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Die neuen Erfolge der japanischen ll-Vootwasfe

Auch für den Präsidenten selbst mar der Wechsel

Au utftnntn, enrroeoer von Gnoien ooer von Austra- r ! . vx!

lien aus, weil dies die einnae Möglichkeit fei 065 ®^ailP^5srJe,ner Tätigkeit ein Bedürfnis, tri«. ^cvgiicyrelr fei, um ferne Enttäu ckuna ühpr hn« u;

Diego Suarez - Sydney

Tschungking eine fühlbare Enlastüng zu schaffen.

man nur Mitleid emp-

Daß die englische Politik die Fragen schon immer un er dem GesichtspunktEuropa" gesehen hat Allerdings anders als wir), zeigt uns ein kurzer Blick m die Vergangenheit: wir erkennen an ihm deutlich die Haltung der englischen Politik Europa gegenüber: ihr hervorstechendes Merkmal war und ist stets ihr von insularem Egoismus getragenes antl-europäisches Denken.

Dank seiner geographischen Randlage ist Eng­land zwar ein Teil Europas, gehört aber gleich- zertlg doch nicht mehr zu ihm. Im Altertum und Mittelalter lag England in bedeutungsloser Ferne: es war fast unbekannt, oder spielte nur eine unter­geordnete Rolle. Gegen Ende des Mittelalters ver­suchte England aber, sich in die europäische Politik einzuspannen, es versuchte, eine europäische Macht zu werden. In einem über hundert Jnhre währen­den Kampf mit Frankreich vollzog sich dieses Be­streben: 1453 mußte es die Hoffnungen, auf dem Kontinent Fuß zu fassen, aufgeben. Einige Ver- suche wurden wohl noch unternommen, aber 1558 fiano der Fehlschlag all dieser Unternehmungen end­gültig fest. England war und blieb am Rande Eu­ropas und hat seitdem nie wieder entscheidend ver­sucht, eine europäische Macht zu werden.

Inzwischen hatte sich aber ein entscheidender Wandel in der geographischen Lage vollzogen: 1492 war Amerika entdeckt worden. Jetzt lag England nicht mehr am Rande der Welt, sondern weit eher in der Mitte: von nun an batte es eine verkehrspolitisch bevorzugte Stellung. Als da­her die Versuche zur Unterwerfung des Kontinents fehlgeschlagen waren, wandte England Europa den Rucken: es begann mit der Eroberung der neuen Welt. So wurde England, das nie eine europäische Macht hatte werden können, in verhält­nismäßig kurzer Zeit zu einer Weltmacht.

eeine Einstellung Europa gegenüber war aber fortan ganz anders als bisher. Die Ereignisse auf dem Kontinent waren von geringem Interesse: man wurde stolz auf seine Insel-Abgeschiedenheit, ja, es entwickelte sich aus verschiedenen Wurzeln heraus setzt die große Ueberheblichkeit, für die der Eng­länder heute in der ganzen Welt bekannt ist

In der neuen Welt aber setzte England fich mit aller Macht durch. Eine europäische Macht nach der anderen wurde bekämvft und aus dem Felde geschlagen: Svanien, die Niederlande, Frankreich Als aber nach dem Tode Karls V. von Spanien öie Gefahr bestand, daß Europa unter einer Füh­rung zu einer Einheit wurde, ändert England er­neut feine Einstellung gegenüber Europa. 1713 wurde zum erstenmal dosPrinzipdeseuro- väischen Gleichgewichts von England ver­kündet: Europa muß von nun an stets uneinig fein, es darf keine Macht in die Lage versetzt werden, die Führung eindeutig zu übernehmen. An diesem Grundsatz hat England bis heute festqehalten. Es hat zwar keine Gebietsansprüche in Europa mehr erhoben, aber es hat immer wieder dafür gesorgt daß zwei oder mehr Mächte da waren, die sich gegenseitig in Schach hielten, die aufeinander eifer-1

Japanische U-Boote haben im Abstand von we­nigen Stunden mit großem Erfolg englische Kriegsschiffe in Madagaskar, der großen Insel an der Ostküste Afrikas, und in Sydney, der größ­ten Stadt an der australischen Ostküste angegriffen. Diego Suarez, der Kriegshafen im Norden Mada-

