schon bestehende Oelknavpheit der USA. verstärken. Die Tanker sind jetzt schon in den USA. äußerst knapp, da die Kriegsmarine viele beschlagnahmt hat und nun die großen Verluste durch deutsche U-Boote dazukommen.
Die Kriegspläne Roosevelts werden durch die deutsche U-Boot-Osfensive umgeworfen, denn nun müssen nicht nur die USA.-Streitkräste zum Schutz der eigenen Schiffahrt aufgeteilt und eingesetzt wer. den, sondern die Neubauten an Handelsschiffen müs. sen zur Auffüllung der entstandenen Lücken dienen anstatt zur Vergrößerung der Flotte. Der Transport größerer Expeditionen wird so gut wie unmöglich.
Dazu kommt noch, daß auch der USA.-Schiffs- verkeyr über den Nordatlantik zur Belieferung der Alliierten geschädigt wird. Auch der Verkehr der USA. mit Mittel- und Südamerika, der nach der Abschneidung von Südostasien an Bedeutung gewonnen hat, wird dadurch gestört. Der Vorsitzende des brasilianischen Schiffahrtsausschusses erklärte bereits, daß der Schiffsverkehr mit den USA. fast ganz unterbrochen fei. Wenn man bedenkt, daß an der pazifischen Küste Amerikas japanische U-Boote Handelskriea führen, so kann man sich vorstellen, daß die überseeische Handelsbetätigung und Verkehrsleistung der USA. auf das stärkste betroffen werden. Die Ausstrahlungen des deutschen U-Boot-Einsatzes in westatlantischen Gewässern reichen also bis nach Murmansk, bis Südamerika und bis in den Pazifik.
Für England und die USA. ist dieser Krieg mehr
denn je eine Frage der Schiffahrt und der Beherrschung der Seewege. Die ^Alliierten sind nur über See erreichbar. Jede Beeinträchtigung ihrer Seemacht und Schiffahrt muß zu einem empfindlichen Rückschlag führen. „Daily Telegraph" schrieb: „Schiffe, Schiffe und mehr Schiffe werden gebraucht; für das britische Volk ist es die Tonnage, die eine Veränderung in der Stellung der Waagschale bestimmen wird." Je knapper die Tonnage wird, desto schwerer wird die gesamte britische Verteidigung. Der Mqrinerninister Alexander wies kürzlich darauf hin, daß eine gewöhnliche Panzerdivision mit Personal und Ausrüstung allein 7000 motorisierte Fahrzeuge brauchte, die auf Schiffen über See befördert werden müßten. Da England zudem noch nach Nordafrika, Indien und Australien den Mittelmeerweg nicht benutzen kann, muß es den viel längeren Kapweg nehmen, so daß, wie Churchill feststellte, die großen Frachter nur noch drei Reisen im Jahr nach dem Osten ausführen können. Bis jetzt habe die britische Flotte zwischen England und der Niederlage gestanden, meinte Alexander. Das ist ein schwacher Trost für England, wenn es sieht, daß eben diese Flotte den Durchmarsch der deutschen Schlachtschiffe durch den Kanal, den Fall Singapurs und Malayas nicht hindern konnte, und den westlichen Pazifik und selbst den Indischen Ozean vor den Japanern räumen mußte, während das Mittelmeer allmählich dem britischen Dreizack entgleitet. Wie lange also wird die britische Flotte noch die letzte Stellung halten können? Das Ende ist nur noch eine Frage der Zeit. DSW.
Ein schwerer Schlag für Englands Selbstvertrauen.
