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einer Klinik bekannt, daß ihr im Laufe eines Iah-

einmal wie alte Bekannte. Sie sind erfüllt von tie.

nur

Aus der Stadt Gießen

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unverlierbaren Besitz wurden.

So lebt denn der Maler-Schriftsteller ferna* ber Großstadt in dem abgeschiedenen Vogelsbergdörsi cken nur seiner Kunst, ein harmonisches Dasein an der Seite seiner freundlichen Gattin, die mich in ihrem sympathischen süddeutschen Dialekt so herzlich

Dingen zu, aber wir waren uns sehr einig darin, vaß nur ein erfülltes Leben in Stille und Einsarn- keit Werte zu schaffen vermag, die über das Zeit­liche hinausgehen und daß wir gerade in dieser harten Zeit ihrer mehr denn je bedürfen.

Marie Mohr.

herzlich. , Ä

Laubach, 29. Jan. Die diesjährige General- des Pferdeversicherungs­aubach fand unter dem Vorsitz von

Verdunkelungszeit:

4. Februar von 19.11 bis 8.28 Uhr.

einlud, ihr Gast zu sein, und die mir noch manche !? Erläuterung zu dem Schaffen ihres Mannes gab. Unser Gespräch wandte sich wohl auch allgemeinen

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Am kommenden 6. Opfersonntag wollen rolr alle gern und reichlich für das Kriegs-Winter- hilfswerk spenden!

Atelierbesuch in Groß-Eichen.

Aus dem Wirken eines oberhessischen Malers und Schriftstellers

und München gaben ihm das technische Rüstze mit auf den Weg, und da die Mittel für ein un­unterbrochenes Studium nicht zur Verfügung stan den, fand er sich immer wieder zu Hause ein, um die Palette und den Pinsel mit dem Pflug und der Sense zu vertauschen. Kein Wunder also» daß erst aus dem heimatlichen Boden die Wurzeln seines Schaffens sprießen konnten. Die dörfliche Gemein» ichaft, das Zusammenleben mit den Bauern urtb mit der Jugend wurde zum Ausgangspunkt seiner Kunst, und wenn sich auch in reiferen Jahren die Perspektiven vergrößerten, so blieb Eimer doch bis heute der bescheidene Bauernsohn, dem das ererbte Gut und die Geisteskraft seiner Vorfahren zunl

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fern Verständnis für die Kinderseele, und in oll diesen frischen Erzählungen, die in gleicher Weise das schlichte Kind aus dem Dorfe wie das sehr viel anspruchsvollere Großstadtkind ins Märchenreüh führen, verbindet sich das erzieherische Moment ab­sichtslos mit dem Erlebnisbereich einer glücflidjen, I unbeschwerten Jugend. Solche Bücher konnte nw^1 ein Mensch schaffen, der die eigene Jugend auf de«, Lande verlebte und der die Segnungen einer kost, baren ungebundenen Kindheit genoß, in der Phan, tafie und Wirklichkeit noch beglückende Einheit waren. Und so war es wohl auch.

Ern st Eimer wurde am 14. Juli 1881 als Bauernsohn in Groß-Eichen geboren und per. brachte in seinem Heimatort eine glückliche Kind, heit. Der Wunsch, Maler zu werden, regte sich schon frühzeitig, und so kam es, daß er schließlich mit zwanzig Jahren, trotz vielseitiger Widerstände vom väterlichen Hof Abschied nahm und auf die Wan.

