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9. Januar von 17.26 bis 9.28 Uhr.
Herzenssache des -euischen Volkes.
Das Ergebnis der Wollsammlung muß alle Erwartungen übertreffen!
liche und ununterbrochene Freizeit viel mehr Er« holung vermittelt, als eine Mehrzahl von ausein» anüergerissenen und entsprechend kürzeren Arbeitspausen.
Nun wird es sich aber, und zwar gerade auch in der jetzigen Kriegszeit, manchmal nicht umgehen lassen, daß einzelne Gefolgsleute oder auch eine ganze Belegschaft an einem bestimmten Werktag aussetzen müssen, weil es einfach nicht anders geht. Die Gründe dafür können in den Verhältnissen des Betriebes bedingt sein oder auch in außerbetrieblichen Verhältnissen liegen, wie Notwendigkeit einer vorübergehenden Stillegung des ganzen Betriebes oder einzelner Betriebsabteilungen oder vorüber« gehender Mangel an bestimmten Rohstoffen. Wenn wirklich stichhaltige Gründe in dieser oder ähnlicher Richtung vorliegen, dann hält auch das Reichsar- beitsgericht die Möglichkeit für gegeben, daß der Betriebsführer einen einzelnen Werktag für einen Urlaubstag erklärt. Das kann aber immer grundsätzlich zur Vermeidung einer Gefährdung des Erholungszweckes nur in Ausnahmefällen ge-
Berlin, 8. Jan. (DNB.) Der Führer — Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Schl ieper, Kommandeur einer Infanterie-Division, General-
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Ich habe an diesem Tage mehrere Sammelstellen besucht, und so wie in der oben geschilderten Sammelstelle, hat es» fast überall ausgesehen. Nichts, was wärmen kann, ist ausgelassen worden; die Spenden sind reich und zeugen auch davon, daß sich jeder bei der Auswahl Gedanken gemacht und bei der Herrichtung wirklich Mühe gegeben hat. „Ein Glück!" sagt der Leiter einer Sammelstelle, „daß endlich wieder ein Schwung abrollen kann. Wir wissen ja nicht mehr, wo wir die Sachen unterbringen sollen!"
Er übertreibt wirklich nicht; auch hier stapeln sich die Wintersachen bis hoch zur Decke. „Und doch", fährt er schmunzelnd fort, „wir können uns ja nur freuen, daß unser Volk gerade bei der Woll- und Wintersachensammlung so gebefreudig ist, denn es wird unendlich viel gebraucht. Viele Millionen Soldaten in Schnee, Eis und Sturm müssen versorgt werden, da sind die größten und gefülltesten Lager immer nur ein kleiner, winziger Tropfen ..
Inzwischen sind Wagen um Wagen der Wehrmacht vorgefahren, und fleißige Hände bringen ihre Schätze in die Hauptsammelstelle. Dort werden sie von Soldaten noch einmal sorgfältig sortiert, gebündelt und versand fertig gelegt. Zwischendurch sind auch schon die „Rollkommandos" der Wehrmacht angerückt, Soldaten mit Pferdefuhrwerken, die die Sachen zum Verladebahnhof bringen. „Wir stellen hier gleich sogenannte Mischsendungen zusammen", erläutert mir der Zahlmeister, „das heißt Sendungen, die von allem etwas enthalten, was an Spenden eingegangen ist."
Auf dem Verladebahnhof waltet ein Zahlmeister seines Amtes; er überwacht die Verladung und stellt über alle zum Versand kommenden Sachen eine genaue Liste auf. Dieses Inhaltsverzeichnis wird im Waggon selbst befestigt, während ein Doppel des Verzeichnisses der Partei als Quittung für die abgelieferten Woll- und Wintersachen übergeben wird. Die einzelnen Waggons werden schnellstens zu den Zugbildungsbahnhöfen gebracht, von wo sie dann — in langen Zügen zusammengestellt — ohne jede Verzögerung zu den großen Derteilungslagern dicht hinter der Front rollen. „Das klappt großartig", sagt der Zahlmeister schmunzelnd. „Ja, wenn der Führer an das Herz des Volkes appelliert, dann muß es auch klappen." — Schon in wenigen Tagen werden unsere Soldaten die warmen Sachen haben, die das deutsche Volk schon jetzt in so reichem Maß» abgeliesert hat. F. ö.
