schehen. Auch darf ein Unternehmer einen solchen einzelnen Urlaubstag nicht zur Unzeit gewähren, womit er seine Fürsorgepflicht verletzen würde. Die Freizeit muß immer den Urlaubscharakter behalten. Das verlangt z. B. auch, daß die betroffenen Gefolgsleute rechtzeitig vorher wissen, daß sie an dem bestimmten Tage Urlaub haben und sich darauf einrichten können. Ein plötzliches „Feiern-Mussen kann nicht einfach zum Urlaub gestempelt werden. Das Risiko eines solchen plötzlichen Feiern-Mussens bleibt immer bei dem Betriebsführer.
E fernes Sparen ist sicheres Sparen
NSG. Auf vielfache Anfragen teilt die Gaurechtsberatungsstelle der Deutschen Arbeitsfront mit: Durch die Durchführungsverordnung über das Eiserne Sparen vom 10. November 1941 ist dem Sparer die unbedingte Sicherheit gegeben, daß ihm der bei der Lohnzahlung abgezogene Sparbetrag nicht verloren geht. Die Sicherungsmaßnahmen sind in § 10 enthalten. Danach hat der Unternehmer bei der Lohnzahlung den in der Sparerklarung gezeichneten Betrag vom Arbeitslohn einzubehalten und ihn innerhalb einer Woche nach der Lohnabrechnung an das von ihm hierfür vorgesehene Kreditinstitut abzuführen.
Dem Unternehmer ist im übrigen aufgegeben, eine fortlaufende Nachweisung über die einbehaltenen Sparbeträge zu führen. In dieser Sparnachweisung sind die Namen der am Eisernen Sparen Beteiligten und die Höhe ihrer Beträge aufzuführen. Das Kr^itinstitut hat im Laufe des Jahres auf Der- langen dem am Eisernen Sparen Beteiligten Auskunft über die abgeführten Sparbeträge zu,erteilen. Schließlich haftet der Unternehmer dem Reich für die einbehaltenen Beträge. Damit hat auch das
Reich die Haftung dem Sparer gegenüber übernommen.
Dornotizen.
Theater der Universitätsstadt Gießen.
Das Dramaturgische Büro teilt mit: In d^x Wochenendaufführung der Lehär-Operette „Der Zarewitsch singt wegen Erkrankung des Herrn Hugo Hellmers-Hallwegh die Partie des Zarewitsch doch wie bisher Herr Walter Ecsy.
Unfug mit »reservierten T schen".
In letzter Zeit hatdasBelegenvonPlätzen in den Gaststätten einen nicht mehr zu,oer- tretenden Umfang angenommen und in zahlreichen Fällen zu schweren Unzuträglichkeiten geführt. Häufig wird eine große Anzahl von Tischen als belegt bezeichnet, obwohl die Tische längere Zeit unbenutzt bleiben. Für viele Gäste, insbesondere Wehrmachturlauber und andere, schwer arbeitende Volksgenossen ist es daher oft unmöglich, in den Gaststätten zur Einnahme von Mahlzeiten einen Platz zu finden.
Der Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat sich zunächst auf die dringende Empfehlung an alle Mitglieder beschränkt, die Belegung von Tischen nach Möglichkeit zu vermeiden. Soweit die Platzreservierung nicht vermieden werden kann, müssen bei der Reservierung auf der Karte die Anzahl der Personen und der Zeitpunkt angegeben sein. Ferner müssen Tische, die eine halbe Stunde nach der angegebenen Zeit nicht besetzt sind, anderen Gästen zur Verfügung gestellt werden. Dieses Verfahren ist den Mitgliedern durch die Amtsträger dringend nahegelegt worden. Sollten die Mitglieder
dieser Anregung nicht Folge leisten, so wird der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe zur radikalen B e s e i t i« g u n g der geschilderten Mißstände sich gezwungen sehen, die notwendigen Maßnahmen durch eine Anordnung festzulegen.
Wie he»ze ich meinen Ofen?
