Montag, 12.GNoberi942
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192. Jahrgang Nr. 240 gricbeint täglich, nufier Sonntags und feiertags
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wir dafür gesorgt, daß nur die besten Darstellungen erscheinen und dieses Schrifttum im ganzen seinem Range nach den gewaltigen Leistungen angemessen ist, die der deutsche Soldat vollbringt.
Das deutsche Schrifttum ist seit Kriegsbeginn in eine noch engere Verbindung mit dem unmittelbaren Leben unseres Volkes getreten. Ich habe' die Gewißheit, daß in enger Zusammenarbeit zwischen der Schristtumsführung und den Schrifttumsschaffenden auch in Zukunft alte t aktuellen Aragen gemeistert werden.
Inzwischen sammelt sich die ganze Kraft der Nation a u f d e n Sieg. In seinem Dienst hat unser Schrifttum dem deutschen Volke jene Kenntnisse und seelischen Kräfte vermittelt, die es zur Bewältigung der großen Aufgaben der Zeit benötigt.
Selten hatte ich so stark wie heute an der Schwelle des vierten Kriegsjahres das Bedürfnis, mitten im. Lärm der Waffen mich zur geistigen Arbeit zu bekennen. Wie oft greift man nach einem arbeitserfüllten und zersorgten Tag zum Buch, dem treuesten Weggenossen durch sine schwere Zeit! Wir tragen unser Gesetz in uns und gehen nach der Vorschrift, die die große Zeit uns stellt. Möge Gesetz und Vorschrift, die uns Schicksal und Berufung sind, unsere Denken, Dichten und Handeln bestimmen. Dann wird das Wort eine Waffe sein im Geisteskampf unseres Jahrhunderts und das Buch ein Schwert, das den Nebel, der noch über unserer Epoche liegt, zerschneidet.
Das ist mein Wunsch und meine Bitte an alle Arbeiter des Geistes im Reiche, wenn ich ihnen vom
verneigen uns in Ehrfurcht und Liebe vor Führer, der unserer geschichtlichen Zeit Ziel Inhalt gab. Unsere heißesten Wünsche gelten Gigantenkampf, den er mit seinen Soldaten
Forschung dient oder die ihren Zoll an das nationale Leben in jahrelangem entsagungsvollen Einsatz entrichtet.
Dor ihr nehm en auch wir den Hut ab. Sie verdient die bewundernde Achtung eines Volkes, dessen Leben und Zukunft auch ihr schöpferisches Wirken geweiht ist.
Wo anders als hier hätte auch der Dichter und Schrift st eller seinen Platz? Der nationalsozialistische Staat hat ihm eine Funktion zugewiesen, die weit über seine frühere rein individualistisch be-
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Seite an Seite mit unseren Verbündeten um die Zukunft unseres Landes und damit unseres Erdteils durchficht. Don hier aus soll eine neue Epoche der Menschheitsgeschichte beginnen. Wer wollte nicht glücklich sein in dem Gefühl, dabei sein und die Kräfte seines Geistes und seiner Arbeit der großen Sache schenken zu dürfen?
Nachdem der langanhaltende Beifall verklungen war, schloß der Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Ministerialdirigent Hägert, die Kundgebung mit dem Führergruf;.
Das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
DNB. Aus demFührerhauptquartier, 11. Oft. Der Führer verlieh heute das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Torley, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment, als 132. Soldaten und an Hauptmann Kümmel, Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment, als 133. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Die Beliehenen erhielten vom Führer folgendes Telegramm:
„In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Adolf Hitler."
Englische Varbarei gegen Kriegsgefangene
Die Fesselung wehrloser Soldaten wird von London eingestanden.
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deutschen Dichtertreffen im 4. Jahre unseres großen Krieges 1942 auf dem Boden des klassischen Wei- Gruß und Dank der ganzeen Nation entbiete.
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Reichsminister Dr. Goebbels an das geistige Deutschland
Grundsätzliche Ausführungen auf dem deutschen Dichtertreffen.
Kampf um die Kultur.
