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Aus aller Welt

Kunst und Wissenschaft.

6. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

der vor

3m voll "kW dur

Kleine politische Nachrichten.

König Michael I. von Rumänien machte eine Be- sichtigungsreise entlang des gesamten Südabschnit- tes der Ostfront.

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Der Stabschef der SA. besuchte gelegentlich einer -Reife an die Ostfrönt das dort eingesetzte J.-R.F e l d h e r r n h a l l e", das sich aus Frei-

werks einen ständigen Sitz erhält. Es wird als Be­auftragter des Keisjugendwalters der DAF. je­weils der KreisjugendreferEtHandwerk" sein, andernfalls immer der Kreisjugendwalter.

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Am Montag traf Reichsschatzmeister Schwarz im Sudetengau zu einer Besichtigungsreise ein. In seiner Begleitung befinden sich die Oberbefehlsleiter Dr. Ruoff und Lingg. Gauleiter Henlein begrüßte den Reichsschatzmeister.

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General a. D. Ayao Kishimoto wurde durch den Gemeinderat von Tokio einstimmig zum Bürger­meister der Hauptstadt ^gewählt. Er wird Nach­folger des vor kurzem von seinem Amt zurückge­tretenen Bürgermeisters Okubo. General Kishimvto tritt seinen Posten als Vertrauensmann des Ver­bandes zur Stützung des Thrones und damit der Staatsregierung an.

Dr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klöpffer

Der kriegsverdienstkreuz mit Schwertern an vier Kasseler HJ.-Führer.

Den HJ.-Führern Scharführer Hans E s k u ch e, Kameradschaftsführer Heinz Köhler. Kamerad­schaftsführer Kaminski und Oberrottenführer Günter W i tz e l, sämtlich Schüler der Paul-von-

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Wie die Zeit vergeht! Mun, Ihr Chef kann sich gratulieren."

,^ch hoffe, daß er zufrieden ist", erwiderte die Purgstaller bescheiden.

Denkt er denn gar nicht wieder ans Heiraten?" Ich habe wirklich keine Ahnung, beste Frau Kon­sul."

Ich muß schon sagen, die Männer sind manch­mal blind. Da hat er so was Hübsches und Tüchti­ges im Haus und macht keinerlei Anstalten. Man muß ihn wohl mit der Nase darauf stoßen" schloß die alte Dame ärgerlich.Nun ja, ein Arzt. Bei dem ist es ja noch zu entschuldigen, obwohl was haben Sie denn, Kindchen? Verlegen? Pardon. Ich höre schon auf."

Alwine Purgstaller hielt den niedlichen hellblon­den Kopf gesenkt und schwieg.

Die Männer sind merkwürdige Geschöpfe", fuhr die Konsulin fort:Meinem Emil selig habe ich sei­nerzeit auch den Antrag machen müssen. Er war ein bißchen schüchtern. Immerhin besser als zu frech. Und hinterher ist er recht glücklich mit mir gewor­den. In manchen Fällen muß man halt nachhelfen, mein Kind. Merken Sie sich das."

Ich dränge mich niemandem auf", tat die Purg­staller hochmütig. Im stillen überlegte sie: ein vor­trefflicher Gedanke, das mit demNachhelfen". Die alte, aufgedonnerte Person hatte recht. Man durste die Dinge nicht länger treiben lassen. Das Trauer« iahr war um. Es war hohe Zeit, eine Entscheidung herbeizuführen. Mit Zweiundüreihig konnte man sich langes Zuwarten nicht mehr gestatten. Brügger war ein netter Mensch vielleicht etwas zu ruhig für ihren Geschmack, aber über höfliche Freund­lichkeiten kamen ihre Gespräche nie hinaus. Das mußte anders werden, wenn er zurückkehrte. Arzt­frau, ein großes Haus, schöne- Einnahmen all dies war nicht zu verachten.

Ich höre die anderen Damen kommen. Wollen wir ihnen entgegengehen?" wandte sie sich an die Konsulin.

Draußen war wortreiche Begrüßung. Dann pil-

gerte man zu Viert in den Garten. In der Nähe der Rosenlaube rümpften die Damen die Nasen und schnupperten wie Kaninchen in die Gegend.

Es riecht hier so sonderbar, finden' Sie nicht?" meinte eine.