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Wir traten in das große, breitfenstrige Atelier mit dem Blick auf die herbe Landschaft des Vogels­bergs, in die friedliche Abgeschiedenheit des kleinen Dörfchens, dem Geburtsort des Malers. E r n ft Eimer ist nicht der Mann, der große Worte macht, um die Verdienste seiner Person in den Vorder­grund zu schieben. Und so sagten denn die zahl­reichen Bilder an den Wänden und auf den Staffe­leien mehr aus über die Wesensart des Künstlers als es dürre Worte zu tun vermöchten. Die o b e r - hessische Heimat ist es, die den Künstler formte und die in seinen Werken Gestalt wurde: Landschaften, gesehen mit dem weiten Blick des Malers, farbenfroh leuchtend, idyllische Winkel, durchflutet vom Sonnenlicht. Auch in seinem Ver- Vandtenhause des Brauers Fränk in Laubach sind viele seiner charakteristischen Gemälde entstan­den. Dazu kommen die zahlreichen Genrebildes, Typen aus dem Volksleben, skatspielende Bauern, eine Frau am Spinyrad, zwei Walzbrüder, Hirten­jungen, Männer und Frauen bei der Feldarbeit alles Gestalten, wie das Leben sie schuf, ohne Be­schönigung, ohne Abstraktion. Aus allen diesen Bil­dern spricht die unmittelbare Zusammengehörigkeit der Menschen zur Landschaft; sie sind nicht heraus­gehoben, nicht gewaltsam dahingesetzt, sie sind ein Bestandteil ihrer Umgebung. Soweit der Male.

Versammlung verein? L-----, ~,

Georg Wilhelm Jäger statt. Von dem Rechner Albert Peter wurde der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgelegt, in dem die Mitglieder für ihre Verluste voll entschädigt werden konnten, nachdem die erste Halbjahresprämie IV» vH. und die zweite 2 v. H. betrug. Für das Geschäftsjahr 1942 wurde als erste Halbjahresprämie IV* v. H. festgesetzt. Es erfolgte durch Zuruf die Neuwahl des Vorstandes, der sich wie bisher aus Gg. Wilh. Jager (1. Vorsitzender), Carl Franz (2. Vor­sitzender) und dem Rechner Albert P e ter zusam- mensetzt Als Schätzer sind der derzeitige Orts­bauernführer Franz G ä b i s ch, Wilhelm Frank und Heinrich August Günther bestimmt.

)( Ruppertsburg, 1. Februar. Unser Männergesangverein hielt dieser Tage seine 60. ordentliche Hauptversammlung ab. Der- einsführer Wilhelm P a r r 6. verlas den Jahres- bericht, der langjährige Kassenwalter Wilhelm Lehr 2. erstattete die Rechnungsablage, die ein

recht gutes Ergebnis hatte. In Treue gedachten die Anwesenden des Führers und seiner tapferen Wehr macht, insbesondere der Sajrgcsbrüder, die für uns an der Front kämpfen. Zur Förderung der Schädlingsbekämpfung hat unsere meinde auch im abgelaufenen Jahre Fang- und Schußprämien bezahlt. Es' wurden abgeliefert 139 Stück Wühlmäuse, 460 Maulwürfe, 285 Sperlinge, 12 Sperber und 7 Eichelhäher.

Oberbürgermeister ©r. Scheller gefallen.

Lpd. Marburg, 3. Febr. Der Oberbürger- meister der Universitätsstadt Marburg, Dr. Ernst Scheller, ist als Hauptmann im Stabe einer Armee bei einem freiwilligen Einsatz gefallen. Dr Scheller stammte aus Ostfriesland. Mit 17 fahren trat er als Kriegsfreiwilliger in das 1. Schlesische Pionierbataillon 6 ein und wurde bald zum aktiven Offizier befördert. Beim Brückenbau über den Ta- güamento wurde er schwer - verwundet. Nach dem Weltkrieg studierte Dr. Scheller Geschichte und Nationalökonomie und kam schon früh zur NSDAP. 1925 wurde er politischer Schriftleiter bei der Oberhessischen Zeitung" in Marburg, und im April 1934 zum Oberbürgermeister der Stadt Mar­burg ernannt. Den gegenwärtigen Krieg machte etf vom ersten Tage ammit

Tischtennismeisterschasten des Fliegerhorstes Gießen,

Am 29./30. Januar fanden die Tischtennismeifte^ schäften im Einzel und Doppel des Fliegerhorstes Gießen statt. .

Von den 46 Teilnehmern im Einzel waren span­nende Kämpfe zu sehen. Oblt. Wagler schlug im Endspiel nach hartem Kampf mit 3:2 Sätzen Dgl Obergefreiten Däublerund wurde dadurch Horst- meister 1942. Jrn Kampf um den 3. und 4. Platz schlug der Hauptgefreite Sonnabend den Flieger B r ü ck mit 3:2 Sätzen.

