icraus
Heraus aus der Enge
Segen des Bergbaus
und es ist deshalb nur richtig, daß am heutigen Erntedankfest nicht nur deutsche Bauern, sondern im gleichen Maße deutsche Bauersfrauen mit Auszeichnungen vom Führer bedacht worden sind. (Stürmischer Verfall.).
Wahrlich, dieser Krieg wird ja nicht nur an der Front geführt, sondern im gleichen Ausmaß auch in der Heimat. Wie auf dem Lande wird auch in den Fabriken und Rüstungswerkstätten, bei Tage und bei Nacht, in einer, zwei und drei Schichten ununterbrochen gearbeitet, geschweißt, gehämmert und genietet. Neue Kanonen, Flugzeuge, U-Boote kommen an die Front, und das alles ist eine riesenhafte Arbeit. Gleichzeitig aber ist der deutsche Arbeiter, genau so wie der deutsche Bauer, in der überwältigenden Masse an die Front geeilt und führt draußen den Kampf für seine Heimat. So mußte auch hier Ersatz geschaffen werden, Ersatz durch fremde Arbeiter aus befreundeten Ländern, durch fremde Arbeiter aus neutralen Ländern und durch die Masse der Kriegsgefangenen. Und hier hat allerdings der deutsche Arbeiter und der deutsche Bauer als Kämpfer dafür gesorgt, daß genügend Ersatzmänner gestellt wurden. (Erneuter Beifall.)
Die Millionenzahl der Kriegsgefangenen, die der deutsche Soldat gemacht hat, spricht hier eine ganz klare Sprache; aber immerhin: soll jemand arbeiten, muß er auch zu essen haben, und so sind nun diese vielen, vielen Millionen — und wir haben allein heute schon über sechs Millionen fremder Arbeiter und über fünf Millionen Kriegsgefangene — mit zu versorgen und mit zu ernähren. Das ist eine gewaltige Zahl und das bedeutet eben, daß trotzdem und unter allen Umständen härter gearbeitet werden muß, um die Erzeugungsschlacht weiter zu steigern.
Ich möchte Sie nun nicht mit Zahlen langweilen. Inwieweit die Rationen erhöht worden sind, wissen Sie ja. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur noch einige Dinge hier verkünden, die ebenfalls dazu beitragen sollen, den Ernährungsfaktor zu steigern. Nachdem ich jetzt die Ernte klarer überblicke, habe ich 'Staatssekretär Backe gebeten, in Zukunft dafür zu sorgen, daß in den I u f t b e = drohten Gebieten das Fleisch um weitere 50 Gramm erhöht wird. (Brausender Beifall.) Heute schon wird fleißig daran gearbeitet, am Weihnachtsfest dem deutschen Volke eine ganz
bensmittelration kommt. Dann denkt daran: das verdankt Ihr Euren deutschen Soldaten. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Vergeßt nicht, daß es die besten Gebiete sind, die wir den Russen fortgenommen haben. Das Sumpfgelände ist für uns uninteressant, da können sie selbst stecken bleiben. (Heiterkeit.) Wir wollten uns nicht in dieser Richtung ausdehnen, um selber draußen als Kriechtiere zu leben, sondern wir haben uns da schon richtig vorgesehen und vorerst das genommen, was zweckmäßig ist. (Starker Beifall.)
Aber, mein deutsches Volk, da mögest du eins erkennen: wie notwendig dieser Kampf geworden ist. Es war unerträglich in der furchst) aren Lage, in der wir hausten. Das war keine Frage mehr von Krieg und Frieden, von Blockade oder Nichtblockade. Auch im Frieden wäre es für die Dauer unmöglich geworden, das deutsche Volk zu ernähren, und dieser furchtbare Zustand wäre konstant geblieben. Wir
verbraucht, soll sich daran erinnern, daß dieses Gas aus der Kohle kommt, und daß dafür wieder hunderte von Männern unter Tage sich abschuftea müssen. Wer zu viel Strom braucht, denke ebenfalls daran. Ich bitte noch einmal das ganze deutsche Volk, hier wirklich Sparsamkeit zu üben, wo es nur geht, und überhaupt in allem Zusammenhalten, was der Gemeinschaft dient. (Beifall.)
