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Das Testament der Ehegatten

vielleicht eine etwas

der Eheschließung stehen, können nicht durch ge-

8

bis 10 Rpf.

gemeinschaftliche Te-

Angelegenheit. Für

Kennzeichen B und P im Gtraßenverke^r.

sind und der eine Ehegatte leichtsinnige Ader hat.

Im ganzen gesehen ist das stament eine ganz einfache

BUder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot (be­urlaubt;) i. B. Tr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft

Sonderwünsche in der Erbeinsetzung ist genug freier Raum, und außerdem kosten solche Testamente nichts. Zu bedenken ist nur noch, daß gemein­schaftliche Testamente nur von Ehegatten errichtet werden können. Verlobte, auch wenn sie kurz vor

sieben gegen Prämien keine Bedenken. Diese müssen niedrig'sein und dürfen nur einem Teil der Gefolg­schaft gezahlt werden, wenn sie nicht in eine ver­botene Lohnerhöhung ausmünden sollen. Der Reichs- arbeitsminister erklärt sich einverstanden mit einer Werkzeugprämie von höchstens 10 RM. monatlich an höchstens 10 o. H. der Gefolgschaftsmitglieder.

Gießener DochenmarkkPreise

* Gießen, 4. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Kartoffeln, neue, 5 kg 90 Rpf., Wirsing, Vi kg 10, Weißkraut 7, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 12, Römischkohl 13, Tomaten 25, Zwiebeln 20, Salatgurken 30, Einmachgurken 7 bis 28, Blumenkohl, das Stück 40 bis 50, Salat

GSD., 46,2; 2. Jutta Scheibner, GDV., 50,0; 3. Elfriede Löffert, GSD., 52,0.

50 Meter Bru st schwimmen IM. - An­fänger: 1. Waltraud Möhl, 4/116, 1:10; 2. Erika Weller, Gießen-Kl.-Linden, 1:10,2; 3. Gertr. Hetzel, Tv. 1846, 1:11,5; 4. Ilse Lang, Gießen^Kl.-Linden, 1:21,2.

3X100-Meter°Bruststaffel Männer KlasseA: 1. GSV. 4:24,4; 2. LSD. 5:01.

Streckentau ch^en für Männ er und HI.: 1. Fl.-Ing. Paul Lieb, LSD., 46 Meter 1:24 Sek.; 2. Georg Büchs, Luftnachr., 41 Meter 40,5 Sek.; 3. Hans Kirstein, GSD., 23 Meter 19,5 Sek.; 4. Rudi Schuster, GSD., 23 Meter 24,0 Sek. I

Strecken tauchen DID. : 1. Karl Heinz Geyer, Spiel/116, 33 Meter 35 Sek.: 2. Wolf­gang Schuster, 2/116, 25 Meter 24 Sek.; 3. Wal­demar Schaffner, 2/116, 24 Meter 23 Sek.; 4. Otto Beith, 5/116, 1M Meter 21 Sek.

Wasserballweitwurf Klasse A: 1 j Uffz. Karl Marx, LSD., 23 Meter; 2. Uffz. Focken- brock, LSD., 22 Meter; 3. Hans Kirstein, GSV., 19,50 Meter; 4. Heinz Köhlinger, GSV., 18 Meter.

Masse rballweitwurfKlasse 8: 1. Rudi Hainer, 2/116, 18,50 Mister; 2. Werner Pfann, Spiel/ 116, 18 Meter; 3. Burkh. Riepoth, 2/116, 13 Meter; 4. Hans Dinslage, Spiel/116, 11,50 Meter.

50 MeterFreistilLMänner undHI.: 1. Werner Pfann 41,8; 2. Rudi Hainer 42,1; 3. Burkh. Riepoth 46,5.

Tellertauchen DIV.: 1. Wolfgang Schu­ster 9 Teller 31 Sek.; 2. Otto Veith 8 Teller 22,5 Sek.; 3. Waldemar Schaffner 7 Teller 12 Sek.; 4. Karl Heinz Geyer 5 Teller 29,5 Sek.

Kun st springen D IV. : 1. Waldemar Schaff­ner 12,2 Punkte; 2. Erwin Freidhof 11,4 Punkte; 3. Otto Veith 11 Punkte.