Die kulturellen Leistungen des deutschen Volkes sind aus dem Werdegang der Menschheit nicht wegzudenken: was sie zum sozialen und geistigen Bestand der Völker beigetragen haben, ist ebenso in* seiner Eigenart wie m seiner Größee einmalig. Diese Leistungen kennzeichnet das hervorragend Schöpferische und der Umstand, daß sie durchaus Erzeugnisse gewaltiger geistiger Bewegungen sind, sehr im Gegensatz zu den Leistungen namentlich der Engländer und Amerikaner, denen bei ihrer auffälligen Unfruchtbarkeit die Kultur kaum mehr zu verdanken hat, als daß sie ihr durch ihre Handelsbeziehungen außerhalb Eropas den Weg ebnen halfen.
Hauptsächlich die neuzeitliche Kullur ist vom deutschen Volke führend bestimmt. Das Ringen um den Bestand dieses Volkes ist daher gleichzeitig ein Kampf um die Weiterbildung abendländischer Kultur schlechthin. Wenn unsere Gegner dessen ungeachtet immer wieder behaupten, unsere Pertilgung wäre zwecks Erhaltung der Kultur nötig, wenn sie also vorgeben, das Kind gegen seine eigenen Eltern in Schutz nehmen zu wollen, so wissen sie selbst am besten, daß dieses Schlagwort nur als Vorhang dienen soll, um den Dummen, die bekanntlich nicht alle werden, den Blick hinter die Kulissen zu verschleiern.
Dreierlei Umstände beweisen das handgreiflich. Einmal verkündet man offen, unsere Ausrottung sei eine beschlossene Sache. Wie man indessen den hauptsächlichsten Kulturträger vernichten und die Kultur dennoch erhallen will, ist ein Geheimnis, das nicht einmal die Engländer zu enträtseln sich bemühen, weil es einfach nicht enträtselbar ist. Zum anderen verbindet man sich — wieder zur Sicherung der Kultur — mit dem Bolschewismus, der bisher an dieser Kultur nur so viel Anteil hatte, daß er wertvollste Kulturgüter zertrampelte, ohne selbst welche hervorgebracht zu haben. Wenn man das heute in den Demokratien nicht wahr haben will, sei an eine Rede erinnert, die einst Churchill in Dundee hielt und in der er über die Sowjetunion wörtlich feststellte: „Die Zivilisation ist über weite Räume hin in vollständigem Aussterben begriffen, während die Bolschewisten wie Scharen wilder Tiere inmitten der Ruinen von Städten und der Leichname ihrer Opfer hüpfen und springen." Nimmt man als Drittes schließlich noch hinzu, daß sich die barbarische Zerstörungswut brr Uscher Flieger mit Vorliebe der Verwüstung europäischer Kulturdenkmäler widmet, so muß selbst den Dümmsten klar werden: Der angebliche Kulturkampf der "Engländer ist in Wirklichkeit Bekämpfung der Kultur; Kulturgüter jedoch verteidigen wir — und das ausschließlich. S. W.
Die deutsche Schrifttumsführung ist bemüht, unseren Dichtern den Wut zur Gegenwart zu stärken. Sie wird in der Zukunft noch mehr als bisher dafür Sorge tragen, daß der Wille zur Zeit in unserer Dichtung nicht durch Engherzig- leit, Kleinlichkeit und Schulmeisterei von außen her gelähmt und damit den Autoren die Freude an der Gestaltung unserer Gegenwart vergällt wird.
Seit Kriegsbeginn kommt auch der unterhaltsamen Literatur die größte Bedeutung zu. Unser Volk braucht nach des Tages Last Lösung und Entspannung. Diese bietet ihm ein leichtes, fesselndes Schrifttum, das unaufdringlich vom Alltag hinwegführt. Inhalt wie Sprache müssen der breiten Masse unserer Volksgenossen und unserer Soldaten ohne weiteres zugänglich sein. Ein frisches Buch ohne Ueber- spanntheiten, aber mit allen Reizen eines fesselnden Geschehens und einer schlichten Menschenzeichnung in einer guten Sprache kann durchaus dichterischen Einschlag Häven. Eine wachsende Zahl zeitgenössischer deutscher Dichter hat sich neuerdings dieser Aufgabe mit schönen Erfolgen zugewandt. Der deutsche Dichter muß es sich zur Ehre anrechnen, zukünftig neben den großen Werken der reinen Dichtung unserem Volke Bücher zu schenken, die ihm die wenigen Stunden der Erholung auf schlichte Weise verschönen und ausfüllen.
