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anerkannten Lehrgang besucht haben. Die hauswirt­schaftlichen Lehrlinge reichen ihren Antrag auf Zu­lassung zur Prüfung über die Kreisstelle des Deut­schen Frauenwerkes an die Berufsschule ein.

Hausgehilfinnen, die mindestens drei Jahre lang im Haushalt gearbeitet und eine dreijährige haus­wirtschaftliche Berufsschule mit Erfolg besucht haben, können sich ebenfalls zur Prüfung melden, ferner in Zukunft alle Hausgehilfinnen, die minde­stens 5 Jahre im Haushalt gearbeitet haben und an einem genehmigten Lehrgang, der an einer haus­wirtschaftlichen Schule abgenommen wurde, teil­genommen haben.

Meldungen zur Prüfung sind bis zum 9. März an die Mädchenberufsschule Gießen, Kirchstraße 18, zu richten. Dort kann auch nähere Auskunft ein­geholt werden. gfs.

Gießen-Klein-Linden.

Die Spar- und Darlehenskasse Klein-Linden batte ihre Mitglieder für Samstag abend zur Jahres­hauptversammlung in die Wirtschaft von Fritz Weller eingeladen. Aufsichtsratsvorsitzender Hein­rich Fischer leitete die stark besuchte Versamm­lung. Schremermeister Wilhelm Fey als Di.rek.or der Kasse erstattete den Geschäftsbericht. Am Jahres- tckluß 1941 waren 268 Mitglieder eingeschrieben. An Geschäftsanteilen sind 276 von je 50 RM. aus­gegeben. Die Haftsumme aller Mitglieder beträgt 138 000 RM. Die Zahl der Sparkonten hat sich gegen das Vorjahr um 96 auf 1122 erhöht, so daß heute fast jeder zweite Einwohner unseres Vor­orts im Besitz eines Sparbuches der Kasse ist. Der Kasse ist die hiesige Schulsparkasse und ein Klein­sparmarkenverkehr angeichlossen. Der Gesamtumsatz erfuhr eine Steigerung von nahezu 200 000 RM. und erreichte die Summe von 1 561 698 RM. Der Zugang an Wertpapieren belief sich auf 85 000 RM., während die ausgegebenen Kredite eine Höhe von 236 000 RM. erreichten. Spareinlagen und Ein­lagen in laufender Rechnung beliefen sich auf 673171 RM., das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 200 000 RM. Der Kleinspar- markenverkehr erbrachte 11 985 RM., die Schulspar- faffe 4781 RM.

lieber die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung berichtete Sparkassenrechner Theo Leib. Auch aus diesem Bericht ging hervor, in welch starkem Maße sich die Kasse aufwärts bewegt. Die geprüfte Rech­nung fand die einstimmige Genehmigung der Ge­neralversammlung.

lieber die Aufwärtsentwicklung der Kasse in den letzten zehn Jahren gab Kassenrechner Leib einen interessanten Bericht. Die Spareinlagen die sich im Jahre 1931 auf 175 000 RM. beliefen, stiegen auf 700 000 RM. Die Bankguthaben steigerten sich von 3600 RM. im Jahr 1931 auf 395 000 RM. im Jahr 1941. Wertpapiere waren bis 1935 keine vorhanden, sie stiegen von 2000 RM. im Jahr 1936 auf 145 000 RM. in diesem Jahr. Die ausgegebenen Kredite beliefen sich im Jahr 1931 auf 189 500 RM., im Jahr 1942 auf 235 630 RM. Während die Kasse im Jahr 1931 an Mitgliedern 158 zählte, hat sie gegen­wärtig 272 Mitglieder.

Der Reingew nn findet wie folgt Verwendung: Auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder werden 5 v. H. Dividende bezahlt; der verbleibende Rest wirb zur Hälfte dem Reservefonds, zur anderen Hälfte der Betriebsrücklage überwiesen.

Die satzungsgemäß ausscheidendm Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt, und zwar vom Vorstand Direktor Wilhelm Fey und vom Auf­

sichtsrat Heinrich Fischer, Karl Klein und Lud­wig V i e h m a n n.

^Zum Schluß der Versammlung teilte der Ver­treter der Ortsgruppe der NSDAP., Pg. Fischer, noch mit, daß die Kasse der Unterstützung der Partei sicher sein könne, er sprach ferner über die Notwendigkeit des Sparens, und warnte vor. un­nötigen Käufen.

Gießener SchlachtviehmarN.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverftei- gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 33,5 bis 43,5, Kühe 16 bis 43,5, Färsen 39,5 bis 47,5, Kälber 25 bis 57, Schafe 45 Rpf. je Vi t kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, e bis f (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Specksauen) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15 RM. Verlauf: alles zugeteilt.

Gießener Dochenmarktpreije.

* Gießen, 4. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % -kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Weißkraut, % kg 8 bis 12, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, Unterkohlrabi 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15 Rpf.