j gelassenen Trümmern der nordamerikanisch-eng- g tischen Ostasienflotte auch nur ein einigermaßen »brauchbares Instrument zu schaffen. Das Kom- P mando über alle Flotteneinheiten in den malaiischen E Gewässern wurde von dem in Singapur refidieren- | den englischen Konteradmiral S p e e n e r über» | nommen. Englische militärische Kreise bezeichnen I die von den Japanern auf der Malakka-Halbinsel
das Mögliche getan, um die Abnahme der dem Markt gemeldeten Tiere laufend zu vollziehen.
Freizeit und Erholung.
Die Gauwaltung Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront schreibt:
Unter Urlaub verstehen wir heute Gewährung einer bezahlten Freizeit zu dem ausgesprochenen Zweck der Erholung. Von einer regelrechten Urlaubsgewährung kann immer nur dann die Rede sein, wenn tatsächlich diese beiden Momente vorliegen, also bezahlte Freizeit und Erholung. Beide stehen vollwertig nebeneinander, die materielle — geldliche — und die ideelle Seite. Diese arbeitspolitische Erkenntnis zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Rechtsprechung, d. h., sie weist in Urlaubsstreitigkeiten dem Arbeitsrichter den Weg.
Ein Beispiel dafür bildet die Entscheidung des Neichsarbeitsgerichtes (210/40 — 29.4.41), die feststellt, daß ein Tarifurlaub grundsätzlich ungeteilt zu gewähren ist. Das folgt eben aus dem Erholungszweck, denn jeder weiß ja, daß eine einheit-
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Die sudetendeutsche Mezzosopranistin Gertrude Pitzinger, von früheren Konzerten her den Gießener Musikfreunden rühmlich bekannt, hatte für ihren Liederabend ein mit erlesenem Geschmack zusammengestelltes Programm gewählt, das von der Klassik über die Romantik zur Moderne führte, das ernste und heitere, kunstliedmäßige und dem Volks- liede angenäherte Elemente stilvoll vereinigte. Der künstlerisch entscheidende Einoruck des Abends beruhte, wie uns schien, vor allem aus dem beträchtlichen Volumen der Stimme, das angesichts der zierlichen Erscheinung der Sängerin bei der ersten Begegnung überraschend wirkt. Der Glanz und die sinnliche Wärme des Organs, das ungemein leicht und locker intoniert, jeder dynamischen Steigerung mühelos gewachsen ist und in allen Lagen gleichmäßig tragfähig und ausgeglichen klingt, bestechen sofort. Diesen reichen, edel kultivierten organischen Anlagen entspricht eine virtuose Beherrschung der Ausdrucksmittel wie der Texte und eine wunderbar klare Artikulation, welche auch bei wenig bekannten Liedern den Blick ins Programm überflüssig machte. Als ästhetischer Genuß von hohen Graden dürfen darüber hinaus die in jeder Strophe künstlerische Durchdringung und innige Beseelung der klassischen wie der gegenwärtigen Gesänge gerühmt werden.
Die einleitenden drei Lieder des reifen Goethe — „Der König in Thule" (Zelter), „Das Veilchen" (Mozart) und die berühmten Verse „Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen der ewigen Liebe" (Beethoven) — gaben Gertrude Pitzinger Gelegenheit, die balladesken, die lyrisch-empfindsamen und die pathetischen, fast dramatisch gesteigerten Möglichkeiten des Liedgesanges in höchst empfindlich gestuften Ausdrucksweisen zu entfalten. Eine großartige Konzentration der organisch-klanglichen Werte, die jedes dieser Lieder repräsentierte, wie
überlegen gegliederten und verinnerlichten Vortrage von Schumanns breit hinflutender Melodien- fülle in „Frauenliebe und -Leben" (op. 42): an dem zwischen strahlendem Liebesglück und tiefer Todestraurigkeit schwankenden, echt romantischen Empfindungsreichtum entzündete sich alle Innigkeit des Gefühls, das jeder Regung folgt und entspricht, aber jeder äußeren oder geflissentlichen Wirkung auf den Hörer abhold ist.