Wie heize ich meinen Öfen? Nun, ganz einfach, denken viele, mit Hilfe von leicht entzündlichen Gegenständen, wie Papier, Holzwolle oder gekauften Hilfsmitteln bringe ich Holz zum Brand, lege, wenn das Feuer stark genug ist, Kohle darauf,' schließe gelegentlich die Ofentür, gucke vielleicht noch einmal nach und bin mit mir und meiner Arbeit zufrieden, wenn er brennt
Da die meisten Menschen von der Alltagsphysik zu wenig wissen, gehört das Heizen leider zu denjenigen Dingen, die mehr schlecht als recht gehandhabt werden. Dabei hängt von der Kunst des richtigen Heizens so viel ab: nämlich die Behaglichkeit und Wärme unserer Wohnung. Es lohnt sich, auf richtiges Heizen zu achten, denn der Erfolg drückt sich schnell und sichtbar aus. Jede Heber» legung und Sorgfalt beim Heizen fördert den sparsamen Verbrauch unseres Kohlenvorrates.
Beim Heizen muß man auf einige grundlegende Dinge achten. Zum Verbrennen gehört Sauerstoff und Luft. Das hat man schon in der Schule gelernt. Rauch dagegen sind unverbrauchte Heizstoffe, die nutzlos in den Kamin gehen, also Verluste unseres kostbaren Vorrates. Um das Schwelen der Kohlen bei zu niedrigen Temperaturen und nicht genügender Luftzufuhr zu verhüten, müssen die Schwelgase hoch erhitzt werden durch hell brennende Flammen. Und dies alles muß erreicht werden mit mög
lichst wenig Holz und, nehmen wir an, mtt sechs Briketts, mehr können und wollen wir nicht verbrauchen.
Wir beginnen am besten, indem wir rechts und links hochkantig mit gutem Zwischenraum je eine Kohle hinlegen. Dazwischen tun wir zusammenge- drückte s Papier und wenige Holzstückchen darauf. Heber die beiden Kohlen leat man am geeignetsten quer zwei weitere Kohlen, so daß eine Brücke entsteht, und diese belasten wir mit einer fünften Kohle. Dann entzünden wir diesen Aufbau und schließen
Die Front braucht Deine Skier! Gib sie ihr! Gib sie ihr heute noch!
die Tür. Der Hohlraum unter der Brücke steht sofort in hellen Flammen.
Nach einiger Zeit sehen wir nach; ist der Hohl- raum ausgebrannt, so schieben wir das sechste Brikett in diesen Hohlraum. Don anqeglühten Kohlen umgeben, muß es sich nun schnell entzünden. Die Flammen verzehren die Schwelgase vollständig und alle Kohlen brennen gleichmäßig und vollständig aus. Sobald alle Kohlen in Glut sind, verschließen wir den Ofen und dürfen mit uns zufrieden 'sein. In kurzer Zeit nimmt der Ofen viel Wärme auf, und wir werden eine behagliche Temperatur erzielen, die mir bei dem geringen Verbrauch an Brennstoff nicht vermutet hätten. E. v. S.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter M Hauptictiriikleilers: Dr. Hans'ThYriot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr.Hans Thyriot: für Stadt Glesien, Provinz, Wirtfchaft u. Sport: Ernst Blumschein (beÄl.), i.B.: Dr.Hans Thyriot.
Druck und Verlag: Brühlsche Universttütsdruckeret R. Lange 6.9. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anretgenleiter: HanS Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeiaen:Theodor Kümmel. Pl.Nr.S,'
8*2
im 43. Lebensjahre mein lieber, froher Lebenskamerad, der herzensgute Vater unserer drei Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der
In dem Wunsch, seinem Vaterlande wieder als Soldat zu dienen, starb in Erfüllung dieser Pflicht am 29. Dezember 1941 durch einen Unglücksfall
Oberleutnant und Batteriechef
Dr. Leberecht Cassel
Inhaber des E. K. II 1914 mit Spange 1939.
