Ausgabe 
5.1.1942
 
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Donnersta

ganzen Tages bieten ein

kann, scheint uns dies zu sein, daß sie sich neben jener (einigen Besuchern vielleicht noch erinner« lichen) sehen und hören lassen kann, welche Curt Goetz und Valerie von Martens mit den Ihren vor Jahren bei uns gespielt haben; Goetzens Gastspiele, die natürlich aus naheliegenden Gründen nicht zu übertreffen sind, werden stets der gültige Maßstab und Prüfstein für Vorstellungen feiner Stücke blei­ben. Ein Vorzug des Kriminal- und Liebesspieles Hokuspokus", der noch nicht erwähnt wurde, ist dies, daß es fast lauter Doppelrollen hat, und zwar dankbare, denn Goetz ist nicht umsonst selber auch Schauspieler. Herr Ludwig war das rüh­rende arme Luder von sächsischem Dramaturgen, außerdem ein ungemein liebenswürdiger und ele­ganter Taschenspieler Peer Bille, zugleich ein Lieb­haber von sympathischer Besessenheit; Goetzens Auge hätte, wie wir vermuten, nicht ohne Wohlge­fallen auf ihm geruht. Renate F r e i h e n war eine überaus realistische Kassiererin und a» die ange­klagte Dame Agda von scharmanter Ueberlegenheit und einem zarten, im Tonfall sich andeutenden fremdländischen Reiz; die kleine Liebesszene im dritten Akt war entzückend. Herr Funke spielte den Kritiker Knorr und hielt als Verteidiger eine An­sprache von flammender Beredsamkeit an das Par- kett, als ob es lauter Geschworenenbänke wären. Die Temperamentsausbrüche des vleitebedrohten Thea­terdirektors wie des hitzigen Staatsanwalts startete Herr Zeppenfeld, daß es eine Lust war. Herr Fischer, ein freundlicher Präsident und mißver- gnügter Schauspieler, Herr Kratz, Ines Raßl und Herr Seitz rundeten die kleine Lustspielge­meinschaft ab. Hübsche Szenenbilder von Herrn ß ö f f l e r. Der Beifall, mehrfach bei offener Szene, bekräftigte den hübschen, glatten Erfolg.

Hans Thyriot.

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Juloren Gegen XtxW lann- n Unten

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marken. Neben dem Feldküchengericht darf an den Montagen und Donnerstagen als Hauptgericht nur das markenfreie Stammgericht anqeboten und verabfolgt werden. Der Preis des Gerichts wird äußerst berechnet sein. Das Feldküchengericht tragt auch der Arbeitslage in den Gaststätten Rechnung und entlastet Küchenbetrieb und Bedienung.

Dritte Dücherspende für die Wehrmacht im Kreise Wetterau.

Erzielte schon die zweite Bücherspende für die Wehrmacht im Frühjahr 1941 im Kreise Wetterau mit 25 kompletten Truppenbüchereien, d. h- etwa 2500 Bänden, ein im Gaugebiet uberdurchschnltt- liches Ergebnis, so erwies die dritte Büchersamm­lung eine solche Opferfreudigkeit, daß nach der Aus­sortierung beschädigter und unbrauchbarer Bande mit 50 bis 60 fertigen Truppenbüchereien gerechnet werden kann. Das heißt also, daß das Gesamtergeb­nis gegenüber der letzten Sammlung sich mehr als verdoppelt hat. Alle noch in den Ortsgruppen

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Aus der Stadt Gießen

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lagernden Bestände bitten wir nunmehr umgehend , der Kreisleitung, Gießen, Lonystraße, zuzuleiten. Letzter Termin ist der 15. Januar 19 4 2. Allen Spendern dankt der Kreisleiter im Namen der vielen Soldaten, denen in ihren Ruhestellungen jedes Buch ein lebendiger und willkommener Gruß

Heimat ist.

Karl Christ, Kreisschristtumsbeauftragter.

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Theater der Universitätsstadt Gießen

Gurt Goetz:Hokuspokus^.

Explosion in Raum5

Roman von H.G. Hansen

Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadter, Gröbenzell b.Mundien

Unveränderte Lebensmittelzuteilung

Wieder Sonderzuteilung von Hülsenfrüchten.