Tokio, 5. Juni. (Europapreß.) Einen erfolg­reichen Angriff unternahmen japanische Unferfee- boofe am 31. Mai frühmorgens auf in dem Hafen Diego Suarez (Madagaskar) liegende Einhei­ten der britischen Flotte. Den japanischen Untersee­booten ist es gelungen, dort ein Schlachtschiff der Queen Elizabeth".Klasse sowie einen Kreu­zer derA r e t h u s a" - Klasse durch Torpedos zu beschädigen. Am 1. Juni drang eine U-Boot-Flottille unter dem Schuh der Dunkelheit in den Hafen von Sydney (Australien) ein und versenkte dort ein feindliches Kriegsschiff. Der Typ konnte nicht fest- gestellt werden. Die japanischen Verluste betragen bei diesem Angriff drei Unterseeboote. Der Bericht des Hauptquartiers erwähnt ausdrücklich, daß es sich in jedem Falle um Spezial-Untersee­boote gehandelt hak. Das japanische Blakt ..Nitschi Nitschi" weist darauf hin, das Sydney 4300 See­meilen und Diego Suarez (auf Madagaskar) sogar 6500 Seemeilen von Japan entfernt liegen. Die Angriffe zeigten also, daß die japanische Flotte dank ihres Kampfgeistes in der Lage sei, ihre Feinde in jedem Schlupfwinkel anzugreifen. Die Be­schädigung eines britischen Schlachtschiffes in Diego Suarez, so schreibtAsahi", dürfte die englischen Pläne für die Verteidigung des Indischen Ozeans völlig über den Haufen geworfen haben. Den Nord-

r? 0 LS ' 2üni. (DNB.) Der Sprecher der japa­nischen Marine, Kapitän H i r a i d e, sagte in einer Rundfunkrede: Man dürfe damit rechnen, daß die Tätigkeit japanischer Marineeinheiten in afrika­nischen Gewässern von ernsthaften Auswirkungen auf Indien fein werde. Großbritanniens lebenswich­tige Linie nach Indien und dem Nahen Osten fei ytcrf gefährdet. Sollte die englische Flotte im In­dischen Ozean erscheinen, so fei die japanische Wa­rwe jederzeit für den Kampf vorbereitet. Während die USA. und England über ihre Kriegspläne gegen Europa ungeheuren Lärm veranstalteten, werde die japanische Marine alle britischen Streitkräfte im Indischen Ozean vernichten. Mit den englischen und amerikanischen Admirälen, die sich fortgesetzt Ein­mischungen Churchills und Roosevelts ge=

5e tanger der Krieg dauert, desto klarer werden die Fronten. Während im Herbst 1939 nur wenige ahnten, daß dieser Krieg mehr als ein bloßer Existenzkampf des deutschen Volkes war, erkennt man heute allgemein, daß dieser Krieg über jene nationalen Ziele hinaus zu einem Entscheidungs- fampf um Sein und Nichtsein Europas gewor­den ist.

5- Auni. (Europapreß.) Der diploma­tische Vertreter Tschungkings bei der Londoner Re­gierung, Wellington Koo, hatte eine längere Konferenz mit Außenminister Ed en, in deren Ver­lauf er angesichts der ständig wachsenden japanischen Gefahr eine Beschleunigung und Vergrößerung der britischen Kriegsmateriallieferungen nach Tschung- king als dringend notwendig bezeichnete. Zuverläs- lige diplomatische Stellen erklärten, Tschungking be­mühe fich auch, den Engländern und Nordamerika­nern klarzumachen, daß ihm im Kampf der Al­liierten gegen Japan eine ganz besondere str a- te gische Bedeutung beikomme. Tschungking- Ehina stehe unter dem Eindruck, Großbritannien^ sei in einem derart übertriebenen Maße nur auf eu­ropäische Angelegenheiten bedacht, daß et China vernachlässige. Aus diesem Grunde sehe sich Tschung­king einer der schlimmsten Perioden in seinem fünf­jährigen Krieg mit Japan gegenüber. Tschungking lege den Alliierten auch nahe, so schnell wie mög- sich eine Gegenoffensive gegen die Japaner 3U bginnen, entweder von Indien oder von Austra-

Diesen Verrat an Europa wiederholte Enaland nicht nur im Weltkrieg, sondern in erhöhtem Maße auch heute. Abermals ist England bestrebt, das Gleichgewicht der Alten Welt durch die Macht der Neuen wiederherzustellen. Die ganze Welt wird zu diesem Zwecke wieder aufgeboten.

Wir erkennen aber heute immer mehr, wie Eng­land selbst zum betrogenen Betrüger wird. In Roosevelt hat Churchill seinen Meister ge- funben. Mit kalter Berechnung führt dieser seinen Kampf nicht nur gegen Deutschland, sondern in noch viel vernichtenderem Maße gegen Eng- la n d. Schon heute kämpft England nicht mehr für öie eigenen Interessen, sondern für Roosevelt und seine Hintermänner.

amerifanern aber müsse der Angriff auf Sydney gezeigk haben, daß sie nichk in der Lage seien, Au­stralien zu verteidigen.