In tiefer Trauer:
Willy Cassel, geb. Kreuter, Berlin-Zehlendorf, Ersteinerstraße 40
Frieda Cassel, Rittergut Rosdorf, Göttingen-Land
Joseph Kreuter und Frau, Gießen
Friedrich Cassel und Frau, Rittergut Rosdorf Traute Meyer-Burgdorf, geb. Cassel, Lübeck Gebhard Cassel und Frau, Hamburg Professor Dr. Meyer-Burgdorf, Lübeck.
_______________99D
Wir erhielten aus einem Kriegslazarett im Osten die so schmerzliche Nachricht, daß unser guter Sohn, Enkel, Bruder, Schwager und Onkel
Hans Mengel
Leutnant In einem Panzer-Rej., Inhaber des E.K. L und II. KL ■ und des Panzer-Sturmabzeichens
an den Folgen seiner am 18. 10. 41 erlittenen schweren Verwundung am 10. Dez. 1941 verstorben und mit allen militärischen Ehren beigesetzt worden ist. Die Feldzüge in Polen, Frankreich und Rußland hat er als begeisterter Offizier an den entscheidenden Stellen mitgemacht. Unser Stolz und Sonnenschein ist uns genommen, daher auch unser so tiefes Weh. iosD
Bleib Du im ewgen Leben mein guter Kamerad!
Erwin Menget, z.Z. Hauptmann bei einer Wehrwirtsch.- Inspektion, und Frau Gretel Mengel, Schotten
Tilli Mengel, geb. Hofmann, Schönau-Berchtesgaden Emma Hofmann, geb. Schlörb, Schönau-Berchtesgaden Elsbeth Eberle, geb. Mengel, Max und Rosemarie Eberle, Erwin-Fritz Mengel, Schotten. [Schdnau-Berchtesg.
Heute nachmittag 5 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden mein lieber Schwiegervater, unser guter Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel
Georg Volk III.
im fast vollendeten 82. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Philipp Faber IV., Wilhelm Ohly und Frau Karl Faber, z.Z. Im Felde, und Familie Karl Volk und Familie, Walter Volk, z.Z. RAD.
Großen-Linden, den 7. Januar 1942.
Die Beerdigung findet Samstag, den 10. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurter Straße 89, aus statt. 100D
Mittwoch mittag verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Frau Kath.Elisabethe Peter, geb. Arnold
im Alter von 70 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Reiskirchen, Offenbach, den 9. Januar 1942. Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. Jan., nachm. '/»2 Uhr vom Trauerhause aus statt. _____________'______________________*___________________102 D
Bekanntmachung.
Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Heberlandgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 277 07, oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Heberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. 101A
Vom 20. Januar 1942 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat November 1941 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen.
Gießen, den 7. Januar 1942.
Stadtwerke Gießer».
Statt Karten.
Ihre Verlobung geben bekannt
Annemarie Röper Otto Karl Kahn, Ingenieur z. Z. Obergefr. bei der Luftwaffe Kasssei Lieh
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Klärchensuppe Semmelklöße und Sauer- q bratensoße
Das Ist ein ganz vorzügliches Mittagessen, auch wenn es kein Fleisch dazu gibt — wenn nur genügend Soße dabei ist.^ Die Zubereitung der Knorr-Klärchensuppe ist denkbar einfach. Sie wird nur mit Wasser gekocht — alle anderen Zutaten enthäiit bereits der Knorr-Suppenwürfel.
Wie man aber rasch und mühelos — ohne Fleisch und ohne Fett! — eine gute Sauerbratensoße zubereitet, sagt Ihnen das nachstehende Rezept:
Sauerbratensoße
Den Soßenwürfel fein
zerdrücken, glattrühren und mit schwach 1/4 Liter Wasser, 1/3 Lorbeerblatt, 1 Prise Zucker, etwas Essig — je nach Schärfe — unter Umrühren 3 Minuten kochen, dann 2 Eßlöffel Buttermilch oder gequirlte Sauermilch darunterrühren.
Rezept ausschneiden und aufbewahren I
Sie können es immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben.
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