Er verzichtete darauf, sein eigenes Stammlokal zu besuchen, uni) ging mit ihr zu Weidmüller. Sie saßen vor den dampfenden Tellern und aßen beide mit gutem Appetit. Hinterher tranken sie eine Tasse Kaffee, und jetzt konnte Theo Kammin es sich nicht verkneifen, eine indiskrete Frage zu tun, für die kaum eine dienstliche Berechtigung vorhanden war.

Wer ist denn der nette junge Herr, den Sie am Sonntagmittag kennengelernt haben und mit dem Sie gestern abend ausgegangen sind?'

Sie wurde plötzlich blutrot und hinterher er­schreckend blaß. Er legte väterlich seine Hand auf )ie ihre, obwohl sie nur zehn Jahre im Alter trennten, und suchte sie zu beruhigen. ,,3d) will Ihnen nicht wehe tun, Fräulein Barkow. Es sollte mehr ein Scherz sein." . .

Es ist zum erstenmal seit Jahren, daß tcb in Begleitung eines Mannes ausgegangen bin , sagte '^Wenn er Ihnen nur gefällt", brummte Theo Kammin, der selbst sein Herz.verloren hatte und freute sich, wie hübsch das Mädchen aussah, als es noch einmal errötete.

Michel kam von einem Dienstgang zum Präsi­dium als Kammin mit Aenne bereits gegangen war. Er erfuhr dann, daß die Barkow ^rnommen, aber nicht verhaftet (ei. Dann faßte er (ich m G-° duld und wartete Kammins Rückkehr ab, da er nur von diesem erfahren konnte, was vorgegangen war. Es dauerte (ehr lange für.Michels Ungeduld. Erst gegen halb vier Uhr kam der sehnsüchtig Erwartete an® uni) war vorerst nicht zu sprechen roed.er e.ne dienstliche Unterredung mit KriMinaldirektor Ball hatte, deren Gegenstand die Frage bildete, auf welchem Wege man endlich das Rätsel um den Tod des Ingenieurs Wand aufklären könne. Neue An­haltspunkte lagen nicht vor. Es blieb also nur em einziger Weg übrig, und der hieß: genaue Kontrolle in der Kasparschen Fabrik, um die etwaigen Ver­brecher bei einer neuen Tat zu erwischen. Das war ein sehr langwieriges Beginnen, dessen Aussichten sich in nebelhafter Ferne verliefen. Da es aber das einzig Mögliche war, mußte es in Angriff ge­nommen werden. Es galt nur noch, einen oder zwei fähige Beamte für diesen Zweck frei zu wachen.

Theo Kammin saß fünf Minuten in seinem Zimmer, als er von Michel aus dem Grübeln aus­

gestört wurde.Verzeihen Sie, Herr Kommissar, daß ich hier einbringe, aber es litt mich nicht mehr in meinem Zimmer." m

Sie wollen sicher etwas über die Vernehmung von Fräulein Barkow erfahren? Das Mädchen ist an der Tat nicht beteiligt. Wir haben sie ver- nommen und dabei interessante Dinge erfahren.

Darf ich erfahren, worum ..."

Hier haben Sie das Protokoll. Er reichte Michel die Papiere hin.Lesen Sie es nebenan durch, und bringen Sie es mir gleich miedet herein, weil ich es brauche!"

Michel strahlte, machte eine Verbeugung und ver­schwand. Er stürzte sich förmlich über die maschine­geschriebenen Blätter und las mit wachsendem Er­staunen und Verblüffung. Das ging über sein Fas­sungsvermögen. Zumindest brauchte er einige Zeit, um das zu verdauen. .

Inzwischen kamen Theo Kammin Zwei Ueber- legungen. Dieses Crusius war wie der Teufel hinter einer armen Seele hinter dem Fall Wand her. Man konnte ihn als Beobachtungsposten in die Fabrik setzen. Was ihm an Erfahrung fehlte, wurde er durch Eifer doppelt wettmachen.

Als Michel wieder ins Zimmer trat, fragte ihn der Kommissar:Na, was halten oie davon?

Das ist schwer zu sagen, Herr Kommissar, wenn man der Vernehmung nicht selbst beigewohnt hat.

.Wollen Sie damit andeuten, daß Sie noch an eine Mittäterschaft der Barkow glauben?