So ländlich", meinte eine andere.

Sehr richtig. Nach Dung!" /

Die Purgstaller als Gastwirtin bekam einen roten Kopf und stotterte eine Entschuldigung. Das Mäd­chen werde sofort woanders decken. Sie werde das gleich veranlassen. Am liebsten hätte sie Hingerl, die­sen Bosnickel, zerrissen. Ihr so etwas anzutun?

Er hatte nämlich in letzter Minute die Erde rings um die Rosenstöcke mit Jauche oder, wie man im Allgäu sagt, mit Beschütt begossen.

5.

Anna Hudal richtete vor dem Toilettespiegel ihr braunes Haar. Sie streckte dabei vor Eifer ihre Zungenspitze heraus, was eine leidige Angewohnheit war. Sie erwartete die tägliche Hauptvisite, die ihr Itets ein bißchen Herzklopfen verursachte, weil der Professor eine Menge Trabanten bei sich hatte. Da, wo die jetzt zart überhäutete Narbe saß, machte das' Frisieren gewisse Schwierigkeiten. Aber eirdlich be­kam sie die widerspenstigen Haare doch über jenen kahlen Fleck, der ihr Herzeleid war. Vor dem Fen­ster machte ein zutraulicher kleiner Vogel Tirili und wetzte sein Schnäbelchen.

Sie übersann die letzten zehn Tage. Dr. Brüg­ger hatte Wort gehalten und ihr manche Viertel­stunde gewidmet. Er erzählte Anekdoten und kurz­weilige Erlebnisse, Ergötzliches und Ernstes, das zum Lächeln oder zum Nachdenken zwang. Er ließ den Zuhörer manchmal auch hinter die Dinge sehen, und bei ihm fand jede Schwierigkeit ihre Lösung. Er war von jener allesverstehenden Menschlichkeit, , eie Vertrauen gibt und weckt. Es war zum guten Teil sein Verdienst, daß Anna ihr Lächeln wieder- sand, daß ihre Lebensbereitschaft langsam zurück­kehrte, daß die Affäre mit Fender erträglicher wurde und allmählich in den Hintergrund trat.

(Fortsetzung folgt.)

rer. Er seufzte. Er hätte gern noch mehr gesagt, er war so schön im Zug, aber die Purgstaller rieb ihm gerade etwas in die Haut, das wie höllisches Feuer brannte, das in der Nase kitzelte und zum Husten reizte.

Die Purgstaller lachte still in sich hinein. Es war komisch, wie diese älteren Herren immer gleich in Flammen standen, wenn man ihnen einen koketten Blick spendete. Und gar dieser Anrainer! Bei dem brauchte man nur ein wenig zu blasen, dann schlug die Lohe zum Dach heraus. Gut so, man konnte gar nicht genug Anbeter haben, und Anrainer war so eine Art Reserve, wenn das mit Brügger mißlingen sollte. Aber für eine Liebeserklärung war es noch zu stich. Sie pinselte noch Medikamente nach, dann versetzte sie ihrem Patienten einen abschließenden Klaps in die Kreuzgegend und verkündete:

Fertig. Nächste Sitzung übermorgen. Guten Tag, Herr Anrainer!"

Er zog sich an und war ein bißchen aus dem Gleichgewicht gebracht. Dann ging er.

Die Purgstaller aber schaute in der Küche nach dem Rechten. Sie erwartete heute ein paar Damen zum Kaffeekränzchen. Da mußte es klappen, denn sie wollte nicht kritisiert werden. Die Geladenen hatten scharfe Zungen, wie sie wußte. Um halb vier erschien die erste der Damen, eine verwitwete Frau Konsul Helmke.

Ein wunderbarer Tag, meine liebe Frau Purg- grüßte die alte Dame lebhaft und zucker­süß.Der Herr Doktor ist verreist, höre ich?"

Schon seit Dienstag. Aber legen Sie doch ab bitte. Wir trinken den Kaffee im Freien. Hoffentlich ist es den Damen recht? Ich habe in der Rosenlaube decken lassen. Ich finde nicht, daß es zu kalt ist Ja, Doktor Brügger ist für einige Wochen nach iv tünchen.

