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192. Jahrgang Ur. 105 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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Donnerstag, 7. MaU942

Metzener Anzeiger

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vrühlsche Univerfitättönickerri R. Sauge General-Anzeiger für Oberhessen 5* il,Scn,8S*elllre6tT-9

BV141 - das erste mtzmmelrische Zlugzeua der Welt

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lg. Die BV 141 wird Großserienbau herge-

motor BMW. 801 Verwendung

bereits seit geraumer Zeit im

Kampfflugzeuge bombardierten mit guter Wirkung militärische Anlagen in Sewastopol, auf der Halbinsel Kertsch und im kaukasischen Hinterland.

In Nordafrika bei andauernden Sandstür­men geringe beiderseitige Aufklärungstätigkeit.

Die Angriffe auf La Valetta und Flugplätze der Insel Malta wurden mit guter Wirkung fort­gesetzt.

In der Nacht zum 5.Wal gerieten im Kanal operierende leichte Seeskreitkräfte in Gefechtsberüh­rung mit fünf britischen Zerstörern, von denen einige durch Artilleriefeuer beschädigt wurden.

Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestri­gen Tage Eisenbahn- und Fabrikanlagen der eng­lischen Küstenstadt Folkestone erfolgreich an. Planlose Störflüge britischer Bomber führten in der Nacht zum 6. Wai nach Süddeutschland. Einzelne Bombenwürfe auf kleinere Städte und Landgemein­den verursachten geringen Sachschaden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden Bomber ab.

Leutnant K o e p p e n errang an der Ostfront seinen 85. Luftsieg.

Die Verbindung zu einem über ein Vierteljahr eingeschloffenen Stützpunkt wiederhergestelit.

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Wai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Osten waren eigene Angriffsunternehmun­gen erfolgreich. Wehrere örtliche Angriffe des Fein­des wurden abgewehrt.

3m nör.dtichen Abschnitt der Ostfront stellten deutsche Truppen in kühnem planmäßig vor­bereiteten Angriff die Verbindung zu einem vom Feinde eingeschlossenen wichtigen Stützpunkt wieder her. Die unter dem Kommando des Generalmajors Scherer stehende Besatzung dieses Stützpunktes hat seit dem 21.1.42 in hartem Abwehrkampf zahl­reichen Angriffen überlegener feindlicher Kräfte mit hervorragender Tapferkeit slandgehalten.

3n Leningrad entstanden bei der Beschießung von Rüstungswerken langanhaltende Brände.

3m rückwärtigen Gebiet der Ostfront wurden an verschiedenen Stellen bewaffnete bolschewistische Banden vernichtet.

Die Kämpfe in Lappland und an der Wur- m a n f r o n t nehmen ihren Fortgang. Nach Abwehr der feindlichen Angriffe sind unsere Truppen an vielen Stellen zum Gegenangriff angetreten.

hier aber, im Tuileriegarten, hörte man den Strom i, man drängte sich zu denNou- aller öesfentlichkeit eine Art

stellt. Der damit garantierte, in immer gesteigertem Umfang möglich werdende Einsatz dieses Flugzeugs bedeutet eine wesentliche Stärkung der Schlagkraft unserer Luftwaffe. (PK.-Luftwaffe. sSch.s)

Generalmajor Scherer stehende Kampfgruppe wehrte alle Angriffe der nach Zahl und Material weit überlegenen Kräfte des Feindes ab in dem unerschütterlichen Willen, den Stützpunkt bis zum letzten Mann zu halten. Dabei wurden dem Feind schwerste blutige Verluste zugefugt und zahlreiche Panzer vernichtet. Selbst als den überlegenen feindlichen Kräften ein Einbruch in den Ort gelungen war, wurde Haus um Haus verbissen ver­teidigt und die Einbruchstelle abgeriegelt« jo

Meinungen der Bevölkerung auszudrücken. Unbe­streitbar hat der Nationalrat viel nützliche Arbeit geleistet, aber um zu voller Wirksamkeit zu gelangen, fehlte ihm der wirkliche Kontakt, fehlte ihm vor allem das Ansehen im französischen Volke, auf das die unterrichtete, verantwortungsbewußte Persön­lichkeit weniger Eindruck macht, als es die Möalich- keit vermöchte, in einem noch so bescheidenen Rah­men sich selbst zur Geltung zu bringen.

