Was die neue Wochenschau bringt.
Bilder von den Feiern des 20. Jahrestages des Marsches auf Rom in Italien und von dem siegreichen Einsatz der japanischen Kriegsmarine im Pazifik leiten die neue Wochenschau ein. Andere Bilder führen in das Trümmerfeld von Stalingrad, wo unsere Grenadiere sich über Schutthaufen und Steinbarrikaden an die Werkhallen der Geschützfabrik „Rote Barrikade" heranarbeiten, um jedes Widerstandsnest einzeln auszuräuchern. In packenden Aufnahmen bekommen mir die ganze Kampfatmosphäre von Stalingrad zu spüren. Die langen Trupps von Gefangenen, die aus den Kellerlöchern und Bunkern herausgeholt wurden, beweisen, daß der deutsche Soldat auch in diesem schwierigsten und härtesten Häuserkamps Sieger bleibt.
lieber der Schönheit der Berg- und Gletscherwelt des Kaukasus könnte man fast vergessen, einen wie harten Kampf unsere Gebirgsjäger hier aus- fechten, die im Ringen um einen 4100 Meter hohen Gipfel in ewigem Eis und Schnee, in Fels und Gestein alle Schwierigkeiten überwinden und jeden Versuch der Sowjets zunichte machen, den Deutschen den Gipfel wieder zu entreißen.
Zum Schluß erhalten wir eine anschauliche Vorstellung von der Abwehr des britischen Angriffs in Aegypten. Mit einem Heldenmut ohnegleichen verteidigen sich unsere Soldaten hier gegen einen an Zahl und Material weit überlegenen Feind. Marschall Rwmmel gibt den Abschnittskommandeuren Anweisungen; deutsche und italienische Jäger beziehen ihre Verteidigungsabschnitte. Deutsche und italienische Verbände bereinigen einen örtlich begrenzten Einbruch der Briten in raschem Zupacken: die verlorenen Stellungen werden in zähen Kämpfen Mann gegen Mann zurückerobert und die überlebenden Briten gefangengenommen.^ Unsere Panzer unterstützen vorbildlich die kühnen Gegenangriffe unserer Grenadiere. Zuletzt sehen wir an den zerschossenen Panzerwagen, was es heißt, wenn der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schon in den ersten beiden Tagen der großen britischen Offensive die Vernichtung von 270 feindlichen Panzerkampfwagen melden konnte.
G. B.
Leistungszuschlag
auch für die Knappschaftspensionäre und Witwen.
Zur Klarstellung von Zweifeln teilt der Präsident der Reichsknappschaft mit, daß die Empfänger einer knappschaftlichen Jnvalidenpension oder einer entsprechenden Witwenrente nach der Verordnung des Reichsmarschalls über die Neuregelung der Rentenversicherung im Bergbau vom 4. Oktober 1942 die einmalige Rentenausbesserung von 25 RM., bzw. 20 RM. nicht erhalten, weil sie noch keinen Leistungsanteil der Invalidenversicherung beziehen. Ihnen kommen die Vorteile der Neuregelung zugute. Sie haben einen Anspruch aus den Leistungszuschlag für Hauerarbeit unter Tage und gegeve- nenfalls auch auf das Bergmannstreuegeld. Den noch nicht vollinvaliden Empfängern einer rein knappschaftlichen Leistung — aber nicht Alterspension und Altersruhegeld — wird aus Antrag ab
1. Januar 1943 zu ihrer Rente der Leistungszuschlag hinzugewährt, wenn mindestens 11 Jahre Hauerarbeit unter Tage während der der gezahlten Rente zu Grunde liegenden Dienstzeit verrichtet worden sind. Anspruch auf das Bergmannstreuegeld besteht ebenfalls, und zwar dann, wenn bei Vorliegen der bekanntgegebenen allgemeinen Voraussetzungen nach dem 50. Lebensjahr mindestens 1 Jahr Hauerarbeit unter Tage verrichtet worden ist. Da die Verordnung vom 4. Oktober 1942 für diese Leistungen erst am 1. Januar 1943 in Kraft tritt und bis dahin bestimmt sein wird, welche Arbeiten der Hauerarbeit gleichzustellen sind, brauchen die Anträge noch nicht gestellt zu werden. Die Frist für die Antragstellung wird noch bekanntgegeben.
Lichtbild als beglaubigte Abschrift.