Ein feiner Mann. Wir haben ihn als Hausarzt gehabt Danke ich stehe ganz gut. Wie lange sind Sie jetzt eigentlich in Trettau?

Ein Jahr. Ich bin gleich nach dem Trauerfall hergekommen."

Äugen führte. - .

- Eine deutsche Klinik in Riga.

Die Stadt Riga besitzt eine Reihe großer Kran­kenhäuser, die während des Krieges in erster Linie der Aufnahme von Kriegsverletzten dienen und weiterhin für die ärztliche Betreuung der orts­ansässigen Bevölkerung zur Verfügung stchen. An­fang dieses Jahres wurden für die r'eichsdeutschen Zivilangestellten und deren Familienangehörige in einer früheren Privatklinik eine deutsche Klinik ein­gerichtet. Sie ist mit allen Mitteln der modernen Wissenschaft ausgestattet; eine Entbindungsstation ist anaegliedert. Krankenkassenversicherten Personen steht die deutsche Krankenkasse Ostland, Sektion Riga, zur Verfügung, die als Zweigstelle der Kreis- krankenkasse Memel-Heydekrug auch die Vertretung sämtlicher reichsdeutschen Krankenkassen übernom­men hat.

Drei Brüder zum Tode verurteilt.

Die Brüder Karl, Michael und Friedrich Mühl­bauer hatten sich 1939 zu einer Diebesbande zu- sammengetan, die 25 Einbruchsdiebstähle in der Um­gebung Salzburgs beging. Die größte Beute machten sie bei einem Einbruch in ein Schloß in Tüßling bei Altötting, wo sie den Kastellan in sei-

Kunst und Wissenschast.

Sommerausstellung in Darmstadt.

- DieSommerausstellung der Darmstädter Kirnst- lergemeinschaft" auf der Mathildenhöhe in Darm­stadt bietet einen vielgestaltigen Ueberblick über Werke der graphischen Kunst, über Gemälde und Plastiken. Da ein großer Teil der schaffenden Künst­ler den feldgrauen Rock trägt, zeigen viele Kunst­werke den Stempel des Krieges. Wenn hier von Darmstädtern die Maler Hosterberth und Schmidt- hild, die Bildhauer Geibel und Schwarzbeck, der Graphiker Pfeil, von andern Künstlern etwa Eugen Croissant (München), Hans Dochow (Mannheim, gefallen vor Sewastopol), Otto Schließler (Karls­ruhe) und Wilhelm Kufittich (Mainz) angeführt werden, so «soll diese willkürliche Auswahl aus der Fülle des Schönen, des Anregenden und Wertvollen nur einen Hinweis auf die Gesamtschau bilden. Die Schau ist noch bis 16. August 1942 geöffnet.

Münchner Künstler der Gegenwart in Darmstadt.

Vom 2 bis 30. August 1942 wird im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt eine Wanderaus­stellung mit Werken zeitgenössischer Münchner Künstler gezeigt. Die Ausstellung enthält Werke der Malerei, Graphik und Plastik von Ed. Aigner, Julius Heß, Sepp Hilz, P. M. Padua, Karl Otto Müller, Bernhard Bleeker, Richard Knecht, Eugen Croissant, Anton Leidl, Albert Burkart u. a. m.

ner Kammer esnsperrten, ein großes Eisengitter aus den Angeln hoben und Gegenstände im Werte von fast 5000 RM. stahlen. Ein großer Teil der Diebes­beute konnte in den Wohnungen der drei Bruder sichergestellt werden, und zwar außer Lebensmit­teln Stoffe, Anzüge, Wäsche und andere Gebrauchs­gegenstände. Karl Mühlbauer versuchte bei der Ver­haftung zu fliehen, so daß der Gendarmeriebeämte von der Waffe Gebrauch machen mußte. Die drei Brüder standen nun vor dem Sondergericht Salz­burg. Karl und Michael sind zwei schwer vorbe­strafte Verbrecher, Friedrich ist wegen Eigentum- deliktes vorbestraft. Das Sondergericht verurteilte alle drei zum Tode.

Hingerichlet.

Am 1. August, ist der 1886 in Laufenselden (Un- tertaunuskreis) geborene Heinrich Stück hingerich- tet worden, den das Oberlandesgericht Kassel zum Tode verurteilt hatte. Stück, der schon mehrmals wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen an Kindern mit Zuchthaus vorbestraft war, hatte fortgesetzt aus­ländische Sender abgehört und ihre Lügennachrichten verbreitet.

