Ausgabe 
5.2.1942
 
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Donnerstag, 5. Februar 1942

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Türkei, als Regierungsmittelpunkt abgelehnte Stadt

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Marie Mohr.

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man auffallend viel die kernige Gestalt des Äna-

Lande ansieht, sondern mehr noch seine militärische

gleich das Blickfeld geöffnet für das politische Wol­len des Staatsschöpfers. Erfüllt von starkem Ver-

123mal in 4 Wochen die Sowjets abgeschlagen

sprächsstoff bloß nicht gerade den. den sie suchen. Die Gelegenheiten zu guten, mühelosen Geschäften

jlhaft im Rahen Orient.

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Schristlettung und Seschaftrstelle:

-iehen, Zchulftrahe 7-9

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) I st a n b u l, Ende Januar 1942.

USA-Botschafter verläßt Madrid.

Madrid, 4. Febr. (Europapreß.) Der nordame- rikanische Botschafter W e d d e l l ist dringend nach Washington gerufen worden. Er wird in Kürze Madrid in Richtung Lissabon verlassen und dort den nächsten Clipper nehmen.

echnet sie auch den rauher werdenden Winter. Tatsächlich wandelt sich das Bild der Stadt, und

|92. Jahrgang Nr. 30 erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen:

Nießener ^amilienblätter Heimat imBild DieScbolle

Bezugspreis:

Flugplätze zerstörten Kampfflugzeuge 33 bolschewi­stisch e Flugzeuge am Boden und beschädigten etwa 30 schwer. Jäger schossen in Luftkämpfen vier feind­liche Maschinen ab.

er, die fük un, Förderung der t unsere lZr-

neuer Geist. Und das wird klar, wenn' man die männliche Bevölkerung der Stadt beobachtet. 3mmer mehr schwindet der müde Türke, der 'sich

Berlin, 4. Februar. (DRB.) Im Norden der O st front haben die entschlossenen Abwehr- tämpfe oldenburgischer und holsteinischer Truppen zum vollen Erfolg geführt. Seit Wochen versuchte hier der Feind vergeblich, mit starken Truppen­massen vorzustoßen, um die in L e n i n g r a d einge­schlossenen bolschewistischen Teile zu entlasten. Bei dem 'immer wiederholten Anrennen haben fünf Divisionen und zwei Brigaden der Sowjets auf das schwerste gelitten: 7000 Bol­schewisten blieben tot vor den deutschen Linien lie­gen, 979 Gefangene wurden eingebracht, 2100 Ver­wundete, die der Feind nicht mehr mit zurückneh­men konnte, fielen in deutsche Hand. Außer diesen Verlusten erlitten die Bolschewisten große Einbußen an schwer ersetzbarem Material: 33 Panzerkamvf- wagen, 121 Geschütze, 28 Granatwerfer, 47 Maschi­nengewehre und eine große Anzahl anderer. In­fanteriewaffen wurden allein in einem Divisions­abschnitt im Laufe eines Monats erbeutet und ver­nichtet. Diese Erfolge sind umso höher einzuschätzen, als der Feind stärkste Kräfte mit dem Schwerge­wicht gen eine Ortschaft vorgeworfen hatte. Gegen den Geländeabschnitt zu beiden «peilen dieses Ortes schickte er innerhalb von vier Wochen sechs Schützen­divisionen, zwei Schützenbrigaden, eine Panzerdivi­sion und eine Panzerbrigade vor. 123mal stürm- ten diese T r u p p e n m a s s e n gegen die deutschen Linien an, 1 2 3 m a I h o l t e n sich die Bolschewisten blutige Köpfe. Denn mit entschlossener Zähigkeit und hartem Ab­wehrwillen schlugen die deutschen Infanteristen oft bei einer Kälte von 35 Grad in schweren Rah kämpfen alle feindlichen Angriffswellen zurück. Elf weitere Angriffe des Feindes wurden schon in der Bereitstellung durch das Feuer deutscher Ge­schütze zerschlagen und im Keime erstickt. Dem Feind wurde damit jede Möglichkeit genommen, das e i n- ge schlosse ne Leningrad zu entlasten. Die Artillerie des deutschen Heeres setzte dagegen die Beschießung kriegswichtiger Ziele der belagerten Stadt fort.