Stockholm, 7. März. (Europapreß.) General Sir Hubert Gough, der als Oberbefehlshaber der 5. britischen Armee im Weltkrieg bekannt geworden ist und als Militärsachoerständiger in England gilt, greift in der Zeitschrift „Truth" den „Defensiv- g e i ft" an, der die ganze britische Militärtaktik beherrsche. „Die Lage im südwestlichen Pazifik", erklärt er, „ ist t o t a l v e r p f u s ch t worden, weil die Engländer es unterlassen haben, in Südburma Truppen zu konzentrieren, die Verbindung zwischen Burma und Indien zu sichern und sich zusammen mit den Chinesen mit aller Kraft auf die Japaner auf Malakka zu werfen. W a v e l l sollte vor ein Kriegsgericht gestellt werden, weil er und kein anderer die Verantwortung hat für diese Versäumnisse. Er hat die Italiener einmal besiegt und seitdem bedeutet er die einzige militärische Hoffnung des Imperiums. Man vergißt, daß er seinen Sieg zu einem Zeitpunkt gewonnen hat, an dem die Italiener nicht wünschten, in einen Kampf verwik- kelt zu werden. Nachher überlistete Rommel den General Wavell nicht weniger als zweimal. Waoells Taten in Syrien sind wahrhaftig alles andere als alänzend, wenngleich sie etwas besser (Miefen als seine Operationen in Griechenland."
„Der Verteidiger von Malakka, General P e r- cival, ist", so sagt Gough, „bis zum Rand mit Ideen von einer defensiven Kriegführung vollgepfropft, er hat nicht ein einziges Mal eine richtige Schlacht durchgekämpft. Er hat niemals seine Truppen gesammelt und den Feind in der Bewegung ange griffe tu Er hat nicht einmal davon geträumt das zu tun." Auch Percivals Verteidigung von Singapur wird kritisiert? „3n Singapur waren, wie man erfährt, die Küsten der Insel nicht mit Stacheldraht versehen. Die Maschinengewehrstellungen waren nicht genügend vorbereitet, und die Feldartillerie war offenbar sorgfältig so aufgestellt, daß sie die Zufuhrwege der Japaner nicht unter Feuer nehmen konnte. Percioal hat niemals mit seinen gesamten Streitkräften die japanischen Landungstruppen angegriffen, sondern sich immer in Verteidigungsstellungen gehalten." General Gough schließt daraus, daß England niemals im Leben mit den jetzigen Methoden den Krieg gewinnen könne.
Auch in der Presse werden heftige Anklagen gegen den „Defensivgeist laut. Man fordert größere Aktivität und schnellere Entschlüsse. So schreibt „Daily Expreß", das britische Empire befinde sich in einer sehr ernsten Gefahr. Es sei eine Lage entstanden, Der jetzt unbedingt und mit größter Schnelligkeit entgegengewirkt werden müsse. Noch in diesem Jahre müsse man „Pläne zur Rettung des Em- vire" ausarbeiten. Es habe keinen Zweck, stets dringende Angelegenheiten, wie man dies bisher dauernd getan fyabe, auf morgen, übermorgen ober
Graf Zeppelin.
Zu seinem 25. Todestage.
Es ist lange her, seitdem wir zum letzten Mal einen Zeppelin in seiner stolzen Ruhe und Sicherheit durch die Luft gleiten sahen, noch länger, daß wir auf den Straßen, am Fenster, auf den Dächern standen, uns nach dem ersten Luftschiff die Hälse ausreckten und, als es erschien, vor jubelnder und staunender Begeisterung heiser schrien. Die rasend schnelle Entwicklung der für den Krieg entscheidend wichtigen FluAeuge hat gegenwärtig das Luftschiff in den Hintergrund gedrängt. Der Name seines Erfinders aber wird dem deutschen Volke immer ehrwürdig bleiben als eines Mannes, der viele Jahre lang, von fast allen verkannt und verlacht, einsam und unbeirrbar für seine Idee kämpfte und sie gegen alle Widerstände, Schwierigkeiten, Rückschläge zum Siege führte.