Die vier Lieder von Othmar Scho eck nahmen inhaltlich und in ihrem musikalischen Stilcharakter die klassisch-romantische Tradition auf — am liebenswürdigsten wohl in Goethes berühmtem Iu- gendgedicht „Kleine Blumen, kleine Blätter" und in Eichendorffs „Frohem Wandersmann" mit feiner volksliedhaft frischen, fröhlich hüpfenden Rhych- mifierung: Gertrude Pitzinger brachte dieses Lied mit einem prachtvollen Schwung und Temperament und einer hinreißenden gesanglichen Fülle und Lebendigkeit zum Vortrage, der auf stürmisches Verlangen sogleich wiederholt werden mußte.
Heitere Lieder von Schubert, Loewe, Hugo Wolf und Richard Trunk bildeten den harmonischen Scherzo-Abgesang: das klangliche Spiel mit dem Echo (Schubert), „Der Schäfer" (Wolf) und vor allem Goethes „Wandelnde Glocke" (Loewe) gaben der Sängerin vielfältigen Anlaß, eine überaus treffende, hauchfein nuancierende und nirgends übertreibende Kunst der Charakterisierung zu entfalten. Mit zwei Zugaben zum Schluß, von denen die Regersche „Waldeinsamkeit" als eine den Gießener Musikfreunden gewidmete liebenswürdige Aufmerksamkeit gelten Durfte, dankte Gertrude Pitzinger für den reichen, lang anhaltenden Beifall. —- Der Frankfurter Pianist Professor Heinz Schröter wirkte als taktvoll und feinfühlig mitgehender Begleiter von hoher klaoieristi- scher Spielkultur. Hans Thyriot.
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Aus der Stadt Gießen.
Allerlei vom Lachen.
Es ist $um Totlachen! So sagen wir, wenn wir Zeugen einer recht lustigen Begebenheit geworden ind. Aber wirklich totgelacht hat sich noch keiner, es sei denn, daß die unglaubhaften Berichte aus alter Zeit auf Wabrheit beruhten, die von solchen Fällen wissen wollen. So erzählt man von dem berühmten griechischen Maler Zeuxis, daß er sich über ein von ihm selbst gemaltes Bild, das ein altes Weib in seiner ganzen erschreckenden Häßlichkeit darstellte, buchstäblich totgelacht habe. Ebenso soll es dem Italiener Pietro Aretino, dem größten Lästerer seiner Zeit, dessen spitze Feder sogar Kaiser und Könige fürchteten, ergangen sein. Er starb 1556 in Venedig, und zwar soll er bei einem üppigen Festmahl so sehr gelacht haben, daß er bewußtlos vom Stuhl sank und nicht wieder zu sich kam.
erzielten Geländegewinne als „p h ä n o m e n a l", wenn man die außerordentliche Schwierigkeit des Geländes.in Betracht ziehe.
Oer Kampf in Afrika.
Rom, 8.Jan. (Europapreß.) „Messaggero" erwähnt in einem Bericht über die Kämpfe in Nord- asrika den Brief eines Offiziers der englischen Panzerwaffe, der in einem erbeuteten Panzerwagen gefunden wurde, und in dem er einen Freund in London davor warnt, sich nach Afrika kommandieren zu lassen. „Es ist eine Hölle", so heißt es darin, „einfach eine Hölle, sage ich Dir. Die da drüben beißen die Zähne zusammen und geben keine Ruhe, wir dachten, es sei endlich vorbei, aber jetzt, glaube ich, hat es erst richtig angefangen." Dom Verlaus der Schlacht der Agedabia selbst gibt der Bericht folgendes Bild: Gegen Mitte Dezember versuchten die Engländer in Der Meinung, sie hätten den stärksten Widerstand bereits überwunden, d i e Küsten st raße zwischen Bengasi und Agedabia abzuschneiden und damit größere deutsche und italienische Truppenverbände abzu- fangen. Straßenunterbrechungen und die Verluste an Fahrzeugen auf englischer Seite hätten jedoch diesen Versuch zum Scheitern gebracht. Als die Engländer schließlich mit drei Kolonnen zwischen dem 20. und 22. Dezember gegen das Meer vorzu- stoßen versuchten, hätten sie nur schwere Verluste erlitten, während die Verbände der Achsenmächte bereits außer Gefahr gewesen seien.
