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» 29 Zweit« Blatt
Gießener Anzeiger <Generai-Anzeiger für Tberheßen) mittwach, 4. zebrnar >9^2
Aus dem Reiche -er Frau
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PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MO DE ZEICHNERS
SEiDEN RESTEN
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EZcn sparsam, ft eine Kapsel. i/»NpothÄo.^
Kohlrüben.
Von M.A. v. Lütgendorff.
Aber Vitamin C ist hitzeempfindlich und wird bei ! langem Kochen leicht zerstört; das darf man i)t vergessen. Allerdings hat sich gezeigt, daß es fren Kohlrüben — wie auch in den Erbsen — i Hitze viel besser standhält als in den anderen sinüsen, wie z. B. im Kohl. .Trotzdem sollte man hi einer zu langen Kochdauer absehen und wo es -cht, auch die Zubereitung in der Kochkiste veröden. Ebenso kommt es beim Lagern der Kohlen — im Gegensatz zu den übrigen Rüben — [einem auffällig geringen Verlust an Vitamin C; scheint so gar, als ob der Vitamin gehalt der Kohler durch eine gewisse Lagerzeit noch gesteigert rben kann, da sich zur Herstellung des antiskor- Nchen Saftes am besten solche Kohlrüben eignen, schon zwei Monate gelagert worden sind, weil nach dieser Zeit den reichsten Gehalt an Vitali C aufweisen.
Um den etwas scharfpikanten Geschmack der Kohlten zu mildern, legen manche Hausfrauen die rchnittenen, rohen Rüben von dem Kochen stun- klcmg in kaltes Wasser oder brühen sie gar erst \ Dadurch werden diesen aber nur wertvolle khrstoffe entzogen, während sich weder_ ihr. Ge- Inort noch ihre Bekömmlichkeit erhöht. Der bchmack wird viel zweckmäßiger gemildert, hm man den Kohlrüben kurz vor dem Weichem in Scheiben geschnittene rohe Kartoffeln ifflqtr denen sie sich gut anpassen, und die Üfchung dann erst einbrennt. Kocht man nun noch p Fleischstückchen mit und würzt das Ganze mit fcnunel, so gibt es ein Eintopfgericht, das nicht L out und kräftig schmeckt, sondern auch nährt h sättigt.
veißkohl hat mehr Vitamine als Aepfel
Vas Obst schätzen wir im allgemeinen — abge- ben von sonstigen geschmacklichen und gesundheit- «N Werten — besonders als wertvollen Vitamin- träger. Dabei ist den meisten nicht klar, daß das Imüfe, was den Vitamin-OGehalt angeht, mit
Obst durchaus konkurrieren kann. Abgesehen h der Hagebutte, die auch die Zitronen und Apfel- vm um das Sieben- bis Achtfache darin Über- jiffen, ist zum Beispiel der Weißkohl den Aepfeln Iirchaus überlegen, besonders, wenn der Kohl rost, k als Frischkostsalat, gegessen wird. Aber auch Minstet (mit Verwendung des Kochwassers) ist der ktamin-E-Gehalt noch höher als bei der gleichen l?nge von Aepfeln. Das ist gewiß etwas über- Wchend und reizt dazu, auch andere Vergleiche an- rtfOen. „
Me unsere Kohlsorten, wie Weißkohl, Wirsing- Ihl, Rotkohl, Kohlrüben, sind sehr gute. Vitamin- Wger. Der Grünkohl marschiert dabei an der Me. Auch der Rettich soll nicht vergessen werden.
betimmt!" .,
- „3a" sagte sie rasch; sie dachte: .Absagen kann ich
I" mer... Jetzt ist nur wichtig, Fehr zu spreche^,.
tt lei Dank, daß er gehtk
TZau/ief T'Oettet • iaite F
Niveä-Creme schützt] die Haut vor dem Auf-’ springen.Sorgfältig verreiben, denn Nivea ist knapp; was es gibt, sollvielen zugute kommen. Sei sparsam da mitt
Aus folgender Tabelle kann man ersehen, wie sich I der Vitarnin-C-Gehalt von Gemüse uib Obst zueinander verhält. Durch verschiedenen Anbau, andere Sorte und Lagerung bedingt, können die Werte etwas differieren. Der Unterschied fällt nicht wesentlich ins Gewicht. So enthalten:
100 g Weißkohl ssbensoviel Vitamin C wie eine Zitrone,
100 g Rettich ebensoviel Vitamin C wie 800 g Weintrauben,
100 g Kohlrüben ebensoviel Vitamin C wie 450 g Aepfel,
100 g Fenchel ebensoviel Vitamin C wie 500 g Aepfel.