Der Reichsjustizminister hat eine Verordnung zur Vereinfachung des Beurkundungsrechts erlassen. Danach steht ein Lichtbild der beglaubigten Ab- chrift gleich, wenn die zur Beglaubigung der Ab- chrift befugte Stelle bescheinigt, daß es ein voll- tändiges Lichtbild der Hauptschrist ist. Die Be- cheinigung soll auf das Lichtbild oder ein besonderes, mit dem Lichtbild durch Schnur und Siegel au verbindendes Blatt gesetzt sein, Ort und Tag der Ausstellung angeben und mit Unterschrift und Siegel oder Stempel versehen sein. Ein Lichtbild einer Urkunde kann auch für die Erteilung einer
Von den Sterngruppen, die unseren Winterhimmel schmücken, sind nur wenige so bekannt und haben die Phantasie der Menschen so mächtig angeregt wie das Siebengestirn, jener kleine, aber sehr auffällige Sternhaufen im Stier, der jetzt mit Einbruch der abendlichen Dunkelheit im Osten aufsteigt und währen der ganzen Nacht beobachtet werden kann. Den Namen „Siebengestirn" führt diese Sterngruppe schon seit über 3000 Jahren, obwohl das normale unbewaffnete Auge nur sechs Sterne erkennen kann, ein besonders scharfes dagegen zehn oder elf Sterne unterscheidet.
Die Griechen des Altertums sahen in diesen Sternen die sieben durch Zeus an den Himmel versetzten Töchter des Atlas und de^ Plejone, die „Plejaden". Daneben hießen sie auch die „Regensterne", weil mit ihrem Wiedererscheinen am Osthimmel im Mittelmeergebiet die Regenzeit beginnt, ferner auch die „Schiffersterne", welche dem Seefahrer auf weitem, küstenfernem Meer die Himmelsrichtung angeben. Auch der volkstümliche Name „Gluckhenne" oder „Henne mit Küchlein" ist schon im Altertum gebräuchlich gewesen. Die eigenartige Schönheit der Plejaden veranlaßte die Indianer, sie „Akazienblüten" zu nennen, und der Dichter Tennyson meint, sie glühten wie ein Schwarm von Feuerfliegen in einem silbernen Netz.
Im Fernrohr, aber auch schon in einem lichtstarken Feldstecher gewährt das Siebengestirn
Ausfertigung verwendet werden, wenn die ausfertigende Stelle bescheinigt, daß es ein vollständiges Lichtbild der Hauptschrift ist.
Die Verordnung bestimmt weiter, daß die Ueb^- setzung einer Urkunde, die in einer fremden Sprache abgefaßt ist, als richtig und vollständig gilt, wenn dies von einem Uebersetzer bescheinigt wird, der dazu nach den Richtlinien des Reichsjusttzministers ermächtigt ist.
Fußball (Staffel V).
Nach ihrem erfolgreichen Spiel am letzten Sonntag gegen die Spielvereinigung 1900 ist am kommenden Sonntag der VfB.-Reichsbahn Gießen der Gegner des LSV. Das Spiel wird auf dem Waldsportplatz ausgettagen. Der VfB.-R. Gießen hat mit feinem 10:0-Sieg über Wölfersheim emen sehr erfolgreichen Anfang in der begonnenen Spielserie gehabt. Dieses hohe Ergebnis läßt die Vermutung aufkommen, daß der BfB.-R. wieder eme starke Mannschaft zusammengebracht hat. Noch i|t mct)i bekannt, in welcher Aufstellung beide Mannschaften spielen werden, aber in jedem Falle ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen. Das Ergebnis wird äußerst knapp werden, und der Sieger kann sowohl LSV. als auch DfB.-R. heißen. Es wirb m diesem Spiel der Lokalgegner mit einem anständigen Kampf gerechnet.
einen wunderbaren Anblick. Man erkennt einen Schwarm von etwa 50 Sternen, aus denen sich elf, namentlich aber die hellsten sechs, mit freiem Auge sichtbaren, durch besonderen Glanz herausheben. Die genaue Untersuchung nach modernen Methoden mit Hilfe der Photographie hat ergeben, daß dem Sternhaufen rund 200 Sonnen angehören, die-alle eine gemeinsame parallele und gleichgerichtete Bewegung im Raum ausführen, also gewissermaßen eine kosmische Reisegesellschaft darstellen. Der Zielpunkt ihrer Bewegung liegt in der Himmelsgegend südlich vom Orion.