Als Offizier hatte Graf Zeppelin eine hervorragende Tüchtigkeit bewiesen; während des Krieges von 1870 war fein Name durch einen kühn durchgeführten Erkundungsritt bekannt geworden. Ungewöhnlich schnell durchlief er die militärischen Grade und schied 1891 im Alter von 53 Jahren als Generalleutnant aus dem Dienst aus. Als er stch dann in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Kober dem Bau eines lenkbaren Luftschiffes zuwandte, wurde dies von den meisten als vornehme Marotte belächelt. Aber nicht nur das oberflächliche landläufige Vorurteil stand ihm im Wege, sondern auch das ernsthafter Gelehrter und Autoritäten. Kein Geringerer als Siemens hatte das Problem des lenkbaren Luftschiffes für unlösbar erklärt, der große Physiker Helmholtz hatte über die Zeppe- linschen Pläne ein vernichtendes Gutachten abgegeben. Der Graf wußte, daß seine Verfuche „ein Sprung ins Dunkle" waren, wie er selbst sie bezeichnet hat. Um so erstaunlicher ist es, mit welcher Klarheit ihm die Grundzüge seines Werkes von Anfang an vor Augen gestanden haben.
Es ist vielleicht das einzige Mal in der Geschichte der Technik, daß schon der erste Entwurf einer neuen Erfindung alle wesentlichen Merkmale und damit auch die äußere Gestalt aufweist, die für den
gar einen noch späteren Tag zu verschieben. Nein, jetzt dürfe keine Verzögerung mehr entstehen, denn man tjabe keine Zeit mehr zu verlieren. Mit Plänen für 1943, 44, 45 dürfe man sich jetzt nicht befassen, denn es müsse zuerst eine Grundlage für 1942 gelegt werden. Die unmittelbare Gegenwart sei für England so drückend, daß es sinnlos wäre, von einer fernen Zukunft zu sprechen oder für sie gar Pläne zu machen. Wenn wir das Kriegführen unseren Gegnern überlassen, werden sich die Dinge für uns weder in diesem, noch im nächsten Jahre bessern. Wir müssen die Achsenmächte jetzt a n g r e i f e n. In den vergangenen drei Monaten haben die Japaner neue militärische Methoden zur Anwendung gebracht, die eine Revolution des militärischen Denkens darstellen.
In der „Daily Mail" heißt es: Man habe in den letzten Tagen in England die britische Geschichte durchblättert, aber keine so erniedrigende Episode gefunden, wie die Uebergabe einer Armee von mehr als 70 000 Mann bei dem Fall von Singapur. Wohl sei einmal im Jahre 1756 ein englischer Admiral hingerichtet worden, weil es ihm nicht gelang, die englische Garnison der Inseln Minorca zu entsetzen, etwas Aehnliches wie Singapur kenne die Geschichte bis jetzt aber noch nicht. Die Oeffenllichkeit des Landes sei darüber entsetzt und frage immer wieder nach den Ursachen. Ge- schütze, Tanks und Flugzeuge allein könnten nicht einen Sieg bringen, solange nicht d ie Männer, die sie bedienten und deren militärische Führer vom echten Siegeswillen beseelt und eher bereit seien zu sterben als zu kapitulieren. England werde diesen Krieg nicht gewinnen, wenn es den Männern an der Spitze nicht gelinge, allen Engländern, ob zu Hause oder im Ausland, neues Vertrauen ein- zuflößen und den Krieg in Zukunft mit aller Kraft und ganzem Einsatz führen werde. Man habe in England das Empire als etwas viel zu Selbstverständliches hingenommen und sich nicht vergegenwärtigt, daß Großbritannien den Wohlstand seiner 45-Millionen-Bevölkerung nur dem Empire verdanke. Obwohl es in England sehr viele Arbeitslose gegeben habe, habe man weder daran gedacht, das Empire fortzuentwickeln, um sich dadurch einer Verpflichtung zu entledigen, noch genügend eigene Männer zur Verteidigung des Empire zu den Waffen zu rufen. Nach dem Versagen des Völkerbundes habe man sich auf die französischen Armeen verlassen, und jetzt glaube man,' die sowjetischen Armeen könnten England diesen Krieg gewinnen. Aber kein fremdes Land werde Großbritannien den Sieg bringen, sondern England müsse dieses Mal seine eigenen Leute einsetzen und eigene Opfer bringen.
