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(Nachdruck verboten.)
43. Fortsetzung.
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lich alles zu verdanken haben, ist es ja bedauerlich, daß sie in dem Bestreben, Brackmann vor seiner eigenen Tat zu bewahren, zu unserer Hauvlbe- lastunoszeugin gegen ihn geworden ist. Die Arme ist völlig zusammengebrochen. Ich fürchte fast, sie
für die Seeresunt-roffizierfchulen.
Die Unteroffizierschulen des Heeres stellen zum 1.4.1943 neue Freiwillige ein. Es kommen für die Einstellung charakterlich einwandfreie, körperlich und geistig gut veranlagte Bewerber in Frage, die zwischen dem 1.7.1924 und dem 31.3.1926 geboren sind. Die Freiwilligen müssen die deutsche Reichs- anqehörigkeit und die Wehrwürdigkeit besitzen,
liebt den Kerl."
Er tat den Gedanken an Karen Orgassa mit einer Handbewegung ab. — „Brackmann leugnet natürlich die Tat. Er weiß genau, daß es diesmal um seinen Kopf geht. Er verschlechtert seine Lage nur durch seine Hartnäckigkeit. Aber ihm ist nicht zu helfen. Es ist der am besten überlegte Mord, den ich in meiner Praxis erlebt Habs. Denken Sie nur an, er hatte doch tatlächl'ch auf einem chilenischen Dampfer als Maschinist angeheuert; der Dampfer sollte übermorgen auslaufen.
Sein raffinierter Trick bestand darin, daß er am Tatort nicht die geringste Svur zurückließ. Sogar die Patronenhülse der tödlichen Kugel räumte er weg. Leider haben wir nicht einmal die Kugel selbst finden können, und es wird wohl auch ein aussichtsloses Bemühen sein. Diese 7 35-Stahlmantel- geschosse haben eine enorme Durchschlagskraft. Und nun stellen Sie sich bitte vor. nachdem Brackmann zuerst abstritt, aus seiner Pistole überhauvt einen Schuß abgegeben zu haben, will uns der Kerl jetzt tatsächlich einreden, er habe die Batrone, die in seinem Magazin fehlt, auf dem Weg von Buena Esperanza nach Berakruz verschossen, um zu pru- ■fen, ob die alte Munition noch verwendbar fei. Die Perano lauschte atemlos. Santacilla blickte etwas d erlegen auf ihre Brust.
„Es ist wirklich so dumm, daß man fast Mitleid haben konnte. Und schließlich behauptet er noch — und damit setzt er seinen albernen Ausreden wohl die Krone auf —, er habe den Mord zwar geplant und sei auch fest entschlossen gewesen, die Tat aus- zuführen, aber im letzten Augenblick habe er sozusagen moralische Anwandlungen bekommen und gewußt, daß er nicht fähig fein würde, seinen Entschluß auszuführen. — Jetzt sitzt er in seiner Zelle und tut so, als grüble er wahrhaftig darüber nach, wer ihm diese Suppe eingebrockt haben könne. Ich
Dorwurf machen!" fügte er sofort hinzu, Ihre Hal» tung entspannte sich.
„Ich hätte auch gar nicht schneller sein können, denn ich suchte Sie fast unmittelbar nach Gonzales Weggang auf. Der Korso war noch ein wenig belebt, und ich kam deshalb nicht so sehr rasch vorwärts. Da ich zwanzig Minuten nach elf bei Ihnen war, werde ich das Haus schätzungsweise um elf Uhr verlassen haben. Ich habe leider nicht nach der Uhr geschaut. Wie konnte ich auch ahnen, daß diese Frage jemals Bedeutung erhalten würde ..."
„Natürlich", murmelte Santacilla, „natürlich!"
„Aber darf ich fragen, weshalb sie Bedeutung hat? Ich verstehe im Augenblick nicht, warum Sie solchen Wert darauf legen."
„Ach so ... das ist leicht erklärt. Sie verließen das Haus um elf. Gonzales wurde kurz nach halb zwölf erschossen. Jetzt liegt mir daran, herauszubekommen, wo er sich in der Zwischenzeit aufgehalten hat. Ich habe in sämtlichen Lokalen, in denen er zu verkehren pflegte, nachforfchen lasten, aber er ist nirgend gesehen worden. Nun kann ihn aber eine Stund- lang nicht die Erde verschluckt haben, und deshalb wollte ich Sie fragen, ob Gonzales, als er sich von Ibnen verabschiedete, eine Andeutung darüber gemacht hat, wohin er sich begeben wollte ..."