An den Meisterschaften im Doppel waren 16 Mannschaften beteiligt. Auch hier siegte m über- legener Form Horstmeister Oblt. Wag! er mit feinem Partner Obergefreiter Däubler »die im Endspiel die Mannschaft Sonnabend-Ecknev glatt mit 3:0 Sätzen schlugen. Ergebnisse: ^Einzel: 1- und Horstmeister Oblt. Wagler; 2« Dberqefreiter Däubler: 3. Hauptgefreiter Sonn­abend; 4. Flieger Drück.

DvMpe l: 1. und Horstmeister Oblt. Wagler-Ober- gefreiter Däubler;. 2. Hauptgefr. Sonnabend-Ober­gefreiter Eckner; 3. Stabsfeldwebel Arnemann-Ober- feldwebel Fischer; 4. Utffz. Stamnitz-Obergefreitev Heins.

Dnefkaffen der 'Refraffton.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

A. F. in W.-St. Sie können gegen den Ihnen zugegangenen Bürgersteuerbescheid Einspruch er­beben, da das von Ihnen genannte Einkommen den bürgersteuerfreien Betrag nicht überschreitet.

Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.

Dem Gefreiten Edmund Bauer, Gießen, Riegel­pfad 76, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kr e u z II. Klasse und das Jnfan- terie-Sturmabzeichen verliehen.

Der Unteroffizier Wilhelm Becker, Rödgen, wurde für hervorragende Tapferkeit im Osten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Im Westen erhielt er bereits das E. K. II. Klaffe.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in - der Viehverstei­gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 39 bis 49,5, Kühe 18 bis 43,5, Färsen 37,5 bis 48,5, Kälber 15 bis 57 je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebend­gewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (1OO bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08. Marktverkauf: alles zu- geteilt.

Landkreis Gießen.

* Mainzlar, 2. Febr. Der Landwirt Wilhelm B i n g e l von hier wurde kürzlich bei voller Rüstig­keit 8 3 Jahre alt. Wir gratulieren. Soweit es in feinen Kräften steht, macht er sich noch immer in feinem Betriebe nützlich.

* Mainzlar, 4. Febr. Die hiesige Krieger- kameradfchaft hielt bet Kamerad Gastwirt Heinrich Vogel IV. ihren Jahreshaupt, appell ab. Kameradfchaftsführer ß e m m e r er­öffnete den Abend. Es folgte die Totenehrung. Schriftführer Dingel erstattete den interessanten Jahresbericht. Hieran schloß sich die Rechnungs­ablage durch den Rechner G r ö l z. Die Rechnungs- Prüfer, Ludw. Vogel VII. und Wilhelm Klin- g e l h ö f e r , erteilten Entlastung. Der gesamte Vorstand blieb im Amte. Schießmeister Spaar gab folgendes bekannt: Am Landeswettschleßen be­teiligten sich 16 Kameraden. Die Schießübung lau- tete auf je 5 Schuß liegend 'freihändig; erreichte Ringzahl: 627. Beim Ehrennadelschießen schoß Lud­wig Fuchs die Silberne und Friedrich Becker die Bronzene Nadel. In Kürze ist ein NSV.- Opferschießen vorgesehen. Der Appell wurde vom Kameradschaftsführer auf die übliche Weife ge- schlossen. '

* Gröningen, 4. Februar. Frau Margarethe S ch w i n d t Wwe., geb. Pfeffer, feiert am heutigen 4. Februar in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. Wir gratulieren

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treten wurden, tauschen, um ein gleichmäßiges Ab- treten der gesamten Fläche zu erreichen. Füße von Sesseln, Tischen und Stühlen dürfen nicht rauh und hart sein. Man unterklebt sie zum Schutz mit Filz­streifen oder schlägt runde, eigens dazu bestimmte Teppichnägel ein. Bei schweren Möbelstücken ist es gut, wenn man die Füße mitteln eines Brettchens oder größeren starken Glasuntersatzes unterlegt, so daß das Gewicht durch die Vergrößerung der Fläche sich besser verteilt und nicht immer auf eine kleine Stelle des Teppiches drückt. Auch unsere Schuhe untersuchen wir von Zeit zu Zeit, denn hervorge- tretene Nägel, scharfe Käpten usw. wetzen das kost­bare Gewebe ab Dünne Stellen des Teppiches werden am besten mit einem Stück derber Sack­leinwand unterlegt. Mit Wollresten und einer star­ken Stopfnadel kann man manche lichtgewordene Stelle im Teppich genau so stopfen, wie wir es mit Strümpfen machen. H. v. L.