* * Grüße aus dem Felde. Dom Kriegs­schauplatz im Osten senden durch uns herzliche Grüße an die oberhessische Heimat: Uffz. Heinr. Haas, Steinbach; Gefr. Rud. Weiß, Watzenborn; Gefr. Ferdinand Blum,- Gießen, und Obergefreiter Karl Weiß, Watzenborn.

* * Zusammen st a u f der Land- straße. Am Sonntagabend stießen auf der Land­straße nach Reiskirchen in der Nähe der 8. Schneise ein Kraftradfahrer und ein Radfahrer zusammen. Bei dem heftigen Zusammenprall trug der Kraft­radfahrer Kopfverletzungen davon. Beide Fahr­zeuge wurden erheblich beschädigt.

* * Wagenschäden verhüten? Die Güter­wagen und die jetzt beförderten Güter sind so wert­voll für die Kriegführung, daß auch von denen, die Wagen verladen, mehr als bisher alles getan wer­den muß, um Beschädigungen und Verluste zu ver-

Am Sonntag führte der NS.-Reichsbund für Lei­besübungen im Schwimmbad Gießen-Klein-Linden volkstümliche Schwimmwettkämpfe durch, die gut besucht waren. Stellvertretender Sportkreisführer Heller eröffnete den Wettkampf, begrüßte Ober­stammführer Dr. Schneider als Vertreter der HI., dankte der Stadtverwaltung für die Ueber- lasfung des Bades. Kreisfachnrart für Schwimmen Pascoe für die Vorbereitung des Kampfes und ging dann in kurzen Worten auf die Bedeutung des Schwimmens im Rahmen der vielgestaltigen deut­schen Leibesübungen ein.

Unter Leitung von Kreisschwimmwart Pascoe wickelten sich hierauf die Kämpfe der Aktiven und Jugend, Jungen und Mädchen flott ab.

Die Siegerliste.

100 Meter Kraul Männer und HI.: 1. Uffz. Fockenbrock, LSV., 1:13,3; 2. Heinz Köh­linger, GSD., 1:13,9; 3. Hans Kirstein, GSV., 1:21,4; 4. Ernst Frank, GSV., 1:26,1; 5. Rudi Schu­ster, GSV., 1:33,8; 6. Norbert Pfeiffer 1:36,9.

100 Meter Bru st schwimmen B D M.- Leistungsgruppe: 1. Hannelore Beck, Tv.

11846, 1:58,7; 2. Elfriede Beckert, To. 1846, 2:01,9.

5 0 Meter Brusts chwimmen BD M. - An- f ä n g e r k l a s s e : 1. Gisela Döpfer. 3/116, 1:00,4; 2. Margot Schneider, 19/116, 1,04,8; 3. Emma Hof­mann, 19/116, 1:08,4.

50 Meter Brustschwimmen DIV. - Schwimmsportgruppe: 1. Hans Dinslage, | GSV., 43,0; 2. Wolfgang Schuster, GSV., 45,4;

3. Karlheinz Geyer, GSV., 49,6; 4. Erwin Freid­hof. GSV., 50,0; 5. Waldemar Schaffner 51,4.

50 Meter Kraulschwimmen DIV. Klasse B: 1. Otto Veith, GSV., 43,3; 2. Wolf­gang Schuster, GSV., 43,5; 3. Erwin Freidhof 46,2; 4. Waldemar 'Schaffner, GSV., 51,0.

50 Meter Brust schwimmen IM. - Schwimmsportgruppe: 1. Liane Schuldt,

Kreis-Turn- und Gporttag des JISRL.-Sportkreise« Gießen.

men noch nichts. Sie sind erst dann erbberechtigt, wenn keiner der verfügenden Ehegatten mehr lebt. Stirbt also der Mann zuerst, dgnn erbt die Frau allein. Stirbt die Frau zuerst, dann erbt der Mann. Erst nach dem Tode des Ueberlebenden, also erst nach dem Tode von Mann und Frau, erben die Kinder (oder Herr Max Müller). Sie erben also dann das, was vom gemeinschaftlichen Erbe übrig­geblieben ist. Der überlebende Ehegatte ist nicht gebunden. Er kann zu Lebzeiten nach eigenem Gut­dünken verfügen.

3. Beispiel: Soll verhindert werden, daß der Ueberlebende unbeschränkte Verfügungsmacht über das Vermögen erhält, dann kann das gemeinschaft­liche Testament folgendermaßen abgefaßt werden:

Unser Testament!