Es ist wunderbar, wenn man heute durch die deutschen Fabriken geht und den deutschen Arbeiter dort arbeiten sieht: zäh, verbissen, ununterbrochen, wie der Führer schon sagte, viele Stunden über das hinaus, was er arbeiten muß. Und warum? Weil er sich wieder zu Hause fühlt, wieder da. heim ist in seiner deutschen Volksgemeinschaft, weil er nicht mehr eine Klasse ist, die Feind zu Feind im eigenen Lande steht, weil wieder alles zusammen- geschweißt ist zu einem einzigen Block. Ich glaube, wenn wir die Kraftquelle suchen, aus der heraus all das unendlich Gewaltige und Große und ^err- liche, was in diesen drei Jahren erkämpft, ersiegt wurde, wenn wir diese letzte Kraftquelle suchen, so ist es die Kraftquelle der deutschen V o l k s g e m e in s ch af t, aus der heraus die Leitung kommt, daß hier ein Volk, Mann und Frau rnd Kinder, wieder Schulter an Schulter steht. Wir tehen zusammen, wie der Führer gesagt hat, in einer verschworenen Gemeinschaft. Das gibt denen draußen die ungeheure Kraft, und aus dieser Kraft kommen diese ungeheure« Taten, die wir kennen.
der deutsche Soldat diejenigen Gebiete Rußlands in die Hand genommen, die hier den Ausgleich schaffen werden (brausender Beifall), nämlich die fruchtbarsten Gebiete, am Kuban und am Don, wo meilenweit, soweit das Auge reicht, Sonnenblumenfelder an Sonnenblumenfelder stehen. Das hat noch das Gute, daß das Sonnenblumenöl noch besser als unser Rapsöl ist. (Neue Beifallskundgebungen.) Also auch hier hoffe ich in Kürze einen Ausgleich finden zu können.
Ich möchte aber hier noch auf etwas Besonderes aufmerksam machen: auf einem Gebiet sind wir dieses Jahr wirklich gesegnet worden. Wir haben eine Kartoffelernte, die an Ausmaß alles übertrifft, was bisher überhaupt jemals auf deutschem Boden geerntet worden ist. (Brausende Beifallsstürme.) Wir haben darüber hinaus eine gute und sehr 'geschmackvolle Kartoffel geerntet, weil sie gut trocken hereingekommen ist. Deshalb möchte ich nun alle Volksgenossen auffordern, die Vorteile auch auszunutzen und sich mit Kartoffeln s o reichlich zu versehen, wie sie reichlich zugeteilt werden und dafür zu sorgen, daß die Kartoffel in den eigenen Wohnungen richtig gelagert wird und nicht verfault. Und ich muß hier ganz offen sagen: Lieber lagere ich heute meine Kartoffeln in der guten Stube, als in einem feuchten Keller; denn die gute Stube nutzt mir nichts, aber die gute Kartoffel im Winter nutzt mir außerordentlich viel. (Heiterkeit und starker Beifall. Es liegt am deutschen Volke selbst, dafür zu sorgen, daß dieses große Geschenk wirklich ein Geschenk bleibt und nicht umkommt.
