Ausgabe 
5.3.1942
 
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Der Herzog von Aosta gestorben

Notgedrungen mußte England den austra- en Truppen die Heimfahrt gestatten, weil das

her.

den

Amadeus

von

ZarumZapan die SeeschlachtenvorZavagewann

Herzog sein Testament aufgesetzt und n Gruß an den König und Kaiser sowie

der

- gleich zur japanischen Flotte ein schlechtes Z > sammenwirken bei den Operationen im D<

Darin vertreten wären die Kongreßpartei, die Wie das USA -Marinemimst-rium b-kanntgeben muselmanilche Liga und die anderen Gruppen, mutz, ist der amerikanische Zerstörer .Zacob Sones Sowohl di? bisherigen Rechte des Staatssekre- im Atlantik torpediert worden und gesunken. Der tariats als auch diejenigen des Rates für Indien nach dem Weltkrieg vom Stapel gelaufene $er würden dieser ÄegiEng übertragen «erden. Das störer besah eure Wasse-verdrangung con 1090

Tonnen und eine Geschwindigkeit von 35 Knoten.

(Nachdruck verboten.)

31. Fortsetzung.

aus dem Walde, erzäl ein halbes Jahr in 1

nach und und

Tokio 3. März. (Europapreß.) Nach den Er­folgen der japanischen Marine vor Java veröffent­licht das Marineamt aus Schonanto einen Bericht, der im einzelnen das Stärkeverhältnis der beiden sich gegenüberstehenden Flottenverbände untersucht und die Gründe der japanischen Ueberlegenheit dar-

Der britische DampferMac Gregor" (4000 BRT) wurde in der Nähe der Küste von San Domingo torpediert und versenkt. Der amerika» Nische FrachterMarone" (8000 BRT.) ist unwett der amerikanischen Küste torpediert und versenkt worden. 39 Mann tonnten Norfolk erreichen.

"Und also?" , m L

Also? Also müssen entweder unsere Beziehungen wieder normal werden, was, weiß Gott'., das beste wäre, oder sie muß eben ihre Zelte anderswo aus­schlagen. Mein großmächtiger Schwager Sttakvmtz wird wohl soviel Einfluß besitzen, daß er dem pm- gen Mann irgendwo eine gute Stellung verschaffen kann?! Ist ohnehin viel zu schade für diese Dorf­praxis. Das muß Ulla einsehen das wird sie einsehen. Ich reise gleich morgen."

Also, reise, Jan. Hoffentlich erlebst du mcht die­selbe Abfuhr wie ich. Ich war auch so optimistisch. Es wird ohnehin für mich schwer sein, Ulla wieder zu begegnen nach all diesem. Aber sei überzeugt, mein Lieber, an mir und meinem besten Willen soll es nicht fehlen ..."

Er beugte sich über sie und küßte sie mit ge­schlossenen Augen in das duftende Haar. Sie hielt ihn fest, um ihm einige Rollenbilder zu zeigen. Er stellte sich, als ob ihm das lebhaft interessiere: aber in Wirklichkeit wünschte er alles weit, weit weg, was an ihre Theaterlausbahn erinnerte ...

Am Nachmittag war er mit Abbeq und Forst­meister Koch droben im Walde, um über Holzkäufe durch die Hütte zu verhandeln: auch das war gestern verabredet worden. Dabei erfuhr er, daß der Konzern unweit der Sophienau, am Wildbache, eine Billa für den künftigen Direktor bauen werde: sobald der Frost vorüber sei, beginne man mit dem Betonieren der Fundamente, dann sei die Montage eine Angelegenheit weniger Wochen, das schlüssel­fertige Blockhaus sei bereits bei einer großen aus­wärtigen Firma in Auftrag gegeben.

Und um Mitte April machen wir einen solennen

digen Wohnsitz hatte, rief die Nachricht von feinem Tode besonders lebhaftes Mitgefühl hervor. Zum Zeichen der Trauer haben die Theater Neapels wie auch Roms für Mittwoch sämtliche Vorstellungen

war also ein Ende abzusehen!