endgültigen Typ charakteristisch werden sollte: der langgestreckte „starre", durch ein Aluminiumgerüst versteifte Körper, die Unterteilung in Gaszellen, die getrennten Motorgondeln und die Propellerwirkung im Widerstandsmittelpunkt. Diesen ersten Entwurf konnte Zeppelin im Jahre 1894 der wissenschaftlichen und militärischen Sachverständigenkommission vorlegen, die ihn aber ablehnte. Die un-
Graf Zeppelin mit seiner Tochter und Ingenieur Dürr in der Gondel seines Luftschiffes ,Z RIII" kurz vor dem Aufstieg. — (Scherl-Archiv-M.)
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günstige Begutachtung beirrte den Erfinder nicht, machte es ihm jedoch außerordentlich schwierig, die nötigen Geldmittel für den Bau zusammenzubringen. In der von ihm 1898 gegründeten „Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt" hatte er selbst den größten Teil seines Vermögens eingelegt Der König von Württemberg stellte ihm ein Domänenland am Bodensee als Baugelände zur Verfügung.
Der erste der hier gebauten „Zeppeline", ein vier- undzwanzigeckiges Gestell von 128 Meter Länge, einem Maximum-Querdurchschnitt von 11,65 Meter, einem Gasinhalt von 11300 Kubikmeter und zwei
Frankreich trauert um die Opfer des 3. Mrz.
»Die Geschichte wird über diesen Angriff einer einst verbündeten Tiation richten.-
Paris, 7. März. (Europapreß.) Unter einem grauverhängten Märzhimmel, aus dem vereinzelte späte Schneeflocken fallen, schickt Paris sich heute an, die Opfer des englischen Luftangriffes vom 3. März zu bestatten. Die Vertreter der Regierung haben sich in den Vormittagsstunden nach den Vororten begeben, wo in den würdig hergerichteten, mit Trauerflor ausgeschlagenen Sälen der Bürger- mefftereien oder sonst erhalten gebliebenen Gebäude die endlosen Reihen der aufgebahrten Särge ein trauriges Bild bieten. Zu Tausenden haben sich die Angehörigen der Opfer, die Vertretungen der Belegschaften und die sonstigen Bewohner dieser Vororte angesammelt, um in stummem Schweigen den Opfern des englischen Angriffs ihr letztes Lebewohl darzubringen.
Die Hauptfeier wird in dem am meisten betroffenen Arbeitervorort abgehalten. 250 Särge sind hier aufgebahrt. Etwa hundert der Opfer konnten nicht identifiziert werden. Vor der Bürgermeisterei ist ein schwarz ausgeschlagener Altar errichtet, an welchem der Abbe C h r i ft i n i in Abwesenheit des Pariser Kardinal-Erzbischofs Suhard, von einer großen Menschenmenge umgeben, den Trauergottesdienst abhält. Nach dem Trauergottesdienst verlas Justizminister Barthelemy, als Vertreter der französischen Regierung, eine Botschaft des Marschalls P 6 t a i n , in der es u. a. heißt: „Gatten, Mütter, Väter, Kinder, Brüder und Freunde der Opfer! Ich überbringe Euch die Botschaft des französischen Schmerzes. Don bitterer Trauer erfüllt, daß ich nicht meine Tränen mit den Euren vermischen kann, will ich Euch doch sagen, daß ganz Frankreich die Opfer beweint. Die Geschichte wird ihren Richterspruch über diesen Angriff einer ein ft verbündeten N a - t i o n fällen. Nichts kann die Angreifer von
ihrer Schuld lossprechen. Ihr Toten der Pariser Vororte und der Hauptstadt, tretet nunmehr ein in das Schweigen des in Trauer gehüllten Frankreichs, in das große Schweigen Gottes."