Ihnen, meine deutschen Volksgenossen, sehen, der mit offenen Blicken durch das deutsche Land geht. Soaar die Kinder, sobald sie überhaupt etwas mit- helsen können, legen schon Hand mit an, und da und dort vertritt selbst schon der 14= oder 15jährige Landbub seinen Vater und führt den Pflug, wenn auch nicht so gut und sicher, aber trotzdem sicherlich mit um so größerer Begeisterung. Die deutsche Bauersfrau aber hat nicht nur den Hof und das Vieh in Ordnung zu halten, sie hat auch dafür zu sorgen, daß bestell und geerntet wird, sie ist heute zu einer wirklichen Füyrerin gestempelt worden. Sie hat fremde Arbeiter und Kriegsgefangene zur Hilfe erhalten, und um so stärker muß sie die Zügel selbst in die Hand nehmen und dafür sorgen, daß die Arbeit getan wird und die Zucht im Hof erhalten bleibt. So geschieht hier im stillen eine A r - beit, d i e wirklich bewundernswert ist,
tige Erzeugungsschlacht stattgefunden hat und noch weiter ftattfinben muß, eine gewaltige Erzeugungsschlacht, eine Förderungsschlacht an Eisen und Kohle durchgeführt werden. Und weil dem Bergarbeiter diese allerschwerste Arbeit obliegt, habe ich mich mit dem heutigen Tage entschlossen, als Beauftragter des Vierjahresplanes eine Verordnung herauszu- aeben, die den Bergarbeiterheraus- stellt und ihm für feine gewaltige Arbeit besondere Vorteile zusichert. (Stürmischer anhaltender Beifall.) Ich habe das getan in der Erkenntnis, daß an der Spitze der gesamten Kriegswirtschaft nach wie vor der deutsche Bergbau und somit der deutsche Bergmann steht. Ich habe betont, daß der deutsche Bergmann mit seinem Lohn an der Spitze aller Berufe marschieren muß. Denn jeder andere Beruf atmet mehr ober weniger freie Luft. Nur der Bergmann kriecht unten in den letzten Flöz, er kann dabei nicht stehen, oft nicht einmal knien, auf dem Rücken oder Bauch liegend muß er dieses wertvollste Material zutage für- dem. Das muß von allen anderen eingesehen werden, daß die Bergmannsarbeit unter Tage — und um die handelt es sich nur — besonders belohnt werden muß. Der deutsche Bergmann soll wissen, daß seine entsagungsvolle schwere Arbeit nach dem Leistungsprinzip anerkannt und gewürdigt wird. (Beifall.)
Und darum bitte ich heute noch einmal öas deutsche Volk in feiner Gesamtheit: denke daran, wie schwer jedes Stück Kohle da unten gebrochen wird, denke daran, wie unendlich wichtig diese Kohle für die gesamte Rüstung ist. Denke stets daran, weil wir von diesem wertvollen TNaler.al nicht genügend übrig haben, um es unnötig zu verbrauchen. Jeder, der eine einzige Lampe oder irgendein elektrisches Instrument unnötig angeschlossen hat oder brennen läßt, der versündigt sich. Der zu viel Gas
Zeichen eines Sieges über unsere Feinde, die vergeblich sich mühten, die deutsche Einigkeit zu vernichten, den Hungerbakel über uns zu schwingen und uns nach dem veralteten Rezept von 1918 in die Knie zu zwingen. Das Ausharren, die nimmermüde Tätigkeit der Heimat und der Front, dieses übermenschliche Sich-Mühen, sind dadurch helohnt worden, daß die Hauptwaffen der Gegner, Raum und Zeit, jetzt für uns arbeiten, und damit für Europa und die Neuordnung der Welt. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und sind einig geworden, wir haben Individualismus und Gemem- fchaftswillen endlich so gepaart, daß Goethes Wort nach den Freiheitskriegen Gültigkeit hat:
„Die Deutschen sind recht tüchtige Leut —, Sie sind einzeln, sie bringen es weit.
Nun sind ihnen die höchsten Taten Zum ersten Male zum Ganzen geraten. Ein Jeder spreche Amen darein, Daß es nicht möge das Letztemal fein."
