Feuerschutz für die Ernte
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7. Es ist für Löscl-geröte und Löschwasser zu sorgen, doch ist bei Verbrennungsmotoren auch Sand oder Erde bereitzuhalten.
8. Alle Maschinen und Motoren müssen sich jederzeit während des Betriebes unter sachkundiger Aussicht befinden.
9. Unbefugte Personen sowie Kinder sind beim Drechen aus der näheren Umgebung fernzuhalten.
10. Es ist dafür zu sorgen, daß für den Notfall in leicht erreichbarer Nähe Verbandzeug mit Brand» salbe bereitgehalten wird.
11. Motoren-Betriebsstvff darf nur in feuerbeständigen und abgeschlossenen Räumen oder im Freien gelagert werden: im letzteren Falle jedoch mindestens 5 m von den Kraftmaschinen und Feuerstellen entfernt.
12. Die Letriebsstossbehalter sind dicht geschlossen zu halten und dürfen nur bei stillgesetztem Motor umgefüllt werden.
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kommen die Richtsätze um nicht mehr als 50 o. 5). übersteigt. Anträge sind an die örtliche Fürsorge- telle zu richten, bei der Formblätter zu haben sind. Die Befreiung wird erst wirksam, wenn der Antragsteller im Besitz eines Ausweises der Reichspost ist.
Kunst und Wissenschaft.
hochschulnachrichten.
Dozent Dr. med. habil. Hubert Meeßen wurde beauftragt, die Vertretung der freien Professur für Pathologische Anatomie an der Deutschen Karls- lllniversität in Prag wahrzunehmen. Dr. Meeßen >courde 1909 in Würselen (Kreis Aachen) geboren, ißr promovierte 1934 in Freiburg und habilitierte Isich ebenda 1938. — Der Vertreter der Vor- und iFrichgeschichte an der Universität Breslau, Prof. Dr. Martin Jahn, wurde als stellv. Vorsitzender
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Lebensmittelrationen unverändert,
praktische Neuerung: Längere Gültigkeit der Fleischkarten.
Das Gewerbeaufsichtsamt Gießen und die Brandversicherungskammer empfehlen die folgenden Richtlinien zum Schutz der Eonte zur Beachtung:
1. Das Rauchverbot beim Dreschen innerhalb von HosrMen sowie auf Dreschplätzen ist deutlich sichtbar und mehrfach auszuhängen.
2. Das Abbrennen von Abfällen aller Art darf nur in einem sicheren Abstand von 200 m zu den Getreidevorräten erfolgen.
3. Die elektrischen Einrichtungen sind vor dem Beginn des Dreschens nachzuprüfen und während der Arbeit in standzuhalten.
4. Die Dampfmaschinen sowie die Verbrennungsmotoren müssen einwandfreie Vorrichtungen gegen Ruß- und Funkenwurf desttzen.
5. Alle Kraftmaschinen sind mindestens im Abstande von 5 m zu irgendwelchen Gebäudeteilen aufzustellen.
6. Die Lagerung von Stroh usw. soll soweit als irgend möglich, mindestens aber 5 ni von Feuerstellen, Kraftmaschinen usw. erfolgen.
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zwungen wurde.
„Immenfce am Eutmer See.
Am (Eutiner See in Holstein haben unter Veit Harlans Regie die Außenaufnahmen zu dem ineuen Farbfilm der Ufa „Jmmensee" begonnen, Nachdem bereits Außenaufnahmen auf dem tforum Aomanum mit der italienischen Schauspielerin Germana Paolieri gemacht worden waren. Der Film erzählt in freier Bearbeitung der Stormschen Novelle die Geschichte einer verlorenen Liebe Äriftina Töderbaum spielt die Rolle des verträumten Mädchens Elisabeth, ihre Partner smd Earl Raddatz und Paul Klinger. Die Musik stammt von Wolfgang Zeller, an der Kamera steht, wie auch bei Veit Harlans erstem Farbfilm „Die goldene Stadt , Bruno
et teilweiser Invalidität einen entsprechenden Be» rag. Für die mitversicherte Ehefrau werden für lußerberufliche Unfälle bei Unsalltad 1000 RM. mb bei Invalidität 3000 RM. bezahlt. Auch für Seinstehende ist die Möglichkeit einer Einzelner- icherung geboten. Wenn auch Unfälle, die unmittel- rnr mit den Kampfhandlungen Zusammenhängen, »er Entichädigungspslicht des Staates überlassen 'leiben, so werden doch Versicherungsleistungen für ille anderen mit den Kriegsverhältnissen zusammen- mngenden Unfallschäden, wie infolge der Verdunke- ung oder des Aufsuchens der Luftschutzräume und ähnlicher kriegsbedingter Maßnahmen in voller hohe gewährt. ,
Erweiterte Befreiung von der Rundfunkgebühr.