Zwei Jahre Gefängnis für einen gemeinen Tier- quälet.

Mit ungewöhnlicher Roheit hatte der staatenlose Angeklagte Kuczinka aus Gräben in Niederschlesien das ihm anvertraute Vieh behandelt.' Mit einem dicken Prügel und der Mistgabel war der Rohling auf Rinder losgegangen und hatte ihnen schwere Verletzungen beigebracht. Ein Tier mußte abge­stochen werden, andere hatten Augen verloren. Einer Kuh wurde das Horn abgeschlagen. Der bru­tale Bursche wurde wegen Tierquälerei zur Höchst­strafe von zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Eisenbahnunglück in Ostfrankreich.

Im Bahnhof von Pagny-sur-Moselle im Depar­tement Meurthe-et-Moselle rammte infolge falscher Weichenstellung ein Güterzug einen Personenzug, der auf dem Ausweichgleis stand. Dabei wurden-sec^ Personen getötet.

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Während die Purgstaller die Aermel hochstreifte und in einen weißen Mantel schlüpfte, während Anrainer den Rücken frei machte und dazu ein biß­chen stöhnte, dachte er: Sternelement, das ist eine fesche Person! So was müßte man für immer um sich haben. Mit der wäre man aufgerichtet?

Um die Wahrheit zu sagen: er war weniger we­gen seines Hexenschusses als eben wegen Alwine Purgstaller gekommen, auf die er schon lange ein Auge hatte. Warum auch nicht? Er war Witwer, besaß ein gut gehendes Hotel, brauchte eine Frau. Wenn nur das Reden nicht märe, der Anfang! Er war nicht ungewandt, gewiß nicht, aber mit Fünf­undfünfzig geht einem das Wort doch nicht mehr so glatt von der Zunge wie mit Zwanzig. Außerdem wußte man denn, ob sie auch mochte?

Die Bauchlage bei der Massage war ihm ganz angenehm, weil er in dieser Stellung vorteilhafter wirkte. Er versuchte, ein wenig zu plaudern:

Was treibt Ihr Chef eigentlich in München?" .'Ach irgend so einen Kurs. Kurs kann man auch nicht sagen. Er bildet sich in einer Klinik fort. Es gibt doch allerhand Neues in der Medizin."

Ein fleißiger Mann."

Mehr als fleißig."

Auch tüchtig. Fast so tüchttg wie Sie."

Die Purgstaller ließ ein dunkel gurrendes Lachen hören, das ttef drunten in der Kehle entstand. Schmeichler!"

Nein, im Ernst. Sehen Sie, so eine Frau wie Sie fehlt in meinem Betrieb. Man kann nicht alles selber machen. Man kann auch nicht hinter allem her sein. Namentlich in der Küche. Kaum hat man den Rücken gedreht, da stehlen sie auch schon frech wie die Dackel. Das ist einmal so. Ich sage immer, ein Hotel ohne Frau ist wie eine Kirche ohne Pfar-

Kriegführung noch heftiger, noch rücksichtsloser, noch blindwütiger Menschen und Material einsetzen wird. Im eigentlichen deutschen Offensiobereich sind ihren Anstrengungen enge Grenzen gezogen. Denn die Verbindung zwischen den sowjetischen Armeen Ti- moschenkos ist zerrissen. Ganz anders steht es an dem größeren Teil der Ostfront: Von Stalingrad Woronesch nach Norden. Dabei kann der Raum von StalingradWoronesch als Uebergangsraum ange­sprochen werden. Ursprünglich war er deutsches Of- fensivobjekt oder schien es wenigstens zu sein; bis dann bei beiden Städten die großen Rechtsschwen­kungen nach dem Süden erfolgten und die Stoßrich­tungen der Schwerpunktbildungen sich verlagerten. So ist das Donknie dort, wo es bis auf 70 Kilo­meter an Stalingrad heranreicht, jetzt auf der Sehne der beiden Städte Kalatsch und Kljetskaja Schauplatz einer erbitterten Schlacht, die von beiden Seiten of­fensiv geführt wird. Aber der sowjetische Wille zur Entlastung tritt sehr klar zutage. Sehr deutlich ist das bei Woronesch, das am 10. Juli noch deutsches Offensivziel war; dort beschränkt sich die deutsche Kriegführung auf eine Verteidigung (genau so wie vor gerade einem Jahr bei Smolensk) und läßt die Bolschewisten anrennen.