Aus diesem allumschlingenden Gemeinschafts- und Pflichtgefühl heraus find wir für Massensuggestionen und damit für Massenpsychosen und Paniken, welche in den anglo-amerikanischen Ländern sich gerade jetzt als schlimme Erscheinungen dokumentieren, völlig unempfindlich. Wir dienen der Gesamtheit durch freiroiÜige Ein- und Unterordnung, so daß sich die deutsche Nationalgemeinschaft zu einem Individuum höherer Ordnung auswächst. Raum und Zeit kann nur der gewinnen, der plant und kämpft und denkt innerhalb einer verschworenen Gemeinschaft. Wir haben diese Tatsache erkannt und werden sie auch ferner zur Richtschnur nehmen, da die Erfolge offenkundig sind.
Jeder Deutsche hat die Rede des Reichsmarschalls, der zur rechten Zeit nach dem Fichte-Wort „aus- fprach, was ist", mit Stolz und Genugtuung vernommen. Nur durch dgs Waffenfreudige und Schöpferische in uns haben wir die Schlacht um Raum und Zeit gewonnen und können nun nicht in träger Ruhe, sondern in weiterer unablässiger Tätigkeit abwarten, daß der hochgetürmte Wagen , des Sieges in die vorbereiteten deutschen Scheuern fährt. Die Schwächeanzeichen der Gegner sind so sinnfällig, daß ihnen darüber alle Illusionen zerstoben sind und sie jetzt erkennen, wie die Achsenmächte unüberwindlich sind. Gerade jetzt hat im „Sunday Expreß" der Ire Garvin einen Notschrei ausgestoßen/ der erkennen läßt, wie verzweifelt maßgebende englische Kreise die Lage beurteilen. „Man muß endlich", schreibt Garvin, „der Wirklichkeit ins Auge schauen. Diese Wirklichkeit ist sehr wenig günstig für uns. Wir dürfen uns keinerlei Täuschungen über die Pläne des Feindes hingeben, denn was kommen wird, das geht ebenso England wie die Sowjetunion an. Die Deutschen werden wir nicht nur den Osten halten, sie arbeiten gründlich und ohne Unterlaß auch an anderen Plänen, und wenn nicht bald die vereinigten Sjreit- kräfte der Alliierten in den Kampf eingreifen, dann werden die Pläne Deutschlands Wirklichkeit werden und wir können nichts mehr ausrichten, denn früher oder später wird sich die Angriffsrichtung Deutschlands nicht mehr auf den Osten konzentrieren."
Aber auch Garvin weiß kein Mittel anzugeben, um eine Wende der Dinge herbeizuführen. Raum und Zeit wirken jetzt, wie kürzlich Willkie in Moskau erklärte, für Deutschland. Daß wir sie als Verbündete gewannen, ist die fundamentale Leistung unserer Waffenkraft und unseres schöpferischen Einheitswillens, die aus Deutschland einen unüberwindlichen Granitblock schufen. In Friedens- und Kriegstaten unüberwindlich, ist das ganze deutsche Volk, ob an der Front oder in der Heimat, voll einer Siegeszuversicht, die auf feinen bisherigen Leistungen und feiner tätigen Arbeit für den Sieg fest gegründet ist.
besondere Zulage an Fleisch, Mehl und hoffentlich auch anderen schönen Dingen zu geben. (Besonders stürmischer Beifall.) Aber noch eine weitere Sache kommt hinzu. Wenn sie auch klein ist, so wird sie immerhin manchem Haushalt helfen können. Von jetzt ab bekommt jeher deutsche Soldat, der Urlaub hat — vom einfachen Mann bis zum Feld- marfchall — beim Uederschreiten der Grenze im Auftrage des Führers ein Paket g e- fchenkt, in dem sich 1 kg Mehl, 1kg Erbsen oder Bohnen, 1 kg Zucker, 1 Pfund Butter und eine große Dauerwurst befinden. (Jubelnde Beifallskundgebungen.) Dabei ist es völlig gleichgültig, ob nun der betreffende Urlauber oben von Kirkenes oder unten von Stalingrad kommt. Er bekommt dieses Paket, nicht für sich, denn er braucht es nicht; denn darüber könnt Ihr beruhigt sein, meine deutschen Volksgenossen: unsere Kämpfer draußen bekommen voll und satt zu essen. (Brausender Beifall.) Und die Hoffnung, die deutsche Stoß- und Kampfkraft dadurch zum Erliegen zu bringen, daß durch Hunger der deutsche Soldat wie einst 1918 äusgemergelt wird, kann unser Gegner sausen lassen. (Stürmische Zustimmung.) Er soll dieses Paket denSeinen zuHause geben, wenn er auf Urlaub kommt, damit der erste Urlaubstag schon ein freudiger ist. (Beifall.)