In der 40. Zuteilungsperiode für Lebensmittel, die vom 24. August bis 20. September 1942 läuft, gelten die Lebensmittelrationen der 39. Zuteilungsperiode. Lediglich bei der Fettverteilung treten Aen- berungen eim die aber keine Mengenän-derungen bedeuten. Die Gesamtfettration bleibt vielmehr unverändert. Die während der Sommermonate erhöhte Butterration wird entsprechend dem jahreszeitlichen Stand der Milcherzeugung wieder gekürzt. Die Kürzung, die bei Normalverbrauchern 75 g und bei Kindern und Jugendlichen von 6 dis 18 Jahren 125 g beträgt, wird durch die Abgabe einer gleichen Menge Margarine ausgeglichen. Schweineschlacht- ette werden wegen des jahreszeitlichen Rückgangs )cr Schweineschlachtungon nur an Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter verteilt. Die übrigen Verbraucher erhalten an Stelle der Schweineschlachtfette die gleiche Menge Margarine. Die Abgabe von Speiseöl statt Margarine wird im wesentlichen auf die Gebiete mit gewohnheitsmäßig stärke- rem Speiseölverbrauch beschränkt. Sie findet wie bisher im Verhältnis von 4:5 statt und richtet sich nach den von den Ernährungsämtern zu treffenden Regelungen. Lang-, Nacht-, Schwer, und Schwerstarbeiter können aber im Rahmen der vorhandenen Vorräte auf die Zulage- und Zusatzkarten wie bisher statt Margarine Speiseöl beziehen. Es erhalten also alle Verbraucher die folgerten Erzeugnisse in der gleichen Menge wie in der 39. Zu tei längs- Periode: Brot, Mehl, Fleisch, Käse, Quark, Getreide-
Der Reichspostminister hat die Befreiung bet Rundfunkgebühr neu geregelt. Die Angehörigen jiüer Empfänger von Kriegsbesoldung, die ihren Unterhalt aus der Kriegsbesoldung bestreiten, rönnen unter denselben Voraussetzungen von der Rundfunkgebühr befreit werden, wie die Empfänger von Einsatz- oder Räumungs-Familienunterhalt. Mr kinderreiche Familien sind die Einkommens- k grenzen wesentlich heraufgesetzt worden. Minderbe- | mttelten Volksgenossen, die in besondere wirtschaft-
Aus -er Stadt (Stehen.
Langsam reifen die Aepfel...
Langsam gilben die Aepfel in der Augustsonne und bekommen rote Wangen. Wie sie da so unschuldig zwischen den grünen Blättern sich um den knorrigen Zweig drängen, sollte man es gar nicht glauben, daß sie sich einen ungehörigen Titel an- maßen. Diese Früchte nämlich, die Aepfel, sind keine Früchte, sie sind Scheinfrüchte. Wiederum aber sind Scheinfrüchte nicht etwas Minderes, im Gegenteil, sie sind meist sogar mehr als nur Früchte, sie sind nämlich Sammelfrüchte, d. h. die Früchte smd die Kerne, die sich in ihnen verstecken. Und das sind beim Apfel fünf, sechs ober noch mehr.
Ein getreuer Hausfreund ist der Apfelbaum. Schon in der Jungsteinzeit lebte er neben dem Menschen und gab ihm feine Früchte. Und schon früh verstand es der Beschenkte, dieses Geschenk zu veredeln. Heute gibt cs zahllose Apfelsorten. Die bekanntesten sind die Renetten, die Kalvillen, Spitz äpsel, <5treifenäpfel, Plattäpfel, Güblerdlinge, Ro- senäpfel, Taubenäpfel und wie sie alle heißen. Es gibt süße und saure, saftige und mehlige, kleine und große, frühreife und winterharte, grüne, gelbe und rote Aepfel, jeder Geschmack findet seine Lieblinge unter ihnen.
