10000 VerailWungen für die Wehrmacht.
KdI.^ - e n Test ff fi t Erfolg urd Bewährung in Krieg und Frieden.
NSG. Am Montag fand im großen Saal des Kurhauses zu Bad-Nauheim in Anwesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, des Stellv. Kommandierenden Generals im Wehrkreis IX, General der Infanterie Otto, und des Vertreters der Luftwaffe, General der Flakartillerie Heiling - brun n e r, die 10000. Veranstaltung der NS.-Gemoinschaft „Kraft durch Freude" im Gau Hessen-Nassau statt, die im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat Truppenbetreuung im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda durchgeführt wurde.
Zehntausend Veranstaltungen in nicht ganz drei Jahren, das entspricht etwa einer täglichen Abwicklungsdichte von rund zehn Darbietungen. Diese Zahlen, so nüchtern sie auch erscheinen mögen, haben jedoch einen dermaßen wertgreifenden Inhalt, daß es sich schon lohnt, einmal kurze Zeit für sie auf- zuwenden.
Bereits vor Ausbruch des Krieges bestanden zwischen dem Oberkommando der Wehrmacht und der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Ar- 'beitsabkommen, auf Grund derer Wehrmachtsange- hörige sich an KdF.-Reisen beteiligen oder cm ihren sonstigen Veranstaltungen teilnehmen konnten. Als im September 1939 an unserer damaligen Ostgrenze dw Geschütze ihr ehernes Wort zu sprechen begannen und das Versailler Staatengebilde, Polen genannt, unter dem harten Zugriff deutscher Soldaten zerbrach, erhielt auch KdF. im Rahmen der alles erfassenden Umstellung unseres heimatlichen Lebens auf die Erfordernisse des Krieges seinen Auftrag: die seelische Betreuung der Wehrmacht. Im Laufe der vergangenen drei Jahre wurde er derart erweitert, daß es heute kaum ein kulturelles Gebiet gibt, das nicht von ihm erfaßt worden wäre. Zu den anfänglich eingesetzten Varietegruppen und Bunten Abenden gesellten sich bald Theater- und Tonsilmoorführungen, Vorlesungen kamen hinzu und musikalische Veranstaltungen, kurz alles, was unter darstellender oder bildender Kunst heute in Deutschland Existenzberechtigung hat — es ist viel und mannigfaltig — findet sich wieder bei der Truppenbetreuungsarbeit. Heber die rein passive Erfassung des Soldaten vom Zuhören oder -sehen hinaus wurde er zu eigener Mitarbeit angeregt. Kleine Gemeinschaften entstanden, von KdF. mit Material und Anregungen versehen, die sich über Literatur, Musik und Wissenschaft erstreckten. Dem handwerklich Geschickten wurden mit Bastel- und Wertarbeit Möglichkeiten zur Entfaltung oder Un
terhaltung erschlossen, und von KdF. ausgewählte Lehrer führten unsere Verwundeten zu eigener geistiger oder körperlicher Tätigkeit. Im Verwundetensport erschloß sich dem Arzt ein willkommener Helfer zur Gesundung, wie überhaupt recht oft erst die Wiedererweckung persönlicher Fähigkeiten den eigentlichen Ausschlag zur Genesung gab.
Dazu kommen noch die vielen, nicht mitgezählten Veranstaltungen zur Truppenbetreuung, die in den Kreis- oder Ortswaltungen auf Anregung von KdF. durchgeführt und für die eigene Kräfte aus Partei, Gliederungen, Gemeinschaften usw. eingesetzt wurden.
Rauschende Jubiläumsfeste verbieten sich in einer Zeit, wie der unsrigen von selbst. Trotzdem kann ein Anlaß, wie ihn die 10 000. Veranstaltung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" für die Wehrmacht darstellt, einmal über den ohnehin hochgespannten Rahmen hinausgehen. Das „Musikalische Bilderbuch" in Bad-Nauheim, nicht die erste Veranstaltung dort und wohl auch nicht die letzte, stellte trotzdem ein herrliches Geschenk an unsere Wehrmacht dar. Schon der festliche Auftakt auf der Kurterrasse, wo sich die Soldaten von der NS.-Frauenschaft und dem Deutschen Roten Kreuz mit Kaffee und Kuchen bewirten ließen, war festlich abgestimmt. Inmitten des grünen. Parkes spielte die Kurkapelle unterhaltsame Weisen, und auf den Tischen prangten bunte Blumengebinde. Vor jedem Soldatenplatz war ein kleines Päckchen niedergelegt, von einem Buch und einer duftenden Rose bedeckt.