Leider ist auf einem wichtigen Gebiete, nämlich dem der Fettversorgung, noch nicht alles vollständig ausgebügelt. Sie wissen ja, daß die gesamte deutsche Rapsernte ausgewintert ist und damit ausfällt. Aber auch hier hat in weiser Erkenntnis
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mußten heraus aus der Enge, und da danken wir dem Allmächtigen, dem Führer und den tapferen Soldaten, daß sie die Enge gesprengt haben und daß nun die Weite des Raumes für das deutsche Volk geöffnet ist. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Die Ernährung ist und bleibt nun einmal die Voraussetzung für das Leden eines Volkes; denn ohne Nahrung kann ein Volk nicht leben, und erst auf der Basis der Ernährung kann man alles andere aufbauen. Wir, die den Weltkrieg mitgemacht haben, haben das ja erlebt. Wir kennen das ja, was Hunger bedeutet. Diese furchtbaren Steckrübenwinter usw. sind uns ja wohl alle noch in Erinnerung und sollten sie vergessen sein, so bitte ich Sie, sich manchmal daran zu erinnern, und dann den Unterschied zwischen damals und heute um so besser feststellen zu können. (Lebhafte Zustimmung.) Bedenken Sie vor allen Dingen, daß heute auch für einen gerechten Ausgleich gesorgt worden ist und daß dieser Ausgleich auch in der Richtung der Leistungskraft geschaffen wurde, d. h. der Schwerstarbeiter muß mehr kriegen wie der Schwerarbeiter, der Schwer- und Nachtarbeiter mehr wie der andere. Nach diesem Gesichtspunkt ist diesmal gerecht verteilt worden. Es ist so verteilt worden, daß es gar keine Rolle spielt — das darf ich aussprechen —, ob der eine mehr oder weniger Geld hat, es hat jeder das Seine bekommen. Und dort, wo sich Auswüchse zeigten, ist eingeschritten worden. Im allgemeinen, das man ich feststellen, ist aber auch die Haltung des deutschen Volkes eine solche gewesen, daß man nur bei wenigen asozialen und verbrecherischen Elementen hat einschreiten müssen. (Starker Beifall.) Gewiß, der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach, und da und dort ist eben der eine oder andere sehr schwach gewesen, und so stolperten dann Leute, die sonst niemals gestrauchelt sind, über die Fallstricke dieser Und jener Kriegsoerordnung. Aber das ist nicht das Entscheidende, sondern dort, wo einer wirklich an der Volkernährung Sabotage im großen getrieben hat, dort mußte eingegriffen und hart zugefaßt werden. Denn die Ernährung, wie ich eben schon sagte, ist die Voraussetzung für die Schaffenskraft des deutschen Volkes. Und daß sie gesichert wird, ist das Notwendigste von allen. Diese Sicherung liegt natürlich nun auch in der gerechten Verteilung. Und die gerechte Verteilung ist eine Frage des Vertrauens zur Autorität der Führung und der willigen Gefolgschaft des Volkes. Dieser unangenehme Typ, diese Schieber- und Wuchergestalten, wie wir sie aus dem letzten Weltkrieg kennen, sind ja Gott sei Dank spärlich vorhanden, aber wo sie austauchen, werden sie schnellstens beobachtet und sind ebenso schnell wieder weg. Denn vergesse keiner, daß in unserem Parteiprogramm drinsteht, daß für Kriegswucherer und Kriegsschieber der Galgen dasteht. Das steht in unserem Parteiprogramm und das wird auch gehalten. (Stürmischer Beifäll.) Es darf nicht mehr so fein, daß einzelne Nutzen aus der Schwere eines Krieges ziehen, sondern der Nutzen ist nur für das gesamte Volk zu ziehen, in Erweiterung seines Raumes und der Sicherung feiner Existenz.