Wir setzen uns gegenseitig als Erben und unsere Kinder (bzw. Herrn Müller aus Bres­lau) als Nacherben ein.

Datum und Unterschrift wie oben.

Währen- im Beispiel 2 der Ueberlebende frei über das Erbe verfügen kann, ist hier die Der- fügungsbefugnis stark beschränkt. Der überlebende Ehegatte ist Vorerbe, die Kinder oder Herr Müller finb nach dem Tode beider Elternteile Nacherbe. Der Vorerbe bedarf der Einwilligung des Nach­erben zur Verfügung über Grundstücke und Grund- stücks^echte (z. B. Hypotheken), zur Verfügung über sonstige Nachlaßgegenstände (mit Ausnahme von Pflickst- und Anstandsschenkungen usw.), z. B. Pa­ten- und Geburtstagsgeschenke, Auszahlung einer ausgesetzten Belohnung). Ferner hat der Vorerbe den Nachlaß ordnungsgemäß zu verwalten.

Die Form des 2. Beispiels wird man dann wäh­len, wenn die Kinder schon auf eigenen Füßen stehen oder wenn man nur einen Bekannten be­denken will. Voraussetzung für solche Verfügungen ift das gegenseitige Vertrauen der Ehegatten zu­einander, daß der Ueberlebende nicht alles ver­schleudern wird. Die Form des 3. Beispiels ist dann angebracht, wenn Kinder noch zu versorgen

Aus der Stadt Gießen.!

Oer schönste Gommermonat.

Wir merken jetzt, wie Tag für Tag die Sonne später auf- und abends früher untergeht. Die Dun­kelheit bricht jetzt bereits schneller und stärker her­ein, da die indirekten Lichtwirkungen derewigen Dämmerung", die sich bis Ende Juli hinzog, ganz ausfallen. Die Sonne steht jetzt auch nachts wieder so tief unter dem Horizont, daß es, den Schein der Sterne und des Mondes bei klarem Himmel nicht eingerechnet, für 4 bis 5 Stunden völlig dunkel wird. Im Laufe des ganzen Monats nimmt die Dauer der Tageshelle um 1 Stunde 45 Minuten ab. Am Schluß des Monats August wird es ungefähr eine Stunde früher dunkel als zu Beginn des Mo­nats, hell wird es während des gleichen Zeitverlaufs 3/< Stunden später. Während es in der ersten Mo- natshälste unter Einrechnung der Sommerzeit um 3.30 Uhr morgens hell wird, verschiebt-sich in der zweiten Monatshälfte der Termin auf 4.30 Uhr morgens. Abends wird es in der ersten Monats-1 Hälfte gegen 21.30 Uhr dunkel, in der zweiten Hälfte verfrüht sich der Termin auf 20.45 Uhr. Natürlich hängt im einzelnen der mehr oder weniger frühe Dunkelheitsgrad von dem äußeren Wetterzustand ab.

Trotzdem die Sonnenscheindauer und die Höhe des Sonnenstandes im August weiter so erheblich zu­rückgehen, ist in der durchschnittlichen Temperatur zunächst noch keine Abkühlung zu bemerken. Im großdeutschen Raum liegen die Augusttemperaturen I im Durchschnitt nur 1 Grad niedriger als im Juli. I In der ersten Augusthälfte pflegt sich wenn man die Durchschnittserfahrungen als Maßstab nimmt kaum stärkere Abkühlung einzustellen, erst am Ende des Monats kann sich gelegentlich stärkerer Gewitter oder Regenperioden schon herbstlich anmutende Ab­kühlung durchsetzen. Der größte Teil des August steht im Zeichen der sog. Hundstagsperiode, die am 24. August endet.

Im allgemeinen ist der August der schönste Som­mermonat unserer Zone, da er beständiges unü gleichmäßig warmes Wetter bringen soll. Diesen guten Ruf, den er von altersher hat, möchten wir! in diesem Jahr aus naheliegenden Gründen um so j mehr erfüllt sehen. Jeder Tag 'im August, der. Son-1 nenschein und Wärme bringt, ist für die Entwick­lung und Einbringung der Ernte ein Segen. Dem Monat August sind gegenüber unseren Acckern und Gärten höchste Verpflichtungen übertragen worden, er ist der Monat, in dem das Ausreisen zahlreicher Früchte erfolgen muß, wenn sich nicht für den Herbst unerfreuliche Verspätungen und eventuell Ausfälle ergeben sollen.