Die Entfernung des Siebengestirns von der Erde beträgt rund 500 Lichtjahre zu je 10 Billionen Kilometer, sein Durchmesser etwa 20 Lichtjahre. Der Lichtstrahl, der heute unser Auge erreicht, wenn wir die Plejaden betrachten, hat diese Sterne schon vor der Entdeckung Amerikas verlassen. Nun läßt sich leicht berechnen, daß unsere Sonne bereits in einem Abstande von 50 Lichtjahren unseren Blicken als Sternchen sechster Größe entschwinden würde. Daraus folgt, daß die sechs hellsten, Plejadensterne wahre Giganten im Vergleich zur Sonne sein müssen. Alkyone, die hellste, besitzt die 600fache Leuchtkraft der.Sonne; die übrigen fünf mit freiem Auge sichtbaren Sterne sind etwa 250- bis 300mal so hell wie die Sonne. Selbst die schwächsten, im Feldstecher sichtbaren Mitglieder des Sternhaufens sind immer noch erheblich heller und größer als die
Sonne. Die sechs Giganten gehören nach tfarbe und Spektrum zu den sehr heißen, blauweiß strahlenden Heliumsternen mit Oberflächentemperaturen von 13 000 bis 15 000 Grad, während es die Sonne nur auf knapp 6000 Grad bringt
Einen ähnlichen, scheinbar viel lockeren Sternhaufen bilden die sich um den rötlichen Fixstern Aldebaran scharenden H y a d e n, deren Entfernung 130 Lichtjahre beträgt. Sie stehen uns also viermal so nahe wie das Siebengestirn und erscheinen daher über einen größeren Raum verstreut. In den späten Abendstunden taucht über dem Osthorizont das herrliche Sternbild des Orion auf, in welchem die rötliche Beteigeuze, die drei Gürtelsterne und der blauweiße Rigel besonders auffallen. Tief im Nordosten finden wir die Zwillinge Kastor und Pollux, darüber den Fuhrmann mit der hell funkelnden gelblichen Kapella. Hier steigt auch der Lichtbogen der Milchstraße auf, die über die Sternbilder Fuhrmann und Perseus zur Kassiopeia im Zenit emporzieht und sich über Kepheus und Schwan zum Adler im Westsüdwesten herabsenkt. Der optisch veränderliche Stern Algol im Perseus hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 27. November um 21 Uhr und am 30. um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit. , '
Der Südhimmel wird im Herbst von mehreren zum Teil recht ausgedehnten Sternbildern eingenommen, wie Eridanus, Walfisch, Fische und Wassermann, die jedoch keinen Stern erster Größe auf- weisen. Nur tief am Südhorizont funkelt in den frühen Abendstunden der helle Fixstern Fomal- haut im Südlichen Fisch. In halber Zenithöhe bildet der aus einem großen Quadrat und einem Sechseck bestehende Pegasus eine auffällige Sternfigur. Links schließen sich die in einem flachen Bogen an- geordneten Sterne der Andromeda an, über denen ein Lichtfleck uns den berühmten Spiralnebel anzeigt.
Am Nordhimmel sehen wir den Himmelswagen) in seiner tiefsten Stellung, darüber die gewundene Äernreihe des Drachen, dessen Kopf auf die hell> strahlende Wega weist. Die Nächte um den 13. November bringen vermehrten Sternschnuppenfall, die scheinbar aus dem Löwen ausstrahlenden Leoniden.
Von den Planeten ist Merkur im ersten Monatsdrittel morgens sichtbar. Venus steht hinter der Sonne und kann daher nicht gesehen werden. Mars taucht Ende November für kurze Zeit am Osthimmel auf. Iu«pitep geht Anfang November gegen 21 Uhr, Ende des Monats gegen 19 Uhr auf und beherrscht als weitaus hellster Stern den. Südhimmel. Saturn im Sternbild des Stiers erscheint bereits um 18 Uhr, Ende des Monats schon um 16 Uhr im Osten. Rechts vom Saturn steht der eben noch mit freiem Auge erkennbare Uranus, der am 25. November in den Gegenschein zur. Sonne gelangt.
Verduukelungszeik:
6. November von 17.45 bis 6.58 Uhr.
Hcmptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein.
Dmck und Verlag: Brühljche Univerntätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck.
Anzeigenpreisliste Nr. 6.
Das Siebengestirn am Osthimmel.
Shrnfchau im November.
Von Dr. Erwin Kossinna.