Weiter nördlich hat in diesem Jahr ein deutscher Vorstoß größeres Ausmaß nicht angenommen. Die deutsche Front schwingt in ihrem Grundverlauf nach Nordwesten zurück. Sie ist so ausgeglichen, daß sie keine Winkel bildet; aber sie zeigt doch eiqjjge flache Ausbuchtungen. So bei Drei an der Oka und bei Rschew an der oberen Wolga. Wiederholt sind beide Städte in den letzten fünf Wochen als Mittelpunkte zäher Abwehrkämpfe gegen immer wie­derholte starke sowjetische Angriffsoersuche genannt worden. Dasselbe gilt vom W o l ch o w a b s chn i tt, wenn auch hier auf sowjetischer Seite eine ganz an­dere Zielsetzung vorwaltet. Die Kämpfe bei Stalin­gradWoronesch und bei Drei dienen ganz unmit­telbar der beabsichtigten Entlastung der sowjetischen Südfront. Sie sind Versuche zu Stößen in die deut­sche Flanke. Bei Rschew ist die unmittelbare Einwir­kungsmöglichkeit auf die Süd front nicht mehr vor­handen. Hier ist die Absicht vorherrschend, die deut­sche Heerfübrung, zubeschäftigen", auch die deut­schen Nachschubdispositionen abzuändern und da­durch zu stören. Bei den immer wieder gemeldeten heftigen Vorstößen an der Wolchow-Front (nörd­lich vom Ilmensee) ist das offenbare Ziel eine Ent­lastung Leningrads, das wieder in seine Absperrung zurückgesunken ist, seitdem das Eis des Ladogasees aufbrach. Also: Die deutsche Ostfront ist eine Einheit, auch wenn sie in zwei deutlich von­einander geschiedene Abschnitte zerfällt.

Dr. A. Hofrichter.

Sowjetschiff

vor dem Panamakanal versenkt.

Berlin, 3. Aug. (DNB.) Ein sowjetisches Han­delsschiff mittlerer Tonnaae, das auf der Fahrt von Neuyork nach Wladiwostok den Pa­namakanal passieren wollte, wurde im «Karibischen Meer kurz vor Erreichung des Kanals durch ein d e u t s ch e sU b o o t gestellt und versenkt. Das Schiff hatte Kriegsmaterial für die Sowjet­union an Bord und sank augenblicklich.-

Vierzigjähriges Militärjubiläum.

Am 4.August feiert der General der Pio­niere und Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres, General der Pioniere Jacob, fein 40- jähriges Militärjubiläum. Er trat 1902 als Fahnen­junker in das bayerische Eisenbahn-Bataillon ein und wurde 1904 Leutnant beim 1. bayerischen Pio­nier-Bataillon. Später ging er mit dem Eisenbahn- Bataillon als Kompanieführer in den Krieg. 1929 wurde er Kommandeur des Pionierbataillons 7 in München, dann 2sbteilungschef im Heereswaffenamt. 1935 Höherer Pionier-Offizier I, 1936 Inspekteur der Pioniere, Eisenbahnpioniere und Festungen und später General der Pioniere und Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres. 1940 wurde er Gene­ral der Pioniere. Wenn in allen Feldzügen dieses Krieges die Pioniere fei es als Sturmpioniere, Cisenbahnpioniere oder Festungspioniere her­vorragende Leistungen vollbracht haben, so ist das ein besonderes Verdienst ihres höchsten Waffenvor­gesetzten, des Generals der Pioniere Jacob. Nicht vergessen ist auch die Mitwirkung des Generals Jacob an der Planung und Schaffung des West­walles.

Hindenburg-Schule in Kassel, wurde vom Reichs­marschall Hermann Göring das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern für ihren tapferen Einsatz als Melder bei einem Luftangriff verliehen. Die Ueberreichuna der Auszeichnung erfolgte vor der Schülerschaft durch den Kommandeur der Kas­seler Schutzpolizei Oberstleutnant Schönherr, der der gesamten Schülerschaft das Beispielhafte Haltung ihrer vier Mitschüler eindrucksvoll

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Oie panamerikanische Falle.