Beifall.)
Und was den Kommunismus anbelangt, der einstmals einen Teil unserer Arbeiterschaft beherrscht hat, nun ein großer Teil dieser Arbeiter hat heute den Kommunismus der Praxis fennenaelemt. Sie haben heute seins „wunderbaren Heimstätten" gesehen, sie haben heute gesehen, wie „unendlich so- ozial" für jeden gesorgt worden ist, sie haben gesehen, wie .glücklich" der russische Bauer in seinem Eigen, tum ist, das alles haben sie dort drüben gesehen. Alles zusammengenommen, was wir gesehen haben, kann ich nur sagen: Dreck, ein großer, furchtbarer Dreck. (Langanhaltender Beifall.) Daraus kann man erkennen, was Kommunismus in Rem- tultur heißt. Diktatur der Arbeiterklasse? Nein! Diktatur der Juden, sonst gar nichts! Das ist die gleiche Diktatur! N u r d i e s e n ist es gut gegangen, sonst keinem. Ist da in den Orten alles verlaust, verwanzt, verdreckt, verwahrlost, dann steht da irgendwo ein Haus, das sieht anständig aus. Und — wer hat da aewohnt? Der Herr Kommissar. Wer ist der Kommissar gewesen? Der Jude Veil- chenstein. Das ist das Bild von Rußland, das unsere Männer gesehen haben. Und wenn diese Männer nach Hause kommen, soll ihnen mal einer etwas von Internationalismus und Kommunismus er, zählen, dann hauen sie ihm sicher eins in die Fresse. (Langer, stürmischer Beifall.)
Meine lieben deutschen Volksgenossen! Eine^ mochte ich hier auch heute noch ganz klar aussprechen: wenn man schon eine Volksgemeinschaft bildet, und wenn ein ganzes Volk als Gesamtheit und Geschlossenheit sich einen Sieg erkämpfen und seine Freiheit sichern muß, bann muß auch der einzelne bereit sein, mehr ober weniger große Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit hinzunehmen. Diese Einschränkung der persönlichen Freiheit ist schon im Frieden notwendig. Die Demokratie verwechselte ja dauernd immer eines: Freiheit des Einzelwesens, das nennt der Nationalsozialismus Zügellosigkeit. Wenn jeder macht, was er will, wenn keiner mehr Rücksicht auf den Nächsten und Nachbarn nehmen muß, und das sogar noch besonders heroorgehoben wird, bann können Sie sich auch ausbenEen, wie solch ein Gemeinwesen aussieht. Unb wenn man einmal bie glänzende Fassade des dollarreichen Amerika einreißt, unb dahinter blickt, bann wird man auch sehen, wie so ein Land, in dem bie Demokratie als in Gottes eigenem Laub besonders behütet wird, wahrhaft aussieht. Nach vorn eine glänzende Fassade unb dahinter ein unendliches Elend. Das kann auch der lahme Herr Roosevelt nicht bestreiten, daß bei ihm in der Hauptsache bas Elenb zu Hause ist, unb daß es nur wenige sind, die als Fettaugen da auf der Bouillon als Dollarmillionäre herumschwimmen. (Tosender Beifall.)