Hieraus ist ersichtlich, daß Gemüse oft ein noch größerer Vitaminspender als Obst ist und dieses- besonders bei knapper Obstlieferung durchaus ersetzen und in seiner Vitamin-C-Wirkung auf den Körper sogar übertreffen kann. Natürlich ist im rohen Gemüse, das man als Frischkostsalat anmacht, der Vitamin-C-Gehalt am größten. Er wird etwas geringer beim Dünsten, verringert sich noch mehr beim Kochen und verliert schließlich 70 v. H., wenn
üscheu Sogen*, Mrjmunüiic öcs Allgemein- labon bekämpft, merken uni neu- m hat sich Mela- erwenLenLiees
war alles noch gut und glücklich! Aber Sie müssen wohl die guten Geister des Glücks mit sich genoin- men haben in Ihre Rübezahlberge! Denn bald nach Ihrer Abreif^ fing der letzte Akt an.
„Der letzte Akt?" Er bat sie, ihm ausführlich zu erzählen, was ihr Brief nur kurz angedeutet.
„Es ist nicht viel zu erzählen, Baron. Der Ron» Hüt ist eben eines Tages ausgebrochen, der schon von Anfang an im Geheimen schlich. Bertelsen haßt mich — Bertelsen, müssen Sie wissen, ist der Regisseur, der allmächtige Mann am Theater! Er hat mich immer miserabel beschäftigt, weit unter dem, was ich erwarten durfte — ich habe den Leuten doch wirklich volle Häuser gebracht, das haben W felbft gesehen, wie?" , .. .
Fehr bestätigte mit einem Kopfnicken: „Wundervoll waren Sie!" ifS
„Und wissen Sie, wer eigentlich an allem Idjuto ist? Ohne es zu ahnen, versteht sich? Ihr Fontana! Von dem Sie mir so reizend schrieben..„ich have in all' den Aufregungen ganz vergessen, Ihnen zu danken, seien Sie mir nicht böse, imHerzen habe ich's alle Tage getan.. .1 Die Sache war so: Ber- telsen wollte mir die Hauptrolle m der neuen Fontana-Operette nicht geben, er wollte sie partout der Nachbauer, hier aus Berlin, zuschanzen — die M nämlich ein- Freundin von ihm Und ei^ redete pch immer darauf hinaus, daß Fontana selbst dieseBe- seßuna dringend fordere. Aber ine Heine Norton ist i/auch nicht aus Dummsdorf! Als Ihr Brief kam, hab' ich mich einfach hingefetzt Und hab an ihn geschrieben - Lappersdorf Schlesien, Jagdhaus' Baron Fehr - und hab ge ragt, ob bas stimmt... Natürlich stimmte es nicht!
"Jawohl! — Und mit dem Brief von Santana bin ich dann zu Bertelsen gegangen. Und hab ihm gesagt, was er ist: Ein ganz gemeiner Schwindler! Und daß ich darauf verzichte, mich anlugen zu lassen! - Und was glauben Sie? Er hat mich aus dem Büro hinausgeworfen — buchstäblich!
„Ist ja unerhört!"
(Fortsetzung folgte
Aus weißem Taft und weißer Spitze ist die vorne mit Seidenknöpfchen geschlos- ene Bluse links gearbeitet, aus f chw arz er, stumpfer Seide und schwarzer Spitze die Jacke rechts mit dem Schalkragen und dem mittellangen Schoß. Die Jacke hat schmale Ser- denaufschläge an den halblangenAer- mein, eine eingelegte Spitzenweste und große S t o f f k n ö p f e.
gab: „Zu lieb von Ihnen, daß Sie mich nicht verlassen ..., daß Sie noch einmal anrufen ...!
Fehr stand in der engen Telephon.zelle, den Hut auf dem Kopf, er hatte sich nicht einmal Zeit genommen, auf fein Zimmer zu fahren, als man ihm Marions Anruf meldete. Er vernahm ihre Stimme, fein Herz- schlug ganz schnell; aber in rhm sagte eine andere Stimme eindringlich: Wappne dich. Sieh dich vor...! Fest hatte er sich auf der Ruck- ahrt vorgesetzt, von sich aus nichts zu tun und hben= crlls eine Ausrede zu gebrauchen, wenn sie wirklich anläuten sollte, wovon er nicht durchaus überzeugt gewesen war; aber nun braute er s doch nicht fertig-, alle alten Wunsche und Hoffnungen standen übermächtig in ihm auf, er sagte nur: haben
zu befehlen." f . .,
Und eine Viertelstunde spater saß er bei ihr.