Nitschi Nitschi Schimbun" bekont, daß der Ma­rinehafen Sydney in militärischen Kreisen durch feine Tiefe äußerst beliebt war, da s e l b st S ch i f f e größter Tonnage dort vor Anker gehen kön­nen, sowie durch sein Fahrwasser, das sich übet 15 Kilometer Entfernung ausdehnke, und somit zur passiven Verteidigung beitrug. Das Blatt erinnert

um seine Enttäuschung über das Fehlschlagen fei- ner wirtschaftspolitischen und sozialreformerischen Plane durch außenpolitische Erfolge wettzumachen.

D i e g o S u a r e z, an der Nordfpitze Madagaskars. (Scherl-Bilde rdienft-M.)

®^nep ist, wie es in der amtlichen japa- nifchen Verlautbarung heißt, von Spezial-U-Booten durchgefuhrt worden, von denen drei bisher nicht zuruckgekehrt sind. Spezial-U-Boote wurden ein­gesetzt, um die lange und schmale Hafeneinfahrt, deren Beobachtung und Kontrolle leicht ist, pas­sieren zu können. Der Erfolg liegt nicht allein in s^n Torpedos, die im Hafen von Sydney abge- schossen wurden. Der eigentliche Sinn dieser Ak- Ef.on ist, daß die japanischen U-Boote weit auf die 'Eiche Halbkugel unserer Erde vorgestoßen sind. Die für Amerikaner und Engländer so verlust­reiche Seeschlacht im Korallen'meer fand bereits lenfeits des Aequators, etwa unter dem 10. Grad südlicher Breite statt. Sydney aber liegt unter Dem 34. Grad südlicher Breite. Die Japaner haben also ihre Seeoperationen auf eine Entfernung oon gut 3500 Kilometer nach Süden vorgetragen und um dieselbe Entfernung die aufgetrennte Naht- fteUe zwischen der britischen und der USA.-Hemi- sphäre" verlängert!

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suchüg waren. Darüber hinaus aber hat es England verstanden, wichtige Stellen in seine Hand oder unter seine Aufficht zu bekommen. Gibraltar wurde zum englischen Stützpunkt und damit erhielt England die Kontrolle über ganz Südeuropa (sie wurde spater durch die Herrschaft über den Suez- fanal vervollkommnet). Im Norden hatte England selbst die Schlüsselstellung. Mit Ausnahme der von Frankreich konnte es jede andere europäische Schiff- fahrt dank seiner geographischen Lage kontrollieren. Es kam für England jetzt nur noch darauf an, zu- minöeft einen erheblichen Teil der ihm gegenüber- liegenden Festlandsküste wenn nicht in seinen direkten Besitz zu bringen, so doch in einen solchen Zustand zu versetzen, daß er von England überwacht werden und- von keiner anderen Großmacht gegen England verwendet werden konnte. Der größte Teil dieser Politik wurde bereits im Frieden von Utrecht, 1713, verwirklicht.

Auch in der Zukunft ist England dieser Politik treu geblieben. Immer wieder hat es die Austei­lung Europas begünstigt. Je mehr kleine Staaten es gab desto geringer war die Aussicht für eine europäische Einheit. So unterstützte England überall und jederzeit die kleinen Länder in ihren Selbstän- Digfeitsberoegungen, wenn es diese nicht überhaupt direkt anregte. So in Holland und Belgien, in Grie- chenland usw., bis herab zu Polen und der Tschecho­slowakei nach dem Weltkrieg. Da England selbst aber nie territoriale Ansprüche zu stellen hatte, konnte es sich stets als den Beschützer der Heinen Staaten, den objektiven Richter und Friedensstifter aufspielen. Europa aber war und blieb ohnmächtig und das Spielzeug der britischen Politik.

England hat diesen Kampf gegen Europa nicht immer allein betrieben. Als Spanien ihm wieder zu mächtig zu werden drohte, förderte es die Unab- hongigfeitsbeftrebungen der spanischen Kolonien in Südamerika: zum erstenmal wurde eine außereuro- püifche Macht zur Bekämpfung Europas eingesetzt, und der damalige englische Ministerpräsident' Can-' n.mg rühmte sich dieser Tat mit den Worten:Ich rief die Neue Welt, ins Leben, um das Gleichgewicht Der Alten wiederherzustellen." England war vom Gegenspieler Europas zu feinem Verräter ge­worden.