Wenn die Anzeichen nicht trügen, so steht der innerfranzösische Umformungsprozeh vor einem ent­scheidenden Wendepunkt. Laval, der selbst er­fahren hat, was die Dummheit und Kurzsichtigkeit der Parlamentarier an den nationalen Interessen gesündigt hat, ist sicher der letzte, den Gespenstern der Dritten Republik noch einmal die Tür zu öffnen, daß er auf andere Mittel sinnt, der öffent­lichen Meinung Ventile zu öffnen und sie, die bisher, wenn nicht ablehnend, so doch zurückhaltend beiseite stand, in irgendeiner Form heranzuziehen, sie teil­nehmen zu lassen an dem Schicksal Frankreichs, ist mehr als eine Vermutung. Es ist sicher, daß der Chef der neuen Regierung als guter Kenner der Volksseele sich lebhaft dafür interessiert, was der ewigeBonhomme Metra" zu sagen hat.

linken Flügel den Leitwerkträger mit Mo­tor und auf dem rechten Flügel den getrennt hier­von als geschloffene Vollsichtkanzel ausge­führten Raum für die dreiköpfige Besatzung trägt Die Bewaffnung der BV 141 besteht aus Ka­nonen und Maschinengewehren modernster Konstruk­tion. Als Motor findet der neue BMW.-Doppelftern-

Es war in den harten Kämpfen des Winters den Bolschewisten am 21. Januar gelungen, einen durch seine Verkehrslage wichtigen deutschen Stützpunkt einzuschließen. Durch immer wieder vorgetragene von Panzern unterstützte Angriffe versuchte der Feind, sich dieses Stützpunktes zu bemächtigen. Zn dreieinhalt Monate dauernden Abwehrkämpfen wurden härteste Anforderungen an Mut, Tapferkeit und Widerstandswillen der heldenmütigen deutschen Besatzung gestellt. Die unter dem Kommando von

Vichy, 29. April 1942.

9rn Paris Ludwigs XVI. konnte man nachmittags auf der Terrasse der Feuillants, dort, wo heute die Rue de Rivoli auf die Place de la Concorde stößt, unter einem großen Kastanienbaum einen Mann in scharlachrotem, goldverziertem Rock, schwarzer Sammethose, Seidenstrümpfen und Schnallen­schuhen, mit einem kleinen Dreispitz auf dem Kopf sitzen sehen. Ein spanisches Rohr mit Goldknauf in der einen, eine Tabaksdose in der anderen Hand, sprach er zu einem Halbkreis von Standespersonen, Aristokraten, Bürgen:, Magistrctteu, Ausländern von Distinktion. Die Zuhörer hingen an seinem Munde, denn hier konnte man alle Neuigkeiten, Informa­tionen und Kommentare hören, die in der gedruck­ten Presse nicht zu finden waren, wo nur gleich­gültige Hofempfänge und langweilige Familien­nachrichten der vornehmen Welt vermerkt wurden.

der Zeit rauschen, veil ist es", die in

und er hat in seiner Botschaft an den Nationalrat als die drei großen Aufgaben der Stunde bezeichnet: Verwalten, Versorgen und Hören. Das Land hören, seine wirklichen Wünsche ergründen das ist vielleicht die w i ch t i g st e Ausgabe. Die Außen­politik des Admirals D.a r l a n , leine Bereitschaft, aus der Kollaboration praktische Folgerungen zu ziehen, war gehemmt durch die Sorge vor der öffent­lichen Meinung, die man für ungewiß und ablehnend hielt, weil sie nicht zu ergründen war. Daß eine richtig orientierte öffentliche Meinung von einer ziel­bewußten Regierung mitgerissen werden kann, ist keine bloße Behauptung, sondern durch die großen publizistischen Erfolge zu beweisen, welche die anti- englische, anti-gaullistische Pressearbeit auch im un­besetzten Gebiet zu verzeichnen hat.

Aber wie soll man diese öffentliche Meinung wieder zur Geltung bringen? Der Nationalrat war als eine Einrichtung gedacht, deren Aufgabe darin bestehen sollte, die Negierung zu beraten und

Oer ewige Herr Metra

Bon unserem Dr. K.-Korrespondenten.