Ich weiß nicht recht." Michel war es sehr unbe­haglich zumute. Lügen mochte er nicht, und wenn er jetzt die ganze Wahrheit auspackte, dann wurde er vielleicht einen der berühmten Anschnauzer Kam­mins zu hören bekommen. Aber so oder so man mußte Farbe bekennen, wenn man.dienstlich gefragt wurde. Den Kopf würde es auch nicht gleich kosten.

Ich habe mich am Samstag, nachdem ich dienst­frei hatte, mit meiner Braut getroffen, Herr Kom­missar", begann er entschlossen, wenn auch mit klopfendem Herzen.Dabei kam mir der Gedanke, meine Braut Über Fräulein Barkow auszufragen. Ich bekam nichts zu hören, was von besonderem Interesse gewesen wäre. Aber

Meine" Frage hatte meine Braut stutzig gemacht. Da ich vor mich hingrübelte, fand sie Zeit, meinen Gedanken nachzugehen. und dabei stellt- sie ganz^auf­geregt fest, sie begreife nicht, warum sie nicht schon

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Reichsminister Dr. Goebbels empfing den von -inem Besuch der Ostfront zuruckkehrenben Leiter

Erinnerungszusammenkunft des Bezirks Nord- und Ostdeutschland der NSB. statt. Auf ihr sprach Dipl.» 3ng. 21.21. Mussert.

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Das dichterischste, dem Leben nächste und heute auch wieder aktuellste Stück, das aus Curt Goet­zens leichten und sicheren Händen hervorging, war die Uebertragung und Bearbeitung des französischen EmigrantenschauspielsTowarisch'; das für seinen Stil charakteristtschste, beziehungsreichste und viel- leicht amüsanteste istHokuspokus": die in eine Rahmenhandlung gespannten drei Akte vereinigen in sich die natürliche Spannung des Kriminalfalles nut der Eleganz und der Präzision nobelsten Lustspiel- stils. Zwar haben Vorspiel und Nachspiel im Laufe der Jahre an Aktualität eingebüßt, und die meisten werden mit den Anspielungen auf Pirandello, Kerr und Theaterpleite nichts mehr anzusangen wissen; aber dafür sind Dramaturgie und Konversation die­ses Lustspiels noch immer von einer ganz unver- alteten Vorbildlichkeit. Der Mordsall, um den es sich hier handelt, löst sich zwar zu guter Letzt nach Goetzens Devisealles halb so schlimm" in nichts auf oder in Hokuspokus, aber die Wirkung auf dem Theater ist genau so, als ob es ernstlich um Kopf und Kragen ginge; und wenn auch die Verhand­lung mit allen Schikanen sich als ein Sturm im Wasserglase herausstellt, so enthält der auf eine teils peinliche, teils lächerliche Weise erledigte Prozeß hinwiederum auch einen ernsthaften Kern: nämlich die spielerisch entwickelte Problematik des In­dizienbeweises. Endlich darf wohl gesagt werden, daß in diesem Theater» und Kriminalstück, wie sich spätestens im dritten Akt herausstellt, auch eine be­zaubernde kleine Liebesgeschichte enthalten ist, alles in allem eine Kombination, die man nicht sehr vielen modernen Lustspielen nachrühmen kann.

Die Regie hatte Herr Carl Maria Zeppenfeld. Das Erfreulichste, was man der von ihm vorbe­reiteten und gelenkten Aufführung beglaubigen

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^ür unsere Verwundeten

Das Oberkommando der Wehrmacht führte in Verbindung mit der NS.-Gemeinschast ,Lraft durch Freude" rmeder mehrere Veransdaltungen für unsere Verwundeten durch. In einem Lazarett lief der FilmGold in New Frisko" nebst der Wochenschau zur Unterhaltung der Verwundeten. In zwei Laza­retten veranstattete KdF. eine bunte Vortrags folge, welche unsere Verwundeten zwei Stunden sehr gut unterhielten. Die Tänzerin Gretel Schubert zeigte sich als sympathische Artisttn mit Wiener Walzer, Step und Spagat. Emil K ä m p brachte als Mnsikal-Clown eine glänzende Nummer. Otto Schuhmann überraschte mit seiner Rechenkunst; er hatte auch die verbindenden Worte übernommen, wobei er Kartenkunststücke vorführte. Am Klavier hatte Rodert Piller für die musikalische Unter­malung zu sorgen, auf dem Bandonium zeigte er sich als tüchttger Könner bei der Ausführung des Wunschkonzertes. Starker Beifall dankte allen Künstlern. Zwischen den Jahren konnte eine Spende der Gauamtsleitung der NSKOV. in Ge­stalt von Zigaretten i-n den Lazaretten »erteilt werden. .