Am späten Nachmittag, als sie am Flügel saß, brachte Fabian auf silbernem Tablett eine Karte: Arnold Fontane.

Für mich?"

Der Herr hat zuerst nach Herrn Baron ge­fragt"

Sie ließ bitten und ging hinüber in den Winter­garten, in dem zwischen dem grünen Pflanzen- gewucher noch das letzte Licht der sinkenden Sonne war.

Fontane trat ein. Er trug braunkarierte, sehr weite Knickerbocker, dazu ein braunes Sportjackett und feste Sportschuhe mit messingnen Oesen. Der Anzug ließ ihn kleiner erscheinen als er war.

Küss' die Händ', gnädigste Baronin! Und tausend­mal Pardon, wenn ich in diesem Aufzuge ._.. Ich war eigentlich für einen Besuch bei einer schönen Frau nicht gewappnet, wollte mit dem Herrn Gemahl über das Jagdhaus sprechen wir hatten es neu­lich verabredet, an dem ganz scharmanten Abend"

Hatten Sie 's verabredet? D Gott^ dann muß

Rom, 4.März. (DNB.) Seine Kgl.Hoheit der Herzog von Aosta ist am Dienstag, 3. März, in Nairobi an einer kurzen, heftigen Krankheit g e - storben. General Ast, sein Kampfgefährte aus Jtalienisch-Ostafrika, war währeyd der letzten Stun- ständig bei ihm. Im Vorgefühl des Todes hat

Kronprinzen zogin-Mutter Anteilnahme

lassen.

Der Führer hat Seiner Majestät dem König von Italien, Kaiser von Aethiopien, zum Tode des Herzogs von Aosta telegraphisch sein herzlichstes Beileid zum Ausdruck gebracht. Der Duce richtete an die Herzogin-Mutter von Aosta ein Beileids­telegramm, in dem er erklärt, daß der Tod des Herzogs von Aosta im italienischen Volk und bei der Wehrmacht tiefe Trauer ckusgelöst hat. Der Herzog von Aosta werde den gegenwärtigen und künftigen Generationen als leuchtendes Vorbild

Der feurige Gfeu

Roman von Hans oon Hülsen

abgesagt.

Der König und Kaiser ist in Begleitung des ' Neapel abgereist, um der Her­der Herzogin von Aosta sein» seinen Trost auszusprechen.

einen

letzten Gruß an den König und Kaiser sowie Briefe an die beiden Prinzessinnen, seine Töchter, hinter-

Englands Indienpolilik unter Äoppelkontrolle

Von unserer Berliner Schriftleitung.

punta Galinas in Ecuador wird Flottenstützpunkt der tlSA.

Buenos Aires, 4. März. (Europapreß.) Aus Quito verlautet, der Staatspräsident von Ecuador, del Rio, habe bekanntgegeben, daß auf Grund einer Vereinbarung zwischen Ecuador und den Vereinig- ten Staaten den letzteren 2uf ecuadorianischem Ho­heitsgebiet die Einrichtung eines Flottenstützpunktes zugebilligt worden fei. Es handelt fuf> um Punta Salinas an der Mündung des Guayaquil. Diesem Stützpunkt kommt angeblich große strategische Be­deutung zu.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 4. März. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst d e Salengre-Drabbe, Kommandeur eines Infanterieregiments; Major Dr. Meiners, Ba­taillons-Kommandeur in einem Infanterieregiment; Hauptmann Klossek, Kompaniechef in einem Infanterieregiment, und Unteroffizier V e r n h o l d in einem motorisierten Infanterieregiment.

Kleine politische Nachrichten.

In Gibraltar liefen am Dienstag, vom Mittel­meer kommend, zwei englische Zer st o r e r ein, um Beschädigungen auszubessern. Beide Schifte setzten während der Nacht eine Anzahl Verwundeter an Land.

