unter der umsichtigen Lesung von Sportkrersführer Stein und Kreisfachwart Lieb reibungslos ab. Ergebnisse: Männer, 100-Meter-Lauf: 1. Uffz. Müller, LSV., 11,5 Sek.; 2. Gefr. Auer, LSV., 11,6; 3. Uffz. Krafst, LSV., 11,8. — 4OOMeter-Lauf: 1. Obgefr. Lorenz, LSV., 57,6 Sek.; 2. Uffz. Re- bischke, LSV., 60,0; 3. Obgefr. Lösing, LSV., 61,6; 4. Flg. Hohmann, LSV., 62,9. — 3000-Meter-Lauf: 1. Gefr. Öttersdorf, LSD.. 10:18,7; 2, Fw. Hessel, Kdsch. v. Hutten, 10:19; 3. Gefr. Klingenberg, LSD., 10:19,2; 4. Gefr. Nocky, LSD., 10:19,4; 5. Uffz. Freyters, LSD., 10:36; 6. Gefr. Würrle, LSV., 10:40; 7. Gefr. Krüger, LSD., 10:51. — Männer, Kl. I, 3000-Meter-Lauf: 1. Feldw. Becker, LSV., 9:40,9; 2. Ockstadt, LSV., 9:45,7; 3. Rother, LSV., 9:46,5. — Männer, Weitsprung: 1. Gefr. Dörschel, LSV., 6,07 Meter; 2. Gefr. Kohlrusch, LSV., 6,04; 3. Uffz. Kraft, LSV., 5,60; 4. Gefr. Wolff, LSV., 5.55. — Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, DfB.-R., 14,51 Meter; 2. Fw. Ammon, Kdsch. v. Hutten, 10,47; 3. Weimann, LSV., 10,39; 4. Fw. Türk, Kdsch. v. Hutten, 9,61; 5. Uffz. Köhlinger, Kdsch. v. Hutten, 9L5. — HJ.-Klasse A, 100-m-Lauf: 1. Kirstein, Mtv., 12,6 S.; 2. Happel, Gr.-Linden, 13'1. Kugelstoßen (61/» kg): 1. Ketterer, Mtv., 10,94 Meter; 2. Kirstein, Mtv., 10,76; 3. Happel, Gr.-Linden, 9,00. Weitsprung: 1. Kirstein, Mtv., 5,58 Meter; 2. Ketterer, Mtv., 5,23. — Frauen, 100-Meter-Lauf: 1. Reinstädter, Heuchelheim, 14,5 Sek.; 2. E. Vogel, GRG., 15,6; 3. L. Kimmel, GRG., 16,8. Schleuderball: 1. L. Keßler, Mtv., 31,00 Meter; 2. M. Seim, Mtv., 28,40; 3. Reinstädter, Heuchelheim, 27,50. Weitsprung: 1. L. Keßler, Mtv., 4.15 Meter; 2. M. Seim, Mtv., 4,10; 3. Reinstädter, Heuchelheim, 3,90. — B D M. Kl. A, 75-Meter-Lauf: 1. Inge Rolfes, Mtv., 11,0 Set.; 2. R. Rolfes, Mtv., 11,2; 3. S. Gebhardt, Mtv., 11,5. Schleuderball: 1. Anni Deibel, Tv. Wieseck, 29,00 Meter; 2. G. Kirstein, Mtv., 28,00; 3. L. Schuldt, Tv. 1846, 26,00. Weitsprung: 1. R. Rolfes, Mtv., 4,50 Meter; 2. I. Rolfes, Mtv., 4,30; 2. L. Schuldt, Tv. 1846, 4,30; 3. L. Hauck, To. 1846, 4,00. BDM, Klasse B, 75-Meter-Lauf: 1. L. Schuldt. To. 1846, 10,6 Sek.; 2. B. Kreiling, Mtv., 10,9; 3. L. Hauck, To. 1846, 11.5.