Ich habe zur Förderung des guten unterhaltsamen Buches ein großes Preisausschreiben erlassen. Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb rufe ich vor allem auch unsere Dichter auf. Sie erscheinen in erster Linie berufen, das teilweise noch vorhandene Schlechte durch Besseres zu ersetzen.
Auch auf dem Gebiet der politischen Literatur und des Berichtschrifttums über den Krieg haben wir im letzten Jahr die eingeschlagene planmäßige Ordnung weitergeführt. In bedeutenden Büchern von zum Teil bleibendem Rang wurden die Mächte bar» gestellt, die Aum letzten Kampf gegen das Reich des Führers aufgestanden sind: Judentum, Bolschewismus, Plutokratie und Amerikanismus. Es wurde dafür Sorge getragen, baß zukünftig nur noch Werke herauskommen, die wirkliche Leistungen darstellen und mit dem Interesse einer breiten Oe ff en t- lichkeit rechnen können. Auf dem Gebiet der Bücher über die Kriegserlebnisse an allen Fronten haben
Berlin, 11. Okt. (DNB.) Die b ri.ti s ch e R e - gierung hat am 10. Oktober zum Fall der G e - fangenenfeffelung eine amtliche Erklärung herausgegeben, die folgende englische Darstellung der Vorgänge enthält:
„Beim Angriff auf Dieppe wurde ohne Befugnis ein Befehl des Inhalts herausgegeben, daß die Hände von Gefangenen, wo immer dies möglich ist, gebunden werden sollen, damit sie ihre Papiere nicht vernichten können.
Auf die Beschwerde der deutschen Regierung hm gab das Kriegsministerium sofort, bevor noch irgendwie Zeit zum Nachforschen gewesen wäre, eine Erklärung heraus, wonach eine solche Anordnung, wenn sie herausgegeben fein sollte, zurückgenommen werden würde, weil die Regierung der Ansicht war, daß man aus einer solchen Anordnung herauslesen könnte, daß ohne Rücksicht auf die vorliegenden Umstände die Hände von Kriegsgefangenen gebunden werden sollten. Nach erfolgter Unter- uchung wurde kein Beleg dafür gefunden, daß irgendeinem der Gefangenen, die von Dieppe zurück- aebracht wurden, die Hände gebunden waren. Jedoch kam die Existenz der betreffenden Anordnung ans Tageslicht und sie wurde zurückgenom-
Der Angriff aufSercq wurde von einem Trupp von zehn Offizieren und Mannschaften ausgeführt. Sieben Mann des Trupps nahmen fünf Deutsche gefangen. Die Hände der Deutschen wurden gebunden, damit die Männer, die die Gefangennahme durchführten, sie durch Unterhaken der Arme ab» führen konnten. Keine schriftliche Anordnung oder sonstige Anweisung wurde herausgegeben. Die Ge- anqenen muhten nämlich auf dem Wege zu den Booten an von den Deutschen besetzten Kasernen vorbeigeführt werden und Vorsichtsmaßnahmen waren daher erforderlich. Trotz der Vorsichtsmaßnahmen brachen wier der deutschen Knegsgefange- neu unter lauten Rufen aus und mußten erschossen werden, um zu verhüten, daß sie Lärm schlugen.
Wie das Deutsche Nachrichtenbüro hierzu erfährt, wird das Oberkommando ber Wehrmacht in Kürze eine umfassende Gesamtdarstel- lung zur Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch Engländer veröffentlichen. Unbeschadet dieser bevorstehenden dokumentarischen Veröffenttichungen des Oberkommandos der Wehrmacht stellen wir zu der obigen amtlichen Erklärung der brittschen Regierung folgendes fest:
Die britische Regierung gibt mit der obigen Erklärung erstmalig au, daß tatsächlich em britischer militärischer Befehl zur Fesse- lung von deutschen Gefangenen genau in der Form bestand, wie er seinerzeit vom OKW. wiedergegeben wurde. Die britische Feststellung, es sei nach erfolgter Untersuchung kein Beleg dafür gefunden worden, daß irgend einem Gefangenen, die von Dieppe zurückgebracht wurden, die Hände gebunden waren, ist ohne Belang, weil berartiges niemals von deutscher Seite behauptet worden ift Tatsächlich sind aber, wie vom OKW. am 7. 10. mit genauen Einzelheiten bekanntgegeben wurde.
