punkt.
Dr. Ho.
von
Aus dem Reich
Merkwürdiges von alten Theaterzetteln
rooouraj m Peden Kapiteln das Leiden ins" — Der Rott' Christi dargestellt wird usw." Handschriftlich ist vor-1 verhandelte Braut"
10. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Vor Sewastopol gelang es in harten Kämpfen und durch die Luftwaffe wirksam unterslühk. weitere Festungsantagen zu nehmen.
Bei örtlichen Kampfhandlungen südostwärts des Ilmensees wurden in der Zeit vom 3. bis 6. Juni 4 8 3 feindliche Kampf st ände vernichtet.
An der Wolchow- $*t onk scheiterten konzen- trische Angriffe des Feindes gegen einen Brückenkopf an der tapferen Haltung -er Besatzung. Im
I Nahkampf vernichtete sie am 8. und g. Juni 2 4 Panzer.
3n Nordafrika fanden auch gestern heftige Kämpfe statt. Feindliche Gegenangriffe wurden blutig abgewiesen.
Die Luftwaffe griff in der vergangenen Nacht das Hafengebiek von Great Yarmouth mit Bomben schweren Kalibers an.
Unterseeboote versenkten in amerikanischen Gemässem acht feindliche Handelsschiffe mit zusammm 41 000 BRT. sowie einen Bewacher und beschädigten ein weiteres großes Handelsschiff durch Torpedokreffer. An der kanadisch e n K ü st e wurden zwei Fischkutter durch Artillerie versenkt.
Häfen zum größten Teil lahmgelegt. Der Warenaustausch zwischen Argentinien und den USA. mm) nur noch von argentinischen Schiffen mahrgenommen und außerdem durch die am 2. Juli in Kraft tretenden neuen nordamerikanischen Ausfuhrbeschränkungen behindert. Es herrscht kein Zweifel darüber, daß Argentiniens schwierige Lage von heute auf morgen behoben werden könnte, wenn Ar-
41000 VRT. in amerikanischen Gewässern durch Movie versenkt
Sine ZentralverkehrSleitstelle der Reichsbahn.
Um eine den Bedürfnissen der Kriegswirtschaft -entsprechende Verteilung der Transporte im gesamten Reichsgebiet sicherzustellen, hat der Reichsverkehrsminister eine Zentralverkehrsleitstelle am Sitz der Generalbetriebsleitung Ost der Reichsbahn in Berlin errichtet. Zu ihren Aufgaben gehört die planmäßige Versorgung mit Eisenbahnladeraum und die Entscheidung darüber, welche Güter vordringlich sind. Weiterhin wird sie dafür sorgen, daß die für die einzelnen Transportmittel festgelegten L^ade - und Löschfristen eingehakten werden, und von der Zwangsbe- und entladung unverzüglich Gebrauch gemacht wird.
Schlafwagenplätze
nur für kriegswichtige Reisen.
Vom 15.Juni ab werden Bettkarten" 1. und 2. Klasse mährend der Vorverkaufsfrist bei Reisen im Auftrage einer Behörde, Parteistelle oder Firma nur gegen die schriftliche Bestätigung dieser Stellen verkauft, daß es sich um eine dringende- kriegswichtige Dienst- oder Geschäftsreise handelt und die Schlafwagenbenutzung auch unter Berück-
Oer Wehrmachtbericht.
DNV. Aus dem Führer Hauptquartier, ■ AL..1_____S. . v w , * „ , 1
sche" Abendmahls an, hinter dessen leinenbedecktem Tisch der Herr und die Jünger auf Schinken und steinerne Altbierkrüge schauen, noch einmal des Lebens und ihrer Gemeinschaft froh, bevor das Martyrium von Gründonnerstag und Karfreitag beginnt.
In den anderen Kirchen prägt sich bei aller ungewandelten Hoheit das Land tief aus; sie sind Westfalen. Maria zur Wiese aber hat den freien Atem der Welt, den pfingstlichen Geist der großen Gotteserde. Nur die kleine Nikvlaustapelle, das Gotteshaus der Schleswigfahrer, ist ihr trotz größeren Alters verwandt; sie birgt als erlesenste Kostbarkeit das einzige Tafelbild, das die Stadt von ihrem Meister Konrad behielt. St. Nikolaus steht darauf niit Johannes dem Täufer und dem Evangelisten, der heiligen Barbara und St. Katharina.