Unter den drei Sommermonaten des Jahres stellt der Juli den vegetationsmäßigen, der August den reifemäßigen Höhepunkt dar. Beide Monate bilden den Schwerpunkt der Ernteentwicklung.

Warnung an die Hühnerhalter

Don Eheleuten hört man ost, daß im Falle des Todes des einen Ehegatten der andere sichergestellt sein soll und daß solche Verfügungen doch recht schwierig und kostspielig seien. Die Scheu vor den vermeintliche^- Schwierigkeiten hält Ehegatten oft­mals davon ab, ein Testament zu machen. Das

deutsche Recht hat aber den Ehegatten ein Sonder­recht zugestanden, das hier erläutert werden soll. Es wird sich auch dann Herausstellen, daß solch ein Testament die einfachste Sache der Welt ist.

Zunächst wollen wir die beiden überhaupt mög­lichen Fälle trennen. Kinderlose Ehegatten wollen sich gegenseitig zu Erben einsetzen, schon um zu ver­hindern, daß die liebe Verwandtschaft sich nach dem Tode des einen um ein Erbe bemühen muß. Im zweiten Fall wlll das Ehepaar mit Kindern dafür

Aus Oer engeren Heimat.

Dolksturntag 1942 in Lich.

Ein Weckruf durch den Musikzug der HI. leitete am Sonntag den gut vorbereiteten Bolksturntag 1942 in L i ch ein. Nach einer durch den Ortsleiter des NSRL. Karl Volz durchgeführten Feier mit Flaagenhissung rückten die Teilnehmer zum schönen Waldschwimmbad und Schießstand ab. Hier wurde bald um gute Zeiten und dort um die höchste Ring­zahl gekämpft. Ortsgruppenleiter Dr. Erb zeigre durch seinen Besuch auf den Kampfstätten sein In­teresse an den Leibesübungen. Am Nachmittag wur­den die leichtathletischen "Dreikämpfe durchgeführt und heiß um Sieg und Punkte gekämpft. Nach einem Fußballspiel nahm der Ortsleiter des NSRL. dte Siegerverkündung vor. Ortsgruppenleiter Dr. Erb richtete in einer kernigen Ansprache tiefgehende Worte an die zahlreichen Teilnehmer und Zuschauer und rief besonders die Jugend auf, treu zu den Leibesübungen zu stehen im Sinne unserers Füh­rers und zur Gesunderhaltung unseres Volkes. Sein Dank galt allen, die den Volksturntag gut durch­geführt hatten und die Leibesübungen in unserer Stadt hochhalten.

Sieger im Drei kämpf: HI. A: 1. Karl Bonarius; 2. E. A. Schorn; 3. Otto Schwarz. HI. B: 1. Erwin Sctstrne; 2. Karl Dieruff; 3. Heinz W. Stein. DIV.: 1. Willi Menges; 2. Hermann Keil; 3. Walter Trechsler. Frauen. 1. Hanna Uhrhan; 2. Ilsemarie Ihring. BDM. A: 1. Irmgard Süßel; 2. Helma Textor; 3. Hermine Stier. BDM. B: 1. Paula Uhrhan; 2. Ilse Walz, Kätchen Schäfer; 3. Thea Stengler. IM.: 1. Anneliese Süßel; 2. Hil­degard Zimmer; 3. Erna Nathes, Käthe Müller.

Schwimmen: HI.: 1. Hermann Schiltz; 2. Heini Waltz; 3. Erwin Sommer. DID.: 1. Hermann Keil; 2. Hermann Ihring; 3..Willi Menges. BDM.: 1. Hanna Dörmer; 2. Ilsemarie Ihring; 3. Helma Textor. IM: 1. Gertrud Nickel; 2. Anneliese Süßel; 3. Hildegard Zimmer.

Schießen: Gruppe A: 1. Karl Volz; 2. Heinz Pastau; 3. Jakob Uhrhan. Gruppe B: 1. Helmut Kielmann; 2. Günter Hartmann; 3. Heini Schäfer. DIV.; 1. Georg Schäfer; 2. Hans Radetzky, E. F. Kopf; 3. Hermann Ihring.

Kreis Alsfeld.

