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26Vritenslugzeuge in Aordasrika abgeschoffen.

Befehl der j4. englischen Panzerbrigade erbeulel. in dem es heißt, daß Gefangenen weder Nahrung. Schlaf, Wasser, Entgegenkommen noch Bequemlich­keiten irgendwelcher Art gewährt werden dürfen, solange das Verhör durch die zuständigen Steven nicht durchgeführt worden ist.

Das deutsche Oberkommando der Wehrmacht hat daher befohlen, daß vom 6.6., von 12 Uhr mittags an, die in der jetzigen Schlacht in Afrika gefangen genommenen und in deutscher Hand befindlichen englischen Offiziere und Mannschaften solange weder zu essen noch zu trinken bekommen, bis dieser schändliche, jeder Menschlichkeit hohnsprechende Be­fehl aufgehoben und dies durch eine amtliche eng­lische Erklärung dem deutschen Oberkommando der Wehrmacht zur Kenntnis gebracht worden ist.

14 britische Flugzeuge abgeschossen.

Berlin, 5. Iuni. (DBB.) Zreilagnachmittag kam es zu einem Luftkampf über der belgischen Küste, wo einige britische Bombenflugzeuge in Begleitung zahlreicher Spitfire eingeflogen waren. 3n kurzer Zeit wurden fünf britische Flugzeuge abgeschossen. Fast zu gleicher Zeit wurden über .der Seinebucht acht britische Flugzeuge von Iocke-Wulf- und Messerschmitt-Jägern abgeschossen. Gegen 15 Uhr stellten deutsche Jagdflieger einen anderen britischen Flugzeugverband an der wesl- französischen Küste und schossen eine §ptt- slre ab. Damit haben die Briten ihre heutigen Un­ternehmungen, die durch vereinzelte Bombenwürfe nur unwesentliche Schäden verursachten, mit dem Verlust von 14 Flugzeugen bezahlen müssen.

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Südleil der Ostfront wurden gering- fügige Angriffe des Feindes abgewehrt und im Gegenstoß Gelände gewonnen und Gefangene ein­gebracht.

3m mittleren und nördlichen Ab­schnitt wurde bei eigenen Angriffen zäher Wider- stand feindlicher Verbände gebrochen und das ge­wonnene Gelände vom Feinde gesäubert. Küsten­artillerie des Heeres bekämpfte mit guter Wirkung Schiffsverkehr in der Bucht von K r o n ft a d t. Die Luftwaffe bekämpfte bei Tag und Nacht Flugplätze und Eisenbahnverbindungen der Sowjets.

In Nordafrika wurden britische Gegen­angriffe unter Verlusten für den Feind abgeschla­gen. Die deutsche und italienische Luftwaffe griffen mit guter Wirkung in die Kämpfe ein. In Luft­kämpfen verloren die Briten 2 6 Flugzeuge. Vor Tobruk griff ein deutsches Unterseeboot einen durch Flugzeuge und Sicherungsfahrzeuge stark gesicherten Geleitzug von drei Transportern an und erzielte zwei Torpedotreffer.

An der Ostküste Englands wurden in der letzten Nacht Hafen- und Werftanlagen von Sun­derland mit Spreng- und Brandbomben belegt.

An der K a n o l k ü st e verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage in Luflkämpfen und durch Flakabwehr zehn Flugzeuge.

Bei den Kämpfen in Nordafrika wurde ein

Berlin, 5.Juni. (DNB.) Im Ufa-Palast am 3oo fand die Erstaufführung des japanischen Furns Nippons wilde Adler" in Anwesenheit des Reichsministers Dr. Goebbels und des japa­nischen Botschafters Oshima, zahlreicher Vertre­ter des diplomatischen Korps sowie führender Man­ner des Staates, der Partei und Wehrmacht statt.