Hausmittel aber mit Vorsicht.

In jedem Haushalt werden sowohl bei leichten Erkrankungen als auch zu Reinigungs- ufw.-Zwecken kleine Hausmittel angewendet, gegen deren Ge­brauch nichts zu sagen ist solange sie in richtiger Weise benutzt werden. In den meisten Fällen ist nur ihre günstige Wirkungsweise bekannt, aber nicht auch ihre Gefährlichkeit bei unrichtiger Dosie­rung ober falscher'Anwendung. Da ist schon das be­liebte Hausmittel, die essigsaure Tonerde, zu er­wähnen. So nutzbringend ihr Gebrauch bei ange­messener Verdünnung fein kann, so gefährlich wirkt sie bei unverdünnter Benutzung. So wurde von

Schularbeiten.

Heinerle ist neun Jahre alt, er studiert schon, er kann schon rechnen bis tausend und muß Sätze mit Vom" undZum" undBeim" bilden. Das er­fordert angestrengte Geistesarbeit. Demgemäß 'sieht er auch aus, angestrengt und geistig. Wohingegen Brigittchen erst sechs Jahre alt ist und erst nächstens 3ur Schule muß. Sie rechnet rascher als Heinz und sagt, sieben weniger neun sind vier, ohne jedoch darum zu streiten, denn ebensogut kann es (von ihr aus) drei sein, auch fünf, ober sonstwie, ganz nach Belieben. Und Sätze bilden ist überhaupt ihre Stärke. Ich war Zeuge davon.

Das Heinerle 1 sitzt angestrengt und unruhig und läßt den Geist arbeiten, Sätze bildend, die er bei­leibe noch nicht niederzuschreiben wagt. Es ist furchtbar schwer. Brigittchen dagegen macht frisch­weg und ohne zu zögern die kühnsten Sätze, z. B. einen einzigen Satz vom Tisch herunter bis pautz auf die Couch. Danach machte sie Sätze von der Couch bis in Heinerles Nacken. Und nun muß Heinerle zweierlei tun, es muß seine Sätze zu

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derschaft ging, um sein zukünftigesHandwerk" jjtiel^ f zu lernen. Die Kunstschulen in Frankfurt, Karlsruhe .tzich

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Während ich am frühen Morgen von Weickarts­hain über Lardenbach, Klein-Eichen dem Vogels­bergdörfchen Groß-Eichen zuschritt, wuchs meine Freude, wieder einmal einen Künstler be­suchen zu dürfen, und die in solchen Fällen nahe­liegenden Gedanken, was werde ich vorfinden, wie werde ich empfangen werden, drängten sich mir auf. Ich habe schon viele Künstler und Gelehrte be­sucht und dies als besonders reizvolle Aufgabe meines Berufes empfunden. Meist bin ich sehr freundlich aufgenommen worden, vor allem waren die Künstler und Schriftsteller'stets offenherzig und zugänglich. Auch diesmal sollte sich diese Erfahrung bestätigen.

In einer knappen Stunde war mein Ziel erreicht, und am Dorfeingang erkundigte ich mich nach dem Hause des Malers Ernst Eimer. Es stellte sich heraus, daß ich nur wenige Schritte zurückgeben mußte, und schon stand ich vor dem Künstler, der mich herzlich willkommen hieß.

Polizei aus Anlaß dieses neuen Einsatzes für das Kriegs-WHW. wird in den nächsten Tagen noch zu berichten sein.

