indessen den hauptsächlichsten Kulturträger vernichten und die Kultur dennoch erhallen will, ist ein Geheimnis, das nicht einmal die Engländer zu enträtseln sich bemühen, weil es einfach nicht enträtselbar ist. Zum anderen verbindet man sich wieder zur Sicherung der Kultur mit dem Bolschewismus, der bisher an dieser Kultur nur so viel Anteil hatte, daß er wertvollste Kulturgüter zertrampelte, ohne selbst welche hervorgebracht zu haben. Wenn man das heute in den Demokratien nicht wahr haben will, sei an eine Rede erinnert, die einst Churchill in Dundee hielt und in der er über die Sowjetunion wörtlich feststellte:Die Zivilisa­tion ist über weite Räume hin in vollständigem Aussterben begriffen, während die Bolschewisten wie Scharen wilder Tiere inmitten der Ruinen von Städten und der Leichname ihrer Opfer hüpfen und springen." Nimmt man als Drittes schließlich noch hinzu, daß sich die barbarische Zerstörungswut brr Uscher Flieger mit Vorliebe der Verwüstung euro­päischer Kulturdenkmäler widmet, so muß selbst den Dümmsten klar werden: Der angebliche Kultur­kampf der "Engländer ist in Wirklichkeit Bekämp­fung der Kultur; Kulturgüter jedoch verteidigen wir und das ausschließlich. S. W.

Die deutsche Schrifttumsführung ist bemüht, unseren Dichtern den Wut zur Gegenwart zu stärken. Sie wird in der Zukunft noch mehr als bisher dafür Sorge tragen, daß der Wille zur Zeit in unserer Dichtung nicht durch Engherzig- leit, Kleinlichkeit und Schulmeisterei von außen her gelähmt und damit den Autoren die Freude an der Gestaltung unserer Gegenwart vergällt wird.

Seit Kriegsbeginn kommt auch der unterhaltsamen Literatur die größte Bedeutung zu. Unser Volk braucht nach des Tages Last Lösung und Entspan­nung. Diese bietet ihm ein leichtes, fesselndes Schrift­tum, das unaufdringlich vom Alltag hinwegführt. Inhalt wie Sprache müssen der breiten Masse un­serer Volksgenossen und unserer Soldaten ohne wei­teres zugänglich sein. Ein frisches Buch ohne Ueber- spanntheiten, aber mit allen Reizen eines fesselnden Geschehens und einer schlichten Menschenzeichnung in einer guten Sprache kann durchaus dichterischen Einschlag Häven. Eine wachsende Zahl zeitgenössi­scher deutscher Dichter hat sich neuerdings dieser Auf­gabe mit schönen Erfolgen zugewandt. Der deutsche Dichter muß es sich zur Ehre anrechnen, zukünftig neben den großen Werken der reinen Dichtung un­serem Volke Bücher zu schenken, die ihm die weni­gen Stunden der Erholung auf schlichte Weise ver­schönen und ausfüllen.

Ich habe zur Förderung des guten unterhaltsamen Buches ein großes Preisausschreiben erlassen. Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb rufe ich vor allem auch unsere Dichter auf. Sie erscheinen in erster Linie berufen, das teilweise noch vorhandene Schlechte durch Besseres zu ersetzen.

Auch auf dem Gebiet der politischen Literatur und des Berichtschrifttums über den Krieg haben wir im letzten Jahr die eingeschlagene planmäßige Ord­nung weitergeführt. In bedeutenden Büchern von zum Teil bleibendem Rang wurden die Mächte bar» gestellt, die Aum letzten Kampf gegen das Reich des Führers aufgestanden sind: Judentum, Bolschewis­mus, Plutokratie und Amerikanismus. Es wurde dafür Sorge getragen, baß zukünftig nur noch Werke herauskommen, die wirkliche Leistungen dar­stellen und mit dem Interesse einer breiten Oe ff en t- lichkeit rechnen können. Auf dem Gebiet der Bücher über die Kriegserlebnisse an allen Fronten haben