♦♦ Akademische Berufung. Auf den neu- geschaffenen Lehrstuhl für Baukonstruktion und In­dustriebau an der Technischen Hochschule Berlin wurde Pros. Dr.-Jng. habil. Hermann Seeger, ein geborener Gießener, berufen.

** Arbeitsjubiläum. Wieder konnte die Firma Joh. Dalth. Noll, Gießen, ein langjähriges Gefolgschaftsmitglied ehren. Frl. Marg. Dönges, Gießen, feierte am 28. Februar ihr 2ojähriges Ar- beitsjubiläum. Aus diesem Anlaß war ihr Arbeits­platz von den Kameraden würdig geschmückt worden. In einem Betriebsappell dankte der stellv. Betriebs« führer, Prokurist Kuhl, der Jubilarin für ihre treuen Dienste und überreichte ihr ein Diplom so­wie ein Geschenk der Firma. Auch die Gefolgschaft ehrte ihre Arbeitskameradin durch Geschenke. Als Vertreter der DAF. sprach Kreissachwalter Pg. P i p p e r und überreichte ihr das Ehrendiplom der Deutschen Arbeitsfront.

♦♦ Eine Achtzigjährige. Am heutigen 4. März begeht Frau Luise Walther, geb. Krae- mer, Walltorstraße 2 wohnhaft, ihren 80. Geburts­tag in körperlicher und geistiger Frische. Die Jubi­larin wurde in weitesten Äreijen durch das von ihr geführte Stickereigeschäft am Lindenplatz bekannt. Der alten Dame, die noch regen Anteil an den Zeitgeschehnissen nimmt, wünschen wir einen wei- teren gesunden Lebensabend.

Aus her engeren Heimat.

Hauptversammlung der ehemaligen Schüler der Ackervauschule Friedberg.

* B u tz b a ch, 2. März. Arn Nachmittag des Kreis­bauerntages fand die Hauptversammlung des Ver­eins der ehemaligen Schüler der Ackerbauschule Friedberg statt. Der Vereinsleiter, Bürgermeister und Bezirksbauernführer Schneider (Ostheim) begrüßte die Versammlung und hob die Bedeutung dieses Zusammenschlusses hervor. Der Vertreter und Geschäftsführer der Ackerbauschule Wolf gab dann einen Rückblick über die Veranstaltungen und Füh­rungen, sowie Lehrfahrten des Vereins feit 1938. Anschließend hielt Landstallmeister Dr. Sender (Darmstadt) einen interessanten Vortrag über die Pferdezüchtung und Pferdehaltun g". Er ging von der Bedeutung der Pferdezucht für den Krieg und die Landwirtschaft aus und sprach über Fragen des Hufbeschlages, des Scherens, der Füt­terung, des Weideganges der Pferde, der Paarung, Haltung und Wartung der Stuten, des Abfohlens, der Stallkontrolle, der Pflege und Aufzucht der Fohlen, der wichtigsten Krankheiten, ihre Verhütung und Bekämpfung. An den lehrreichen Vortrag schloß sich eine längere Aussprache an. Der Ver- einsvorsjtzende Schne'cher beendete in der üblichen Weise die Hauptversammlung.

Nach einer kurzen Pause wurden auf dem Markt­platz unserer Stadt die Hengste des hiesigen Ge­stüts den Besuchern des Bauerntages vorgeführt. Landstallmeist'er Dr. D e n cke r gab Erläuterungen über Abstammung, Alter usw. der wertvollen Warm- und Kaltbluttiere. Damit fand der dies­jährige Kreisbauerntag fein Ende.

Landkreis Gießen

Lollar, 3. März. Die hiesige Sänger­vereinigung hielt am Sonntagnachmittag in

derGermania" ihre diesjährige Jahreshaupt­versammlung ab, deren Besuch als zufrieden­stellend zu bezeichnen ist. Nach Entgegennahme der Berichte des Vereinsführers, des Schriftführers und des Kassierers, die einstimmige Zustimmung fanden, standen interne Fragen zur Besprechung. Leider mußten die Gesangstunden in der letzten Hälfte des vergangenen Jahres ausfallen. Dem zur Zeit im Urlaub befindlichen und in der Versammlung an­wesenden Sangesbruder Bootsmaat Erich Rohr­bach entbot der Vereinsführer besonderen Gruß. Mit. dem Treugelöbnis für den Führer endete die im besten Kameradschaftsgeist verlaufene Versammlung.

# Mainzlar, 3. März. Die Spar- und Dorschußkasse G. m. b. H. Mainzlar hielt in der GastwirtschaftZum Schwanen" unter Lei­tung des Aufsichtsratsvorsitzenden Christian L e m- m e r ihre Jahresversammlung ab. Der Direktor Heinrich Spaar IV. erstattete den Geschäfts­bericht, aus dem eine sehr gute Entwicklung .der Kasse im Berichtsjahr zu ersehen war. Nach der Erstattung des Kassenberichts und der Rechnungs­ablage wurden Aufsichtsrat, Vorstand und Rechner entlastet. Don dem Reingewinn sollen 6 v. H. Divi­dende verteilt werden, der dazu nicht erforderliche Betrag wird dem Reservefonds überwiesen. Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder wurden 'einstimmig wiederge­wählt.