Die neue Zitierung eines Präsidenten der süt, amerikanischen Länder jetzt ist es Ekuador nach Washington zum Herrn des Weißen Hauser gerade in einem Augenblick, da durch die Enthül. iung neuer Dokumente die kriegstreiberische Politk der USA.-Jmperialisten bereits Jahre vor diesem durch Plutokratenwillkür entfesselten Krieg der Welt, Öffentlichkeit bekannt wird, wirft ein bezeichnender Licht auf die konstanten Bemühungen Roose­velts, den südamerikanischen Kontinent völlig vor seinen Kriegswagen zu spannen. Die Motive zu die« fern frevelhaften Ränkespiel gegen die Souveränität der ibero-amerikanischen Welt, sind allzu offensicht» lich und wurden vor wenigen Tagen durch die Ver­öffentlichung des Berichtes des französischen Ge­sandten in Chile über die Quertreibereien des Roo, seoeltschen Handlangers Hüll auf der panamerika­nischen Konferenz von Limcpim Dezember 1938 er­neut in ihrer ganzen Skrupellosigkeit aufgedeckt. In dem Bericht wird die unmißverständliche Aeußerunz Hulls festgehalten, daß die USA. auf keinen Fal eine weitere Intensivierung des Handels Deutsch, lands mit gewissen südamerikanischen Staaten dul­den könnten.

Roosevelt hat in fernem krankhasten Ehrgeiz, den Weltdiktator zu spielen, kein Mittel unversucht ge­lassen, Südamerika von den europäischen Absatz­märkten abzuschließen, zumal er mit Schrecken fest« stellen mußte, daß nahezu 55 v. H. der Ausfuhr Südamerikas vor dem Kriege durch den Europrchan, del ausgenommen wurde. Deutschland war an die. fern Handel maßgebend beteiligt. Seit Jahren führt Roosevelt nun seine Handelsoffensive in Südamerika als Dollarkrieg durch Ankauf der Firmen, die mit den autoritären Staaten in Europa Handel trieben, ober durch deren Dankerottierung mittels Schleu­derpreisen oder aber durch Aufstellung der berüchtig­ten Schwarzen Listen. Auch verkehrsmäßig will er um jeden Preis den deutschen und italienischen Ein­fluß stoppen, indem er z. B. die deutschen und ita­lienischen Flstgverkehrslin'ien in Bolivien und Pern durch nordamerikanische Gesellschaften ersetzen ließ.

Die Imperialisten von Washington gehen in ihrem anpiaßenden Herrschastsanspruch sogar so wett, von den südamerikanischen Staaten eine radikale Um­wandlung ihrer gesamten wirtschaftlichen Struktur zugunsten Nordamerikas und Roosevelts Krieges zu verlangen, da naturgemäß die plötzliche Ausschal- hmg des europäischen Absatzmarktes nicht ohne Wir­kung auf ein ausgesprochenes Rohstoff Zentrum wie Südamerika bleiben kann. So verlangt man von Argentinien, daß ess feine Arbeitskräfte und sein Kapital, die bis jetzt vorwiegend dem Weizen-, Mais- und Flachssaatanbau dienten, nur für Zwecke verwendet, die mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen der USA. in Einklang zu bringen sind. Chile soll feine Woll- und Obsterzeugung beschränken und Brasilien feine Wirtschaft in ähnlicher Weise umbauen. Zu dieser Umstellung der südamerik-a- Nischen Wirtschaft will Washington großzügig nord- amerikanische Anleihen zur Verfügung stellen, um so die ibero-amerikanischen Länder vollständig in die goldenen Fesseln der Dollarpolitik zu schlagen.

Daß die Agenten Roosevelts den Dollar bisher bereits reichlich rollen ließen, beweist das politifche Mißgeschick der vielen kleinen Staaten Süd- und Mittelamerikas, die jetzt ihren Tribut für den pluto- kratischenKrieg zu entrichten haben. Ueiter 2 0 Mil­liarden Dollar umklammern nach vorsichtigen Schätzungen das Wirtschaftsgefüge Südamerikas und erleichtern die hemmungslose Versktavungspolittk der Dollar-Diplomatie, der bis jetzt nur Argentinien und Chile ihren unantastbaren Neutralitätswillen entge, genfetzen konnten.

