erziehen dürfen. Ihr Tod geht mich genau so an wie die schwer geprüften Eltern. Und genau so ist es beim Führer. Er leidet und emp- findet genau so schwer, und wir empfinden mit diesen schwergeprüften Angehörigen. Aber glaube keiner, daß wir uns die Verantwortung so leicht machen, wie diese Churchill und Roosevelt. Denn diesen die Verantwortung zu groß wird, dann hauen sie ab. und das Parlament wählt einen anderen Fatzken. Dir aber stehen mit Leib und Seele. Eharakter und Ehre für alles ein wie echte Männer. (Tosender Beifall.)
Und noch eines möchte ich dem deutschen Volke agen und seine -erzen einbrennen. Was würde denn das Los des deutschen Volkes fein, wenn wir diesen Kampf nicht gewinnen würden? Glauben Sie etwa, alle Nachrichten dort drüben werden nur zum Spaß herübergeschickt oder da drüben erörtert? Sie haben ja gelesen, was man mit unseren Kindern vorhätte, was mit unseren Männern gemacht würde. Unsere Frauen würden dann eine Beute der 'wollüstigen haßerfüllten Juden werden. Deutsches Volk, du mußt wissen: Wird der Krieg verloren, dann bi st du vernichtet. Der Jude teht mit seinem nie versiegenden -aß hinter diesem Vernichtungsgedanken, und wenn das deutsche Volk diesen Krieg verliert, dann wird sein nächster Regent Jude. Und was Jude heißt, das müßt ihr wissen. Wer die Rache Judas nicht kennt, der lese sie nach.
Dieser Krieg ist nicht der zweite Weltkrieg, dieser Krieg ist der große Rassenkrieg. Ob hier der Germane oder Arier steht oder ob der Jude die Welt beherrscht, darum geht es letzten Endes und darum kämpfen wir draußen.
Wir kennen den Juden. Sie dürfen davon überzeugt sein, die -erren Churchill und Roosevelt und wie sie heißen — sie sind ja alle lächerliche kleine Marionetten, versoffene und gehirnkranke Menschen, die nach der Pfeife des Juden tanzen. Mag der Jude sich auch verschiedene Visagen aufsetzen, seine Gurke kommt doch durch. Der Jude ist hinter allem, und er ist es, der uns den Kampf auf Tod und Verderben angesagt hat. Und darin mag sich keiner täuschen und glauben, er könne nachher ankommen und sagen: Ich bin immer ein guter Demokrat unter diesen gemeinen Nazis gewesen. Der Jude wird euch die richtige Antwort geben, ganz gleich, ob ihr sagt, ihr seid der größte Judenverehrer oder Judenhasser gewesen. Er wird den einen wie den anderen behandeln. Denn seine Rachsucht gilt dem deutschen Volke. Was reinrassig, was germanisch ist, was deutsch ist, will er vernichten. Und da mag einer kommen, ob er Demokrat, Nazi, Sozialdemokrat oder Kommunist gewesen ist, das ist ganz wurscht, derJude siehtdenDeutschen. Und darüber mache sich nur feiner jemals eine falsche Vorstellung. Dieser Krieg wird gewonnen, weil er gewonnen werden muß. I
Mre Siegeszuversicht wird auch das Schwerste überwinden.
Beifall.) Er hat überhaupt erst wieder eine neue und klare Strategie geschaffen.
Und dann kam der Winter 19 41/42 und fiel plötzlich mit grimmiger Kälte unsere Truppen an. Es gab harte, spannungsvolle Augenblicke. Mancher versagte und war nicht stark genug, durchzuhalten und mußte nach -ause geschickt werden. Aber manche wieder glaubten, daß das -alten in diesem eisigen Winter in den sturmgepeitschten Steppen nicht möglich sei. Da war es wieder der Führer, der in unbeirrbarem Glauben an die Tapferkeit seiner Soldaten und seiner Offiziere dort draußen alle solche schwachen Gedanken zurückwies und von einer -ärte, aber auch Klarheit wurde, die fast übermenschlich war. Ich habe den Führer damals erlebt. Da konnten Meldungen kommen, so schwer, so kritisch wie sie auch sein mochten, die Kraft des Führers wuchs mit jeder -iobsbotschaft.