Berlin, 11. Okt. (DNB.) Die b ri.ti s ch e R e - gierung hat am 10. Oktober zum Fall der G e - fangenenfeffelung eine amtliche Erklärung herausgegeben, die folgende englische Darstellung der Vorgänge enthält:

Beim Angriff auf Dieppe wurde ohne Be­fugnis ein Befehl des Inhalts herausgegeben, daß die Hände von Gefangenen, wo immer dies mög­lich ist, gebunden werden sollen, damit sie ihre Pa­piere nicht vernichten können.

Auf die Beschwerde der deutschen Regierung hm gab das Kriegsministerium sofort, bevor noch irgendwie Zeit zum Nachforschen gewesen wäre, eine Erklärung heraus, wonach eine solche Anord­nung, wenn sie herausgegeben fein sollte, zurück­genommen werden würde, weil die Regierung der Ansicht war, daß man aus einer solchen Anordnung herauslesen könnte, daß ohne Rücksicht auf die vor­liegenden Umstände die Hände von Kriegsgefange­nen gebunden werden sollten. Nach erfolgter Unter- uchung wurde kein Beleg dafür gefunden, daß irgendeinem der Gefangenen, die von Dieppe zurück- aebracht wurden, die Hände gebunden waren. Jedoch kam die Existenz der betreffenden Anord­nung ans Tageslicht und sie wurde zurückgenom-

Der Angriff aufSercq wurde von einem Trupp von zehn Offizieren und Mannschaften ausgeführt. Sieben Mann des Trupps nahmen fünf Deutsche gefangen. Die Hände der Deutschen wurden ge­bunden, damit die Männer, die die Gefangennahme durchführten, sie durch Unterhaken der Arme ab» führen konnten. Keine schriftliche Anordnung oder sonstige Anweisung wurde herausgegeben. Die Ge- anqenen muhten nämlich auf dem Wege zu den Booten an von den Deutschen besetzten Kasernen vorbeigeführt werden und Vorsichtsmaßnahmen waren daher erforderlich. Trotz der Vorsichtsmaß­nahmen brachen wier der deutschen Knegsgefange- neu unter lauten Rufen aus und mußten erschossen werden, um zu verhüten, daß sie Lärm schlugen.

Wie das Deutsche Nachrichtenbüro hierzu erfährt, wird das Oberkommando ber Wehrmacht in Kürze eine umfassende Gesamtdarstel- lung zur Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch Engländer veröffentlichen. Unbeschadet dieser bevorstehenden dokumentarischen Veröffenttichungen des Oberkommandos der Wehrmacht stellen wir zu der obigen amtlichen Erklärung der brittschen Re­gierung folgendes fest:

Die britische Regierung gibt mit der obigen Er­klärung erstmalig au, daß tatsächlich em briti­scher militärischer Befehl zur Fesse- lung von deutschen Gefangenen genau in der Form bestand, wie er seinerzeit vom OKW. wiedergegeben wurde. Die britische Feststellung, es sei nach erfolgter Untersuchung kein Beleg dafür gefunden worden, daß irgend einem Gefangenen, die von Dieppe zurückgebracht wurden, die Hände gebunden waren, ist ohne Belang, weil berartiges niemals von deutscher Seite behauptet worden ift Tatsächlich sind aber, wie vom OKW. am 7. 10. mit genauen Einzelheiten bekanntgegeben wurde.

eine ganze Anzahl von deutschen Soldaten, die vor­übergehend in englische Hände gefallen, während der Zeit ihrerGefangenschaft gefes­selt worden. Hierüber liegen die gerichtsproto­kollarischen Aussagen der betreffenden deutschen Soldaten vor. Darüber hinaus liegen photogra­phische Aufnahmen über einen bei Dieppe in eng­lische Gefangenschaft geratenen Arbeitssoldaten der OT. vor, der in gefesseltem Zustand den Tod gefun­den hat. Abgesehen von diesen unwiderlegbaren Be­weisstücken wird das englische Kriegsministeri-um auch wohl kaum glaubhaft machen wollen, daß ein von ihm als existierend zugegebener Befehl einer militärischen Kommandostelle tatsächlich von den untergeordneten Offizieren und Soldaten nicht aus­geführt worden wäre.