Mit anderen Rote-Kreuz-Schwestern erhielt auch die Tochter des Duce, Gräfin Edda Ciano, die Tapferkeitsmedoille für ihr Verhalten berm Untergang des von britischen Fliegern am 14. Marz 1941 in der Bucht von Valona versenkten italieni­schen LazarettschiffesPo".

legt.

Der Bericht geht von der Feststellung aus, daß der japanische Sieg in den beiden Seeschlachten vor Batavia und Surabaya nicht etwo auf eine zahlen­mäßige Ueberlegenheit der japanischen Flotte zu­rückzuführen sei. Die beiderseitige Stärke sei un­gefähr gleich gewesen. Die Faktoren, die den großen Erfolg der japanischen Marins entschieden haben, seien das enge Zusammenarbeiten der ja­panischen Marine mit der Luftwaffe, das überlegene Manövrieren der Torpedowaffe, die Sprengkraft der japanischen Torpedos (zwei Kreuzer der 'Alli­ierten sanken vor Batavia nach je einem Torpedo­treffer sofort), die Unterlegenheit der Ausbildung der alliierten Streitkräfte beim Manövrieren im Verband und schließlich die schwächere artilleristische Ausbildung der Amerikaner und Holländer gewesen.

Die Kanonade der feindlichen Seestreitkräfte sei sehr intensiv gewesen, jedoch habe die Flotte im Der-

Halifax war so freundlich, uns zu verraten, was es mit diesen 3,5 Millionen auf sich hat. 2 Millionen davon sind Mitglieder des Heimatschutzes, also nur in ihrer freien Zeit Soldat, der Rest muß 3000 Meilen englischer Küstenlinie und dazu die Posi­tionen im Lande selbst verteidigen. Man sieht, es bleibt auch von den Millionen der britischen Heimat­armee nicht allzuviel für die Verwendung auf den wirklichen Schauplätzen dieses Krieges übrig. Aber die Russen und die'Chinesen sind ja noch da! Was nützen jedoch Tschiangkaischeks Millionen von Chinesen, wenn nach der Eroberung Ranguns durch die Japaner keine Möglichkeit mehr besteht, ihnen moderne Waffen und Munitton zu liefern. Und die Russen? Auch ein Stalin kann nicht im- gestraft Hekatomben opfern. Otalins Winterschlacht, von der man noch vor Wochen in London die entschei­dende Wendung des Krieges erwartete, ist zwar em ohne Beispiel dastehendes Massaker für die Sow- jettruppen gewesen, aber ein erfolgloses. Wie die Dinge in der Sowjetunion wirklich stehen, das läßt die Rede Litwinow-Finkelsteins in Washington er­kennen; er erklärte, es dürfe in Zukunft nicht mehr aeduldet werden, daß während schwerer Kämpfe an der Ostfront an anderen Fronten Armeen, Flot­ten und Luftgeschwader untätig seien. Das bedeutet, daß Moskau entweder die von ihm feit langem ge­forderte zweite Front oder die Entsendung von Hilfskorps nach der Sowjetunion jetzt sehen will. Auch Moskau schreit also schon nach Kanonenfutter, nach Menschen. Das aber ist das Schlimmste für England, denn es bedeutet, daß auf der ganzen Welt keine Männer mehr zu finden sind, die für England kämpfen wollen. Britannien hat auch nicht mehrdie Männer dazu".

Oer italienische Bericht.

Rom, 4.März. (DNB.) Der italienische Wehr» Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut, Feindliche motorisierte Verbände, die in Süd« Libyen eindrangen, wurden von unseren Sau hara-Abteilungen unverzüglich angegriffen und gezwungen, sich unter Verlusten zuruckzuziehen. Die Luftwaffe, die trotz ungünstiger Witterungsver- hältnisse entschlossen in die Kämpfe eingriff, ver­folgte und zersprengte die feindlichen Verbände.