Erneut großes Herzeleid brachte uns die erschütternde Nachricht, daß mein über alles geliebter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende, gute Vater seiner Tochter und seines nie gesehenen Söhnchens, unser hoffnungsvoller ältester Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate
Schreinermeister Karl Haas VI.
Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 35 Jahren, bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. Er folgte seinem jüngsten Bruder Heinrich, der am 28. Februar 1942 sein junges Leben opferte. In tiefem Schmerz: Anna Haas.geb.Hahn, Anna u.Karl Heinrich; Karl Haas V. u. Frau; Gefr. Jakob Haas, z. Z. im Felde, u. Farn.; Gefr. Karl Reuschling,z. Z. i. Felde, u. Fam. Elise Hahn Wwe.; Fam. Jakob MUIIar; Fam. Heinrich Kopp Fam. Hans Gönnewein; Gefr. Ludwig Hahn, z. Z. in Urlaub Steinbach, Kaichen, Steinfurth, 4. Nov. 1942. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 8. November, um 14 Uhr statt.
Auch wir verlieren in dem Gefallenen einen unvergeßlichen Arbeitskameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten. A5603
Betriebsführung und Gefolgschaft Emil H. Müller K.-6., Holzwarenfabrik, Gießen. 05604
Hart und schwer traf uns die unfaß- I bare, schmerzliche Nachricht, daß am I 3. Okt. 1942 in höchster soldatischer I Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland unser über alles geliebter, herzensguter, braver, hoffnungsvoller, einziger Sohn, mein unvergeßlicher Bruder und Schwager, unser lieber Pate, Neffe und Cousin
Karl Deibel
Feldwebel und Zugführer in einem Inf.-Regt. Inhaber des E. K. 1. u. 2. Klasse und anderer
Auszeichnungen
im 28. Lebensjahre, bei den schweren Kämpfen bei Noworossijsk den Heldentod fand.
In tiefem Schmerz:
Karl Deibel V. und Frau Margarethe, geb. Haas Konrad Schmidt, z.Z. In einer Genes.-Kompanie, und Frau Anna, geb. Deibel, nebst Sohn Willy, und allen Angehörigen.
Gießen -Wieseck (Kirchstr. 41), 4. Nov. 1942.
Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 8. November, um 14 Uhr, statt.
___________________________3357 D ■
JKLi Danksagung.
I Allen, die uns anläßlich des Helden- 4—A todes unseres Sohnes und Bruders Georg Ernst Michel ihre Anteilnahme bewiesen, sei auf diesem Wege herzlicher Dank gesagt.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Dr. Georg Michel.
Gießen (Weserstr. 4), den 6. Novembe 1942, .. ________________________________05613
Stadttheater-Platzmiete.
Die Einlösung der dritten Rate kann erfolgen: Montag, d. 9. Nov. 1942, für die Dienstag-Mieter Dienstag, b. 10. Nov. 1942, für die Mittwoch-Mieter Mittwoch, b. 11. Nov. 1942, für die Freitag-Mieter an der Tageskasse, Johannesstr. 3, während der Kassenstunden.
Gießen, den 4. November 1942. a365o
Der Overbürgermeister.
Bekanntmachung
Betr.: Abgabe von Bohnenkaffee.
I. In der 44. Zuteilungsveriode (14. 12. 1942 bis 10. 1. 1943) erhalten die Versorgungsberechtig- sen, die bis zum 15. November 1942 das 18. Lebensjahr vollendet haben, 50 Gramm Bohnenkaffee.
II. Die Vorbestellung des Bohnenkaffees erfolgt für die im Stadtkreis Gießen wohnhaften Verbraucher durch Vorlage des zum roten Haushaltsausweis gehörigen weißen Einlagebogens für Personen über 18 Jahre (Erwachsene). Die Verteiler trennen von dem genannten Einlagebogen die Nummer 20 ab und bestätigen die Vorbestellung im Feld V des Einlagebogens. Die Vorbestellung beginnt sofort und endet am 14. November 1942 (einschließlich). Die Vorbestellung kann in sämtlichen Lebensmittelgeschäften erfolgen, die früher Bohnenkaffee geführt haben. Aushänge über Entgegennahme von Bestellungen dürfen nicht angebracht werden.
III. Die Verteiler reichen die von ihnen vereinnahmten Abschnitte für die Vorbestellung auf Bogen zu 100 Stück aufgeklebt spätestens bis zum 18. November 1942 bei dem Ernährungsamt ein.