Die Stadt, mitten im Binnenlands gelegen, sprach einmal doch auch zur See vernehmlich mit. Ihr Ge- setz, das sog. Statutarrecht, wurde für Lübeck und damit für die Hansa überhaupt maßgebend; eine niederdeutsche Fassung, die Schrae, ist mit zwei Handschriften des Sachsenspiegels, dem Nequam- buch, einer semgerichtlichen Sammlung, etlichen Luther- und Melanchthonbriefen im Stadtarchiv erhalten. Nebenan hat man die Gemäldegalerie zeitgenössischer Meister untergebracht; man staunt auch hier, was eine kleine, mit Kulturwillen geladene Stadt vermag.
Soest hatte zur Hansezeit die reifste Blüte erreicht, etwa zwischen 1150 bis 1350. In der Soester rzehde von 1444 bis 1449 zeigte sie noch einmal, was zusammengeballte Kraft vermochte. Dann kam die mit ebensolcher Leidenschaft durchgeführte Reformation. -opr gehört Heinrich Aldegrever, Albrecht Durers Schüler, an, von dessen graphischem Werk, ™ M auf 288 gesicherte Stücke beläuft, die Stadt 236 in ihrem schönen Burgmuseum aufbewahrt. Der große Glaubenskrieg folgte und die friderizianische Zeit; Soest litt und verfiel, ihre Rechte wurden von
■reUr^ln beseitigt. Die Ruhe einer abgelegenen, gänzlich nebensächlich gewordenen Landschaft 'spann
und Wälle, Giebel und Gärten grün ein
Gelobt sei dieses Schicksal! Es erhielt die Stadt fast ganz frei von Ab- und Durchbrüchen, Verkehrsund Jndustriesorgen, Renovationen und Restaurationen einer künstlich, nicht künstlerisch rückwärtsgewandten Zett. Und als man endlich wieder sehen
Soest, die ehrenreiche.
Von Ludwig Bäte.
Ich bin wieder in Soest. Es hat sich nicht viel verändert, Gott sei Dank! Diese Stadt muß so bleiben; man möchte, daß Wilhelm Pinder mit seinem Vorschlag durchdränge, sie als Nationaldenkmal von Reichs wegen in vollem Umfange zu erhalten.
Denn dieser so unermeßlich begnadete Ort ist trotz Nürnberg, Dinkelsbühl, Ellingen, trotz Würzburg, Bamberg, Aschaffenburg einzigartig in Deutschland. Nicht nur der Kirchen, der Befestigung, einzelner Häuser wegen, sondern um seiner ruhigen mittelalterlichen Geschlossenheit willen, die kaum angegriffen, nur selten leise zerstört wurde. Soest liegt in seiner hellen fülligen Bördelandschaft, die August Kracht, Adolf v. Hatzfeld und andere wundervoll erfaßten, wie ein schmerbeladenes Schiff, dessen hohe Turmmasten weit über das Gemoge der gelben Roggen- und Weizenfelder vorstoßen. '
Da steht der Turm von St. Patroklus, wie ein oerber unbeugsamer Bauer Westfalens und doch er sullt-von selbstbewußtem italienischen Städteqeist der Stauferzeit. Da häkeln die schlanken Spitzen'der Wiejenkirche in die dunklen Gewitterwolken St Petri steigt auf. St. Pauli, St. Thomä und die Brunsteinkapelle. Maria zur Höhe hebt sich aus ihren Linden, die Nikolauskapelle duckt sich in die gewaltige Nachbarschaft des Patroklusdomes, und das Ofthofentor des hessischen Meisters Porphyrins beweist, wie sich eine Befestigung am Ende des Mittelalters zugleich kraftvoll und anmutig lösen ließ.