In hartem Abwehrkampf behaupteten deutsche Truppen am 2. 2. im R o r d t e i l der O st f r o n t Stellungen und einen Bahnhof, die die Bolsche­wisten durch mehrfach wiederholte Angriffe in ihren Besitz zu bringen versuchten. Bis in die Abendstunden hinein ließen die Bolschewisten im­mer neue Einheiten gegen die deutschen Stellungen anstürmen, ohne indessen einen entsprechenden Er­folg erreichen zu können. An keiner Stelle gelang dem Feind ein Einbruch in die deutschen Stell'mgen. Auch der Bahnhof blieb fest in deutscher Hand.

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Stockholm, 4. Februar. (Europapreß.) wiederholte Hinweis des Ministerpräsidenten Eire, de V a l e r a , auf den Neutralitätswillen die Entschlossenheit des irischen Vol. kes, sich gegen eine Invasion durch die ame- rikanischen Truppen zu verteidigen, hat in den Vereinigten Staaten größtes Aufsehen erregt.New York Herold Tribüne" bezeichnet diese Haltung des irischen Ministerpräsidenten als eine Unverschämt­heit welche der irischen Sache nur schaden könne. Die' Aufgeregtheit des Blattes ist verdächtig. Sie enthüllt nur zu deutlich, welch finstere Absichten Roosevelt gegenüber Eire hegt.

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8^* Uhr desBormittags

Anzeraen-Preise:

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel! AbschlüffeMengenstaffel» Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr

Lebhafte Kampftätigkeit an -er Ostfront

Indische Nachhuten in Nordafrika geschlagen.

Oer Wehrmachtbencht.

DRV. Aus dem Führerhauplguarller, 4. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront lebhafte kampftätigkeit.

Kampfflugzeuge bombardierten in der vergange­nen Nacht Hafenanlagen in Südwestengland.

3n Nordafrika wurden indische Kräfte, die zur Deckung des britischen Rückzuges eingesetzt waren, geschlagen und zurückgeworfen. Deutsche Kampffliegerkräfte belegten Kraftfahrzeugkolonnen im Raum um Tobruk sowie Materiallager des Feindes bei M a r f a M a t r u k mit Bomben.

Die Luftangriffe auf Flugzeugstühpunkte, Flak­stellungen und andere militärische Anlagen auf den Inseln Malta und Gozzo wurden fortgesetzt.

Oer italienische Bericht.

Rom, 4. Febr. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

Verbände, die den englischen Rückzug in der Ost-Cyrenaika decken sollten, wurden gründlich geschlagen. Der Vormarsch der Truppen der Achsenmächte, der von der Luftwaffe kräftig unterstützt wird, geht gegen das Gebiet von Derna weiter.

Abteilungen der deutschen Luftwaffe bombardier­ten militärische Anlagen und Lager von Malta. Es wurden Brände und Explosionen in den zu wiederholten Malen getroffenen Zielen beobachtet.

Beförderungen in der Wehrmacht.

Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer hat be­fördert: mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Generalmajoren die Obersten Edelmann, Butze, Oppenländer, Dettling, Kleemann, 'Winter (Paul); mit Wirkung vom 1. Februar 1942: zu Generalen der Infanterie die Generalleutnante Brennecke, Hol- lidt; zum General der Panzertruppe den General­leutnant Kirchner; zu Generalmajoren die Obersten Baier, Licht, Weidling, von Zangen, Jipl.-Jna. En- storf, Szelinski, Freiherr von Uckermann (Horst), Dr. Beyer, Förtsch, Müller (Vincenz), Wessel, Hasse, von Grävennitz.