Oas Staatsbegräbnis für Generaldirektor Vorbei.
Bochum, 8. Jan. (DNB.) Inmitten des Werkes, dem er ein Menschenalter hindurch seine unermüdliche Schaffenskraft gewidmet hatte, fand der Staatsakt für den Generaldirektor des Bochumer Vereins, Wehrwirtschaftsführer Dr.-Jng.e.h. Walter Bordet statt. Viele Tausende von Werksangehörigen waren mit Männern des Staates, der Partei und der westdeutschen Wirtschaft in der großen Werkshalle zusammengekommen, wo die Trauerfeier stattfand. Nach der Trauermusik aus der „Götterdämmerung" entbot Reichswirtschaftsminister Funkden letzten Gruß des Führers. Walter Bordet fei ein hervoragender Unternehmer und Vetriebsführer gewesen, ein Wehrwirtschaftsführer im tiefsten und besten Sinne des Wortes. Auf allen Gebieten feiner ausgebreiteten Tätigkeit habe er großen Erfolg zu verzeichnen gehabt, vor allem auf feinem ureigensten Gebiet, dem der Stahlproduktion. Sozialpolitisches Wirken Jen ihm eine Herzenssache gewesen. Sein Tod lege uns die Verpflichtung auf, in seinem Geiste und in seinem Sinne weiter» - Zuarbeiten und zu schaffen, damit das große Werk, dem er seine ganze Kraft gewidmet habe, sich weiter ’ entwickele. Generaldirektor Dr. Albert Vogler gab dann ein Lebens- und Charakterbild Borbets. Unter i den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurden an der Bahre Walter Borbets zahlreiche Kränze niedergelegt. Der Führer ließ in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des Heeres einen ' Kranz mit der Aufschrift „Adolf Hitler" durch General der Artillerie L e e b und Reichsminister Dr. 'Todt niederlegen. Den Kranz des Reichsmarschalls legte General der Flieger Schmidt nieder.
Das Ritterkreuz.
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Daß das Lachen gesund ist, das ist alte Weisheit, und es wird manch lustiges Stückchen davon berichtet. Der berühmte Humanist Desiderius Erasmus von Rotterdam behauptete, er habe über die be-
major Martinek, Führer einer Infanterie- Division, Oberstleutnant I. G. Bayerlein, Chef 'des Generalstabes des Deutschen Afrika-Korps, Major Herrmann, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment, Leutnant Martin, im Stabe eines Infanterie-Regiments, Obergefrei- ter Schöpfer, in einem Infanterie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Leutnant Meyer, der als Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader 18 Gegner im Luftkampf abgeschossen, 48 Flugzeuge am Boden zerstört sowie 12 Lokomotiven, fünf Eisenbahnzüge, zwei Panzer und 34 Lastkraftwagen vernichtet hat.
Hessische Ritterkreuzträger.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- i wacht verlieh, wie schon gemeldet, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes d^m Oberstleutnant Eugen Vleyer. Oberstleutnant Bleyer ist am 20. November 1896 in Mainz geboren und wurde 1915 im Feld Leutnant im Infanterieregiment 117. Er blieb nach Beendigung des Weltkrieges beim Heer und wurde am 1. Februar 1939 zum Oberstleutnant befördert. Der ebenfalls mit dem Ritterkreuz ausgezeichnete Oberleutnant Hermann Kreuzer ist , cm 1. März 1907 zu Niederroden (Kreis 1 Dieburg) geboren. Von Beruf Reichsbahnsuper- numerar, trat er 1925 als Polizeianwärter ein und . Hieb bis 1937 bei der Polizei. Im Dezember 1937 wurde er nach einer Hebung zum Leutnant be- j fördert.