Für den Abend hatte Sportkreisführer Stein den Kreissührerstab zu einem kameradschaftlichen Beisammensein eingeladen. Bei dieser Gelegenheit hob ,er die gute kameradschaftliche Zusammenarbeit der Fachwarte und Mitarbeiter hervor, durch die es ermöglicht wird, nicht nur die Leibesübungen in unserem Sportkreis immer weiter zu fördern, sondern auch Tage ganz besonderen Einsatzes, wie den vergangenen, durchzuführen. Er überreichte itn Auftrage des Gauführers den Kameraden Kreisfachwart Deibel und Kroismännerturnwart Reuter den Ehrenbrief des RSRL. und würdigte die Verdienste der Geehrten nicht nur als aktive Sportler, die den Namen der Stadt Gießen in Ehren vertraten, sondern auch ags Kameraden, die ihre reiche Erfahrung und ihr Können weiter dem NS.-Reichsbund in ihren Fachgebieten zur Verfügung stellen.
Kußball.
Gießen — Marburg 5:4 (3:1).
Marburg hat schon immer in Gießen schöne Spiele gezeigt, und so auch diesmal. Leider vermißte man den vorzüglichen Wiener Torhüter Pelda, da
zudem die Mannschaft nur mit neun Spielern antrat, mußten die Spieler Drösch (LSV.) und Engel (VfB.-R.) auf feiten der Marburger aushelfen. Auf Grund des besseren Stürmerspiels hat Gießen verdient gewonnen. Zu Beginn des Spieles kamen die Gäste sofort gut ins Spiel und konnten gefährliche Angriffe vortragen, die zu mehreren Ecken führten. Allmählich machte sich Gießen wieder frei und konnte durch Dröschet den Führungstreffer erzielen. Kurze Zeit später erhöhte Wolf auf 2:0. Als Schuck im Strafraum zu lange zögerte, schoß der Mittelstürmer der Gäste entschlossen ein. Aber Dörschel konnte durch schönen Schuß die alte Tordifferenz wiederherstellen. Sofort nach dem Wechsel sah man wieder Marburg im Vorteil. Durch Bickel und dem Niederräder Hermann war auch bald der Ausgleich erzielt. Noch einmal raffte sich Gießen zusammen und konnte durch Tore von Dörschel und Wolf auf 5:3 davonziehen, wogegen Marburg nur noch einmal erfolgreich sein konnte.
Handball.
Luftwaffe Gießen — Bann 116 9:7 (4:2).
Das Handballspiel war einer der Höhepunkte der sportlichen Veranstaltungen auf dem Waldsportplatz. Beide Mannschaften zeigten flottes Spiel. Die Luftwaffe trat, mit einer Ausnahme, in der bisherigen
Aufstellung an, während die Bannmannschaft für zwei ihrer Vesten Ersatz hatte. Die Soldaten hatten eine kleine Ueberlegenheit und konnten einen knappen Sieg erringen. Trotz der Niederlage konnte die Bannauswahl sehr gefallen und forderte dem Gegner alles spielerische Können ab.
Nach Beginn lag die Luftwaffe sofort im Angriff und erzielte zwei Treffer. Nur langsam kam die Bannmannfchaft ins Spiel und konnte ein Tor aufholen. Wiederum legten die Soldaten zwei Tore vor. Ein Fehler ihres Torwarts nutzten die HI.-Spieler aus, um ihren nächsten Treffer anzubringen. In der Pause wechselte der Bann einen Spieler aus und nahm eine Umstellung vor, welche für ihn von Vorteil war. Die Angriffe der Soldaten wurden besser abgewehrt und selbst gefährliche Vorstöße unternommen. Die Erfolge der Flieger wurden immer wieder ausgeglichen. Beim Stande von 6:5 Toren für die Luftwaffe hatte das Spiel seinen Höhepunkt. Beiderseits sah man nun vortreffliche Leistungen. Die Soldaten setzten zum Endspurt an und konnten zwei Treffer erzielen, ehe der Gegner wieder zum Gegentor kam. Gegen Schluß des Spieles waren beide Mannschasten nochmals erfolgreich. Für die Luftwaffe waren: Müller (4), Hauptmann Wagier (3), Kraft (2), für die HI. Stoll (2), Rühl (2), Becker (1), Bentheim (1), Müller (1) die Torschützen.
Erster Sieg in Budapest.
Fußball Ungarn — Deutschland 3:5 (3:1).