Deutsch-italienische Flugzeugverbände führten im Gebiet von Tobruk aufeinanderfolgende Zersto- rungsaktionen durch. Drei Curtis wurden im Kampfs abgeschossen. Eine vierte wurde von der Bodenab- wehr einer unserer Wüstenstellungen zum Absturz gebracht.

M a 11 g würde wiederholt angegriffen. Im Hafen von La Valetta erzielten deutsche Flugzeuge Treffer auf einem Kreuzer, auf dem sofort hohe Flammen aufstiegen.

Englische Flugzeuge bombardierten Bengasi. Es werden keine beträchtlichen Schäden gemeldet. Drei Eingeborene wurden verletzt.

Bei dem im gestrigen Wehrmachtbericht gemelde- ten Angriff auf Palermo ist die Zahl der Toten unter der Zivilbevölkerung auf sechs und die der Verletz­ten auf 98 meist Leichtverletzte geftiegen. .

Längs derKüstederVereinigtenStaa. ten operierende U-Boote versenkten insgesamt 27 224 BRT. feindlichen Schiffsraumes.

Kalkutta gerufen: den Tschungking-Generalifsimus Tschiangkaischek.

England ist auf seinemHerrenstandpunkt im eigenen Haus" so fange herumgeritten, bis es in seinem Hause überhaupt nichts mehr zu sagen hat. Dafür hat es fein eigenes Haus voll von gebetenen und ungebetenen Nothelfern. Glorreich ist diese Situation nicht, wohl aber grotesk. Die Vereinigten Staaten lassen in ihrem eigenen näheren Bereich in den Kleinstaaten Mittel- und Südamerikas die Präsidenten und die Ministerpräsidenten und die putschenden Revolutionsgenerale wie die Hampel­männer an der Strippe tanzen. In Indien aber machen sie sich als Bürgen derDemokratie" auf und geben England unverhüllt zu verstehen, daß die Zeiten des ausbeuterischen Kolonialkapitalismus vorbei sind.

Vor neuen Versprechungen an Indien.

Madrid, 4. März. (Europapreß.) In der eng­lischen Haupfttadt werde ein Dominion- st a t u s für Indien ausgearbeitet, meldet die Zei­tungPa" aus London. Es handle sich um die Einsetzung einer nationalindischen Regierung, der sämtliche Rechte eines Dominions übertragen wür­den. Die vorgesehene indische Regierung würde eine Konzentration aller indischen Parteien darstellen.

Sumner Welles, der UnterstaatssekretSr im VSA.-Außenamt, kündigte die Entsendung einer nordamerikanischen Abordnung nach Indieninnerhalb von 48 Stunden" an. Schon feit Wochen waren in Washington hartnäckige Ge­rüchte im Umlaufs daß die Bereinigten Staaten eine besondere Wirtschaftsabordnung nach Indien senden werden. Darüber hinaus ließ Welles jetzt durch­blicken, daßhohe Persönlichkeiten der Regierung" lies: Roosevelt mit der Ergreifung beschleu­nigter Maßnahmen rechnen, um der Verteidigung Indienszu Hilfe zu kommen" und dort Stütz­punkte für die Verpflegung von Armeen anzulegen, die in China und im pazifischen Gebiet kämpfen.

Die amerikanische Großspurigkeit die Yankees haben sich auch an die Schaffung einer solchen Der- pflegungs- und Ausrüstungsbasis im Roten Meer gemacht gehört in ein Sonderkapitel, ebenso, daß der RooseveltscheGehirntrust" seine Erbanspruche schon auf Vorderindien erstreckt, den wertvollsten Kolonialbesitz Alt-Englands. Uns interessiert aber noch etwas anderes: Für die nächsten Tage find Erklärungen Churchills über die Erweiterung der indischen Rechte angekündigt. In diesem für England psychologisch schwierigen Augenblick, in dem es das alte, wohlbegründete Mißtrauen Indiens überwinden will, bieten sich die Vereinigten Staa­ten als die Nothelfer Indiens an. England selbst hat vor einigen Tagen einen anderen Nothelser zur Vermittlung zwischen sich selbst und den Indern nach

Herrenabend mit allerlei besseren Sachen zur Ein­weihung, Baron!"