UGA.-Tanker im Westatlantik versenkt.

Berlin, 4. Febr. (DNB.) Durch ein deutsches . U-Boot wurde im westlichen Atlantik der nordamerikanische TankerN e ch e s" torvediert und versenkt. Das nordamerikanische Marine­ministerium mußte die Versenkung zugeben; von der Besatzung sind 56 Mann ertrunken, während 126 Mann gerettet werden konnten.

Dieser'Erfolg deutscher Unterwasserstreitkräfte im äußer st en Westatlantik unterstreicht die un­eingeschränkte Einsatzfähigkeit der deutschen U-Boot- Waffe, die sowhl im Weißen Meer, in der Ba- rents-See, im Mittelmeer als auch im gesamten Gebiet des Atlantischen Ozeans eingesetzt ist.

Irland und LtGA.

Der Anatolier hört überall interessiert zu, spricht selbst aber wenig. Seine Achtung vor diesen Gästen hl eben gering. Gewiß ist auch ihm die Gefahren- lage seines Vaterlandes vollkommen klar. Er weiß, daß die Sowjets durch den Wall deutscher Soldaten auf 1000 Kilometer Frontbreite gehindert sind, nach Europa einzumarschieren. Ihm ist auch bekannt, daß es seit anderthalb Jahrhunderten russische Ueber- lisferunq ist, den Bosporu-s, den Ausgang aus dem Schwarzen Meer in das Mittelmeer, in Mos­kaus Gewalt zu bringen. Jetzt lockt die Rot, Wenn nicht die Verzweiflung, angesichts der deut­schen Mauer einen Durchbruchsversuch nach Süd- Desten zu unternehmen. Dieser mögliche Derzweif-

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ich allgemeinen eginnt, härtere Lebensformen anzunehmen. Hierzu .. i ftn hnrt rnnho»- morhonhort

>r Obnbürger- 3mmer mehr schwindet der müde Turke, öerjid) ira Dr Ernst in sein Kismet ergeben hat. Er hatte sich als Er- Stabe einer seugnis der Großstadt herausgebjldet. Dafür sieht b »Men. Dr. man auffallend viel die kernige Gestalt des Ana- M 17 Jahren loliers, dem man nicht nur seine Herkunft vom . i Äolische Lande ansieht, sondern mehr noch seine militärische .<h ^m aktiven Schulung. Sie hat ihn wortkarg gemacht, aber zu- übtt den > gleich das Blickfeld geöffnet für das politische Wol­let Nach dein len des Staatsschöpfers. Erfüllt von starkem Ver­dickte und trauen zu diesem geht er gradlinig seinen Weg.

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Heiter bei bjj bürg, und M m Stadt M Krieg machte.er

3nnen= wie außenpolitisch! In dem ersten Fall veiß er, daß Atatürk nur der Anfang war. ikr fühlt sich als sein Sendling unb setzt feine ganze Kraft darein, diese Stadt am Goldenen Hom, den besten Naturhafen der Welt, von all dem Schmutz und Unrat zu reinigen, der sich hier seit Jahr­hunderten aufgehäuft hat. Mit Schmerz erfüllt es ihn, wenn es den Blicken seines Gastes nicht ent­geht, daß noch immer hin unb wieder sich jene herrenlosen Hunde herumtreiben, die man früher

1929 und bann mit England zehn Jahre später. Im vorigen Jahre verständigte sich bie Türkei mit bem Deutschen Reich burch einen Freundschaftsvertrag, dem sich auch Italien anschloß. Somit scheint der Friede nach beiden Seiten gesichert zu fein.

