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Freiwillige für die Waffen-^.

Von der Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten wir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen-U ein- zutreten.

Die Divisionen der Waffen-^ kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vor­derster Front im Kampf gegen den Bolschewis­mus. Ihre stolzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Vollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Trup­pen, wie Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nackrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Krydschützen, Gebirgs- und Sanitätstruppen.

Die Waffen-^ stellt ein a) Kriegsfreiwillige; b) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung vom voll­endeten 17. bis zum 45. Lebensjahr.

Der Dienst in der Waffen-^ ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unter­führer- und Führerlaufbahn, sowie Sonderlauf­bahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt.

Annahmeuntersuchungen finden am Freitag, 12. Juni, in Gießen imBurghof" statt. Meldun­gen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Außerdem nimmt die ^-Erg.-Stelle Fulda- Werra (IX), Kassel-Wilh., Löwenburgstraße 10, Tel. 31683 und 34 441, ständig schriftliche Mel­dungen an und übersendet auf Anforderung das ausführliche Merkblatt.

Weiterführung der Fettverbilligung

für die minderbemittelte Bevölkerung. x

Nach einem Runderlaß des Reichsarbeitsmini­sters und des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft werden die Reichsverbilligungs­scheine zur Fettverbilligung für die minderbemit­telte Bevölkerung, die bisher vierteljährlich verteilt wurden, vom Juli 1942 ab für ein ganzes Jahr im voraus ausgegeben. Dadurch werden die Ausgabe­stellen entlastet und gleichzeitig die Empfänger von der vierteljährlichen Antragstellung befreit Anstal­ten und Einrichtungen der Wohlfahrtspflege erhal­ten auch künftig die Reichsverbilligungsscheine I. Dagegen werden int Interesse der Vereinfachung Reichsverbilligungsscheme II an Anstalten und an­dere Einrichtungen nicht mehr ausgegeben.

Frohsinn im Juni" mit KdF.

DieNS.-GemeinschaftKraft durch Freude" brachte unter dem StichwortFrohsinn 'im Juni" gestern abend im Gloria-Palast vor aus­verkauftem Hause wieder ein heiteres Variet6-Pro- gramm. Rolf Hansen, derMann mit den mysteriösen Händen", mit Karten, Tüchern, bren­nenden Kerzen, Seilen und bunten Papieren arbei­tend, unterhielt die Leute mit verblüffenden Zau­bertricks. Gerda, Irmgard und Toni zeigten Kunst und Komik auf Rädern, eine artistisch saubere und luftige Nummer, deren Höhepunkt das Jong­lieren auf dem Einrad darstellte. Zwei P i c o s, ein elegantes Duett auf dem'Akkordeon, spielten Verdi und moderne Schlager mit Gesang und Tanz. Die artistisch vollkommenste Leistung des Abends bot wohl der Jongleur Bela Kre'mo, der mit Hüten, Bällen und Kistchen in vollendeter Leichtig­keit und Treffsicherheit ein sehr anmutiges Spiel trieb. Die Zwei Lindströms hatten sich eine Schlittschuh-Attraktion ausgedacht, deren situations­komische Pointen im Stille von Humsti-Bumsti den Zuschauern Lachtränen entlockten. Drei Dendrs. erschienen als exzentrische Mustkalparodisten mit einm grotesken Konzert auf Gitarre und Trompete mit Pfeif- und Gesangsbegleitung. Bil und Bil,

die beiden lustigen Matrosen, sind ausgezeichnete Exzentriker, deren raffiniert zusammengestellte Nummer durch allerlei witzige Improvisationen auf- gelockert ist. Grit Kalbitz fand mit drei Tänzen (langsamen Walzer, Bauernstudie und Tango) freundlichen Anklang. Gino O l i v o mit seinen sechs Solisten lieferte die musikalische Begleitung oes Programms und steuerte auch einige Einlagen bei. Das Publikum unterhielt sich vorzüglich und spendete, vielfältig erheitert und angeregt, ^dank­baren Beifall.yv-

Gietzener Dochenmarktpreife.