Zum Angriff auf Se rc q gibt die britische amt­liche Erklärung ebenfalls zu, daß die dort ge­fangenen fünf deutschen Soldaten gefesselt wurden. Zu der britischen Bemerkung, vier deutsche Ge­fangene seien ausgebrochen und hätten erschossen werden müssen, um zu verhüten, daß sie Lärm ge­schlagen hätten, wird von deutscher Seite festgestellt:

Die gefangenengenommenen deutschen Soldaten mären im Augenblick ihrer Gefangennahme zum Teil barfuß ober in Strümpfen unb nur mit einem Hemd bekleidet. Es ift geradezu lächerlich, wenn die Engländer erklären, sie hätten sie beim Aus­bruchsversuch erschießen müssen, damit sie keinen Lärm schlugen. Der Vorgang des Erschießens hat zweifellos einen größeren Lärm verursacht.

Die Engländer irren jedoch, wenn sie behaupten, sie hätten von fünf deutschen Soldaten vier er­schoßen. Tatsächlich haben sie nur zwei erschossen. Ein Soldat, der verwundet wurde, und ein weiterer sind ihnen entkommen. Diese beiden Soldaten sind nun durch einen glücklichen Umstand die einzigen überlebenden Augenzeugen dieses barbarischen englischen Verhaltens gegen wehr- lose Kriegsgefangene. Ihre Aussagen sind gerichtsprotokollarisch festgelegt worden.

Bericht eines englischen Augenzeugen.

Stockholm, 10. Okt. (DNB.) Die amerika­nische ZeitschriftLibertys vom 19. September dieses Jahres enthält eine Schilderung des eng­lischen Ueberfalls auf die Lofoten. In dem Be­richt, der von einem englischen A ugen - zeugen abgegeben wurde, wird ausführlich die Gefangennahme des verwundeten deutschen Kom­mandanten sowie einiger deutscher Offiziere und Soldaten geschildert; dabei wird im einzelnen bar­gelegt, daß bie Offiziere unb Solbaten gefes­selt unb geknebelt wurden, lieber bie Ge­fangennahme des verwunbeten Kommanbanten heißt es wörtlich:Er würbe sicher gebunben, ge- inebett und mit allen feinen Papieren wegge­schleppt."

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, hier wird in einer Zeitschrift des Feindes mit aller Deutlichkeit bewiesen, daß die Behauptungen des englischen Oberkommandos, die deutschen Gefange­nen feien in keinem Fall gefesselt, sondern stets human behandett worben, unwahr sind.

Reichsminister Dr. Goebbels führte in feiner Rede u. a. aus: Wir leben heute i alle in einer körperlichen, seelischen unb geistigen Anspannung ohnegleichen. Viele von uns hatten es früher gar nicht für denkbar gehalten, eine der­artige physische und psychische Anstrengung auf « längere Dauer zu ertragen. Es wäre gänzlich ver­fehlt, in diesem gigantischen nationalen Kräfteeinsatz nur eine physische' Leistung unseres Volkes sehen zu . wollen. Ebenso stark, wenn nicht noch stärker, treten ; besonders bei der längeren Dauer des Krieges die . geiftigen und seelischen Lei st ungen ; 6er Menschen in Erscheinung. Sie habe" ein Naß und einen Umfang angenommen, die nur bei ; stärkster Anspannung aller Kräfte durchgehalten werden können.