IV. $ür anstaltsmäßig untergebrachte oder sonstige in Gemeinschaftsverpflegung befindliche Versorgungsberechtigte (Kranke, Pflegepersonal ufro.) stellt das Ernährungsamt den Anstalten und Lagerleitungen unter Zugrundelegung von 50 Gramm je Kopf der Sammelverpflegten über 18 Jahre Bezugscheine aus. Entsprechende Anträge sind unter Vorlage namentlicher Listen mit Geburtsdatum dem Ernährungsamt bis spätestens 10. November 1942 einzureichen.
Zivil- und Kriegsgefangene, ausländische Zivilarbeiter und Polen nehmen an der Sonderzuteilung nicht teil.
Weitere Bestimmungen über die Abgabe des Bohnenkaffees werden folgen. [sseoD
Gießen, den 5. November 1942.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abt. B.
Vermietungen
iZimmer il Küche, Elektr. u. Gas, a. allein3 steh.Pers.z.verm. 05652 Zu erfr.: Televhon 3287.
Stellenangebot
Kelie ürspraige- Zeugnisse,
Itmbrat nut Zrugut» abschNften dem weicbun g«fchre tben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungSllnte» lagen müssen »ur Bee meidung von Verluste« aus der Siücheile men und Anschrift de» Bewerber« tragens vemallerM
MW 1800 qm - Nähe Rodbeimer Str., gesucht. - Evtl.
Verkauf. Schr. Ang. unt. 3359Da.d.G.A. SlMeWlse gesucht nvöchent- lich zwei- oder dreimal vormitt, je eine oder zwei StUNdeN. [05618 Hanni Beck, Diezstraße 10.
Höherer Beamter sucht 2-4-Zimmer-Wohnung sofort oder später. Schriftliche Angebote unter 05599 an den Meß. Anzeig.
Putzfrau
für die Abendstunden gesucht
9ie/3ener
Schulstraße 7 3319 d
GuttaHn-Fobrlk Köln
Schuh- u. Lederpflege?
Nicht jede Schuhcreme ist
Echt nur mit dem Aufdrvdr.
^Guttalm”
Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach.
Betr.: Abgabe von Bohnenkaffee.
In der 44. Zuteilungsveriode vom 14.12.1942 bis 10.1.1943 wird an alle Versorgungsberechtigten einschlietzllch der Selbstversorger, die bis zum 15. 11. 1942 das 18. Lebensjahr vollendet haben, Bohnenkaffee zur Verteilung gelangen.
Der Bohnenkaffee ist vorzubestellen, und zwar auf Grund des Abschnittes 36 der rosa und blauen Nährmittelkarte 42, der von dem Einzelhändler abzutrennen ist. Der Einzelhändler bat ferner die Rückseite des Stammabschnittes mit seinem Finnen- stemvel unter handschriftlicher Beifügung eines „K" zu versehen.
Auf Abschnitt N 36 der blauen Nährmittelkarte für Selbstversorger mit Getreide (SV G) dürfen Bestellungen nicht abgegeben oder angenommen werden. Selbstversorger mit Getreide können vorbestellen auf Grund eines Sonderbezugsausweises, den sie in den nächsten Tagen auf ihrer Bürgermeisterei in Emvfang nehmen können. Bei Ausgabe dieses Sonderbezugsausweises hat der tnhaber sämtliche Nährmittelkarten feines Hausaltes bei der Kartenausgabestelle vorzulegen, auch diejenigen der noch nicht 18 Jahre alten Personen seines Haushaltes. Die Kartenftelle stempelt auf sämtlichen Nährmittelkarten den Abschnitt N 36 ungültig und gibt die der Zahl der über 18 Jahre alten Personen entsprechende Anzahl von Sonder- bezugsausweisen aus.
Bei der Anmeldung wird der Bestellabfchnitt von dem Einzelhändler abgetrennt und das auf dem Ausweis dafür vorgesehene Mittelfeld mit dem Firmenstempel verfehen.
Die Vorbestellung kann in sämtlichen Lebensmittelgeschäften erfolgen, die früher Bohnenkaffee geführt haben. Bemerkt wird allerdings, daß die Nährimttelkarten jeweils nur für den Kreis gültig find, für den sie ausgegeben find.
Die Vorbestellung hat bis zum 14.11. d. I. zu erfolgen. [sseiD
Gießen, den 4. November 1942.
Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach:
Der Landrat des Landkreises Gießen.
Dr. Lotz.
Zuverlässiger
Mann od. Junge für Botengänge sofort gef. [05547 Ferber'sche Universitäts- Buchhandlung, Seltersweg 83.