Die Nachfolger Kemals haben mit Geschick und Weitblick das Erbe des Staatsgründers zu wahren gewußt und außerdem das Ansehen der Türkei ständig gemehrt. In diesem Geiste werden sie auch die Politik ihres Landes führen, wenn bie Gefahren sich verwirklichen sollten, die drohend am Horizont stehen. Verantwortungsbewußtsein unb nüchterne Abwägung der Tatsachen waren immer die Merk­male türkischer Staatsmänner seit Kemal. Deshalb vertraut ihnen auch das türkische Volk uneinge­schränkt. Es weiß sich unberührt von den Stimmun­gen gewisser Kreise in Istanbul, sein geistiger und politischer Nährboden ist die Bauern- und Sol­datenlandschaft in Anatolien, die hart ist in Gegen­sätzen, aber klar im Blick: vorwärtsschauend und doch traditionsgebunden, noch auf der Kleinland­schaft Ankaras ruhend, aber glaubend an eine Zu­kunft, deren Symbol der Name Istanbul ist, aller­dings ein durch Ankara verjüngtes Istanbul, das nicht mehr sich Winterstimmungen unterworfen fühlt.

Istanbul im driften Kriegswinter

Von unserem cy.-Berichterstatter.

4 Jahren hier weilte, als gleichfalls ein strenger Sinter herrschte. Natürlich bleibt die Silhouette van Istanbul sich stets gleich. Sie stellt nun einmal tin verkörpertes Märchen dar, über dem seit Jahr- »aedMeki die Änderten der gleiche Zauber liegt. Und wenn noch lavieren Wehr, Neuschnee die Gebäude überzuckert und der Mond- - chein an ihnen sein Wesen treibt, dann ist man als Wanderer am Ziel seiner Wünsche. Allein, für mmantische Wanderungen ist schon seit Jahren in .. ^nnninj Istanbul fein Raum mehr. Die Hand des starken M lento! Pascha hat auch hier zugegriffen und über- 1 / lebte Formen beseitigt. Mag deshalb das rem üeußerliche des Stadtbildes, dem Anschein nach sich wenig verändern, so wächst doch immer deutlicher aus( dem anders gearteten Volkstum ein ganz

»Das meiste davon hat Rommel erobert."

Genf, 5. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einer betrübten Betrachtung der Vorgänge in Nordafrika sagtDaily Mail" u. a.:Es ist kein Geheimnis mehr, daß wir Riesenmengen von Benzin, M u n i t i o n und anderen K r i e g s v o r r ä t e n für unsere nächste Offensive in die vorderste Linie gebracht hatten. Das meiste davon hat Rom­mel erobert. Zweifellos haben mir wohl eine Masse davon rechtzeitig vernichten können. Die Schnelligkeit des Gegenangriffs macht es jedoch tat­sächlich gewiß, daß heute eine große Zahl der deut­schen Fahrzeuge mit englischem Benzin fährt, unb daß ein Teil der Truppen der Achsenmächte sich von englischen Rationen ernährt."

2Ritterfrcu$ für den Kommandeur einer slowakischen Division.

Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an General Augustin M a - l a r, Kommandeur einer slowakischen Division.

Seit dem Polenfeldzug steht die Wehrmacht des jungen slowakischen Staates in treuer Waffen- kaweradschaft Seite an Seite mit den deutschen und verbündeten Truppen. An den großen Erfolgen der slowakischen Truppen hat General Malar durch zielsichere Führung seiner Division hervorragenden Anteil. Auch durch seinen persönlich tapferen Einsatz war General Malar seinen Soldaten stets ein leuchtendes Vorbild.

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über bas H tor allem hat es sich schon stark verändert. Diesen rabe in bieler Eindruck gewinnt man, wenn man zufällig vor ' 4 Pl.U.AH mnitln nX e n X rtf rt ff a «in VtroYIrtOY

Monatlich . RM.1.80

LLustellgebühr. -.25

... Kuib bei Nichterscheinen e von einzelnen Nummern

n-r infolge höherer Gewalt

Oie Leidenschast zur Leistung.

Von Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs.