Der Ufa-Palast am Zoo trug das festliche Ge­wand großer Tage. Die Fahnen des befreundeten Japans und des Reiches zierten Straßenfront und Innen raum. Ein Marsch der deutschen Luftwaffe und ein japanisches Marschlied, gespielt vom «tabs- musikkorps des'Wachbataillons der Luftwaffe, bil­deten den Auftakt. Ein Bildstreifen vom Krieg m Ostasien zeigte Japans heldenhafte Truppen 'M An­griff auf Pearl Harbour, auf Malaya, auf die Phi­lippinen und Borneo. Der Film ist ein mitrelßendes Dokument des japanischen Heldengeistes, wie er sich während dieses Krieges kundgetan hat. Er ist ein Meisterwerk dokumentarischer Gestaltung und ent« chleiert das Geheimnis der Siege unseres Derbün-

Mpons wilde Adler."

Deutsche Erstaufführung des japanischen Kriegsfilms.

waltigen europäisch-asiatischen Kriegsmaschine aus- gesetzt ist. Der Vorschlag von Roosevelts Freund Mac Leish für einenKreuzzug zur Hebung der öffentlichen Kampfmoral" ist gewiß nicht übertrie­ben oder gar überflüssig, wenn der Borfifoenbe der Marinekommission des Senats ausrief:Der Tag wird kommen, an dem wir unsere geschlagene Ma­rine aus allen vier Enden der Welt zurückrufen, um unsere Heimatküsten zu verteidigen", uni) eine Neu- yorker Zeitung erklärte:Das Weltbild ist heute für die Bereinigten Staaten so schwarz wie im Jahre 1778, als Philadelphia und Neuyork in den Händen der Feinde waren." So hat das amerika- nisck)e Volk einen tiefen Sturz aus allen Illusionen getan und Roosevelt hat erfahren müssen, daß es leichter ist, einen Krieg zu entfachen, als ihn zu ge« winnen. Dr. Fr. W. Lange.

Weitere japanische Erfolge in Mittelchina.

die Bereinigten Staaten in die Verteidigung ge­drängt, und'jeder Versuch, die Initiative in die Hand zu bekommen, ist bislang an der blitzartigen Schnei- lizkeit gescheitert, mit der die Japaner ihre stets un- erwarteten Entschlüsse durchführen. So haben die Nordamerikaner mit den Philippinen ihren Besitz in der Südsee und mit ihrer völligen Ausschaltung aus den übrigen Gebieten der Südsee wie aus China eine der wichtigsten Quellen für die Zufuhr kriegsnotwendiger Rohstoffe wie Kautschuk, Zinn, Hanf, Chromerz verloren und sehen sich nun selbst auf weiten Gebieten ihrer Rohstoffversorgung schon in ähnlicher Bedrängnis, wie sie sie den Japanern ursprünglich zugedacht hatten. .

'Aber das ist nur die eine Seite des Krieges, den Roosevelt so inbrünstig herbeigesehnt hatte. Die an- dere schreiben deutsche U-Boote, die, von den Fesseln befreit, die ihnen die verlogene Neutralitätspolitik der Bereinigten Staaten bis dahin auferlegt hatte, mit deren Kriegseintritt ihr Hauptjagdgebiet in die

Schätzen der Insel nach Japan ausgelaufen. Aller­dings mußten die Ladungen der ersten Schiffe ge­tragen werden, doch funktionieren jetzt wieder die Hafenbahn und die Kräne längs des neuerbauten Kais. In ihrer freien Zeit sind die Dockarbeiter da­mit beschäftigt, im Hafen zu fischen. Allerdings brin­gen sie nicht Fische, sondern Whisky- und Kognak­flaschen an die Oberfläche, die die fliehenden Hol- länder in großen Mengen im Hafen versenkt hatten.

Militärverwaltung in Burma.

Tokio, 5.Juni. (Europapreß.) Die Errichtung einer Militärverwaltung in Burma wurde von Ge­neralleutnant Lida verkündet. In seinem Ausruf an das burmanische Volk betonte der Oberkomman­dierende der japanischen Streitkräfte in Burma, daß Burmas Unabhängigkeit ebensosehr der Wunsch der Japaner wie der Burmanen sei. Aller­dings erlaube die energische Fortführung des Krie­ges zur Zeit noch nicht eine völlige Unabhängigkeit, da alle Kräfte auf die siegreiche Beendigung des Krieges konzentriet werden müßten, doch würden die japanischen Militärverwaltungsbehörden schon jetzt, so weit es möglich sei, den Burmanen freie Hand lassen. Zu diesem Zweck habe er einen Ausschuß unter dem Vorsitz des früheren Premier- Ministers von Burma, Dr. Bhamo, ernannt, der alle Vorbereitungen für die Errichtung einer bur- manischen Verwaltung in die Wege leiten solle.

zu verhandeln.