Bei solcher Beliebtheit ist es fein Wunder, wenn nicht nur Zunge und Auge sich an ihm freuen, diesem König aller Obstsorten, dem Apfel, sondern wenn auch das Herz des Menschen sich ihm flunejgt und ihn zum Symbol für seelische Werte erhebt. So ist der Apsel bei den verschiedensten Völkern zum Zeichen der Jugend, der Kraft, der Liebe geworden. Die Göttin Iduna hütete die jugendspendenden Aepfel für die germanischen Götter, die goldenen Aepfel der Hesperiden spielen eine Rolle in der griechischen Sage, mit dem Apfel im Paradies begann die Geschichte der Menschheit. Die Volksmedizin kennt den Apfel als .Heilmittel bei den verschiedensten Krankheiten. Als Reichsapfel ist er das Zeichen für die Weltherrschaft. Der Volksmund sagt, daß „der Apfel nicht weit vom Stamme falle" und mahnt, „in den sauren Apfel zu beißen". Eine ober- österreichische Bauernregel erklärt:
Sankt Jakob (25. Juli) tut die Aepfel salzen, der Lenz sie schmalzen,
der Bartel gibt ihnen den Geschmack (24. August) und der Michel (24. September) bricht sie ab.
E. L.
Neuer Leiter de« Heimatbunde« für Hessen und Nassau.
Lpd. Als Nachfolger der verstorbenen Ministerialrats Ringshausen wurde mit Zustimmung des Gauleiters Ministerialrat Dr. L e i p , Darmstadt, mit der Leitung des Heimtbundes für Hessen und Nassau
zücken die Bettdecke mit dem chinesischen Muster. Von den beiden Fenstern ging der Blick auf einen sanftgewölbten Hügel, der auf der Kuppe einige neue Gebäude trug, die mit ihrem Rot, Weiß und Braun das viele Grün der Matten angenehm unterbrachen.
„Die neue Kinderheilstätte", erklärte Brügger mit bescheidenem Stolz. „Du wirst sie bald in der Nähe betrachten können."
„Ach, das ist sie also." Interessiert schaute Anna hinüber.
„Jo, ich werde sie halb eröffnen können. Ich habe sogar schon Vormerkungen. Komm, nun will ich dir noch die anderen Zimmer zeigen."
Als Brügger im Erdgeschoß die Sprechzimmertur aufmachte, entdeckten sie Franz Hudal vor dem offenen Bücherschrank. Der junge Mensch wollte sich höflich zurückziehen und stellte das Werk, in dem er geblättert hatte, behutsam zurück.
„Nichts da. Sie bleiben, Hudal? Lassen Sie sich nicht stören." Brügger drückte den angehenden Mediziner in einen gewaltigen Klubsessel. „Was hatten Sie denn da Schönes? Ah, den großen Summ. Na, machen Sie nur weiter. Guck, Anna, dos ist also mein Arbeitszimmer. So das Uebliche — Schreibtisch, Instrumente, Bücher. Wartezimmer und physikalischer Behandlungsraum sind nebenan."
„Wieviel Licht du hast, Martin!" rief Anna bewundernd und trat an das Fenster, bas in den Garten ging. „Meine letzte Schulstube war so finster. Ich bin eine Lichtsanatikerin, Martin."
„Es paßt zu dir." Er drückte zärtlich ihren Arm. „Sieh, das hier sind die Journale. Und das ist die Krankenkartothek. In dieser Schublade hebe ich die Rechnungen, die Quittungen und das Scheckbuch auf. Momentan ist ein bißchen viel auf dem Konto wegen der Bauerei. Die Lieferanten und Handwerker wollten jede Woche ihr Geld. Bisher hat Frau Purgstaller das erledigt, Auszahlung, Heber» Weisungen, Einnahmen und dergleichen. Ich steuerte nur die Unterschriften bei. Ich möchte dich bitten, Anna, daß du das künftig übernimmst. Willst du?'
