Ausgabe 
5.3.1942
 
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Verdunkelungszeit:

5. März von 20.07 bis 7.29 Uhr.

Für Deutschlands Freiheit."

Ein Wettbewerb auch für die Jugend unseres Gaues.

Houptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Langer für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen. Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche UniverMtsvruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.,

jedes deutsche Schulkind große Auswahl. Es hat Gelegenheit, etwas darzustellen, was ihm besonders liegt, was seiner Eigenart entspricht. Wie bei den vorausgegangenen Wettbewerben können wieher Aufsätze, plastische, werktechnische und zeichnerische Arbeiten angefertigt werden.

Die Aktion gliedert sich in die beiden Haupt­themen:Äugend hilft siegen" undJugend erlebt das Kriegsgeschehen". Die obengenannten Organi­sationen haben ihre Mithilfe und Unterstützung be­reitwilligst zugesagt. Hat die Aktion doch auch den Zweck, größeres Verständnis für die Arbeit der beteiligten Organisationen iys Volk zu tragen. Da die Jugend heute für den Schicksalskampf unseres Volkes aufgeschlossener denn je ist, wird sie selbst Themen finden. Die deutsche Erzieherschaft wird ihr dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch in den SchülerzeitschriftenHilf mit" undJugend­burg" werden laufend Anregungen gegeben werden. Die Arbeiten müssen bis zum 30. Juni 1942 ab­geschlossen sein. Sie sind denHilf-mit"-Vertrauens- leuten der Schulen zu übergeben. In Kreis- und Gauausstellungen werden sie unter Mitwirkung der beteiligten Organisationen bewertet. Auszeichnungen der besten Arbeiten sind ebenfalls wieder vorge­sehen. So hat die Jugend neben dem weltanschau­lichen Gewinn auch Aussicht auf einen kleinen Lohn ihrer Mühe und Arbeit.

Aus der Stadl Gießen.

Vorfrühlingsfreuden

Langsam nahen nun die Tage, da wir nicht mehr vergebens nach den ersten Zeichen der neuen Jah­reszeit Ausschau halten.-Mr wissen, die kommen­den schönen Dinge sind schon im Anmarsch und werden sich nicht mehr länger aufhalten lassen. Und je länger sie uns vorbehalten bleiben, um so stür­mischer und jäher werden sie nächstens schöne Wirk­lichkeit werden.

Bis dahin nehmen wir vorlieb mit den kleinen Anzeichen erwachenden Lebens. Nur einige sonnige Tage genügen ja schon, um uns die Blumen des Vorfrühlings zu schenken: auf den Wiesen die be­scheidenen Maßliebchen und auf Feldrainen und in den Furchen der Aecker die sanft erglühenden Blü­ten des Huflattichs, die der Heilkräutersammler als erstes Geschenk des neuen Jahres mit nach Hause nimmt. Und auch auf die Kätzchen an den Hasel- mlß- und Weidenbüschen brauchen wir jetzt nicht

*

** Wiederbeginn des Schulunter­richts. Im heutigen Anzeigenteil wird bekannt­gegeben, daß der Unterricht in den Volks- und Be­rufsschulen in Gießen sowie in der Oberschule für Mädchen am nächsten Montag wieder ausgenommen wird.

Landkreis Gießen.

* Staufenberg, 5.März. Das Fest der gol- denen Hochzeit können am morgigen Freitag, 6. März, die Eheleute Johannes G r ö l z und Frau Dorothea, geb. Karber, begehen. Die Jubilare sind beide noch sehr rüstig. Wir beglückwünschen das Jubelpaar herzlich.

Einer stempelte für den anderen.

LPD. Marburg, 4. März. Hwei in einem aus­wärtigen größeren Betrieb beschäftigte junge Leute hatten sich wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug vor dem Amtsgericht zu ver­antworten. Wie die Verhandlung zeigte, hatte der eine Angeklagte, als sein Arbeitskamerad montags nicht erschien, bei der Kontrolle für diesen mitge- stempelt. Einige Zeit später machte der andere den­selben Schwindel, der dadurch ans Tageslicht kam, daß dieser Mann länger ausblieb, well er krank geworden war. Die unbedachten Handlungen, bei denen damals nur fünf RM. unberechtigten Mehr­lohns herausgekommen waren, brachte dem einen Angeklagten eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen und dem zweiten eine solche von vier Wochen so­wie zehn RM. Geldstrafe wegen Anstiftung ein.