. Homb er g, 2.Aug. Der BDM. und die Iungmädel, in Stärke von über 60 Teilneh­merinnen, sammelten am Sonntag in unseren Wal- düngen Himbeeren. Die Sammlung ergab eine beträchtliche Menge, die für unsere Soldaten ver­wandt werden soll.

meiden. Güterwagen, die ausgebessert werden, er- fordern zeitraubende Arbeit und fallen für wichtige urlaubt;) r. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Greven, Provmz, Wirnlyafk Transporte aus. Das aber widerspricht dem Gebot und Sport: Ernst Blumschem.

Xav,« <y>xsa, -irr ' Truck und Verlag: Brühlsche UrnversrtatLbruckerel R. Lange K. G.

der -Stunde, denn Räder müssen rollen für den B rlagSleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann; Anzcigenleiler: Hans Beck, Siegs - Anzeigenpreisliste Nr. 6,

Das Ritterkreuz für einen Oberhessen

Berlin, 3. Aug. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Erich Geißler, Kommandeur eines Infanterie- Regiments. Oberst Geißler, am 11.12. 1895 als Sohn des Oberpostmeisters Otto Geißler in Bü­dingen (Gau Hessen-Nassau) geboren, überwand durch seine persönliche Tapferkeit und sein tat­kräftiges handeln im Abschnitt einer Panzer­division in Afrika eine durch den Einbruch von 30 feindlichen Panzerkampfwagen vorübergehend entstandene kritische Lage. 3m Rahkarnpf wurden die eingedrungenen Briten zurückgeworfen und hierbei 15 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet.

Sin Mitkämpfer Böckels 75 Jahre alt.

Lpd. Frankfurt a. M., 3. August. Ein Mit­kämpfer der antisemitischen Kampfgruppe Dr. Otto B o ck e l s , der frühere Schriftleiter Thomas Reu­ther in Frankfurt a. M.-Fechenheim, feiert am 6. August seinen 7 5. Geburtstag. Reuther hat vor Jahrzehnten an der Seite Dr. Böckels und Prof. Dr. Werners für die Befreiung des ober­hessischen Landes von der Judenwirtschaft tatkräftig mitgekämpft.

Zuchthaus für Derdunkelungsverbrecher.

Lpd. Darmstadt, 3. August. Der 36jährige Friedrich Wagner aus Wöllstein, der nach seiner Persönlichkeit und bisherigen Lebensführung als Dolksschädling anzusehen und auch bereits we­gen Diebstahls vorbestraft ist, verübte erneut unter Ausnutzung kriegsbedingter VerdunkelungsverhÄt- niffe mehrere Diebstähle von Stallhasen, die er in Höfen und Hausgärten aus den verriegelten Stall­kästen herausholte. Die besondere Schutzwürdigkeit der Kleintierhaltung im Kriege veranlaßte das Son. dergericht in Darmstadt, das fortgesetzte Volksschäd- lingsverbrechen auf Grund des § 2 der Volksschäd­lingsverordnung mit 2 Jahren Zuchthaüs zu sühnen.

Der 36jährige vorbestrafte Gotthard Fißler aus Goddelau wurde vom Sondergericht in Darm­stadt zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er bei zwei Gelegenheiten unter Ausnutzung der zur Luftabwehr erforderlichen Derdunkelungsmaßnah- men erhebliche Mengen Apfelbuschbäume und Pflau­menhochstämme entwendet und teilweise weiterver­kauft hat. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit ist außerdem auch die Unterbringung des infolge fei. ner geistigen Minderwertigkeit zu Eigentumsver­gehen neigenden Täters in eine Heil- und Pflege­anstalt angeordnet worden.

Wurst mit Ziegenfleisch gestreckt.

Lpd. Darmstadt, 3.August. Die unzulässige Streckung von Wurstwaren mit Ziegenfleisch und der Verkauf solcher Erzeugnisse in der Metzgerei und Wirtschaft, sowie die Abgabe von Ziegenfleisch ge­gen Fleischmarken für bewirtschaftete Fleischarten brachten den Metzger Jakob B. aus L e e h e i m vor den Strafrichter des Amtsgerichts Darmstadt. Der Angeklagte hat durch den Zusatz von Ziegenfleisch in Wurst ein verfälschtes Lebensmittel ohne aus­reichende Kenntlichmachung als vollwertig verkauft und durch die Abnahme von Fleischkartenabschnitten für minderwertige Erzeugnisse nicht nur gegen das Lebensmittelgesetz, sondern auch gegen die 23er« brauchregelungsstrafverordnunq verstoßen. Da der Angeklagte den berechttgten Anspruch seiner Kun­den auf Belieferung mit gütemäßig einwandfreien Fleischwaren im Interesse eigener unzulässiger Um- satzerweiterungen verletzt hat, lautete das Urteil auf 3 Monate Gefängnis.