Der Wintertag sank schon. Draußen brannten die Laternen, die Lichtkreise der Bogenlampen fielen auf den Schneematsch, hinter der turmer eichen Silhouette der Kirche stammte rot die Leuchtschrift des Kinopalastes.
Marion hatte die Standlampe eingeschaltet und an den Tisch gerückt. Ihr mattes Licht ftng sie beide ein.
Es bedurfte nicht vieler Worte. Seit Fehr sie wieder allein sah und ihre Stimme horte deren warmer Mezzo-Sopran ihm von allem Anfang an so wohlgetan, und sich im schimmernden Licht ihrer Augen wärmte, war nur der eine Wunsch leidenschaftlich in ihm lebendig: ihr zu glauben, chr zu vertrauen. Sie hätte ihm gar nicht den auf dem Tisch liegengebliebenen Brief der Theaterkanzlei und das Formular des Meldeamtes zu weisen brauchen, aus dessen Datum klar hervorgmg, daß Abbeg sich erst heute nach ihrer Adresse erkundigt, daß er sie also vorher nicht gesehen hatte. Und er zweifelte nicht, als sie auf seine vorsichtige Frage versicherte, sie habe seit jener zufälligen Begegnung in München nichts, absolut nichts von Abbeg gehört.
„Ach, München...!" sagte sie, und eme heitere Melancholie jchwebte um chreg Mundi »Damals
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Aus Spitzen und aus Seid en re st en sind das Kleid für junge Mädchen, die weiße Bluse und die Jacke für ältere Damen gearbeitet.
Das Material für das Kleid mit dem weit an den Sattel g e l e s e n e n R o ck ist d u n k e l b l a u e T ü l l f P i tz e und d u n k e l b l a u e , glänzende Seide. Aus letzterer ist auch der zur großen Schleife gebundene Gürtel und die breite Blende am Rocksaum. Das Kleid wird im Rücken mit kleinen Seidenknöpfen beschlossen^
Sie verabredeten ein Restaurant im neuen Westen um neun Uhr — vorher war Abbeg nicht üerfügbar.
Lernen Sie inzwischen von Ihren alten freunden besser denken, Kind", sagte er, als er- sich verabschiedete. ~ ,
Marion stürzte sofort an den Fernsprecher, ver-, band sich mit Fehrs Hotel.
Der Herr Baron sei nicht irn Hause, lautete die
Kohlrüben sind unseren feinsten Gemüsen idt, dem Blumenkohl und den Teltower Rüb- p; denn sie gehören zu den Stammformen der in Spielarten des Kohls. Sie werden aber als iMngsmittel eigentlich nur recht wenig ge- M obwohl sie mehr gute Eigenschaften besitzen jmanche bevorzugte und teuer bezahlte Grünkost. i den übrigen Kohl- oder Steckrüben unterscheiden ]ftch einmal durch ihren Wohlgeschmack und dang h durch ihre Form und Farbe. Sie sind groß, und apfelförmig, geldfleischig und auch äußer- |oon gelber oder rotgelblicher Forbe und eignen im Gegensatz zu den anderen weißen und bläu- oeihen Kohlrüben ganz vortrefflich zum Kochen In muß dabei aber, wenn bas Gericht nicht nur [ schmecken, sondern auch richtig nahrhaft sein j, einiges berücksichtigen.
ßiräereitet werden die Kohlrüben wie die ande- I Rüben auch; zuerst werden sie gewaschen, ge- M und zerkleinert, dann in leicht gesalzenem l ser weichgekocht und hernach in einer gut fetten [brenne fertig gedämpft. Nun enthalten die MÜben aber besonders reichlich das antiskorbu- V Vitamin C, das nicht nur die Leistungs- ljgkeit des Körpers steigert, sondern ihn zugleich Lgegen Krankheiten widerstandsfähig macht und [ Frühjahrsmüdigkeit vorbeugt. Der Bedarf dieses Lmins, von dem der Menfch am Tag nur 30 Lfenbftel Gramm braucht, kann also durch ein [ 1rübengerid)t gut gedeckt werden. Der Saft k rohen Kohlrüben ist sogar so reich an Dita-
C, daß man neuerdings daraus ein gegen Lröuterfranfungen sehr wirksames Präparat Her
das Kochwasser, in das^die Vitamine ja'übergehen, nicht mitverwendet wird.
Rezepte.