Die jüdische Lüge, daß der Wert der Arbeit nur danach zu bemessen sei, wieviel sie an Lohn ober Profit dem einzelnen im Augenblick ab werfe, hat in Deutschland niemals wirklich überzeugte An­hänger gejunben. Im deutschen Menschen lebt ganz unabhängig vom privaten Nutzen ein Bedürfnis nach Arbeit und Leistung, und die wichtigste Vor­aussetzung unserer Zufriedenheit war stets das Be­wußtsein,' tätig und nützlich zu sein.

So war es auch zu der Zeit, in der noch jeher glaubte, daß Gold der Wert sei, der. Reichtum und Stärke eines Volkes repräsentiere. Zwar lauschte das Volk mit offenem Munde den merkwürdigen Thesen wissenschaftlich verbrämter Wirtschaftsbema, gogen, aber seinen gesunden Instinkt ließ es sich nicht 'nehmen, und es sah sein Ideal unentwegt in dem kraftstrotzenden Arbeitsmenschen und nicht im goldhortenden Zinswucherer. Das änderte freilich nichts an der Tatsache, daß es im Zeichen der alten Wirtschaftsform bis unmittelbar an den Rand des Abgrundes geführt wurde. Erst der Nationalsozialis. mus stürzte'mit starker Hand den Götzen des gol­denen Kalbes, in dessen Zeichen dem schaffenden deutschen Volk eine Inflation unb eine furchtbare Wirtschaftskatastrophe, einer raffenben Schieberge- sellschaft aber wahrhaft goldene Berge beschert wurden.

Die Jahre des friedlichen Aufbaues wurden zu einer einzigen überzeugenden Beweiskette für un­sere Parole nämlich, daß die Summe der Lei­tungen aller Volksgenossen, nach dem Interesse des Ganzen gelenkt, allein den wahren Reichtum der Nation begründet, der schließlich auf den einzelnen wieder zurückstrahlt.

Eine ungeahnte Entwicklung des Lebensstandards, der Kraft und damit auch der Freude haben jene Jahre dem deutschen Volk gebracht, und es gab keinen, der nicht mit Anteil gehabt hätte an dem Nutzen, der für die gesamte Nation so deutlich in Erscheinung trat. ,r.

Der Krieg, mit dem Plutokraten unb Bolsche­wisten diese ihren Parolen so sehr widersprechende Entwicklung abwürgen wollten, hat mancher äuße­ren Wirkung, die mit der Leistungsgemeinschaft un­serer Nation dis dahin verbunden war, ein vor­übergehendes Ende gesetzt. Es fahren keine KdF.- Schiffe mehr über die Ozeane, es können keine neuen Siedlungen in Bau gegeben werden, unb unsere Volkswagen erleben in den Wüsten Afrikas und in den Schneestürmen des Ostens ein Probe, wie sie. noch kein anderes Auto vor der Serien­lieferung an den privaten Kunden bestanden hat. Aber dennoch, so behaupte ich, hat unsere These, die die Arbeit in den Mittelpunkt aller nationalen be­griffe stellt, niemals eine größere Bewährung er­fahren, als jetzt im Kriege! Nur, daß heute nicht mehr die Urlaubsreifen, nicht die Wohnung, nicht Genuß im Esten und Trinken, nicht Komfort im täglichen Leben das dem schaffenden Volksgenossen 1 sichtbare Ergebnis seiner Leistung sind, sondern der Sieg in unserem Lebenskampf das i Ziel ist, auf das sich unsere Leistung konzentriert