Unser Bild gibt einen Ueberblick über die weit aus­gedehnten Hafenanlagen der australischen Hafen- stadt Sydney. Im Hintergrund die berühmte Brücke der Port-Jackson-Bucht.

(Scherl-Bildarchiv-M.)

Die LlGA.-Klotte fein ebenbürtiger Gegner Japans.

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fmben. Beide seien auf dem Gebiet der Seekrieg- fuhrung völlige Amateure. So werde es das Schick- )al der englischen und der nordamerikanischen Ma­nne fein, auf den Meeresgrund geschickt zu werden. Die Operationen der U-Boote im Hafen von Syd- ney durften Australien die Gefahren gezeigt haben, die diesem Erdteil bei weiterem Widerstand drohten. Sie hätten dem australischen Volk auch ge- zeigt, wieweit es sich auf amerikanische Hilfe oer- lassen könne. Es sei zu beachten, daß Sydney der einzige Mannehafen Südaustraliens sei. Es sei er­staunlich, daß die amerikanischen Patrouillen-Flug- zeuge die Aktivität der japanischen U-Boote erst ent- deckten, als bereits ein Kriegsschiff im Hafen ver­senkt war. Diese Vorgänge sollten Australien sehr zu denken geben. Die Kriegsflotte der USA. sei fein ebenbur tiger Gegner für Japan, selbst wenn die Nordamerikaner die nächste Zeit zu aus­gedehnten Flottenbauten benutzen sollten.

Tschnnfing fordert eine Entlastnngsoffensive.

Für Europa wirkt sich dieser letzte Verrat Eng- land nur zum Segen aus. Immer mehr erkennt man allenthalben die wahre Lage, immer fester wird das Band, das sich um die Alte Well schlingt. Aus dem von England verräterisch begonnenen Ärteg aus der Verteidigung gegen die machttrun- kenen Ansprüche des amerikanischen Präsidenten auf Wett, geht das neue Europa schicksalhaft verbunden als Einheit hervor P

Roosevelts Halbjahresbilanz

Am kommenden Montag wird es ein halbes Roosevelt sich am Ziel seiner sehn- lichsten Wunsche sah, für deren Verwirklichung er so lange fanatisch gearbeitet hatte. Die ber­einigten Staaten traten selbst in den Krieg ein, dessen stille Teilhaber sie schon längst gewesen waren, ja an dessen Zustandekommen der Präsi- Dem und seine jüdischen Hintermänner und Hel­fershelfer durch eine skrupellose Hetze gegen die m^.o^.Uören Mächte und durch eine hinterhältige jSolitif ständiger Einmischung in europäische Dmge vor allen anderen Schuld tragen. Roose- oelts brennender Ehrgeiz war es gewesen, als der grofee Mann in die Geschichte einzugehen- der für lern Land eine neue Aera ungeahnter Prosperität heraufgeführt hatte. Aber feine wirtschaftspoli- uschen Experimente waren gescheitert. Sie hatten folglich dem jüdischen Gehirntrust unerhörte Machtsulle gebracht, aber die Staatsschulden ins Ungemessene anwachsen lassen, ohne die Ver- elendung der Farmer und des Jndustrieprole- tanats aufhalten oder auch sonst nur die geringsten Verbesserungen kultureller oder sozialer Art für das Volk der Vereinigten Staaten herbeiführen zu können. So hatte Roosevelt zu einem Betrugs- manoner größten Stils feine Zuflucht genommen, uw aller mnerpolitifchen Schwierigkeiten mit einem Schlaae ledig zu werden. Die durch den New Deal festgefahrene amerikanische Wirtschaft sollte durch eme ungeheure Auftüstung wieder in Gang ge­bracht werden. Um sie dem amerikanischen Steuer- zahler plausibel zu machen, brauchte Roosevelt einen Konflikt, an dem sich der große Brand ent- fachen ließ, der dem Präsidenten mit der ein- wlfchung der Vereinigten Staaten die Möglichkeit geben mußte, das amerikanische Volk vor der wach- ^den Kritik an den wirtschaftlichen und sozialen Mltzstanden und der immer lauter werdenden drage nach dem Schuldigen für das Ausbleiben Der verheißenen Prosperität auf außenpolitische ' Dmge abzulenken.

foöann an den britischen Angriff auf Madagaskar, her der Grund für die japanischen Vergeltungs­maßnahmen gegen Diego Suarez war. Der Versuch der britischen Marine, den Hafen von Diego Suarez in einen Stützpunkt für die Schiffahrt zwi- schen Bombay und Simon Town bis zum Kap der Guten Hoffnung zu machen, um die Zufahrts- wege zum Indischen Ozean offen zu halten, seien vollständig fehlgeschlagen. Die Angriffe hätten die Behauptung erhärtet, daß die Entfernung niemals eine Operation der japanifchen Marine behindern könne, wenn diese zum handeln entschlossen fei.