„Du Dummerchen! Warum denn nicht?"
„Ich weiß selber nicht."
Er suchte ungestüm ihren roten, blutvollen Mund.
„Wir wollen immer gut zueinander sein, Anna, hörst du? Wir wollen uns nie streiten."
„Nein, niemals", bestätigte sie ernsthaft.
„Sieh, Kind, du bist in meinem Leben etwas ganz Großes. Es ist nicht wahr, daß. der Beruf allein einen Menschen aussüllt. Höchstens einen Fa- notiter oder einen vertrockneten Streber. Ein Leben ohne Frau, ohne die richtige Frau, ist nur etwas Halbes. Ich habe bisher nur halb gelebt, Anna."
„3a?" murmelte sie verspielt, den Kops on seiner Schulter, und dachte nach. Nun war doch alles recht geworden. Sie hatte einen zuverlässigen, angesehenen und liebevollen Mann, der sie bestimmt duf Han- ben tragen würde. Sie war aus München fortgeholt und ouf ein wunderschönes Fleckchen Erde verpflanzt worden. Sic hatte ein großes Haus, fte würde Kinder bekommen. Es war wie cm Märchen.
Sie drückte ihre Stirn fester an Brüggers Schulter und tändelte mit einem Knopf ferner Jacke. Die Trauung war auf elf Uhr angesetzt. Professor Helm- reich und der Bürgermeister von Trettau wurden die Zeugen sein. Mußte ein Mensch mit soviel Gluck nicht bange sein? Sie schüttelte die törichten Gedanken ab und flüsterte: „Du mußt mich küssen, Martin, daß ich dich spüre —"
Arm in Arm verließen sie den Dachboden und wanderten in den ersten Stock. Vor dem Schlaf- ümmer begegnete ihnen die Hausdame. Sie machte ihr verkniffenes, abweisendes.Gesicht. — Diese Frau haßt mich, — durchzuckte es Anna. — Ich habe ihr doch nichts getan. Warum ist sie so? — Das war der erste Schatten auf Annas Gluck. Aber vor den neuen Schlafzimmermöbeln verzog sich die kleine Wolke Brügger hotte die Einrichtung in einem der besten Geschäfte Münchens selbst ausgesucht, es sollte eine Ueberraschung werden, und er war ziemlich stolz auf seinen Kauf: Kirschbaum, hell und zart- getont, in anmutig fließende Form gebracht. Anna war ganz aufgeregt und streichelte in holdem Ent-
Dr. Brüggers Patientin
Roman von Walter Klöpffer
,13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Armer Vater! Er ist ein wenig verbittert. Man hot ihn zu früh pensioniert. In Trittrnomng hat er Diele Bekannte, auch Lehrer das tröstet mich.
Brügger streichelte ihre Hand. Es waren feste Mädchenfinger mit winzigen Härchen darauf und ein paar Sommersprossen, braun und zupackend. Nach einer Weile fragte Anna:
„Und dein Stiefsohn - wird er kommen^
„Ich denke. Ich habe ihm Tag und Stunde unserer Trauung gedrahtet. Antwort habe ich noch nicht, aber bas bin ich schon gewohnt von ihm.
„Wie hat er das Ganze eigentlich ausgenommen, „Das kann ich dir nicht sagen. Ich weiß es mchi .
Ist auch gleich. Ich habe ihm semerzeit ku^ ge ^schrieben, daß ich mich noch einmo ZU vechetraten gedenke. Er hat kurz und formell darauf geantwortet. Seine innere Einstellung fennc J11• Wir haben nie viel für einander «brig gehabt. Er lebt dort, ich lebe hier. Wir sehen uns kaum Er wird uns nicht viel belästigen, Anna. Jffi eigentlich dieses Kostüm machen lassen.