Die Raumstimmung'der Kirchen ist vielleicht noch schöner, vor allem in St. Maria zur Wiese, mit deren Bau man bald nach 1300 begann. Man fing mit den Chören an; die Türme stammen aus viel Ipaterer Zeit, ihr letztes Gesicht erhielten sie erst, als man im vergangenen Jahrhundert den Kölner Dom neu aufzubauen anfing. Was dabei störte, hat man nach dem letzten Kriege mit Geschmack und Geschick entfernt.
Doch entscheidet die Halle, die nur das unbedingt notwendige Gerüst stützt, eigentlich fast ganz. Alles ist Licht, Glut, Sonne; man übersieht beinahe die edlen Einzelheiten des herrlichen Raumes, seine Plastiken und Gemälde und hält allenfalls vor der erdhaften Ursprünglichkeit, des gläsernen westfäli-1
lernte, schälte man behutsam ab, was billige Tünche lieblos verschmiert und verkleistert hatte. Jetzt ist eine Fahrt nach Soest wieder eine Reise ins deutsche Mittelalter; alles prangt wie einst, eingebettet in öen Schaum der blühenden Kirschengärten im Mai, m das sommerliche Gleißen der Felder, in das Rostrot des Herbstes und den Weihnachtsschnee des holden Soester Glorias auf dem Turme St. Petri. Und immer stehen die hohen Kirchen offen und auch die vielen, unglaublich vielen Kneipen einer ungemein lebenszuversichtlichen Bevölkerung, und wer um die satten Tage des von der Kniegsfortuna herher verschlagenen Simplizius Simplizissimus weiß, der ahnt bald, wie sich äuch darin nichts geändert hat. Es wäre auch schade, wenn die Mauern nur Stein und Kunstgeschichte geblieben wären.
sichtigerweise darunter geschrieben: „Sofern sich das Wetter zur Klarheit anschicken wird."
Unter den Ankündigungen der späteren Theater- zettel sind besonders beliebt die Entschuldigungen des Prinztpals, der für spätere Aufführungen noch immer Besseres verspricht. So bemerkt zum Beispiel Mann Johann Carl von Eckenberg, der 1739 mit seinen „von Jhro König!. Majestät in Preußen allergnadlgst priviligierten Hofkomödianten Seiltänzern, Volttgirern und Luft-Springern" auftrat, auf einem Theaterzettel vom 14. Oktober: „Wenn etwa unsere gestrige Arbeit und vorgestellten ^xercitien nicht nach genügsamer Contentement einer angewesenen Assemblö repräsentieret werden, verhaftet man, solche zu excusieren, weil es der Anfang gewesen, promittiren aber anbei, was in ge- nuglamer Vergnügung gestern manquiret, anheute m t desto mehrern Fleiß zu ersetzen." Die Bitte um guten Besuch wird häufig unter Anführung der L- Fanillienverhältnisse vorgebracht, ebenso die Bitte an das verehrte Publikum, die Bühne nicht zu betreten.
Die Ankündigung, daß ein Theaterspiel stattfinden werde, geschah bis tief in das 17. Jahrhundert hinein gewöhnlich durch Ausrufer, die mit Trommeln und Trompeten, von der ganzen Truppe begleitet, durch die Straßen zogen und umständlich mitteilten, welch großartiges Schauspiel das verehrliche Publikum zu sehen bekommen würde. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts bürgerte sich der Theaterzettel bei den Wandertruppen immer mehr ein, und er enthielt manchmal sehr lange Inhaltsangaben der stucke, so daß engbedruckte Folioblätter auf beiden Setten gefüllt waren. Oft aber wurde er auch ausgiebig zu Anpreisungen und zu allen möglichen Mitteilungen benutzt, die sich auf einem Theaterzettel sehr sonderbar ausnehmen. Vorläufer des Theaterzettels gab es an einzelnen Stellen allerdings schon vor dem 17. Jahrhundert. Der erste -Theaterzettel, der uns erhalten ist, war eine geschriebene Ankündigung einer Passionsaufführung m Hamburg in. niederdeutscher Sprache. Der älteste gedruckte Theaterzettel bezieht sich auf eine Auf- suhrimg m Rostock im Jahre 1520 und beginnt mit den Worten: „Durch Gunst und Erlaubnis der geistlichen und der weltlichen Obrigkeit wird man hier am kommenden Sonntag zu der Ehre Gottes ein schönes inniges und bedeutsames Spiel veranstalten üom ötanö der Wett und sieben Altersstufen der Menschen, wodurch in sieben Kapiteln das Leiden