Sin leuchtendes Beispiel deutschen Heldentums

Von unserer Berliner Schriftleitung.

gesprochener Zeitung darstellten.

Unter den vielen seiner Art hatte der Mann unter der Kastanie, Herr Metra, die größte Auflage, will sagen, den stärksten Zulauf. Die aristokratischen Abonnenten schickten ihre Bedienten Stunden, bevor Herr Metra seinen Vortrag begann, auf die Terrasse der Feuillants, um Plätze zu belegen. Metra war Leitartikler, Nachrichten-Redakteur, Informator und Kommentator in einer Person. Er hatte seine Kor­respondenten am Hof, im Lande, jenseits der Gren­zen. Sein Einfluß auf die Meinungsbildung muß außerordentlich groß gewesen sein. Der spanische Botschafter bediente sich als erster dieses Kanals, um Gerüchte und Versionen in Umlauf zu fetzen. Sein englischer Kollege konnte daraufhin nicht mehr die Kastanie links liegen lassen, und schließlich rouroe Metra ein offiziöses Organ des Außenministeriums; er bewies dabei soviel Geist, Weltkenntnis und Dis­kretion, daß der König bei jeder neuen Nachricht zu fragen pflegte:Was sagt der gute Metra dazu?".

DieNouvellistes" waren nicht das einzige Ven­til der öffentlichen Meinung. In den Salons, in den Klubs, die im ganzen Land ihre Korrefponden- ien hatten, in den öffentlichen Gärten, wo die Volksredner zur Menge sprachen, in den privaten Korrespondenten, welche Personen von Stand be­zahlten, um über die Ereignisse und Strömungen der Zeit unterrichtet zu werden, machte sich der dem Franzosen angeborene Hang zum Raisonnieren Luft. Die Geschichte Frankreichs in den letzten 200 Jahren ist überhaupt nur zu verstehen, wenn man die Rolle der öffentlichen Meinung kennt. Nicht die Verelendung und Unterdrückung des Volkes haben die große Revolution von 1789 ausgelöst, sondern die öffentliche Meinung, d. h. der Wille des wirtschaftlich saturierten Bürgertums, das nun auch zur vollen politischen Gleichberechtigung drängte. Der Einfluß der öffentlichen Meinung auf die Außenpolitik Frankreichs kann hier nur gestreift werden. Sie war immer stärker als die oft bessere Einsicht her Regierungen. Ihr hat Frankreich bei­spielsweise den Verlust seiner indischen und kana­dischen Besitzungen zuzuschreiben.Frankreich kann ohne Quebec glücklich sein", hatte Voltaire dekre­tiert, und gegen dieses Verdikt konnte keine Regie­rung ankämpfep.

Dieser historische Exkurs erscheint nicht über­flüssig, wenn man das heutige Frankreich beurteilen will. 9m Juli 1940 hat das Repräsen­tativsystem der Dritten Republik die Macht einem Regime übergeben, in dem weder das allgemeine Wahlrecht, noch jene Freiheit der Presse Platz hat, für die auf den Barrikaden des 19. Jahrhunderts gekämpft wurde. Aktuell geblieben aber ist die Frage nach der Einschaltung der öffentlichen Meinung. Man kann sogar sagen, daß der kon­stitutionelle und ministerielle Umschwung des 18. April sie in d i e erste Reihe gerückt hat. Was dem Regime bisher als schwerer Mangel an­haftete, ist seine Entfernung vom Volk, nicht zu­letzt eine Konsequenz, die sich aus der Verlegung des Regierungssitzes von selbst ergab. Vichy, die zweite Hauptstadt, besteht praktisch nur aus Re­gierung, Aemtern und ihrem Gefolge. Die Bevölke­rung zählt nur, indesti sie, wie in glücklicheren Zeiten für das Kurleben, heute für den Regie­rungsbetrieb eine Art Lieferanten- und Der- forgungsapparat abgibt. 9m übrigen sorgt der Charakter der Landschaft und ihrer Bevölkerung, des Bourbonnais und der Auvergne, dafür, daß kein belebender Funke aus der breiten Schicht der Regierten zur Spitze überspringt. Die Bewoh­ner dieser Erde gelten von jeher als schwer be­weglich, zäh atn Alten hängend, Neuerungen ab- geneigt.