-Da« Feldküchengencht.

Jeden Montag und Donnerstag In den Gaststätten.

Für die Zeit vom 12. Januar bis 8. Februar 1942 (32. Zuteilungsperiode) bleiben die laufend gewährten Rationen an Brot, Mehl, Fleisck, But­ter, Butterschmalz, Margarine, Schweineschlacht­fetten, Käse, Quark, Getreidenährmitteln, Kartoffel­stärkeerzeugnissen, Teigwaren, Kaffee-Ersatz, und Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunst. Honig und Kakaopulver gegenüber der 31. Zutei- lungsperiode unverändert. Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten in der 32. Zuteilungsperiode nochmals eine Sonderzutei­lung von 250 Gramm Hülsenfrüchten Die Abgabe erfolgt wiederum auf den entsprechend gekennzeichneten Abschnitten N 27 der rosa Nähr- mittelkarten für Normalverbraucher sowie für Kin- der und Jugendliche bis zu 18 Jahren.

Normalverbraucher und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren sowie die entsprechender Verbraucher­gruppen der Selbstversorger mit Butter (Inhaber der Reichsfettkarten SV 1 und SV 5) erhalten in der 32. Zuteilungsperiode wiederum 5 0 Gramm Butterschmalz und dafür die Hälfte der Ra­tion an Schweineschlachtfetten. Die Rationen der

Mit dem Januar beginnt ein neuer Jahreskreis. Und da jeder Anfang eine gute Bedeutung haben soll, steht der Januar gleichsam unter glückveryeigen- den Symbolen. Schon in den ersten Stunden des neuen Jahres haben die Glück- und Segenswünsche begonnen, sie erfahren in den nächsten Tagen ihre ständige Fortsetzung. Es liegt ja so nahe, allen denen, mit denen man sich durch verwandtichastliche Bande, durch die Berufstätigkeit oder durch das gemeinsame Schicksal verbunden fühlt, Gesundhett und Erfolg zu wünschen. Dadurch ergibt es sich von selbst, daß der Januar einen hoffnungsfrohen Cha­rakter besitzt. Denn die gutgemeinten Glück- und Segenswünsche sollen ja auch die Stunden be­gleiten, wenn längst das festliche Licht der Feier­tage erloschen ist und das lärmoolle Geräusch der Werktage uns wieder umfängt.

Er ist ein recht ausgedehnter Monat, der Januar. Zwar sind ihm auch nur 31 Tage zugemessen, aber sie ziehen sich ziemlich in die Länge, weil es keine festlichen Unterbrechungen mehr gibt. Außerdem macht sich der Winter oft jetzt erst recht bemerkbar, weshalb der Januar auch den Namen Hartung trägt. Doch im Haushalt der Natur hat alles seine weise Bestimmung. Ein gelinder Januar würde in späteren Monaten schlechte Folgen zeitigen.Wächst das Goas im Januar, wächst es schlecht das ganze Jahr." Eine frohe Hoffnung haben wir ja außer­dem: die Tage nehmen wieder zu. Zwischen dem Anfang und dem Ende dieses Monats wächst das Tageslicht um eine gute Stunde.

Trotzdem:Um Fabian und Sebastian (20.) fangen die Bäume zu saften an." Das geheimnis­volle Wirken in der erstarrt scheinenden Natur zeigt, daß auch die Winterruhe ihre besondere Be- beutung hat. Die verschwiegenen Zeichen des Sich- regens sind am Ende d§s Monats für jeden Kun­digen deutlich sichtbar. Manche stellen bereits um diese Zeit die ersten Zweige daheim ins Wasserglas, , um gewissermaßen auf Vorschuß eine kleine erste Frühlingsseligkeit zu genießen. Dann blühen, während es draußen vielleicht noch Stein und Bem friert, in der Stube die Zweige als ein erfreuliches i Zeichen dafür, daß bald nach dem Januar wieder lindere Lüfte wehen. W. H. Sch.

lUuCder bem Bismarck-Archipel inr* und griffen ben Flugplatz bes australischen Stützpunktes Rabaul an. Em.ge Bomben purben abgeworsen, bie Schaben an ben Anlagen les Flugplatzes verursachten.