Wenn heule die deutschen Truppen viele tau- send Kilometer tief in Rußland stehen, wenn deutsche Truppen im Frühjahr wieder die Kraft hatten, eine der siegreichsten Offensiven durchzuführen, so hat das damals ein Dann gehalten. Und das war der Führer allein. Dafür bin ich Kronzeuge, (minutenlanger Beifall.) In jenen Stunden, da das deutsche Heer die schwersten Stunden und die schwerste Bewährung anbrachen, hat er sich persönlich mit diesem Heer verbunden. Führer und Heer wurden eins. Er tat dies nicht in siegreichen Höhepunkten, er vermählte sich dem Heere als fein Oberbefehlshaber in der schwersten Stunde, die die Truppe draußen in den Eiswiisten durchkämpfen muhte. Und aus dieser Kraft heraus hat er seinen Truppen vorn die Kraft gegeben, und die strahlte auf ihn, den Führer zurück, und so wurde gehalten, was gehalten werden mußte. Uebermeuschliches wurde damals von den deutschen Truppen geleistet, und es wird lyohl das höchste Lied der Tapferkeit, der Beharrlichkeit, der Ausdauer und der Zähigkeit fein, das man jemals von einem eisigen Winterfeldzug schreiben wird.
Auch jetzt wird wieder ein Winter kommen, ein russischer. Auch dieser Winter wird nicht so leicht fein und wird Schweres mit sich bringen, aber diesmal sind mir vorbereitet, diesmal sind wir gefeit, diesmal wissen wir, wie so ein russischer Winter aussieht. Und dieses Jahr werden wir ihn leichter durchstehen. Der Feind hat in diesem Winter durch fortgesetzte Angriffe Verluste von einem Ausmaß erlitten, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Er versuchte immer wieder cmzu- rennen; immer wieder griff er an, immer wieder stürmte er vor, aber wo, frage ich mich, hat der Russe nur ein einziges Mal auch nur einen Erfolg von bescheidenstem taktischen, geschweige denn von strategischem Ausmaß errungen. Und was heißt es schon in Rußland, heute Dörfer preisgeben und Dörfer wieder nehmen? Wenn der russische Heeresbericht schreibt, wir haben 137 Dörfer wieder erobert, dann muß man sich diese Kaffs, diese dreckigen, einmal ansehen, die sowieso nicht mehr stehen. So ein Dorf besteht nur hier und da aus einem Schornstein, das ist das ganze Dorf, das übrige ist gar nicht mehr vorhanden. Es kommt also immer darauf an, das zu halten, was entscheidend ist, und es kommt darauf an, dort stark zu sein, wo der Schwerpunkt liegt. Mag der Gegner an der ganzen Front angreifen, das kann uns nur recht sein. Entscheidend ist, daß er im Schwerpunkt geschlagen wird, und daß wir den Schwerpunkt bestimmen und nicht der Russe. Und das ist -immer der Fall gewesen. (Beifall.)