Südamerika mußte sich allmählich den raffinierten Methoden der Kriegspolitik Roosevelts gefügig zei­gen, da er auch hier, genau wie gegenüber seinem eigenen Volk, mit der Täuschung einer angeblichen Neutralitätspolitik und mit dem Schreckgespenst der Nazi"-Jnvasion arbeitete.

Die Schlagworte von derpanamerikanischen Solidarität" und derSicherheit der westlichen He­misphäre" gehören selbstverständlich zum Hauptin­ventar dieser Täuschungspolitik. Auf der letzten pan- amerikanischen Konferenz im Januar dieses Jahres in Rio de Janeiro sahen sich bann die Staaten Lateinamerikas durch den von Washington provo­zierten Waffengang mit Japan plötzlich vor die Not­wendigkeit gestellt, den USA.-Betrug hinzunehmen, und zugleich war man zu der bitteren Erkenntnis gezwungen, daß alle bisherigen Neutralitätserklä­rungen Washingtons nur Vorspiegelungen gewesen sind. Seitdem hat Roosevelt alles darangefetzt, auch den letzten, Friedenswillen der lateinamerikanifchen Staaten zu vernichten.

Die Versionen über den Besuch des kolumbiani- scheu Präsidenten Lopez in Washington und den bevorstehenden Kanossagang des Präsidenten von j Ekuador ins Weiße Haus beweisen, daß der Kriegs, j tanz desWeltdiktators" in Südamerika wettergeht, i

Jialienlfche Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts.

Professor Fausto Torrefranda von der Flo- renttner Universität hat Werke der italienischen Kammermusik des 18. Jahrhundert aufgefunden, die jetzt während des Maggio musicale in Florenz auf ber schönen luftigen Loggia des Palazzo Strozzi zum erstenmal aufgeführt wurden. Es handelt sich durchgängig um den Concerto-Typus mit Einzel­part. Man machte die Bekanntschaft-mit Mauro Dalai (zwischen 168090 in Parma geboren), Giovanni Benedetta Clatti (geboren 1690 in Ber­gamo), der als berühmter Clavicembalist lange in Würzburg wirkte, ferner mit Luigi Bor ghi (wahr­scheinlich 1745 geboren), der in seiner Handschrift verblüffend an den jungen Mozart erinnert, und mtt Schöpfungen des großen Antonio Vivaldi.

Lin farbiger Kulturfilm der Ufa.

Der Münchner Kameramann Otto T r i p p e l hat bei einer Reise durch die Landschaften um Neckar und Main eine Fülle stilvoller Farbfilmstudien auf­genommen und zu einem stimmungsvollen farbigen Kulturfilm vereint.

Ein neuer Intendant in Freiburg.

Ms Nachfolger für den an das Deutsche Theater nach Den Haag berufenen Intendanten Dr. Nufer wurde Jntendanzrat Paul Hie der von den Städ­tischen Bühnen in Düsseldorf mit der Führung der Städtischen Bühnen in Freiburg i. Br. beauftragt.

willigen der SA. zusammensetzt, und sich auch in den harten Kämpfen des Ostens wieder bewährt hat. Bei dieser Gelegenheit konnte der Stabschef einer Reihe von Soldaten das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse übergeben.

Im Anschluß an die Schulungstagung der Deut­schen Arbeitsfront in der Reichsschule Berlin-Wann­see folgte unter Leitung des Reichsorganisations­leiters Dr. Ley eine mehrtägige Arbeitsbesprechung der Gauschulungsletter der NSDAP, und der Reichsschulungsbeaufttagten der angeschlossenen Ver­bände. Am ersten Tage sprachen die Reichsleiter Dr. Ley und Rosenberg.

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Zwischen dem Leiter des Jugendamtes der DAF^ und dem Berufsreferenten beim Reichsjugendführer wurde vereinbart, daß ein Vertreter des Jugend­amtes der DAF. und der HI. im Verwaltungsrat bzw. Aufsichtsrat der Sozialgewerke des Hand-