Also wollen Sie sich hinfort ganz der So­phienau widmen?" fragte Fehr, ein wenig, be­troffen.

Einstweilen wenigstens. Bis der Hase von selbst läuft. Die Sache reizt mich, wissen Sie. Mal .einen Betrieb praktisch sozusagen aus der Eizelle zu entwickeln, alles gaiiz rationell aufzubauen das habe ich mir schon immer gewünscht. Wird ein kleines halbes Jahr dauern, denk' ich mir. So bis September, Oktober. Wenn der Mohr seine Schul­digkeit getan hat, kann er gehn, und ein anderer bezieht die direktoriale Villa ..."

Auf dem Rückweg kamen sie am Jagdhaus vor­bei. Christian Fehr hatte ein schlechtes Gewissen gegen Fontana und war froh, daß er nicht sichtbar wurde, obwohl man fein Klaoierspiel hörte.

Am nächsten Vormittag reifte Fehr wirklich nach Dresden ab. Er machte ein mißlauniges Gesicht, einmal, weil er sich nach kurzer Zeit ungern von Marion trennte, zum andern, weil er ganz genau wußte, daß ihn nichts Angenehmes erwartete. Sei­nem Schwager Strakonitz hatte er nie besonders nahegestanden, sie waren nach Temperament und Lebensanschauung himmelweit verschieden. Ihm war auch auf gefallen und er hatte sich darüber geärgert, daß der Dresdner Glückwunsch zur Vermählung betont kühl und kurz gewesen war nur ein knappes Telegramm. Er konnte auf keine große Sympathie rechnen. Und auf Unterstützung gegenüber Ulla, als deren Protektor der Schwager sich aufspielte, schon gar nicht. Am ehesten wohl noch bei der Schwägerin Hermine aber die war mit ihren ewigen eingebildeten Leiden eine lächer­liche Figur im Hause und hatte keinen Einfluß.

Auch Marion ließ ihn ohne große Erwartungen fahren, daß er einen Erfolg nach Hause bringen könnte. Sie wußte, wenn sie sich ehrlich prüfte, nicht einmal recht, ob sie eine Aussöhnung mit Ulla überhaupt wünschen sollte: auf ihrer Wange brannte immer noch dtt Schlag. Doch mar sie klug

lischen Truppen die Heimfahrt gestatten, weil das vereinsamte Australien, das bereits im vorigen Kriege 60 000 Tote auf Englands Schlachtfeldern gelassen hatte und das auch in diesem Kriege wie­der am eifrigsten und großzügigsten in der Stellung von Hilfstruppen war, jetzt mit Bitterkeit seststellt, daß es im Augenblick der eigenen Gefahr sowohl von England wie von den USA. im Stich gelassen wurde. Die Nachricht von einer Rebellion austra­lischer Truppen in Syrien, die versucht hatten, sich den Weg zur Heimat mit Waffengewalt zu er­zwingen, zeigt, wie weit die Dinge hier bereits ge­diehen sind. Die gleiche Bewegung ist bet den in­dischen Truppen festzustellen. Auch sie verlangen jetzt, da Japan an die Tore Indiens pocht, in die Heimat entlassen zu werden, und England muß sich diesem Wunsche fügen, weil die Gefahr, Indien zu verlieren, auch ihm als schlimmste Katastrophe er­scheint. Ob sich freilich die englische Hoffnung er­füllt, daß diese heimgekehrten Truppen nun in In­dien für England kämpfen werden, das ist aller­dings noch sehr die Frage. Sehr groß wird die Begeisterung für England bei diesen Truppen nach ihren bisherigen Erfahrungen mit der britischen Truppenführung nicht sein. '