Aus dieser festlichen Stimmung heraus mußte die Veranstaltung im geschmückten großen Saal des Kurhauses zu einem seltenen Erlebnis werden. Drei Orchester waren auf der weit ausladenden Bühne untergebracht. Vor dem Rhein-Mainischen Landesorchester, das auch diesmal wieder beste Beweise seines hohen Könnens unter seinem Dirigenten Willy Naue ablegen konnte, hatten sich das Unterhaltungsorchester des Reichssenders Frankfurt, geleitet von Konzertmeister S m r t c z e k, und eine Luftwaffenkapelle unter der Stabführung von Ober- musikmeister K u e n z e r aufgebaut. Einen besonderen Glanzpunkt des Nachmittags herausheben zu wollen fällt bei der überdurchschnittlichen Güte des Gesamtprogramms schwer. Am lebhaftesten begrüßt wurde wohl Lale Andersen, die zu ihren drei Liedern — wie hätte es anders sein können — den „Belgrader Wachtposten" anfügen mußte. Eine herzerfrischende Kindergruppe in der heimatlichen Tracht des Odenwaldes stellte sich in der KdF. - Spielschar Glattbach dar, die unter Lehrer Hoffmanns Leitung wahre Stürme der Begeisterung entfesselte. Clara Ebers von
der Frankfurter Oper durfte für ihren Gesang ebenso erfreut danken wie Maria-Madlen Madsen. Berthold C a s s e d a n n e, der Konzertmeister des Rhein-Mainischen Landesorchesters, brachte mit virtuoser Fingerfertigkeit und prächtiger Beherrschung sowohl seines Instrumentes, als auch des Stoffes zwei Violinsoli zum Vortrag, während Ludwig Ha edler (Marimbaphon) und Hans Schepior (Akkordion) als Solisten des Reichssenders Frankfurt mit überzeugenden Beweisen ihrer Kunst aufwarten konnten. Den Männergesang vertraten Ewald Römer mit schönem Bariton, Theo H e r r= mann (Frankfurt) mit vitalem Tenor und endlich Emil Seidenspinner (Frankfurt a. M.) zusammen mit Lilly S e d i n a (Wiesbaden) in einem gut abgestimmten Duett. Unteroffizier Thal vom Luftwasfenorchester bewies in einem Trompetensolo
sein Können, und schließlich sei auch der Mann nicht vergessen, der die Verbindung zwischen Rampe und Saal, aber auch zwischen den einzelnen Darbietungen herstellte: Rudi Rauher, Frankfurts fröhlicher Wecker, der wirklich fröhlich — nicht weckte, sondern unterhielt. Als Begleiter machten sich am Flügel Friedrich Pasche und Hans Steinmetz um das gute Gelingen der einzelnen Gesangspartien verdient.
Als das Luftwaffenorchester, das die zehntam sendste Truppenbetreuungsveranstaltung der NS.» Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Gau Hessen» Nassau mit dem Marsch „Fliegergeschwader Horst Wessel" eröffnet hatte, mit „Bomben auf England" beschloß, verließen tausend begeisterte Soldaten den Saal. Für „Kraft durch Freude" aber werden die Erfolge der Vergangenheit neuer Ansporn seim G.Ni.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gieße».
* Kesfeldach, 12. Ang. Eisendahnoberassistent a. D. Johannes Meißinger, Kriegsteilnehmer von 1870/71, ältester Einwohner unseres Ortes, begeht am 14. 'Ztuguft bei bester körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 9 3. Ged u r t s t a g. Dem Zeitgeschehen bringt der alte Herr täglich noch das größte Interesse entgegen. Dem Jubilar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar.
Vom stürzenden wagen erdrückt.
A tz b a ch (Kreis Wetzlar), 11. 2Iug. In der Gießener Klinik st a r b ein Junge aus Atzbach an den Folgen eines durch Leichtsinn verschuldeten Unfalls. Gemeinsam mit anderen Jungen war der Verunglückte auf einem leeren Wagen den steilen Weg nach dem Dorf hinuntergefahren. Bei dem schnellen Tempo verloren die Jungen die Gewalt über den Wagen. Dieser schoß eine steile Böschung hinunter und begrub den Lenker unter sich. Der verunglückte Junge wurde sofort in die Gießener Klinik gebracht, doch war keine Rettung mehr möglich.
Tödlicher Unfall beim Rangieren.
Dillenburg, II.Aug. Beim Rangieren im Gleisanschluß der Grube Königszug bei Oberscheld prallten infolge falscher Weichenstellung ein mit Langholz beladener und mehrere leere Eisenbahnwaggons auf einen ab gestellten Waggon mit Holz. Der 16jährige, auf diesem Wagen mit Abladen beschäftigte Hilfsarbeiter Richard Schmidt aus Lixfeld wurde von dem durch den Anprall um» stürzenden Holz begraben. Er war sofort tot.