* Gießen, 6. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 10, Kar­toffeln, 5kg 48, Spinat 11 bis 14, Rhabarber 12, Salatgurken, das Stück 60, Salat 8 bis 20, Ober­kohlrabi 25, Rettich 13 bis 20, Radieschen, das Bund 10 bis 15 Rpf.

*

** Dienstjubiläum. Der Verwaltungssekre- tär bei der Verwaltung der klinischen Universitäts- Anstalten Wilhelm Gilbert, wohnhaft in Heu­chelheim, Brauhausstraße 3, kann am morgigen 7. Juni sein 25jähriaes Dienstjubiläum begehen. Herr Gilbert erfreut sich bei Vorgesetzten und Ge­folgschaftsmitgliedern der klinischen Universitäts- Anstalten des besten Ansehens. Dem Jubilar unse­ren herzlichen Glückwunsch.

** Eine Siebzigjährige. Am morgigen Sonntag, 7. Juni, kann Frau Elisabeth Wagner, Crednerstraße 23, bei bestem Wohlbefinden ihr 70. Lebensjahr vollenden. Der Jubilarin herzlichen Glückwunsch.

** Theater der Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: Intendant Hans Walter Kleins Neuinszenierung des SchauspielsDie Räuber" von Schiller findet am heutigen Samstag als 7. Festabend aromatischer Bühnenkunst zu Ehren des um den Gießener Theaterbau hochverdienten Geheimrats Professor Dr. Carl Fromme anläßlich seines 90. Geburts­tages statt. In der von Karl Löffler bühnenbild­nerisch betreuten Neuaufführung wirken in den Hauptrollen mit: Herbert Köchling als Karl Moor, August Wilhelm Funke als Franz Moor, Carl Maria Zeppenfeld als Graf von Moor, Luise Prasser als Amalia, Kurt Bosny als Spiegelberg, Leopold Fischer als Schweizer, Carl Bruno Schmidt als Kosinsky, Wllhelm Michael Mund als Roller. In weiteren Rollen: Hans Bergmann, Ernst Heck, Gerd Fritz Ludwig, Berhard Schmitz, Hans Seitz und Carl Dolck.

** Frascati kommt nach Gießen. Der NSG.Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Wet- terau, ist es gelungen, den bekannten Zauberkünst­ler Frascati für eine zweistündige Vorstellung in Gießen am 15. Juni im Theater zu gewinnen. Fras­cati sagt von sich selbst:Ich bin kein Zauberer, sondern ein Zauberkünstler". Er versteht es, in zwei­stündigen Vorführungen seine Zuschauer mit Zau­berkunststücken und Taschenspielereien in Spannung zu versetzen. Jeder komme und bestaune Frascatis Glanzleistungen.

** Prüfungen zum Reichssportab- z e iH e n. In einer Bekanntmachung des Ober­bürgermeisters, die zugleich für den Landkreis Gie­ßen gilt, werden die Termine für die Prüfungen zur Erlangung des Reichssportabzeichens (Turnen, Leichtathletik, Schwimmen und Radfahren) bekannt­gegeben.

** Di« Anmeldung der schulpflichti­gen Kinder betrifft eine Bekanntmachung des Stadtschulamtes Gießen im heutigen Anzeigenteil. Die interessierten Eltern seien besonders banauf hingewiesen.

e* Ein Sichern ngsSerwah ft e? Snk- flohen. Bei Außenarbeiten, die er im Bereiche Der Sicherungsanstalt Butzbach auszuführen hatte, ist der 45 Jahre alte, aus Altona stammende Siche­rungsverwahrte Heinrich Pekskamp am Mitt­woch entflohen. Der Flüchtling hinkt; er trug bei [einer Flucht Anstaltskleider. Er befand sich wegen Betrügereien und Diebstählen in Sicherungsverwah­rung und war schon wiederholt auf Außenarbeiten beschäftigt gewesen, von denen er stets zurückgekehrt war. Bei seiner Flucht nahm er einen Spaten mit, den er bei der Arbeit gebraucht hatte.