Diese australischen und indischen Truppen müssen England eines schönen Tages an seiner Front im Nahen Osten fehlen, denn die Südafrikanische Union ist keinesfalls in der Lage, diese Lücken zu schließen, wenn auch Herr Smuts bedenkenlos bereit ist, nun­mehr die Buren als Kanonenfutter an England zu "erkaufen. Sie sind indessen viel zu wenig dazu. Bleibt aber noch die englische Heimat- armee. 3,5 Millionen soll sie stark sein. Lord

aenug, sich Fehr gegenüber nicht das mindeste mer­ken zu lassen. .

Sie verbrachte den einsamen Vormittag damit, ein großes Inserat für die Breslauer Zeitungen aufzusetzen, durch das sie eine Nachfolgerin für Fräulein Riem suchte.

Gegen Mittag ritt sie aus Tauwetter war ein­getreten, die Wege waren matschig, auf den Zwei­gen der Tannen hiett sich der Schnee nicht mehr. Sie ritt planlos durch den Wald, kreuz und quer, sah von einer Lichtung aus ein Weilchen den Bau­arbeiten auf derSophienau" zu und kehrte um, als sie das Gefühl hatte, von Abbeg bemerkt zu sein ... Abbeg? Er hatte sich vorgestern abend tadellos benommen, sie schöpfte wieder Hoftnung, daß alles gut gehen würde, daß ihr Opfer (war es übrigens ein Opfer?) nicht umsonst gewesen märe. Fehr hatte ihr gestern, nach der Rückkehr ihlt, Abbeg rechne darauf, etwa Lappersdorf zu bleiben es

würden dieser RegMung übertragen meröen. Vas würde, so meintM, einer Unabhängigkeit gleich- kommen wie sie schon Australien, Südafrika und Kanada besäßen.

band gezeigt. Die japanische Flotte habe als orga­nische Einheit in so ungestörter Formation wie bet Manövem gekämpft.Es ist anzuerkennen, daß der Feind einen hartnäckigen Widerstand leistete, aber eine mangelnde Gefechtstaktik und Aus­bildung feiner Truppen haben es ihP unmöglich gemacht, sich aus der Schlinge herauszuziehen. Seine Verbände blieben auseinandergesprengt, und die japanische Flotte jagte nacheinander Schiff für Schiff wie Walfänger Walfische erledigen."

Die Bemannung der japanischen Flotte vor Be­ginn der Schlacht erfolgte unter Beachtung der traditionellen Formen aus der Samurai-Zeit. Wie die Ritter in der Vergangenheit wurden Offiziere und Matrosen, als der Befehlklar zum Gefecht" gegeben wurde, von Kopf bis Fuß mit frischer Wäsche ausgestattet. Gleichzeitig verlangt die japa- nische Kampfmoral, daß der japanische Soldat nicht nurrein und klar an Geist und Körper" in den Kampf eintritt, sondern auch mit der festen Ueber- zeugung und der Entschlossenheit, seinen letzten Gang zu gehen. Die frischen Kleider bedeuten gleich­sam das Totenhemd.

wo er den Kampf gegen einen zahlen- und mate» rialmäßiq überlegenen Gegner leitete. Seine über­legenen Führertugenden bewies er bei der helden­haften Verteidigung der italienischen Stellung bet Amba Aladschi. Er erhielt die höchste militärische Auszeichnung, die Goldene Tapferkeitsmedaille. Der letzte Widerstand der Italiener bei Gondar war die Einlösung eines stillschweigend gegebenen Verspre­chens, das die italienischen Streitkräfte in Ostafrika nach dem Fall von Amba Aladschi ihrem Vizekönig und Oberbefehlshaber gegeben hatten, der mit sei­nen Soldaten das Letzte teilte.