„Das hätten Sie gleich sagen sollen. Don Santacilla, darüber kann ich Ihnen nämlich genau Auskunft geben."
„Nicht möglich!" rief Santacilla verblüfft. „Und da plage ich mich seit Stunden! Sie misten, wo Gonzales war?"
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verurteilt.
Nach 22 Jahren ... wegen Doppelehe vernrteilk.
Nach der Rückkehr in seine Vaterstadt Saalfeld hatte sich ein Mann wegen Doppelehe zu verantworten. Im Jahre 1920 war er nach Kolumbien gegangen. Seine Frau, mit der er keine besonders harmonische Ehe führte, batte sich geweigert, ihm zu folgen, obgleich er alles versuchte, sie zum Nachkommen zu bewegen. Die Verbindung zwischen beiden hörte im Laufe der Zeit auf. Obwohl die erste Ehe nicht geschieden war. heiratete er 19-30 in Kolumbien zum zweiten Male. Nach kolumbianischem Recht war gegen die zweite Ehe nichts einzuwenden, da der Mann von seiner ersten Frau nie wieder etwas gehört hatte, glaubte er, es fei alles in Ordnung. Bei Kriegsausbruch kehrte er dann mit Frau und vier Kindern nach Deutschland zurück. Hier aber lebte seine erste Frau noch, nach dem bestehenden Recht hat er sich der Doppelehe schuldig gemacht. Das Gericht sah aber den Fall sehr mifde an. Es verurteilte den Angeklagten zur Mindeststrafe von sechs Monaten Gefängnis und leate ihm nahe, ein Gnadengesuch einzureichen. Pflicht des Mannes wäre es gewesen, sich auch in Kolumbien der in seinem Vaterland geltenden gesetzlichen Bestimmungen bewußt zu bleiben.
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Aus aller Welt.
Vater wegen Anstiftung zum Arbeitsvertragsbruch verurteilt.
Senorita Orgassa verdächtigen, daß sie sich sozusagen aus Liebe für ihn geopfert habe ..
'Santacilla kicherte in sich hinein. „Was sagen Sie dazu, Madame Perano? Finden Sie nicht, daß die Geschickte einen Beigeschmack bekommt, der fast
NSG. Wie das ganze Reich, so steht auch unser Gau in diesen Wochen im Zeichen der Landdienstwerbung der Hitler-Jugend. In der Bannführerschule der Darmstädter Hitler-Jugend wohnte der Gauleiter der Morgenfeier eines Lehrganges von Hillerjungen bei, die vor der Schul- enttastung stehen und im Rahmen der Berufsaufklärung über den bäuerlichen Berufseinsatz geschult werden. .
Nach einer feierlichen Einleitung durch Chor und Orchester der Darmstädter Httler-Iugend ergriff
Der Gauleiter
das Wort zu einer überzeugenden Ansprache über die verantwortungsvolle politische Aufgabe des Bauerntums. Er schilderte den Jungen u. a„ wie das Bauerntum im Laufe der Geschichte von seiner ureigensten Aufgabe durch den Einfluß volksfremder Ideen jüdisch-kapttalistischer Prägung abgedrängt wurde und so seine Bedeutung und erhaltende Kraft zum Nachteil des ganzen deutschen Volkes verloren gingen. In der Preisgabe der Ernährungsfreiheit sehen unsere Feinde immer die Möglichkeit einer Vernichtung unseres Reiches. Der Bauernstand verarmte mehr und mehr durch die Einfuhr fremder Nahrungsmittel, die der deutsche Bauer zu dem Preise, wie sie das Ausland lieferte, nicht erzeugen konnte. Bismarck schon hatte durch die Einführung entsprechender Einfuhrzölle diese Gefahren zu bannen versucht, seine Maßnahmen waren gut, sie kamen aber in späterer Zeit durch den Marxismus nicht zu dem von ihm ersehnten dauernden Erfolg.