Amtsgericht Gießen.

Während eines Fliegeralarms hatte ein Polizei­beamter die A. Sch. in Gießen angewiesen, den nahegelegenen öffentlichen Luftschutzkeller aufzu­suchen. Gegen diese Anordnung widersetzte sich die Sch., und sie schlug dabei dem Beamten sogar noch ins Gesicht; sodann begab sie sich zur Polizei und machte dort die Angabe, der Polizeibeamte habe sie tätlich beleidigt. Wegen Widerstandes und Beleidi­gung hatte sich die Sch. gestern vor dem Amts­gericht Gießen zu verantworten, daß sie in An­betracht ihres unverantwortlichen Benehmens zu 150 RM. Geldstrafe verurteilte.

Landkreis Gießen.

* Lich, 6.Juni. Der bis vor kurzem in Gie­ßen, jetzt hier wohnende Pfarrer i. R. Ludwig Naumann feiert am 9. Juni mit seiner Ehe­frau Mathllde, geb. Naumann, das Fest der goldenen Hochzeit. Pfarrer Naumann ist 76 Jahre, ferne Frau 72 Jahre alt. Beide erfreuen sich einer für ihr hohes Alter noch ziemlich guten Gesundheit. Dem Jubelpaar bringen auch mir herz­liche Glückwünsche dar.

Kreis Büdingen.

* Schotten, 5.Juni. Der Lehrer i. R. Hein­rich Dambmann, Hierselbst, konnte heute in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Ge­burtstag begehen. Der Jubilar ist das einzige noch lebende Mitglied des Vogelsberger Höhen- Clubs aus dessen Gründungsjahr 1881. Er stammt aus Michelbach und war Lehrer in Schotten, dann fast 50 Jahre lang in Rüsselsheim.

Fußball in Watzenborn-Steinberg.

Am morgigen Sonntag findet in Watzenborn- Steinberg das Rückspiel der Auswahlmannschaften Gießen-Stadt gegen Gießen-Lcmd statt. Die Gäste aus Gießen haben in letzter Zeit schon öfters zu­sammen gespielt und daher eine auf sich eingespielte Mannschaft zur Stelle, die sich in der Hauptsache auf Spieler des starken Luftwaffensportvereins stützt. Torhüter Kaatz, Mittelläufer Rose und Mittelstür­mer Dörschel dürften wohl die treibenden Kräfte der Stadtvertretung sein. Die Landmannschaft setzt sich aus Spielern der Vereine Leihgestern, Großen-Lin- Üen, Watzenborn-Steinberg und Garbenteich zusam­men und steht voraussichtlich: Velten (Gr.-Linden); Fett (Watzenb.-Stbg.), Heil (Gr.-Linden), Schnei­der (Watzenb.-Stbgj, Haßler (Leihgestern), Buß (Watzenb.-Stbg.), Stumpf II Stumpf 1 (beide Garbenteich), Drücket Lang (beide Watzenb.- Stbg.), Quast (Gr.-Linden). Der Sturm der Land­mannschaft- ist durch die beiden Urlauber, die Halb­stürmer Stumpf und Lang, wesentlich verstärkt, so daß mit einem spannenden Spiel zu rechnen fft.

Vorher stehen sich die Jugendmannschaften von Garbenteich und Watzenborn-Steinberg im Gesell­schaftsspiel gegenüber.

Oie Wanderung am Sonntag

Frledelhausen Allenberg Waidhaus Krofdorf Gießen.