Ost mußte d.er Führer harte Befehle geben, Befehle, die für den Einsatz unbedingt notwendig waren. Und dazu möchte ich nun noch eins aussprechen, worüber sich vielleicht mancher von Ihnen nie Gedanken gemacht hat. Nicht nur der Führer, auch ich für meine Flieger bin gezwungen, häufig harte und schwere Befehle zu geben. Aber vergessen Sie das eine nicht: Wir brauchen diese Befehle nicht vom grünen Tisch zu geben, das ist das Gute. Ich glaube, ich hätte sonst nicht die Kraft dazu. Aber allein das Bewußtsein, s e l b st einmal viereinhalb Jahre nur an der Front gestanden und verbissen gekämpft zu haben und so schwere Verwundungen erlitten zu haben, das gibt uns die Kraft, heute auch dasselbe von unseren Soldaten zu verlangen. (Beifall.) Es war auch damals nicht leicht. Geschossen wurde genau so, es war sogar oft sehr schwer, aber wenn ich an all die Kampfeinsätze zurückdenke, an die Verwundungen, an all das, was letzter Einsatz und letztes Opfer heißt, und wenn ich nun heute daran denke, wie ich als vom Führer berufener Oberbefehlshaber handeln niuß und welche Aufgaben mir übertragen worden sind, so spreche ich vielleicht etwas aus, was nicht leicht verstanden wird. Es ist tatsächlich leichter für mich gewesen, damals ununterbrochen an der härtesten Front zu kämpfen, viel leichter, als heute diese ungeheure Verantwortung und Sorge zu tragen. Wenn schließlich der junge, frische Soldat nachher auf Urlaub yach -ause geht, vergißt er während dieser Zeit die Kämpfe^ ist sorglos und soll auch sorglos sein. Er genießt sein Leben und soll es genießen. Wo vermögen heute verantwortliche deutsche Führer, denen große Aufgaben gestellt sind, sorglos zu sein? Was heißt es, wir spannen einmal aus? Selbstverständlich müssen wir das tun. Aber es ist ja gleichgültig, ob man da auf den höchsten Berg hinaufsteigt oder in den tiefsten Wald geht — die Sorge folgt mit, die Sorge läßt einen nicht eine Stunde los. Sie läßt einen ja auch nachts nicht los. Es sind ja nur wenige Stunden. Nicht so sehr, weil man arbeiten müßte in diesen Stunden, nein, weil die Sorge einem das -erz zusammenpreßt und es Stunden dauert, bis man sich vielleicht so weit freige- macht hat, daß man für wenige Stunden diese Sorge und diese Verantwortung vergißt.
Denn das eine darf ich dem deutschen Volk sagen: wir aste, wir Führer, wir nehmen unsere Aufgabe blutig ernst, die Aufgabe, das deutsche Volk zu befreien, seine Existenz zu sichern und seine künftigen Generationen einer glückhaften Zeit entgegenzuführen. (Beifall.) Cs ist für alle eine ungeheure Anspannung und braucht eine gewaltige Rervenkraft bei Tag und Rächt. Glauben Sie nur nicht, daß man einfach darüber hinllest: Am heutigen Tage sind so und so viel gefallen. Dan kennt einen großen Teil davon. Ich kenne meine jungen Flieger ja alle. Was glauben Sie, was es für mich heißt, wenn ich höre, Darfeille ist abgestürzt? Das ist für mich, als wenn ich einen Sohn verloren hätte. Ich kenne sie alle, meine jungen Flieger. Ich habe sie alle gerne und habe ihnen allen in ihre jungen, strahlenden Augen gesehen. Sie sind Geist von meinem Geist, Ich habe sie
Wir sind ja auch unüberwindlich. Wir kennen ja die jüdische Methode. Wir haben sie doch durchgemacht. Erinnert euch doch damals der Kampfzeiten. Besonders meinen alten nationalsozialistischen Kampfkameraden möchte ich wieder entgegenrufen: Wir kennen ihn doch ganz genau, mir wissen doch, wie er arbeitet, wie er sich einschleicht, wo er den geringsten Riß, die geringste Spalte sieht, -eute chreibt eine englische Zeitung: „Man darf sich über das deutsche Volk nicht täuschen, es steht in größerer Anzahl hinter dem Führer, wie man denkt. Aber wir müssen aufpassen, wo sich die erste Ritze bildet." — Jawohl, das ist jüdisch: wo sich die erste Spalte bildet, da kommt er mit seinem Geifer der Verleumdung und will diese auseinandersprengen.