lungsakt der Bolschewisten bringt die den Türken beinahe heilige Friedenspolitik Kemals in Gefahr. Dieser war sich durchaus bewußt, welches Danaergeschenk er in dem Besitz der beiden Meer­engen besaß, die das Schwarze Meer mit dem Mit­telmeer verbinden. Das ganze 19. Jahrhundert zeig­ten sich die Türken beunruhigt durch die verschieden­artige Einstellung, welche die europäischen Mächte zur Oeffnung oder Schließung der Meerengen ein­nahmen. Kemal sicherte sich einmal, indem er sich 1936 durch die Meerengenkonferenz von Montreux das Recht zur Anlage von Befestigungen auf beiden Ufern bewilligen ließ. Die Jahre darauf brachten die Ausführung, zugleich aber auch die Sicherung durch Verträge sowohl mit Rußland, als auch mit Eng­land. Ursprünglich beruhten diese auf den Gegen­sätzlichkeiten zwischen den beiden Mächten. Später jedoch näherte sich England dem Standpunkt der Sowjets, der auf Offenhaltung der Wasserstraßen abzielte, und dabei ist es dann geblieben. Diese Meer­engenverträge wurden noch durch Freundschaftsver­träge unterbaut, zuerst mit Sowjetrußland im Jahre

Eigentlich pflegt der Winter an den Gestaden des ittelmeers nur Gastrollen zu geben. Er taucht lötzlich auf, wirft ein paar Hände voll Schnee icrfjin und dorthin, dann aber ist der Schmerz tolr Mer ihn für das Jahr ausgestanden. Don diesem brauch scheint er jedoch mehr und mehr ab kommen u wollen. Jedenfalls wiederholt es sich in diesem fatyre zum drittenmal, daß auch Istanbul Schnee- Me und Frost in ausgiebigem Maße zu spüren / - bekommt und damit nicht mehr hinter namhaften

An der Front vor Leningrad wurde am 2.2. lebhafte bolschewistische Spähtrupptätigkeit fest- gestellt. Auf bolschewistischer Seite wurden kurz darauf Truppenansammlunaen festgestellt, die von der oeutschen Artillerie sofort unter wirksames Feuer genommen und zerschlagen wurden, so daß der Feind nicht zur Ausführung seiner Angriffs­absichten kam.

Um den Besitz einer kleineren Ortschaft im mitt­leren Teil d e r Ostfront kam es am 2. Fe­bruar zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf die deutschen Truppen diese Ortschaft gegen mehrere bolschewistische Angriffe behaupteten. In dön Mor­genstunden des 2. Februar griffen bolschewistische Kräfte in Stärke von fünf Kompanien diesen Ort an. Es gelang ihnen dabei, die deutschen Gefechts­vorposten zu durchstoßen und in die deutsche Haupt­kampflinie einzudringen. Die deutschen Infante­risten unternahmen jedoch sofort einen Gegenangriff gegen die an dieser Stelle zahlenmäßig weit stär­keren Bolschewisten und zwangen durch ihren küh­nen und von zwei Seiten geführten Angriff den Feind zum Rückzug. In den Mittagsstunden des 2. Februar waren die Ortschaft und alle Punkte der deutschen Hauptkampflinie wieder in der Hand der deutschen Infanteristen. Am Nachmittag unter­nahmen zwei bolschewistische Kompanien an der gleichen Stelle einen erneuten Angriff, der jedoch schon vor den deutschen Linien unter der Wirkung des deutschen Arttlleriefeuers zusammenbrach.

Nachdem zusammengefaßtes deutsches Feuer am 2.2. sowjetische Angriffe an mehreren Stellen im Raum nordostwärts von Taganrog vor unseren Linien zum Erliegen gebracht hatte, brachen unsere Infanteristen aus ihren Stellungen heraus und stürmten ttotz heftigen Schneesturms auf die im Angriff zusammengebrochenen bolschewistischen Ein­heiten ein. In hartem Kampf wurde der Feind ge­worfen und in entschlossenen Nachstößen wurde das ganze Vorfeld vom Gegner gesäubert.