General I u i n, der französische Oberbefehlshaber für Nordafrika, ist in Tunis eingetroffen. Admiral Ollive, der Befehlshaber der Marinestrettkräfte des Südens, befindet sich ebenfalls auf einer In- pettionsreife in Tunis.

Verhandlungen über die neue Grenzziehung zwi- chen Peru und Ecuador begannen an. Bord des DampfesColon" in der Bucht von GuayaqmL Es wohnten der Verhandlung auch Vertreter Argen­tiniens, Brasiliens, Chiles und der USA. bei, dis die Schlichtung des Konfliktes übernommen haben.

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Im Bremer Rathaus fand die Amtseinführung des neuernannten Reichsstatthalters für Oldenburg und Bremen, Wegener, durch Reichsminister Dr. Frick statt.

Aus dem Reich.

Kreisleiter Schone gestorben.

NSG. In einem Feldlazarett im Osten starb an den Folgen einer heimtückischen, schweren Krankheit als Wachtmeister und Offiziersanwärter der Leiter des Kreises Oberlahn-Ufingen, Kreisleiter Heinz Schöne. Kreisleiter Schöne, der feit 1923 der nationalsozialistischen Bewegung ange« hört und am Kampf um die Säuberung Frank­furts von rotem und jüdischem Gesindel hervor­ragend beteiligt war, begann seinen Weg in den Reihen der Bewegung als SA.-Mcmn, um dann als Blockleiter, Zellenleiter und Ortsgruppenleiter im Jahre 1937 vom Gauleiter mit der Leitung des Kreises Oberlahn-Usingen beauftragt zu werden. Er hat sich in allen feinen politischen Dienststellungen als treuer Gefolgsmann Adolf Hitlers bewährt. Seine idealistische Haltung bewies er auch als Sol­dat des Führers im Freiheitskampf unseres Vol­kes, in welchem er durch fein tapferes, vorbildliches Verhalten im feindlichen Feuer mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde.

Sicherung der Arzneimittelversorgung

Die Kriegsverhältnisse haben eine straffe Pla­nung im Arzneimittelwesen erfordert. Es wurde eine Reihe in gesundheitlicher Hinsicht völlig entbehrlicher Betriebsstätten geschlossen und für die Herstellung einer Anzahl von Präparaten Fertigungsverbote erlassen. Ein von der Reichsgesundheilsführunß ein­gesetzter Arbeitsausschuß besaßt sich mit weiteren Rationalisierungsmaßnahmen. Von ihm werden Vorschläge gemacht für eine weitere Ausmerzung

beten. Es ist der Geist der Disziplm, der Geist des opferbereiten Einsatzes und der bedingungslosen Hingabe, der den jungen Soldaten in die Schlacht begleitet. Die Gäste der Festoorstellung waren von der wirklichkeitsnahen Darstellung, die sich oft zu höchster Dramatik steigert, tief beeindruckt. Der Bei­fall am Schluß der Vorführung war zugleich Aus­druck der Bewunderung für die großartigen Lei­stungen unseres Verbündeten.

Am Nachmitag hatte eine Sondervorstellung für Verwundete und Rüstungsarbeiter stattgefunden.. Auch bei dieser Vorstellung war der japanische Bot­schafter zugegen gewesen und hatte Worte treuver­bundener Kameradschaft an die deutschen Soldaten gerichtet die mit brennender Anteilnahme den Kämpfen ihrer japanischen Kameraden gefolgt wa­ren. Dank des Entgegenkommens der japanischen Botschaft wird der Reingewinn aus sämtlichen Vor­führungen des Films je zur Hälfte dem japanischen und dem deutschen Roten Kreuz zur Verfü­gung gestellt.