NSG. Die Gauwaltung des NS.-Lehrerbundes schreibt uns: Der große, erfolggekrönte Schülerwett­bewerbSeefahrt ist not" ist abgeschlossen. Er hat gezeigt, daß die nationalsozialistische Schule den Aufgaben der Zeit gerecht wird. Der Gegenwarts­unterricht, der die Stunde in der Schule beherrscht, wird den völkischen Gemeinschastsgedanken und eine heroische Lebensauffassung unserer Jugend immer weiter vertiefen. Diesem Zwecke dient auch die neue Hilf-mit"-AktionFür Deutschlands Freiheit", zu der der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gau­leiter Fritz Wächtler, die deutsche Schuljugend auf­gerufen hat. Als die vielen Beispiele deutschen Hel­denmutes und deutscher Einsatzbereitschaft gilt es von ihr festzuhalten.

Wenn sich die Jugend beim letzten Wettbewerb Seefahrt ist not" auf das Gebiet der Seefahrt zu beschränken hatte, so stehen ihr jetzt die Gebiete aller Organisationen zur Bearbeitung offen, die m dem gegenwärtigen gewaltigen Ringen für Deutsch­lands Freiheit kämpfen: Heer, Kriegsmarine, Luft­waffe, Waffen---, Organisation Todt, Technische Nothilfe, NS.-Frauenschaft, Deutsches Rotes Kreuz, NS. - Volkswohlfahrt, Reichsnährstand, Verwer­tungsstelle für Altmaterial, Deutsche Reichsbahn, Deutsche Reichspost, Reichsluftschutzbund, NSKK., Polizei und Sammelstelle für Heilpflanzen. Dabei wird die Mithilfe der Jugend in diesen Organisa­tionen stärkstens in Erscheinung treten. Es hat also

Theaterabend in Wieseck.

Am kommenden Samstag bringt die Rhein-Mai­nische Landesbühne in Verbindung mit der NSG. Kraft durch Freude" in- Wieseck das Kriminal­schauspielDer Fall Claasen" von Erich Ebermayer zur Ausführung.

Keine Steuer vom Erbe Gefallener.

Der Reichsfinanzminister hat sich damit einver­standen erklärt, daß die Finanzämter Erbschafts- steueransprüche in Erbfällen von Wehrmachtange­hörigen, die im gegenwärtigen Kriege gefallen.sind, nicht geltend machen. Bereits gezahlte Steuerbeträge sind zu erstatten. Den Wehrmachtanaehörigen wer­den die üblichen Personengruppen oes Kriegsein­satzes auch hierbei gleichgestellt, insbesondere die im Rahmen der Wehrmacht eingesetzten Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes. Die Vergünstigung kommt auch bei Personen in Betracht, deren Tod infolge eines Angrifts auf das Reichsgebiet oder eines be­sonderen Einsatzes der bewaffneten Macht einge­treten ist. Gefallen im Sinne des Erlasses ist auch, wer an den Folgen einer während des gegenwär­tigen Krieges erlittenen Wehrdienstbeschädigung oder einer dieser gleichzustellenden Beschädigung gestor­ben oder wer verschollen- ist.

Gebirgstruppe der Waffen-^f.

NSG. In den Gebirgstruppen der Waffen--- werden Freiwillige im Alter von 17-45 Jahren ausgenommen. Allen Skifahrern, Bergsteigern und Bergfreunden ist damit die Möglichkeit gegeben, ihren Wehrdienst bei diesem Truppenteil abz-ulei- sten. Sofort eingestellt werden Freiwillige auf Kviegsdauer oder mit D ienstzeitverpflichtung auf

mehr lange zu warten. Doch wollen und dürfen wir, so heftig uns gerade diesmal die Versuchung überfallen könnte, unsere Stuben mit einem Schim­mer des Frühlings zu schmücken, Waldränder und Bachufer ihres ersten Schmuckes nicht berauben.