* Daubringen, 3. März. Am Sonntag hielt der GesangvereinSängerlust" Dau­bringen seines Jahresschlußversammlung ab. Der Dereinsführer Wilhelm Opper gedachte zu­nächst der im Jahre 1941 auf dem Felde der Ehre gefallenen Sangeskameraden und bj?r in der Heimat Perstorbenen. In seinem Jahresbericht wies er auf das Lazarettsingen des Vereins und auf die Teil­

nahme am Leistungsstngen sowie auf die Opfer» freutrigteit der Mitglieder bei freiwilligen Leistun­gen im Dienste der Volksgemeinschaft hin. Einigen Sängern wurde für ihre Verdienste um das deutsche Lied die goldene dzw. silberne Sängerehrennadel überreicht. Der Rechner Karl Opper erstattete den Kassanbericht, der einen guten Stand der Kasse auswies. Der Sängerführer Heinrich Wagen- b a ch berichtete über den Besuch der Gesangstunden im verflossenen Jahre. Nach der Entlastung des Vorstandes und des Rechners wurde mit besonderem Dank des Rechners Karl Opper. gedacht, der das Rechneramt schon seit 32 Jahren in vorbildlicher Weise führt. Die Versammlung beschloß sodann noch eine Zigarettenspende für die im s^elde stehen- öen Sangeskameraden, zu der alle Sänger durch t)ie Stiftung von Zigaretten beitragen, rooür ein Mitglied sogar seine ganze Raucherkarte stickete. Mit dem Gruß an den Führer und unsere Wehrmacht wurde die Versammlung geschlossen.

* Steinbach, 4. März. Frau Witwe Christina Elionora Hofmann, geb. Schäfer, wurde am gestrigen Dienstag 7 0 I a h r e a 11. Der Jubilarin nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch.

* Alhach, 4. März. Der hiesige Z'.mmermeister und Kirchenrechner Heinrich Dippel kann am Heu- tigen Mittwoch, 4. März, in aller Frische seinen 7 0. Geburtstag begehen. Dem Jubilar gilt auch unser herzlicher Glückwunsch.

250 000 Mark Steuerstrafe.

Lpd. L i m b u r g, 2. März. Wegen Hinterziehung der Umsatz-, Einkommen-, Krisen-, Bürger- und Vermögenssteuer, Aufbringungsumlage, Gewerbe« ertragssteuer und Gewerbekapitalsteuer von zusam­men 320 000 RM., insbesondere durch unrichtige Angaben des Warenlagers in den Geschäftsbilanzcn, wurden rechtskräftig bestraft: der Kaufmann An­dreas A l b e r t in Limburg mit 200 000 RM. Geld- ftrafe und die Ehesrau Magdalena Albert, geb. Fränk, mit 50 000 RM. Geldstrafe.

Mutter und zwei Kinder vermißt.

Lpd. Darmstadt, 2. März. Seit Samstag wird die 23jährige Frau Charlotte Becker mit ihren beiden 4 und 5 Jahre alten Kindern ver­mißt. Die Frau ist etwa 1,66 m groß, schlank, hat dunkelbraunes Haar und trägt schwarzen Mantel und dunkles Kleid. Das vierjährige Mädchen Helga ist mit weißem Lammfellmantel und der fünfjährige Junge Egon mit dunkelbraunkariertem Mantel be­kleidet. Mitteilungen über die Vermißten nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

An Feldpostpäckchen vergriffen.

Lpd. Mainz, 3. März. Verhängnisvolle Folgen hatte für den 26 Jahre alten K. I. F. seine Leiden­schaft für Zigaretten. Er hatte auf ferner Arbeits­stelle beim Befördern der Post Feldpostbriefs und Päckchen, die Zigaretten enthielten, u n terfchlagen und die Zigaretten für sich ver­braucht. Das Sondergericht Darmstadt, das in Mainz tagte, verurteilte den Angeklagten als Volks- fchädling im Sinne des § 4 der Dolksschädl'ngsver» ordnung zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus wegen Unterschlagung der Zigarett^nsendungen und wegen eines weiteren Falles fortgesetzter Unterschlagung an Stelle einer Gefängnisstrafe von VA Jahren ZU 1 Jahr Zuchthaus. Beide Strafen wunden zu 2 Jahren Zuchthaus zufammengezogen.

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Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber« landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundföhlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom« und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht .Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frank­furt a. M. Nr. 27707 oder auf die auf den Quit­tungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und ent­richtet werden. 755A

Vom 16. März 1942 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Januar 1942 einschließlich Kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen.

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