eine ganze Anzahl von deutschen Soldaten, die vorübergehend in englische Hände gefallen, während der Zeit ihrerGefangenschaft gefesselt worden. Hierüber liegen die gerichtsprotokollarischen Aussagen der betreffenden deutschen Soldaten vor. Darüber hinaus liegen photographische Aufnahmen über einen bei Dieppe in englische Gefangenschaft geratenen Arbeitssoldaten der OT. vor, der in gefesseltem Zustand den Tod gefunden hat. Abgesehen von diesen unwiderlegbaren Beweisstücken wird das englische Kriegsministeri-um auch wohl kaum glaubhaft machen wollen, daß ein von ihm als existierend zugegebener Befehl einer militärischen Kommandostelle tatsächlich von den untergeordneten Offizieren und Soldaten nicht ausgeführt worden wäre.
Zum Angriff auf Se rc q gibt die britische amtliche Erklärung ebenfalls zu, daß die dort gefangenen fünf deutschen Soldaten gefesselt wurden. Zu der britischen Bemerkung, vier deutsche Gefangene seien ausgebrochen und hätten erschossen werden müssen, um zu verhüten, daß sie Lärm geschlagen hätten, wird von deutscher Seite festgestellt:
Die gefangenengenommenen deutschen Soldaten mären im Augenblick ihrer Gefangennahme zum Teil barfuß ober in Strümpfen unb nur mit einem Hemd bekleidet. Es ift geradezu lächerlich, wenn die Engländer erklären, sie hätten sie beim Ausbruchsversuch erschießen müssen, damit sie keinen Lärm schlugen. Der Vorgang des Erschießens hat zweifellos einen größeren Lärm verursacht.
Die Engländer irren jedoch, wenn sie behaupten, sie hätten von fünf deutschen Soldaten vier erschoßen. Tatsächlich haben sie nur zwei erschossen. Ein Soldat, der verwundet wurde, und ein weiterer sind ihnen entkommen. Diese beiden Soldaten sind nun durch einen glücklichen Umstand die einzigen überlebenden Augenzeugen dieses barbarischen englischen Verhaltens gegen wehr- lose Kriegsgefangene. Ihre Aussagen sind gerichtsprotokollarisch festgelegt worden.
Bericht eines englischen Augenzeugen.
Stockholm, 10. Okt. (DNB.) Die amerikanische Zeitschrift „Libertys vom 19. September dieses Jahres enthält eine Schilderung des englischen Ueberfalls auf die Lofoten. In dem Bericht, der von einem englischen A ugen - zeugen abgegeben wurde, wird ausführlich die Gefangennahme des verwundeten deutschen Kommandanten sowie einiger deutscher Offiziere und Soldaten geschildert; dabei wird im einzelnen bargelegt, daß bie Offiziere unb Solbaten gefesselt unb geknebelt wurden, lieber bie Gefangennahme des verwunbeten Kommanbanten heißt es wörtlich: „Er würbe sicher gebunben, ge- inebett und mit allen feinen Papieren weggeschleppt."
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, hier wird in einer Zeitschrift des Feindes mit aller Deutlichkeit bewiesen, daß die Behauptungen des englischen Oberkommandos, die deutschen Gefangenen feien in keinem Fall gefesselt, sondern stets human behandett worben, unwahr sind.