Gewässer der nordamerikanischen Ostküste und in das Karibische Meer verlegten und damit Erfolge erzielten, die die Engpässe, vor die sich die ameri­kanische Wirtschaft durch die Verknappung der Roh- stosse gestellt sieht, bedrohlich werden lassen. Sie ist weder in der Lage, die Zahl der versenkten Schiffe durch Neubauten aufzuholen, denn selbst amerika­nische Blätter müsset, zugeben, daß in dem Wett­kampf zwischen Torpedo und Wersten letztere den Vorsprung der Uboote nicht mehr einzuholen ver­mögen, noch durch Verlegung auf andere Verkehrs­wege alles das heranzuschaffen, was sie braucht, um allen Anforderungen zu entsprechen, die von der Wehrmacht des eigenen Landes wie von den Ver­bündeten in Europa und Asien in wachsendem Um­

fang an sie gestellt werden.

So ist Roosevelts Halbjahresbilanz geradezu ka­tastrophal und es wäre ein schlechter Trost, wenn er sie mit den wahrhaft billigen Siegen auszuglei­chen suchte, die feine Politik im wesentlichen auf Kosten der eigenen Verbündeten durch die Erwer­bung der britischen Atlantik-Stützpunkte, durch die Besetzung Grönlands, Islands und Nordirlands, durch die Verdrängung des britischen Handels aus Südamerika, durch das Einnisten in britischen Häfen der westafrikanischen Küste, durch die Uebernahme der Vormundschaft für die britischen Dominien Au­stralien und Neuseeland, die sich vom Mutterland im Stich gelassen fühlen, und schließlich durch die Erneuerung des Protektorates über die meisten der schwächeren iberoamerikanischen Staaten, deren Re­gierungen den Argumenten des USA.-Dollars nicht widerstehen konnten. Es bleibt trotzdem eine trau­rige Bilanz, die kaum dazu angetan sein wird, das amerikanische Volk aus feiner gedrückten und ner­vösen Stimmung herauszureißen, die immer mehr ^iuÖFunu «« «'i*« um sich gegriffen hat, seitdem der Krieg für die Sees, gelang. Dort sowie bei Hungtschutschieh, 2oKi- USA. eine so völlig unerwartete Wendung genom- lometer östlich von Tutschang, steht die Hauptmacht men hat und es sich immer deutlicher zeigt, daß der 25. tschungking-chinesischen Dwision ore nun Nordamertta fast ungeschützt dem Druck einer ge- ihrer Vernichtung entgegensieht. Auch bic feindlichen

Tokio, 4. Juni. (Europapreß.) Kaum ein Zei­chen des Krieges, der erst vor zwei Monaten über Java hinwegfegte, ist noch sichtbar, wenn man die Strecke zwischen Batavia und Surabaja jetzt in einem der modernen Schnellzüge, die für bie 1000 Kilometer etwa 18 Stunden benötigen, durch­ährt. Als Anfang März die japanischen Els^lbahn- truppen auf Java landeten, fanden sie 46 Brucken in dem etwa 5500 Kilometer umfassenden Eisen­bahnnetz gesprengt vor. Glücklicherweise fanden sie in Bandung zahlreiche Ingenieure und Arbetter sowie genügend Baumaterial, die die holländisch- indische Regierung zur Beendigung ihres Drei- Jahresplanes der Erweiterung des javanischen Bahnnetzes bereitgestellt hatte. Die Mitarbeit der Eingeborenen war über alles Erwarten gut. Auch die holländischen Ingenieure stellten sich bereit­willig zur Verfügung, so daß am 29. April, dem Ge­burtstag des Tenno, der erste Zug die Hauptstadt Batavia nach Surabaja verlassen konnte, wo er mit großem Jubel empfangen wurde. Zur Zeit sind drei Viertel aller Brücken bereits ausgebessert. Voller Betrieb auf allen Linien wird für Mitte August erwartet. , r " «

Auch das Leben in den Hafen Javas ist neu erwacht. Als die japanischen Truppen einmar­schierten, fanden sie brennende Lagerhäuser, ge­sprengte Kais, zerstörte Maschinen und versenkte Schiffe vor. Nach zweimonatiger harter Arbeit sind bereits die ersten Schiffe vollbeladen mit den

Oie Ehrung Finnlands.