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.Si£ Queen-Elisabef^fflatfe, von der em Schiff bei Diego Suarez durch japanische Tor­pedos schwer beschädigt wurde, umfaßt die Groß- kawpffchiffeQueen Elizabeth",Warspite" und Valiant", zu ihr können auch die Großkampf- schiffeBarham" undMalaya" gerechnet wer- oen. DieBarham" wurde am 26. November 1941 durch ein deutsches U-Boot im östlichen Mit- telmeer versenkt, dieMalaya" kurz vorher schwer beschädigt, dieWarspite" in der Seeschlacht im Korallenmeer ebenfalls schwer beschädigt. Es bleibt also nur noch die Wahl zwischen derQueen Eliza­beth und derValiant". Diese Großkamvfschiffe waren die modernsten englischen Kriegsschiffe des ersten Weltkrieges, wurden seither recht glücklich modernisiert, erreichten die hohe Mindestgeschwindig­keit von 25 Seemeilen und waren mit acht 38,1-cw- Geschutzen. mit Mittelartillerie und starker Flakab­wehr bestückt.

Die Kreuzer der A r e t h u s a - Klasse sind leichte Kreuzer, die ihrer Bewaffnung und Schnelligkeit nach zur Aufklärung bestimmt sind. Sie haben eine

eÄDerbrangung von 5270 Tonnen und laufen : 32,2 Knoten. Ihre Besatzung beträgt 450 Mann. Ausgerüstet sind sie mit sechs 15,2-cm, und acht 10,2-cw-Geschützen.

England das Opfer seiner EuropapolM

Von Dr. Reinald Hoops, Professor an der Universität Innsbruck.

gasfars, ist von Sydney durch eine ßuftentfernung non etwa 8500 Kilometer getrennt, was fast der doppelten Breite des Nordatlantik entspricht! Und doch sind beide Angriffshandlungen nicht nur zeit- "G' sondern auch nach ihrem strategischen Ziel e?$ miteinander verbunden, ja können geradezu als Einheitsaktion angesprochen werden. Ihre Be- deutung^ liegt darin, daß sie die vielberufene eng- lische^eeherrschaft" in dem ganzen weiten Raum Zwischen Ostafrika und der Ostküste Australiens in ihrer ganzen Problematik enthüllen.

Aber beide Angriffshandlungen können auch in dem näheren Umkreis der Angriffspunkte eine örtliche xtebeutung haben. Die Engländer waren nach Ma­dagaskar gegangen und hatten den wehrlosen Fran­zosen den Kriegshafen Diego Suarez, der leidlich msbesondere mit einem Trockendock auch für 850^ Kreuzer, ausgerüstet ist, mit einem tückischen Handstreich weggenommen mit der Begründung, von hier aus den westlichen Indischen Ozean, also die Zufahrtswege nach Vorderindien und Ceylon, nach dem Persischen Golf und dem Roten Meer schützen zu müssen. Zwar hätte man annehmen sollen, daß für diesen Schutz der englische Besitz von Ceylon und Vorderindien und von den vielen eigenen Jn- fetn und Inselgruppen im westlichen ' Indischen Ozean hier sitzen die Engländer auf den Almi- ranten und Seychellen und auf St. Mauritius, auch auf Sokotra, den Lakkedioen und Malediven völ­lig ausgereicht hätte, um die so langen Transporte um die Südspitze Aftikas zu schützen, die den Nach­schub für die englischen Armeen in Libyen, Aegyp­ten, Vorderasien und Persien sicherstellen. Aber 1 nein! Madagaskar und im besonderen Diego Suarez waren nach englischer Darstellung für diesen Zweck S unerläßlich. Jetzt haben die japanischen U-Boote i etan, daß die Sicherheit der Transporte um 1 Afrika herum nach Ceylon und Indien, nach Aegyp­ten und Vorderasien ttotz der Anwesenheit schwerer englischer Seestreitkräfte in Diego Suarez nicht mehr garantiert ist. mychungen Churchills

Der Angriff auf den ostaustralischen Hafen I fallen lassen müßten, könne

<92. Jahrgang Ur. 150

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