„Sieben Paar gefütterte Lederhandschuhe, sechzehn Brustschützer, zwei Pelzwesten, 36 Ohrenschützer .." Mit lauter Stimme sagt der Ortsgruppenleiter an, was ihm fleißige Helfer — zumeist die Zellen- und Blockleiter der Partei — in großen Körben, Koffern, Säcken und Einkaufsnetzen heranbringen. An einem langen Tisch sitzt er, vergleicht die abgelieferten Stücke mit den vorgelegten Sammellisten und quittiert den Eingang.
Es ist wirklich „Betrieb" hier, ein Riesenbetrieb. Eine Frau ist da, die ein Paar Kniewärmer abgeben will. Beim Auspacken werden ein paar kleine Löcher entdeckt, die die Frau übersehen hat. „Muß die Frauenschaft in Ordnung bringen", sagt einer der Helfer. — Aber die Frau packt die Kniewärmer wieder ein: „Das i ft m e i n e Sache, das mache ich selbst zu Hause. In den Nähstuben haben sie Senug zu tun." — Der Ortsgruppenleiter nickt ihr ankvar zu.
Zwischendurch öffnet sich die Tür zu einem Nebenraum. In diesem Nebenraum hat sich die N ä h - stube der NS. -Frauenschaft aufgetan. 10 bis 15 Frauen arbeiten hier tagsüber in abwechselnden Schichten und richten alles her, was einer Herrichtung bedarf. „Sehen Sie diese Felle da", sagt die Leiterin der Nähstube, daraus machen wir Fäustlinge. Die' Seppelhose da drüben wird auch umgearbeitet; daraus werden Einlegesohlen .gezaubert. Ja, wir haben eine ganze Menge zu tun, aber wir freuen uns selbst, wenn wir wieder etwas recht Schönes in unser Schaufenster legen können!"
Im Sammelraum ist es inzwischen etwas ruhiger geworden. Ein SÄ.-Mann kommt herein und wundert sich, daß ein riesiges Regal, das er wenige Stunden vorher aufgestellt hat, schon bis zur Decke hoch vollgestapelt ist. Man sieht auf den ersten Blick, daß das deutsche Volk die Woll- und Pelzsammlung zu seiner Herzenssache gemacht hat. Dickgefütterte Fäustlinge von Riesendimensionen, selbstgestrickte Wollschals, Ohrenschützer und Socken, sorgsam geschneiderte Leibbinden und Brustschützer. — Aber auch Pelzmäntel, Pelzwesten und -jacken, ferner pelzgefütterte Mäntel türmen sich zu wahren Bergen, darunter auch Pelze aus warmer Schafwolle.
In einer Ecke sehen wir etwas, was alle besonders erfreute: eine große Anzahl tadellos erhaltener Skier, alle mit dem Namen des Spenders versehen. Der Ortsgruppenleiter zeigt uns ferner Skistiefel, die — ganz frisch besohlt und beschlagen — aussehen, als seien sie eben aus dem Schuhgeschäft gekommen.
kannten und berüchtigten „Dunkelmännerbriese", die 1515 zum ersten Male erschienen, derartig lachen müssen, daß sich durch diese Erschütterung ein unangenehmes schmerzhaftes Geschwür öffnete und er so von seinem Leiden befreit wurde.
Sehr hoch schätzte ein holländischer Arzt das Lachen ein. Er sagte, wenn ein Hanswurst, der die Leute zum Lachen bringe, in ein Städtchen komme, so sei das mehr wert, als wenn zwanzig mit Arzneien beladene Esel einträfen!
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Was sagen die Gelehrten zum Lachen? Der italienische Schriftsteller Firenzuola, der im 16. Jahrhundert ein eigenartiges Buch über die weibliche Schönheit schrieb, bezeichnete Das Lachen als „Erglänzen der Seele."
In Lessings „Minna von Barnhelm" steht der Satz: fachen erhält uns vernünftiger als Verdruß, weil man die Umstände richtiger beurteilt."
Wieland schreibt in einem Brief: „Es kann jeder lachen, nicht aber meinen, wenn er will", und er rühmt den Männern von Geist nach, daß sie nie zur Unzeit lachen, niemals allzeit fertige Spaßmacher sind.