Reichsminister Dr. Goebbels führte in feiner Rede u. a. aus: Wir leben heute i alle in einer körperlichen, seelischen unb geistigen ■ Anspannung ohnegleichen. Viele von uns hatten es früher gar nicht für denkbar gehalten, eine derartige physische und psychische Anstrengung auf « längere Dauer zu ertragen. Es wäre gänzlich verfehlt, in diesem gigantischen nationalen Kräfteeinsatz nur eine physische' Leistung unseres Volkes sehen zu . wollen. Ebenso stark, wenn nicht noch stärker, treten ; besonders bei der längeren Dauer des Krieges die . geiftigen und seelischen Lei st ungen ; 6er Menschen in Erscheinung. Sie habe" ein Naß und einen Umfang angenommen, die nur bei ; stärkster Anspannung aller Kräfte durchgehalten werden können.
Es ist kein Wort darüber zu verlieren, welch hervorragenden Anteil an der Voraussetzung zur erfolgreichen Durchführung des Krieges unsere Arbeiter und Bauern haben. Weniger aber machen wir alle uns klar, welch eine Last von Mühe, Sorge unb Verantwortung auch ber geistige Arbeiter in diesem Schicksalskrieg unseres Volkes zu tragen hat. Es ist oft genug davon gesprochen worben, daß das deutsche Volk nicht nur seinen Lebens- raum, sondern auch seine Jahrhunderte alte Kultur verteidigt. Ihr gilt neben unserer rein materiellen Existenzbasis der Angriff unserer Gegner, weil sie mit Recht in ihr die eigentliche Wurzel unserer Standhaftigkeit und unverwüstlichen nationalen Vitalität erkennen.
wir stehen in diesem Kriege nicht nur für unsere materielle, sondern auch für unsere geistige Existenz ein. Die vor allem ist gemeint, wenn unsere Feinde sich In blut- und rachegierigen Wutphantaslen gegen uns ergehen; auf sie zielt ihr Stoß, weil sie genau wissen, daß hier die eigentliche Wurzel unserer sich stets erneuernden nationalen Kraft liegt.
Ich halte bie Gelegenheit für gegeben, in diesem Zusammenhang einem weit verbreiteten Irrtum zu steuern, ber offenbar auf einer Begriffsver- wechslung beruht, aber immerhin geeignet erscheint, gewisse Teile unserer nationalen In - t e 11 i g e n 3 unnötig zu alarmieren und ihnen zum Teil sogar bie vorbehaltlose Mitarbeit am Aufbau- werk unserer Zeit zu verleiben. Es gehört zu den lleblichkeiten der nationalsozialistischen Propaganda, einen bestimmten Typ von Intellektualismus auf bas schärfste unter Beobachtung zu nehmen und ihn hin und wieder einer beißenden öffentlichen Kritik zu unterziehen, von der sich oft ehrbare und durchaus gutgesinnte Zeitgenossen getroffen fühlen, die gar nicht gemeint sind. Es wäre )a auch absurd,. damit überhaupt bie nationale Intelligenz zum ©egenftanb bes öffentlichen Spottes zu machen, zu ber auch wir uns rechnen, die heute genau dieselbe Bedeutung besitzt wie ehedem, und der das Reich aerobe jetzt im Kriege Höchstleistungen an yrfm» Dun$>m, bahnbrechender wissenschaftlicher Pionierarbeit unb konstruktiver Forschertätigkeit zu dertönten hat. Wer wollte uns in den Verbucht nehmen, gerade auf diesen unentbehrlichen Faktor unseres Staats- und Volkslebens den öffentlichenUn- mut lenken zu wollen? Die großen Wissenschaftler unserer Zeit mögen hier und da, und Zwar vor allem deshalb, weil sie zu stark m ihre Spezialarbeit verwoben waren und darum sich schwer daran täte , den Blick auf das Ganze zu richten nur langsam den Weg zu uns gefunden haben. Es hieße aber ihre Intelligenz beleidigen, wollte man von ihnen annehmen, sie ständen dem Schicksalskampf unseres Volkes, ber heute vom Nationalsozialismus getra gen wirb, auch nur mit Reserve gegenüber.