Während alle Teilnehmer der Feier in tiefstem Schweigen verharren, ertönt das von der republikanischen Garde in ihrer Paradeuniform gegebene militärische Trompetensignal des Großes an die Toten. Dann setzt sich der lange Zug der Lastautos in Bcwegeung, auf die die Sarge gebracht worden sind, um auf dem nahegelegenen Friedhof beige- jetzt zu werden.
Am Sonntagvormittag fand in der Notre- Dame-Kathedrale ein feierlicher Trauergot- tesbienft für die Opfer des britischen Luftüberfalls auf Paris statt. Die französische Regierung war durch Justizminister Barthelemy, die Botschafter de Brinon und Scapini und den Staatssekretär Lehi- deux vertreten. Deutsche Offiziere mit dem Kommandanten von Groß-Paris, Generalleutnant von Schaumburg an der Spitze, vertraten die Besatzungsmacht. Der Pariser Erzbischof Kardinal Suhard hielt die Predigt. Die Bevölkerung von Paris hatte bereits am Samstagnachmittag auf der Place de la Concorde von den Toten des 3. März Abschied genommen und ihr Andenken mit Blumen- spenden geehrt. An der Westseite des riesigen Platzes erhob sich vor der Brüstung der Tuilerien eilt großer mit einem weißen „F geschmückter schwarz ausgeschlagener Katafalk. Stundenlang bewegte sich die Menschenmenge in Vierrerreihen vorbei, um den Toten ihren letzten Gruß darzubringen. Auch in Vichy fand in Gegenwart des französischen Staatschefs Marschall P 6 t a i n , des Vizepräsidenten der Regierung Admiral Darlan sowie aller weiteren Mitglieder der Regierung in der Kirche St. Louis eine Trauerfeier statt.
Erfolgreiche Abwehrkämpfe an der Ostfront.
Berlin, 7. März. (DNB.) Die deuffchen Truppen führten in der er ft en Märzwoche erfolgreiche Abmehrkämpfe an allen Brennpunkten im Osten durch. Trotz des russischen Winters gelang es unseren Truppen, in beweglicher Verteidigung die unter starkem Einsatz unternommenen feindlichen Angriffe abzuwehren. Durch ununterbrochene Aufklärung wurden die Absichten des Gegners rechtzeitig erkannt und daraufhin seine Massenangriffe zerschlagen.
Auf der Halbinsel Krim verbluteten die bolschewistischen Verbände derartig im deutschen Abwehrfeuer, daß sie in den letzten zwei Tagen infolge der hohen Verluste ihre Angriffe einstellten. Bis zum 7. März wurden von den Kampfabschnitten auf der Krim über 2200 Gefangene gemeldet. Die eigenen Angriffsunternehmungen zeigten gute Erfolge. Die geschickte Führung des Abwehrkampfes zeigte sich auch während der Massenangriffe des Feindes im D o n ezgeb iet. Deutsche Verbände zerschlugen in vorbildlichem Zusammenwirken mit Kampf- und Sturzka mpfoerbänden die feindlichen Angriffsgruppen. Dabei stießen die deutschen Panzer in den weichenden Feind hinein und fügten ihm schwere Verluste zu. Auch ostwärts Kursk und Drei erlitt der Gegner bei erfolglosen Angriffen hohe blutige Verluste. Ostwärts Gshatsk versuchte der Gegner gleichfalls — wie auch nordost- märte des Ilmensees — die deuffchen Stellungen zu durchbrechen. Bei zunehmender Külte stteßen unsere Truppen gegen den örtlich eingedrungenen Feind vor und riegelten die Einbruchs stelle ab. Die Luftwaffe unterstützte diese harten Erdkämvfe wirkungsvoll. Der Feind verlor vom 2. bis. 6. März 113 Flugzeuge.
Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.
DRV. Aus dem FührerhauplquarNer, 8. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Donez-Gebiet und an der Front o ft ro ä r 15 Charkow scheiterten jahlreiche von starken Kräften geführte Angriffe des Feindes. An weiteren Stellen sind noch Kämpfe im Gange. 3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront dauern die Abwehrkampfe an. Bei eigenen Angriffsunlernchmungen warfen verbände des Hee
res und der Waffen-^ den Gegner aus mehrereu Stützpunkten und gewannen trotz zähen feindlichen Widerstandes Boden. Der Feind verlor hierbei zahlreiche Gefangene, darunter einen Divisionskommandeur, und über 3000 Tote. 3n Luftkampfen schossen deutsche 3äger 22 Sowjetflugzeuge ab. Bel Flugplahbekümpfung wurden 9 Flugzeuge am Boden zerstört.
3n Nordafrika lebhafte beiderseitige Spähtrupptätigkeit. Deutsche Sturzkampfflugzeuge versenkten im Hasen von Tobruk durch Volltreffer einen Frachter von 3000 BRT. und drei Leichter. Durch Tiefangriffe deutscher Kampfflugzeuge wurde die westägyptische Eisenbahnlinie an verschiedenen Stellen unterbrochen. Die militärischen Anlagen der 3n- sel Malta lagen bei Tag und Nacht unter wirksamen Bombenangriffen.
Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 7. Marz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Osten wurden mehrere Angriffe des Feindes abgewiesen. Die Luftwaffe unterstützte eigene Angriffsunternehmungen durch vernichtende Schläge gegen feindliche Stellungen und Truppenansammlungen an der oberen Wolga sowie im Lowat-Abschnitt. Finnische Luftstreitkräfte zersprengten an der karelischen Front mit Kampf- und 3agdverbändcn Kolonnen und Truppenbereitstellungen des Feindes. 3n der Zeit vom 25. Februar bis 5. März verlor die sowjetische Lustwaffe 197 Flugzeuge. Davon wurden 165 In Luftkämpfen und 16 durch Flakartillerie abgeschossen. Der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 31 eigene Flugzeuge verloren.
3n Rordafrika unternahmen deutsche Truppen einen erfolgreichen Aufklärungsverstoh. Sturzkampfflugzeuge und leichte Kampfoerbände der deutschen Luftwaffe bekämpften in der östlichen Cyre- naifa Zeltlager, Kraftfahrzeugansammlungen und Betriebsstoffanlagen des Feindes. Bei den Angrif-
14,7pferbigen Daimler-Motoren war im Juni 1900 vollendet. Am 30. Juni sollte die Probefahrt statt- sinden, mußte aber wegen ungünstiger Witterung bis zum 2. Juli verschoben werden. Am Abend dieses Tages, kurz nach 8 Uhr, verließ das Luftschiff zum erstenmal die Halle und stteg zu einer Höhe von 400 Metern über dem Bodensee auf, wo es verschiedene Kurven beschrieb. Eine Störung zwang jedoch den Lenker, nach 17 Minuten zu landen, was trotz Dunkelheit und heftigen Windes glatt vonstatten ging. Gewisse.Beschädigungen, die das Schiff beim Zurückbringen in die Halle erlitt, konnten rasch beseitigt werden, und zwei weitere Probeflüge am 17. und 21. Oktober erwiesen einwandfrei die Brauchbarkeit des Modells.