Kann man aber, wenn es darum geht, das Leben eines Volkes zu erneuern, des Zusammenhangs mit den wirklichen Strömungen im Volk entbehren? So viel hat heute die Erfahrung schon gezeigt, daß es nicht genügt, das Beispiel Deutschlands in Äußerlichkeiten nachzuahmen. Wenn Marschall P e t a i n in seinen Unterredungen mit Laval zu dem Schluß gekommen ist, daß die bisherige Form der Regierungnicht mehr den inneren und äußeren Notwendigkeiten Frankreichs genüge", so ist damit die Erkenntnis ausgesprochen, daß die Nationale Revolution nicht gehalten hat, was sie in der ersten Stunde zu versprechen schien.

Ein Volk wie das französische, seit vielen Gene­rationen gewohnt, mitzureden, nimmt eine von oben verordnete und durchgeführte Revolution nicht ohne weiteres hin. Es kann unterstellt wer­den, daß Frankreich so wie in den 9ahrzehnten der Dritten Republik nicht mehr regiert werden will. Aber von dieser Erkenntnis führt keine Brücke zu der Annahme, daß die Franzosen sich nun mit einem Regime abfänden, das ausschließlich von der alles überschattenden Autorität des Marschalls Petain gelebt hat und das in dem Augenblick hin­fällig würde, in dem diese große Figur von der französischen Bühne verschwände.

Marschall Main jelbst empfindet dies deutlich,

Die Flugzeugwerke der weltbekannten Schiffs­werft Blohm & Voß haben für die deutsche Luft­waffe mit der BV141 ein in Aufbau und Formgebung vollkommen neuartiges Flugzeugmufter entwickelt, das bei feinen ersten Einsätzen im Ostfeldzug über­raschende Erfolge verbuchen konnte. Es ist eine Schöpfung des Chefkonstrukteurs der Flugzeugwerke Blohm & Voß, Wehrwirtschaftsführer Dr.-9ng. Vogt. Der Sondereinsatz, für den dieses Flugzeug vorgesehen ist, bedingte eine von den bisher ein­geschlagenen Wegen der Flugtechnik grundlegend ab­weichende Konstruktion. Erstmalig findet sich hier die vollkommen unsymmetrische Bauart, die auf dem

Oer Fall Corregidors.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Corregidor hat sich nunmehr auch den Zapanern ergeben müssen. Damit ist die letzte nord- amerikanische Position in Ostasien gefallen. Mit unvergleichlicher Tapferkeit und Zähigkeit haben die japanischen Truppen dieses letzte Bollwerk der Amerikaner in Ostasien zur Uebergabe reif gemacht. Der Fall Corregidors lenkt erneut die Erinnerung hin auf die Großmäuligkeit, mit der die amerikanischen Kriegsmacher vor dem Kriege über 9apan urteilten. Angefangen von Ad­miral Stirling, der erklärt hatte, daß die Ver­einigten Staaten genau 90 Tage benötigen würden, um 9apan militärisch zu schlagen, gingen der lieber- raschung von Pearl Harbour unzählige Aeußerun- gen amerikanischer Kriegstreiber voran, die alle den japanischen Gegner gründlich unterschätzten. So, wenn d"r amerikanische Professor Nathaniel Pfef­fer erklärte:Die USA. hat eine mächtige Waffe in der Hand, die wirkungsvoll ist, ohne gezückt zu werden. Das ist 9apans Angst vor der militärischen und wirtschaftlichen Macht Amerikas." Oder wenn der Oberst F. P a I m e r am 6. Oktober 1940 in der New Dimes" schrieb:Laßt sie nur kommen! Wir werden sie schon unterwegs vernichten! Oder sollten sie hier irgendwo zu landen versuchen, kurze Arbeit mit ihnen machen." Oder wenn der amerikanische Senator 9ohn Bankhead in einer Rundfunk­ansprache sich zu der sinnlosen Drohung verstieg: Die USA. sind durchaus bereit, die gesamte ja­panische Flotte zu versenken, sobald 9apan auch nur einen einzigen offenen feindseligen Akt gegen die USA. unternehmen sollte."

Nun haben sie die Quittung erhalten. 9apan be-

daß der Gegner seinen örtlichen Erfolg nicht aus- nutzen konnte. Auch während der Angriffspausen belegte der Feind den Stützpunkt mit Artillerie- und Granatwerferfeuer und führte zahlreiche Luft­angriffe durch, so daß die tapfere Besatzung nie zur Ruhe kam.