Trotz stellenweise sehr schlechten Wetters unter­stützten starke Verbände der deutschen Luftwaffe auch am 3. 2. die Kämpfe des Heeres an der gesamten Ostfront. Besonders im Donez ° Abschnitt und im Zuge der Kämpfe im Oft teil her Krim bombardierten deutsche Kampfflug­zeuge bolschewistische Stellungen und Kolonnen und fügten dem Feind schwerste Verluste zu. Mehrere Eisenbahnzüge des Feindes mürben von Bomben ge­troffen. In der Mitte der Ostfront blieben 3*0 Fahrzeuge im deutschen Bombenhagel liegen Sechs Flakgeschütze wurden außer Gefecht gesetzt und zwei Tankwagen m Brand geworfen. Bei Angriffen auf

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! ,F «n un. kroßstädten auf der Apenninen- und Pyrenäen- .Muna ftan, ^binsel zurückzustehen braucht. Wenn es wahr ff,c ein- um rare, was ein geistreicher Besucher der uralten W u9 unb btr etabt am Bosporus jüngst einmal sagte, dann

daß erft onnte man darin einen heroischen Zug sehen. Er Mein feines meinte nämlich, Istanbul werde immer türkischer: W Gemein, nicht nur hinsichtlich der Bevölkerung, sondern auch 1Quern und n bezug auf das Klima. Früher feien von den *99Pun?f feiner ,2 Millionen Einwohnern noch nicht ein Drittel _en Wen bie lürfen gewesen, heute aber von den nur noch 10 000 bereits 440 000. Die farblose Jnternationali- m das ererbte jät gehe sichtlich zurück. Folglich und die Ver- WaU' j iüroortung dafür müssen wir ihm als altem Kenner es Landes überlassen müsse sich auch das Klima fcmar« bet er Heimat des türkischen Volkstums, dem Innern Bogelsbergbörf, der kleinasiatischen Halbinsel, anpassen und im ches Dasein an Binter entsprechend unfreundlich werden. Der eroische Zug besteht darin, daß die wegen ihrer Leichtlebigkeit oft gescholtene und deswegen von

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ernsvrechansckluk 2251 Druck und Verlag:

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icktennismeist^kuls dieGesundheftspolizei" von Konstantinopel be- -^lieaerhorsttilzeichnete; sie scheinen also so ganz überflüssig noch 1 9 nicht zu sein. Das schmerzt ihn mehr, als daß er «s waren span' ,Freude darüber empfindet, wie der Zivilisations- >1.. schlug iiU iortschritt sich sonst in zahlreichen Dingen zeigt, »n nicht nur in der europäischen Kleidung der Män- hnhurA hoch, ner, sondern mehr noch in derjenigen der Frauen, 9 .mb 4.W|wh vor allem in deren freiem, selbstbewußtem \ htn MegDtkiftreten.

u L Etwas ungern führt unser Anatolier seinen Gast c mären 16 über die weltberühmte Galata-Brücke nach Pera, Ppel ;n über« bem Stadtteil, der noch immer der bevorzugte Mk r mH Wohnsitz der Nichttürken ist und infolgedessen von < ? bie im ihnen dem Eindruck nach beherrscht wird. Das ^iinkt vielleicht sein Nationalgefühl. Als sich ihnen ) enö' iedoch eines der großen Hotels öffnet, da merkt man owL .Gr 2. vvch, es ist etwas . anderes. Es ist die politische Atmosphäre, die sich hier breit macht. Die Besucher zefteukk ,ber vornehmen Gaststätten sind seit geraumer Zeit . gbel* nicht mehr ganz zmrieden. Sie klagen über das ilt. ftänbige Steigen aller Preise, den unfreundlichen

;onno6?nO'^et#iE hinter, die Nähe des Kriegsschauplatzes am MinaN"' M Lchwarzen Meer und die daraus erwachsenden Ge- fahren, kurzum, sie haben überreichlichen Ge-

.fsisN- Gelegenheiten zu guten, mühelosen Geschäften

fwd wenig zahlreich, die überall stärker^ werd enden In01' wirtschaftlichen Bindungen stören auf Schritt und AiM Tritt. In den Hotelhallen summen diese Weisen in wen er* allen Sprachen, am meisten jedoch in der französi- Endest foen; eine Erinnerung an ihre einstige Vorherr-