Es ist kein Wort darüber zu verlieren, welch her­vorragenden Anteil an der Voraussetzung zur er­folgreichen Durchführung des Krieges unsere Arbei­ter und Bauern haben. Weniger aber machen wir alle uns klar, welch eine Last von Mühe, Sorge unb Verantwortung auch ber geistige Arbei­ter in diesem Schicksalskrieg unseres Volkes zu tragen hat. Es ist oft genug davon gesprochen wor­ben, daß das deutsche Volk nicht nur seinen Lebens- raum, sondern auch seine Jahrhunderte alte Kultur verteidigt. Ihr gilt neben unserer rein materiellen Existenzbasis der Angriff unserer Geg­ner, weil sie mit Recht in ihr die eigentliche Wurzel unserer Standhaftigkeit und unverwüstlichen natio­nalen Vitalität erkennen.

wir stehen in diesem Kriege nicht nur für unsere materielle, sondern auch für unsere gei­stige Existenz ein. Die vor allem ist gemeint, wenn unsere Feinde sich In blut- und rache­gierigen Wutphantaslen gegen uns ergehen; auf sie zielt ihr Stoß, weil sie genau wissen, daß hier die eigentliche Wurzel unserer sich stets erneuernden nationalen Kraft liegt.

Ich halte bie Gelegenheit für gegeben, in diesem Zusammenhang einem weit verbreiteten Irrtum zu steuern, ber offenbar auf einer Begriffsver- wechslung beruht, aber immerhin geeignet er­scheint, gewisse Teile unserer nationalen In - t e 11 i g e n 3 unnötig zu alarmieren und ihnen zum Teil sogar bie vorbehaltlose Mitarbeit am Aufbau- werk unserer Zeit zu verleiben. Es gehört zu den lleblichkeiten der nationalsozialistischen Propaganda, einen bestimmten Typ von Intellektualismus auf bas schärfste unter Beobachtung zu nehmen und ihn hin und wieder einer beißenden öffentlichen Kritik zu unterziehen, von der sich oft ehrbare und durchaus gutgesinnte Zeitgenossen getroffen fühlen, die gar nicht gemeint sind. Es wäre )a auch absurd,. damit überhaupt bie nationale Intelligenz zum ©egenftanb bes öffentlichen Spottes zu machen, zu ber auch wir uns rechnen, die heute genau dieselbe Bedeutung besitzt wie ehedem, und der das Reich aerobe jetzt im Kriege Höchstleistungen an yrfm» Dun$>m, bahnbrechender wissenschaftlicher Pionier­arbeit unb konstruktiver Forschertätigkeit zu der­tönten hat. Wer wollte uns in den Verbucht neh­men, gerade auf diesen unentbehrlichen Faktor un­seres Staats- und Volkslebens den öffentlichenUn- mut lenken zu wollen? Die großen Wissenschaftler unserer Zeit mögen hier und da, und Zwar vor allem deshalb, weil sie zu stark m ihre Spezialarbeit verwoben waren und darum sich schwer daran täte , den Blick auf das Ganze zu richten nur langsam den Weg zu uns gefunden haben. Es hieße aber ihre Intelligenz beleidigen, wollte man von ihnen annehmen, sie ständen dem Schicksalskampf unseres Volkes, ber heute vom Nationalsozialismus getra gen wirb, auch nur mit Reserve gegenüber.

Hier ist ganz etwas anderes gemeint Unter Intellektualismus verstehen mir eine Art von Halbbildung, die zu viel weiß' um aus In stinkt, unb zu wenig weiß, um au5. ®rfenn^ zu glauben. Sie ist nicht bis zu lener inneren Har monie ber geistigen Arbeit oorgebrungen, die ihr Men barin ausörüit, daß sie. Wißen und Cha. ratter in eine sinnvolle Ueberemsttmmung br n^ll einer kann wenig wissen und doch seme Kraft Glauben und im Vertrauen finden. S°'ue WaNe ist ber Instinkt. Einer kann viel wissen und aus der Erkenntnis aufbauen. Nur wer mitten Zwischen beiden steht, dem nimmt das halbeWissen o