Hier ist ganz etwas anderes gemeint Unter Intellektualismus verstehen mir eine Art von Halbbildung, die zu viel weiß' um aus In stinkt, unb zu wenig weiß, um au5. ®rfenn^ zu glauben. Sie ist nicht bis zu lener inneren Har monie ber geistigen Arbeit oorgebrungen, die ihr Men barin ausörüit, daß sie. Wißen und Cha. ratter in eine sinnvolle Ueberemsttmmung br n^ll einer kann wenig wissen und doch seme Kraft Glauben und im Vertrauen finden. S°'ue WaNe ist ber Instinkt. Einer kann viel wissen und aus der Erkenntnis aufbauen. Nur wer mitten Zwischen beiden steht, dem nimmt das halbeWissen o
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ren hie Erkenntnis Eine innere Belastung ymoen In b-ranSSg auf die Zeit -u vertrauen und ihren Ausgaben zu dienen; aber: feine 3nteUet tat reicht nicht aus, seinen Charakter an iyr z schulen unb bamit unanfechtbar ju m $ • °>°r° ein nationales U n glud für unser Volk, wenn dieser Typus Mensch nnt seinen Iran bigen Zweifeln die öffentliche M°mung anste-kt 6r ist ünsruchtbar im Denken unb g«‘Ae steril irn Handeln. Man kann sich kerne schl-rnrnere ierirrung bes menschlichen Verachtung
muß demaskiert und der ossenttichen Verachtung preisgegeben werben. Je starker man s ch ihr absetzt, um so beutlicher muß man sie
von jener geistigen Arbeit unlerscheiden ine ihrem Holte in ernstem Schaffen und chau bigem Hingen mit dem spröden Stoff oct
W eimar, 11. Okt. (DNB.) Nachdem am Samstagnachmittag Gauleiter unb Reichsstatthalter 6 M d e l bie Jahresschau des deutschen Schrifttums in ber Falkengalerie des Schlosses zu Weimar feierlich eröffnet hatt, fanb bas Deutf che Dichter- treffen am Sonntagvormittag mit einer Kund- flebung in ber Weimarhalle, auf ber Reichsminifter ör. Goebbels anläßlich ber Eröffnung ber Woche des beutschen Buches in einer großen Rede arundlegende Ausführungen an bas geistige Deutschland machte, ihren Höhepunkt unb festlichen Aus- klang.
timmte Zweckarbeit hinausreicht. Der echte Schriftteller, unb ber Dichter ift ber höchftgeftimmte aller Schriftsteller, schreibt, um einem Zweck zu bienen. Er hat nur Verachtung für eine rein ästhetische Kunst, bie ausschließlich bie Kunst will. Der Schriftteller ift der geistige Bahnbrecher seiner Zeit.
Die geistige Sprache einer Zeit liegt unausge- drückt in ihrem Fluidum unb ihrer Atmosphäre, eit ber Machtübernahme unb ber Beseitigung ber jüdisch-bolschewistischen Verfallsliteratur Raum genug zu freier Entfaltung gefunben. Diese volkhafte deutsche Dichtung ist aus besten Quellen genährt unb roürbig ber wertvollen Trabitionen unserer Dichtungsgeschichte.
Wenn der Dichter Stoffe dieses Krieges im Wort barstellen will, so wirb er sich entscheibenb bestimmen lassen müssen burch ben vom Führer unb vom Nationalsozialismus geprägten neuen nationalsozialistischen Soldatentyp, burch seine Haltung unb feine Leistungen. Die künstlerischen Mittel, bie er habet anroenbet, müssen notwendig diesem Stoff angepaßt und im eigentlichen Sinne modern fein. Die Berufenen werden sich dieser schwierigsten Aufgabe ihres Künstlertums gerade deshalb erst recht annehmen, wie es eine stattliche Zahl wertvoller Dichtungen aus dem letzten Jahre beweist.
Aus dem Umkreis der deutschen Wirklichkeit von heute sind im übrigen in unserer Dichtuna große Stoffgruppen, wie etwa die der Stadt ober des Arbeiters, außerordentlich stiefmütterlich behandelt. Gerade in ihnen aber fpielen sich bedeutsamste Lebensoorgänge der deutschen Gegenwart ab. Hier gilt es neben dem Willen zum Miterleben der Zeit Derantwortungsfreude unb geistigen Mut zu zeigen, wenn es gelingen soll, in unserer Dichtung ein Bild des ganzen Volkes zu geben.