Und diese Einschränkung der persönlichen Freiheit muß selbst im Frieden so weit gehen, als die Volksgemeinschaft dies erfordert. Es ist nämlich eigenartig: für sich selbst erwartet der Mensch selbstverständlich die Rücksicht jedes anderen. Er selbst aber ist oft nicht bereit, wenn er handelt, daran zu denken, baß auch ber andere die gleiche Rücksicht von ihm verlangt. Das ist die erste und zahmste - Einschränkung der persönlichen Freiheit. Im Kriege muß selbstverständlich eine weitaus erhöhte Beschränkung erfolgen, denn jetzt gibt es nur ein Ziel und einen Gedanken: den Krieg zu gewinnen. Alles, was diesem Gedanken förderlich ist, muß man tun, und wenn man noch so viel Unbequemlichkeit auf sich nehmen unb lieb» gewordene Dinge vermissen muß. Lassen muß man alles, was diesem Ziel entgegensteht. Und ich möchte das noch einmal betonen, meine Volksgenossen: ick habe hier als Beauftragter für den Dierjahresplan und als Vorsitzender des Ministerrates für die Reichsoerteidigung viele Erlasse und Gesetze in diesen drei Jahren unterschreiben müssen. Ich habe das nicht getan, weil es mir etwa Spaß macht, bie Einschränkung des Persönlichen zu erweitern, denn wir sind ja nicht in Sowjetrußland unb auch nicht in der Demokratie des Herrn Roosevelt und des Herrn Churchill, wo die Gesetze, bie gemacht werden, nicht für die Gesetzgeber unb die Führer, sondern nur für das Volk Geltung haben. Bei uns ist das anders, denn hier hat sich ja die Führung diesen Gesetzen genau mit der gleichen Konsequenz zu unterwerfen. (Beifall.) Also jedes Gesetz, das ich unterschreibe, gilt für mich ebenso bindend wie für jeden anderen. Und deshalb überlege ich mir diese Vorlagen auch. Auch ich gebe nicht gern etwas an Bequemlichkeit preis, aber wenn es fein muh zur Erringuna des Sieaes, bann wird alles preisgegeben und jede Einschränkung freudig in Kauf ge- , nommen. (Langanhaltenber Beifall.) Und wenn das einem schwer fällt, bann möge er daran denken, wie weit draußen die persönliche Einschränkung des Soldaten geht. Sehen Sie, der Soldat wird nickt persönlich befragt, der darf auch nicht darüber ab» stimmen, ob er in den Krieg gehen will ober nicht. Der wirb auch nicht gefragt, ob er morgen den Sturm auf dieses oder jenes Kaff machen will ober nicht. Es wird befohlen und dann wird gehorcht. Ich glaube, daß das doch die höchste Einschränkung ber persönlichen Freiheit ist, wenn man eifern gehorcht, tämpfenb Opfer bringt und wenn es sein muß, stirbt. (Tosender Beifall.) Wenn der einzelne Soldat freiwillig in dieser Weise die Beschränkung der persönlichen Freiheit auf sich nimmt, bann dürfte das wohl für jeden in der Heimat um so sehr viel leichter fein. (Beifall.)
Ich möchte hier nun zu einem Kapitel kommen.
Wir müssen aber heute, wo wir dankerfüllten Herzens dem Landvolk gegenübertreten, trotzdem auch wieder erinnern an die gewaltige Leistung unseres Arbeiters, des Rüstungsarbeiters und der anderen Hunderttausende unb Millionen von Arbeitern, die ebenfalls mithelfen, die Voraussetzungen zu schaffen, um eine Rüstung zu erstellen, bie uns ermöglicht, weiter Siege zu erfechten. Für diese Arbeiter ist nicht nur die Ernährung wichtig. Wenn ber Kampf um das Letzte geht, brauchen sie neben ihrem Handwerkszeug auch die notwendigen Rohstoffe, die der Rüstung dienen. Vor allem find es zwei Rohstoffe, die genau so grundlegend sind, wie die Ernährung für die gesamte Existenz unseres Volkes. Diese Rohstoffe sind Kohle unb Eisen. Und beide Rohstoffe besitzen wir selbst in ausreichendem Maße und haben sie in ungeheurem Maße noch dazu erobert. (Stürmischer anhaltender Beifall.) Wir haben also nicht nur den Bolschewiken die landwirtschaftlich besten Gebiete abgenommen, sondern gleichzeitig damit auch die rohstoffmäßig besten Gebiete. Auch sein Eisen, seine Kohle haben mir genau so mit Beschlag belegt wie die Fruchtbarkeit seiner Felder.