Nur wenige Deutsche kennen Finnland, aber wohl das ganze deutsche Volk empfittdet Freund- schäft für das finnische Volk. Die aber, die g land kennen sind von einer geradezu ^de,nschaft liehen Sehnsucht nach Land und Volk der Finnen erfüllt. Die Natürlichkeit und Ehrlichkeit und der zähe Fleiß der Finnen und die ergreifende Schon- heit der finnischen Landschaft sprechen zu deutschen Herzen. Ganz unerwartet betrat der Führer Finnlands Boden, um durch feinen Besuch nicht nur eine besondere persönliche Ehrung für Mar­schall Mannerheim zum Ausdruck zu bnngen, sondern gleichzeitig einer Ehrung für das stnnische Volk, insgesamt Ausdruck zu geben für den he­roischen Kampf, den es seit Jahrzehnten^auf schein- bar verlorenem Posten für Heimat, Volk, Freiheit und Zukunft führt. Marschall Mannerheim ist das Symbol eines ritterlichen Freiheitskämpfers für seine Nation. Wir haben es seinerzeit aus des Führers Mund gehört, wie fchr ihm das Schicksal des finnischen Volkes ans Herz griff, als im Winter 1939 der bolschewistische Koloß über Finnland her- fiel, um es aufzusaugen und seinem Blutterror zu unterwerfen. Heute ist Finnlands <5ad)e auq) Deutschlands Sache. Hinfort wird das Schicksal Finnlands in einem Bund der Ehre und der Was« fenbrüderfchaft mit dem deutschen Schicksal eng »er- bunben sein. Das Echo, das der.unern^rtete Be­such des Führers in Finnland wie in Deuffchlano gefunden hat, ist Beweis dafür, daß der Führer sich zum Träger eines Ehrenaktes machte, der vewe Volker noch näher aneinandergerückt hat.

Britische Brutalität.

Der deutsche Wehrmachtbericht vom 5. Juni gibt Kenntnis von einem Befehl der 4. englischen Pam zerbrigade, den Gefangenen weder Nahrung, Schlaf, Wasser noch sonstige Bequemlichkeiten irgendwelcher Art zu gewähren, bis ihr Verhör durchgefuhrt ist. Das deutsche Volk hat mit Erschütterung den doku­mentarisch belegten FilmOhm Krüger" erlebt und daraus ein Bild gewonnen, welche Martermethoden in der britischen Politik üblich waren, wenn sie es darauf anlegte, einen ritterlichen Gegner Au zer­brechen. Der Kommandeur der 4. englischen Pam zerbrigade, in Nordafrika, dessen Name leider noch nicht bekannt ist, hat sich diese Methoden zum Vorbild genommen. Sein Befehl umschreibt die Absicht, je nach Gutdünken des jeweiligen Nach­richtenoffiziers die eingebrachten (Befangenen i" der Wüftenglut Nordafrikas verrecken zu lassem Das ist echtes Sritentum, das Gott sagt und Kattun meint. Das ist Politik des finstersten Mittelalers. i Das Oberkommando der Wehrmacht hat darauf eine , Antwort gegeben, über die man sich vielleicht m . London doch einige Gedbnken machen wird. Die ; Leidtragenden find die britischen Gefangenen, die sich aus der jetzigen Afrikaschlacht in Händen Der Achsenmächte befinden. Das ist nicht deuffche Art, aber die einzige Möglichkeit, die Briten zur Mensch­lichkeit zu zwingen.

Tokio, 5. Juni. (Europapreß.) Die in Tsche- kiang kämpfenden japanischen Truppen haben Streit­kräfte der 22. und 32. tfchungking-chinesischen Ar­mee in erbitterten Gebirgskämpfen längs des Nord- ufers des Tschu-Flusses zurückgedrängt. Die bei Tschutschau stehenden feindlichen Truppen wurden durch die am Südufer des Tschu-Flusses vorrücken, den Japaner von ihren Verbindungen abgeschnit­ten. Andere feindliche Truppen, die sich in die Berge zurückgezogen hatten, konnten eingeschlossen werden.