Wawetl Oberkommandierender im Südwest-Pazifik.

Stockholm, 4. San. (Europapreß.) Roosevelt ,-ti Churchill haben bie Ernennung Sir Archibald gawells zum Oberkommandierenben ber ver- rninten britischen unb norbamerikanischen Sire.- Lifte im Gebiet des südwestlichen Pazifik bekannt- Leben. Zu seinem Stellvertreter wurde ber USA.- uneralmajor G. $) Brett bestimmt. Admiral Dornas Hart, der bisher bie Asienftotte ber Ber­eisten Staaten befehligte, erhielt das Kommando iber sämtliche Seestreitkraste in biefem Gebiet Er jt sedoch der Kommandogewalt Wawells unterstellt.

Tschangtscha erobert.

Tokio, 4. Jan. (Europapreß.) Der wichtige tnotenpuntt an der B a h n l i nie H an k a u 's a n t b n, Tschangtscha, ist nach Meldung des Hauptquartier ber japanischen Truppen in Zentral- La am Sonntag besetzt worden. Tschangtscha war bereits im vorigen Jahre vorübergehend m japa- »ildien Händen, wurde aber nach Erreichung ber u tischen Ziele ber damaligen Operationen wieder «räumt. Sie Einnahme von Tschangt cha erschwert L Nachschub für bie von Tschiangkaischek zur Ent- Ittzung von Honkong eingefetzten Truppen.

Kleine politische Nachrichten.

DieEchlefifche Zeitung" gedachte in einem Fest- ;ft ber Wiederkehr des Tages, an bem fw vor 200 toten durch einen Akt Friedrichs des Großen erst- Mlig alsSchlesische privilegierte Staats-, Kriegs- unb Friedenszeitung" erscheinen konnte.

in *lo| Lm unb hinter ber genannten Inselkette muß Lfttalien jetzt gröbere Wachsamkeit beob-

»ch Al «wen denn jemals zuvor.

japanischer Luftangriff auf Rabaul.

, Schanghai, 4. Jan. (Europapreß.) Nach emer

? Ä Mbung des australischen Oberkommandos führten l n Üa*} chronische Bomber in grobem Ausmaß Erkun- ''^LßLflüge übe- < imh arif

Auf Anweisung des Staatssekretärs für Fremden- verkehr, Esser, haben alle Gaststätten des ganzen Reiches ab 12. Januar 1942 am Montag und Donnerstag jeder Woche während des ganzen Tages das F e l d k ü ch e n g e richt anzu- bieten einen Eintopf oder ein Tellergencht einfachster Art, für das die Rezepte vom Institut für Kochwissenschaft Frankfurt a. M., einem Ge­meinschaftswerk der Hermann-Esser-Forschungs- gemeinschaft und des Oberkommandos des Heeres, ausgegeben werden. Die Heimat wird pomit Speisen rennenlernen, wie sie von den Feldküchen ausgegeben werden, sie wird an diesen Tagen gewissermaßen aus dem gleichen Topf essen wie der Soldat an der Front. Für das Feldkuchengericht darf höchstens eine 5 0 - § - Fleis chmarke genommen werden, erforderlichenfalls ferner Fett- marken bis zu 10 g oder Nährmittel- und Brot-

Der Duce empfing das Nationaldirektorium der Faschistischen Partei. Der neuernannte Parteisekre- tär Didussoni brachte den zähen und unerschütter­lichen Glauben des Volkes an den Duce und den Sieg zum Ausdruck. In diesem Glauben werde die Faschistische Partei dem Volke durch das Blutopser ! ihrer Hoheitsträger ein Beispiel geben. Von diesen sind 1040 gefallen und 1414 verwundet worden. * 8680 Hoheitsträger meldeten sich freiwillig, 960 er» hielten Tapferkeitsauszeichnungen.