Jnftintt unb dem vorentyalt ber 1b rt

ren hie Erkenntnis Eine innere Belastung ymoen In b-ranSSg auf die Zeit -u vertrauen und ihren Ausgaben zu dienen; aber: feine 3nteUet tat reicht nicht aus, seinen Charakter an iyr z schulen unb bamit unanfechtbar ju m $ °>°r° ein nationales U n glud für unser Volk, wenn dieser Typus Mensch nnt seinen Iran bigen Zweifeln die öffentliche M°mung anste-kt 6r ist ünsruchtbar im Denken unb g«Ae steril irn Handeln. Man kann sich kerne schl-rnrnere ierirrung bes menschlichen Verachtung

muß demaskiert und der ossenttichen Verachtung preisgegeben werben. Je starker man s ch ihr absetzt, um so beutlicher muß man sie

von jener geistigen Arbeit unlerscheiden ine ihrem Holte in ernstem Schaffen und chau bigem Hingen mit dem spröden Stoff oct

W eimar, 11. Okt. (DNB.) Nachdem am Sams­tagnachmittag Gauleiter unb Reichsstatthalter 6 M d e l bie Jahresschau des deutschen Schrifttums in ber Falkengalerie des Schlosses zu Weimar feier­lich eröffnet hatt, fanb bas Deutf che Dichter- treffen am Sonntagvormittag mit einer Kund- flebung in ber Weimarhalle, auf ber Reichsminifter ör. Goebbels anläßlich ber Eröffnung ber Woche des beutschen Buches in einer großen Rede arundlegende Ausführungen an bas geistige Deutsch­land machte, ihren Höhepunkt unb festlichen Aus- klang.

timmte Zweckarbeit hinausreicht. Der echte Schrift­teller, unb ber Dichter ift ber höchftgeftimmte aller Schriftsteller, schreibt, um einem Zweck zu bienen. Er hat nur Verachtung für eine rein ästhetische Kunst, bie ausschließlich bie Kunst will. Der Schrift­teller ift der geistige Bahnbrecher seiner Zeit.

Die geistige Sprache einer Zeit liegt unausge- drückt in ihrem Fluidum unb ihrer Atmosphäre, eit ber Machtübernahme unb ber Beseitigung ber jüdisch-bolschewistischen Verfallsliteratur Raum ge­nug zu freier Entfaltung gefunben. Diese volkhafte deutsche Dichtung ist aus besten Quellen genährt unb roürbig ber wertvollen Trabitionen unserer Dich­tungsgeschichte.

Wenn der Dichter Stoffe dieses Krieges im Wort barstellen will, so wirb er sich entscheibenb bestimmen lassen müssen burch ben vom Führer unb vom Nationalsozialismus geprägten neuen natio­nalsozialistischen Soldatentyp, burch seine Haltung unb feine Leistungen. Die künstleri­schen Mittel, bie er habet anroenbet, müssen not­wendig diesem Stoff angepaßt und im eigentlichen Sinne modern fein. Die Berufenen werden sich dieser schwierigsten Aufgabe ihres Künstlertums ge­rade deshalb erst recht annehmen, wie es eine statt­liche Zahl wertvoller Dichtungen aus dem letzten Jahre beweist.

Aus dem Umkreis der deutschen Wirklichkeit von heute sind im übrigen in unserer Dichtuna große Stoffgruppen, wie etwa die der Stadt ober des Arbeiters, außerordentlich stiefmütterlich be­handelt. Gerade in ihnen aber fpielen sich bedeut­samste Lebensoorgänge der deutschen Gegenwart ab. Hier gilt es neben dem Willen zum Miterleben der Zeit Derantwortungsfreude unb geistigen Mut zu zeigen, wenn es gelingen soll, in unserer Dich­tung ein Bild des ganzen Volkes zu geben.