Die ungewollte Komik ist in den barocken An- Preisungen all der Wunder, die in den „Maschinen- tomobien gezeigt werden, für den heutigen Leser ubermaltigend; das damalige, noch nicht so skeptische i-ubttkum nahm es aber sehr ernst, wenn ihm zum Beispiel m einem Zettel der „Neuberin" in dem rcxaulp,e -ruchlosen Leben und erschrecklichen S"b,L?cs wel bekannten Erz-Zauberers Dr. Johann ^aust mitgeteilt wurde, man werde sehen- ,Ein. Rabe kommt aus der Luft und holt die Handschrift oes Dr. Faust. Ein fürmitziger Hofbedienter, welcher den Faust verspottet, bekommt sichtbarlich Hörner an der Stirn. Ein Bauer handelt dem Dr. Faust em Pferd ab, und sobald er es" reitet, verwandelt " r'lS 55 bündel Heu. Hans Wurst will gern »iel Qielö haben; ihn zu vergnügen, läßt Mephisto- pheles Gold regnen usw." — Um dem Publikum öurd) den Titel einen größeren Anreiz zu geben, wurde oft noch ein zweiter Titel angehängt, also zum Beisplssl „Emilia Galotti oder der hinter- gangene Fürst". — „Minna von Barnhelm ober der Ma,or mit dem steifen Arm". — „Romeo und
« der unvermutete Ausgang auf dem Kirchhofe — „Claoigo oder das Leichenbegäng- ^Postzug ober die um einen Zug Pferde
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Stockholm, 10. Juni. (Europapreß.) Die . den USA. gegen Argentinien verhängten wirtschaftlichen Maßnahmen, mit denen das Land gezwungen werden soll, seine Neutralität aufaugetren und auf die angloamerikanische Linie einzuschwenken, haben zu einer schweren Wirtschaftskrise in Argentinien geführt. Angesichts des Boykotts des Hafens von Buenos Aires durch die USA., deren Schiffe sich nur noch des Hafens von Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay am anderen Ufer der La-Plata-Mündung, bedienen, ist der Seeverkehr zwischen Buenos Aires und den USA.-
stchtigung der kriegswichtigen Aufgaben der Reichsbahn dringend erforderlich und nach den Anordnungen zulässig ist. Cinzelbesteller, z. b. Freischaffende, müssen auf einem Vordruck eine schriftliche Erklärung abgeben, in der auf die strafbaren Folgen bei Inanspruchnahme eines Bettplatzes für andere Zwecke hingewiesen ist. Für Schwerkriegsbeschädigte und Verwundete sind Ausnahmen zugelassen. Für Reisen aus persönlichen Gründen (Erholung, Besuch usw.) werden Karten erst am Reisetage ab 15 Uhr verkauft. Bettkarten 3. Klasse sind ausgenommen.
Oie Weimar-Festspiele.
Auf den Weimar-Festspielen der deutschen Jugend werden die jungen Kulturschaffenden der Völker Europas zusammentreten. Arbeitsgemeinschaftender Jugendabordnungen werden Fragen der kulturellen Erziehung, der Pressearbeit, der Schrifttums- und Rundfunkarbeit der Jugend erörtern. Die Ausstellungen „Junges Schaffen", „Jugendbuch", „Jugendpresse und „Jugend und Theater" sowie die Verleihung eines Jugendbuch- und Musikpreises werden ein Bild des gemeinsamen Wollens vermitteln. An festlichen Aufführungen im Deutschen Nationaltheater sind Schillers „Räuber", Goethes „Faust" und Wagners „Meistersinger" vorgesehen, ferner die
Ausführung von Fritz Helkes „Maximilian von! i Mexiko". Der Festvortrag eines italienischen Jugendvertreters über Dante und das Gemeinschaftskonzert der deutsch-italienischen Jugend sind Ausdruck der freundschaftlichen Zusammenarbeit der Jugend. Im ; Mittelpunkt der Kulturkundgebungen steht ein Fest» ; att mit der Rede des Reichsjugendführers Ax- ; mann. Auf der Schlußkundgebung wird Reichs- : (eiter v. Sch.ira ch sprechen. Zu den Veranstal- : hingen in Weimar vom 18. bis 23. Juni begrüßt [ die Hitler-Jugend Führerabordnungen aus Bulga- ; rien, Dänemark, Finnland, Kroatien, den Nieder- , landen, Norwegen, Rumänien, Slowakei, Spanien : und Ungarn sowie der flämischen und wallonischen ; Jugendorganisationen. Die Abordnungen nehmen : anschließend als Gäste der italienischen Staats- . jugend an der Kulturkundgebung in Florenz teil.