Der Führer hat die Bedeutung des Bauerntums voll erkannt und durch einschneidende Maßnahmen seine Gesundung einaeteitet. In der Erzeugungsschlacht wurde dieses Bemühen mit Erfolg aekrönt. das Bauerntum wurde zum ehrbarsten Berufsstand erhoben. Es ist b*e Blutsauelle der Nation. Seine Familien und Sipnen überdauern Jahrhunderte in ununterbrochener Geschlechterfolge. Aus seiner überschüssigen Kraft nähren und erhalten sich die Städte.
Eine unnatürliche Weltmachtpolitik unserer Gegner gab dem deutschen Volke nur ungenüaenben Lebensraum. Heute erkämpft $as deutsche Schwert uns den Raum, den man uns zu Unrecht vorenthält. Das Land, das deutsche Soldaten mit ihrem Blute erkämpft haben, geben wir nicht mehr auf, sondern da, wo heute das Schwert geführt wird,
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bemühte heit zahl« isten und Sauer die für feine und den eine von Heide ge- msgestellt.
Nachtruhe ersetzen kann; ist irrig.
Die Ruhepause nach dem Esten ist immer großem Vorteil, ob man nun schläft oder nur träumt. Die Hauptsache ist, daß man ausruht und seine Gedanken ganz ausschaltet. Dann kann ein Mit- tagsschläfchen wie Arznei wirken und bedeutet ein gutes Mittel zur Erhaltung unserer Gesundheit und Arbeitskraft. H.
Feierstunde zum 9. November in Gießen.
Am kommenden Sonntag, 8. November. 11 Uhr, im Gloria-Palast, veranstaltet die Kreisleitung Wetterau der NSDAP, eine Feierstunde zum 9. November, die dem Gedenken der zwei Millionen Gefallenen des Weltkrieges, aller Blutopfer der Bewegung und der toten Helden des gegenwärtigen Ringens für unseres Volkes Freiheit und unseres Reiches Größe gilt. Mit der Partei und ihren Gliederungen werden auch geladene Gäste an dieser. Feierstunde teilnehmen. Die Gedenkansprache wird Reichsredner Schnellrieder hallen. Der Singchor der SA. und der HI., der S2l.-Musikzug, das Städtische Orchester und der Vauersche Gesang« verein werden mit ihren Darbietungen die Feierstunde bereichern.
Für die Gliederungen ergeht folgende Anordnung: Die sechs Gießener Ortsgruppen treten mit je 40 Parteigenossen (einschließlich der politischen Leiter) und 10 Frauen geschlossen zur Feier an. Eintreffen 10.45 Uhr Gloria-Palast. Die Ortsgruppenfahnen müssen bereits um 10 Uhr ohne Begleiter zur Stelle sein.
Die Gliederungen treffen 10.45 Uhr pünktlich in folgender Stärke ein: SA.-Standarte 116: 70 Sämänner (SA.-Standarte, 4 Sturmsahnen); NSKK.- Motorflandarte 147: 45 NSKK.-Männer (2 Sturmsahnen): ß3.-Bnnn 116: 200 HI-Junten (2 f>3<- Fahnen): VDM.-Untergau 116: 120 BDM.-Mädel (zwei Wimpel). Standarte (mit zwei Begleitern) und vier Fahnen (ohne Begleiter) treffen bereits um 10 Uhr ein. Meldung beim Leiter der Saalord- nuna SA.-Obersturrnführer Frey. — SA.- und f)3.-(£ftor tritt bereits um 9.15 Uhr im Gloria- Palast an.
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Die Jugend bekennt sich zum Bauerntum
Oer Gauleiter sprach zur Landdienstwerbung der Hitler-Jugend.
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Oer grobe Appell der Sechzehn.
Zum Opfersonnlag am 8. November.
Sie haben damals nichts anderes gewußt als Treue und Opfer, und es hat in ihnen geglüht und gebrannt, und sie haben gefühlt: wir werden es schaffen. Sie haben mit der ganzen Kraft unb mit der ganzen Sehnsucht ihres wunden Herzens nichts anderes gewollt als — Deutschland. Und sie haben alles dazu hingegeben — zuletzt das Leben. Mehr hatten sie nicht. Und sie haben es geschafft, diese Sechzehn, die ersten Getreuen, die vor 23 Jahren für den Führer und sein neues Deutschland gefallen sind.