Allein bas Vorhandensein dieser Rohstoffe genügt nicht. Sie müssen auch gefördert werden. Sie liegen unter Tage, unb es ist eine harte und schwere Arbeit, meine deutschen Volksgenossen, unter Tage zu arbeiten, die Kohle zu brechen und das Eisen zu fördern. Beide sind notwendig. Ich könnte Ihnen nun stundenlang vorlesen, was wir alles aus der Kohle machen. Es sind Dinge, die Sie zum Teil nicht wissen unb zum Teil nicht glauben werben. Die Kohle ist die Voraussetzung für beinahe alles, was es überhaupt heute gibt. Wenn wir sie nur zum Heizen brauchten, wäre die Sache sehr einfach. Sie ist die Voraussetzung, daß ein guter Stahl entsteht, sie ist bie Voraussetzung, baß Fliegerbenzin da ist, sie ist die Voraussetzung, daß andere hochwertige Stoffe daraus gewonnen werden, und so muß, ebenso wie in der Landwirtschaft, eine gewal-
Unb nun mochte ich zu den Zukunftsausichten noch etwas sagen. Der Gegner sagt: Ja, bas alles ist nur ein Pflaster; die Stimmung ist jetzt besonders mies und schlecht gewesen, und da mußte man dem deutschen Volke, bevor der strenge Winter kommt, ein Pflaster geben. (Heiterkeit.) Da kann ich nur unseren Gegnern sagen, dieses Pflaster bleibt aber während des ganzen Krieges liegen und wird noch vergrößert werden. (Heiterkeit und stürmischer Beifall.)
Ick würde es für ein Verbrechen halten, dem deutschen Volke heute etwas in Aussicht zu stellen, von dem ich nicht sicher weiß, daß ich es einhalten kann. (Starker Beifall.) Und deshalb kann ich agen: das Schwerste, auch in der Ernährung, ist überwunden. Von heute ab wird es dauernd besser werden; denn die Gebiete mit fruchtbarster Erde besitzen wir. Es ist jetzt nur eine Frage der Drganifation — und alles können sie uns nach- ogen, schlechte Drganifation aber nicht. Der General Wirrwarr ist nicht bei uns angestellt, sondern bei denen drüben. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Wir werden die besten Männer unseres Landvolkes als Landwirtschaftsführer wieder vorschickem Dicht auf ber kämpfenden Truppe werden sie folgen, das Land fest in die Hand nehmen und dafür sorgen, daß Truppe und Heimat daraus verpflegt werden. Wir werden ferner dafür sorgen, daß in wirklich überzeugendem unb. meßbarem Ausmaße die Lebensmittel in die Heimat zurückfließen, daß die Heimat auch klar versteht, wie groß die deutschen Siege geworden sind. Und dazu fft eins notwendig: daß dieser Ostraum vor allen Dingen immer weiter unb umfangreicher organisiert wird. Die Russen haben ja alles verbrannt. Wir werden alles neu auf« bauen: Schlächtereien, Konservenfabriken, Mar- melabenfabriten, Keksfabriken, Nudelfabriken, Gier, Butter, Mehl, das gibt es dort in einem Ausmaß, wie Sie es sich nicht vorstellen können. Wir werden dafür zu sorgen haben, daß alles richtig erfaßt und an Ort und Stelle richtig verarbeitet wird. Und ich hoffe, daß dann im nächsten Jahre eine weitere starke Erhöhung ber Le-
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