Aber unüberwindlich sind wir nur, solange wir ein fester, glaHgef d)llf f euer granitener Block einer solchen Volksgemeinschaft sind. (Beifall.) keine Spaltung, kein Dihtrauen darf aufkommen, auch keine idiotischen Gerüchte dürfen nachgeplappert werden. Denn auch der macht sich schuldig, selbst wenn er es auch nur — wie so oft — aus Dummheit tut
Und dann möchte ich dem deutschen Volke noch eins sagen: Ich habe immer Denunzianten verachtet und verachte sie jetzt im Kriege mehr denn je. Es ist nicht notwendig, daß jeder seine Nase an das Schlüsselloch des anderen steckt, um zu riechen, ob da drin Kaffee gekocht wird oder nicht. Das ist nicht notwendig. Wenn der eine Kaffee kocht, soll der andere sich freuen, daß wenigstens der eine etwas hat. Vielleicht gibt er ihm etwas ab. Man muß nicht immer herumschnüffeln, was die anderen machen. Jede Denunziation ist aus Neid geboren. Wer neidisch ist, schielt so oder so. Denken wir lieber nur, es helfe einer dem anderen. Sozusagen wirklich untergehakt müssen wir dauernd als fester Block dem Feind gegen übertreten, Volk und Führer, Führer und Volk als ein geschlossenes Ganzes.
Der Wehrmachiberichi.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Off. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Rordwestteil des Kaukasus und südlich des Terek warfen die deutschen Truppen, unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, den Feind aus Bunker- und Waldstellungen. Rordostwärts Dos- d o k wurde die Dasse eines sowjetischen Kavallerieregiments zerschlagen. Dehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. 3m Hafen Tuapse beschädigten Kampfflugzeuge einen Sowjettanker von 7000 BRT.
Im Kampf um Stalingrad nahmen Infanterie- und Panzerverbände in engem Zusammenwirken mit Rahkampffliegerkräften in hartnäckigen Häuserkämpfen weitere Teile des nördlichen Stadtgebietes. Die Sowjets erlitten hohe blutige Verluste, neun Panzer wurden abgeschossen. Rächtliche Bombenangriffe richteten sich gegen sowjetische Flugplätze, Artilleriestellungen und Bahnstrecken ostwärts der Wolga.
Bei vergeblichen Angriffen gegen den Brückenkopf Woronesch verlor der Feind in den letzten beiden Tagen 21 Panzer.
Die eigenen Angriffe südostwärts des Ilmensees machten auch gestern gute Fortschritte. Ortschaften wurden gestürmt und eingeschlossene feindliche Kräfte vernichtet. An der Front zwischen oberer Wolga und Ladogasee zerstörten eigene Stoßtrupps eine größere Zahl feindlicher Bunker und Kampfstände. Auch die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen feindliche Bunker, Panzer und Truppenansammlungen fort. Im Finnischen Deerbusen wurde ein Räumboot durch Bombentreffer beschädigt.
Im Kampf gegen die Sowjetunion hat die deutsche Kriegsmarine im September im Schwarzen Deer durch Schnellboote 24 Schifse mit zusammen 42 000 BRT., in der Ostsee ein Unterseeboot und ein Dinensuchboot versenkt. Im gleichen Zeitraum versenkte die Luftwaffe im Schwarzen Deer, auf der Wolga und auf dem Ladoga - s e e elf Handelsschiffe und beschädigte 26 Schiffe sowie ein Schwimmdock. An Kriegsfahrzeugen wurden ein Kanonenboot, ein Torpedoboot, ein Räumboot und ein Bewacher versenkt, zwei Dinensuch- boofe, drei Kanonenboote und vier Bewacher be- jchädigt.