In Millionen ist heute chr Geist mächtig geworden, Millionen sind heute erfüllt von dem einen Gedanken: Opfer. Und auch sie sind, wenn es sein muß, bereit, das höchste Opfer für Deutschland zu bringen. Keiner will hinter dem anderen zurück- stehen, auch nicht in der Heimat. Die Heimat tut wie sie ihre Bflicht, jeder an seinem Platz und jeder nach seiner Kraft, um vor ihnen bestehen zu können. So wird die Heimat auch am nächsten Opfersonntag, 8. November, die Worte des Führers erfüllen: „Allein jeder muß wissen, daß er dadurch nicht mehr an Opfern bringt, als andere vor ihm gebracht haben und andere nach ihm einst wieder bringen
Platze wäre?
Jede Ueberanftrengung sollte vermieden werden, sonst können Arbeitslust und Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt werden. Man muß seine ganze Lebensweise so einrichten, daß Tätigkeit und Ruhe abwechseln. Das gilt nicht nur für den nächtlichen Schlaf. Diese sieben oder acht Stunden bilden ja überhaupt erst bie Voraussetzung, daß wir arbeiten können. Bei aufregender und anstrengender Arbeit bedürfen wir aber auch am Tage einiger Pausen.
Nach dem Mittagessen stellt sich oft eine Müdigkeit ein, die sehr schwer zu bekämpfen ist. Man tut dann seine Arbeit nur mit Unlust. An und für sich ist dieser Vorgang ganz natürlich. Unser Organismus schafft das Blut immer dahin, wo der Körper am meisten beschäftigt ist. Deshalb strömt das Blut nach der Mittagsmahlzeit hin zu den Verdauungsorganen. Die anderen Körperteile, die Glieder und das Gehirn, werden vorübergehend blutärmer. Deshalb ist eine kleine Paule nach dem Mittagessen immer sehr nötig. Am besten ruht man eine kurze Zeit und kann dann später wieder mit neuer Kraft an feine Beschäftigung gehen. Das gilt nicht nur für die Handarbeiter, sondern erst recht für alle, die sog. „Kopfarbeit" zu leisten haben.
Das Viertelstündchen ist da oft entscheidend. Wenn man eine bequeme Lage einnehmen kann, alle Gedanken ausschaltet und leicht einschlummert, wird man nach einer Viertelstunde sofort die Entspannung bemerken. Länger als eine halbe Stunde sollte aber ein solcher Kurzschlaf nicht dauern, sonst fühlt man sich nicht neu gekräftigt, sondern zerschlagen und ermattet. Der Glaube, daß ein Tagesschlaf fc:e
ans Komische grenzt?"
„Ich finde alles entsetzlich", antwortete sie fröstelnd. Santacilla zog die (Schultern wie em Schulbub ein, der einen Tadel einsteckt.
„Verzeihung", murmelte er verlegen, ,/verzechen Sie, ich meinte natürlich, vom kriminaMischen Standpunkt aus gesehen." Und um rasch abzulenken, tag er das rote Büchelchen ans der Talche und begann darin zu blättern. „Da ist noch eine Frage, die zu klären wäre, Madame Perano ... entschuldigen Sie, daß ich Sie überhaupt damit belästige, aber die Akten solch eines Prozesses verlangen größte Genauigkeit."
Er xog die kleine Lampe näher heran und drückte den Rüchen des widerspenstig zrttallenden Notizbuches zusammen. „Es handelt sich da nur um eine kleine Zeitdifferenz, die ich nicht genau unterbringen kann. — Sie erschienen um 11.20 Uhr bei mir, nicht wahr?"
Ciguita Perano zog unwillkürlich die Knie em wenig an, das Spiel der Muskeln in ihren Tänzerinnenbeinen war unter der dünnen Decke deutlich zu bemerken.
„Wissen Sie zufällig genau, wann Gonzales Sie verlassen hat?"
Sie überlegte angestrengt.