Von der Kiangsi-Front wird gemeldet, daß den Japanern eine überraschende Landung bei D ao t« schin, einem strategisch wichtigen und stark befe­stigten Stützpunkt an der Nordseite des Poyang-

Sein brennender Ehrgeiz trieb ihn auf die gleiche Bahn, auf der Wilson schon im Endeffekt kläglich Schiffbruch erlitten hatte. Der hatte zwar mit feiner Kriegspolitik die halbe Welt in finanzielle Abhängigkeit von Wallstreet gebracht. Vorn Schuldner waren die Vereinigten Staaten durch die Manipulationen Morgans zum größten Glau- bigerlanb der Welt geworden. Aber die Siegern wie Besiegten gleichermaßen abgepreßten Mil- ; liarben waren dem amerikanischen Volk nicht zum Segen geworden. Die Welle der Prosperität hatte sich nicht halten lassen. Es war eine Scheinblüte gewesen, der ein furchtbares Erwachen gefolgt ' war. Nun wollte Roosevelt nachholen, was seinem Vorgänger Wilson fehlgeschlagen war, als er sich in Versailles von Männern wie Clemenceau und Lloyd George hatte übertölpeln lassen. Die Der- < einigten Staaten sollten unter der Führung Roose­velts die erste Weltmacht werden und den ganzen Erdball unter ihre Kontrolle bringen. Wie Wilson brachte auch Roosevelt für seine selbstgewählte Mission eine verblüffende Unkenntnis der wahren Ursachen und Zusammenhänge europäischer Pro­bleme mit, gepaart mit einer aus puritanycher Selbstgerechtigkeit geborenen dreisten Anmaßung des sich in der Rolle des Weltverbesserers gefallen­den Staatsmannes. Der Präsident war damit der Exponent einer in den Bereinigten Staaten weit verbreiteten Geisteshaltung, die, wie schon im ersten Weltkrieg, so auch jetzt wieder, ebenso über­heblich wie fanatisch den nackten Imperialismus, der die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von jeher ausgezeichnet hat, durch den Glaubenssatz zu kaschieren sucht, daß das amerikanische Volk dazu berufen sei, die übrige Welt von ihren fal­schen Idealen zu erlösen und zum einzig wahren Ideal des amerikanischen Lebensstils zu bekehren.

Auf dieser leicht entzündbaren Stimmung baute Roosevelt feine raffinierte Agitation auf, um auch die große Masse des amerikanischen Volkes, die noch nicht die Enttäuschung des ersten Weltkrieges ver­gessen hatte, für feine neuen Kriegsplane zu ge­winnen oder durch die schändliche Methode der Di amieruNg mundtot zu machen. Wie der Prä­sident sich' von der willfährigen Mehrheit des Kongresses immer umfassendere Vollmachten er­schlich, um die gesetzlich festgelegte Neutralitäts­politik der Vereinigten Staaten Stuck für Stuck abzubauen, ja direkt in ihr Gegenteil zu ver­kehren, und damit die Bahn für den Kriegseintritt der USA. frei zu machen, ist noch in aller Erinne­rung. Wenn auch Roosevelt zu agitatorischen Zwecken die angeblichen Gefahren, die derwest­lichen Hemisphäre" von denAggressoren" drohen, in grellen Farben an die Wand malte, so teilte der Präsident im Herzen doch mit der Mehrheit seines Volkes die Meinung, daß die riesige Land­masse der Vereinigten Staaten, durch die unge­heure Weite zweier Weltmeere von den übrigen Kontinenten getrennt, in seiner wirtschaftlichen Ausgewogenheit, durch Ketten weit vorgeschobener militärischer Stützpunkte gedeckt und im Besitz der größten Schlachtflotte der Welt unverwundbar fei und sich daher einen Krieg leisten könne, ohne ein Risiko einzugehen. Nur aus dieser erstaunlichen Selbstsicherheit ist es zu begreifen, daß Roosevelt nicht genug damit hatte, Englaird in fernem Krieg gegen die europäischen Ordnungsmächte mit allen, auch den völkerrechtswidrigsten Mitteln zu sekun­dieren, sondern es trotz der Befürchtungen seines ängsllicheren britischen Bundesgenossen dar- ! auf anlegte, auch das dritte der jungen Völker des , Dreierpaktes, Japan,- durch eine Folge maßloser Provokationen herauszufordern im Vertrauen dar- auf, daß es durch den chinesifchen Krieg zu sehr | engagiert sei, um noch den Mut und die Kraft zu haben, sich der wirtschaftlichen und militärischen 1 Einschnürung durch die anglo-amerikamschen Plu- tofratien zu widersetzen.