Echwerkriegsverletzte im Handwerk.
Ndz. Zur Wiedereinführung der Kriegsversehrten! in das Berufsleben äußerte sich auf einer Veranstaltung der Handwerkskammer Berlin der Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik der Berliner Charits und des Oskar-Helene-Heims, Professor Dr. Kreuz. Schwerverletzte, bei denen Bein-Amputationen erfolgten, seien wieder voll einsatzfähig in ihrem Berus. Bei Handverletzungen gäbe es entweder die Schaffung eines Ersatzes durch eine Kunsthand oder die Auswahl der ärztlichen Operationen in der Richtung, daß der Versehrte auch ohne Kunsthand wieder für seinen oder einen verwandten Beruf arbeitsfähig gemacht werde. In der Kru-- l e n b e r g - O p e r a t i o n habe sich eine Lösung gezeigt, Sie auch die natürliche Sensibilität der Haut berücksichtige. Ziel des ärztlichen Bestrebens sei es, auch bei Verlust der Hand die Berufsfreuds wieder zu wecken, so daß der Bersehrte in der Lage sei, an seinem alten Arbeitsplatz oder in einem verwandten Beruf vorrvärtszukommen. Lcmdes- handwerksmeister Lehmann bezeichnete es als eine der dornehmsten Aufgaben des Handwerks, für die Unterbringung kriegsversehrter Soldaten inden Handwerksbetrieben zu sorgen. Films zeigten, wie erfolgreich diese Bestrebungen sind. So kcmnten Schwerverletzte, die beide Unterarme verloren haben, für handwerklichen Einsatz beim Feilen, Drehen, Schmieden, Sägen usw. ausgebildet werden.
Kleine politische Nachrichten.
Gesandter Thomsen, der vom Führer mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes ausgezeichnet wurde, spricht am heutigen Donnerstagabend 19.45 Uhr, im Rund f un k über das Thema „Auf diplomatischem Vorposten in den USA."
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Der spanische Außenminister Serrano Suner ist in Begleitung seiner Gattin nach Italien abgereist, wo er Gast des italienischen Außenministers Graf Ciano fein wird.
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Der D u c e nahm unerwartet an einer Aufführung für italienische und deutsche Verwundete unb Soldaten in der Römischen Oper teil. Der Duce, der von Parteisekretär Minister Vidussoni begleitet war, wurde begeistert gefeiert und besichtigte anschließend die Ausstellung im Felde stehender italienischer Künstler.
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Englische Flugzeuge warfen erneut Spreng- und Brandbomben auf Tarent ab. Es entstanden einige Brände, die rasch eingedämmt und gelöscht wurden. Bisher wurden an Opfern 20 Tote und 74 Verwundete festgestellt. Die Bevölkerung bewahrte eine beispielhafte Haltung.
♦ „Italienische U-Boote versenkten im Attantik feindliche Handelsschiffe von insgesamt 38 000 Tonnen, von denen 27 000 Tonnen auf Tanker entfallen.
Aus aller Welt.
Bogoljubow schlägt Aljechin.