Graupenauslauf: 200 g mittelfeine Graupen läßt man mit etwas Zitronenschale recht langsam in 1 Liter Milch ausquellen, rührt 1 Ei oder Eiaustauschmittel mit etwas Milch und Zucker glatt und gibt es unter die Graupen. In die gefettete Form gißt man zunächst eine Lage Graupen, bann Kompott, dann wieder Graupen. Man streut Weckmehl, Zucker und einige Fettflöckchen darüber. Backzeit 25 bis 30 Minuten.
Pfälzischer Eintopf: 1% kg Kartoffeln, VA kg Kohlrüben, Zwiebel oder Lauch, Gewürze, etwas saure Milch, Essig, 30 g Fett, 100 g frische Blutwurst, Salz. Die in Würfel geschnittenen Kartoffeln werden mit den in Streifen geschnittenen Kohlrüben und den Gewürzen und Essig gargekocht. Zum Schluß gibt man die' saure Milch und die klein- geschnittene Blutwurst bqrunter und schmeckt mit Salz ab. s
Der feurige Ofen
Roman von Hans von hülfeq
k. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Nun sagen Sie mal, kleine Marion", rief ihr
Weg entgegen, als sie ins Zimmer
»Lch bin ja vollkommen perplex, daß Sie sich den tzlashüttenbaron sofort angebändigt 'haben! «ie frfc doch mit mehr Wassern gewaschen als ich »chte!"
„Was gibt Ihnen ein Recht, meinen Vormund 41 spielen, Abbeg?" erwiderte sie gereizt: „In mei= i?r Lage ist es' wohl nur natürlich, daß man sich <i gute Freunde wendet. Um mit ihnen zu bezechen, wie es weitergchen soll."
„Und der Herr Baron ist also ein guter Freund ton Ihnen? Pardon, das wußte ich nicht. Weih ich nicht, ob ich Ihnen dazu gratulieren kann. 4enne ihn nur als Gefühlsdussel, und das ift eine tir sehr unsympathische Menschensorte. — Mich Nnen Sie offenbar nicht zu Ihren Freunden? denn mir haben Sie nicht geschrieben. Und doch Im ich der erste, der Ihnen praktische Hilfe anbietet. Do sehen Sie's!"
| Sie schwieg eine Weile......
I «Wenn ich nur an die1 Uneigennützigkeit Ihrer Ae glauben könnte! Aber in Abhängigkeit von Hhnen geraten — wie Papa — niemals!" sUbbeg überhörte es anscheinend. Er ließ Den Mel seiner Uhr springen: „ ,
„Halb fünf vorbei. Muß leider fort, zu emer Konferenz. Sonst würde ich Ihnen auf der Stelle letöerfen, daß ich genau so uneigennützig sein kann, toi alle Barone Schlesiens zusammen. — ^ar1l?n1! 5i essen'mij mir? Wir bereden dabei alles. Und werden dann Ihr Mißtrauen fahren lassen
Das Mädchen kam und unterbrach ihre grüblerische Wanderung. Es kam, um das Geschirr avzu- räumen. Und gleich danach weckte der Fernsprecher.
Sie sind es, lieber Baron...? Gott sei Dank . Marion war so froh und aufgeregt sie überlebte Et M fei foM was söi ta W* em-
Teppichpflege.
Unsere Fußbodenbekleidungen sind ausnahmslos aus wertvollen, teilweise ausländischen Materialien hergestellt und bedeuten daher besonders im Kriege für uns einen kostbaren Besitz. Daß unter diesen Umständen eine besondere Pflege notwendig ist, wird jede Hausfrau einsehen. Die Sauberhaltung unseres Fußbodenbelages beginnt schon bei der all^ gemeinen Pflege des Fußbodens und bei der Reinhaltung unserer Schuhe und deren Sohlen. Wer sich stets gut abtritt, wer für Fußabstreifer vor der Eingangstür, auf der Treppe, am Balkon ufw. sorgt, bringt wenig Schmutz in die Wohnung, kann also seine Fußböden leicht rein erhalten. Der größte Feind der Teppiche ist der Hausschuh der Frau, den sie während des Kochens trägt. Winzige Fett- und Abfallteilchen, die auf dem Küchenfußboden liegen, tritt sie mit dem Hausschuh fest. Dazu gefeilt sich Wasser am Ausguß, so daß sich unter der Schuhsohle eine zähe Masse bildet, die auf dem Teppich festgetreten mirl)., An den Woll- und Kokosfasern aber hält dieser Schmutz fest und kann nicht durch Bürsten,. Klopfen oder Saugen entfernt werden. Eine eingehende Reinigung ist notwendig geworden.