Wenn Roosevelt in diesen Tagen auf ein halbes Jahr eines Krieges Wrückblickt, der sein ureigenstes Werk war, muß er eingestehe-n, daß dieser Krieg von der eisten Minute an ganz anders verlaufen ist, wie er es sich gedacht hat und wie seine Freunde es gewissenlos und überheblich dem amerikanischen Volk in einem Schwall großsprecherischer, nebel­hafter Phrasen vorgegaukelt haben. Seitdem m den Morgenstunden des 8. Dezember die Pazisikflotte der U'SA. in Pearl Harbour mit einem einzigen Schlage furchtbar dezimiert wurde, ebensosehr das Opfer eigener unbekümmerter Leichtfertigkeit wie des schneidigen Angriffsgeistes japanischer Soldaten, seit­dem hat eine Hiobsbotschaft die andere gejagt. Auf den Philippinen landeten starke japanische Skrett- fräfte, Hongkong wurde erobert, die Malaienhalb- insel und die Seefestung Singapur den Briten ent­rissen, Borneo, Sumatra und- Java gerieten in ja­panische Hand, Austtalien kam unmittelbar in den Bereich der japanischen Waffen, Burma von briti­scher Herrschaft befreit und der Krieg an die Nord- ostgrenze Indiens vorgetragen, Tschungking nun auch von Westen her bedroht, mit der Kapitulation der Jnselfestung Corregidor in der Bucht von Ma­nila das Sternenbanner der Vereinigten Staaten in der Südsee gestrichen, eine alliierte Flotte im australischen Korallenmeer geschlagen und die Schiff­fahrtswege im Golf von Bengalen unter japanischer Kontrolle. Dazu nun in diesen Tagen der Angriff japanischer U-Boote auf britische Kriegsschiffe in Diego Suarez, dem französischen Krieashafen auf der Insel Madagaskar, den Briten und Amerikaner in räuberischem Ueberfall an sich gerissen hatten, um ihn als Stützpunkt zur Sicherung ihrer Schiffahrts­routen durch den Indischen Ozean einzusetzen. Und schließlich noch japanische Bomben zum erstenmal auf unmittelbar amerikanisches Gebiet: der Luftan­griff auf Dutch Harbour, den Flotten- und Flug' zeugstützpunkt auf den Aleuten, der als Sprungbrett der amerikanischen Offensivstrategie im äußersten Norden .gedacht war, von dem die eine Klaue der Zange angesetzt werden sollte, die das japanische Jnselreich zerschmettern sollte. Nichts von all den mit bombastischem Wortschwall verkündeten groß­artigen strategischen Plänen der Roosevelt, Knox, Stimson, Stirling, Marshall ist wahr geworden. Von der ersten Stunde des Krieges an sahen sich

Stellungen am Ostufer des Sees werden in enger Zusammenarbeit japanischer Land- und Seestrett- fräfte angegriffen.

Das Echo in Australien.

Stockholm, 6. Ium. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reuter-Meldung aus Melbourne erklärte der australische Luftfahrrminister D r a k e f o r d, das Eindringen japanischer U-Boote in den Hafen von Sydney müsse als eine ernfte Warnung auf- gefaßt werden; weitere Angriffe seien unvermeid­lich.Wir müssen unablässig alarmiert, fein", sagte Drakeford,denn die Japaner schlagen mit kluger Berechnung zu, wo man es am wenigsten erwartet."

Kleine politische Nachrichten.

Der britische Produktionsrninister Oliver Lyt- t e 11 o n traf in Begleitung feines Hauptberaters Sir Walther L a y t o n und anderer Mitarbeiter in Washington ein, um mit Harry Hopkins und Donald Nelson über eine bessere Belieferung Englands mit USA.-Kriegsrnaterial und die Gleichschaltung der nordamerikanischen und britischen Kriegsproduktion