Nicht minder schwierig war der Kampf der Ver­bände, die in kühnen Angriffen die Verbin­dung zu den eingeschlossenen Besatzungen wieder- herftellten. Während gut ausgebaute Stellungen die Gegenwehr des.Feindes begünstigten, stellten Wet­ter unh Verschlammung die deutschen Truppen bei ihrem Gegenangriff vor fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Trotzdem kämpfte sich die Ent­setzungstruppe Schritt für Schritt vorwärts, bis am 4. Mai die Verbindung mit der eingeschlossenen Besatzung wiederhergestelit werden konnte. Von der Luftwaffe waren vor allem Transportflug­zeuge zur regelmäßigen Versorgung der einge­schlossenen Truppe mit Proviant und Kriegsgerät, das in Dersorgungsbehältern abgeworfen wurde, eingesetzt. Trotzdem die starke feindliche Abwehr jeden dieser Versorgungsflüge zu einer besonderen Leistung machte, hielt die Luftwaffe die Verbindung ununterbrochen aufrecht. Kampf- und Sturzkampf­flugzeuge griffen in rollenden Einsätzen die bolsche­wistischen Stellungen rings um den Stützpunkt im­mer wieder an. Zahlreiche feindliche Batterien wur­den außer Gefecht gesetzt, Panzernester und Bereit­stellungen des Gegners zerschlagen. 9äger stellten feindliche Luftstreitkräfte zum Kampf.

Der Führer hat in feiner letzten Rede von der Tapferkeit und der Treue und der unmenschlichen Leidensbereitschaft unserer braven Soldaten an der Ostfront gesprochen. Diese Anerkennung darf die jetzt befreite deutsche Kampfgruppe in besonderem Maße auf sich beziehen, die, abgeschlossen von jeder rückwärtigen Verbindung, nicht nur den grausamen Wirkungen des harten Winters, sondern auch allen Angriffen des Feindes trotzte. Dazu gehört mehr als eiserne Disziplin, mehr als entsagungsvoller Mut, dazu gehört ein glaubensstarkes Herz, ein sieges­bewußter Wille und eine todesmutige Entschlossen­heit. Diese Kampfgruppe unter dem Kommando des Generalmajors Scherer ist ein leuchtendes Beispiel deutschen Heldentums.

Mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Wal. Der Führer verlieh heule dem General­major Scherer, Kommandeur einer Kampfgruppe, das Eichenlaub zum Ritlerkreuz *>es Eisernen Kreu­zes und sandle an ihn nachstehendes Telegramm: 3n dankbarer Würdigung 3hres heldenhaften Ein­satzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich 3hnen als 9 2. Soldaten der deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Wieder fünf Epiifires abgeschoffen.

Berlin, 6. Mai. (DNB.) Als in den Mit­tagsstunden des 6. Mai britische Bomben» slugzeuge in Begleitung von zahlreichen Spitfires die nordwe st französische Küste anflogen, stellten deutsche 9äger die Briten noch weit vor der Küste zum Kampf. 9n heftigen Luftgefechten, die sich bis dicht an die feindliche Westküste hinzogen, stürzte um die Mittagsstunde die erste Spitfire 55 km vor Le Havre aus 400 Meter Hohe in das Wasser. Kurze Zeit später gelang es einem deut­schen Staffelkapitän inerhalb von zehn Minuten seinen 6 0. und 61. Luftsieg zu erringen. 9n 5000 Meter Hohe traf er eine Spitfire nach kurzem Feuergefecht so schwer, daß Teile von Flä­chen und Leitwerk des feindlichen 9ägers davon- flogen und das Flugzeug senkrecht ins Wasser stürzte. Einige tausend Meter tiefer stellte er acht Minuten später die zweite Spitfire, die nach kur­zen Kampf abmontierte und 70 Kilometer vor Le Havre ins Meer versank. Eine vierte Spitfire schoß 30 Kilometer vor der britischen Küste, südostwärts von Portmouth, ein Oberleutnant ab, der damit seinen 42. Luftsieg errang. Die fünfte Spit­fire wurde, nachdem der britische Verband von seinem Ziel abgedrängt worden war, in Küstennähe abgeschosjen.