„Die Geschichte ist nämlich die", fuhr Santacilla gesprächig fort, „wir nahmen zuerst an, Gonzales fei gegen 11 Uhr erschossen worden. Der gerichts- arztliche Befund deutet aber unzweifelhaft darauf hin, daß sein Tod später, und fast unmittelbar vor dem Eintreffen des Beamten erfolgt sein muß, den ich zu seinem Schutz hinschickte.
kriegsverwendungsfähig sein (MindestgrLße 1,60 m) und die deutschblutige Abstammung nachweisen können. Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgesehen. Der Heeresunteroffizierschüler wird bei Eignung nach beendigter Ausblldung zum Gefreiten befördert und zum Unteroffizieranwärter ernannt. Nach entsprechender Bewährung bei der Truppe erfolgt die Beförderung zum Unteroffizier. Die Ge- amtdienstzeit beträgt 12 Jahre (einschließlich der llusbildungszeit). Der aus den Heeresunteroffizier- schulen heroorgegangene Unteroffizier soll das Rückgrat des deutschen Volksheeres bitten. Er muß deshalb begeisterter Soldat und Nationalsozialist sein.
Geeignete Bewerber melden sich bis zum 15.2. 1943 schriftlich oder mündlich bei der Annahmestelle für Heeresunteroffizierschulen Berlin W 35, Dik- toriastvatze 32. Bewerber des Jahrganges 1925 müssen bereits bis 15.12.42 ihr Gesuch einreichen.
Keine Mitnahme von Lohnersparniffen durch Ausländer
LPD. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Obwohl für die Auländer, die im Reichsgebiet arbeiten, die Möglichkeit besteht, chre Lohnersparnisse in der vorgeschriebenen Weise in die Heimat zu überweisen, versuchen immer wieder ausländische Arbeitskräfte bei Urlaubsreifen oder der Rückkehr in ihre Heimat deutsche Reichsmarkbeträge mit über die Grenze zu nehmen. Die bei der Zollkontrolle vorgefundenen Geldbeträge werden jedoch, soweit sie die Freigrenze überschreiten, beschlagnahmt. Die Wiederauszahlung ist nicht selten mit Schwierigkeiten verbunden und verursacht außerdem Unkosten. Es ist notwendig, daß die Betriebsführer auf die regelmäßige und rechtzeitige Überweisung der Lohnersparnisse chrer ausländischen Arbetter achten und die Kräfte vor der Heimreise ausdrücklich darauf Hinweisen, daß Reichsmarkbeträge über die Freigrenze hinaus nicht ins Ausland mitgenommen werden dürfen. Im übrigen können nicht überwiesene Beträge auf Arbeiter-Sonderkonto bei jeder Bank oder Sparkasse eingezahll werden.
den Tod hinaus. Er verzichtet auf die Ausdeutung ostasiatischen Gedankengutes und hält sich an den japanisch gefärbten äußeren Ablauf des Geschehens. Die Regie Hans Carl Müllers folgte der Schwarz- Weiß-Zeichnung Jelufichs und dem Samurai-Zeremoniell und machte aus der sagenhaften Starre der Hauptfiguren das Stilprinzip der Aufführung, die lebhaften Beifall fand. G. M. Vonau.
60 Jahre Sibelius-Akademie.
Die einzige Musikhochschule Finnlands, die nach dem Namen seines größten Komponisten Sibelius- Akademie bekannt ist, begeht ihr LOjähriges Bestehen. Sie wurde gegründet als Musikhochschule der Stadt Helsinki, wurde 1924 Konservatorium und 1939 eine Hochschule für alle musikalischen Gebiete. Der Gründer, Martin W e g e l i u s, war ein bekannter Komponist, ebenso Armas 3ärnefeit und Erkki Melartin. Der jetzige Direktor, Prof. Ernst Cinto, ist auch in Deutschland wohlbekannt. Die Besucherzahl der Akademie beträgt heute trotz des Krieges über 400.
Hochschulnachrichten.