Die Tapferkeit unserer Wehrmacht ist un- diskutabet. Das ist ein Faktor, an dem nicht zu rütteln ist. Das Vertrauen der Gefolgschaft in den Führer ist das gleiche. Die Genialität und die geniale Führung unseres Führers kennen wir. Auch das ist ein absoluter Siegesgarant, und deshalb werden wir, was auch kommen mag, selbst das Schwerste überwinden, weil wir eines in uns tragen und tragen müssen: Siegeszuversicht bis zum äußersten. Wir haben das Recht dazu, wir sind verpflichtet, Optimisten zu sein. Das verdienen unsere Soldaten dort draußen. Sie haben so herrliche Taten vollbracht, daß wir nur die Siegeszuversicht im Kerzen tragen können. Ls wäre ein erbärmlicher Feigling und Hundsfott, wer jetzt nicht an Deutschland glaubt, wo feine eigenen Väter, Söhne und Brüder draußen einen Sieg nach dem andern an ihre Fahnen reißen. Und darum gilt auch unser unauslöschlicher Dank ihnen, aber er gilt vor allen Dingen auch dem Führer, der all das erst geschaffen hat. Er schmiedete ja die Volksgemeinschaft, dann schmiedete er das deutsche Schwert und jetzt führt er dieses Schwert. (Lebhafter Beifall.) Wir aber, deutsches Volk, haben nur eine Pflicht und Ausgabe: Bedingungslose und freudigste Gefolgschaft des Führers zu fein. Er muß wissen, wo ein Deutscher sieht, da sieht die Treue! Und so wollen wir kämpfen für unser Kriegsziet. Und unser Kriegsziel heißt: Die Freiheit unseres Volkes, die Größe unseres Reichs und die Sicherheit unserer Zukunft. Dtt einem Wort: Deutschland! (Stürmischer Iubel und minutenlanger Beifall.)
Vor der niederländischen Küste hatten Dinensuchboote in der Rächt zum 4. Oktober ein Seegefecht mit britischen Schnellbooten, die durch wirksames Artilleriefeuer vertrieben wurden.
Bei den Kämpfen an der Donfront fand der Kommandierende General eines Panzerkorps, General der Panzerlruppe Freiherr von Lan- germann und Erlencamp, Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, am 3. Oktober in vorderster Linie den Heldentod. Seile an Seite mit ihm fiel der Kommandeur einer ungarischen Division, Oberst R a g y, im Kampf um die Freiheit Europas.
3n vorderster Linie.
Freiherr von Langermann und Erlencamp.
Berlin, 5. Dtt. (DNB. Funkspruch.) Bei den Kämpfen am Don hat am 3. Oktober General der Panzertruppen Willibald Freiherr von Langermann und Erlencamp, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und Kommandierender General eines motorisierten Armeekorps, in vorderster Linie den Heldentod gefunden.
1890 in Karlsruhe geboren, war er 1908 als Fahnenjunker in das Dragonerregiment Nr. 5 in Hofgeismar eingetreten und hatte am Weltkrieg an der Front und in wichtigen Stabsstellungen teilgenommen. Nach Kriegsende war er — selbst ein vorzüglicher Reiter — am Aufbau der Heeres-Reit- und -Fahrschule beteiligt. Von 1935 ab Kommandeur des Kavallerieregiments Nr. 4 in Allenftein, wurde er 1938 als Oberst Inspekteur des Reit- und Fahrwesens.