3m Alter straffällig geworden. x
Lpd. Darmstadt, 11. Aug. Nach jahrzehntelänger strafloser Führung und zufriedenstellender Leistung als" Telegraphenleitungsaufseher trat der jetzt 65jährige Friedrich Konrad aus Vilbel
1930 in den Ruhestand, wurde aber im Zuge kriegsbedingter Personalmaßnahmen 1939 wieder eingestellt und seit September 1940 als Postfacharbeiter beschäftigt. Unter Ausnutzung der mit der Kriegseinrichtung des Feldpostbetriebs verbundenen besonderen Dienstverhältnisse vergriff er sich von Dezember 1941 bi^ Juni 1942 an mindestens 7 bis 8 Päckchen, die z. T. für Angehörige des Feldheeres, teils aber auch von Kriegsteilnehmern für ihre Angehörigen in der Heimat bestimmt waren. Das Sondergericht in Darmstadt bestrafte den Täter im Hinblick auf die besondere Verwerflichkeit derartiger eigennütziger Amtsoerfehlungen als Dolksfchädl'ingsverbrecher zu zwei Jahren Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust.
Vergleichskampf der HI.-Echützen.
Der Gebiets-Vergleichskampf im Kleinkaliberschießen, der zwischen den Mannschaften der Gebiete 13 Hessen-Nassau und 14 Kurhessen nach Gießen vereinbart ist, findet auf Grund der neuesten Terminfestsetzung am Sonntag, 16. August, statt. Den Stamm der Mannschaft, die bas Gebiet Hessen- Nassau zu vertreten hat, werden Gießener HI.» Schützen aus dem Bann 116 bilden.
Briefkasten der Redaktion.
F. Gießen. Wir empfehlen Ihnen, sich an die Mietinstandsetzungsstelle zu wenden. Die erforderlichen Anträge können Sie bei dem Amtsgericht Gießen, Zimmer 116, anbringen.
Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilbelm Lange. Stellvertreter deZ Hauptschriflleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Poütik uns» Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thhriot (be»' urlaubt); i. V. Dr. Fr. D. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. (3* Berlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Sed£ Slnzeigenpreisliste Nr. 6.
tey Wir erhielten die traurige Nachricht, daß am 5. Juli infolge einer schweren Krankheit mein herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser braver, hoffnungsvoller Sohn, unser guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Otto Zörb
Gefreiter in einer Stabskompanie
im Alter von 29 Jahren sein junges Leben für sein geliebtes Vaterland geopfert hat.
In tiefem Schmerz: Kath. Zörb, geb. Schieferstein, und Kinder Anni und Walter; Familie Peter Zörb;
Familie Johannes Schieferstein; Familie Hermann Zörb; AlbertZörb; Farn. Wilhelm Hepp; Fäm. Johannes Köhler.
Hochelheim, Dornholzhausen, im Aug. 1942.
Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 16. Aug., 14 Uhr, in der Kirche in Hochelheim statt.
Mit den Angehörigen trauern auch wir um den schmerzlichen Verlust unseres treuen Mitarbeiters. Betriebsführung und Gefolgschaft der Fa. Faber & Schnepp, Hoch- und Tiefbau, Gießen.
2447 D
Dienstag morgen entschlief nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber, herzensguter Mann, mein treuer Lebenskamerad, mein lieber Adoptivvater, unser lieber Schwager und Onkel
Herr Wilhelm Benner
im 76. Lebensjahr.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Benner, geb. Hahn; Hans Karl Hahn-Benner; Hugo Rausch; Philipp Hahn XI. und Frau Kätchen, geb. Hahn.
Gießen (Marktstr. 34), Gundersheim in Rheinhessen, den 11. August 1942.
Die Beerdigung findet am Freitag, 14. Aug., 15.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __03904
Statt Karten. Danksagung.
Für alle Beweise herzlicher Teilnahme äo. an dem schmerzlichen Verlust unseres nunmehr zweiten, unvergeßlichen, lieben Soh- ■ ncs, Bruders und Schwagers Fritz Meister, Unteroffizier in einer Panzer-Abwehr-Komp., sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen Dank.
In tiefer Trauer:
Fritz Meister und Frau Heini Meister und Frau.
Gießen, im August 1942.
03893
Statt Karten. Danksagung.
jWjW’ Allen denjenigen, die anläßlich des iSX Fliegertodes unseres unvergeßlichen Sohnes und Bruders Herbert Pfaff, Obergefr. der Luftwaffe, uns durch Wort und Schrift ihr Mitgefühl versicherten, sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank.
Familie Adolf Pfaff.
Friedberg, den 9. August 1942.
03894
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlich.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Paul Noack.
Gießen, den 12. August 1942.
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Gießen, den 11. August 1942.
Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
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Spieltage: Samstag.
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(2 Opern, 3 Operetten, 1 Schau- u. 4 Lustspiele) Platzgruppe I: RM. 18.— Platzgruppe II. RM. 15.— PJatzgruppe III: RM. 12.— Platzgruppe IV: RM. 9.— Platzgruppe V: RM. 6.—
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Ein Ring mit 16 Veranstaltungen:
(4 Opern, 4 Operetten, 4 Schau- u. 4 Lustspiele) Platzgruppe I: RM. 28.80 Platzgruppe II: RM. 24.— Platzgruppe III: RM. 19.20 Platzgruppe IV: RM. 14.40 Platzgruppe V: RM. 9.60
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