Zum ersten Male ist es einer deutschen Mannschaft gelungen, Ungarns Fußballelf im Länderspiel in Budapest zu bezwingen. 33 Jahre sind, gerechnet von der ersten Begegnung am , 4. April 1909 in der ungarischen Hauptstadt, bis zu diesem Ereignis vergangen. Mit 5:3 Toren siegte unsere Elf vor rund 40 000 Zuschauern, nachdem sie bis zur Pause gegen die machtvoll drängenden Ungarn noch klar mit 1:3 Treffern im Nachteil gelegen hatte.
Unter brausendem Beifall der 40 000 Zuschauer liefen die beiden, vom italienischen Schiedsrichter Rinaldo Barlassina angeführten Mannschasten aufs Feld. Die Mannschaften:
Deutschland: Jahn
Jahnes Miller Kitzinger Rohde Sing
Dörfel Decker Conen Walter Durek
Kincses Zsengeller Tihany Bodola Gyetvai Nagyarofsi Szuesz Dudas
Biro Balogh
Ungarn: . Toth
Etwas überraschend kam die deutsche Mannschaft nach viertelstündiger Spieldauer zur Führung. Unsere Freude war nur von kurzer Dauer. Bereits zwei Minuten später griff Rohde bei einem Vorstoß von Bodola nicht sehr sauber ein. Den daraufhin von Barlassina verhängten Strafstoß vom Elfmeterpunkt schoß Nagyarofsi hart und placiert ein. Ein ungarischer Eckball und ein von Jahn noch im letzten Augenblick verhindertes Tor gegen Bodola waren die nächsten Merkmale des Kampfes. Ein von Dörfel verschuldeter Freistoß gab dem ungedeckten Zsengeller Gelegenheit, das Leder zu erhaschen und
in die rechte Torecke einzulenken. Tyhanyi war es, der den Halbzeitstand auf 3:1 stellte.
Bald nach Wiederbeginn mußte unsere Abwehr noch eine dritte Ecke über sich ergehen lassen, aber dann häuften sich unsere Vorstöße zu einer kraftvollen Belagerung des ungarischen Tores. In der 14. Minute konnteSzuesz nur unter Zuhilfenahme der Hand sich des vorstürmcnden Conen erwehren. Barlassina gab einen Freistoß wenige Meter vor der 16-Meter-Grenze. Janes fetzte trotz der starken ungarischen Abwehrmauer den unheimlich scharf geschossenen Ball bombensicher zum zweiten deutschen Zähler ins ungarische Tor. Unser Angriff erzwang dann im Kampf gegen Ungarns Abwehr eine Doppelecke, wobei Kitzingers Kopfstoß von Toth abgefangen wurde. Eine wiederum von Kitzinger ausgezeichnet eingefädelte Aktion führte in der 20. Minute nach der Pause zum Gleichstand. Schon zwei Minuten später hatte der Stuttgarter erneut eine großartige Torgelegenheit, doch mit seinem raschen Antritt spielte er den Ball zu weit vor und gab dadurch Ungarns Abwehrspieler die Möglichkeit zur Rettung. Schon in der 25. Minute wurde das deutsche Führungstor erzielt. Dieser Torerfolg spornte die deutsche Mannschaft zu einer noch größeren Leistung an. Die Ungarn kamen lediglich zu weiteren drei ergebnislosen Eckbällen und einem allerdings gefährlichen Freistoß von Gyetvai. Auf der Gegenseite tauchte zum Schluß noch der Läufer Sing vor den Stürmern auf, und knapp vor dem Schlußpfiff, als Walter den Stuttgarter freiaespielt hatte, konnte der Außenläufer sich gegen Balog durchsetzen und mit flachem Schuß das fünfte deutsche Tör schießen.
Ausbrecher Merkens verhaftet»
Einbrüche in der Grünberger Gegend. — Salervski noch auf der Flucht.