Verdvvkelungrzeik:

4. August von 22.10 bis 5.17 Uhr.

Hauptlchrifüeiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hauvsschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und

Sondergerichtsurleil

ftir falsche Angaben und Nichladlieserung non ®iern-Lmeiten ffa[[ roin 6as Ehepaar mit Kindern dafür NSG. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt sorgen, daß der überlebende Ehegatte zuerst einmal mit: Dor dem Königsberger Sondergericht hatten erben soll und nach dem Tode beider Eltern die sich ein Landwirt und vier ^Bauernfrauen unter der Kinder zu ihrem Recht kommen sollen. Anklage zu verantworten, «daß sie bei der Hühner- j Beispiel: Zahlung hn Februar 1942 falsche Angaben gemacht I Unser letzter Wille:

und damit Erzeugnisse des täglichen Bedarfes bei- $8ir setzen uns gegenseitig zu Erben ein. feite geschafft hatten. Die Angeklagten hatten da- Berlin, den 1.7.42.

mit erreicht, daß infolge ihrer falschen Angaben Franz Vorsichtig

ihr Eierablieferungssoll niedriger als nach dem tat- (Erna Vorsichtig, geb. Nachlässig,

sächlichen Hühnerbestand "festgesetzt wurde. Dieses Testament ist klar, eindeutig und trotz

Die Angeklagten gaben dcn Tatbestand 3"^ seiner verblüffenden Einfachheit vollgülttg. Dieses gebrauchten zur Dertildlgung dre gleichen Argu- gemeinschaftliche Testament ist für Ehegatten ge­mente: Ein Teil der Hühner sei krank ober alt I . feine ^in^er haben oder einen anderen

gewesen. Es habe sich ym alte Glucken gehandelt, ni(Ä bedenken wollen. Zu merken ist hierbei nur die wenig gelegt hatten und zum Teil hatte Ser .lindes: Ein Ehegatte setzt das Testament hand- Fuchs Hühner weggeschleppt. Demgegenüber- hielt sch^ftlich auf (nicht Maschinenschrift!) und unter der Staatsanwalt den Angeklagten vor, daß sie e$ Der andere Ehegatte setzt seinen Namen

verpflichtet gewesen waren, auch die angeblich rraml^ erffe Unterschrift. Wichtig ist ferner der len Hühner anzumelden. Statt dessen hatten Sie Ausstellungsort und das Datum. Keins von beiden Angeklagten versucht, Eier dadurch belsöite zu IdW L)ar; fei)len, wenn Schwierigkeiten vermieden wer­fen, daß sie bei der maßgebenden Zahlung, die äen joIjen Diese sogenannte privatwirtschaftliche Hühnerzahl nicht richtig angaben. Das fei in einem genügt, die gerichtliche oder notarielle ist nicht Maße geschehen, daß man von emer Sefohrdung .

Itt ÄfV''Ml -* sSSiirT

i Ser Vorsitzende' knüpfte an die Urteilsverkün- Unser gemeinsames Testament: .

düng folgende Mahnung: Diesmal hat das Gericht Wir s-tzan uns gegenseitig als Erben ein. Nach tfod) von einer Freiheitsstrafe Abstand genommen, dem Tode des Ueberlebepden sollen unsere gemein.

ißer aber in Fukunft sich wieder solcher Vergehen samen Kinder (oder Herr Max Muller aus Bres-

ittulbig macht, hat mit ganz erheblichen Strafen, lau. Am Ring 10) Erben sein 'imter Umstünden mit Zuchthaus zu rechnen. Datum und Unterschrift w,e oben.