Später als sonst beglücken uns diesmal die er­sten Vogeliieder. Endlich aber steigen wieder die tirilierenden Lerchen aus- den Saatfeldern empor zum Himmel, und mit feurigen Liedlein singen uns die Märzamseln, die in den Stadtgärten heimisch wurden, den Morgen und Abend an. Wen der Weg über Land fuhrt, mag vielleicht auch schon den Rebhahn balzen Höven, der sich jetzt von seiner Sippe getrennt hat und mit seiner Erkorenen eigene Wege geht. Wer Glück hat, entdeckt gelegentlich am Himmel das Bild eines nordwärts strebenden Kra­nichzuges, oder er wird Zeuge, wie ein Krähen- paar in einer Baumkrone Die ersten Reiser für sei­nen Horst zusammenträgt. Der Jäger aber hält auf seinen Gängen durchs Revier nach den ersten Jung- Hasen Ausschau, die jetzt gesetzt sein müssen, und sorgt sich, ob sie die Unbilden dieser Jahreszeft gut überstehen werden.

Hoffen wir jedenfalls das Beste. Und wenn auch Nus Sprichwörter nicht immer Verlaß sestj^ mag: haß, was lange währt, endlich gut wird,, wollen wir auch von dem bevorstehenden, ein wenig ver­späteten Frühling erhoffen.

Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.

Der Schirrmeister und Zugführer Heinz B o ° varius aus Gießen, Krofdorfer Straße 11, erhielt cn der Ostfront im Dezember 1941 das Eiserne Kreuz II. Klasse und im Januar' 1942 das Eiserne Kreuz l. Klasse.

Das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielten im Osten -er Hauptfeldwebel Herbert Sandmann aus Gießen, Tiefenweg 6, und der Gefreite Hans- Doachim Obermann, Gerichtsreferendar aus Gießen, Heegstrauchweg 16, der in einer Nachrichten­obteilung kämpft.___

41/» bzw. 12 Jahre. Außer bei den Gcbirgsivup* pen werden auch bei allen anderen Truppenteilen der Waffen--- (Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppe, Kavallerie, Panzerja» ger, Kradschützen und Sanitätstruppe) laufend Freiwillige eingestellt. Auskunft erteilt und Mel­dung nimmt entgegen: Ergänzungsstelle Rhein (XII) der Waffen---, Wiesbaden, Hindenburgallee 59, ferner sämtliche ---, Polizei- und Gendarmerie- dienftstellen.

Verspätet vorgelegte Urlaubskarten werden eingetöst.

Im Einvernehmen mit dem Reichs arbeits mim* fter hat der Reichspostminister die Postbehördsn angewiesen, für die Dauer des Krieges Urlaubs-- karten, die erst nach Ablauf der Verfallfrist porge- legt werden, ungeachtet der entgegenstehenden Vorschriften des § 12, Abs. 3 und § 13 der Tarif­ordnung über die Urlaubsmarkenregelung aus Bil- ligkeits gründen einzulöscn. Es handelt sich hierbei in erster Linie um Urlaubskarten Gefallener und Verstorbener, die wegen der besonderen Verhält­nisse des Krieges erst nach Ablauf der im § 12, Abs. 3 der Tarifordnung festgelegten Dreimonats­frist vorgelegt werden. Auch bei Urlaubs karten, die nach § 13 Der Tarifordnung verfallen sind, weil seit dem Entwerten der letzten Urlaubsmarke in der letzten Karte zwei Jahre verstrichen sind, ist der Grund für die verspätete Vorlage meist auf die be­sonderen Verhältnisse des Krieges zurückzuführen. Hier wird also zur Vermeidung von Härten in der genannten Weise Entgegenkommen bewiesen.

Von der Universität.

Dem apl. Professor Dr. med. W. Kyrieleis in Hamburg ist unter Ernennung zum außerordent­lichen Professor in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen der Lehrstuhl für Augenheil­kunde und die Leitung der Universitäts-Augenklimk als Nachfolger des nach Bonn berufenen Prof. Dr. Riehm übertragen worden.