Am 8. November vollendet der Ordinarius für Geographie an der Universität Wien, Professor Dr. Hugo Hassinger, sein 65. Lebensjahr. Hassin- gers Sondergebiete sind Anthropographie, Länderkunde von Mittel- und Südosteuropa und Methoden der Geographie. In Wien geboren, promovierte er dort 1902 , war dann Gymnasiallehrer und habilitierte sich 1915 in Wien, 1918 kam er als Extraordinarius nach Basel, 1927 erfolgte seine Berufung nach Freiburg und 1930 nach Wien. — Am 7. November vollendet der außerplanmäßige Pro- festor für Geographie (physikalische Geogravhie/ Morphologie, Eiszeitkunde) an der Deutschen Universität Prag, Dr. Roman L u c e r n a , sein 65. Lebensjahr. In Semlin geboren, studierte er in Wien und promovierte dort 1904. 193Q habilitierte er sich in Prag. — Der o. Professor für Anatomie an der Universität München, Dr. med. et phil. Adolf D a - below, ist an die Universität Leipzig berufen worden. Der aus Magdeburg gebürtige Anatom war von 1924 bis 1926 Assistent am Freiburger Anatomischen Institut und später Prosektor in Amsterdam. 1929 habilitierte er sich in Kiel, 1932 ging er als Oberassistent nach Marburg. Seit 1936 ist er o. Professor in München.
„Auf dem Korso, Don Santacilla! Er wollte noch ein paarmal herumfahren, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Ich begegnete ihm ungefähr auf der Höhe des Hotels Pullman, und da es von dort bis zur Präfektur höchstens ein Weg von fünf Minuten ist, muß es danach ungefähr viertel zwölf gewesen fein, als ich ihn zum letzten Male sah." Die Nachricht schien Santacilla eine Last von der Seele zu wälzen, jedenfalls hatte er den dunkel
wird morgen der Pflug in der harten Faust deutscher Bauern für die ewige Freiheit und Unabhängigkeit des deutschen Volkes bürgen. Dieses Zukunftsbild des deutschen Bauern, der zugleich Soldat ist, muß für die gesamte Jugend ein Ideal sein. Nur den Besten der deutschen Jugend wird diese Aufgabe zuteil werden! Sie wird sich in harter Arbeit durchsetzen und einmal selbständige Bauern auf gesichertem Besitz sehen.
So wie der nationalsozialistische Staat ohne Frage nach Herkunft, Geld und Vorbildung jedem einsatzbereiten Könner die Möglichkeit des Aufstieges bis zu den höchsten Führerstellungen gibt, so soll sich hier jeder, der sich bewährt, eine eigene bäuerliche Existenz schaffen rönnen.
Der Bauernberuf will gelernt fein. In ihm ergeben sich so vielseitige Arbeiten verbunden mit umfangreichem Wissen, wie es in anderen Berufen kaum möglich ist. Der Bauer muß die Geheimnisse der Natur kennen, neben der Arbeit auf dem Ho'e, dem Acker und im Stall sich ein vielseitiges handwerkliches Können aneignen. Nur dadurch allein wird er einen großen Besitz und die ihm anver- traut^n Menschen und Güter zu leiten und führen vermögen. Er muh fortschrittlich sein, den Errungenschaften der Technik nicht ablehnend gegenüberstehen, sondern sie sich durch richtige Pflege seiner Maschinen dienstbar machen.
So ist es eine harte Arbeit, die jeder beginnen muß, der sich für diese Aufgabe berufen fühlt. Wir wenden uns nicht nur allein an die Jugend auf den Dörfern, die sich hierfür vorbereiten soll, sondern unser Ruf geht auch an irie gesunde und lebensfähige Jugend der Städte» Auch sie ist noch mtt dem Boden verbunden, wie viele ihrer Eltern und Großeltern leben noch heute auf dem Lande und erfüllen ihre bäuerliche Pflicht.
Kein Zwang soll hier walten, sondern freiwillige Bereitschaft soll die Grundlage zu dem Beschluß, Bauer zu werden, sein. Auch die Eltern mögen dieses Ideal richtig verstehen und ihrer einsatzbereiten Jugend den Weg zu einer großen bäuerlichen Zukunft öffnen.
Der Gauleiter schloß seine Ausführungen mit den verpflichtenden Worten: „Der Führer leibst hat die junge Generation aufgeritten, diesen Weg mit unbeugsamer Härte und Entschlossenheit für die ewige Zukunft unseres Reiches zu beschreiten. Die Jugend aber wird diesem Appell mit Opferfreud igkeit Folge leisten.
Sie warf ihm einen raschen, versteckt aufmerksamen Blick zu.
„Nach Florida ..."
„Mit dem Morelos' wahrscheinlich?"
Sie nickte. „Ober geht das nicht? Ich meine, brauchen Sie mich noch, Don Santacilla ... für Zeugenaussagen oder ähnliche unangenehme Dinge?"