Der Herzog, der nun in englischer Gefangen­schaft in Nairobi einer tückischen Krankheit erlag, war ein Sohn des 1931 verstorbenen Prinzen Ema­nuel Philibert von Savoyen-Aosta und der Prin­zessin Helene von Frankreich aus dem Hause Dourv bon-Orleans und war seit 1927 mit der Prinzessin Anna ebenfalls aus dem Haufe Bourbon-Orleans verheiratet. Seine beiden Töchter sind die 1930 ge­borene Prinzessin Margherita und 'ie 1933 ge­borene Maria-Christina, sein Bruder, der Herzog ....................J______ von Spoleto wurde zum König von Kroatien ge- dienern In ^N e a p e i','wo der Herzog seinen stän-1 kürt.

Fehr es verschwitzt haben! Ich werde ihn morgen bei den Ohren nehmen, wenn er zurückkommt er Ist heute ganz überraschend nach Dresden ge­fahren ... Freut mich, daß Ihnen der Abend ge­fallen hat, Herr Fontana", sagte sie, indem sie ihn zum Sitzen einlud:Es waren ja vielleicht für unsere Begriffe etwas sonderbare Menschen ich meine, in unserer Welt trifft man solche Damen

JRein, ganz gewiß nicht!" lachte er:Und lassen Sie mich hinzusetzen: solche Herren auch nicht. Oder doch höchstens als Zaungäste, in den Garderoben der kleinen Choristinnen ... Aber, wenn ich den Abend scharmant nannte, so natürlich nicht um der Gäste willen ich bitte sehr

Galanterien, Herr Fontana?"

Durchaus nicht. Sie haben ausg'schaut, wie Sie gelungen haben, und haben gesungen, wie Sie aus­schauten. Ich war begeistert!'

Danke schön! Das hört man gern. Die Kompli­mente dieser Gutsbesitzer sind nicht so elegant, ob­wohl sie sich Mühe geben"

Und ich weiß auch wirklich nicht, Baronrn -- wenn Sie mir erlauben wollen, das zu sagen wie Sie sich auf die Dauer mit ihnen begnügen werden. Natürlich nicht mit den Komplimenten, sondern nut den Menschen hier überhaupt. Ich habe mir darüber viel den Kopf zerbrochen"

Ja? Und das Resultat? Ich bin neugierig.

Das Resultat war immer: das, was Sie ,unsre Wett' nannten, wird Ihnen ganz ungeheuer fehlen. Pardon, wenn ich das so offen ausspreche"

Aber, ich bitte Sie, lieber Freund! Sie sprechen nur aus, was ich selber denke, seit ich zum erstenmal den Fuß in dies Haus gesetzt. Das liegt ja auf der Hand. Es war ein großer Entschluß, natürlich. Aber es gab Gründe, die ihn mir erleichterten, nicht wahr? Und sogar, als ich ihn gefaßt hatte, hat es nicht an Versuchungen gefehlt, mich wieder urnzu° stimmen. Sprachen wir nicht vorgestern schon von Greiling?" . ,

Fortsetzung folgt)

Savoyen, Herzog von Aosta, wurde 1898 in Turin geboren. Im Weltkrieg mel­dete er sich sofort als Freiwilliger und machte den Krieg zuerst als einfacher Soldat mit, 1916 wurde er Artillerieleutnant, zeichnete sich bei verschiede­nen Kämpfen aus und erhielt die Bronzene und Silberne Tapferkeitsmedaille. Nach dem Weltkrieg Sing er in die Meharistentruppe und nahm an den Operationen zur Wiedereroberung des südlichen Libyen teil. Als Fliegeroffizier zeichnete er sich bet der Besetzung der Oase Kufra aus. Am 20. 11. 1937 wurde er Vizekönig von Aethiopien. Bei Beginn des gegenwärtigen Krieges übernahm er das Oberkommando der Streitkräfte in Aethiopien,