Professor Dr., med. Kyrieleis studierte nach dem ersten Weltkriege, den er von 1916 bis Kriegs­ende bei der Feldartillerie mitmachte, an den Uni­versitäten Göttingen, Gießen und Freiburg i. B. Im Jahre 1929 habilitierte er sich in Würzburg. Von dort wurde er im Jahre 1932 als Oberarzt an die Universitäts-Augenklinik in Hamburg berufen, wo er im Jahre 1934 zum Professor ernannt wurde. Seit Beginn des jetzigen Krieges dient er wiederum in der Wehrmacht: zunächst war er Stabsarzt und ist jetzt Oberstabsarzt neben seinem Amt als Hoch­schullehrer und Direktor der Augenklinik.

Dornotizen.

ErstaufführungDas Himmelbett von Httgenhöh".

Dom Dramaturgischen Büro wird uns geschrieben: Am Freitag, 6. März, wird das heitere Spiel von Gerhard BrücknerDas Himmelbett von Hilgen- höh" nach dem gleichnamigen Roman von Max » Dreyer zum erstenmal aufgeführt. Die Spielleitung hat Gerd Fritz Ludwig, der auch in einer der . Hauptrollen die Figur des Arnd Krusemarck spielt, i In weiteren Hauptrollen: Renate Frechen, Hellä Henzky, Käte Jaenicke, Ines Rassl, Annemarie > Schwind, Hans Bergmann, Franz Payer, Heins - Roux, Carl Bruno Schmidt und Karl Volck. Büh­nenbilder: Karl Löffler. '__________

Buchhalterin ans Linz

sagt Frau Klara L

Fünf^einzigartige Varteile

des und bei der

Verheiratung einer I Sparerin, auf Antrag sofort ausgezahlt L

Spare eisern jetzt im Krieg, kaufen kannst Du nach dem Sieg!

,J)ie Josephin, mein Mädel» die soll später eine recht schöne Aussteuer haben, wenn sie heiratet. Dafür wird

jetzt eisern gespart Im Frieden gibts wieder das Richtige. Und des NachbarsFranz ist ohnedies im Feld/1

4, Wer eisern spart, zahlt weniger Steuern und Sozialbeiträge.

2. Die Höhe des Krankengeldes berechnet sich trotzdem nach dem vollen Lohnbetrag.

3. Der Sparbetrag wird zum Höchstsatz verzinst

4. Das Sparguthaben ist unpfändbar.

5. Das Sparguthaben wird in Notfällen, bei der

Geburt eines Kin- F"' _

Oberschule für Mädchen

Gießen

Der Unterricht beginnt für alle Klassen wieder am

Montag, dem 9. März, um 7.55 Uhr.

,n Der Direktor.

mit

760 A

Paola Barbara Fosco Giachetti Gino Cervi Vittorio de Sica Umborto Melnati Camillo Püotto Regie: Amleto Palermi

Der tragische Lebenslauf einer Frau, die durch die Leichtfertigkeit falscher Freunde an den Rand des Abgrundes geführt wird, aber nach vielen Irrungen schließlich doch den rechten Weg findet

JEicfttspielftaus

Heute Donnerstag: Erstaufführung

Neueste Wochenschau

Täglich 2.80,4.45,7.80, Sonntag 2.00,4.30,7.80

Jugendl. unter 18 Jahren haben keinen Zutritt

L------

Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit in so reichen! Maße erwiesenen Auf­merksamkeiten und Geschenke sagen wir auf diesemWege allen unseren herzlichsten Dank

Johannes EiffV. und Frau

Katharine, geb. Wagner

Leihgestern, im März 1942 ____________________0892/

Veranstaltungsring der HitlersJugend

Donnerstag, den 12. März 1942 5. Vorstellung: 769D

S)er (Reite r

Schauspiel von Zerkauten.

Beginn 18.30 Uhr.

Kartenausgabe ab Donnerstag, den 5. Märe.

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Bekanntmachung.

Der Unterricht in Volks- und Berufsschulen wird ab Montag, den 9. Mär) 1942, in vollem Umfange wieder ausgenommen. 770D

Gießen, den 4. März 1942.

Stadtschulamt Gießen.

I. V.: Walter, Schulrat.__________

Für die Aufrechterhaltung der städtischen Nahver« kehrsbetriebe Gießen ist die Einstellung von weiteren Schaffnerinnen notwendig. .

Bewerbung an: Stadtwerke Grehen, Hamm* straße SS, Zimmer Nr. 1.

'! Stadtwerke Gießen.