Suche f. meinen Haushalt ein zuverlässiges
Mädchen das in Haushalt u. Küche erfahren ist, v. morg. 8 Uhr bis nachm. 3 Uhr.
Schriftl. Angeb. unter 05568 an den Gieß. Anz.
Kleine Antelgen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei» matzeitung, den aieDeDirAnieigei
Zeitungsträgerin
gesucht
Verlaß des Gießener Anzeigers
- - 3311 D
Frauen, Töchter, Verlobte!
Montag und Dienstag, den 9. und 10. November, findet im Part.-Saal des Hotel Schütz, Gießen, Bahnhofstraße, mein beliebter zweitägiger 3is<fi<le<ft- und Servier-Jfursus mit praktisch. Vorführungen statt * Serviettenbrechen, Vorstellen Be- suehe empfanden, Decken ” von Tee-, Mittags- und Abend- tisch.DicFcst täfel m.Tafelschmuck, Servieren, Aufklärung über Verhalten bei Besuchen und in allen Lebenslagen. Mittagskursus von 15-17 Uhr. Abendkursus von 19.45 bis 21.45 Uhr. Honorar für 2 Mittage oder Abende nur RM. 4.-. Zehn Papierservietten oder Zeitungspapier mitbringen. Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Eine Wiederholung findet in dies. Jahre nicht statt. [3364D] Vera von Keitz.
Gießener Konzertring 1942/43
Mittwoch, 11. November 1942,19 Uhr, Unlversltäts-Anla
Drittes Konzert Groppe A, JSr. 2
Lieder-'Abend
Lore Fischer (Ait)
am Flügel Prof. Herrn. Rentier
Lieder von Schubert, Schumann, Wolf.
Eintrittskarten: 1.50, 2.-, 2.75 und 3.50 RM. bei Musik-Challier, Neuenweg 10, Tel. 2671, und in de» Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Tel. 3961, Studentenkarten 1.50 RM. beim Hausverwalter im Kollegiengebäude. 33570
[Stellengesuche]
Welch, ätt. Dame od. ält. Ehepaar sucht gute Stütze z. Führ. d. Haushalts ?Familien- Anschl. ist erro. Auch Umgeb.
Gießens. Schr. Ang. unt. 05557 a.d.G.A.
| HanfgesuchT] Millers und GoeitzesMrke 3. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05649 an den Gieß. Anz.
^Verschiedenes [
Fast neue dunkelblaue Stadttasche (Leder) gegen Puvven- Svortwagen z. tausch, gesucht. Schr. Ang. unt. 05648 a.d.G.A.
Goldene [05057 Danienarmbanduhr gefunden. Abzu- hol.v.!5-16Uhr Bergstraße 27p.
KlemeAnz eigen im Gießener Anzeiger werden von Taufenden beachtet und geleie«.
Vei-ems |
Morg., Samstag, 7. Novemb., 20.30 U6r[3366D Kamerad- . schaftsabend im „Hess. Hof". Ärtrlleristen- kameradschakt.
Kaufe
Slettromotore,sowie Diesel« und Dampfmaschinen
in jeder Größe, auch revaratur« bedürftig. Schriftl. Angebote unt. 3363D an den Gießener Anzeiger^
Statt Karten!
Die Vermählung ihrer Kinder Lieselotte und Wolfgang zeigen an:
Hans Schwenke und Frau Lorine, geb. Andreassen Gießen, Roonstraße 20
Dr. Kurt Rattay und Frau Eleonore, geb. Müller Königsberg (Ostpreußen) Dieffenbachstraße 51
Ihre Vermählung geben bekannt Wolfgang Rattay Oberleutnant u. Batteriechef in einer Flakabteilung Lieselotte Rattay geb. Schwenke \_____________________05633/
Kaufe
Elektroapparate - Bügeleisen Kocher • Föne * Staubsauger Radioapparate usw.
neu, gebraucht und reparaturbedürftig. Schr. Angeb. unt. 33620 an den Gießener Anzeiger erbet.
TM BÄTE® °D der Universitätsstadt Gießen
Freitag, 6. November
8. Mietvorslellnng wird verlegt.
LICHTSPIEE-THEATER
Blorla-Palast, Seltersweg:
Weiße Wäsche a338C
Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:
Schüsse in der Wüste
nm 2.30,4.45,7.30 ; So. 2.00,4,30,7.30 ühr 1