'Schon die erste Runde im Kampf der sechs Schachmeister in Salzburg brachte eine groBe Uebertaschung. Bogoljubow spielte sicher und verstärkte den positionellen Druck bis zur Eroberung von zwei Bauern. Dr. Aljechin, der in Zeitnot geriet, 'mufcte seine Züge fortgesetzt aus den stark drohenden Freibauern seines Gegners abstellen. Schließlich ging noch ein Bauer verloren und der vorrückende Freibauer zwang den Welt- meister zur Aufgabe. Der 18jährige Hamburger Nlaus Junge vermochte gegen den Europameister to t o I B (Schweden) das Stellungsübergewicht zu erlangen, geriet jedoch am Abend ebenfalls in große ■öeünot. Die Partie endete unentschieden. Die dritte
Oie Aleuteu.
Die A l e u t e n sind eine Inselgruppe, die von der Südwestgruppe Alaskas bis an die ostsibirische Halbinsel Kamtschatka reicht. Gleichzeitig scheidet sie das Bering-Meer von dem Stillen Ozean.
Die Aleuten gehören zu dem USA.-Territorium Alaska und erstrecken sich in einem 2300 Kilometer langen Bogen zwischen dem 51. und 55. nördlichen Breitengrad, was etwa in seiner Ausdehnung der Entfernung von Königsberg in Ostpreußen nach Madrid entspricht. Die Aleuten werden von 150 Inseln gebildet, deren Gesamtfläche mit 38 000 Quadratkilometer etwas größer als die Mark Brandenburg ist. Sie werden aber nur von rund 1100 Eskimos bewohnt, die seit der russischen Herrschaft, die bis 1867 dauerte, neben ihrem Heimatdialekt auch russisch sprechen. Ihre Hauptbeschäftigung ist die Jagd auf Seetiere, die sie in kleinen, ungemein schnellen Booten geschickt zu erlegen verstehen. Die wichtigste der Inseln ist Unalaska, auf der der jetzt so viel genannte Hafen Dutch Harbour liegt. Die Insel ist mit ihren 3090 Quadratkilometern (und rund 800 Einwohnern) etwas kleiner als Braunschweig. Dutch Harbour liegt 2200 Kilometer von den Kurilen entfernt, einer Inselgruppe von ähnlich erdgeschichtlich-vulkanischem Aufbau zwischen dem eigentlichen Japan selbst und der yst- sibirischen Halbinsel Kamtschatka.
Beängstigende Nekordzahlen.
Lis s a b o n, 11. Juni. (Europapreß.) „Wenn Hitler die Seeherrschast gewinnt, dann ist es mit England zu Ende", stellt die „Daily Mail" fest, bis dahin wäre es anscheinend gar nicht mehr so weit. Wenn Hiller noch weiter nach Osten vordringe, wären die letzten Reste der britischen Blockade weggeräumt, und der bereits überlasteten englischen Schiffahrt würden neue Lasten aufgebürdet.' „Wo stehen wir eigentlich?", fragt das Blatt bann. Aus Len USA. eingetroffene Berichte besagten, daß die Verbündeten mehr Schiffe verlören, als sie bauen könnten, die Deutschen ihrerseits aber mehr U-Boote bauten, als die Alliierten versenken könnten. So hätten die Verbündeten in noch nicht mal fünf Monaten 250 Schiffe verloren. Ein anderer Bericht meldet, daß die Alliierten allein im Atlantik in der letzten Woche 24 Schiffe einbüßten. Das feien beängstigende Rekordzahlen. Wie unerträglich die Notlage des britischen Schiffsraumes bereits geworden sei, gehe auch aus dem Aufruf des britischen Ernährungsministers hervor, der die britischen Landwirte aufgefordert habe, weitere 500 000 Acres zu bebauen, damit die „ernsten Schiffsverluste" wettgemacht werden könnten.
Staatspräsident Or. Hacha vom Führer empfangen.
« e r l i n , 10. Juni, (DNB.) Im Anschluß an ba<T Staatsbegräbnis für den abgeschiedenen stellvertretenden Reichsprotektor ^-Obergruppenführer und General der Polizei Heydrich empfing der Führer in der Neuen Reichskanzlei im Beisein des Reichsministers und Chefs der Reichskanzlei, Dr. Lammers, des Leiters der Parteikanzlei, Reichsleiter B o r m a n n , des Reichsführers Himmler sowie des ^-Oberstgruppenführers und Generalobersten der Polizei D a l u e g e den Staatspräsidenten des Protektorats Böhmen und Mähren, Dr. Hacha, sowie die Mitglieder der Protektorat s r e g i e r u ng und den Protektoratsgesandten Dr. C h v a l k o w s k i zur Entgegennahme ihrer Beileidsbezeugungen.