Eine schöne Waldwanderung ist die Begehung des roten Keils und roten H. Wir fahren nach Station Friedelhausen, überschreiten die Lahnbrücke und gehen durch Odenhausen. Bald hinter dem Ort erhebt sich der unbewaldete Altenberg (297 Meter hoch), den wir besteigen, um von hier einen präch­tigen Rundblick zu genießen. Bemerkenswert ist der Blick auf zwei Universitäten, Marburg und Gießen. Kurz hinter dem Berg beginnt der Wald, der uns auf dem größten Teil der Wandersttecke begleitet. Nach etwa zehn Minuten kommen wir auf die rote Keilmarkierung, der mir bis zum Waldhaus folgen. Später kreuzen wir die schwarze Punktmarkierung GießenFronhausen. Nach etwa zweistündiger Wanderung erreichen wir das Forst- Haus Waldhaus. Durch das liebliche Fohnbachtal (blaue Striche) wandern wir in VZi Stunden nach Krofdorf und in einer weiteren Stunde nach Gießen.

Gießen Reiskirchen Winnerod Dirberg Göbelnrod.

Wir gehen die Grünberger Straße entlang bis zur Ganseburg mit guter Einkehr. Unterwegs ge­nießen wir beim Wasserbehälter einen prächtigen Blick nach Westen. Hinter der Ganseburg sehen wir die Höhen des Vogelsbergs. Die Straße führt uns an einigen Häusern von Reiskirchen vorbei nach Winnerod mit seinem interessanten efeuumsponne- nen Kirchlein. Hier treffen mir blaue Dreiecke, die uns durch Wald und Feld, bei hübschen Ausblicken, über Bollnbach hinauf zum Wirberg führen. Von den spärlichen Resten Mauerwerk des ehemaligen Nonnenklosters haben wir einen hervorragend schönen Fernblick. Zum Abstieg benutzen wir einen hübschen Fußweg, der uns in Windungen mit schönem Rundblick auf den Wirberg nach insgesamt vierstündiger Wanderung zum Endziel Göbelnrod bringt.

Bon der Börse.

Feste Grundtendenz am Aktienmarkt.

Frankfurt a. M., 5. Juni. An den Aktien, Märkten war die Umsatztätigkeit äußerst klein, und vielfach wurden die Notierungen ausgesetzt. Auch die Nachfrage war meist unerheblich. Da je« doch kein Material herauskam, blieben die Aktien kursmähig fest bei meist Prozentbruchteile ausma­chenden Steigerungen. Scheideanstalt erreichten 399,75. Für IG. Farben und Siemens, zeitweise auch für AEG. und Südd. Zucker, wurden Notie­rungen unterlassen. Autoaktien zogen durchweg an, Adler bis 170, BMW. bis 216, Daimler unter Schwankungen bis 199. Sehr schwach lagen Westd. Kaufhof, die von 145,25 auf 140 nachgaben. Reichs« bau kanteile um 143.

Am Rentenmarkt gaben Reichsaltbesitz nach der Ziehung bis 166,13 nach, konnten aber im Wo­chenverlauf wieder bis 167 aufholen. Steuergut­scheine I 102,65 bis 102,50, Kommunalumschuldung 104. Indus tri eob li ga ti one n gaben eher leicht nach, Pfandbriefe unverändert, ebenso Stadtanleihen

Der Aktienfreiverkehr ruhte fast völlig, soweit Kurse genannt wurden, waren sie kaum ver, ändert. Auch am Kassamarkt waren die Aktienum­sätze sehr klein. Moenus konnten bis 134,75 auf­holen, da nur eine 2proz. Diotdendensenkung er­folgte. Der Satz für Tagesgeld blieb mit 1,75 v. H. unverändert.

, Verdunkelungszeit:

6. Juni von 22.39 bis 4.31 Uhr.

7. Juni von 22.40 bis 4.31 Uhr.

'*; X M

der Schatzkammer

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________________________02719 /

Leider ist es uns nicht möglich, für all die liebenswürdigen Glückwünsche und Aufmerk­samkeiten zu unserer Vermäh­lung persönlich zu danken, wir bitten daher, auf diesem Wege unseren herzlichen Dank sagen zu dürfen

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