LchtspielhaM: »Menschen im ©türm.*

In diesem lyflm Drehbuch von Georg Z o ch nach einer Idee von Karl Anton und Felix von E ck a r b t herrscht eine ähnliche Atmosphäre wie inHeimkehr", es ist auch ungefähr die gleiche Situation und die gleiche Zeit kurz vor Ausbruch des Krieges, im ehemals deutsch-jugoslawischen Grenzgebiet, Frühjahr 1941. Die politische Span­nung verschärft sich von Tag zu Tag, die militä­rischen Vorbereitungen der Serben, zielen auf den Angriff. Die Lage der Volksdeutschen wird immer bedrohlicher. Nur noch schnelle und heim­liche Flucht auf nächtlichen Schleichwegen über die nahe Grenze kann sie vor den Nach­stellungen des brutalen Gegners retten, dessen Sol­dateska und politische Agenten sich mit'Gewalttat, Plünderung, Verhaftung und Verschleppung an den nahezu wehrlosen Volksdeutschen austoben. Im Brennpunkt des mit politischem Zündstoff geladenen Gebietes liegt der Gutshof eines Slowenen, der mit einer Deutschen verheiratet ist; während der Mann sich ziemlich unbeteiligt von den Ereignissen treiben läßt, erwachen in seiner Frau und seiner jungen Tochter angesichts der für die Deutschen immer be­denklicher werdenden Lage das nationale Gefühl und der leidenschaftliche Wunsch, den bedrängten Landsleuten zu helfen. Die erregende Dramatik und. die knisternde Spannung eines mit allen Mitteln geführten heimlichen Kleinkrieges bestimmen die entscheidenden Szenen auf dem Gutshof, wo ser­bische Offiziere einquartiert sind, welche die Nach­richt von der Generalmodilmachuna in ihrer Ver­blendung als den Beginn des Marsches nach Wien und Graz begrüßen. Für die Deutschen handelt es sich darum, die hilflosen Kinder, deren Eltern von den Serben verschleppt wurden, in zwölfter Stunde über die Grenze nach Deutschland zu retten. Die Gutsherrin nutzt die blinde Verliebtheit eines ferbi- ichen Hauptmanns aus, um in dem Wagen, der sie durch die feindliche Absperrung angeblich zu einem nächtlichen Stelldichein führen soll, die Kleinen in Sicherheit zu' bringen, muh aber die mutige Tat mit ihrem Leben bezahlen.

Der Spielleiter Dr. Fritz Peter Buch, früher Schauspielregisseur in Frankfurt, als Dramatiker auch in Gießen nicht unbekannt, bat dem Film eine aktuelle politische Farbe, intensive Stimmung und eine gegen den Schluß hin immer heftiger werdende Spannung mitgeteilt. Olga Tschechowa spielt mit einer wachen Konzentration die entschlossen han­delnde Gutsherrin Vera Oswatic. Franz Schaf- beitlin erscheint in der mit unheimlicher Schärfe belichteten Gestalt des raffiniert und heimtückisch, auf die Deutschen Jagd machenden Kommissars. Sieg- frieb Breuer und Kurt Meise! geben charakte- ristisch umriffene Typen serbischer Offiziere. Joses Sieber, Rudolf Blümner, Heinz Wetzel, Gustav D i e ß 1 und Hannelore S ch r o t h sind vom übrigen Ensemlbe hervorzuheben.- (Tobis.)

Im Beiprogramm sieht man die Wochenschau, einen recht schwachen Tobis-Trichter und wunder- schöne Städtebilder in dem KulturfilmDas deut­sche Elsaß". Hans Thyriot.

Punkte für bic Umarbeitung von Hüten

Der ReichsbeauUragte für Kleidung und ver­wandte Gebiete hat klärend zur Frage der Punkt­bewertung des Spinnstoffmaterials für die Um­arbeitung von Damenhüten Stellung genommen. Bei Ausführung von Reparaturen an Spinnstoff­waren werden dem Verbraucher soviel Punkte be­rechnet, wie der benötigten Sto'fmenge entsprechen. Die gleiche Bestimmung gilt für die Reparatur von Pelzwaren. In demselben Sinne ist auch bei der Vornahme von Umarbeitungen an Damenhüten zu verfahren. Dabei gelten für die Punktbewertung folgende Richtlinien: Umarbeitung von Hüten aus Filz oder aus anderem Material in Verbindung mit Filz erfordern für einen neuen Kopf einen, für einen neuen Filzrand zwei Punkte. Bei der Um­arbeitung von Hüten aus Meterware gilt für die Verwendung von Spinnstoffwaren als Richtlinie, daß mindestens ein, höchstens zwei Punkte in Be­tracht kommen.