Im Westseldzug hat seine motorisierte Infanteriedivision als erste der Schweizer Grenze erreicht und dadurch den Ring um den noch im Elsaß haltenden Feind geschlossen. Im Krieg gegen die Sowjetunion stieß seine Panzerdivision nach dem Durchbruch südlich Brest-Litowsk zum Dnjepr vor. Als der Angriff über den Fluß vorübergehend ins Stocken geriet, war es seinem persönlichen Einsatz zu danken, daß der Flußübergang erzwungen wurde. Der Einbruch in die zäh verteidigte Lzosh- Stellung, die Bildung des Brückenkopfes von Krit- schew, die Einahme von Roslawl und Bachmatsch sind weitere Marksteine auf dem Siegeszug seiner Division, die in den schweren Abwehrschlachten des Winters weitere hervorragende Leistungen voll- brachte.Am 19. Februar 1942 fanden sie ihre äußere Anerkennung in der Verleihung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz an General Freiherr von Langermann. Als Kommandierender General eines motori-
, .fierten Armeekorps War er wiederum maßgeblich an
den großen Erfolgen der Sommeroffensive beteiligt, o im Vorstoß auf Woronesch, in den Kämpfen nord- ostwärts Rostow und an der Vernichtungsschlacht westlich Kalatsch. In kritischen Lagen war er seinen Soldaten in vorderster Linie eine wohlvertraute Erscheinung und übertrug auf sie seinen von unge- tümem Angriffswillen beseelten Reitergeist. In der Mitte seiner Soldaten, denen seine ganze Fürsorge galt, fand er, wie auch sein einziger Sohn, den Heldentod.
Generaladmiral Witzei
mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienst.
kreuzes mit Schwertern ausgezeichnet.
B e r 1 i n, 5. Dtt. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritter treuz des K r i e g s v e rd reust - treuzes mit Schwertern an Generaladmiral Witzel in Anertennung seiner hohen Verdienste um die Wafsenentwicklung und Rüstung der deutschen Kriegsmarine. Generaladmiral Witzel, bisher Hauptchef der Marinewaffenämter, ist in den Präsidialrat des Reichsforschungsrates berufen worden. Als Dezernent, Abteilungschef, Chef des Marine- waffenamtes und Präsident des Neubauausschusses beim Oberkommando der Kriegsmarine und schließlich als Hauptamtschef der Marinewaffenämter hat er entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung und Konstruttion der Waffen der Kriegsmarine, vor allem der Artillerie, ausgeübt und ist matz- geblich beim Aufbau der Nachkriegsflotte und der Marineküstenbefestiaungen beteiligt gewesen. Als Mitglied der deutschen Marinefriedenskommission war er in den Jahren nach dem Weltkrieg unter größten Schwierigkeiten erfolgreich bemüht, für die deutsche Küstenverteidigung möglichst viel zu retten. Seiner Tatkraft ist ebenso die Bereitstellung der Artilleriewaffen für die Anfänge unserer neuen Flotte zu danken. Sein umfassendes Wissen auf allen Gebieten der modernen Kriegsrüstung und seine reiche Erfahrung im Einsatz der Waffen haben das Hauptverdienst an der Panzer- und Artillerieanordnung unserer modernen Schlachtschiffe, die sich so außerordentlich bewährt haben.
Kleine politische Nachrichten.
Der Ritterkreuzträger Feldwebel Reinert, Flugzeugführer in einem an der Dstfront eingesetzten Jagdgeschwader, errang am 3. Oktober 1942 seinen 100. bis 103. Luftsieg.
*
Auf Einladung des Reichsministers des Innern Dr. Frick unternimmt der slowakische^Jnnenrninister und Oberbefehlshaber der Hlinka-Garde, Sano Mach, eine Studienreise durch Deutschland. In der Reichshauptstadt veranstaltete Reichsminister Dr. Frick zu Ehren seines slowakischen Gastes einen Empfang.
*
Alfred Rosenbergs „Mythos des 20. Jahrhundert" hat die Auflagenhöhe von einer Million erreicht. Der „Mythos" — erstmalig 1930 im hohen- eichen-Verlag, München, erschienen — gehört zu den geistigen Fundamenten der weltanschaulichen Auseinandersetzung der Gegenwart. Unzählige von suchenden und ringenden Menschen haben in der weltweiten Schau dieses. Buch neuen halt, neue Kraft und neue Zielsetzung gefunden.