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Wie und wann soll man lachen? Ein Stamm- buchvers aus dem Jahre 1802 lautet:
„Lächeln darfst du, selbst laut lachen. Bis zu Tränen darfst du lachen: Boshaft lachen darfst du nie!"
Er enthält gewiß viel Wahres, ebenso wie ein anderer Lehrspruch, der in einem „Lesebuch, zum Gebrauche in Landschulen" aus dem Jahre 1818 zu finden ist:
„Ein laut Gelächter kann dich leicht verächtlich machen. Der Weise lächelt nur, indem die Narren lachen."
Schließlich noch ein ironisches Sprichwort, das die Frauen angeht: „Eine Frau, die schone ZA)ne hat, findet alles zum Lachen!"
Also immer im rechten Maße und zur rechten Zeit lachen, und gelegentlich auch einmal recht Küber sich selbst; und: „Wer zuletzt lacht.." rin liegt ein Körnchen Wahrheit! A.N.
Gießener Veranstaltungen 1942.
Für dieses Jahr sind in Gießen folgende größere Veranstaltungen geplant und einstweilen termin- mäßig festgesetzt worden."
14. bis 22. März 1942: Gießener Frühjahrsmarkt (Messe).
22. bis 29. März 1942: Gießener Woche für Kunst und Literatur. (Aus Anlaß des 150jährigen Bestehens des Konzertvereins unter dem Motto „Deutsche Musiki
1. Juli 1942: 335. Jahresfeier der Ludwigsuniver- fität.
3. bis 11. Oktober 1942: Gießener Herbstmarkt (Messe).
12. bis 20. Dezember 1942: Gießener Weihnachtsmarkt.
Außerdem ist die Abhaltung von 24 Rindvieh- Mutzvieh-), 12 Schweinemärkten und einem Ziegenmarkt vorgesehen.
OerlandwirtschastlicheMarktbeobachter
NSG. Aus den Brotgetreideablieferungen der Erzeuger konnten die Mühlen, auch die Roggenmühlen, ausreichend versorgt werden. Die Ablieferungen sind laufend zufriedenstellend. Roggen- und Weizenmehl ist ausreichend vorhanden. Für Futterhafer liegt zur Zeit ein besonders starkes Bedürfnis vor. Im Januar wird mit stärkeren Strohverladungen gerechnet.
Die Kartoffelversorgung sowohl der Klein- wie Großverbraucher ist ordnungsgemäß weitergelaufen. Es wird dies auch weiterhin der Fall sein. Nur gelegentlich hatten unerwartete Frosttage den Kartoffeltransporten zugesetzt.
Die Gemüseversorgung war der Jahreszeit entsprechend befriedigend. Besonders starkes Interesse war für Wurzelgemüse vorhanden. Der Ob st markt hatte für die Jugendlichen Aepfel, im übrigen Apfelsinen und Zitronen aufzuweisen.
Die Versorgung mit Milch und Milcherzeugnissen, Deien und Fetten war sichergestellt.
Bei allen Schlachtviehgattungen war noch ein starkes Herandrängen an den Markt bemerkbar. Die Abnahme der Tiere wird planmäßig organisiert. Es werden, vor allem bei Schweinen, Umleitungen und Ableitungen in die Vorratshaltung vorgenommen. Auch die Fleischwaren herstellende Industrie kann mit Zuweisungen bedacht werden. Die gleichen Verhältnisse werden auch noch in der kommenden Woche vorhanden fein. Es wird
'Utd) den Briten die Verantwortung dafür abzunehmen. Hen J?8* Australien orientiert sich so deutlich nach den USA., !n jjj haß diese Frage für England sehr bald — wenn Unter in peinlichem Sinne — geklärt sein an3$* \ ^Vizeadmiral Sir Geoffrey L a y t o n , Oberkommandierender der britischen Fernostflotte, hat den | Auftrag bekommen, die O st a s i e n - F l o 11 e zu reorganisieren, „damit die Alliierten sobald wie möglich die Ueberlegenheit im Fernen Osten erlangen". Zu diesem Zweck hat er Singapur ver- lassen. — Layton wird einige Mühe bet der Erfüllung dieser Aufgabe haben, denn es wird ihm chwer fallen, aus den von den Japanern übrig