, Nach dem Tode des einen Ehegatten ist der

Variete-Abend bei KoF. Ueberlebende alleiniger Erbe, d. h. das Vermögen i oer u^eiayneßung pegen, lonnen maji iniraj ge

« , ui die NSG des Erstverstorbenen fällt dem Ueberlebenden allein meinschaftliches Testament ihren letzten Willen be,

Ä WftrSftnÄZ »u. Die Kinder (oder cherr Max Müller) bekam-' künden.____________________DnTw

! Mederum eine große Variete-Veranstaltung. Es waren Stunden beri schönsten Entspannung vorn Alltag, die den Besuchern von der ausgezeichneten Künstler-Gemeinschaft der Heinz-Hosfmeister-Tour- nee bereitet wurden. Als Ansager und Humorist i , für Dienstkraftwagen der Behörden gab Harry Kob le r, als Rundfun khumoriitbe-I^ ^er Parteiorganisationen gilt die bannt, der gut zweistündigen frol)en Unterhaltung sBeftimmunq, Kraftfahrzeuge nur für kriegs- einen vielversprechenden Auftakt, und im weiteren h ? lebenswichtige Aufgaben in An- Derlaufe des Mends steigerte er feine fprueft genommen werden dürfen. Zur Kenntlich-

ßeiftungen in fo virtuoser Weise, daß der lebyasie &er Personenkraftwagen der Behörden

Beifall schließlich geradezu stürmische Formen an-NSDAP., die keine besonderen amtlichen nahm. Erna Teil hei m als jugendliche ^an^e- $erwid>en wie die Wagen der Wehrmacht, der rin erfreute durch die Anmut ihrer. Tanzkunst Als j)er ff, der Reichsbahn, Reichs post usw.

prächttge Vortragskünstlerin und ausgezeichnele führen, wird deshalb angeordnet, daß Perfonen- Parodistin lernte man Jutta R i e ch e r t *epne,n' traftmagen der Behörden durch einB", der Par- deren feine Kunst ein Kabinettstück war. Kate ^urd) einP" an der Windschutzscheibe kennt- T e l l h e i m machte mit ihrer schonen, wodulations- machen sind. Bei polizeilichen Kontrollen

vollen Sttmme und mit ihren Liedern aus 6er -Melt Dienstkraftwagen wie die mit besonde-

der Berge ihrem Rus als deutsche yooler=5tomgtn Etlichen Kennzeichen ausgerüsteten amtlichen alle Ehre. Einen außerordentlichen Höhepunkt der behandelt.

; Ä;S MMmWjfür 1.16«. reicher humoristischer Szenen in seinen Darbiewn- verständliche Pflichterfüllung, fem fflräiek^bier^arfehen At?und"be^die Besucher Vereinzelt ist man in Betrieben da;u übergegan- 7s?Lm^B'eM^g is«te°dah auch hiermit gen. auch solch- G?folg,chaft-imtglieder mit Pro- u iihprtroifen mien auszuzeichnen, bie nur das getan haben, was

murh^^ ^r^3H1Ta9^n^^ a^m o n erwiesen sich man von jedem Gefolgschaftsmitglied verlangen wurden. Dorothea unv Ramon ' fann Ser Reichsarbeitsminister wendet sich deshalb

hir fff nU5a9 3ylls jubilierende Nach- gegen Gesundheitsprämien, da im Kriege von je­

der Eleganz der Tanzkunst Als» » Arbeiter und Angestellten erwartet werden ttgall und reizende I Ee daß er nicht unter dem Vorwand, krank zu

Clare Sta*«ffen ^t ihren fp tz ll Be- sein unberechtigt der Arbeit fernbleibt. Weiter ist

manten Darbietungen, durch die \ selbstverständliche Pflicht jedes

ucher zu Mi wirkenden machte. D k °rl aAn | i ^^lich die Arbeitszeit einzuhalten und tale k bot als Musikerin auT er nir = I während der Arbeitszeit nicht zu bummeln. Es ist

Zenten eine einzigartig welseitige Kitsch daher ganz undenkbar,.etwa einem Gefolgschaftsmit-

tuosen Kunst. Am Flügel be^lete 5) ü 1 dafür eine Prämie zu zahlen. Wenn jedoch

'N au.^.^ichneter Weise^ Nach leder Darviet I Gefolgschaftsmitglied durch sehr sorgfättige Be­es reichlichen, ost sagar geradezu s '59 ^5® Handlung feiner Werkzeuge und sparsamsten Mate-

ti5 ^ei±t?^ß5Ätaner^ ausge- Ölverbrauch mehr.^tut als das, was der Betrieb MntffetUr* 5reUiE 5 ^Ernst Blumschein. Üblicherweise von ihm erwarten kann, daizn be-