„Gefällt es dir?" 9fnnö"
„Sehr. Mir gefällt olles, was du rag , Am , tagte er und hielt sie von sich ab, um sic zu ve
I Erachten. „
„Es sitzt wie angegossen. _ rüf,tc sie
„Ich bitte dich, bei deiner Figur! Er ruyie i
»erficht. Es war dach ein fterriidjes ®eWI, fo^n I hübsches junges Geschöpf fein eigen Z
Anna mit den schelmischen Augen und l ter t gen Nase kannte die zärtlichste «rau von der W-U I sein. Sie warf in jäher Aufwallung die Arme UN 1. seinen 5)ols. Martin. Glaubst du. d-ch
I io viel Glück Bestand hat? Manchmal furchte >ch I inirf) davor —" Sie nickte heftig.
nährmittel, Teigwaren, Kartoffelstärkeerzeugnisse, Kaffee-Ersatz- und -Zusatzmittel, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver.
Nach den bisherigen Bestimmungen treten die Abschnitte der Fleischkarten wöchentlich mit Ablauf des Sonntags außer Kraft. Diese Regelung hat für solche Verbraucher, die am Sonntag Fleischmahl^eiton in Gaststätten einnehmen, zu Schwierigkeiten geführt. Vielfach sind Fleischabschnitte verfallen, weil sie am Sonntag aus irgendeinem Grunde, z. B. wegen UcberfüUüng der Gaststätte ober Ausverkauf der Fleischgerichte, nicht eingelöst werden konnten. 3ur Vermeiduna dieses Nachteils, von den Berufstätige gerade in Orten mit wenigen Gaststätten betroffen wurden, berechtigen daher die Fleischkartenabschnitte von der 40. Zuteilungsperiode ab bis zum Ablauf der Zuteilungsperiode zum Warenbezüge, (gültig werden die Abschnitte wie bisher jeweils zu Beginn der einzelnen Zuteilungswochen. Der Vorgriff auf noch nicht fällige Abschnitte bleibt verboten Daher find die mit „I" bezeichneten Abschnitte mit den Daten der ersten bis vierten Zuteilungswoche versehen, die mit „II" bezeichneten Abschnitte mit den Daten der zweiten bis vierten Zuteilungswoche usw. Bei den Fleischabschnitten der Zusatz' und Zulagekarten besteht ein Bedürfnis für eine solche Re gelung nicht, da die Inhaber dieser Karten auch im Besitze der Fleischkarten sind, die sie für den Gast- stattenbesuch benutzen können:
beauftragt.
Der neue Bundesleiter hat an die Amtsträger, Mitarbeiter und Mitglieder des Heimatbundes einen Aufruf gerichtet, in dem er sie zum unverdrossenen Einsatz auf dem Gebiete von Volkstum und Heimat auffordert. In dem Aufruf heißt es u. a.: „Getragen von dem Bewußtsein, auch an unserer Stelle wesentliche Bausteine mit herbeischasfen zu helfen zur Festigung des Reiches und damit Führer und Volk zu dienen, lehnen wir es ab, mit billigen Schlagworten zu hantieren, ebenso wie uns ein Schwelgen in einer überalterten Romantik zuwider ist. Die Aufgabe, der wir uns freiwillig in Liebe und Treue zu Volk und Heimat verpflichtet haben, verlangt von uns klaren Blick und Sicherheit im Wollen. Es soll niemand meinen, in diesen harten Zeiten des Krieges müßte die Tätigkeit des Heimatbundes zu- rürftreten oder gar eingestellt werden-, gewiß können manche le il auf gaben auch nach dem Kriege erledigt werden. Der Geist aber, der uns auf dem besonderen Feld des Wirkens für Heimat und Volk bestimmen muß, darf nicht 'erlahmen."
Streichhölzer nicht in Kinderhände!
Der Chef der Ordnungspolizei gibt bekannt: Durch Kinder verursachte Brandschäden kommen immer noch häufig vor: die Eltern und Erziehungsberechtigten werden deshalb nochmals eindringlich darauf hingewiesen, ihre Kinder immer wieder dar- aufbin zu ermahnen, jegliches Spielen mit Streichhölzern zu unterlassen. Zündhölzer müssen so aus- bewahrt werden, daß sie besonders von kleinen Kindern nicht erreicht werden können. Durch diese leichtfertigen Brandschäden wird wertvollstes Volksgut zerstört. Eltern und Erziehungsberechtigte tragen die volle Verantwortung für die durch ihre Kinder angerichteten Schäden, auf die durch den Krieg verschärfte Strafen stehen. Deshalb: Streichhölzer und anderes Zündmaterial gehören nicht in Kinderhände.