Aus aller Wett.

vorbezeichneten Verbrauchergruppen in den genann­ten Erzeugnissen betragen demnach unverändert 62,5 Gramm Speck oder Schweinerohfett (bzw. 50 Gramm Schweineschmalz) und 50 Gramm Butter­schmalz. Die Abgabe des Butterschmalzes erfolgt auf den Abschnitt50 Gramm Butterschmalz", der von dem Verteiler bei der Warenabgabe abzutten- nen ist. Die Verteiler dürfen das Butterschmalz nur an die Verbraucher abgeben, welche bei ihnen durch Abgabe des?"-Abschnittes der 30. Zuteilungs- Periode die Vorbestellung voraenommen haben und dies durch Vorlage der entsprechend gekennzeich­neten Reichsfettkarte 30 nachweisen können.

Die mit Erlaß vom 18. Jun, 1941 einaeführte Reichseierkarte verliert am 11. Januar 1942 durch Zeitablauf ihre Gültigkeit. Mit den Lebensmittel­karten für die 32. Zuteilungsperiode gelangt des­halb eine neue Reichseierkarte zur Aus­gabe. Die Gültigkeit dieser Karte erstreckt sich auf drei Zuteilungsperioden (3234), sie läuft mithin zusammen mit der Reichszuckerkarte und der Reichs­karte für Marmelade (wahlweise Zucker) ab.

Der »Tag der Sriefmarfe* im Gau Hefsen-Aaffau.

ZumTag ber Briefmarke" °m 11. Ja­nuar werben in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden unb Bad-Nauheim Sonderpostämter eingerichtet, bei denen die an diesem Tag erscheinende Sondermarke abgestempelt wird. Gleichzeitig werden kleine Lehr­ausstellungen eingerichtet. Träger der Veranstal- tungen sind die örtlichen Organisationen desDeut­schen Sammler" in der RS.-GemeinschaftKraft durch Freude" und des Reichsbundes der Phua-

längfTöuf die Idee gekommen fei, daß die Barkow doch mit dem Täter allein im Zimmer von Herrn Kaspar gewesen sei und ihn deshalb kennen muffe.

Ich verweigerte jede Antwort auf ihre Frage, ob wir in dieser Richtung Schritte unternommen hätten, weil ich dazu nicht befugt bin. Aber immer­hin ist meine Braut über soviel Zusammenhänge orientiert, daß sie genau rote jeder andere auf diesen Verdacht gegen die Barkow kommen konnte und ausreden rooüte ich ihr das nicht. Mich interessiert sogar, wie sie als Frau die Sache auffaßt."

Michel bemühte sich, möglichst genau zu wieder- holen, was Bärbel ihm vorgehalten habe, und daß sie der Meinung sei, gerade eine Frau merke tot- sicher an den kleinen Eigenheiten, die sie bei ihrem Chef im Laufe vieler Jahre entdeckt habe, wenn etwas nicht ganz einwandfrei sei.Und dlese Dar­legungen", fuhr er aufafmenh fort,lassen mich trotz der Aussage von Fräulein Barkow noch nicht von der Auffassung abdrängen, daß sie mehr weiß, als sie hier zugegeben hat."

.Darin liegt ja eine merkwürdige Kritik an Ihren Vorgesetzten", knurrte Kammin.

Verzeihen Sie bitte, Herr Kommissar, aber so meine ich es bestimmt nicht. Vielleicht rounbe ich genau so urteilen wie Sie, wenn ich dem Bergor beigewohnt hätte. Die Barkow mag eine ausge- zeichnete Schauspielerin sein, unb das verfehlt nie seine Wirkung. .

Unsinn. Dumm machen kann uns so leicht we- mand. Maßgebend ist für uns daß Erzählung ber Barkow haarscharf in alles hmemvaßt, wa, uns bis jetzt bekannt ist. Natürlich spielt der Eindruck, den man bei der Vernehmung gewinnt, auch eine ^°Unb die Mnnuna meiner Braut?" Michel ließ sich jetzt nicht beirren.Sie kennt bie Verhältnisse in der Fabrik aus eigener Anschauung und hat davon ein zutreffenderes JBilb, als em Außenstehen­der es sich formen kann."