+ Grünberg, 3. Mai. Die aus der Siche» rungsanftalt in Butzbach vor einigen Tagen aus- gebrochenen Zioilgefangenen Paul Mertens und Alfons S a l e w s k i, auf deren Schuldkonto — wie» von uns bereits gemeldet — auch der Ueberfall auf das Bahnwärterhaus bei Großen-Linden und dis erheblichen Verletzungen des Bahnwärters «peng- ler kommen, waren am Donnerstag in der Nähe von Reiskirchen gefaßt und in diesem Ort in Gewahrsam genommen morden, wobei man der Annahme war, zwei entwichene Kriegsgefangene vor sich zu haben. In der folgenden Nacyt gelang den Verbrechern jedoch die Flucht aus dem Dorfgefängnis, und nun kam auch bald eine Meldung über neue Einbrüche. In Queckborn wurden aus dem Kellergeschoß des Hauses des stellvertretenden Ortsbauernführers Ludwig G ö r n e r t XV. zehn Büchsen mit Wurst, 1 Topf mit Fett, 1 Mütze und 1 Paar Frauenschuhe entwendet und 1 Feldmütze eines französischen Kriegsgefangenen und 1 Paar Frauenschuhe zurückgelassen. Aus dem Hofe des Gastwirts Johannes Sarnes wurden vier einzelne Strümpfe gestohlen, und aus der Waschküche der Witwe D i e tz 1 Messer, 1 Paar Schuhe und 1 Handtuch entwendet. Der Freitag, l.Mai, war daher ausgefüllt mit einer großen Suchaktion, ein starkes Aufgebot Gendarmerie und Landmacht fahndete in der Grünberger Gegend eifrig nach den Tätern, ohne ihrer jedoch habhaft zu werden. Nun erfolgte in der nächsten Nacht wiederum ein Einbruch, diesmal in der etwas abseits von Grünberg gelegenen S t e i n m ü h l e (Besitzer Heinrich Z i m m e r). Der Einbruch war durch ein nur lose angelerntes Fenster in der Küche erfolgt, mehrere Laib Brot und ein Wams waren die Beute des Einbrechers. Bei der weiteren Fahndungsaktion entdeckte man in der unweit der Steinmühle stehenden Feldscheuer des Landwirts Karl Keil, als dieser mit seiner Braut einen Wagen Heu belud, eine verdächtige Bewegung in dem Heu, und alsbald konnte die Gendarmerie den Eindringling herausholen, der sich als der gesuchte Butzbacher Ausbrecher Paul Mertens entpuppte. Mertens hatte in einem Sack noch vier Brote und neun Büchsen Wurst bei sich. Sowohl den Einbruch in Grünberg, als auch den in Queckborn gab er zu, dagegen behauptete er, daß sein mit ihm ausgebrochener Spießgeselle Sale w s k i sich von ihm getrennt habe und nach Westfalen wollte. Der Einbrcher wurde sofort nach Gießen in Polizeigewahrsam gebracht.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftieilers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Derlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck.
Anzeigenpreisliste Nr. 6.
Kurz nach dem Tode seines Vaters und dwggjM dem Heldentod seines jüngsten Bruders erhielten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß mein lieber, herzensguter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Töchterchens, mein lieber, guter Sohn, unser lieber, Siter Schwiegersohn, Enkel, Bruder, Schwager, nkel und Neffe
Karl Soodmann
Gefreiter in einer Panzerdivision
bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer, Volk und Vaterland im 32. Lebensjahre gefallen ist. Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung.
In tiefer Trauer:
Frau Pauline Soodmann, geb. Rinker und Töchterchen Helga und alle Angehörigen.
Größen-Linden, den 1. Mai 1942.
Mit den Angehörigen trauern um ihren lieben Mitarbeiter
Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma
Heyligenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik
G. m. b. H . Giehen.
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Statt Karten!
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen geliebten Mann, meinen immer treusorgenden Vater und Schwiegervater, meinen lieben Opa und guten Bruder, Schwager und Onkel
Herrn Wilhelm Fleischhauer
Reichsbahnobersekretär i. R.
heute nach kurzem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen.
In tiefer Trauer: Frau Johanna Fleischhauer, geb. Klingelhöfer; Studienassessor Robert Ewald und Frau Herla, geb. Fleischhauer, und Kind; Frau Marie Enders und alle Angehörigen.
Gießen (Crednerstraße 10 p.), im Felde, Büßfeld, den 2. Mai 1942.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 6. Mai, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt.
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Mein einziges, geliebtes Kind
Dörte
ist nach kurzer, schwerer Krankheit in Rostock am Sonntag, dem 26. April, eingeschlafen.
Ernst Levin
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