*
Ein Bericht des Marinedepartements gibt bekannt, daß das nordamerikanische U-Boot „G runio n" im Pazifischen Ozean überfällig ist. Das 1526 Tonnen große U-Boot war erst im vergangenen Dezem- ber vom Stapel gelaufen. Es hatte eine Besatzung von 65 Mann. Die „®Union" ist das fünfte Unterseeboot, dessen Verlust das Marinedepartement seit Beginn des Krieges zugibt.
Kunst und Wiffenschast.
hochschulnachrichken.
Der zur Zeit nach Basel (Schweiz) beurlaubte o. Professor Dr. Alexander Beck von der Universität Königsberg wurde an die Universität Kiel berufen, um dort das Gebiet des antiken Rechts, der neueren Privatrechtsgeschichte, der Rechtsvergleichung und des internationalen Privatrechts zu vertreten. Seine Veröffentlichungen gehen von dem Gedanken aus, daß auch das Recht der Antike aus feinem ganzheitlichen politischen Lebenszusammenhang heraus zu begreifen ist. Darauf aufbauend hat Prof. Beck wichtige Beiträge zur römischen Rechtsgeschichte, besonders für das Zeitalter Diokletians geliefert. In feiner Arbeit über „Recht und Geschichte" (1938) setzte er sich für eine neue Rechtsgeschichte ein, deren Methoden er an Untersuchungen über Savigny, Jakob Burckhardt und Nietzsche deutlich werden läßt. Beck, der 1900 in Basel geboren wurde, habilitierte sich 1929 in Königsberg, wo er 1939 o. Professor wurde. — Im mittleren Abschnitt der Ostfront fiel der Oberbibliothekar an der Universitätsbibliothek Tübingen, Dr. Ernst Leip- p r a n d als Ordonnanzoffizier. Leipprand war 1905 in Tübingen geboren, studierte Geschichte und englische und germanische Philologie und promovierte | mit einer Arbeit über h. v. Treitschkes Stellung zu England, nachdertt er die Staatsprüfung für das höhere Lehramt abgelegt hatte. 1928 trat er als Bibliotheksreferendar an der Universitätsbibliothek ein und schloß seine bibliothekarische Ausbildung 1930 ab. 1934 wurde er Bibliothekar. Zwei Jahre später erhielt er den Auftrag für die Deutsche Ai> beitsfront, eine große sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek aufzubauen. 1938 wurde er Oberbibliothekar. Sein Buch: „Treitschke im Geistesleben des 19. Jahrhunderts" wurde von der Kritik sehr anerkennend ausgenommen.
Heuer Intendant des Salzburger Landestheaters.
Dr. Erwin Kerber, der bisherige Direktor der Wiener Staatsoper und langjährige Leiter der Salzburger Festspiele, wurde in sein neues Amt als Intendant des Salzburger Landestheaters ein- geführt. In diesem Jahre wird erstmalig seit dem Bestehen einer eigenen Salzburger Oper auch ein Werk Richard Wagners, „Der fliegende Holländer", aufgeführt. Die.Opernspielzeit wird mit der „Zauberflöte , die Operette mit Johann Strauß' „Eine Nacht in Venedig" eröffnet. Dos Schauspiel, das mit Goethes „Egmont" die Spielzeit einleitet, sieht Lessings „Emilia Galotti", Ibsens „Stützen ber. Gesellschaft", Goldonis „Lügner", Schönherrs „Erde", -auptmanns „Biberpelz", eine Nestroy- Posse und einige Uraufführungen vor. Die Oper bringt die Uraufführung der Märchenoper „Fal- lada" von Paul Winter und einer alpenländischen Volksoper des Wiener Komponisten Franz Salm* hofex.___
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Dlumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumscheiu.
Druck und Verlag: Brühlsche Unwersitätsdruckerei R. Lange K. ®- Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hainann; Anzeigenleiter: Hans Beck.
Anzeigenpreielisle Nr. 6,
Schwere Schläge gegen die sowjetische Handelsschiffahrt.
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