Mag alles sein. Ich aebe auch zu daß ule in

Eberhard ein kluges Mädchen ist, je^nfglls n'cht auf den Kops aefallen. Aber ich neige doch der Münung tu daß die Barkow sich hat hinter? Licht führen lassen. Jebenfalls lieflt nicht ber stermgste Beweis dafür vor, daß ihre Auslage nicht stimmt.

Beweise nicht - - bekannte Michel.

(Fortsetzung folgt)

28. Fortsetzung (Nachdruck verboten.)

,Mtte ich nie gedacht, daß Sie so ängstlich sind, * Fräulein Barkow. Ich hielt Sie immer für em

Musterbeispiel ber energischen Frau im Berufsleben. Aber sagen Sie mal", wandte er sich an den Kom-

i missar,bas ist ja eine tolle Geschichte. Lauft em Kerl in meiner Maske im Betrieb herum. Bis tetzt

» habe ich immer geglaubt, der Pförtner hatte sich - geirrt. Da haben wir also die erste Spur von Werk- 1 spionen und vielleicht Mördern."

IDie erste Spur, ganz richtig, Herr Kaspar. Das ist aber auch alles. Wie soll ich aus einen Ver- « brecher fahnden lassen, dessen Beschreibung genau auf Sie paßt?" ,,.,.

Dumme Sache", gab Kaspar zu.Die Geschichte hat nur ein Gutes. Jetzt sind Sie hoffentlich Wer- zeugt, daß ich es wirklich nicht bin, der am Tode des armen Wand die Schuld trägt."

Ja, daran find Sie nicht schuld. Aber weder Ihnen noch Fräulein Barkow können wir den Dor-

| warf ersparen, daß die Polizei vielleicht weiter wäre, wenn Sie von Anfang an mit nichts zurückgehalten hätten. Jetzt nach Monaten läßt sich nur schwer eine Spur wieder aufnehmen."

Kaspar bestritt das nicht, und Aenne Barkow hatte wieder ein ganz bekümmertes und Niederge­drücktes Gesicht. Kammin verließ das Haus mit dem frohen Bewußtsein, eine gute Tat begangen zu ha­ben. Der Fabrikant hatte seiner Sekretärin ver­ziehen unb kein Wort von Kündigung gesagt. Auch -Kriminalkommissare sind schwache Menschen, die sich gern einer Selbsttäuschung hingeben. Was Wunder, wenn Herr Theo Kammin sich das Hauptverdienst an diesem guten Aus gang zuschrieb. N

Jetzt müssen Sie erst einmal essen gehen , mahnte er auf der Straße seine Begleiterin Ge­wöhnlich tun Sie das ja im Restaurant Weid- müüer." Er schmunzelte bei dieser Feststellung.

I ,Woher wissen Sie das?" fragte sie überrascht.

Weil Sie feit Freitagnacht unter Beobachtung standen."

Ehrenbuch zur Wollsachenfammlung.

In Breslau hat Gauleiter Hanke anläßlich der Wall-, Pelz- unb Wintersachensammlung bie Schaf- t hina eines Ehrenbuches bes Gaues angeordnet. ' Nach der Sammlung werden alle ^eislelter dem Gauleiter die Spender sowie eine Ausstellung ber gespendeten Gegenstände einreicken. Die Verzeich- nisse werden in dem Ehrenbuch zusammengefaßt. Es soll nach dem Kriege in allen Ortsgruppen öffentlich ausliegen. Die hermkehrenden Soldaten sollen nachlesen können, wie bie Heimat ihnen ge- ' hollen hat. Enkel unb Urenkel sollen einmal mit 1 Stolz ben Namen ihrer Sippe bann verzeichnet fin- den Darüber hinaus wird es bem Einzelhandel möglich fein, bei Neuanschaffungen diejenigen zu bevorzugen, die jetzt gespendet haben.

Fronttameradschaft.

Ein junger kriegsgetrauter Wachtmeister fiel im Kampf gegen den Bolschewismus. Die Frau des oefallenen Kameraden schrieb nach einiger Zeit an die Einheit, daß ein kräftiger Stammhalter an- oekommen sei. Eine freiwillige Spende für den jungen Äammhalter erbrachte den ansehnlichen Be­trag von 1500 RM., der an die Mutter für ihren Jungen abgesandt wurde. Die Kameradschaft der Front bewährt sich über den Tod hinaus.