„Nein, nein", rief er lebhaft, „fahren S'.e ruhig urtt versuchen Sie zu vergessen! Das ist mein aufrichtiger Wunsch. — Ähre Aussagen liegen fest, wir brauchen Sie nicht mehr zu belästigen. Allerdings kann ich Ihnen nicht sagen, ob Ihr Erscheinen im Prozeß gegen Brackmann nicht doch gewünscht wird. Das hängt'leider nicht von meiner Entscheidung ab. Ich würde es Ihnen gern ersparen. Aber Sie sagten ja soeben, daß Sie nicht allzulange wegbleiben werden."
„Vierzehn Tage höchstens. Don Santacilla!"
„So lange haben sie reichlich Zeit."
Sie richtete sich halb auf, raffte die Decke über der Brust zusammen und öffnete ein Zigarettenkäst- chen, das auf einem Messingtisch neben dem Diwan stand. „Bitte, Don Santacilla, bedienen Sie sich ... und sagen Sie mir, was Sie hergeführt hat; denn ich bitte mir nicht ein, daß ein so vielbeschäftigter Mann wie Sie mich auffucht, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen."
Sein Blick irrte von der weißen Schulter verwirrt zu Boden. Er strich mit der Hand über seinen Hals, es war eine Bewegung, die unzweifelhaft bedeutete, daß es ihm oeroammt schwergemacht wüvde, dienstlich zu bleiben.
„Allerdings, Madame", gestand er, „ich bin nicht nur gekommen, um Ihnen zu Ihrer Rettung zu gratulieren — obwohl Sie wirklich von Glück sagen können, dem Anschlag dieses Burschen entgangen zu
Aus -er Stadt Gießen.
Das Mittagsschläfchen.
Auf unserem alten Sofa lag ein schmales Kissen, auf dem mit roter Seide die Worte „Nur ein Viertelstündchen" gestickt waren. Als Kinder haben wir diese Stickerei oft bewundert. Nur ganz selten wurde das Kisten benutzt. Wir haben vielleicht auch nicht sehr darauf geachtet. Viel später sahen wir das Kissen wieder in einem bequemen Lehnsessel, in dem die Großmutter gern saß.
„Nur ein Diertelstündchen!" Das fällt mir immer ein, wenn ich mübe und zerschlagen nach Hause komme. Aber immer wieder kommt eine Arbeit, die den Gedanken schnell und gründlich verscheucht. Es sind große Anforderungen, die die Gegenwart an uns stellt. Da will man doch auch nicht Zurückbleiben. Ob aber das Viertelstündchen nicht doch am
Es ist besonders tragisch, daß er wahrscheinlich erschossen wurde, als Sie gerade in meinem Büro ----- v- .. ■ . - ■
saßen oder als mein Beamter Sie in das „El Faro" verschleierten Unterton ihrer letzten Worte über- heimbegleitete. Ich will das aber um Himmels hört.
willen nicht gesagt haben, damit Sie sich etwa einen 1 ^Fortsetzung folgt.)
ihre Predige, die Schloß bet, durch
15jährige Rudi K. war vom Arbeitsamt Bäckermeister und Mühlenbesitzer R. zum Arbeitseinsatz überwiesen worden. Der Meister hatte anfangs viel Geduld mit dem Jungen, als dieser aber immer wieder dieselben Fehler machte, kündete er ihm eine handgreifliche Nachhilfe an. Der verzogene Junge ließ sich Urlaub geben, um nach Hause zu fahren und erschien nicht wieder. Dafür aber kam ein Brief des Vaters, in dem dieser mitteilte, daß er seinen Sohn zu Hause behalten werde, weil der Meister dem Jungen Schläge angedroht habe. Hätte der Vater nach Rücksprache gesehen, das sein Sohn dort nicht an der richtigen Stelle war, so hätte ihm der Weg über das Arbeitsamt offen gestanden: er selbst aber durfte den Jungen nicht von seiner Arbeitsstelle zurückhalten. Bei der Verhandlung vor dem Richter wurde K. zugute gehalten, daß er aus falsch verstandener Vaterliebe gehcmdelt hatte. Er wurde wegen Anstiftung zum Ärbeitsvertragsbruch zu sechs Wochen Gefängnis