Nun aber waren die wirtschaftlichen Kräfte Zeppelins erschöpft, und nur durch einen Aufruf an die Öffentlichkeit konnten die Mittel zum Bau eines verbesserten und vergrößerten Luftschiffs beschafft werden. Heber diesem zweiten Modell schwebte ein Unstern. Bei seiner ersten Probefahrt am 17. Januar 1906 erhob es sich sofort bis zu 450 Metern, wurde aber von erfctr starken Luftströmung landwärts getrieben. Das Seitensteuer geriet in Unordnung, mehrere Motoren versagten, und eine Stunde nach dem Aufstieg mußte es auf einer kleinen Wiese bei Kißlegg im Allgäu landen, wo es in der nächsten Nacht durch einen plötzlich aufge» kommenen Sturm so schwer beschädigt wurde, daß Zeppelin selbst den Befehl geben mußte, es an der Unglücksstelle in Stücke zu schlagen.
Aber ungebrochen ging er sofort an den Bau eines neuen Modells, dessen Probefahrten so günstig verliefen, daß die (Stimmung in Regierungskreisen umschlug. Die Heeresverwaltung erwarb L. l. UI, und es wurden 2,5 Millionen für den Bau eines neuen Luftschiffes bewilligt. Dieser L. Z. UI war es, der im August 1908 feine berühmte Fernfahrt das Rheintal hinunter nach Schwaben machte und in ganz Deutschland ungeheure Begeisterung hervorrief. Ebenso groß aber war auch das Entsetzen des ganzen deuffchen Volkes bei der Kunde der Katastrophe von Echterdingen, wo durch eine elektrische Entladung das stolze Schiff vernichtet wurde. Dennoch wurde dieser scheinbare Hnglücks- tag zum Tag der Wende für das Werk Zevpelins. An diesem Tage bekannte sich das deuffcye Volk
zu ihm, aus feiner Mitte heraus brachte es in kürzester Frist eine Nationalspende auf, die es dem Erfinder ermöglichte, an dem Werk weiterzubauen und es zu immer größerer Vollkommenheit auszugestalten, so daß es für die ganze Welt zum unerreichten Vorbild wurde. Was aber den Grafen Zeppelin für alle Zeiten zu einem so beispielhaften Deutschen macht, das ist die echt deutsche Verbindung von Idealismus und praktischer Nüchternheit, die geniale Schau des großen Werkes und die unbe' irrbare Treue im Durchhalten und Heberwinden der unzähligen Schwierigkeiten und Widerstände.
Schöne alte Wen.
Die Stadt Würzburg gelangte vor einigen Jahren in den Besitz einer Sammlung, die ebenso selten wie kostbar ist. Es ist die reichhaltigste und vollkommenste Hhrensammlung Deutschlands und enthält ungefähr 400 Hhren, darunter die älteste erhaltene Räderuhr, die nach den neuesten Forschungen um 1350 oder noch früher entstanden ist und somit ein Alter von nahezu 600 Jahren aufweist. Trotzdem ist sie heute noch betriebsfähig. Die Sammlung stammt von dem über Deutschland hinaus bekannten Hhrenspezialisten Gustav Frischholz und gilt in Fachkreisen als die vollständigste historische Hhrensammlung im Reiche. Sie enthält Muster aus allen Gebieten der Heitmeßkunst in geschichtlicher Reihenfolge. Haus- und Zimmeruhren aller Jahrhunderte 'fanden sich hier zusammen. Eiserne Hhren der gotischen Zeit, die frühesten Erzeugnisse des Schwarzwaldes aus Holz mit Glasglocken und Spielwerk. Taschenuhren aus der Zeit Peter Henleins, bogenförmig und in Eiform, Hhren der Renaissancezeit, des 17. Jahrhunderts in Formen kleiner Gebetbücher, in Kreuzformen, neben reizenden Rokoko-Damenührchen. Man sieht prachtvolle alte Sonnenuhren mit Kalendarium, Mondphasen, Windrichtungsanzeiger usw. ausgestattet. Die interessante Sammlung, die vorläufig in den Räumen des Mainfränkischen Museums Aufnahme fand, stellt eine einzigartige kulturhistorische Sehens« Würdigkeit dar, in der sich ein gut Teil deutsche» Geschichte jpiegelt. K,Lk