Verduakelungszelt:
12. August von 21.55 bis 5.30 Uhr
„Jawohl. Denn ich will gut aussehen —" „Für die Trettauer, ich weiß schon." „Und für dich, Martin!"
Eine Stunde später war es vorüber. Brügger und Anna Hudal waren Mann und Frau. Sie saßen mit den wenigen Gasten um den ovalen, festlich geschmückten Ausziehtisch im Speisezimmer. Die Teller waren aus Meißner Porzellan, die Weingläser, zerbrechliche Schaustücke und die Tischdecke ein weißes Ungetüm aus Damast. Der große helle Raum atmete eitel Gemütlichkeit und Kultur. Dem Brautpaar gegenüber saßen die beiden Trauzeugen, Professor Helmreich und Bürgermeister Hammer, und unterhielten sich laut und angeregt über bas Wetter, das im Allgäu immer einen dankbaren Gesprächsstoff bot, über Forellenwasser und Hirschjogd. An dem einen Sch mal ende thronte die Hausdame, am anderen saß, weniger thronend, sondern schwäch- tig und scheu, Annas Detter Franz. Der Platz neben ihm war noch frei.
Hingerl steckte in einer schneeweißen Bedientenjacke und in Zwirnhandschuhen, was beides ihm offenbar nicht zUsagte. Er hatte die Getränke unter sich und machte das ganze „Affentheater", wie er sich in der Küche respektlos ausdrückte, nur seinem Herrn zuliebe mit. Es war ihm bei Todesstrafe verboten, zu schnupfen, aber manchmal fuhr feine Hand mechanisch nach der Hosentasche. Er zog sie dankt jedesmal beschämt zurück.
(Fortsetzung folgt.
Freiwillige . für die Brigade »Hermann Göring".
Die Brigade „Hermann Göring" stellt Freiwillige als Schützen, Kradschützen, für Panzer, als Panzerjäger, Pioniere und für Artillerie ein. Die Einstel- Inngsbedingungen fordern eine Große nicht unter 1,70 Meter sowie gute körperliche Anlagen. Meldun- gen sind bei dem für den Wohnsitz zuständigen Wehrmeldeamt oder beim Wehrbezirkskommando mit Angabe der gewünschten Waffengattung anzubringen.
Nachwuchs für die Heeresmusilschulen.
Die Heeresrnusikschulen stellen im April 1943 Jungschützen ein, die Neigung zum Beruf des Musikerunteroffiziers haben. Bewerber müssen im nationalsozialistischen Geist erzogen fein und körperlich, sittlich, geistig und musikalisch den besonderen Ausgaben dieses Berufs entsprechen. Voraussetzung für bic- Einstellung ist Iber Nachweis der arischen Abstammung, deutsche Staatsangehörigkeit und die Erfüllung der Schulpflicht. Die Mindestgröße beträgt 1,50 Meter. Das Höchstalter ist 15 Jahre. Bewerbungen sind bis spätestens 1. November 1942 an die Heeresmusikschule in Bückeburg oder an die Heeres- Musikschule Frankfurt a. M., Riederwald, Schäfflerstraße 24, einzusenden. Nähere Auskunft erteilen ausschließlich die Heeresmusikschulep.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Auf dem gesttigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Diehversteige- rungshallo Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 bis 44 Rpf., Bullen 28^ bis 52, Kühe 23 bis 49, Färsen 38 bis 52, Kälber 30 bis 57 Rpf. je %kg Lebend- gewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr.) 1,25 RM, bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis
Max Tilke f;
Im 74. Lebensjahre ist in Berlin der Maler Max i I f c gestorben. Tilke studierte an der Berliner . Let ^Kunstakademie und ging dann nach Italien, Nord- - astika und Spanien. Aus der farbenleuchtenden Mittelmeerwelt brachte er viele Aquarelle und Oel auf dki tzki,,en heim. Der Leiter der Lipperheideschen Ko- stümbibliothek Professor Dr. Ed. H e y k gewann Tilke für die Illustrierung seiner „Geschichte des Kostüms". Tilke hat in seinen jungen Jahren in Berlin auch Dietrich Eckart nahegestanden. Mit ihm hatte er das erste Berliner Kabarett „Der hungrige Pegasus" ins Leden gerufen, das mit feiner Tendenz gegen die jüdische Ueberfremdung der Kunst seiner Zeit vorausgeeilt war und darum von der jüdischen Konkurrenz zur Schließung ge-
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„Es ist ganz leicht. Namentlich für so eine gescheite Frau wie dich. Morgen werde ich dir alles erklären. Er legte die Papiere und Bucher in den Schreibtisch zurück und schob die Lade zu. „Uebrigens höre ich den Wagen kommen, der uns abholt. Schau nur, wie Hingerl ihn geziert hat! Rosmarin, Aspa. ragus. Rührend! Es wird allmählich Zeit für uns. Du wirst noch ein wenig Toilette machen wollen?"