Gießener Wochen Marktpreise.

* Gießen, 4. Febr. Aus dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM, Matte 30 Rpf.. Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 8 bis 12, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Rettich, das Stück 10 bis 15 Rpf.

tannt ist, werden bei diesem Konzertabend ihre sucher im Stadttheater mit besonderer Aufmerksam­keit des Gastgebers empfangen. Es wird ihnen eine Freude sein, auch bei dieser Gelegenheit wieder zu bekunden, daß sich unsere Polizei als Diener der Volksgemeinschaft betrachtet, diese Verbundenheit aber nicht nur in den dienstlichen Beziehungen, son­dern auch bei diesen kameradschaftlich en Stunden eines künstlerischen Erlebnisses im Dienste einer großen und - guten Sache zum Ausdruck bringen will, lieber die weiteren Pläne unserer Gießener

Ernst Eimer.

Daß Eimer auch als Schriftsteller, besonders aber als Jugendschriftsteller, Bedeutung gewann, geht mir mit einem Male auf, als der Künstler mir reichlich ein halbes Dutzend, meist f elb ft illü­ft r i e r t e Jugendbücher vorlegt. Habe ich selbst nicht schon oft gedankenlos in diesen weitver­breiteten Büchern geblättert?Christian der Dorf- junge",Jacobs Abenteuer",Konrads Ferien­tage" undHermanns Wille und Weg", die Selbstbiographie des Künstlers, erschienen mir auf

bilden suchen und Brigittes Sätze zu unterdrücken suchen. Brigitte aber, von keiner Schule angezapst und dleichaezehrt, 'sondern überaus kraftvoll, vom besten Hafer gestochen, sie läßt sich nicht unter­drücken, sie läßt sich nicht einmal unter das Sofa drücken, oder hinter den Ofen oder sonstwohin, son­dern sie zieht ihn, und darausetwas verlegen, da er doch ein Mann ist und groß, während sie bloß ein Kind ist und klein so geht das nun. Und das bedeutet, daß es so eben nicht geht, und daher kommt es, daß Brigittchen nachmittags drei Uhr strafweise ins Bett gelegt wird, und jetzt gedeihen auch Heinerles Sätze, und endlich steht es in steiler ernster Schrift da:Beim Arbeiten brauchen wir Ruhe! Vom Arbeiten wird man oft abgelenkt! Zum Arbeitet? gehört Sammlung!"

Hoffentlich merkt der Lehrer nicht meine Hand in der Mache dieser Sätze, aber ich habe die Hand dargeliehen, denn der Knabe Heinz hat ohne Ver­schulden viel Zeit verloren, er hat im Leben mehr zu tun, ich habe ihm geholfen, damit er früher hinaus­kommen konnte.

Die aber, die an allem schuld ist, der fleisch­gewordene Rucketeufel, das Brigittchen, da liegt es, soll schlafen, strafweise, und schläft nicht, sondern ist nur mucksstill und blinzelt aus einem wütenden und einem empörten Auge. Sie ist vollkommen un­schuldig. Denn in aller Unschuld hat sie das ge­macht. Deswegen wird sie nun auch wieder herausgelasien und darf wieder. Ihre Rechnung von sieben und neun, die zwei und drei finb, ist yerz- bezwingend, und Sätze machen will sie gewiß nicht wieder, hat sie fest versprochen. Sie sitzt nun und spielt mit der Puppenstube, und nur für geübte Kenner ist zu erkennen, was sie eigentlich will, näm­lich den Heinerle von hinten ziehen. Der aber, das merke ich von hinten an seinen Ohren, möchte sich herzlich gern ziehen lassen. Dann würde es luftiger werden, und er brauchte nicht auf mich zu schauen, der ich ihm erläutere, warum manche Wörter groß geschrieben werden urTb manche klein. Das ist weiter nichts als Haarspalterei. Und ich. da ich mich lang­sam zu schämen beginne, beend- den Unterricht.