Der von links und rechts tüchtig gereinigte Teppich wird auf feinen rechtmäßigen Platz gelegt nachdem der darunter befindliche Fußboden peinlich gesäubert wurde. Heißes Wasser mit einem tüchtigen Schuh Salmiakgeist entfernt eingetretenen Schmutz in der Art, daß man einen sauberen Lappen mit Salmiakwasser tränkt, ihn gut ausdrückt, sodaß der Teppich nie naß, sondern nur feucht werden kann. Stelle für Stelle wird nun kräftig abgerieben, sodann mit einem sauberen trockenen Tuch mit dem Strich nachgerieben. Zum Schluß bürstet man mit einer weißen Bürste nach. Man darf den Teppich erst wieder betreten, wenn er staubtrocken ist. - . .
Beim Klopfen des Teppichs achte man Darauf, daß man ihn nicht an den Fransen festhält, damit sie nicht beschädigt werden. Die Behandlung mit dem Staubsauger soll möglichst von der linken Seite geschehen, jedoch nie bei ganz neuen Teppichen. Gefährlich für das kostbare Gewebe kann die Teppichkehrmaschine werden, die leicht Wolle aus dem Teppich herausreißt. Es empfiehlt sich stets, Staub aus Sauger und Kehrmaschine auf Wolle hm zu untersuchen und sofort den Apparat einer Reparatur zu unterziehen, wenn derartige Schaden beobachtet werden. Auch wende man nicht täglich den Staubsauger an, sondern höchstens einmal in der ^Ebenso wichtig wie die Reinigung ist die Schonung der Teppiche. Man schütze die Farben gegen zuviel Sonne, klappe beim Heizen den Teppich um, so daß keine Glut aus dem Ofen ihn verbrennen kann, bewahre ihn vor allem vor Motten. Wer sich auf Reifen begibt, darf die Teppiche nicht m der Wohnung liegen lassen, ohne Vorsichtsmaßregeln aetroffen zu haben. Nach gründlicher Reinigung belegt man die ganze Fläche mit frischem Zeitungs- papier, streut handelsübliches Mottenpulver darüber und rollt den Teppich ein. Bei größeren Fußbodenbekleidungen ist es ratsam, ihn über eine Stange festzurollen, damit man ihn dann zur Aufbewahrung auch aufstellen kann, ohne Gefahr zu lauten, daß er zusammenrutscht. Auch von außen wird er mit Zeitungspapier umgeben, besonders an Den Seiten gut eingepackt und mehrfach zugebunden.
Gleichmäßige Abnutzung verlängert ebenfalls Die Lebensdauer. Man dreht den Teppich oder Lau- fer in gleichmäßigen Zeitabständen — etwa alle halbe Jahre einmal — so, daß die bisher stark beanspruchten Stellen mit Teppichteilen, die beispielsweise unter Möbelstücken lagen, also nicht abge»
^^So^möge man bestellen, er solle gleich die Pension Raausa anrufen, sobald er zurückkehre. .
Nun also warten, warten... Rastlos ging sie im Zimmer auf und nieder, die Finger verkrampft, und marterte sich mit Nachdenken.
Welch ein Unstern über diesem Tage! Daß sich die beiden gerade treffen mußten...! Klar, was Fehr nun von mir dachte: er hatte es ia kaum verhehlt. Schwer, sehr schwer, das wieder gutzumachen — selbst wenn er wiederkam...
Wenn er wiederkam?' — Er sollte kommen! Er mußte! Dieser sinnlose Zufall durfte nicht alles zertrampeln! Alles, was vor einer Stunde noch wie junge, hoffnungsvolle Saat gegrünt hatte-..! Uno wenn er wirklich nicht kam? Ja, dann mußte sie... sie selber zu ihm gehen — und ihm alles sagen Abbeq^ Was bedeutete ihr Abbeg? — Obwohl es ja anderseits sehr nett von ihm war daß er ihr sofort beispringen wollte. Er war ein kluger Mann, hatte wahrscheinlich eine klarere Vorstellung als Fehr von der schwierigen Situation, darein ihr übereilter Schritt sie gebracht. Konnte vielleicht auch wirksame? helfen. Ader — sie fürchtete sich davor, daß er eines Tages die Rechnung schreiben wurde. Daß alles wieder anfangen würde, was sie damals mit ihrer Flucht, ihrem Brief für immer beenden und mit der Wurzel ausrotten gewollt ...