134,5 kg) 1,25, c (90 bis 119,5 kg) 1,26, d (80 bis 89,5 kg) 1,15, e bis f (unter 80 kg) 1,11, gl {fette Specksauen) 1,25, i (Altschlneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15. Marktverlauf: alles zu- geteilt.
Unerlaubte Geschäfte mit Schweinen.
Der Verkauf von Schweinen an Personen, die nicht zum Kreis der landwirtschaftlichen Selbstver- sorgergruppe gehören, zum Zwecke einer Hausschlachtung ist verboten. Die Verkäuferin und die Käuferin eines leichteren Schlachtschweines wurden wegen eines derartigen unzulässigen Geschäfts auf Grund der Lerbrauchsregelungsstrafverordnung und der maßgeblichen Anordnung des Viehwirtfchafts- verbandes Hessen-Nassau vom Amtsgericht Gießen zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt.
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*♦ Neuanmeldungen für d i e KdF.- Theaterringe werden von heute ab wieder ent« gegengenommen. In diesem Jahre sind drei Ringe aufgelegt. Die heutige Anzeige der KreisdienststeUe Wetterau der NSG. „Kraft durch Freude" enthält die näheren Angaben.
** Wieder 3,5 kg S p e i s e k a r t o f f e 1 n je Person werden in dieser Woche an die Derbraud-cr ausgegeben.
♦* Pflegt eure Volksgas ma-ske! Die Volksgasmaske ist ein ebn(o brauchbares wie haltbares Werkzeug im Selbstschutz der Bevölkerung. Dennoch verlangt sie natürlich eine gewisse Pflege und vor allem zweckentsprechende Lagerung. Wer eine VM. verkommen läßt, handelt gewissenlos und ahrlässig. Uederzeuge sich daher jeder davon, daß eine Dolksgasmaske ständig gebrauchsfertig ist. Wichtige Hinweise zur Pflege und Lagerung der VM. gewährt ein mehrseitiger Blldaufsatz in der „Sirene", der illustrierten Zeitschrift des Reichs- luftschutzbundes.
Id e Forschungsrates der Anstalt für Vor- und Frühgeschichte an das Archäologische Institut in Prag beirufen. Jahn wurde 1888 in Berlin geboren. 1930 Ihabilitierte er sich in Breslau und wurde dort 1934 auf den neuerrichteten Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte berufen. Er war auch Kustos am Schlesischen Museum für Vorgeschichte und Altertümer. |1931 wurde er Leiter des neugegründeten San- Idesamtes für vorgeschichtliche Denkmalpflege. — »Prof. Dr. Edgar Jrm scher, Direktor des Ham- liiurgischen Instituts für Allgemeine Botanik in Hamburg wurde beauftragt, den Lehrstuhl für Botanik an der Landwirtschaftlichen Hochschule iil »Hohenheim vertretungsweise wahrzunehmen. Jrm- rscher, der 1887 geboren wurde, wirkt seit 1919 an I her Universität Hamburg. — Der o. Professor für irhihihl Gerichtsmedizin und Kriminalistik an der Unioer» Wliltät Bonn Dr. Friedrich Pietrusky wurde in kr ul gleicher Eigenschaft an die Universität Heidelberg be- irufen. Pietrusky wurde 1893 in Kattowitz geboren. iSr habilitierte sich 1925 in Breslau, kam 1927 als o. ö. Professor nach Halle und 1930 nach Bonn.