Oer ungarische Besuch im Führerhauvtquartier.
S-B.e Hin, 10. Juni. (DNB.) Der Führer hat dem Königlich Ungarischen Ministerpräsidenten und Außenminister von Kollay das Großkreuz b?s Deutschen Adlerordens verliehen. Ministerpräsident von Kollay hat nach seinem Besuch im Fuhrerhaupt-
gentinien sich zu einer Aenderung seiner Äußern Politik entschließen und Roosevelts erpresserischem Druck nachgeben würde.
Oer Aufstand in Güdiran.
Rom, 10. Juni. (Europapreß.) Verschiedene Gebiete Südirans sind nach einer Meldung des „Mes- saggero" aus Erzerum fest in den Händen der Aufständischen. Täglich träten Iraner den a u f ft ä n = disch.en Kurden bei. Die englischen Besatzungstruppen seien an verschiedenen Orten ohne Erfolg mit Panzerwagen gegen die Aufständischen vorgegangen. Dabei seien zahlreiche britische Soldaten von den Kurden gefangengenommen worden. Sabotageakte wurden aus Arabistan und Luristan gemeldet, wohin die Engländer Verstärkungen geschickt hätten. Irakische Nationalisten hätten die Grenze überschritten, um sich mit nationalistischen Iranern im Kampf gegen die Engländer und Bolschewisten zu vereinen.
Oie europäische Landwirtschaft.
M a b r i b , 10. Juni. (Europapreß.) In Madrib sprach auf Einladung des spanischen Londwirt- schaftsministers der Berliner Universitätsprofessor und Präsibent des Lanbwirtschafttichen Forschungsinstitutes Dr. Konrad Meyer. Er betonte, baß der Sieg der Achsenmächte ein Aufblühen der europäischen Landwirtschaft, die Vermehrung der Boden- produktion, die Schaffung natürlicher Lebensmöglichkeiten und einen gerechten Ausgleich zwischen Jnbustrie und Landwirtschaft bringen werde. Sichere Märkte, feste Preise, stabile Wirtschaftsbeziehungen und damit die Ausschaltung von Krisen, würden die Ergebnisse sein. Der Vortrag, in dem besonders unterstrichen wurde, daß der Wiederaufbau auf' gesundem Bauerntum und produktiver Landwirtschaft fuße, wurde mit starkem Beifall ausgenommen.
quartier an den Führer ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: „Der unbedingte Siegeswillen des deutschen Volkes und seines Führers hat meinen unveränderten Entschluß noch gefestigt, am gemeinsamen Abwehrkampf dem gegebenen Worte treu mit höchster Kraftentfaltung teilzunehmen." — Ministerpräsident von Kallay schilderte einem Mmisterrot seinen Besuch im Führerhauptquartier. Der . Presse erklärte er, die Eindrücke feines Deutschlandbesuches hätten zu dem Entschluß beigettagen, die gesamte Kraft des Landes auf die Losung der nationalen Aufgaben zu konzentrieren. Dazu zähle in erster Linie die Kriegsteilnahme, ferner die Höchststeigerung der gesamten Produktion. Die geringste Stockung sei unzulässig.
Noosevelis Druck auf Argentinien.
meter hinter der Ofsensiolinie! Das ist der Unterschied zwischen dem 8. Dezember 1941 und dem 10. Juni 1942. Die Verteidigungslinie der USA., an die jetzt die Japaner mit kühnen Offensiostößen herangegangen sind, stützt sich auf das stumpfe Dreieck Dutch Harbour—Hawai - Inseln—Panamakanal. Die Hawai-Jnseln bilden die Höhenspitze dieses Dreiecks, der auf her Grundlinie des Dreiecks San Franzisko in 3500 Kilometer Entfernung entspricht. Nordostspitze sowohl der offensiven Aufmarschlinie wie der Verteidigungslinie sind die Meuten mit Dutch Harbour als operativem Mittel-