Felix Riemkasten.

WHW -Konzert

am ,Taa der deutschen pclvei*.

Wie überall im Reich, so trifft auch in Gießen Oie Polizei urn'angrelche Vorbereitungen zu dem am 1 4. u n d 1 5. F e b r u a r stattfindendenT a g der deutschen Polize i", bei d?rn unsere Po­lizeibeamten wieder mit aller Einsatz^reudigkeit für das Kriegs-Winterhilfswerk selbst opfern und sam­meln wollen

Als besonderes Ereignis wird aus diesem An­laß ein großes Konzert im Stadttheater zugunsten des Kriegs-Wii,terhilfswerkes am 12 Februar abends iiattftnden, daK der Gießener Bevölkerung einen erlesenen musikalischen Genuß bereiten wird. Das städtische Orchester unter Leitung von Kapell- inei'ter Otto Soll ne r wirb an diesem Abend eine Vortragsfolge zu Gehör bringen, die auch den anspruchsvollsten Musikfreund zufriedenstellen wird. Das Konzert soll alle Besucher, ganz gleich ob sie hervorragende Musikkenner ober Volksgenossen mit schlichtem musikalischem Sinn sind, in gleicher Weise erfreuen, da es Kompositionen bringen wirb, die jedem Hörer eine köstliche Gabe sein werden. Der Kartenvoroerkauf findet vom morgigen 5. bis zum 9. Februar im Musikhaus Challier, Neuenweg, statt. Es darf wohl erwartet werden, daß unsere Volks­genossen dieser Veranstaltung der Gießener Polizei alles Interesse zuwenden, damit neben dem unbe­zweifelbaren künstlerischen Erfolg auch das sinan- sielle Ergebnis zum Besten des Kriegs-WHW. in gleicher Weife bestehen kann.

Unsere Gießener Polizeibeamten, deren enge Ver­bundenheit mit der Bevölkerung ja zur Genüge be-

res vier Fälle eingeliefert wurden, bei denen es durch den Gebrauch von unverdünnter essigsaurer Tonerde in Form von Umschlägen zu einem Ab­sterben der Fingerspitzen gekommen war. Ein an» deres, gern gebrauchtes Hausmittel, das Wasser- toffsuperoxyd, darf ebenfalls nur mit Vor­letzt und in geringen Mengen z. B. zum' Mund- pülen verwendet werben, außkrbem muß man alle Gewebe vor der Berührung mit der Flüssigkeit sorgfältig hüten. Denn der aus ihr frei werdende Sauerstoff verbindet sich mit der Zellulose der Ge­webe und zerstört sie. Die Flasche, in der Wasser­stoffsuperoxyd aufbewahrt wirb, soll nicht mit einem Kork-, sondern mit einem Glasstöpsel verschlossen werden. Auch Salmiakgeist, der alle Fette löst und darum gern zur Reinigung von Türen usw. benutzt wird, darf nur in sehr verdünntem Zustand zur Anwendung kommen, da er auch stark farbelosend wirkt, also den Anstrich angreift. Seine Dämpfe sind übrigens den Atmungsorganen schäd­lich, es ist darum durchaus nicht angebracht, bei Schnupfen an der Salmiakflasche zu riechen, um Luft zu bekommen. Sehr gefährlich kann auch Salzsäure werden. In guter Verdünnung rei­nigt sie zwar besonders gut Emaille und entfernt Kesselstein. Aber die sich dabei entwickelnden Dämpfe sind den Metallgefäßen in der Küche gefährlich. Bei der Anwendung von Salzsäure find unbedingt Handschuhe anzuziehen, da sie ohne diesen Schutz die Haut zerstört. Unter keinen Umständen darf mit Salzsäure gearbeitet werben, wenn man auch die kleinste Wunde an den Händen hat.

vermindern unsere Leistungskraft.

Wir haben deshalb die Pflicht, die Zähne mor­gens und erst recht abends gründlich zu pflegen.